Endlich am Meer!!!

 

Für meinen „Urlaub“ am Meer hatte ich mir Kühlungsborn ausgesucht. Dort waren Uschi und ich im letzten Winter auf einer unserer Spritztouren mit dem Miet-Smart nur durchgefahren, es regnete. Ich hatte aber den Eindruck gehabt, dass ein Besuch sich lohnen könnte und den wollte ich jetzt nachholen. Einen Stellplatz gibt es nur weiter außerhalb, aber der Campingplatz öffnete wieder am 2. März. Bis zum 23. März wurden zudem „Sparwochen“ angepriesen, das passte doch gut. Was mir nicht gefiel, war der Zusatz „Bei den Sparwochen gilt eine Mindestbelegung mit 2 Personen ab 12 Jahre“. Ich sah darin keinen Sinn außer dem, möglichst viel Geld wieder reinzuholen, denn der Platz ist ja sowieso schon belegt, egal wie viele Menschen in dem Mobil oder Wohnwagen sind. Und ein Einzelreisender erzeugt keine Kosten für zwei! Ich rief an. Nach mehreren Minuten in der Warteschleife meldete sich eine junge Frauenstimme mit Namen und dem Zusatz „Auszubildende“. Ich stellte meine Frage und sagte gleich dazu, dass ich nicht kommen würde, wenn ich für zwei Personen bezahlen muss. Die Antwort war, dass man es tatsächlich erst einmal so in den Computer eingeben müsse, aber die Personengebühr für die zweite Person dann wieder gutgeschrieben würde. Nun ja. Eine weitere Besonderheit dieses Platzes ist, dass es 9 (!) verschiedene Preiskategorien gibt. Alle 10qm ab 80qm kostet der Platz einen Euro mehr, dazu kommen drei Saisonzeiten. Die unterschiedlich bepreisten Plätze liegen wild durcheinander auf dem ganzen Gelände verteilt und werden unterschiedlich farbig (9 Farben) gekennzeichnet. Es wurden aber in einem Bereich auch spezielle Wohnmobilplätze bis 80qm (10. Farbe = weiß für Wohnmobilplätze) ausgewiesen und die sollten in den Sparwochen €4,99 kosten. Ich fragte noch einmal explizit die Preise ab, also für den Platz €4,99 und für eine Person €7,50? Ja – und Kurtaxe käme noch dazu. Jetzt im Winter? Ja, ab Anfang März €1 pro Person. Ich fragte ein drittes Mal, ob ich dann jetzt sicher davon ausgehen könne, dass ich innerhalb der Sparwochen €13,49 pro Tag bezahlen muss, ich würde nämlich nicht gerne an der Rezeption stehen und erfahren müssen, dass doch alles ganz anders ist. Nein, €13,49 sei richtig!

