Immer noch Palavas les Flots ;-)

 
 
StrandlebenUschi hat im Internet gesehen, dass es ab Lyon regnet und Richtung Schweiz evtl. sogar schneit! Darauf haben wir überhaupt keine Lust!!! Deswegen haben wir beschlossen, hier noch abzuwarten. Uschi hat drei weitere Übernachtungen incl. Strom “am Stück” geordert und per Karte bezahlt. Und siehe da, diesmal gab es eine Rechnung! Wir hatten zwei wunderbare Frühsommertage (es gibt schon Strandleben, siehe Beweisfoto), gestern etwas Regen (der die Mücken auf unserer Front/-scheibe aufgeweicht hat) und heute Mistral. Morgen wagen wir es dann aber mal und wollen in 2 Tages-Etappen nonstop bis Freiburg fahren. Sind ja nur noch etwas über 700 km! (Fährt Luise auf einer Arschbacke!!!) Palavas ist wirklich eine Reise (oder einen Zwischenstopp) wert, wir werden bestimmt mal wieder hier vorbeischauen.

Vorgestern haben wir uns noch die anderen 3 Campingplätze angesehen und festgestellt, dass wir wirklich den besten erwischt haben. Er liegt am dichtesten an der Stadt und hat vor allem schon ab Anfang April geöffnet. Ein weiterer Platz macht dieses Wochenende erst auf!

Übersichtskarte Palavas les Flots

Schade, dass alle spätestens Ende September schon wieder schließen und sie deshalb für die Anreise nach Spanien nicht infrage kommen. Es war jetzt für uns eindeutig komfortabler und angenehmer als auf dem Stellplatz, weil man nicht sofort nebenan das nächste Wohnmobil hat. Dafür zahlen wir gerne etwas mehr! Unsere anfängliche Enttäuschung darüber, dass der Stellplatz belegt war, hat sich umgekehrt und zu der Erkenntnis geführt, dass manchmal ein Campingplatz die bessere Alternative ist. Vor allem, wenn man länger als nur eine Nacht bleiben will.

Montpellier Plage auch hier ist alles bunt farblich passend

Blick von unserem Stellplatz auf Emma

Mietunterkünfte Litfaßsäule

ein Vorgarten Vorgartendetails

Wer nochmal die Fotos sehen möchte, die wir 2011 gemacht haben, kann hier klicken! Wir melden uns wieder, wenn wir in Deutschland sind.

Unsere Rückreise (Stellplatzbeschreibungen)

 
Es gestaltet sich alles wieder etwas schwierig! Unsere erste Station war nach nur 150 km Cambrils. Wir wollten uns den dortigen Stellplatz einfach mal anschauen und eigentlich auch die Stadt. Der Stellplatz “Camperpark Las Moreras” gehört zum Campingplatz “Playa y Fiestas” und liegt bei Mont-Roig del Camp, ca. 6 km von Cambrils entfernt (GPS: 41°02’40’’N/00°59’40’’E). Die Lage ist direkt am Meer, die Plätze (120 Stück) waren in Ordnung und auch für unser Mobil ausreichend groß. Der Preis betrug € 11,45 (incl. “Kurtaxe”). WLAN kostete extra. Es gibt eine Entsorgungsstation zum Darüberfahren und alles, was man sonst so braucht. Wir hatten aber keine Lust, unsere gut verpackten Fahrräder zu aktivieren und auf der Landstraße nach Cambrils zu fahren, also haben wir entschieden, die Stadt ein anderes Mal (wenn wir Flitzi dabei haben) zu besuchen.

Cambrils (1) Cambrils (2)

