Salat satt (sozusagen bis zum Hals!) ;-)

 

Mit Sicherheit verfolgt ihr die aktuelle Wetterlage, seid vielleicht sogar selbst davon betroffen. Schon im Herbst war sehr auffällig, welche Unmengen an Zapfen an den Bäumen hingen und wir unkten, dass es sicher einen harten Winter geben würde… Wie soll ich es sagen, wir hatten wohl Recht! In Teilen Bayerns und Österreichs ist es derzeit echt heftig und was man so in den Nachrichten sehen und hören kann, ist absolut nicht übertrieben. Die Wetterverhältnisse und die daraus resultierenden Bedingungen scheinen den Winter ebenso zu einem “Rekordwinter” machen zu wollen, wie der letzte Sommer ein “Rekordsommer” war.

RekordschneehöhenRekordschneehöhenRekordschneehöhen

Wir stehen gut und vor allem sicher hier. Keine Berge und keine Bäume in unmittelbarer Nähe. Ein Supermarkt ist fußläufig zu erreichen, Gas gibt es am Stellplatz. Unser einziges Problem ist, den unaufhörlich fallenden Schnee von den Autodächern zu holen. Dazu sind Logistik, eine lange Leiter, Schneeschaufeln in verschiedenen Größen, wasserabweisende Jacken, Handschuhe und Fitness nötig. Mit den Hausdächern und den Wohnmobildächern der Nachbarn haben wir zum Glück nichts zu tun. Zwinkerndes Smiley

räumungsbedürftigräumungsbedürftig

Fix und Boxi sind relativ pflegeleicht, Oscarlotta ist da schon eine andere Nummer. Normalerweise gelangen wir aufs Dach, indem wir eine dreistufige Trittleiter auf das Bett stellen und durch das aufgekurbelte Heki (Hebekippdachfenster) nach draußen klettern. Das klappte diesmal nicht. Der Schnee lag so hoch auf dem Heki, dass es sich nicht aufkurbeln ließ! Zum Glück konnten wir beim Stellplatzbetreiber eine 3m-Haushaltsleiter ausleihen, mit deren Hilfe von der obersten Stufe aus die Randbereiche des Daches freigeschaufelt werden konnten sowie ein Teil des Hekis. Dann eine gute Handbreit aufkurbeln, den hereinfallenden Schnee mit einem großen Duschtuch auffangen und voooorsichtig durch den Spalt allen Schnee nach hinten und zu den Seiten wegschieben. Ein Stück weiter aufkurbeln (ja, es schneite noch!) und mit Verrenkungen den restlichen Schnee vom Heki schaufeln. Mit Hilfe der Leiter konnten wir das Dach zu ca. zwei Dritteln freilegen. Den Rest in der Mitte, an den man nicht heranreichte, verschoben wir auf den nächsten Tag. Der Stellplatzbetreiber und sein Helfer fuhren schon den ganzen Tag mit Schneeräumern über den Platz und die Zufahrtswege und der geräumte Schnee türmte sich schon zu hohen Bergen an den Rändern. Wir sind zwar, außer einem weiteren Mobil, die einzigen Gäste, es gibt aber noch einen bewohnten Dauercamperbereich.

Ingrid bei der ArbeitIngrid bei der ArbeitIngrid bei der ArbeitIngrid bei der ArbeitIngrid bei der ArbeitOscarlottas DachOscarlottas Dach

Am nächsten Tag schneite es nur wenig, es war auch in der Nacht kaum weiterer Schnee dazugekommen, sodass Uschi aufs Dach steigen konnte. Sogar die Sonne kam ein wenig heraus und die Temperaturen waren so, dass das Heki aufbleiben konnte, während Uschi räumte. Danach sah Oscarlotta so aus:

schneefrei und blitzblankschneefrei und blitzblankschneefrei und blitzblank

Dann schneite es wieder! Und es hörte auch nicht mehr auf. Man konnte quasi dabei zusehen, wie die Schneehöhe wuchs. Am einfachsten erkennbar immer an der Trittstufe. Bevor man reingeht, kehrt man sie ab und wenn man das nächste Mal wieder rausgehen will, hat sie schon wieder ein “Häubchen”, vor allem natürlich am Morgen. Genauso wie Flitzi! Verwirrtes Smiley

Trittstufen OscarlottaTrittstufen OscarlottaFlitzi mit MützchenFlitzi wird ausgegraben

In der Nacht auf Donnerstag gab es an die 40cm Neuschnee! Oscarlotta sah wieder genauso aus wie vor der Räumung. Also alles wieder von vorne! Gleiche Reihenfolge, da das Heki sich wieder nicht aufkurbeln ließ. Dieses Mal ging Uschi aufs Dach, sobald das Heki geöffnet werden konnte. Das musste blitzschnell gehen, da es unaufhörlich dicke Flocken schneite. Kaum war sie draußen, klappte ich die Leiter zusammen und kurbelte wieder zu. Die Räumerei eines Wohnmobildaches ist nicht ohne. Man muss gelenkig sein, trittsicher und man darf keine Höhenangst haben. Zusätzlich sind Bewegungen nur im Zeitlupentempo sinnvoll, da das sowieso schon glatte Dach durch den teilweise gefrorenen Schnee gefährlich rutschig wird. Es ist also eine zeitaufwändige Angelegenheit, vor allem auf einem Dach dieser Größe. Rund um unsere Mobile haben wir Laufgräben geschaufelt und genau in diese hinein fällt der Schnee vom Dach! Was bedeutet, dass aller Schnee zweimal geschaufelt wird, einmal oben und einmal unten. Inzwischen sind die Schneehaufen schon so hoch, dass wir kaum noch wissen, wohin mit dem neuen Schnee. Diese Aktion hat gute 2 1/2 Stunden gedauert, danach musste noch das Werkzeug enteist werden. Die Leiter konnten wir ja auch nicht völlig verschneit zurückgeben. Auf den Trittstufen war der Schnee schon so angefroren, dass ich ihn mit einem Spachtel abkratzen musste. Erstauntes Smiley

Neuschnee!!!Neuschnee!!!Neuschnee!!!Neuschnee!!!Neuschnee!!!Neuschnee!!!Neuschnee!!!Neuschnee!!!Neuschnee!!!Neuschnee!!!Neuschnee!!!Neuschnee!!!Spuren im Schnee

Dann gab es erst einmal einen Kaffee! Gefrühstückt hatte ich auch noch nichts. Die Wettervorhersage für die nächsten Tage kündigte weitere ergiebige Schneefälle an! Fein, dann wissen wir ja, was zu tun ist! Laut lachen Im Fernsehen (Brennpunkt Wetter) war, außer der Lawinengefahr-Höchsttufe, immer wieder Thema, dass Dächer von den Schneemassen befreit werden müssen und es wurden Zahlen genannt. Pulverschnee hat ein Gewicht von 30-50 Kilo pro Kubikmeter. Wenn der Schnee nass ist oder nass wird, weil es hineinregnet (ist für das Wochenende angekündigt), kann das Gewicht auf das Zehnfache ansteigen! Unsere Dächer sind begehbar, d. h., für ca. 100-150kg ausgelegt, punktuell vermutlich. 40cm lagen ganz sicher schon da oben, macht also im nassesten Zustand auf ein mal einen Meter ca. 200kg. Also bleibt uns nichts anderes übrig, als zu räumen, mindestens jeden zweiten Tag. Außerdem wollen bzw. können wir ja nicht bis zum Frühling hier bleiben und fahren kann und darf man mit einem Dach voller Schnee nicht. Sollte man auch nicht! Mit meinem früheren Wohnmobil habe ich das mal gemacht, weil ich mich nicht aufs Dach traute und sooo viel ja gar nicht drauf lag. Während der Fahrt löste sich eine Eisplatte, wahrscheinlich durch die Fahrbewegungen losgerüttelt, rutschte über die Schrägung des Alkovens nach unten und zerschlug mir die Frontscheibe! Auf dem nächsten Rasthof war die Fahrt für mich erst einmal zu Ende und ich blieb über Nacht dort stehen. Immer wieder hörte ich im Verlauf des Abend, wie irgendwo eine Eisfläche vom Dach fiel, es taute nämlich und die Wärme aus meinem geheizten Innenraum tat ihr übriges. Ich war froh, dass ich nur mich selbst geschädigt hatte und nicht eine Eisplatte auf ein nachfolgendes Fahrzeug gefallen war. Eine Werkstatt fand ich am nächsten Morgen auch, konnte auch noch selbst dorthin fahren und musste dann natürlich noch lange dort herumstehen, da man mit einer frischeingesetzten Scheibe ja nicht sofort weiterfahren kann. Dieses Risiko würde ich also nicht noch einmal eingehen!