PreiskategorienPreiskategorien

Ich fuhr am nächsten Sonntag hin. Ahnt ihr schon etwas? Die resolute Dame an der Rezeption fragte die Größe meines Wohnmobils ab und kringelte mir dann auf dem Lageplan ein paar unterschiedlich farbige Plätze gegenüber der Rezeption ein. Preise zwischen €6,99 und €12,99. Ich fragte nach den Wohnmobilplätzen für €4,99. Nein, die seien noch nicht verfügbar, der Platzteil müsse noch hergerichtet werden und das Sanitärhaus dort sei auch noch nicht geöffnet. Ich solle mir doch bitte hier einen Platz aussuchen. Bevor ich das tat, fragte ich mal vorsichtshalber nach der 2-Personen-Regelung. Ja, zwei Personen müssten bezahlt werden! Ich erklärte ihr beherrscht, aber bestimmt, dass ich deswegen extra vorher angerufen hätte und man mir versichert habe, dass der Preis für die zweite Person gutgeschrieben würde. Wenn das nicht der Fall sei, würde ich wieder fahren. Da hieß es dann, 6 Euro würden mir gutgeschrieben. Ja, sie wisse, dass Einzelpersonen immer etwas benachteiligt würden, das bedauere sie auch, aber so sei es leider. Eigentlich hätte ich jetzt fahren müssen! Das hätte dann aber bedeutet, dass ich Kühlungsborn nicht kennenlernen würde. Ich sah mir die eingekringelten Plätze an und entschied mich, zu bleiben, allerdings legte ich mich nicht wie geplant für eine Woche fest, sondern erst einmal nur für vier Nächte. Meine Anmeldung wurde bearbeitet, ich bekam eine Magnetkarte für die verschiedenen Zugangstore und sollte langsam vor die Schranke fahren, die Kamera würde mein Kennzeichen auslesen. Dann käme ein Mitarbeiter und würde mich zu meinem Platz bringen. Hinter der Schranke gab es extra dafür eine Wartespur, allerdings dauerte es mehr als 5 Minuten, bis der Mitarbeiter per PKW dann auch kam. Und dann erklärte er mir, dass er mich mit diesem Mobil nicht auf den von mir gewählten Platz stellen könne, der Boden sei noch viel zu aufgeweicht. Er telefonierte mit der Rezeption und gab dort bekannt, wohin er mich stellen würde. Nach einigem Hin und Her, ob dieser Platz evtl. reserviert sein könnte, fuhren wir endlich los. Glück für mich, dieser Platz kostete weniger als der andere, aber immerhin €8,99 statt der erhofften €4,99 plus €9,00 Personengebühr statt €7,50! Ein Vorteil war, ich stand in der vordersten Reihe zum Strand und konnte durch die Bäume hindurch das Meer sehen. Endlich am Meer!!! Smiley

PlatzplanPlatzplanmein Platz

Der nächste Strandzugang war nicht weit entfernt und die Sonne schien, also verlegte ich nur mein Stromkabel (Strom ist im Preis inbegriffen) und ging an den Strand. Dort waren noch Schneereste zu finden! Nach 5 Minuten war ich schon am Beginn der Promenade und stieß dort zufällig auf ein Bäckereicafé meiner Lieblingskette Junge. Zwinkerndes Smiley

Café Junge

Danach lief ich noch ein Stück in die andere Richtung am Strand entlang, machte die ersten Fotos und stellte dann meine Wohnordnung wieder her.

Weg zum StrandStrandzugang 23Strand mit SchneeStrand mit SchneeEndlich am Meer!!!Fundsache (mitgenommen)

Die ganze Preisangelegenheit ging mir allerdings nicht aus dem Kopf! Ich ärgerte mich tierisch darüber, dass trotz aller Vorbemühungen letztendlich doch alles ganz anders war! Wem oder worauf kann man eigentlich noch vertrauen? Ich fühlte mich regelrecht verar… Am nächsten Tag lief ich den ganzen (riesigen) Platz mal ab und sah mir auch die Wohnmobilplätze an. Die sahen nicht so aus, als ob sie noch nicht hergerichtet seien. Ich denke, man wollte einfach die Kosten für ein weiteres geöffnetes Sanitärhaus einsparen, so viele Urlauber waren auch noch nicht da. Das finde ich ja in Ordnung, hätte diese Info aber eben gerne schon am Telefon bekommen. Erzürnt

WohnmobilplätzeWohnmobilplätzeWohnmobilplätzeWohnmobilplätzeWohnmobilplätzeSanitärhaus "Poseidon 3"

Ich beschloss, um einen Gesprächstermin mit der Campingplatzleitung zu bitten. Das klappte sofort und die beiden Herren mittleren Alters (einer ist für den Außenbetrieb, der andere für innen zuständig) hörten sich bereitwillig (ob auch wirklich interessiert, kann ich nicht abschätzen) mein Anliegen an. Auf meine direkte Frage, warum ein Einzelfahrer bei ihnen bestraft würde, bekam ich zur Antwort, dass sie den Campingplatz erst im letzten November übernommen haben, die Preisgestaltung und Platzgliederung so vom Vorbesitzer übernommen hätten und jetzt dabei sind zu schauen, was verändert werden muss/sollte/kann. Sie versicherten mir, dass sie dankbar für die Meinungsäußerungen ihrer Kunden seien. Vielleicht stimmt das sogar, zumindest wären sie gut beraten. Auch sie bedauerten das Geschehen, versicherten, dass Einzelfahrer in Zukunft nicht mehr zahlen müssen, aber rückwirkend könnte man leider nichts tun. Ja, schon klar! Sarkastisches Smiley Ich sagte wahrheitsgemäß, dass es mir darum auch gar nicht gehen würde, ich wollte kein Geld herausschlagen, ich hätte nur meinen Unmut kundtun wollen über die Diskrepanz zwischen dem, was mir am Telefon zugesichert worden war und der Realität.