Unser nächstes Ziel sollte der Stellplatz “Platja d’Aro (Reisemobil-Bordatlas Europa 2012, S. 121) sein. Laut Beschreibung gibt es am Straßenrand Ausweichplätze, falls der Stellplatz mal belegt sein sollte. Am Straßenrand standen jede Menge Wohnmobile, aber der Stellplatz war mit Schranken und die Entsorgungsanlage mit Blumenkübeln “verrammelt”. Große Enttäuschung! Am Straßenrand (eng, voll, auf Asphalt) wollten wir nicht stehenbleiben und entschieden uns, noch ca. 75 km weiterzufahren bis Navata, 10 km nördlich von Figueres (Reisemobil-Bordatlas Europa 2012, S. 121), wo wir auf der Hinfahrt schon übernachtet hatten. Es ist ein privater Stellplatz neben einem kleinen Restaurant, ein großer runder Schotterplatz mit angrenzenden Grünflächen für ca. 20 Mobile (auch sehr gut geeignet, wenn man mit Hänger unterwegs ist), ohne Strom, aber mit der Möglichkeit, zu ent- und versorgen. Der Betreiber/Wirt ist sehr freundlich, es gibt kostenlos WLAN. Bei Verzehr im Lokal ist die Übernachtung frei, ansonsten kostet es € 2,00. Ein kleiner Supermarkt ist direkt gegenüber. Der Ort ist winzig, aber recht nett und für einen kleinen Nachmittagsspaziergang gut geeignet. Ganz toll war der Blick vom Wohnmobil auf die schneebedeckten Ausläufer der Pyrenäen!

Navata (3)

Navata (2) Navata (1) Navata (5) Navata (6) Navata (4) Navata (7) Navata (8)

Nach einer ruhigen Nacht mit nur zwei weiteren Mobilen in der Nachbarschaft wurde es dann irgendwann ernst und wir mussten Spanien verlassen!!! Unser nächstes Etappenziel war wieder das nette Städtchen Palavas les Flots in Südfrankreich (in der Nähe von Montpellier), wo wir auf der Hinfahrt das Theater mit dem “überflüssigen” Motoröl hatten (hier noch einmal nachzulesen). Wir kamen gegen halb 3 nachmittags am Stellplatz an, hatten beim Vorbeifahren mit Blick auf seeehr viele Wohnmobile schon eine böse Vorahnung, und tatsächlich war der Platz (für ca. 140 Mobile) komplett belegt! Vor uns standen noch zwei weitere Mobile vor der geschlossenen Schranke und es werden im Laufe des Tages sicher noch einige mehr gewesen sein. Wir waren einigermaßen schockiert! Ein normaler Dienstag im April!!! Man verwies auf die benachbarten Campingplätze und so fuhren wir den nächstgelegenen an, Camping “Montpellier Plage”. Es ist o.k., wir stehen wunderbar auf Grasboden, ein paar Meter weiter am Ende des Platzes ist ein Etang mit Flamingos, wir haben keine unmittelbaren Nachbarn, der wunderbare Sandstrand ist auf der anderen Seite der Straße. Mit den Rädern ist man in 10 Minuten im Stadtzentrum. Es ist natürlich etwas teurer hier (€ 21,80 für Mobil + 2 Personen, Strom € 4,45/Nacht, € 4,00 für WLAN/Tag oder € 14/Woche). Es ist aber sicher um Klassen besser hier als auf einem überfüllten Asphaltplatz. Der Campingplatz ist allerdings nur in der Sommersaison geöffnet. Aber natürlich gab es auch hier wieder ein paar Haken (leider aber keinen einzigen in irgendeiner der vielen Duschen!!!!). Zum einen sprach natürlich wieder niemand irgendetwas anderes als französisch! Die Dame an der Rezeption hatte größte Probleme mit dem Rechnen und gab uns verkehrt heraus. Mit mühsam hervorgekramten französischen Brocken (uns fällt alles nur noch in spanisch ein!), Bleistift und Zettel haben wir erfolgreich reklamiert. Dann kam die Sache mit dem Strom! Wir hatten uns dafür entschieden wegen unserer Kaffeemaschine. Als Uschi den Stromkasten öffnete und den Schukostecker anstecken wollte, stellte sie fest, dass hier nur französische Stecker passen. Also zurück zur Rezeption und nach einem Adapter gefragt. Gibt es nicht! Gegenüber in einem Kiosk: Haben wir leider nicht! Also Stromgeld zurückverlangt, die zweite schon bezahlte Nacht gecancelt und die WLAN-Karte zurückgegeben. Das war dann alles absolut zuviel für die sehr nette, bemühte Dame an der Rezeption! Unsere Satellitenschüssel fand keinen Satelliten, mein 12-Volt-Ladeteil für den Computer hatte einen Wackelkontakt und so gab es weder Kaffee noch Fernsehen noch Computer noch WLAN. Wir verbrachten den Abend mit lesen 😉 Heute Morgen entschieden wir, dass doch alles nicht so schlimm ist und Uschi bezahlte un nuit plus und eine Tageskarte WLAN. Beim Stadtbummel schauten wir im Hafen beim Schiffsausrüster vorbei und ein netter junger Mann (englischsprechend!) bastelte uns innerhalb einer halben Stunde einen französischen Stecker, ein Stück Kabel und eine Euro-Steckdose zusammen, für nur € 24,00 (Materialpreis nur für die Stecker!). Jetzt haben wir unseren ganz persönlichen französischen Adapter, ein Unikat! Zurück am Campingplatz orderten wir Strom für heute Nacht und die (immer noch sehr freundliche) Rezeptionistin verlangte die schon bezahlte Campingplatzmiete gleich noch einmal mit! Zum Glück sagte ihr der Computer auf unseren Protest hin, dass wir im Recht waren und schon bezahlt hatten (Rechnungen gibt es keine). Der Adapter interessierte sie sehr. Vielleicht bleiben wir noch eine Nacht länger…