Für den Freitag war eine Wetterberuhigung angesagt, bevor es dann am Wochenende weitergehen sollte. Und tatsächlich schien sogar die Sonne! Uschi grub Flitzi mal wieder aus und wurde von einem Radioreporter (SWR3) angesprochen, der in der Folge spontan ein Interview mit ihr machte. Der junge Mann konnte zunächst nicht so ganz nachvollziehen, warum man freiwillig so lebt wie wir, aber als Uschi ihn aufforderte, sich doch mal umzuschauen, musste er zugeben, dass die Landschaft einfach ein Traum ist!

Flitzi wird befreitFlitzi wird befreitFlitzi wird befreitFlitzi wird befreitWintermärchenWintermärchenWintermärchenWintermärchen

Wir machten später einen Erkundungsgang, am See entlang in den Ort. Die Wege hatten gerade mal Hundebreite, Gegenverkehr nicht möglich!

WintermärchenWintermärchenWintermärchenWintermärchenWintermärchenWintermärchenWintermärchenWintermärchenschmale Wegeschmale Wegelustige Häubchenlustige Häubchenlustige Häubchen

Die Zugverbindung nach Oberstdorf musste inzwischen auch eingestellt werden, wegen kontrollierter Baumfällarbeiten entlang der Strecke. Bis Immenstadt kommt man noch per Zug, dann geht nichts mehr. Immerhin gab es ab dem zweiten Tag einen Schienenersatzverkehr per Bus. Die Menschen im Süden Deutschlands sind Schnee im Winter ja gewöhnt, aber dies jetzt scheint auch für Bayern eine Ausnahmesituation zu sein! Angeblich war es seit 1960 nicht mehr so schlimm.

DB-StreckensperrungDB-StreckensperrungDB-StreckensperrungDB-Streckensperrung

written by Ingrid
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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

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Vier Hochzeiten und ein Todesfall

 

Der Titel ist abgeleitet von dem gleichnamigen Spielfilm mit Hugh Grant. Hochzeiten im üblichen Wortsinn hatten wir allerdings keine zu feiern, nicht einmal zu beobachten. Wir waren wohl nicht oft genug auf Schloss Neuschwanstein, das als DIE perfekte Kulisse für Hochzeitsaufnahmen gilt.

Neuschwanstein

Unsere HOCHzeiten hatten wir trotzdem, nämlich in Form der vier Jahreszeiten! Uschi war ja schon zum Ende des letzten Winters hier im Allgäu und erlebte mit, wie innerhalb einer Woche die Natur förmlich explodierte und der Frühling da war.

FrühlingsbeginnFrühlingsbeginnFrühlingsbeginnFrühlingsbeginn

Ich kam Ende April von Norddeutschland her und wollte eigentlich nach unserem Mobiso-Frühjahrstreffen mit auf die Schwäbische Alb fahren. Es kam anders… Nicht nur Uschi liebt das Allgäu immer schon, auch mir gefällt es hier ausnehmend gut. Diese Grüne-Hügel-Schroffe-Felsen-Blaue-Seen-Landschaft ist einfach eine Wohltat für die Seele, dazu kommt die Freundlichkeit der Menschen und die noch etwas geruhsamere Lebensart.

Uschis Wanderung zur Alpspitze

Zusammengehörigkeit ist hier noch kein Fremdwort, Traditionen werden noch gepflegt, auch von den jungen Menschen. Oft haben wir von Einheimischen gehört, dass ihnen bewusst sei, dass sie „im Paradies“ leben und dass sie dankbar dafür sind. Verliebt haben wir uns auf Anhieb in den grünen Weißensee, wir berichteten schon mehrmals darüber, aber ein paar weitere Fotos müssen jetzt doch noch sein! Smiley

WeißenseeWeißensee Weißensee

Der sommerliche Frühling ging unmerklich über in den Hochsommer und ich war immer noch in Weißbach. Laut lachen

Weißbach

Uschi fuhr zwischendurch immer mal wieder nach Lauterburg, um nach ihrem Vater zu schauen. Anfang August zog ich um in „meine“ Ecke und wollte dort nicht mehr weg. Der perfekte Platz, groß genug für Oscarlotta und Flitzi, viel Schatten, höchstenfalls ein direkter Nachbar, meistens aber gar keiner, abseits vom Durchgangsverkehr, ruhig – und das Platz-WLAN funktionierte auch da hinten noch.

StellplatzMein EckplatzMein EckplatzMein Eckplatz

Ich trennte mich von meiner Fernsehanlage und kümmerte mich um Alternativen, die sich alle inzwischen als erfolgreich erwiesen haben. Es gab verschiedene Feste, ich bekam Besuch und dann war Uschi auch schon wieder da. Der Hochsommer ging über in einen hochsommerlichen Herbst und immer noch waren die Wiesen sattgrün. Dabei regnete es genauso wenig wie im restlichen Deutschland, die Flüsse waren alle fast ausgetrocknet. Aber sogar während der heißesten Sommertage kühlte es nachts so ab, dass vermutlich Morgentau für die Farbgebung verantwortlich war. Die Herbstnebel an einigen Tagen brachten eine ganz neue Stimmung.

Weißbach im HerbstWeißbach im Herbst

Jetzt wollten wir die vierte Jahreszeit auch noch erleben! Einmal rund ums Jahr im Allgäu. Uschi hatte per Zufall erfahren, dass es an anderer Stelle einen Stellplatz gibt, der Vierteljahresangebote zu einem sehr attraktiven Preis anbietet. Wir hatten ihn uns im Sommer schon angesehen und reserviert. Jetzt schlossen wir einen Vertrag ab von Mitte November bis Mitte Februar. Eigentlich wollte ich vor dem Ortswechsel noch ins Ruhrgebiet fahren, aber das Wetter war immer noch so schön, dass ich mich nicht losreißen konnte. Den fälligen TÜV-Termin erledigte ich in einer urigen LKW-Werkstatt in Füssen, wo ich Oscarlotta zwar nicht selbst über die Grube fahren durfte, aber nach erfolgreicher Sichtprüfung rückwärts wieder aus der Halle raus. Da war ja schon klar, dass die Höhe des Tores ausreichend war. Zwinkerndes Smiley Bezahlt werden konnte nur in bar! Ich habe noch in keiner Werkstatt für alle notwendigen Überprüfungen so wenig bezahlt wie dort!

Sehr ungern verabschiedeten wir uns von der Familie Wohlfart, aßen noch ein letztes Mal im Gasthaus Wiesele und versprachen, wiederzukommen. Flitzi hatte Uschi schon am Tag zuvor zu unserem neuen Standort gebracht und war mit dem Zug zurückgefahren. Am 15. November zogen wir um. Auch hier ist es schön, die Berge sind noch ein wenig näher und es gibt einen kleinen, hübschen und überwältigend klaren See nebenan.

