“Schönheitskorrekturen” an Oscarlotta

 
 
Am vorletzten Sonntag fuhren wir die letzten 150 km bis nach Polch. “Warum nach Polch und was ist das denn für ein Nest und wo ist das überhaupt?” fragt sich jetzt sicher so mancher unserer Blogleser.

Ich erzähle es euch: Unsere Oscarlotta ist ein “Flair” von Niesmann und Bischoff mit Firmensitz in eben diesem Polch. Das eigentlich unspektakuläre Städtchen liegt 3 km entfernt der Ausfahrt 7 an der A48 Koblenz Richtung Trier.

Polch ist aber für viele Wohnmobilisten absolut einen Stopp wert, weil: Man kann bei verschiedenen Händlern gaaanz viele verschiedenste Womos kucken und auch Zubehör kaufen, alles fußläufig erreichbar vom kostenlosen, leider oft schon mittags vollen, Stellplatz. Aber ein langer Straßenrand ist ja auch noch da. Es steht noch ein extra angelegter und eingezäunter Stellplatz zur Verfügung, allerdings NUR für Kunden mit Werkstatttermin, steht zwar groß auf einem Schild an der rechten Seite der Einfahrt, aber…! Die Ver- und Entsorgungsstation findet man  außerhalb des Firmengeländes, sie ist sehr gut anzufahren. Für Schleckermäulchen mit Bewegungsdrang gibt es in der Nähe des Stellplatzes eine alte Bahntrasse, die heute als Rad- und Fussweg dient. Die süße Belohnung für hinterher kann man im Fabrikverkauf von “de Beukelaer” bunkern.

Schon im November letzten Jahres zeichnete es sich ab, dass im Frühling Polch unser erstes Ziel in Deutschland sein würde. Wir hatten uns nach längerem Überlegen dazu entschlossen, unserer Oscarlotta ein REFIT (gängiger Begriff bei Schiffseignern bezüglich notwendiger oder einfach gewünschter Um- und Ausrüstungsarbeiten) zu gönnen.

Es wurde eine umfangreiche Liste: u. a. zwei neue Aufstellluken im Dach anstelle der nicht mehr funktionstüchtigen Luken zum Aufkurbeln (Ärgernis seit langer Zeit). Die neue Dachklimaanlage, die anstelle der dritten kaputten Luke eingebaut werden sollte, stand nach den guten Erfahrungen im letzten Jahr in USA und Kanada auch auf unserem Wunschzettel,

das fliegt nicht wegder Sommer kann kommen4 Solarplatten sind auch noch da oben versteckt

sowie eine neue Matratze für unser Heckbett (die 7 Jahre alte hatte schon eine sehr wellige unbequeme Oberfläche). Außerdem stand das Auswechseln der Buglichter an, denn: Das linke Birnchen hatte schon lange einen Wackelkontakt und dem rechten Positionslicht war der durchsichtige “Deckel” irgendwann mal unbemerkt abhanden gekommen. Buglichtchen ganz oben in den EckenIch hatte das “nackte” ungeschützte Lämpchen letztes Jahr schon mit einem auch durchsichtigen Schraubdeckel eines Apfelsaft-Tetrapacks versehen. Diese doch recht eigenwillige mit Tape geklebte Konstruktion wurde beim TÜV nicht entdeckt und schützte das funktionierende Birnchen zuverlässig ein ganzes Jahr. Dazu noch Folgendes: Ich hätte diese vermaledeiten Positionslichtchen (wir fahren die neuen Einbausätze seit gefühlt einer Ewigkeit spazieren) schon längst RICHTIG ausgetauscht, aber es war auch nach Ansicht aller anderen von mir befragten Wohnmobilisten fast bis gar nicht möglich. Die Reparateure in Polch haben es nun auf ihre (für mich brachiale Art) geschafft (Werkstattgeheimnis). Hoffentlich leuchten sie jetzt ganz lange Zeit! 

wieder ordnungsgemäß genietetDa uns im Herbst schon das zweite Mal ein Scharnier an der großen Seitenklappe der Heckgarage festgefressen war, mussten wir es austauschen. Ein Ersatzscharnier hatten wir in Spanien dabei, aber in Ermangelung von Nieten und der dazugehörigen Zange wurde es nach mühseligem Ausbohren der Nieten kunstvoll verschraubt. DANKE RUDHARD für deine Hilfe bei dieser Aktion!