Palavas les Flots so etwas gibt es hier wirklich noch

Etang mit Flamingos

Etang in der Abenddämmerung (1) Etang in der Abenddämmerung (2)

Palavas-les-Flots

 
 
Morgen fahren wir ein kleines Stück (ca. 220 km) weiter. Uschi wird heute Nacht wieder kaum schlafen können, aus Angst, dass doch noch irgendwelche Schädigungen da sind. Wir merken an solchen Vorkommnissen, dass unsere Nerven mit zunehmendem Alter dünner werden. Das Mitgefühl vieler Menschen und die Reaktionen, die uns erreicht haben, tun uns gerade sehr gut!

Jetzt gibt es aber noch ein paar Fotos von hier. Wir sind mit Flitzi ein wenig herumgefahren.

endlich am Meer Palavas-les-Flots (2) Wall Street Blick auf den Etang Palavas-les-Flots (1)

Pfaue

 

Im April 2011 waren wir ja schon einmal hier, wer möchte, kann hier noch einmal schauen.

Alles ist gut!

 
 
Sind wir froh, dass dieser Tag vorbei ist!!! Er fing nach einer eher mehr als weniger schlaflosen Nacht um 7 Uhr für uns an. Für zwischen 8:45 und 9:15 war uns der Tieflader versprochen worden. Wir sagten an der Rezeption Bescheid, dass wir hoffen, nachmittags wieder zurück zu sein. Die Nacht zu morgen hatten wir gestern schon mitbezahlt. Ich holte Flitzi, wir verstauten alle Wertsachen im Bett und im Kleiderschrank (unsere Schiebetür nach hinten können wir verschließen) und waren 5 Minuten vor der Zeit fertig. Dann begann eine wirklich nervzehrende Warterei! Die halbe Stunde verging, aber es kam kein Tieflader. Nun ja, wir sind in Südfrankreich! Nach einer weiteren Stunde, die wir wie Tiger im Käfig verbrachten, rief ich beim ADAC an. Der Mitarbeiter bot an, bei der Werkstatt nachzufragen und mich zurückzurufen. Seine Aussage war dann, dass er keine wirkliche Erklärung für die Verspätung erhalten habe, dass aber nun innerhalb der nächsten Stunde ein Abschleppwagen käme. Uschi hat sich tapfer gehalten, war aber kurz vor einem Nervenzusammenbruch und mir ging es auch nicht viel besser. Wir hatten so eine irre Angst, dass unsere Oscarlotta bei dem Transport beschädigt werden könnte. Den Fahrern ist ja nicht klar, wie wertvoll sie für uns ist, weil sie unser einziges Zuhause ist. Ich hatte mir schon alle wichtigen Sätze in Französisch im Geiste zurechtgelegt und war damit wenigstens etwas beschäftigt. Um kurz nach halb zwölf kam ein junger Tunesier mit einem genauso kleinen Abschleppwagen wie gestern!!! Natürlich sprach er nur Französisch! Er warf sich sofort auf den Boden, schaute unter den Wagen und meinte sehr euphorisch, es sei alles “pas de problème”. Im Wechseldialog mit dem ADAC wurde nicht ganz klar, ob er mit dem kleinen Abschlepper Oscarlotta nur unter der Unterführung durchschleppen wollte und sie dort auf einen Tieflader verladen werden sollte oder ob er sie bis zur 10 km entfernten Werkstatt abschleppen wollte. Als sich letzteres herauskristallisierte, weigerten wir uns vehement. Ich ließ ihm unsere Entscheidung über die nette ADAC-Mitarbeiterin mitteilen, er telefonierte sehr lange mit ihr und mit seinem Chef und dann machte er uns den Vorschlag, dass ein Spezialfahrzeug käme mit einem speziell für solche Fälle ausgebildeten Kollegen und der würde vor Ort sowohl das überschüssige Öl ablassen als auch prüfen, ob der Motor in Ordnung ist. DAS WOLLTEN WIR JA GESTERN SCHON!!! Wir hätten ihn vor Glück fast umarmt, hatten aber den Eindruck, dass er auch heilfroh war, dass er uns nicht abschleppen musste. Ihm war nämlich nicht klar gewesen, wie groß und schwer unser Mobil ist. Was da nun wieder schief gelaufen ist, wissen wir nicht. Der Mechaniker gestern, der uns den Tieflader angekündigt und den Termin gemacht hatte, wusste das ja alles!

