Jazz in Kempten

 

Dass ich (am Mittwoch vor zwei Wochen) (gut) bei Uschi in Pfronten-Weißbach angekommen bin, wisst ihr ja schon. Bis auf die Umfahrung von Karlsruhe und Stuttgart und die Durchfahrung diverser Baustellen kam ich gut voran. Diesmal wurde mein „Hasenbrot“ während der Fahrt gegessen. Zwinkerndes Smiley Uschi hatte ich gesagt, dass sie nicht vor 17 Uhr mit mir zu rechnen brauche und dann war ich doch schon um sieben Minuten vor fünf da. Ich stellte Oscarlotta zunächst mit in die hinterste Stellplatzecke, wir wollten ja (eigentlich) nur eine Nacht bleiben. Zum Stellplatz gehört ein sehr schönes Lokal mit Biergarten, es gibt landestypische Kost und leckere selbstgebackene Kuchen. Für uns allerdings entweder Kässpätzle oder Pommes und Salat. Laut lachen Letzteres erprobten wir und waren mehr als zufrieden.

Einfahrt zum Wohnmobilstellplatz Pfronten-WeißbachWohnmobilstellplatz Pfronten-WeißbachGasthaus "Wiesele"Gasthaus "Wiesele"

Am nächsten Vormittag fuhr Uschi schon einmal vor auf den Wohnmobilstellplatz in Kempten. Ich schlief erstmal aus! Wir wollten ja zum „Kemptener Jazzfrühling“ und uns dort mit einigen Mitgliedern unserer Wohnmobilistengruppe treffen. Als ich mir gerade einen Aufwach-Kaffee kochte und noch schnell ein Brot essen wollte, kamen Fix und Boxi schon wieder zurück! Was ist nun? Uschi teilte mir mit, dass ich bzw. Oscarlotta stehenbleiben könne, keine Chance für sie auf dem Stellplatz in Kempten. Er ist sowieso nur für 9 Mobile ausgewiesen und die sollten möglichst nicht länger als 6m sein. Fünf Mobile standen dort schon, mit 2m Abstand und damit war der Platz eigentlich schon voll. Es gibt zwar noch einen angrenzenden PKW-Parkplatz, auf dem das Stehen erlaubt ist, aber der war rappelvoll. Selbst Uschi hatte mit Fix und Boxi schon Schwierigkeiten, wieder zu drehen. Strom gibt es keinen, allerdings eine VE-Anlage. Die Nacht auf dem Stellplatz kostet €5, auf dem PKW-Platz €3, wenn man nur eine Parkfläche benötigt. Mit Oscarlotta hätte ich nur eine Möglichkeit gehabt, nämlich den hintersten Platz auf dem Stellplatz (wenn er denn frei gewesen wäre). Da hätte ihre Länge niemanden an der Durchfahrt gehindert. Ich hätte allerdings entweder rückwärts rein- oder rückwärts wieder rausfahren müssen bei sehr beengten Verhältnissen plus einiger Bäume. Wir waren in der darauffolgenden Woche einmal besuchsweise zu Fuß dort und ich konnte mir ein eigenes Bild machen. Wenn auf dem PKW-Parkplatz etwas frei gewesen wäre (vielleicht am Wochenende), hätte Oscarlotta quer drei Plätze benötigt (€9) und wäre vorne und hinten zugeparkt worden. Uschi brauchte mich gar nicht zu überreden, ich war sofort bereit, in Pfronten-Weißbach stehenzubleiben! Ein überzeugender Vorteil dieses Stellplatzes ist nämlich, wie Uschi schon berichtete, die gebührenfreie „PfrontenCard“, mit der man im gesamten Ostallgäu unzählige Bus- und Zugfahrten unternehmen kann, alles für umsonst! Smiley

Wir meldeten uns für Kempten (Stellplatz) ab und für Kempten (Jazzfrühling) an. Am Samstag liefen wir 10 Minuten bis zur Bedarfshaltestelle Pfronten-Weißbach (im Zug muss man die Haltewunschtaste betätigen, auf dem Bahnsteig hält man den Daumen raus – Version Ingrid, was bei dem Zugführer ein Lachen erzeugte). Der „Zug“ ist ein „Zügle“, zwei spiegelverkehrt aneinandergesetzte Triebköpfe mit etwas Zugabteil dran. Er fährt sehr gemächlich, hält an jeder Milchkanne und tutet (wir sagen „pupt“) an jedem der vielen unbeschrankten Übergänge. Entsprechend lange dauert die Fahrt, bis Kempten 45 Minuten, aber entsprechend wohltuend ist sie auch. Man kann alles in Ruhe betrachten, die blühende Landschaft, Menschen, die das schöne Wetter auf ihren Terrassen genießen oder in ihren Gärten werkeln und Schafe, die den Schatten unter den Panelen der Solarplattenanlagen zum Verdauungsschläfchen nutzen.

das ZügleZugfahrt nach KemptenIllerZugfahrt nach KemptenZugfahrt nach Kempten

Vom Bahnhof in Kempten kann man mit drei Buslinien kostenfrei in die 1,5km entfernte Innenstadt weiterfahren. Wir erwischten allerdings den Stadtbus und bezahlten €1,60/Person. Nun ja! Dafür waren wir aber auch pünktlich um 12 Uhr zum Beginn des „Jazzfrühling“ an der Bühne, die ich mir auserkoren hatte. Leider erfuhren wir dort, dass diese Band erst in einer halben Stunde spielen würde, wenn die Nachbarband, die uns nicht gefiel, Pause machte. Auch gut, dann gab es vorher noch einen Kaffee! Im Laufe des Nachmittages trafen wir unsere Freunde und flanierten durch die sonnige und gut besuchte Stadt, von Bühne zu Bühne. Diese Auftaktveranstaltungen gibt es nur am ersten Samstag, sie dienen u. a. dazu, die verschiedenen Bands dem Publikum bekannt zu machen. Die meisten spielen an den nächsten Abenden in Lokalitäten gegen Gebühr. Das war für uns dann allerdings ein Problem, denn der letzte Zug fuhr um 23 Uhr zurück. Das Spektrum der Veranstaltungen ist sehr weit gefächert, vom Einzelkünstler bis zur Bigband. Jazzliebhaber kommen bestimmt auf ihre Kosten, weiterführende Infos „hier“. Der „Jazzfrühling“ fand dieses Jahr bereits zum 34. Mal in Kempten statt!

Jazz in Kempten

 

Nun noch ein paar Stellplatzinfos zu Pfronten-Weißbach:

geschotterte Stellflächen für 44 Mobile, unterteilt in zwei Platzbereiche; wenig Schatten; Parzellengröße normal und auch für lange Mobile geeignet; VE-Station in der Durchfahrt zum hinteren Platzteil (nicht ganz optimal, da bei Belegung keine Durchfahrt möglich); Platz beleuchtet; ausreichende Anzahl von Stromsäulen (50 Cent/kW); Mülltrennung; Dusche (50 Cent/4 Min.) und WC, jeweils für Männer und Frauen; Spülküche; Waschmaschine und Trockner (je €3); Gasflaschenverkauf (€22); Brötchenservice; kostenfreies WLAN; absolut ruhig gelegen (ab und zu pupt der Zug vorbei, hörbar, aber nicht störend); Wander- und Radwege, im Winter Loipen, direkt ab dem Platz; Bushaltestelle oben an der Bundesstraße; Bahnhof 10 Min. Fußweg; Einkaufsmöglichkeit (Nahkauf) 10 Min. Fußweg; schönes Gasthaus mit Bier-/Kaffeegarten am Platz; SEHR freundliche Betreiber, Anmeldung besetzt von 18-19 Uhr, ansonsten Ansprechpartner im Gasthaus; kostenfreie Fahrt mit Bus und Bahn durch die gebührenfrei abgegebene PfrontenCard im gesamten Ostallgäu; Preis pro Übernachtung €12/Nacht/2 Personen (11. Nacht gratis)

Nachdem klar war, dass wir hier stehenbleiben würden, zogen wir um auf den hinteren Platzteil und blieben im vorderen Bereich stehen, um den bestmöglichen WLAN-Empfang zu haben. Noch hält sich der Betrieb in Grenzen und die Mobile verteilen sich auf dem ganzen Platz. An den Wochenenden kann es allerdings auch jetzt schon voll werden. Vorteil: Ich gehe am Montag Strom ernten! Cooles Smiley Uschi ist ja inzwischen mit ihrer „LiPo“ autark. Selbst Schuld! Smiley mit herausgestreckter Zunge

Wohnmobilstellplatz Pfronten-WeißbachWohnmobilstellplatz Pfronten-WeißbachWohnmobilstellplatz Pfronten-WeißbachWohnmobilstellplatz Pfronten-WeißbachWohnmobilstellplatz Pfronten-Weißbach

In unmittelbarer Umgebung des Stellplatzes sieht es so aus:

rund um den Stellplatzrund um den Stellplatzrund um den Stellplatzrund um den Stellplatzrund um den Stellplatzrund um den Stellplatzrund um den Stellplatzrund um den Stellplatzrund um den Stellplatzrund um den Stellplatz

Ach, übrigens, fast vergessen: Am Tag nach meiner Ankunft stieg Uschi Oscarlotta aufs Dach und unterzog die Satellitenschüssel samt aller Komponenten einer genauen Sichtprüfung. Ohne Befund. Bevor sie mir den Befehl zum Hochfahren gab, sprühte sie in alle verfügbaren Öffnungen großzügig WD-40. Das hatte ich zugegebenermaßen ein WENIG vernachlässigt. Etwa ich? Die Mechanik tat sich hörbar immer noch etwas schwer, aber die Schüssel drehte sich schicksalsergeben und fand relativ schnell den passenden Satelliten. Ich kann wieder fernsehen! Ist ab und zu dann doch ganz nett! Verliebt

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

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Start in den Frühling mit Fix und Boxi

 
 
Bad SchönbornNach einem dreimonatigen “sportlichen” Winteraufenthalt auf dem Stellplatz in Bad Schönborn mit Besuch des benachbarten Fitnessstudios hatte ich erst einmal Termine bei Tischer (Hersteller der Aufbaukabine)  und Storkan (Nissanhändler), damit mein Gespann auch fit wurde.

Bei Tischer gab es die fällige Dichtigkeitsprüfung (ohne Befund) und einen Ersatz für die  Bordbatterie, die sich leider Knall auf Fall verabschiedet hatte. Schon längere Zeit hatte ich mich mit dem Thema ”Lithiumbatterie” beschäftigt und mir vorgenommen, bei einem irgendwann mal nötigen Batterietausch eine Lithiumbatterie + Wechselrichter einbauen zu lassen. Nun kam der Zeitpunkt zwar früher als gedacht, aber ich blieb bei meinem Vorhaben. In Boxi ist nun, passend zur Solarplatte eine 100AH-Lithiumbatterie mit einem neuen Ladegerät eingebaut. Ein Wechselrichter mit 1000 Watt Leistung ermöglicht mir, alle elektrischen Kleingeräte, die ich besitze, zu betreiben. Meine Kabel und Adapter sind seit  Inbetriebnahme der neuen Errungenschaften  “out of order” und führen hoffentlich die meiste Zeit des Jahres ein “Kellerdasein” im Staufach.

WechselrichterLiFePo4Ladegerät

Beim nächsten Stopp in Haßfurt bei der Firma Storkan gab es nur eine kleine Inspektion, dann konnte ich meine geplante Frühjahrstour ins “Bayrische” starten.

bei Storkan

In Bad Windsheim mussten wir noch eine Woche Eiseskälte überstehen. Cooles Smiley