Die am längsten (nämlich 7 lange Jahre!) bestehende Baustelle war – bis Dienstag, 6. Mai – unsere (einzige) Tür. “Peter” (der wichtigste Mann der Crew für uns) hat das geschafft, was nicht einmal die Mitarbeiter der Herstellerfirma in drei Versuchen geschafft haben: Unsere Eingangstür lässt sich ab jetzt mit einer Hand öffnen und schließen, ohne dass sie vom Rahmen gebremst wird. Sie schließt mit einem kaum hörbaren schmatzenden Geräusch und wir glauben immer nicht, dass sie wirklich schon zu ist. 😉 Außerdem können wir zwischen Tür und Rahmen bei geschlossener Tür nicht mehr nach draußen schauen und kalte Luft nicht mehr nach drinnen ziehen, herrlich!

Einen Werkstatttermin bei den “Niesmännern” für den 5. Mai zu bekommen, war im November noch kein Problem, die Bestätigungsmail kam postwendend.

Ein halbes Jahr später in Polch:

Wir bekamen am Sonntag, 4. Mai, am Nachmittag ohne Probleme auf dem “VIP”- Stellplatz ein Übernachtungsplätzchen und es blieb noch Platz für zwei weitere “berechtigte” Fahrzeugbesatzungen. Es stand diesmal nämlich kein “Nicht-Kunde” auf dem Platz.

Am Montagmorgen 7:20, in Worten: sieben Uhr und zwanzig Minuten! (für uns eigentlich lange vor dem Aufstehen), stehen wir vor dem großen Tor für Werkstattkunden. Pünktlich um halb acht geht das Tor für uns auf und wir werden in eine Werkstatt-Box eingewiesen. Nach ausführlicher Besprechung der anstehenden Arbeiten mit der uns zum Teil schon bekannten Crew machten sich die Mannen an’s Werk und wir konnten erst mal frühstücken gehen, übrigens ist die Bäckerei in 200m Entfernung gut sortiert. Anschließend machten wir es uns in der “Lounge” bei für Kunden kostenlosem N24-TV, Kaffee, Wasser und WLAN bequem. Letzteres funktionierte auch gut, sodass Ingrid für die nächsten Stunden ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen konnte. Sie war glücklich, endlich den schon seit Tagen vorbereiteten letzten Blogbeitrag hochladen zu können, was bis dato die fehlenden Internetmöglichkeiten verhindert hatten. Ich bewegte mich lieber zwischen neuen Mobilen in der Ausstellungshalle, Stippvisiten in der Werkstatt (schön, dass man das hier darf) und meinem Sessel in der Lounge hin und her. Punkt 16 Uhr fuhren wir unser fast fertig repariertes und mit neuer Matratze versehenes Auto wieder auf den VIP-Stellplatz, ja – wir durften das, denn es blieb noch eine Restreparatur übrig für Dienstag, Gott sei Dank erst um 11 Uhr. Also wieder Frühstück beim Lieblingsbäcker und anschließend wieder warten. Um 15 Uhr konnten wir unser Mobil endlich auslösen.

Für die anstehenden Reparaturen und Verbesserungsarbeiten war die Werkstatt mit wirklich kompetenter Crew für unsere “Große” die beste Wahl! Wir sind sooo froh, denn wir wissen, jetzt ist Oscarlotta in dem Zustand: BESSER ALS NEU!!!

isse nich schick

Ein dickes Dankeschön geht an dieser Stelle auch an die Verantwortlichen des Ersatzteillagers: Seit 1996 werden georderte Ersatzteile umgehend privat und gegen Rechnung zugeschickt, auch nach Spanien!

Der Rest des Nachmittages verging wieder mit lästiger Autobahnfahrt im Doppelpack bis nach Bad Schönborn auf den WellMobilPark. Am Thermalbad bei Köhlers stehen wir immer wieder gerne. Wir werden eine Weile bleiben und von hier wieder berichten.

written by Uschi

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

LIMITED EDITION

 
 