Wie gesagt, wir sind in Südfrankreich, was bedeutete, dass der Kollege dann erst um 14 Uhr nach seiner Mittagspause kommen würde. Aber das war uns schon fast egal. Wir hingen ein wenig in den Seilen, zum Schlafen reichte die Zeit nicht wirklich und um 10 Minuten nach zwei kam tatsächlich der Spezialist mit einem Pannenfahrzeug und – oh Wunder – er sprach Englisch!!! Wieder ein ganz netter junger Mann, er fing sofort an, die Ablassschraube zu öffnen bzw. er versuchte es, stellte dann aber fest, dass ihm ein unverzichtbares Werkzeug fehlt. Er entschuldigte sich, in 20 Minuten sei er wieder da. Nach 40 Minuten kam er wirklich wieder und innerhalb kürzester Zeit war das vorgestern mit 92 € teuer bezahlte Öl als Altöl in einem Auffangbehälter. Uschi musste den Motor starten, Gas geben, er legte sich unter das Fahrerhaus und dann befand er, dass alles in Ordnung sei! Wir waren so glücklich!!! Der nette junge Mann verlangte unseren Fahrzeugschein und fing an, einen Auftragsschein auszufüllen. Gleichzeitig telefonierte er ewig lange mit seinem Chef und präsentierte uns schließlich eine Rechnung über 366 €! Der ADAC würde nur die An- und Abfahrten bezahlen, aber die Reparatur nicht. Wir fragten ihn, völlig fassungslos, wie in aller Welt für 20 Minuten dieser Betrag zusammenkommen könne? (Es würde eine ganze Stunde berechnet.) Ob das nur für seine Arbeit sei oder auch für die beiden anderen Hilfsversuche? (Nein, nur für ihn.) Ob es sein könne, dass das der Preis für deutsche Tourist(inn)en sei? (NEIN!) Er war etwas verlegen und gab sogar zu, dass er weinen müsste, wenn ER das bezahlen müsste. Dann telefonierte er wieder mit seinem Chef und plötzlich bekamen wir das Geld von ihm zurück und es hieß, der ADAC würde doch alles bezahlen! SEHR, SEHR SELTSAM!!!

Jetzt sind wir zwar sehr erleichtert, aber auch erledigt und haben das Bedürfnis nach ein paar Tagen absoluter Ruhe. Santa Susanna werden wir canceln und noch bis Freitag hierbleiben. Unser Bedarf an Aufregung ist für dieses Jahr mehr als gedeckt und Barcelona erscheint uns gerade eine Nummer zu groß!

Danke an alle, die mit uns gelitten, an uns gedacht und Daumen gedrückt haben!

Pannenhilfe (1) Pannenhilfe (2)

Nachspiel

 
 
Leider ist z. Z. noch nicht alles gut und wir können das wunderbare Wetter und das azurblaue Mittelmeer, das wir so lange ersehnt haben, nicht genießen. Unserem Flitzi geht es zum Glück gut und heute Morgen beim Bezahlen erfuhr Uschi, dass PKW durchaus mit auf das Stellplatzgelände dürfen! Entweder man bezahlt 3 € oder, wie in unserem Fall, wenn das Wohnmobil über 8 m lang ist, sind die 3 € im erhöhten Preis (14 € anstatt 11 €) schon mit drin. Es gibt jede Menge PKW-Parkplätze, schon allein für die Sportbootbesitzer, der Yachthafen gehört mit zum Stellplatz. Gestern Abend bei unserer Ankunft hieß es eindeutig: interdit! Es ist manchmal nicht zu fassen, wieviel unfähiges Personal es gibt und fassungslos macht uns in Frankreich auch immer wieder, dass fast niemand, incl. der jungen Menschen, Englisch spricht. Nicht einmal die, die im Touristikbereich arbeiten! Français seulement!!!