WinterplatzStellplatzseeStellplatzsee

Den ersten Schnee hatten wir auch schon, der nicht liegenblieb, aber die Berge sehr attraktiv dekorierte. Es wurde schon so kalt, dass eine Gasflasche noch gerade 2 ½ Tage reichte. Dazu scheint fast immer die Sonne! Okay, drei Regentage am Stück hatten wir auch schon. Die ließen den Schnee in den Höhen schmelzen und seitdem sind auch die Flüsse wieder Flüsse.

Schnee auf den BergenHindelangFrostEiszapfenEiszapfen

Seit Weihnachten ist der Platz voll und inzwischen platzt er aus allen Nähten. Erstauntes Smiley Wer nicht reserviert hat, muss wieder fahren. Das ist hier überall so, das Allgäu hat das ganze Jahr über Hauptsaison. Die Skifahrer haben allerdings ein wenig Pech, aber das wird sich im Januar vermutlich noch ändern. Uns ist es recht so, Landschaft und Berge sind weiß überzuckert, die Straßen sind aber frei. Wir kennen uns schon gut aus, entdecken aber trotzdem immer noch wieder Neues. Die Weihnachtsmärkte waren so, wie ich sie mir erhofft hatte, mit viel handwerklichen Angeboten und wenig Kommerz, mit viel Stimmung und keinem Kitsch. Vom Pfrontener Weihnachtsmarkt aus entstand das Winterfoto vom Stellplatz in Weißbach. Am 1. Weihnachtstag waren wir noch einmal zum Kaffeetrinken dort und da war es deutlich voller.

Weißbach FüssenFüssenOberstdorfOberstdorfKempten

Das waren also unsere vier Hochzeiten, die in Wirklichkeit Jahreszeiten waren. Und leider gibt es auch in Wirklichkeit einen Todesfall. Am 1. Dezember erlitt Uschis Vater bei Nacht einen schweren Schlaganfall, der ihn zu einem absoluten Pflegefall gemacht hätte. Aufgrund einer Patientenverfügung, die er vor 10 Jahren ausgefüllt hatte, blieb ihm ein langer Leidensweg erspart. Wir sind sehr froh, dass wir ihn Ende Oktober zu seinem 91. Geburtstag noch von Weißbach aus besucht hatten. Uschi hat alles Notwendige geregelt, alle noch anfallenden Arbeiten verschieben wir auf die Zeit ab Mitte Februar.

 

Jetzt wünschen wir euch allen einen guten Rutsch in das Neue Jahr und für dieses inneren und äußeren Frieden, Gesundheit sowie viel (Lebens-)Freude und wenig Sorgen!!!

2019

written by Ingrid
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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Wanderwochen in Oberstdorf mit Uschi

 

Da der Wetterbericht für die ersten zwei Wochen im September stabiles Spätsommerwetter vorhergesagt hatte, machte ich dieses Jahr noch einmal “Urlaub” in Oberstdorf. Der Wohnmobilstellplatz in der Hermann-von-Barth-Straße war fast die ganze Zeit nicht voll belegt bis auf das “dicke Ende”. Das Wetter war traumhaft mit angenehmen Temperaturen und das Städtchen so nah und schön wie immer. Verliebt

Oberstdorf

Ich hatte aber vor allem vor, noch einige Wanderungen zu unternehmen, die ich bei meinem Aufenthalt im Frühling nicht geschafft hatte. Gipfel wollte und kann ich nicht mehr erklimmen, außer mit der Seilbahn und die Benutzung ist teuer (finde ich!). Außerdem stören mich dann oben auf den Bergen die vielen Menschen. Also bin ich  Wanderwege einige “Stockwerke” tiefer und abseits der Massen gegangen und habe viel Schönes am Wegesrand und auch tolle  Aussichten aus verschiedenen Höhenlagen genossen. Die Vielfältigkeit der Touren zu Fuß oder mit dem Fahrrad/E-Bike lässt keine Langeweile aufkommen. Egal ob man sich entlang der Flüsse meistens im Schatten von Bäumen bewegt oder kleinere Anstiege durch Wälder und entlang/über Kuhweiden in Kauf nimmt, man wird immer mit schönen Ausblicken belohnt. Die vielen Almen mit Bewirtschaftung laden in jeder Richtung und Entfernung Fußgänger und auch Radfahrer zu einer Pause ein.

Ausblick auf OberstdorfAlm mit Bewirtschaftungam Flüsschen entlangRinnsalein seltenes Exemplar MIT HörnernVerdauungspäuschensturmerprobtam Wegesrand

Den Lesern, die sich für meine erwanderten Touren interessieren, möchte ich meine Auflistung ans Herz legen, die ich ganz am Ende meiner kleinen “Reportage” angehängt habe. Zwinkerndes Smiley

Karte

Nun komme ich nochmal zurück zum Leben auf dem Stellplatz und einer Stellplatzgeschichte der besonderen Art. Erstauntes Smiley

Ich hatte mich für die Zeit hier nicht in eine Ecke verkrochen, sondern mich ziemlich in die Mitte des großen Platzes gestellt, hauptsächlich, weil ich dort die meisten Sonnenstrahlen für meine Solarplatte erhaschen konnte und die Tage ohne Stromanschluss (Pauschalpreis für 24 Stunden 2,50€) auskam. Ich stand auch die meiste Zeit ganz allein auf dem Stellplatz, der seit Neuestem durch Markierungen parzelliert ist. Trotzdem wurde ich mit meinem Gespann zur Zielscheibe einer rasanten Rückwärtsfahrt diagonal über den Riesenplatz. Ich konnte nur noch schnell mein Fenster aufreißen und den Fahrer mit lautem Geschrei stoppen. Der Abstand meiner hinteren Ecke von Boxi zur Seitenwand seines Mobilchens betrug keine 20 Zentimeter mehr und er hatte schon mit dem Heck meinen hochgeklappten Fahrradträger angefahren. Ich stürzte raus und wurde prompt von einem wütenden Menschen richtig böse angebrüllt, er hätte doch im Rückspiegel die Ecke meines Mobils gesehen und er fährt immer so dicht an Mobilen vorbei wie er möchte und bla bla bla. Ich konnte ihn zwar unterbrechen, erst mit der wütenden Frage meinerseits, ob er denn den hochgeklappten Fahrradständer auch im Blick gehabt hätte und dann mit dem Hinweis, dass er meinen Träger, meine Kabine und sein Auto fast richtig heftig demoliert hätte. Seine prompte Antwort war: “Hab ich nicht, kein Mensch schaut im Rückspiegel nach solchen Sachen, so was Blödes hat man auch nicht bla bla bla!” Ein Anwohner, der die ganze Szene miterlebt hatte, kam dann zu meiner Unterstützung näher und erklärte dem wütenden Menschen, dass er sich am besten VORWÄRTS vom Acker machen solle, was der Rückwärtsfahrer, weitere Schimpfkanonaden ausstoßend, dann auch in die Tat umsetzte, EINSICHT ODER SOGAR EINE ENTSCHULDIGUNG FEHLANZEIGE! Erzürnt

Fahrradträger

Anschließend habe ich meinen Fahrradträger (der übrigens NICHT über die hintere Begrenzungslinie meiner Parzelle ragte) mit meiner knallgelben Warnweste gekennzeichnet! Sarkastisches Smiley