Ist aber schon witzig, dass zwei Chefs nicht in der Lage sind, mal kurz einen alten Zopf vorzeitig abzuschneiden, oder?

written by Ingrid
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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

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In Stralsund

standen wir auf dem Stellplatz des Wohnmobilhändlers Dahnke. Der Platz liegt ca. 15-20 Gehminuten vom Zentrum entfernt direkt an der Rügenbrücke, es gibt auch eine Busverbindung in die Stadt. 40 Wohnmobile bis 9m und 7,5t sind willkommen, das reichte für Oscarlotta ja noch so gerade. Zwinkerndes Smiley Den Platz gibt es erst seit Mai 2014, er ist gut gestaltet, aber mit €15 nicht besonders preiswert. Bezahlt wird erst bei Abreise an einem Ticketautomaten, die ersten 15 Minuten nach Ankunft kann man bei Nichtgefallen den Platz kostenfrei wieder verlassen.

Stralsund kannten wir ebenfalls von 2002 und konnten uns gut daran erinnern, wie begeistert wir damals von der St.-Nikolai-Kirche waren, die im Inneren wunderbar mit Decken- und Pfeilermalereien in kräftigen, strahlenden Farben ausgestaltet war. Als älteste Pfarrkirche Stralsunds ist sie schon von weitem an ihren zwei unterschiedlichen Türmen zu erkennen, von denen nach einem schweren Brand 1662 nur einer einen barocken Helm und der andere aus finanziellen Gründen nur ein Notdach erhielt. Durch ihre Nähe zum Verwaltungszentrum, dem Rathaus, wird St. Nikolai als Hauptkirche betrachtet. In ihr fanden wichtige Ratssitzungen statt, auch Gesandte wurden hier empfangen. Es kam ihr aber noch eine weitere Funktion zu, durch die sie mit Recht als Hauptkirche betrachtet wird. Hier wurden die „bursprake“ verlesen, den Bürgern also wichtige Gesetze und Verordnungen bekannt gegeben. Heute gehört sie, zu Recht, wie wir finden, zum UNESCO Welterbe.

Wir nahmen die Fahrräder und fuhren erst einmal Richtung Hafen. Unterwegs hielten wir Ausschau nach einem Frisiersalon und wurden fündig. Ein winziger Laden, noch mit DDR-Charme eingerichtet, und ein Ein-Frau-Betrieb. Ja, sie hätte Zeit für uns, aber sie könne uns nur nacheinander bedienen. Kein Problem, Zeit hatten wir auch! Wir waren sowohl mit dem Ergebnis als auch mit dem Preis zufrieden.

Am Hafen ist das neue Ozeaneum errichtet worden, ein Monumentalbau, etwas gewöhnungsbedürftig und mit €17 pro Person auch nicht ganz preiswert. Die nördlichen Meere werden dort gezeigt und erklärt. Es gibt auch noch das ältere Meeresmuseum (Museum für Meereskunde
und Fischerei · Aquarium), das in der Altstadt in einem ehemaligen Dominikanerkloster untergebracht ist. Dort „wohnen“ die Warmwasser- und Tropenfische und dort wollten wir am nächsten Tag hin. Dass es ganz anders kommen sollte, wussten wir da noch nicht.

RügenbrückeOzeaneumZollgebäudeZollgebäude

Das nicht mehr seetüchtige Segelschulschiff Gorch Fock mit seiner wechselvollen Geschichte (um sie 1945 nicht in die Hände der Roten Armee fallen zu lassen, wurde sie versenkt und konnte erst zwei Jahre später wieder geborgen werden, unüblicherweise mit stehenden Masten, so wie sie während der gesamten Zeit im Strelasund gut sichtbar auf Grund gelegen hatte) liegt dort seit 2003 und kann besichtigt werden. Wir bewunderten die alte Dame allerdings nur von außen.