Nun zu unserem eigentlichen Problem: Oscarlotta. Wir haben heute Morgen als erstes unter den Motorbereich geschaut. Wir stehen auf Asphalt und es war nicht der geringste Ölfleck zu sehen. Gut, dachten wir. Daraufhin haben wir den Ölpeilstab wieder bemüht und der zeigte uns, im hellen Sonnenlicht deutlich sichtbar, Öl bis zum Anschlag. Nicht gut, gar nicht gut! Ein Telefonat mit der Iveco-Werkstatt in Aalen und eins mit Uwe bestätigte unsere Vermutung, dass wir keinen Meter mehr mit Oscarlotta fahren dürfen, um (weitere?) Schäden am Motor zu vermeiden. Also wieder den ADAC, deinen Freund und Helfer, bemüht. Die Möglichkeit, über den ausländischen ADAC-Service die Sprachschwierigkeiten zu überwinden, ist uns eine riesige Hilfe. Denn auch der sehr nette, sehr bemühte Abschleppwagenfahrer, der uns vom ADAC nach zwei Stunden auf den Stellplatz geschickt wurde, sprach höchstens drei Worte englisch. Wir wollten nur, dass er uns das überschüssige Öl ablässt, aber die ADAC-Mitarbeiterin machte uns klar, dass er nicht die Verantwortung übernehmen kann, falls unser Motor bereits einen Schaden hat und er uns fahren lässt. Wir müssen in eine Werkstatt!!! Also kommt morgen früh ein Tieflader. Da es in unmittelbarer Nähe aber eine Unterführung mit nur 3,75 m gibt, kann Oscarlotta erst danach aufgeladen werden. Wir werden mit Flitzi hinterherfahren und beten, dass sie heil in der Werkstatt ankommt. Und dann sind wir natürlich absolut der Willkür der Werkstattmenschen ausgeliefert. Wenn sie Geld mit uns verdienen wollen, werden sie etwas finden! Uns graut vor morgen!!!

Es scheint so zu sein, dass die Tatsache, dass unsere Starterbatterie nicht richtig angeschlossen war (weswegen der Motor nicht ansprang), die Elektronik dazu veranlasst hat, die Fehlermeldung bzgl. des zu niedrigen Motorölstandes auszugeben (warum auch immer). Da wir kein Öl am Peilstab feststellen konnten (so kurz nach dem Ölwechsel noch goldfarben?, schlechte Lichtverhältnisse?, der Verdacht, dass die Werkstatt vergessen hat, Öl einzufüllen?, zu kurze Wartezeit nach dem Fahren?) und weil wir die Fehlermeldung ernst genommen haben, scheint es so zu sein, dass wir viel zu viel Öl eingefüllt haben. Wir haben also wieder mal etwas gelernt, nur leider müssen wir immer viel Lehrgeld zahlen! Es geht uns gerade richtig besch…

Anreise mit Hindernissen

 
 