Das “dicke Ende” meiner Zeit auf dem Stellplatz kam mit den Oberstdorfer Viehscheidtagen. Schon Tage davor wurde es rappelvoll und damit laut und eng. Ich war froh, am Tag des Almabtriebes von den zu Oberstdorf gehörigen Almen meine Abfahrt geplant zu haben. Am Tag davor konnte ich aber noch eine große Kuhherde mit ihren Hirten auf dem Weg nach Hause (Schöllang) direkt vor dem Stellplatz filmen. (Video 1:45 Minuten)

 

 

Hier nun noch die versprochene Auflistung einiger Frühjahrs- und Herbsttouren zu Fuß:

1. Rund um Oberstdorf: Stellplatz – Mühlenbrücke – St.Loretto – Unterer Renksteg – Stillachtal – Schlechtenbrücke – Fußweg Richtung Tennispark – Dummelsmoosbrücke – Stellplatz (keine Höhenmeter, 9km)

2. Rundweg nach Norden: Stellplatz – Dummelsmoosbrücke – Illerursprung – Illersteg – Rubi – Widum – Schöllang – Wiesenweg über Reichenbach – oberhalb von Rubi zurück zur Dummelsmoosbrücke – Stellplatz (etwa 90 Höhenmeter, 14 km)

Rundweg nach NordenRundweg nach NordenRundweg nach NordenRundweg nach NordenRundweg nach NordenRundweg nach NordenRundweg nach Norden
Ein kleines Wasser-Video gibt es “hier” ( 1:07 Minuten)

3. Großer Rundweg nach Norden: Stellplatz – Mühlenbrücke – Schattenbergschanzen (Erdinger Arena) – Breitenberg – Wallraffweg – Gaisalpkapelle – Gaisalp (bewirtschaftete Alm) – Tobelweg – Reichenbach – Moorstüble am Moorfreibad (in Reichenbach ausgeschildert, sehr schönes Gartenlokal, gute Küche) – Reichenbach – oberhalb von Rubi zurück zur Dummelsmoosbrücke – Stellplatz ( 400 Höhenmeter, 15km)

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                 Für ein Wasserfall-Video bitte auf das Foto klicken (2:52 Minuten)

4. Kleiner Rundweg nach Süden: Stellplatz – Mühlenbrücke – Moorbad – Moorweiher – Jägerstand – Golfplatz – Dieters – Gruben – Mühlenbrücke – Stellplatz (etwa 100 Höhenmeter, 7 km)

5. Großer Rundweg nach Süden: Stellplatz – St.Loretto – Unterer Renksteg – Freibergsee – Dr. Reh-Weg – Heini Klopfer Skiflugschanze  Absprung – Schwand – Skiflugschanze  Aufsprung – Zimmeroyebrücke – Oberer Renksteg – Unterer Renksteg – Loretto – Fußweg Richtung Kirche – Stellplatz ( 170 Höhenmeter, 13 km)

FreibergseeSkiflugschanzeSkiflugschanze

6. Neue Runde um den Freibergsee: Stellplatz – zur Kirche – Weststraße zur Schlechtenbrücke – Bergkristall – Edmund Probst-Weg – Skiflugschanze – Strandcafe – Unterer Renksteg – Loretto – Dorf – Stellplatz (200 Höhenmeter, 15km)

7. Christlesee (im Süden von Oberstdorf): Mühlenbrücke – Gruben – Dieters – Mummelstüble (sehr nettes Gartenlokal) – Christlesee – Gruben – Jägerstand – Jägerstand – Fußweg links der Trettach zurück zur Mühlenbrücke – Stellplatz ( 120 Höhenmeter, 11km)

ChristleseeChristleseeChristleseeChristlesee

Karte Die genannten Orte  sind auf jeder Wanderkarte von Oberstdorf zu finden, Angaben zu Höhen- und Kilometern sind nach bestem Wissen notiert, aber ohne Gewähr; alle Wanderungen erfordern festes Schuhwerk!

 

 

 

 
written by Uschi
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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Start in den Frühling mit Fix und Boxi

 
 
Bad SchönbornNach einem dreimonatigen “sportlichen” Winteraufenthalt auf dem Stellplatz in Bad Schönborn mit Besuch des benachbarten Fitnessstudios hatte ich erst einmal Termine bei Tischer (Hersteller der Aufbaukabine)  und Storkan (Nissanhändler), damit mein Gespann auch fit wurde.

Bei Tischer gab es die fällige Dichtigkeitsprüfung (ohne Befund) und einen Ersatz für die  Bordbatterie, die sich leider Knall auf Fall verabschiedet hatte. Schon längere Zeit hatte ich mich mit dem Thema ”Lithiumbatterie” beschäftigt und mir vorgenommen, bei einem irgendwann mal nötigen Batterietausch eine Lithiumbatterie + Wechselrichter einbauen zu lassen. Nun kam der Zeitpunkt zwar früher als gedacht, aber ich blieb bei meinem Vorhaben. In Boxi ist nun, passend zur Solarplatte eine 100AH-Lithiumbatterie mit einem neuen Ladegerät eingebaut. Ein Wechselrichter mit 1000 Watt Leistung ermöglicht mir, alle elektrischen Kleingeräte, die ich besitze, zu betreiben. Meine Kabel und Adapter sind seit  Inbetriebnahme der neuen Errungenschaften  “out of order” und führen hoffentlich die meiste Zeit des Jahres ein “Kellerdasein” im Staufach.

WechselrichterLiFePo4Ladegerät

Beim nächsten Stopp in Haßfurt bei der Firma Storkan gab es nur eine kleine Inspektion, dann konnte ich meine geplante Frühjahrstour ins “Bayrische” starten.

bei Storkan

In Bad Windsheim mussten wir noch eine Woche Eiseskälte überstehen. Cooles Smiley

Bad Windsheimeine Woche -10°C

ErdingDas nächste Ziel war Erding, um gute Freunde, die in der Nähe wohnen, zu besuchen. Leider hatte sie die Grippewelle lange im Griff, sodass ich nach einer Woche einen Ortswechsel vornahm. In Weilheim konnte ich zwar dann noch mit einer Freundin einen sonnigen Nachmittagsspaziergang unternehmen, aber alle weiteren Ausflugspläne fielen auch da dem Grippevirus zum Opfer. Ganz Bayern schien die Grippe zu haben, ich blieb verschont! Nachdem dann auch ein verspäteter Wintereinbruch vorhergesagt wurde (und auch stattfand), fuhr ich kurzerhand “nach Hause”, gleichbedeutend mit Campingplatz in Lauterburg.
Eiszapfen bei TagEiszapfen bei Nacht

Nach einer 4-wöchigen Reisepause startete ich Ende März zum neuen Versuch einer Frühlingsreise, mit Erfolg! Erstes Ziel war Bad Dürrheim, dort fand das Treffen von “Seabridge” (Verschiffung von Wohnmobilen und geführte Gruppenreisen) statt, wieder mit einigen auch für mich interessanten Bildvorträgen und natürlich vielen Gesprächen mit Gleichgesinnten. Außerdem konnten wir alle das sonnige, warme Wetter mit Aktivitäten oder auch “Passivitäten” (rumsitzen) im Freien genießen.

Nach den Tagen in Bad Dürrheim fuhr ich am Bodensee entlang über die “Alpenstraße” ins Allgäu (meine heimliche Heimat). Die Kulisse auf der Fahrt war wunderschön: blauer See, weiß-blauer Himmel, weiße Alpengipfel, grüne Wiesen und blühende Büsche! Auf dem Stellplatz in Oberstdorf war der Frühling zwar noch nicht vollständig angekommen, aber das Wetter war nach einem Regentag wieder vom Feinsten und ich habe eine Woche lang meine ausgedehnten Wanderungen und das Städtchen richtig genossen.

unterwegsunterwegsunterwegsunterwegs

Ich wollte auch noch mir unbekannte Stellplätze im Allgäu erkunden. So fuhr ich zunächst den Stellplatz in Fischen an. Er ist schön angelegt, aber ich wollte an dem Tag schon noch ein Stück weiter. Am Mittag landete ich dann in Bad Hindelang. Hier blieb ich eine ganze Woche, weil: superschöner Platz mit toller Ausstattung, superschöne Umgebung, superschönes Wetter und ich kam in den Genuss von einem Zwischensaisonangebot: 5 Nächte bezahlen, 7 Nächte bleiben.