Gorch FockGorch FockGorch FockGorch FockGorch Fock

Allein der Klecks Sprühsahne kostete 1 Euro! Wir sahen uns also die Stadt an, aßen in einem Café völlig überteuerten Kuchen und tranken Kaffee in keinem ausgewogenen Preis-/Leistungsverhältnis. Dem aufmerksamen Leser fällt sicher auf, dass wir ab und zu solche kritischen Anmerkungen machen, aber es ist leider im östlichen Teil Deutschlands so, dass wir uns öfter als woanders „abgezockt“ fühlen.

Stralsund ist hübsch, aber überschaubar und wir waren relativ schnell durch. Jetzt noch in die St.-Nikolai-Kirche! „Wir schließen jetzt!“ wurde uns, nicht besonders freundlich, mitgeteilt. Es war zwei Minuten vor vier! An der Eingangstür zum Kassenraum hing ein Hinweis, dass die Kirche am nächsten Tag wegen Wartungsarbeiten ganz geschlossen sei. Es stellte sich dann im Gespräch heraus, dass der noch amtierende Bundespräsident Gauck auf seiner Abschiedstour zu Besuch kommen sollte. So können wir leider keine Fotos dieser schön gestalteten Kirche präsentieren, sondern nur folgenden Link.

HafenHafenHafenTrabbiBürgerhäuserBürgerhausBürgerhausKirchenruineSt. MarienkircheSt. MarienkircheRathausRathaus

Abends entdeckte ich dann zufällig bei meiner Internetrecherche zu Stralsund etwas, das unsere Pläne für den nächsten Tag über den Haufen warf. Aber das ist eine andere Geschichte!

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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Fischland – Darß – Zingst

 
 
Weiter ging es Richtung Osten. Die Insel Poel ließen wir aus, noch zu früh im Jahr und das Fischlokal am von uns bevorzugten Stellplatz hatte Montag und Dienstag Ruhepause. In Ribnitz-Damgarten blieben wir eine Nacht auf dem zwar schön am Bodden gelegenen Stellplatz, aber €8 ohne die Möglichkeit, ent- oder versorgen zu können, war uns zu teuer. Das Städtchen ist klein, aber recht nett und gute Radfahrmöglichkeiten immer am Bodden entlang gibt es auch. Uns zog es aber weiter.

Ribnitz-DamgartenRibnitz-DamgartenRibnitz-DamgartenRibnitz-DamgartenRibnitz-DamgartenRibnitz-Damgarten

Wir entschieden uns für die weitere, aber interessantere Strecke „links herum“ direkt an der Küste entlang. Erst Fischland mit seinem Künstlerdorf Ahrenshoop, links die Ostsee, rechts der (Saaler) Bodden. Die dazwischenliegende Landfläche ist schmal und der Grundwasserspiegel hoch. Von den Wegen abkommen ist nicht ratsam! Wir fanden eine Töpferei mit sehenswerten Kunstobjekten im Garten und ein winziges, aber um so gemütlicheres Café.

AhrenshoopAhrenshoopAhrenshoopAhrenshoopAhrenshoopAhrenshoopAhrenshoopAhrenshoopAhrenshoop

Unser Tagesziel war der Campingplatz „Am Freesenbruch“ in Zingst, der ausgewiesene Wohnmobilstellplätze etwas separiert vom Campingplatzbereich hat. Wie immer war es so leer, dass wir uns die für uns besten Plätze aussuchen konnten. Bei Saisonbetrieb hätten wir dort allerdings nicht stehen wollen, weil direkt nebenan die Terrasse des Campingplatzlokals war. Jetzt war es optimal, weil nahe an den Sanitäranlagen, der Entsorgung, den Waschmaschinen. Waschen war mal wieder angesagt! Natürlich war es hier etwas teurer als auf einem Stellplatz, aber der Stellplatz von Zingst ist so klein und verwinkelt, dass Oscarlotta dort nur quer über drei Plätze gepasst hätte und damit der Stellplatz schon zur Hälfte voll gewesen wäre. Und dafür auch noch €10 bezahlen? Dann doch lieber etwas mehr auf dem Campingplatz, wo wir den Strom inclusive hatten und somit unsere Heizung darüber betreiben konnten.