Wie angekündigt, waren wir Montag mit Oscarlotta noch einmal in Polch in der Werkstatt. Mit umsonst nachbessern lassen hat leider nicht ganz geklappt. Der Monteur (ein anderer als letztes Mal) suchte mit viel Ehrgeiz und fand heraus, dass der Markisenadapter (die Vorrichtung, mit der unsere Markise am Dach befestigt ist) defekt ist. Uschi ließ sich aber nicht davon überzeugen, dass das der alleinige Grund für unsere Wassereinbrüche hinten am Bett sein sollte und wir bestanden darauf, dass unter den Heckblenden nachgeschaut wird. Beim letzten Mal war uns zwar eine neue Heckquerblende montiert und neu abgedichtet worden und der Monteur hatte gehofft, dass es damit gut ist (er wollte uns, laut seiner jetzigen Aussage, Mehrkosten ersparen). Darunter war offensichtlich nichts passiert. Dort musste aber noch ein Leck sein, sonst wäre Uschi nicht eines Morgens nach einer regenreichen Nacht in einem nassen Bett aufgewacht! Es hätten jetzt also eigentlich die riesige seitliche Längsblende mit den Rückleuchten (ist teilweise verklebt und wäre kaputt gegangen, TEUER!!!) und die gerade erst erneuerte Querblende entfernt werden müssen, um oben an der Ecke in das Innere des Aufbaus sehen zu können. Der Monteur schlug dann eine Minimallösung vor, die glücklicherweise zum Erfolg führte: er fräste zwei rechteckige Stücke aus der Kappenverbindung der beiden Blenden heraus und fand darunter wirklich einen Riss! Nach 8 Stunden Zeit-tot-schlagen (zum Glück gibt es eine akzeptable Aufenthaltsmöglichkeit mit Gratis-WLAN und Kaffeeautomat und Fernseher) durften wir, um 1000 Euro ärmer, wieder auf den Übernachtungsplatz fahren und hofften auf Regen! Aber der kommt ja nie, wenn man ihn braucht, also stand am nächsten Morgen die Beregnungshalle an. Danach schien unser Auto zwar endlich dicht zu sein (wir wagen es noch nicht, uns zu freuen), aber unsere von Uschi so schön geputzte Oscarlotta ist übersät von Kalkflecken!

Und dann gab es noch ein Kuriosum: Da im Laufe der Zeit vier unserer Klappenschlösser ihre Funktion aufgegeben hatten, hatte ich per mail in Polch darum gebeten, dass man für unsere Schlüsselnummer 032 doch bitte die entsprechenden Schließzylinder vorrätig habe. Es kam eine Antwort, wir möchten doch bitte die Nummer noch einmal überprüfen, da sie nie verbaut worden sei! Also fotografierten wir einen Schlüssel und schickten das Foto zurück. Da wir nichts mehr hörten, gingen wir davon aus, dass jetzt alles geklärt ist. In Polch stellte sich dann heraus, dass wir in der Werksakte mit einer ganz anderen Schlüsselnummer geführt werden und es unsere Nummer überhaupt nicht gibt und auch nie gab! Und deswegen könne auch nichts ausgetauscht werden! 0er-Nummern gäbe es allenfalls für Prototypen, also z. B. die ersten 50 (Vorserien-) Modelle. Niemand hatte eine Erklärung! Dem netten jungen Kundendienstleiter, mit dem wir beim letzten Mal das konstruktive Gespräch geführt hatten, taten wir wohl inzwischen wirklich Leid ob unseres ganzen Pechs mit Oscarlotta während der letzten fünf Jahre und so traf er die Entscheidung, unsere gesamte Schließanlage (10 Schlösser) auszutauschen. Also fuhr Oscarlotta erneut für die nächsten 2-3 Stunden in die Werkstatt und wurde irgendwo in dem straffen Werkstattplan dazwischen geschoben. Auf den Ausstausch des Schlosses an unserer Eingangstür verzichteten wir, weil das richtig zeit- und arbeitsaufwändig gewesen wäre und die Gefahr bestand, dass beim Ausbau ein Teil beschädigt wird, das man nicht vorrätig hatte. Wir fanden es nicht ganz schlimm, in Zukunft einen separaten Haustürschlüssel zu haben. Jetzt haben wir rundherum neue Schlösser und/oder Schließzylinder im Wert von rund 600 Euro und noch zwei Schließzylinder und ein Schloss in Reserve. Aber das Beste kommt noch: die neuen Schlüssel passen auch für das alte Schloss unserer Eingangstür, aber die alten Schlüssel passen nicht für die neuen Klappenschlösser!!! Wir haben es aufgegeben, das zu verstehen! Aber jetzt haben wir für die Zukunft wenigstens die Chance, ohne Probleme oder Nachfrage nach der richtigen Schlüsselnummer einen Schlüssel oder einen Schließzylinder in Polch nachbestellen zu können. Und unsere Oscarlotta ist eben die Nummer 32 von 50 einer limitierten Auflage, also etwas ganz Edles 😉