HindelangHindelangHindelangHindelangHindelangHindelangHindelangHindelangHindelangHindelangHindelang

Auf meiner weiteren Erkundungstour fuhr ich über Nesselwang nach Pfronten-Weißbach. Der Stellplatz in Nesselwang ist direkt neben dem Großparkplatz an der Alpspitzbahn im Grünen angelegt. Ich richtete mich dann aber auf dem Stellplatz im übernächsten Dorf (Pfronten-Weißbach) für unbestimmte Zeit ein. Hier gibt es, wie auch in Bad Hindelang, ein gutes Restaurant und gute Sanitäranlagen sowie Waschmaschine und Trockner.

Pfronten

Als besonderes Schmankerl  bekommt man hier am Stellplatz in Pfronten-Weißbach die  “PfrontenCard”  umsonst, das bedeutet “Freie Fahrt” mit Bus und Bahn im Ostallgäu!

PfrontenCard

(Alle Stellplatzbeschreibungen und GPS-Daten zu den von mir angefahrenen Plätzen findet ihr im Bordatlas 2018 und/oder in den verschiedensten Apps und/oder hinter dem jeweiligen Link.)

Eine Woche ist seit meiner Ankunft schon wieder vergangen und zwischenzeitlich stehen “Oscarlotta” und “Fix und Boxi” wieder nebeneinander hier auf dem Platz und haben sich, so wie wir, über das Wiedersehen gefreut.

Pfronten

Pfronten

Die nächsten Neuigkeiten präsentiert euch dann wieder wie gewohnt Ingrid!

written by Uschi
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Oberstdorf – camperfreundlich!!!

 
 
In Oberstdorf gibt es zwei Campingplätze am nordöstlichen Rand des Ortes und einen Wohnmobilstellplatz ganz in der Nähe vom Eissportzentrum und der Nebelhornbahn direkt an der Trettach. Alle drei Plätze haben Vor- und Nachteile.

Der absolute Vorteil des gut ausgestatteten Wohnmobilstellplatzes ist die ortsnahe Lage, zu Fuß ist man in 5-10 Minuten mittendrin, ein Lebensmittel- und Getränkemarkt befindet sich neben dem Stellplatz nur über die Straße. Es gibt Strom, eine großzügige VE-Station, ein Sanitärhaus mit Duschen und WC, eine kleine Spülküche und Waschmaschine+Trockner. Soweit, so gut. Der Preis ist mit 12 incl. VE, Strom 2,50 pauschal pro Übernachtung und Duschen 1 schon im oberen Bereich für Stellplätze angesiedelt. Mir/uns war’s das über Jahre hinweg wert. Der Nachteil des großen Platzes (für 200 Mobile angegeben) überwiegt leider inzwischen. Er ist meistens voll bis fast überfüllt, d. h. man steht sehr eng, wer “Kuschelcamping” mag, ist hier richtig! Geheimnis erzählendes SmileyGeheimnis erzählendes Smiley

2009 Vor fünf Jahren war es dort noch anders, wie hier zu sehen ist. 

 

 

 

 

 

 

 

 

zu den CampingplätzenCampingplatz Oberstdorf Empfangsgebäude

Die beiden Campingplätze am Rand des Ortes werden durch die Trettach getrennt.

Campingplatz Oberstdorf die Trettachdie TrettachRubi-Camp

Von beiden Plätzen aus kann man zu Fuß über einen Weg an der Trettach entlang in den Ort gelangen, gemütliche Gehzeit 20 Minuten. Mit Fahrrädern geht es schneller, mit E-Bikes wahrscheinlich noch flotter als mit dem PKW. Zwinkerndes Smiley Die bequemere Art ist folgende: Man geht zu Fuß zum P1 (5-7 Minuten) und steigt da in den für Kurkartenbesitzer kostenlosen Ortsbus (Nummer 900 mit Haltestellen am P1, P2, am Bahnhof, in der Ortsmitte und an der Nebelhornbahn), natürlich kann man kostenlos genauso wieder zurückfahren, aber nur bis 18:30 Uhr. Die allerbequemste Art ist, mit Auto , falls man hat, zum P1 zu fahren anstatt zu laufen!!!

Der Nachteil gegenüber des Stellplatzes ist jedoch bei den zwei Campingplätzen nicht nur die größere Entfernung zum Ort, sondern auch die höheren Preise.

Rubi-Camp

Rubicamp – Sommerpreise*: Stellplatz 10,95-12,95 , Erw. 9 , zus. Auto 2,60 , Umweltgeb. 1,00 , Strom 0,70 pro KW/h (*beinhaltet KOSTENLOSE Benutzung der Bergbahnen ab 7 Tage Aufenthalt) – (Winterpreise: Stellplatz 11,90 , Erw. 5,35 , Rest siehe Sommer)

Übrigens, Hunde sind mit 3,50 pro Schnauze wahrscheinlich nicht erwünscht!

Campingplatz Oberstdorf

Campingplatz Oberstdorf – Sommerpreise: Stellplatz 8,50 (Flitzi incl.), Erw. 5,10 , Umweltgeb. 1,00 , Strom 0,60 pro KW/h, Hund 0,50 – (Winterpreise: Stellplatz 9,00 , Erw. 5,60 , Rest siehe Sommer)

Anmerkung: Die Kurtaxe mit 2,60 pro Person und Übernachtung kommt an allen drei Plätzen obendrauf! Smiley mit herausgestreckter Zunge

Der Vorteil beider Plätze gegenüber dem Wohnmobilstellplatz ist für uns eindeutig der VIEL größere Abstand zum Nachbarn, da auf beiden Campingplätzen die Stellplätze großzügig bemessen sind.

Campingplatz Oberstdorf Campingplatz Oberstdorf Campingplatz Oberstdorf Campingplatz Oberstdorf Campingplatz Oberstdorf Campingplatz Oberstdorf

Hund,                                      Katze,                                     M…, nein, Haus!

HundKatzeHaus

Unsere Wahl fiel auf den “Campingplatz Oberstdorf”, einfach wegen seiner Preisgestaltung. Wir wollen auch nicht jeden Tag eine Bergbahn benutzen. Eine Fahrt mit der Kanzelwandwandbahn in Riezlern haben wir uns am letzten Samstag bei herrlichstem Wetter mit toller Fernsicht auf 2000m Höhe gegönnt. Eine Berg- und Talfahrt kostet pro Person 26,50 , incl. einem Haferl Kaffee und einem Riesenstück Kuchen. Verliebt  (Bericht und Fotos im letzten Beitrag) Wir haben es nicht bereut!

 

???Camping KlauseTerrasse

Zum Schluss möchte ich noch einen guten Grund nennen, der für den von uns gewählten Campingplatz spricht: Das kleine Lokal, bei gutem Wetter mit großer Terrasse, ist sehr gut sortiert und preiswert, hat in der Küche gute Leute und sehr freundliches und aufmerksames Servicepersonal. Alles, was wir probiert haben, schmeckte sehr lecker!

Abendstimmung bei klarer Sicht!

Schattenbergschanzenletzte Sonnenstrahlenletzte Sonnenstrahlen

Schatten und Licht

written by Uschi
photos taken with Canon EOS 600D

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

…noch (!) schneefrei!