ZingstZingstZingstZingstZingst

Zingst und seine Umgebung gefiel uns gut, das Wetter spielte auch mit, wir konnten die Fahrräder endlich mal wieder in Gebrauch nehmen, weil es nicht mehr so eisig kalt war. Der Campingplatz liegt direkt am Strand, bis zur Seebrücke und in den Ort läuft man 25 Minuten und durch den Wald führt ein wunderschöner Rad- und Spazierweg zum Hafen. Auch hier stehen überall die Waldflächen unter Wasser und deutlich waren überall Wildschweinspuren zu sehen.

ZingstZingstZingstZingstZingstZingst

Wir wollten eigentlich eine Schiffstour unternehmen, aber nur mit dem Schaufelraddampfer. Der sollte auch fahren, tat es dann aber doch nicht, angeblich wegen technischer Probleme. Das „normale“ Ausflugsschiff wollten wir nicht und haben die Entscheidung auch nicht bereut, denn nach der Hälfte der Zeit zog dichter Seenebel auf und an Deck wäre es sicher zu kalt und im Inneren des Schiffes zu voll geworden. Und gesehen hätte man auch nichts mehr.

ZingstZingstZingstZingstZingst

Wir hatten hingegen eine schöne Radtour einmal um Zingst herum, einen Spaziergang auf der Seebrücke und ein Eis auf die Faust!

ZingstZingstZingstZingst

written by Ingrid
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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

(Mit) Smart an die Küste

 
 
Unsere zweite Tour mit dem Leih-Smart führte uns an die Ostseeküste, Warnemünde, Heiligendamm, Kühlungsborn und auf der Rückfahrt Bad Doberan im Landesinneren. Mit Heiligendamm fingen wir an und wunderten uns, dass a) der Parkplatz in Strandnähe mit Parkscheinautomaten bestückt war und b) der Zugang auf die Promenade noch einmal 2 Euro pro Person kosten sollte! Sind wir auf Sylt? Und es ist Winter!!! Dass hier oben im östlichen Teil Deutschlands alles ein klein wenig teurer ist als anderswo, hatten wir schon ein paarmal bemerkt. Die Parkgebühr bezahlten wir, den Automaten an der Promenade übersahen wir, zumal wir auch kein Kleingeld mehr hatten. Mit Heiligendamm verbanden wir alte Gründerzeitvillen direkt an der Promenade und waren sehr erstaunt, dass es sie zwar tatsächlich gab, dass sie aber in unrenoviertem Zustand waren! Wunderschöne Gebäude, architektonisch gesehen, aber in bedauernswertem Zustand. Wie kommt so etwas, 27 Jahre nach der Wende??? Wieviele Einnahmen durch Touristen sind in all den Jahren verschenkt worden, in denen in keinem der Häuser Ferienappartements vermietet wurden, Kaffee und Kuchen angeboten wurde, Gastronomiebetriebe ansässig waren, Souvenirs verkauft wurden. Ganz sicher brummt hier im Sommer der Urlaubsbetrieb, der Name Heiligendamm allein ist ein Touristenmagnet. Immerhin scheint es jetzt aber langsam loszugehen, eines der fünf Häuser wird restauriert und in Eigentumswohnungen umgewandelt (und ein sechstes war schon fertig). Bestimmt sehr schön und bestimmt auch sehr teuer.

HeiligendammHeiligendammHeiligendammHeiligendammHeiligendamm

Weiter ging es nach Kühlungsborn. Von hier aus fährt die Schmalspurbahn „Molli“ nach Bad Doberan bzw. umgekehrt. Wir sahen sie aus dem Auto heraus und dann nicht mehr, also gibt es kein Foto von ihr! Wer sie aber in Aktion sehen möchte, kann „hier“ klicken. Kühlungsborn sah aus wie ein typischer Badeort am Meer, leider regnete es und wir sind nur durchgefahren.