Wir sind heute Abend um kurz nach 19 Uhr wider Erwarten doch noch auf dem Stellplatz in Palavas-les-Flots in Südfrankreich angekommen. Wir hatten keine besonders gute Fahrt und trotzdem auch wieder viel Glück im Unglück! Es fing alles eigentlich ganz gut an, wir hatten gestern Abend in einem kleinen französischen Städtchen einen von nur vier ausgewiesenen Wohnmobil-Stellplätzen bekommen (Cousance; kostenlos; Bordatlas Europa 2012; A39 Richtung Lyon, Ausfahrt 9, 7 km bis zur Ortsmitte, dann als Entsorgungsstelle für Wohnmobile ausgeschildert; kein Strom; Ent- und Versorgung kostenfrei; Supermarkt ca. 100 m). Heute brachen wir dann schon – für unsere Verhältnisse – ziemlich früh auf, weil wir möglichst schnell an’s Meer wollten. Wir frühstücken ja immer erst unterwegs und wollten das zur Abwechslung mal an/in einer französischen Raststätte tun. Bei der ersten, die wir anfuhren, wollten wir wie immer zwischen den LKW parken, aber das war, völlig überraschend, für Wohnmobile und Wohnwagengespanne nicht erlaubt. Als wir die Schilder sahen, kamen wir aber schon nicht mehr in den anderen Bereich und mussten weiterfahren. Bei der nächsten Raststätte wurden rundherum alle Parklätze umgebaut und als wir endlich einen freien Platz erwischt hatten, fing es heftig an zu regnen und wir hätten um mehrere Kurven von Bauzäunen laufen müssen. Das Ergebnis war Frühstück im Mobil und Frust! Der Regen hörte nicht mehr auf und machte die Fahrerei nicht angenehmer. Unser dringendes Kaffeebedürfnis konnte über lange Zeit nicht befriedigt werden, weil wir wenig Lust hatten, auf dem Weg bis zur Raststätte klatschnass zu werden. Gegen 15 Uhr wurde dann aber der Wunsch nach Kaffee übermächtig und wir beschlossen, bei der Gelegenheit auch gleich vollzutanken. Danach fuhr ich mit Flitzi voraus Richtung LKW-Parkplätze und stellte nach kurzer Zeit fest, dass Uschi mit Oscarlotta nicht hinterher kam. Gut, dass wir Handfunken in Gebrauch haben! Oscarlotta sprang nämlich nicht mehr an!!!

1. Mal Glück im Unglück: Normalerweise kommt man an Raststätten-Tankstellen nicht mehr zur Tankstelle zurück, wenn man schon auf dem Weg zu den Parkplätzen ist. Hier führte der Weg aber sehr verschlungen in verkehrter Richtung noch einmal an der Tankstelle vorbei, mit der Möglichkeit einer erneuten Zufahrt. Oscarlotta startete nicht, zeigte nur im Display eine Warnmeldung an: “Motorölstand überprüfen”. Wir haben eine Woche vor unserer Abfahrt in Aalen bei Iveco einen Ölwechsel durchführen lassen sowie einen Kundendienst!

2. Mal Glück im Unglück: An einer Tankstelle gibt es Motoröl zu kaufen! Unser Ölmessstab zeigte KEINERLEI erkennbare Ölspuren! Also kauften wir gleich 2 Liter Öl. Keine Veränderung! Also wieder durch strömenden Regen in den Verkaufsraum zurück und eine weitere Flasche gekauft. Nichts! Nach der 4. Flasche erste leichte Spuren am Ölmessstab. Voller Hoffnung Oscarlotta gestartet, es klickte nur leise. Die Warnmeldung war zwar weg, dafür hatten wir dann die Meldung, dass der Öldruck nicht stimmt. Unser Service-Handbuch besagt, dass jetzt der Kundendiest kontaktiert werden muss! Wir sind in Südfrankreich und es ist Sonntag!!!

3. Mal Glück im Unglück: Es gibt eine 7-Tage/24-Stunden-Hotline von unserer Iveco-Werkstatt. Es meldet sich jemand und er erinnert sich sogar an uns. Bloß helfen kann er uns auch nicht. Natürlich will er sich unserem Verdacht, dass bei dem Ölwechsel das Öl zwar abgelassen, aber kein neues nachgefüllt wurde, nicht anschließen. Aber man verliert ja wohl nicht unbemerkt innerhalb einer Woche mehr als 4 Liter Motoröl! Also bleibt uns nur noch der Anruf beim ADAC. Eine nette Dame nimmt meine Angaben entgegen und schickt mich dann mit dem Handy zur Tankstelle, damit sie mit einer Angestellten in französisch reden kann. Grund ist, dass französische Tankstellen Privatgelände sind und der ADAC dort keinen Pannendienst hinschicken darf. Der muss von der entsprechenden Tankstelle beauftragt werden! Die nette Tankstellenangestellte läuft durch den unvermindert strömenden Regen mit zu unserem Mobil und lässt sich den Fahrzeugschein geben, um einen Abschleppdienst organisieren zu können. Sie bietet uns auch einen Kaffee an, aber die Lust darauf ist uns inzwischen vergangen. Wir wissen, dass unser automatikgetriebenes Fahrzeug nicht einfach so abgeschleppt werden kann, es muss die Kardanwelle abgeflanscht werden. Weiß und kann der französische Mechaniker das bzw. können wir mit unseren kümmerlichen Französischkenntnissen ihm das klarmachen? Die Info der ADAC-Mitarbeiterin war, dass wir zu einer Werkstatt geschleppt werden, die Diagnose aber sicher erst am nächsten Tag erfolgen kann, denn (wie bereits erwähnt): es ist Sonntag. Nach 30 sehr unentspannten Minuten kommt ein unglaublich cholerischer Pannendienstfahrer mit einem lächerlich kleinen Abschleppfahrzeug. Natürlich spricht er ausschließlich französisch! Also muss wieder der ADAC ran. Nach mehrfachem Handytausch Mechaniker-ADAC, ADAC-ich und wildem Rumspringen rein in Oscarlotta, raus aus Oscarlotta, Motorhaube auf, fummeln hier und schrauben dort steht fest, dass er uns nicht helfen kann und abschleppen kann er unser großes Fahrzeug auch nicht! Rat vom ADAC: die 112 anrufen und ein größeres Abschleppfahrzeug ordern. Sie können uns LEIDER nicht helfen! Der Pannendienstmensch hat aber wohl noch eine Idee und findet einen losen Batteriekontakt. OSCARLOTTA SPRINGT AN!!!