Bad Windsheimeine Woche -10°C

ErdingDas nächste Ziel war Erding, um gute Freunde, die in der Nähe wohnen, zu besuchen. Leider hatte sie die Grippewelle lange im Griff, sodass ich nach einer Woche einen Ortswechsel vornahm. In Weilheim konnte ich zwar dann noch mit einer Freundin einen sonnigen Nachmittagsspaziergang unternehmen, aber alle weiteren Ausflugspläne fielen auch da dem Grippevirus zum Opfer. Ganz Bayern schien die Grippe zu haben, ich blieb verschont! Nachdem dann auch ein verspäteter Wintereinbruch vorhergesagt wurde (und auch stattfand), fuhr ich kurzerhand “nach Hause”, gleichbedeutend mit Campingplatz in Lauterburg.
Eiszapfen bei TagEiszapfen bei Nacht

Nach einer 4-wöchigen Reisepause startete ich Ende März zum neuen Versuch einer Frühlingsreise, mit Erfolg! Erstes Ziel war Bad Dürrheim, dort fand das Treffen von “Seabridge” (Verschiffung von Wohnmobilen und geführte Gruppenreisen) statt, wieder mit einigen auch für mich interessanten Bildvorträgen und natürlich vielen Gesprächen mit Gleichgesinnten. Außerdem konnten wir alle das sonnige, warme Wetter mit Aktivitäten oder auch “Passivitäten” (rumsitzen) im Freien genießen.

Nach den Tagen in Bad Dürrheim fuhr ich am Bodensee entlang über die “Alpenstraße” ins Allgäu (meine heimliche Heimat). Die Kulisse auf der Fahrt war wunderschön: blauer See, weiß-blauer Himmel, weiße Alpengipfel, grüne Wiesen und blühende Büsche! Auf dem Stellplatz in Oberstdorf war der Frühling zwar noch nicht vollständig angekommen, aber das Wetter war nach einem Regentag wieder vom Feinsten und ich habe eine Woche lang meine ausgedehnten Wanderungen und das Städtchen richtig genossen.

unterwegsunterwegsunterwegsunterwegs

Ich wollte auch noch mir unbekannte Stellplätze im Allgäu erkunden. So fuhr ich zunächst den Stellplatz in Fischen an. Er ist schön angelegt, aber ich wollte an dem Tag schon noch ein Stück weiter. Am Mittag landete ich dann in Bad Hindelang. Hier blieb ich eine ganze Woche, weil: superschöner Platz mit toller Ausstattung, superschöne Umgebung, superschönes Wetter und ich kam in den Genuss von einem Zwischensaisonangebot: 5 Nächte bezahlen, 7 Nächte bleiben.

HindelangHindelangHindelangHindelangHindelangHindelangHindelangHindelangHindelangHindelangHindelang

Auf meiner weiteren Erkundungstour fuhr ich über Nesselwang nach Pfronten-Weißbach. Der Stellplatz in Nesselwang ist direkt neben dem Großparkplatz an der Alpspitzbahn im Grünen angelegt. Ich richtete mich dann aber auf dem Stellplatz im übernächsten Dorf (Pfronten-Weißbach) für unbestimmte Zeit ein. Hier gibt es, wie auch in Bad Hindelang, ein gutes Restaurant und gute Sanitäranlagen sowie Waschmaschine und Trockner.

Pfronten

Als besonderes Schmankerl  bekommt man hier am Stellplatz in Pfronten-Weißbach die  “PfrontenCard”  umsonst, das bedeutet “Freie Fahrt” mit Bus und Bahn im Ostallgäu!

PfrontenCard

(Alle Stellplatzbeschreibungen und GPS-Daten zu den von mir angefahrenen Plätzen findet ihr im Bordatlas 2018 und/oder in den verschiedensten Apps und/oder hinter dem jeweiligen Link.)

Eine Woche ist seit meiner Ankunft schon wieder vergangen und zwischenzeitlich stehen “Oscarlotta” und “Fix und Boxi” wieder nebeneinander hier auf dem Platz und haben sich, so wie wir, über das Wiedersehen gefreut.

Pfronten

Pfronten

Die nächsten Neuigkeiten präsentiert euch dann wieder wie gewohnt Ingrid!

written by Uschi
photos taken with HUAWEI P10 Lite

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.