OstseestrandOstseestrand

Also Bad Doberan! Das Münster wollte ich sehen, gilt es doch als die „Perle der norddeutschen Backsteingotik“. Eine im hochgotischen Stil im späten 13. Jahrhundert erbaute Kirche des damaligen Zisterzienserklosters. Ein Kloster konnte und durfte sich einen solchen Monumentalbau leisten??? Vom Kloster stehen nur noch ein paar fotogene Ruinen, das Münster, im 2. Weltkrieg weitgehend verschont, steht in voller Pracht. Die Restaurierungskosten betragen pro Jahr um die 300000 Euro! Der Parkplatz sollte Geld kosten, der Eintritt ins Münster natürlich auch. Und da hatten wir irgendwie keine Lust mehr! Ich machte ein paar Fotos, wir liefen im großen Bogen einmal um Kirche und Kloster herum, sahen uns die überschaubare Stadt an und fuhren weiter nach Warnemünde. Am besten gefallen hat uns der Cafébesuch. Cooles Smiley

KlosterruineKlosterruineKlosterruineMünster Bad DoberanMünster Bad Doberan

Große Erwartungen hatten wir jetzt schon nicht mehr und es wäre schade gewesen, wenn wir nicht hingefahren wären! Ein nettes kleines Hafenstädtchen, für mitten in der Woche im Winter quirliger Betrieb. Wie mag das erst im Sommer sein? Ein Restaurant, Geschäft, Café am anderen, im Wasser mehrere Fischverkaufsschiffe. Schöne kleine Fischerhäuschen, ein breiter Strand, die Promenade wurde gerade saisonfrisch gemacht. Einen Leuchtturm gibt es auch, allerdings lange nicht so schön wie die in USA/Kanada! Verliebt

WarnemündeWarnemündeWarnemündeWarnemündeWarnemündeWarnemündeWarnemünde

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2017 – Das Ende der Welt???

 
 
Rostock kannten wir noch nicht. Und wenn wir schon in der Nähe waren, würden wir es uns natürlich ansehen. Leider gibt es in Rostock zwar einige ausgewiesene WohnmobilPARKplätze, aber keinen Stellplatz. Nur in Warnemünde oder im 11km entfernten Elmenhorst. Wir fuhren Elmenhorst an und wurden nicht enttäuscht. Ein gut und großzügig angelegter Stellplatz für 24 Mobile mit unterschiedlich großen Parzellen, 5 bis 12m, 18 bis 10m und einer bis 8m Länge. Die Breite ist einheitlich mit 6m ausreichend bemessen. Der Untergrund besteht aus Pflastersteinen, an einer Längsseite befindet sich ein Klettergarten, an der anderen ein Betriebsgelände und nach hinten (wo wir gestanden haben) sind große Ackerflächen. Es war wunderbar ruhig dort! Bezahlt wird per Automaten (€10/24 Std.), V/E-Station ist natürlich vorhanden sowie ausreichend Automaten-Stromsäulen. Der Clou aber ist, dass es zwei Smarts zu mieten gibt für €25/Tag (incl. 200km) oder €150/Woche (incl. 350km). Es gab zwar auch eine Busverbindung nach Rostock, Warnemünde, Bad Doberan, Kühlungsborn, aber der Fahrpreis betrug pro Person 13 Euro für Hin- und Rückfahrt. Da war der Smart eindeutig nicht nur preiswerter, sondern sehr viel komfortabler! Gesagt, gebucht!

Stellplatz Elmenhorst

Einen Großparkplatz gab es am Stadthafen, ein paar hundert Meter und ein paar Treppenstufen später waren wir in der Innenstadt. Riesige interessante Gebäude unbekannter Herkunft, riesige Kirchen, eine riesig breite Straße, die auch so hieß (nicht Riesig Breite Straße, sondern nur Breite Straße). Cooles Smiley Nicht sie, sondern die Lange Straße, war zu DDR-Zeiten als Aufmarschstraße geplant und gebaut worden. Unser Eindruck von der Stadt: eine Einkaufsstadt zum Shoppen, noch ein paar ganz nette alte Viertel, aber kein Vergleich zu Wismar! In der Petrikirche, mit einer Turmhöhe von 117m die höchste Kirche, fuhren wir per Aufzug auf die Aussichtsplattform in 44m Höhe. Beeindruckender als die Aussicht war der Blick in das offene Turmgestühl 70m über uns. Ein Gemälde erregte meine Aufmerksamkeit. Es zeigte die im 2. Weltkrieg völlig zerbomte Stadt zur Marienkirche hinüber.

Marienkirche Marienkirche

Rostock scheint ziemlich zerstört worden zu sein, was erklärt, dass es nicht mehr so viele alte Häuser gibt.

KerkhoffhausKrahnstöverhausBürgerhausBank

Die Marienkirche, die größte und schönste Kirche Rostocks von 1230, sahen wir uns natürlich auch noch an! Und dort faszinierte uns vor allem die alte Astronomische Uhr. Sie ist die einzige weltweit (!), die mit ihrem ursprünglichen mittelalterlichen Uhrwerk von 1472 noch bis heute präzise funktioniert. Tag für Tag werden ihre fünf Werke von Hand aufgezogen. Die exakten Anzeigen der Uhrzeit, der Mondphasen und des Sonnenjahres sowie die zahlreichen Daten der Kalenderscheibe zeugen von der hohen Kompetenz der Wissenschaft des 15. Jahrhunderts. Verblüfft und etwas beunruhigt entdeckten wir bei genauerem Hinsehen, dass die Daten der jetzigen Kalenderscheibe 1885 beginnen und 2017 enden! Ist es nicht seltsam, dass ausgerechnet das Jahr 2017 das letzte ist, das dargestellt wird? Und wir nicht 2016 oder 2018 davorstehen, sondern ausgerechnet 2017???

Astronomische UhrAstronomische Uhr

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Der letzte “fette” Rest einer Schneewehe in Meck-Pomm…

 
 

…wurde von einem Frankfurter Audi-Fahrer richtig gut genutzt!

Bei unserer 1. längeren Radtour dieses Jahr ohne Handschuhe und Mütze haben wir mit so einem Anblick natürlich nicht gerechnet.

Allerdings gab es auch noch andere Fotomotive, die die warmen Temperaturen an diesem Sonnentag besser wiedergeben.

Auch zwei unserer treuen Begleiter dieser Reise ist es jetzt wirklich zu warm geworden,

Trippel und Trappel haben ihre Schals vorerst an den Nagel gehängt und möchten euch frisch und munter etwas mitteilen:

Ingrid und ich schließen uns den guten Wünschen unserer “Schäfis” an!

Frühling an der Ostsee!

 
 
Heute ist Sonntag, der 21. März.

11.Etappe

Auf unserer 11. Etappe sind wir in Boltenhagen auf “Krämers Wohnmobilhafen” angekommen. Hier habe ich mich schon in den Osterferien 1997 wohlgefühlt.

Der Platz und das Seebad haben sich in den vergangenen 13 Jahren richtig aufgehübscht. Ingrid und ich fühlen uns wie in der Sommerfrische, vor allem an so einem schönen Sonnentag! Heute gab es für uns den 1. Kaffee im Freien im Jahr 2010!

Heute verabschiedete sich Möwe Emma von uns, sie möchte lieber wieder unter Ihresgleichen leben:

Mini-Mobilsolistentreff und “Vorfrühlingsbeginn”

 
Auf dem “TopPlatz” in Pelzerhaken bei Neustadt in Schleswig – Holstein erlebten wir mit Brodo und Uwe ein paar Tage unter dem Motto:

Warten auf den Frühling!

Unser Fotograf war Uwe.

Jetzt ein paar Infos für interessierte Mobilfahrer unter unseren Bloglesern: Der Stellplatz hier hat schön angelegte großzügige Plätze, schöne Sanitäranlagen, eine gute VE-Anlage und genügend Stromanschlüsse. Das Preis – Leistungsverhältnis stimmt außerdem. Der Weg bis zum Ostseestrand ist nur 100m lang. Wir sehen die See vom Auto aus. Einkaufsmöglichkeit und nette Restaurants sind in fußläufiger Entfernung.

Seit gestern (18. März) spüren wir nun endlich auch hier im Norden einen Hauch von Frühling.

Diese unbestechliche Anzeige in Oscarlotta zeigt die bisher absolute Höchsttemperatur in diesem Jahr. Nicht nur die Natur,

auch die Außenaktivitäten sind wieder erwacht

und für ein erstes kurzes Sonnenbad wird sogar ein Stuhl aus der Heckgarage geholt.

So, jetzt wünschen wir euch ein “wuuunderschööönes” Wochenende!

Sonntag, 14. März: Regen+Wind, Höchsttemperatur +1°C in Pelzerhaken bei Neustadt i. Holstein

 
Zuerst liefere ich euch der Vollständigkeit halber die 10. Etappe unserer Reise nach.

10.Etappe

 
Da heute das Wetter in ganz Deutschland wohl mehr oder weniger grauselig ist, möchte ich euch mit den folgenden Fotos (alle am 14. März oder 17. März 2009 in der Algarve in Portugal “geschossen”) ein wenig Sonne in das Einheitsgrau dieses Sonntages bringen:


So, das war es schon fast für heute! Ich soll euch allen noch schöne Grüße von Ingrid, Uwe (Mobiso) und Brodo (Mobiso) mitschicken. Wir haben hier im Moment ein “Minimobisotreffen”!

Bis bald, eure Uschi

An der Ostsee!

 
 
Gestern haben wir den Stellplatz in Kiel fast schon fluchtartig verlassen. Der Grund war: Direkt am Stellplatz entlang führt eine LKW-Zufahrt zu einem Kies- und Sandlager. Ab morgens 4:30 ( in Worten: vier Uhr und dreißig Minuten!!!) bis etwa 19:00 fuhr ein Kieslaster nach dem anderen über Kopfsteinpflaster direkt hinter unserem Auto zum Lager, um eine Fuhre Sand oder Kies abzuholen. Nach der 2. sehr kurzen Nacht gaben wir entnervt auf, ließen uns die schon im Voraus bezahlten Euros wieder rauszahlen, packten und fuhren nach Neustadt in Holstein auf den Wohnmobilstellplatz “Ostsee” in Pelzerhaken. Hier stehen wir sehr ruhig direkt an der Ostsee. Leider ist das Wetter heute immer noch sehr trübe und windig, sodass wir heute keine Lust zum Fotografieren haben. Wir hoffen sehr, dass der Winter demnächst “die Fliege” macht und wir euch schöne Frühlingsfotos zeigen können.

Bis demnächst, eure Uschi und Ingrid

Nachtrag zu Kiel! (Mittwoch, 10. März)

 
 
Heute sind wir mit dem Bus (10 Min. Fußweg zur Haltestelle vom Stellplatz aus) in die Innenstadt von Kiel gefahren. Da die Stadt im 2. Weltkrieg zu 80% zerstört wurde, gibt es keine “alten Gemäuer”, aber die Fußgängerzone ist immer für einen Shopping-Bummel gut und am Schweden-Kai kann man die riesigen Skandinavienfähren ganz aus der Nähe betrachten.

Uwes Nachtfotos von der Schleuse und der Förde möchte ich euch nicht vorenthalten, ich finde, dass sie ihm sehr gut gelungen sind.

Stellplatz “Förde- und Kanalblick” in Kiel – Wik, Dienstag 9. März

 

Heute sind wir die 45km von Rendsburg hierher gefahren. Frieda und Oscarlotta stehen wieder einträchtig nebeneinander und der Ausblick durch die Frontscheibe ist klasse.

Dauernd kommen „farbige Pötte” vorbei. Wir stehen hier nämlich direkt an der Einfahrt zur Schleuse in den Nord-Ostsee-Kanal. Auf der Kieler Förde fahren auch die ganz großen Fähren nach Skandinavien und viele “Mariner” vorbei. Ich bin begeistert!

 

Zum Schluss für heute ein kleiner Hinweis in eigener Sache: Wir freuen uns über jeden Eintrag im Gästebuch!!!