4. Mal Glück im Unglück: Es war wohl mal wieder die Duplizität der Fälle und das Nichtanspringen hatte gar nichts mit dem fehlenden Motoröl zu tun. Wir wären also weiter, nichts Böses ahnend, mit trockenem Motor gefahren. Warum wir keine Warnanzeige bekommen, wissen wir nicht. Wie lange wäre das wohl noch gut gegangen?

Jetzt wurde es langsam Zeit, um 19 Uhr schließt der Stellplatz hier und wir hatten noch über 100 km zu fahren. Natürlich haben wir uns auf den letzten Kilometern, im Dunkeln und immer noch bei Regen, noch zweimal verfahren, weil sich unsere zwei Navigationsgeräte nicht einig waren. Frau Becker stellte sogar den Dienst auf den letzten Metern ganz ein!

5. Mal Glück im Unglück: Es war schon nach 19 Uhr und der Stellplatz war noch geöffnet. Nur Flitzi durfte nicht mit rein und steht jetzt ganz allein und unbeschützt in einer Seitenstraße. Wir hoffen sehr, dass unsere Pechsträhne beendet ist und wir ihn übermorgen unbeschadet und komplett mit Navi wieder mitnehmen können. Ein wenig Sorgen machen wir uns schon!

Frühling (oder doch schon Sommer?) in Frankreich

Uschi hatte als Zwischenstopp in Südfrankreich einen Stellplatz herausgesucht, der vielversprechend klang: 120 Plätze bis zu 12 Metern Länge neben einem Sportboothafen und ein Städtchen in fußläufiger Nähe. Das wollten wir ausprobieren. Die erste Überraschung war, dass der Platz so gut wie voll war (an einem Donnerstag Mitte April!). Wir bekamen aber zum Glück noch einen Stellplatz in für uns ausreichender Länge. Es war erst sehr gewöhnungsbedürftig, wieder auf Asphalt und sooo dicht nebeneinander zu stehen. Immerhin sehen wir zwischen zwei vor uns stehenden Mobilen hindurch auf den Hafen. Die zweite Überraschung war das Städtchen – Palavas les Flots – und das rege Treiben dort. Hier ist echt schon Urlaubssaison! Heute, am Samstag, war soviel los, dass wir uns nicht vorstellen können, dass es im Sommer noch voller werden kann. Es gibt hier so viel zu sehen, dass wir es nicht einmal geschafft haben, in das nur 15 km entfernte Montpellier zu fahren! Landschaftlich ist es sehr schön hier, ringsum Wasser in Form von unzähligen Etangs sowie dem Canal du Rhône à Sète. Pro Nacht zahlen wir mit 2 Personen incl. Strom und Kurtaxe EUR 15,50 (über 8 Meter, sonst 13,50). Es gibt auch 3 Campingplätze, die wir uns heute angesehen haben, aber sie liegen viel weiter vom Ortskern entfernt, sind um einiges teurer und haben nur von Mitte April bis Mitte September geöffnet. Wer sich über den Stellplatz informieren möchte: http://www.palavaslesflots.com

Und hier wieder ein paar Fotoeindrücke: