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Ich springe noch einmal kurz zurück in das letzte Jahrzehnt!

Am 2. Weihnachtstag bugsierten wir Oscarlotta wieder durch die Deichlücke und verabschiedeten uns von Luise. Mit viel Wehmut, weil dies das letzte Mal gewesen sein kann, dass wir auf diesem tollen Privatstellplatz gestanden sind. Weinendes Smiley

bei Luise

Ich wollte unbedingt mal auf die „Platte“ nach Cuxhaven und hatte mir überlegt, dass am Donnerstag die Weihnachter vielleicht wieder nach Hause gefahren sind und die Silvesterer erst am Freitag kommen und wir somit eine Chance auf einen bzw. zwei Plätze in der ersten Reihe haben würden. Wie naiv von mir!!! Erstauntes Smiley Schon vom unteren Parkplatz aus war sichtbar, dass der Platz VOLL ist. Wir gingen trotzdem mal zu Fuß gucken. Es gibt 100 Stellplätze auf einer großen gepflasterten Fläche, teilweise total schräg. In der ersten Reihe überwiegend große, teure Wohnmobile, fast überall stand noch ein PKW quer. Sie schauten allerdings fast alle vor die Bordwand eines Frachtschiffes! Nur wenige Plätze boten einen Blick aufs Wasser, aber auch da geht schön anders. Wir hätten mittendrin sogar noch zwei Plätze nebeneinander bekommen können, aber die waren sooo schief, nein danke. Überhaupt gefiel es uns dort absolut nicht! Und so war ohne Diskussionen klar, dass wir nicht bleiben würden.

CuxhavenCuxhavenCuxhaven

Uschi weiß ja immer noch mindestens eine Alternative und die hieß Elsfleth. Das ist ein kleines Städtchen ungefähr mittig zwischen Bremen und Bremerhaven, aber links der Weser. Der Stellplatz bietet Stellflächen für 28 Wohnmobile und liegt im Hafengebiet direkt an der Hunte, einem Nebenfluss der Weser. Die Anfahrt gestaltete sich etwas schwierig, da die Hauptzufahrtsstraße wegen Bauarbeiten gesperrt und keine Umleitung ausgeschildert war. Uschi gab mir die Bedingungen zwar durch, trotzdem bog ich an einer T-Kreuzung verkehrt ab, weil mir die andere Richtung sehr eng aussah. Es wurde aber noch viel enger! Krankes Smiley An den parkenden PKWs kam ich nur vorbei, weil ich den Bürgersteig als Fahrbahnerweiterung nutzte. Zum Glück gab es keine Straßenlaternen oder überhängende Balkone! Ich liebe meine Oscarlotta, aber das, was sie als Wohnmobil so angenehm macht, ist, wenn sie als Reisemobil fungiert, ab und zu von Nachteil. Nachdem ich eine große Ehrenrunde gefahren hatte, kam ich genau dort wieder heraus, wo ich von der Hauptstraße abgebogen war. Okay, jetzt musste ich dann wohl an der T-Kreuzung nach rechts! Es kam mir zum Glück niemand entgegen und bald sah ich Uschi schon wartend und frierend auf der Straße stehen. Jetzt noch durch ein schmales Tor und ich war da! Sehr schön, außer uns gab es nur ein weiteres Wohnmobil!

Elsfleth

Es war Kaffeezeit, aber bis ich nach einem Fahrtag meine Wohnordnung wieder hergestellt habe, dauert es ein wenig. Uschi hatte schon herausgefunden, dass es in 200m ein Café geben sollte. Ob das am 2. Weihnachtstag allerdings geöffnet sein würde? Wir versuchten unser Glück! Café am Markt stand an einem Haus, allerdings sah es hinter der Eingangstür eher aus wie an der Rezeption eines Hotels. Über dem Durchgang ein Stück weiter stand allerdings „Café und Restaurant“. Ich wunderte mich, dass in dem Bereich bis dorthin mehrere ältere Menschen mit Rollatoren saßen! Der Caféraum war mit gedeckten Tischen bestückt, aber leer. Irgendetwas war seltsam! Uschi ging noch einmal heraus und fragte, ob dies wirklich das Café am Markt sei? Nein, das gäbe es schon lange nicht mehr, aber einen Kaffee und ein Stück Kuchen würden wir trotzdem bekommen. Wir nahmen Platz und bemerkten, dass die Serviettenringe aufgedruckte Namen aufwiesen. Die nette Dame, die unsere Wünsche entgegen nahm, bejahte unsere vorsichtige Frage, ob wir in einem Altenheim seien, beteuerte aber gleichzeitig, dass es sich auch um ein öffentliches Café handele. Ich fragte sie später, ob das wirklich so sei oder ob sie nur nett zu uns sein wollte, so nach dem Motto, wir könnten ja die nächsten Bewohner sein. Smiley mit geöffnetem Mund Sie erzählte uns, dass es in ihren beiden Häusern auch einen öffentlichen Mittagstisch geben würde und gab uns sogar eine Speisenübersicht für die laufende Woche mit. Nun sind wir ja nicht die Mittagessenliebhaber, aber die Sache an sich ist natürlich super. Ich könnte mir vorstellen, dass das von Wohnmobilisten bestimmt gerne in Anspruch genommen wird, vorausgesetzt, man erfährt davon. Vielleicht ist das Aufgabe der Touristeninformation, die ihren Pavillon am anderen Ende des Hafenbereichs hat, gerade aber bis zum 7. Januar geschlossen war. Dort kann man normalerweise auch Duschen und Toiletten benutzen.

ElsflethElsfleth

Der Ort ist überschaubar und verfügt nur über ein paar Geschäfte. Ein großer Edeka-Markt ist in ca. 300m Entfernung und ungefähr 500m vom Stellplatz entfernt findet man an der B212 einen gut sortierten Rewe-Markt sowie einen hochmodernen Aldi und einen Lidl. Einkaufstechnisch also vom Feinsten! In der wärmeren Jahreszeit wird der Stellplatz bestimmt gut frequentiert sein, man kann Rad fahren oder baden oder Vögel beobachten direkt gegenüber auf dem Elsflether Sand, einer Halbinsel zwischen der Hunte und der Weser. Erreichbar über das Huntesperrwerk, das pro Stunde für wenige Minuten nur für Fußgänger und Radfahrer geöffnet wird. Und nicht nur die Touri-Info mit ihrem Panorama-Restaurant hat dann im Sommer geöffnet, sondern auch die italienische Eisdiele im Ort! Cooles Smiley

ElsflethElsflethElsflethElsflethElsflethElsfleth

Eine Touristenattraktion ist der Dreimast-Gaffelschoner „Großherzogin Elisabeth“, ein Segelschulschiff von 1909. Es ist immer noch in Betrieb, im Frühjahr und Herbst mit Ausbildungsfahrten der Nautikstudenten des Fachbereichs Seefahrt der Jade Hochschule und im Sommer werden Wochenendfahrten für jedermann durchgeführt. Bei Besichtigungen erhält man mit dem Stellplatzticket (€8/Nacht, zahlbar an einem Kassenautomaten) 50% Ermäßigung. Jetzt lag das Segelschiff festgemacht und nicht zugänglich am Kai und so blieb uns nur, das Anlegemanöver eines Frachtkahns zu beobachten.

ElsflethElsflethElsflethElsflethElsflethElsflethElsfleth

So klein Elsfleth auch ist, so bedeutend ist seine Vergangenheit. Begünstigt durch seine Lage am Zusammenfluss von Weser und Hunte sowie durch die Nähe zur Nordsee entwickelte sich früh eine Verbundenheit zu Seefahrt und Schiffbau. 1875 gehörte Elsfleth zu den größten Reedereiplätzen Deutschlands. 22 Reedereien waren hier ansässig und mehrere Werften bauten Segelschiffe. Bereits 1832 wurde eine Navigationsschule gegründet, aus der die heutige Seefahrtschule hervorging.
(Quelle: Wikipedia)

Elsfleth

Im Laufe der nächsten Tage kamen noch einige weitere Wohnmobile, aber voll wurde es nicht. Uschi zog um auf die nächste Spur, damit ihr Solarmodul eine Chance hatte, die Sonne einzufangen. Der Plan war, über Silvester dort zu bleiben. Warum wir uns umentschieden haben, das ist eine andere Geschichte. Zwinkerndes Smiley

Elsfleth

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen (bessere Qualität) und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Verosten in Osten an der Oste

 

Drei Jahre waren wir schon nicht mehr an der Oste gewesen! 2016 hatte Oscarlotta auf Luises Garagenhof gestanden und Sommerurlaub gemacht, während wir mit Fix und Boxi in Nordamerika waren. Mit einem kurzen Abstecher nach Heide und zum dortigen Weihnachtsmarkt fuhren wir mal wieder hin.

Der Wohnmobilstellplatz in Heide liegt unverändert am Freizeitbad „Dithmarscher Wasserwelt“. Bei unserem ersten Besuch 2010 war er noch kostenfrei, inzwischen kostet die Nacht €7, zu zahlen an einem Kassenautomaten. Die 16 Plätze sind wagenburgartig angelegt, vordere Breite 3 Meter, Länge ca. 10 Meter, nach hinten (wie bei Tortenstücken) wird die Breite entsprechend größer. Der Platz war fast leer, aber auch sehr schlammig (trotz Rasengittersteinen), sodass nicht alle Stellplätze in Betracht kamen.

HeideHeide

Wir liefen am nächsten Nachmittag in die Stadt, eine Strecke von ungefähr 3km. Heide ist nicht sehr groß, brüstet sich aber mit dem größten Marktplatz Deutschlands. Dort war natürlich der Weihnachtsmarkt angesiedelt. Nichts Außergewöhnliches, außer vielleicht das Riesenrad, ansonsten trotz der zur Verfügung stehenden Fläche eher klein und wieder überwiegend Buden mit Essen und Trinken. Ich bin etwas enttäuscht dieses Jahr! Vielleicht liegt meine Messlatte nach der letzten Adventszeit im Allgäu einfach zu hoch???

Uschi gefiel die Kirche mit dem schmalen Turm besonders gut und ich bekam dann auf dem Rückweg noch meine Weihnachtsbeleuchtung. Smiley

HeideHeide

Am Mittwoch ging es über die Elbe, Glückstadt – Wischhafen, Kosten für Oscarlotta und mich €21 (Länge des Fahrzeugs + Personenanzahl). Im Sommer steht man schon mal „etwas“ länger an der Fährzufahrt, diesmal ging es schon nach 20 Minuten aufs Schiff. Die Überfahrt dauert ca. 25 Minuten, je nach Wasserstand.

Glückstadt-WischhafenGlückstadt-WischhafenGlückstadt-WischhafenGlückstadt-Wischhafen

Der LKW mit geladenen PKWs, der vor mir gestanden hatte, bog an der nächsten großen Kreuzung nicht nach links ab, obwohl kein Querverkehr zu sehen war. Wusste der Fahrer nicht, wo er hin wollte? Nachdem er endlich doch abgebogen war und ich hinter ihm ebenfalls, blieb er mitten auf der Straße stehen. Da kein Gegenverkehr kam, zog ich an ihm vorbei und sah erst da, dass er vor Sperrgittern stand. Die Strecke war nur für Anlieger bis zur Baustelle freigegeben! Er wusste also offenbar auch nicht von dieser Besonderheit, genauso wenig wie ich. Ich fuhr durch und drehte wenige Meter weiter auf einem Supermarktparkplatz. Dann blieb mir nichts anderes übrig, als der Umleitungsstrecke zu folgen. Wo ich war, wusste ich absolut nicht mehr! Aber mein CoPi, der mich zu Beginn in die kleinsten Nebensträßchen abbiegen lassen wollte, bekrabbelte sich und irgendwann kannte ich mich wieder aus. Der LKW war wieder vor mir, wollte offenbar dahin, wohin ich auch wollte, blinkte am entsprechenden Wegweiser links und fuhr dann doch geradeaus weiter. Die Straße war für LKWs nicht erlaubt! Ich beschloss mal wieder, dass Oscarlotta ein Wohnmobil ist und kein LKW und bog ab. Das war gut, weil kürzer, aber schlecht, weil die Straße in einem katastrophalen Zustand war. Weniger Kilometer waren es sicher, aber schneller ganz sicher nicht. Verwirrtes Smiley