 
 
Am vorletzten “Spätsommertag” sind wir mit Flitzi in’s Kleinwalsertal nach Riezlern gefahren. Wir wollten einmal in diesem Urlaub auf 2000m Höhe stehen und Aussichten genießen.

Panoramablick

Eine Vierergondel der Kanzelwandbahn brachte uns nach oben.

links Hoher Ifen, rechts Gottesacker

Es ist jetzt über 40 Jahre her, da habe ich in den Wintersemestern meines Studiums die Wintermonate im Kleinwalsertal als Skilehrerin / Betreuerin von Schulklassen im Schullandheim verbracht. Da habe ich unzählige Male die Kanzelwandbahn benutzt, natürlich meistens nur für die Bergfahrt. Zwinkerndes Smiley 

Jetzt also die erste Gondelfahrt hier ohne Ski und Schnee, aber mit toller Aussicht in alle Richtungen. Oben haben wir eine lange Spazierrunde unternommen und dabei die Fotos gemacht.

es gibt viele schöne WegeRiezler AlpseeWeg zum Fellhorn

Ich möchte euch an dieser Stelle nicht mit all den Namen der Gipfel ringsum langweilen, genießt einfach die Fotos. (Wer mit dem Mauszeiger auf ein Foto geht, erfährt manche Namen!) Bin gleich zurück 

Bick ins Kleine WalsertalBlick über die Zwerenalpe ins Talim Vordergrund Walmendinger HornRiezlern,Ifen,Gottesackerim Winter tolles Skigebiet unterhalb vom IfenGrüntenGipfel und GrateGrate und Gipfellinks TrettachspitzeVerbindungslift Skigebiete  Fellhorn-Kanzelwand Kanzelwand, GipfelKanzelwand Gipfel 

Ingrid und ich haben einen ausgesprochen beeindruckenden Nachmittag in 2000m Höhe erlebt, der natürlich auf der Aussichtsterrasse des Gipfelrestaurants bei Kaffee und leckerem Riesenstück Kuchen endete, bevor wir wieder nach unten schwebten. 

Talfahrt

Für Nachahmer: Die Berg – und Talfahrt kostet ab 14:00 Uhr incl. Kaffee und Kuchen pro Person 26,50 Euro gegenüber Normaltarif 26,00 Euro (Kaffee und Kuchen kosten oben normal 7,00 Euro).

written by Uschi
photos taken with Canon EOS 600D and iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Abschied von Oberstdorf

 

Abschied von Oberstdorf Heute mussten wir unseren Herbsturlaub leider beenden und auf die Schwäbische Alb zurückfahren! Ja – auch wir unterscheiden fein säuberlich zwischen “Alltag”, “Überwinterung”, “Sommeraufenthalt am Hirtenteich” und “URLAUB”. Nur weil wir das ganze Jahr und ausschließlich im Wohnmobil leben, heißt das nicht, dass wir dauernd Urlaub haben!!! Auch bei uns müssen die ganz normalen Arbeiten erledigt werden wie bei allen Menschen, egal wie die leben, sie variieren nur etwas. Deswegen freuen wir uns wie alle anderen auch, wenn wir dann mal in Urlaub fahren. 😉 2012 im Februar haben wir z. B. unsere Oscarlotta am Torre in Obhut von Luise stehengelassen und sind für 10 Tage nach Mallorca geflogen, also quasi aus der “Überwinterung” in “Winterurlaub”. Wir hatten dann übrigens dort Schnee, was in dem Ausmaß auf Mallorca zuletzt 1956 (!) passiert war. Palma de Mallorca stand Kopf, alle bewarfen sich mit Schneebällen und bauten Schneemänner, die Autos rutschten durch die Gegend (Sommerreifen!), es war sehr lustig! (Mallorca-Berichte über das Archiv zu finden im Februar 2012)

Unser Herbsturlaub jetzt war sehr schön, abwechslungsreich, erholsam, wettermäßig klasse! Viele neue Eindrücke und Erlebnisse, nette Begegnungen,Wir kommen wieder! genau in der richtigen Mischung und herausgekommen sind einige Blogeinträge, die euch ja offensichtlich gefallen haben, wie unsere ständig steigenden Zugriffszahlen zeigen. Es ist ja wohl nicht davon auszugehen, dass die nur zustande kommen, weil alle sich zu uns “verlaufen” haben und unsere Seite sofort wieder verlassen. ODER??? Wir fühlen uns sehr geehrt ob der Zugriffszahlen und werden uns weiter Mühe geben, Lesenswertes zu produzieren.

Die kommende Woche wird Arbeitswoche, also „Alltag“. Es gibt noch einige Dinge zu erledigen wie Enti in ihr Winterquartier bringen, die letzten Winterutensilien einpacken, z. B. eine zweite deutsche Gasflasche zusätzlich zu der ersten und unserer Wynen-Tankflasche im Gaskasten in der Heckgarage verstauen, zum Friseur fahren, Wäsche waschen, Luftentfeuchter in meinem Hänger aufstellen UND am Donnerstag den 87. Geburtstag von Uschis Vater feiern. Am 1. November brechen wir dann wirklich auf zu unserem diesjährigen “Überwinterungsabenteuer Deutschland”!!!

Diese Woche werden wir wohl nichts Erwähnenswertes zu berichten haben, aber wir haben schon zwei Beiträge “auf Lager”, die ihr zu lesen bekommen werdet. Also, bis die Tage!

Heute während der Fahrt fotografiert:

Raststätte Illertal-OstIllertal-Ost Illertal-Ostmein Sternzeichen Illertal-OstMosaik fast wie in Spanien VerkaufsobjekteFußbodenEntwurf von Friedensreich Regentag Dunkelbunt Hundertwasser

written by Ingrid
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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Das 16. Jochpass-Oldtimer-Memorial & Historic-Rallye

 
ochpass Memorial & Historic Rallye Im letzten Jahr gab es den ersten Kälteeinbruch mit Schneefall schon Anfang Oktober, da haben wir dieses Jahr ja noch Glück gehabt! Und natürlich die Teilnehmer der legendären Jochpass-Rallye auch, denn das Fahren mit den teilweise wirklich alten Fahrzeugen auf schneebedeckter Rennstrecke wäre sicher gewöhnungsbedürftig gewesen. Der Schnee lag zum Glück nur noch auf den Wiesen am Rand der Strecke (bei YouTube “hier” nachzusehen). Die Strecke hat es nämlich in sich: 105 Kurven auf 7,9 km mit einem Höhenunterschied von 360 m (Karte “hier”). Zugelassen sind die Kategorien Oldtimer, Youngtimer (die bis 31. Dezember 1978 gebaut wurden), Motorräder mit oder ohne Beiwagen. Die Teilnehmer kommen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien, den Niederlanden, Großbritannien usw., 23 verschiedene Nationen hat es schon gegeben. Bad Hindelang im Allgäu, ein sonst eher verschlafenes Dorf, platzt an diesem Wochenende regelmäßig aus allen Nähten. Der Ortskern ist abgesperrt, Parkgebühr € 6,- pro Person. Wir wollten schon fast wieder fahren, aber es ist auch gleichzeitig der Eintrittspreis und im Nachhinein war das völlig angemessen und in Ordnung.

Wir hatten Glück und kamen gerade rechtzeitig zum vorletzten Lauf der Oldtimer. Sie sammelten sich einer nach dem anderen vor dem Start und so konnte ich ausgiebig fotografieren. Wunderschöne Fahrzeuge!!! Erwähnte ich bereits, dass ich alte Autos liebe??? Hat sich jemand von euch schon mein Oldtimer und Truck-Album unserer USA-Reise angesehen? Wenn nicht oder noch einmal gewünscht, “hier” klicken.

ochpass Memorial & Historic Rallyeochpass Memorial & Historic Rallyeochpass Memorial & Historic Rallyeochpass Memorial & Historic Rallyeochpass Memorial & Historic Rallye ochpass Memorial & Historic Rallye4)

Nach einer ganzen Weile wurde ein Fahrzeug nach dem anderen per Startflagge durchgelassen. Wir fragten uns, wie denn die Rennbedingungen wohl sind. Im Internet erhielt ich die interessante Antwort: Es gibt einen ersten Durchlauf, in dem jedes Fahrzeug seine (Best-) Zeit “erfährt”. Diese Zeit muss in allen folgenden Wertungsläufen so genau wie möglich beibehalten werden. Zu schnell ist schlecht, zu langsam auch. Wer seine Zeit in allen vier Läufen am besten beibehalten hat, wird erster Sieger. Drei gibt es insgesamt. Finde ich genial, also gleiche Chancen für alle, unabhängig vom Vermögen des Fahrzeugs.

ochpass Memorial & Historic Rallyeochpass Memorial & Historic Rallyeochpass Memorial & Historic Rallyeochpass Memorial & Historic Rallyeochpass Memorial & Historic Rallyeochpass Memorial & Historic Rallyeochpass Memorial & Historic Rallye 

Gefahren wird nur die Bergstrecke aufwärts. Es war so nett, wie die alten Schätzchen unterschiedlich schnell oder besser langsam die erste Steigung hochtuckerten! Nach ca. 30 Minuten wurden die Fahrzeuge dann wieder bergab zurückgeführt. Und, siehe da, es kamen nicht nur die Oldies zurück, sondern im laaangen Konvoi ALLE teilnehmenden Fahrzeuge. Schön langsam, mit stolzen Fahrern und Beifahrern. Natürlich habe ich das gefilmt und ein Video zusammengestellt, das ihr “hier” anschauen könnt. Action dürft ihr nicht erwarten, dafür aber viele schöne und interessante Fahrzeuge. Sogar eine Renn-Ente war dabei!!!

ochpass Memorial & Historic Rallye

Danach starteten die Motorräder noch einmal, mit viel ohrenbetäubendem Lärm. Das hört ihr am Schluss des Videos, zu sehen ist kaum etwas, weil sie immer so schnell vorbei waren. Ich hatte nur einen kleinen Bildausschnitt, da rund um uns alles voll war mit Zuschauern. Aber ich wollte auch hauptsächlich den Sound wiedergeben. Ich wünsche euch viel Vergnügen mit dem Video und den folgenden Fotos!

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written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Fotoalbum

Nachtrag:

Skiflugschanze (2)Nach einem wunderbar sonnigen Tag, den wir für einen Ausflug zur Heini-Klopfer-Skiflugschanze (per Rad!) genutzt haben, liefern wir jetzt noch ein Fotoalbum mit besonders stimmungsvollen Winterimpressionen nach. Wer Lust auf Winter und Schnee hat 😉 , kann „hier“ klicken. Die Fotoübersicht zeigt NICHT die Gesamtansicht jedes Fotos. Dazu muss ein beliebiges Foto angeklickt werden. Wir empfehlen dann, die Dia-Show zu wählen (raus kommt man wieder mit der Taste „Esc“) oder zumindest die Fotos im „Original anzeigen“ zu lassen.
Viel Vergnügen!

Aus aktuellem Anlass

 
 
kalte Tatsachenschicken wir kalte, aber herzliche Grüße, insbesondere nach Calpe, an den Torre und nach Winthrop/USA!

 

kein Durchblick mehrFlitzi wundert sichOscarlotta kennt das schonwir haben PauseHöhlentag ;-)

Eure Ingrid und Uschi

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Früher und heute

 
 
am Alpsee

wunderschöner Blumenschmuckwunderschöner Blumenschmuck

Ich weiß schon seit vielen Jahren, dass das Allgäu meine “heimliche” Heimat ist. In meiner Kindheit haben meine Eltern, meine Schwester und ich während vieler Jahre Ferientage bei (Groß-) Tanten im Allgäu verbracht. Meine Erinnerungen sind immer noch sehr deutlich, obwohl seither mehr als ein halbes Jahrhundert vergangen ist. Vor ein paar Jahren habe ich Ingrid schon das Wohnhaus der Schwestern meiner Oma in einem Vorort von Kempten zeigen können, ich war sehr erfreut, dass es schön renoviert immer noch mit demselben Garten und seinen Schuppen an der Iller steht. Während dieses Aufenthaltes in Oberstdorf wollte ich noch eine andere Kindheitserinnerung auffrischen. Meine Großmutter hatte nämlich auch noch einen Bruder, der den elterlichen Hof in Akams, einem kleinen Dorf in der Nähe von Immenstadt oberhalb des Alpsees weiterführte. Dort waren wir als Kinder auch ab und zu zu Besuch. Laut den Aussagen meines Vaters führt jetzt die Enkelin mit ihrem Mann den Hof nur noch als Kleinbetrieb weiter. Außerdem haben sie den Hof soweit umgebaut, dass 3 schöne große Ferienwohnungen darin Platz gefunden haben.

So haben wir am Sonntag bei strahlendem Sonnenschein mit Flitzi einen Ausflug dorthin unternommen. Da es jedoch noch zu früh für einen Sonntagnachmittagsbesuch bei eigentlich fremden Menschen war, machten wir zuerst einen Abstecher zum Alpsee, an dem ich schon als Betreuerin und eigentlich Skilehrerin mit Kindern Skilager Anfang der 70er-Jahre  in den Weihnachtsferien gemacht hatte. Meine Erinnerung ist, wir hatten absolut keinen Schnee und es wurden Wanderferien.

In Bühl fanden Ingrid und ich direkt am See den wunderschönen Campingplatz

Campingplatz

Wir waren begeistert von der Lage, der Aussicht, den großen befestigten Stellplätzen, dem kleinen aber feinen Gartenlokal und dem ganzen Drumherum. Das Beste für uns ist, dass der Platz in der Zeit von Januar bis Mai ACSI-Preise hat. Wir zahlen dort nur 16,- Euro pro Nacht, incl. Flitzi, Strom und Duschen, allerdings + 2,40 Euro Kurtaxe für 2 Personen.

Alpsee CampingAlpsee CampingAlpsee CampingAlpsee CampingAlpsee CampingAlpsee Camping

Nach einer Besichtigung des Platzes und seiner Einrichtungen fuhren wir dann über enge Nebensträßchen nach Akams hoch.

in Akamsin Akams

Wir mussten bei Dorfbewohnern nachfragen, um unser Ziel, den heutigen “Ferienhof Alpenblick Akams”,  dann aber relativ schnell zu finden.

Ferienhof Alpenblick Akams

Das Bauernhaus habe ich nicht mehr erkannt, es hat sich sehr verändert seit ich so vor 50 Jahren das letzte Mal hier war. Zwinkerndes Smiley Nachdem sich nach unserem Klingeln niemand meldete, wollten wir schon wieder fahren. Dann hörten wir aber Stimmen im Garten neben dem Haus und gingen ihnen nach. Dort stand der jetzige Bauer und seine Schwester, wie sich herausstellte. Leider war seine Frau (meine Urgroßnichte, denke ich) nicht daheim. Nach einer längeren angeregten Unterhaltung mit ihrem Ehemann hinterließen wir Grüße an sie und unsere Visitenkarte mit Telefonnummer und Blogadresse.

Auf dem Heimweg fanden wir durch Zufall noch den Wohnmobil Park in Blaichach zwischen Immenstadt und Sonthofen. Er liegt ortsnah und doch inmitten der Natur mit toller Aussicht auf den Allgäuer Begrüßungsberg Grünten und die Gebirgskette hinter Oberstdorf.

Alpenrundblick Mobil CampingAlpenrundblick Mobil Camping

Es gibt 60 komfortable Stellplätze mit Stromanschluss, eine separate VE-Station und beheizte Sanitäranlagen mit Duschen und WC.

GPS-Daten 47°32’46’’ N / 10°15’33’’ O

Preise: Stellplatz 10,50 € + Kurtaxe 1,20 € pro Person und Nacht, Benutzung der Sanitärräume pro Nase und Übernachtung 1,60 €. 1KW/h 0,60 €, 80-100l Wasser 1,00 €, 8-10l Wasser 0,10 € . Der Platz ist ganzjährig geöffnet und der Betreiber versicherte uns, dass er immer freie Plätze hätte!

Weil es so schön war!

written by Uschi
photos taken with Canon EOS 600D

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Söllereck

 
 
Allgäu mit X=Oberstdorf Am Donnerstag waren wir “auf dem Berg“. Es war der wärmste Oktobertag hier seit Beginn der Wetteraufzeichnungen mit 26°C im Schatten. Klare Luft, strahlend blauer Himmel, traumhaft. Uschi hatte das Söllereck ausgesucht, den “Hausberg” von Oberstdorf, ein bewaldeter Grasberg von 1706 m. Leider konnte sie dann nicht mit, weil sie sich eine heftige Erkältung eingefangen hat. Also fuhren Maiers und ich allein. Die Frage, ob wir Jule dazu würden bewegen können, in eine Bergbahngondel einzusteigen, blieb zunächst unbeantwortet. Der Parkplatz der Talstation der Söllereckbahn war schnell erreicht, wir mussten ein paar Meter laufen, das “große Geschäft” konnte auch noch erledigt werden, bisher war Jule guten Mutes (und wir auch). Die Fahrt auf den Berg war für sie sogar kostenfrei. Durch das Drehkreuz ging sie noch freiwillig mit. Aber dann kamen diese seltsamen, kleinen, runden, schaukelnden Gebilde, die nicht anhielten. Da sollte sie rein??? Jule dachte nicht dran! Fraule und ich flehten von innen, Herrle schob von draußen – keine Chance! Irgendein Vorfahr von Jule muss ein Maultier gewesen sein. Also wieder raus und bei der nächsten Kabine ein zweiter Anlauf. Zu dritt schafften wir es dann, aber nur mit Gewalt (schieben!!! ziehen!!! Jule komm!!!). Wir hatten ja nur ein kleines Zeitfenster, wenn wir es alle vier zusammen in die Gondel schaffen wollten! Die Fahrt fand sie dann nicht sonderlich aufregend, es war ihr nur zu warm in der Kabine. Oben angekommen, die Tür öffnet sich automatisch, hätte Jule es vorgezogen, gleich wieder nach unten weiterzufahren. Ich sage nur: Maultier!!!

Wir marschierten los. Es ging bergan. Jule durfte von der Leine. Das war falsch, wir hätten uns von ihr ziehen lassen sollen. Ältere Damen mit Wanderstöcken kamen uns entgegen. SölleralpeJa, zur Sölleralpe gehe es noch ein wenig bergauf, aber dann würde es eben und man hätte einen wunderbaren Panoramablick. Bei diesem Schild erkenne deine Grenzengaben Gretel und ich auf. Pfeif doch auf das Panorama! Hier ist doch schon Panorama genug.
Helmut und Jule marschierten noch ein paar Kurven und Höhenmeter weiter (es wurde immer noch nicht eben!) und kamen dann auch zurück. Okay, Bergwanderer werden wir in diesem Leben wohl nicht mehr!
Söllereck-Panorama

Das Gasthaus “Schönblick” versprach selbigen und Kaffee und Kuchen. Das “Berghaus am Söller” war näher. Wir mussten nicht lange überlegen. Und haben es nicht bereut. 😉

nein, nicht das Gasthaus!VersprechungenwelcomeWillkommen ;-)Gastraum Apfel- und KirschstrudelOmas Käsekuchensatt? müde?

Söllereckbahn Jetzt stand die Entscheidung an, ob Helmut mit Jule zu Fuß zur Talstation laufen musste oder ob wir es noch einmal schaffen würden, sie in eine Gondel zu bekommen. Wir vermieden jegliche Diskussion, sondern bugsierten Jule zielstrebig ziehend, schiebend, halb tragend hinein. Geschafft!!! Unten stieg sie zu 70% freiwillig aus, was wieder einmal beweist, dass Hunde sehr lernfähig sind. Es wäre interessant, ausfindig zu machen, beim wievielten Mal sie lässig und wie selbstverständlich in eine Bergbahngondel einsteigen würde. Coole Jule eben! 

written by Ingrid
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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Spaziergang zum Moorschwimmbad

Moorschwimmbad Panorama-Ansicht
Als Gretel und ich per PKW am Moorschwimmbad ankamen, waren Uschi, Jule und Helmut tatsächlich schon da! Sie saßen/lagen schon gemütlich am/unter’m Tisch.

Willkommen im MoorschwimmbadMoorstübleSpaziergang zum Moorschwimmbad (9)Kuchenangebot

Entstehungsgeschichte Moorschwimmbad (5)Die Badeaussichten für Jule sahen schlecht aus, der Badebetrieb für Menschen war zwar bereits eingestellt, aber es waren viele Kaffeegäste da, die es vielleicht nicht verstanden hätten, wenn nun plötzlich ein Hund baden geht! Das Moorschwimmbad gibt es schon seit 1953, als Albert Brutscher und seine Frau Rosa in Eigenarbeit mit Hilfe vieler Freiwilliger aus einem Torfstichgelände in mühevoller Handarbeit ein Naturfreibad errichteten. Von Anfang an wurde dieses originelle Angebot von Einheimischen, vor allem aber Touristen, gut angenommen und der Gastronomiebereich erweiterte sich im Laufe der vergangenen 61 Jahre vom einfachen Kiosk zu einem schönen, rustikalen Gasthaus. Noch immer ist der gesamte Betrieb in Familienbesitz. Man kann dort wunderbar im Kaffeegarten die Seele baumeln lassen und treffender als mit dem Ausspruch auf diesem Stein kann man es wohl nicht ausdrücken: Sinnspruch

KaffeegartenAusblick auf das Moorschwimmbad (Nichtschwimmerbereich im Vordergrund)Ausblick auf das GasthausMoorboden

Wir blieben eine ganze Weile, ließen es uns mit Kaffee, Kuchen und Kaiserschmarrn gut gehen und als wir dann irgendwann aufbrachen, durfte Jule doch noch ihrem Lieblingsvergnügen nachgehen (vorsichtshalber an der langen Leine): Fische aufspüren! Es gab nur leider keine!!!

Jule im GlückJule im GlückJule im Glück

Jule im Glück ;-) Den Rückweg (immer bergab) traten wir dann zu viert an, unterwegs fand Jule sich plötzlich viiiel zu sauber! Es ging vorbei an schönen alten Holzhäusern mit wunderbarem Blumenschmuck an den Balkonen, dem Aushängeschild des Allgäus

altes Bauernhausneues Haus mit interessanter WärmedämmungZimmer mit Ausblick

und an Unmengen von Uschis Lieblingstieren, den samtweichen, hellbraunen Allgäuer Kühen. Sind sie nicht wirklich hübsch?

Uschis LieblingsküheUschis LieblingsküheUschis LieblingsküheUschis Lieblingskühe 

Spaziergang zum Moorschwimmbad (46)   

written by Ingrid
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