Irgendwann sah ich die alte Windmühle ohne Flügel und wusste, jetzt muss ich abbiegen und bin auf der Zielgeraden. Uschi war auch gerade erst angekommen und lotste Oscarlotta und mich durch die Deichlücke auf den Parkplatz vom „Seefahrer“. Viel Platz bleibt da immer nicht rechts und links und vorne und hinten. Aber das haben wir ja schon einige Male exerziert und bisher hat es immer ohne Kratzer geklappt.

bei Luisebei Luisebei Luise

Es ist immer wieder herrlich an der Oste, egal zu welcher Jahreszeit! Diese Ruhe, diese friedliche Stimmung, der Fluss, der mal da und mal weg ist. Die Oste, als Nebenfluss der Elbe, ist nämlich gezeitenabhängig und hat schon viele Touristen verwirrt, weil sie mal in die eine und Stunden später in die entgegengesetzte Richtung fließt! Erstauntes Smiley

bei Luisebei Luisebei Luisebei Luisebei Luisebei Luisebei Luisebei Luisebei Luisebei Luisebei Luisebei Luise

Der Pächter, mit dem Luise leider zunehmend mehr Schwierigkeiten hatte, hat erfreulicherweise in der Zwischenzeit drei Stromsäulen mit Zählern installiert, sodass unsere Stromversorgung gewährleistet war. Das Wasser war noch nicht abgestellt, Waschmaschinen- und Duschnutzung gab es bei Luise und für Bestellungen im Internet hatten wir mal wieder eine Adresse. Perfekt! Luise freute sich, uns mal wieder zu sehen und wir freuten uns, mal wieder hier zu sein (und umgedreht). Zwinkerndes Smiley

Luise backt gut und gerne, Luise kocht gerne und gut! Ich richtete ihr ihr neues Smartphone ein, wir quatschten, wir wuschen, wir aßen, wir gingen hinter und auf dem Deich spazieren, wir duschten ohne Zeitbegrenzung, wir beobachteten die Oste beim Hin- und Herfließen, wir fuhren zu dritt in den Nachbarort zum Chinesen-Büffet und zu zweit mit Luises PKW nach Stade. Dort war ich dann weihnachtsmarktmäßig endlich einigermaßen bis ziemlich zufrieden. Vielleicht, weil ich mir absolut keine Hoffnungen mehr gemacht hatte!? Stade ist ja sowieso ein hübsches Städtchen und im Lichterglanz mit sogar zwei (!) Weihnachtsmärkten sehr attraktiv.

StadeStade Stade Stade

Luise schien sich zu freuen, wenn wir über Weihnachten bleiben würden und sie musste sich nicht sonderlich bemühen, uns zu überreden, Cooles Smiley

bei Luisebei Luisebei Luisebei Luisebei Luise

Der Blogtitel beinhaltet übrigens ein Wortspiel! Weil es bei Luise an der Oste so wunderbar geruhsam ist, gerät man leicht in die Gefahr, länger zu bleiben als geplant und dabei zwangsläufig zu ver(r)osten. Smiley mit geöffnetem Mund

bei Luise 

written by Ingrid
photos taken with iPhone and HUAWEI P10 Lite

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen (bessere Qualität) und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Wir verabschieden uns aus Deutschland!

 

Noch 3x schlafen! Am Mittwoch bringt uns Luise nach Hemmoor auf den Bahnhof, wir fahren (ab Hamburg) per ICE nach Frankfurt, übernachten im NH-Hotel in Flughafennähe und steigen am Donnerstagnachmittag (hoffentlich) entspannt in unseren Flieger. Und dann sind wir mal für ‘ne Weile weg!!! Aber keine Sorge, wir haben vor, zurückzukommen, aaaber noch nicht so bald! Und mit Blogartikeln versorgen können wir euch ja von überall auf der Welt, eine Internetverbindung vorausgesetzt.

Wir sind unserer Freundin Luise SEHR dankbar für ihre Unterstützung! Nicht nur, dass Oscarlotta hier auf ihrem Garagenhof 6 Monate gut behütet stehenbleiben kann, es war auch eindeutig sehr viel komfortabler und einfacher, alle notwendigen Vorarbeiten zu erledigen als auf einem Stellplatz. Uschi ist jetzt schon seit 6 Wochen hier und bei mir sind es heute auch schon drei. Zwei Wochen stand Oscarlotta direkt an der Oste mit immer wechselnden Ausblicken (die Oste ist ein Tidengewässer) und traumhaften Sonnenuntergängen.

AbendstimmungNiedrigwasserDeichhotel Bootsanleger SeefahrerAbendstimmungAbendstimmungAbendstimmung mit SchiffAbendstimmungAbendstimmung   Abendstimmung      

Am Dienstag mussten wir dann leider umziehen, für den Vatertag wurde der hintere Parkplatz des Deichhotels “Seefahrer” für einen Bier- und einen Würstchenstand sowie einen Toilettenwagen gebraucht.

Oscarlotta an der OsteFest am Vatertag

Es war dann gar nicht sooo einfach, Oscarlotta passgenau vor Luises Hoftor einzuparken! Per Kran wäre es leichter gewesen. Schon die Deichlücke ist so bemessen, dass rechts und links vom Spiegel nur noch Zentimeter verbleiben und wenn das Heck noch nicht durch ist, muss man schon rechtwinklig abbiegen. Luises Garagenhof ist etwas verwinkelt und Oscarlotta war dann doch etwas größer als Luise sie in Erinnerung hatte! Erstauntes Smiley Aber mit hin und her, vor und zurück stand sie irgendwann perfekt in Parkposition.

Oscarlottas SommersitzOscarlottas SommersitzOscarlottas Sommersitz Achthöfen  

Damit hatte sich der ursprüngliche Plan, über das Wochenende noch einmal an die Oste zurückzufahren, erledigt!

Wir haben nicht nur gearbeitet, sondern auch “Urlaub” gemacht. Waren in Buxtehude und haben Birgit und Steffi samt Edelweiß noch einmal getroffen, bevor wir abdüsen. Stade haben wir auch noch einmal besucht, Uschi hatte dort eine Woche auf dem sehr schönen, noch relativ neuen Stellplatz gestanden, bevor sie bei Luise aufschlug.

BuxtehudeStadeStade

Ein paar Ausflüge mit Luises kleinem Citroen ins Alte Land mussten natürlich auch sein, als das Wetter endlich frühlingshaft wurde und die Kirschblüte einsetzte. In Stadersand an der Elbe waren wir, ohne Fix und Boxi vorbeischwimmen zu sehen, aber das wisst ihr ja schon!

Stadersand

StadersandStadersandStadersand

Stadersand     

Und dann haben wir Oscarlotta noch von ihren im Laufe der Jahre sehr unschön gewordenen Designfolien befreit. Die eine hatte im Sommer 2013 sehr gelitten, als während unserer damaligen Abwesenheit (1. Nordamerikareise) 3 Monate die pralle Sonne darauf “knallte”. Bei der anderen hatte sich in diesem Winter von uns unbemerkt eine Wasserblase gebildet, das Wasser war gefroren und nach anpieksen der wieder flüssigen Blase lief das Wasser zwar ab, aber die Folie sah so aus:

Aufkleber linksAufkleber rechts

Auf der sonnenbeschienenen Seite konnten wir die Folie in großen Stücken relativ einfach abziehen, auf der Schattenseite mit Hilfe eines Föhns. Die Konturen der abgelösten Folien sind leicht zu sehen, der Lack darunter ist eben noch “fabrikneu”, das hat auch das häufige Polieren von Oscarlotta nicht verhindern können. Wir lassen es trotzdem erstmal so, jetzt über den Sommer sowieso. Vielleicht kommt im November etwas Neues drauf, eine entsprechende Firma ist hier ganz in der Nähe.

FolienentfernungFolienentfernungFolienentfernung

Jetzt muss noch der Kühlschrank leergegessen und danach abgetaut werden. Ersteres ist gar nicht so einfach, da Luise immer wieder etwas Leckeres kocht oder eine ihrer sensationellen Torten backt. Und dann müssen wir Koffer packen!!!

Luises Torten

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Nur kurz!

 

Heute gibt es nur einen kurzen Statusbericht – keine Zeit, keine Zeit!!! Zwinkerndes Smiley

Ich bin am Sonntagabend gut bei Luise und Uschi an der Oste angekommen. Oscarlotta steht diesmal nicht auf Luises Rasengrundstück direkt an der Oste (Boden zu weich, Oscarlotta zu schwer), sondern auf dem angrenzenden Parkplatz vom “Seefahrer”. Das hat auch den Vorteil, dass wir mit sauberen Schuhen ein- und aussteigen können. Der Ausblick ist trotzdem so toll wie immer!

Osteblick seitlich und durch Frontscheibe

Wir räumen! Raus aus dem Mobil, rein ins Mobil – und umgedreht. Allein Klamotten aussuchen für ein halbes Jahr ist gar nicht so einfach! Zuviel darf es nicht sein, aber wir müssen drei Jahreszeiten abdecken. Mitte bis Ende Oktober kann es in Kanada schon wieder kalt sein. Und es müssen ja nicht nur Kleidungsstücke mit, sondern auch Computer- und Handyzubehör sowie all die tausend anderen “Kleinigkeiten”.

Heute kam per eMail der Bescheid, dass sich die Verschiffung um vier Tage nach hinten verschiebt, da die Reihenfolge der anzulaufenden Häfen sich geändert hat. Gut, dass wir unseren Flug erst am 12. Mai haben! Für uns also kein Problem, für andere vielleicht schon.

Für heute dann nur noch ein Sonnenuntergangsfoto, das Uschi vor ein paar Tagen geknipst hat:

Oste-Panorama   

written by Ingrid
photos taken with iPhone and with Canon EOS 600D

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Ebbe und Flut an der Oste

 
 
Uschi hat an einem Tag ein besonderes Projekt gestartet: von vormittags um 11 bis in die Dunkelheit alle 15 Minuten ein Foto der Oste, per Stativ mit immer demselben Bildausschnitt. Wir wollten dokumentieren, dass die Oste wirklich ein Tidengewässer mit einem Tidenhub von rund 2 m ist. Leider sieht man das auf den Aufnahmen nur, wenn man genau hinschaut. Wir hoffen, es gefällt euch trotzdem ein wenig! Es fängt mit Niedrigwasser an und hört mit (fast) Niedrigwasser wieder auf.

Nach dem Anklicken des Fotos startet automatisch eine Dia-Show in einem neuen Tab (Registerkarte eures Browsers). Also schnell umschalten, damit ihr den Anfang nicht verpasst!

Oste

Kleiner Rückblick

 
 
Leider ist unsere Zeit an der Oste schon wieder vorbei! Wir hätten ohne Probleme noch einige Tage/Wochen/Monate/Jahre (?) länger bleiben können, aber dummerweise habe ich (Ingrid) noch ein paar Zahnarzttermine in Duisburg 😦

Unsere “Urlaubs”-Woche war noch richtig schön, das Wetter war bis zu hochsommerlich, wir haben unseren “Vorgarten” unter den hohen Bäumen sehr genossen. Die Niños waren fast eine Woche bei uns, es hat ihnen auch richtig gut gefallen bei Luise an der Oste.

Grillfest an der Oste (1) Grillfest an der Oste (2) Grillfest an der Oste (3) Grillfest an der Oste (4)Kandy  Grillfest an der Oste (6) Grillfest an der Oste (7) Grillfest an der Oste (8)

Verosten an der Oste

Ein kurzer Statusbericht:

Das Wetter ist endlich schön, unsere Heckgaragensanierung ist erfolgreich vollendet und jetzt hoffen wir auf noch eine Woche “Urlaub” im Kreise einiger weiterer Mobilisten, die sich bei Luise ebenso wohl fühlen wie wir. Es ist hier wirklich paradiesisch ruhig und friedlich und ein täglicher Traum sind die Sonnenuntergänge und die abendliche Stimmung über und an der Oste.

Kleines WoMo-Treffen bei Luise (1) Kleines WoMo-Treffen bei Luise (2) Kleines WoMo-Treffen bei Luise (3) Kleines WoMo-Treffen bei Luise (4) Kleines WoMo-Treffen bei Luise (5)Abendstimmung an der Oste (1) Abendstimmung an der Oste (2) Abendstimmung an der Oste (4) Abendstimmung an der Oste (3)

Bei Luise an der Oste

 
 
Seit gestern sind wir mal wieder bei Luise im Landkreis Cuxhaven und stehen diesmal auf dem schönen Wiesengrundstück mit Blick auf und eigener Badeleiter in die Oste. Die drei heißen Hochsommertage dieses Jahres waren aber schon vorbei, bevor wir hier ankamen, sodass wir noch nicht das Bedürfnis hatten, zu schwimmen. Die Oste – Zufluss der Elbe – ist übrigens Tidengewässer, obwohl die Elbmündung ca. 20 km entfernt ist! Hier ein paar erste Foto-Eindrücke, die vielleicht erklären, warum wir nicht die Einzigen sind, die gerne hierher zu Besuch kommen:

bei Luise Seefahrer im Abendlicht Storch am Abend Storch am Abend

Hier gibt es noch einmal den Link zu Luises wunderschönem Flusshotel “Seefahrer” (automatische Weiterleitung zu WindowsLive) für Fachwerkliebhaber und allgemeine Nostalgiker.

Flusshotel “Seefahrer” in Osten an der Oste

 
Da sich Luise bei unserer Ankunft hier im Belagerungszustand befand, sind wir ein paar Tage länger geblieben als ursprünglich geplant. Außerdem ist es wirklich schön hier, auch wenn, wie Gisela (die für 4 Tage zu uns stieß) fand, “hier ja nun so gaaar nichts los” ist. Wir waren nach dem Sommeraufenthalt in Lauterburg ein wenig erholungsbedürftig und haben die – vor allem – morgendliche Stille hier sehr genossen! Ich habe das wunderschöne alte Fachwerkhaus, das Luise früher als Hotel und Gasthaus betrieben hat, ausgiebigst von innen und außen fotografiert. Es ist eine Schande, dass ein voll eingerichtetes und funktionsfähiges Haus einfach nur so rumsteht. Die letzten 3 Jahre hatte sie es verpachtet, aber das hat auf Dauer leider nicht geklappt. Jetzt versucht sie erneut, es zu verkaufen und ich kann mir gar nicht vorstellen, dass es niemanden zu geben scheint, der sich hier mit Begeisterung seine Existenz aufbauen möchte. Es ist ja schon alles da! Und die Lage dieses Anwesens ist ein Traum: auf dem Deich, direkt an der Oste, mit Schiffsanleger, Slipanlage, privaten Wohnmobilstellplätzen auf insgesamt 3750 qm Fläche. Wer mehr davon sehen möchte, kann hier klicken.

Mit dem Wetter hatten wir überwiegend Glück. Es war sogar die letzte Woche tageweise so warm, dass wir uns nur unter den alten Bäumen am Ufer der Oste aufgehalten haben. Und wunderschöne Sonnenuntergänge haben wir erlebt!

Sonnenuntergang an der Oste (12) Sonnenuntergang an der Oste (11) Sonnenuntergang an der Oste (5) Sonnenuntergang an der Oste (7)

Sonntag wollten wir dann eine kleine Kaffeefahrt auf der “Mocambo” machen, dem ehemaligen “Kuchenschiff” von Luise und ihrem Mann. Wir fuhren mit Gisela per Rad zum nächstgelegenen Anleger nach Osten, die Mocambo nahm Kurs auf uns und fuhr dann ohne anzulegen weiter, nachdem uns mitgeteilt wurde, dass das Schiff leider voll sei! Wir hätten doch lieber reservieren sollen, aber bei dem nicht ganz so guten Wetter hatten wir nicht mit so etwas gerechnet. Etwas enttäuscht fuhren wir dann wenigstens mit der Schwebefähre einmal über die Oste und zurück. Von den einstmaligen weltweit 20 Schwebefähren gibt es heute noch acht, zwei davon in Deutschland (Osten und Rendsburg).

Ausflug zur Schwebefähre Osten (1) Ausflug zur Schwebefähre Osten (3) Ausflug zur Schwebefähre Osten (4) Ausflug zur Schwebefähre Osten (5) Ausflug zur Schwebefähre Osten (6) Ausflug zur Schwebefähre Osten (9) Ausflug zur Schwebefähre Osten (18) Ausflug zur Schwebefähre Osten (11) Ausflug zur Schwebefähre Osten (14) Ausflug zur Schwebefähre Osten (10) Ausflug zur Schwebefähre Osten (19) Ausflug zur Schwebefähre Osten (21) Ausflug zur Schwebefähre Osten (22)

Morgen fahren wir weiter nach Neuharlingersiel, wo Uschis Sohn schon auf uns wartet. Aber wir wollen gerne einmal wieder hierher zurückkommen, auch wenn “hier ja nun so gaaar nichts los” ist 😉

Für die Schiffsliebhaber ist hier der “Lebenslauf” der Mocambo (ältestes Dampfschiff Deutschlands) nachzulesen.

Steinhuder Meer in Flammen

 

Inzwischen sind wir schon seit ein paar Tagen bei Luise und stehen auf den privaten Parkplätzen ihres Flusshotels “Seefahrer” direkt an der Oste, siehe hier (weitere Fotos folgen demnächst):

Flusshotel 'Seefahrer' Blick von der Terrasse

Davor waren wir eine ganze Woche am Steinhuder Meer, auf dem Wohnmobil-Stellplatz am Bruchdamm in Steinhude. Eigentlich wollten wir nur 2 Nächte dort bleiben, aber als wir die Veranstaltungshinweise zum großen Seefest am folgenden Wochenende entdeckt hatten, verlängerten wir kurzentschlossen. Wir hatten Glück mit dem Wetter, sodass wir ein paar Touren mit den Rädern machen konnten. Besonders schön war ein kombinierter Schiff-/Radausflug auf die andere Seite des Steinhuder Meers nach Mardorf und dann durch die Moorlandschaft immer am Wasser entlang zurück nach Steinhude. Schnell war der Freitag da und das große Seefest begann, mit Mittelaltermarkt und Festumzug, mehreren Musikbühnen, vielen schönen Verkaufsständen in allen Straßen, verschiedenen Darbietungen und als Höhepunkt am Samstag um 22:00 das große Höhenfeuerwerk mit Musik. Wie wir bei der Begrüßungsdurchsage erfuhren, fand dies in diesem Jahr schon zum 58. Mal statt!!! Obwohl der Ort absolut voll war mit Fest- und Schauwilligen, haben wir einen hervorragenden Platz gefunden und das Feuerwerk explodierte direkt vor unserer Nase. Fotos davon haben wir keine gemacht, aber hier sind ein paar andere:

Wohnmobilstellplatz Am Bruchdamm Am Fährhafen Fahrgastschiff Holz-SegelbooteKunst am Steinhuder Meer (1) Kunst am Steinhuder Meer (2) Kunst am Steinhuder Meer (3) BootsverleihBiergarten Festumzug (1) Festumzug (2) Festumzug (3) Festumzug (4) Festumzug (5) Scheunenviertel (1) Scheunenviertel (2) Mittelaltermarkt (1) Mittelaltermarkt (2) illuminierter Bootskorso (1) illuminierter Bootskorso (2)