Jetzt müssen wir noch den 85. Geburtstag von Uschis Vater feiern, aber spätestens am 1. November machen wir uns auf den Weg nach Spanien. Wir wissen von einigen, dass sie schon am Torre in der Sonne hocken und sind neidisch! Unser nächster Blogeintrag wird dann hoffentlich schon aus Santa Susanna (bei Barcelona) kommen.

gen Süden...

Kölsche Originale

 
 
Wir haben am Donnerstag unsere erste Fahrt mit dem Kleinen und der Großen hintereinander von Geldern bis Burscheid ohne Probleme oder sonstige Unannehmlichkeiten absolviert. Burscheid liegt im Bergischen Land nicht weit von Köln entfernt und wir hatten dort einen Werkstatttermin zum Einbau eines Zusatzschlosses für unsere Eingangstür. Seitdem wir Oscarlotta besitzen, hieß es immer, für diese Art von Tür gibt es keinerlei Möglichkeit. Dann trafen wir in Spanien einen Bochumer mit genau dem gleichen Wohnmobiltyp und der hatte solch ein Schloss! Ölmühle – war Uschi ein Begriff, da sie so eins bei ihrem “kleinen” Flair bereits 1999 hatte einbauen lassen.

Das Werkstattgelände und die Betreiber der kleinen Privatfirma waren mal wieder ein Erlebnis der besonderen Art, das man nur erlebt, wenn man reist. Ein Hinterhof, völlig unscheinbar, aber bei näherer Betrachtung ausgelegt für die Beherbergung von bis zu 5 Mobilen, mit einer sehr guten Ver- und Entsorgungsmöglichkeit Marke Eigenbau, einem kleinen Toilettenraum, einem niedlich angelegten Gärtchen samt origineller Schaukel. Überall witzige Sprüche, gedruckt und aus dem Munde des Eigentümers. Zur Begrüßung gab es erst einmal einen Kaffee und die Frage nach der Sorte der gewünschten Brötchen für den nächsten Morgen! Wenn ihr Jean Pütz kennt, dann könnt ihr euch den Chef gut vorstellen. So ein richtiges rheinländisches Original! Unheimlich freundlich, zugewandt, gesprächig, interessiert, aber auch kompetent, organisiert, zielstrebig und mit Spaß bei seiner Arbeit. Unsere Tür stellte für ihn aufgrund ihrer Beschaffenheit eine besondere Herausforderung dar und er hatte sich eigens dafür eine Lösung überlegt, weil: “Man ist ja auch Ästhet!”. Nach sechs Stunden mit etlichen Zigarettenpausen kannten wir seinen beruflichen Werdegang, große Teile seiner Familiengeschichte, unser Schloss war erfolgreich montiert und unsere Tür (gerichtet, neu eingestellt, an widerspenstigen Stellen gefeilt und geschmiert) schließt und öffnet so gut wie noch nie! Für Insider: der Türgriff kann jetzt mit EINER Hand betätigt werden!!!

Burscheid (1) Burscheid (2) Burscheid (3)

Burscheid (4) Burscheid (5) Burscheid (6)

unser neues Schloss Weil wir uns so willkommen fühlten und Köln noch besuchen wollten (kannte Uschi noch nicht), nahmen wir das Angebot an und blieben bis Sonntag. Wir bekamen den wertvollen Tipp, nicht mit dem PKW nach Köln reinzufahren, sondern nur bis Opladen und von dort mit dem Zug. Parken in Köln, vor allem am Samstag, sei zeitraubend, nervtötend, teuer und per Zug käme man halt direkt auf der Domplatte raus, mit Blick auf den atemberaubenden Dom. Atemberaubend fanden wir allerdings in erster Linie die unglaubliche Menschendichte. So etwas hatten wir zuletzt im Februar in Valencia zu Fallas erlebt! Es wurde mit fortschreitender Tageszeit immer schlimmer, obwohl es eigentlich kaum noch Steigerungsmöglichkeiten gab. Wir haben trotzdem alles mal abgelaufen und dann war sogar ich Großstadtpflanze froh, wieder in unser Hinterhofidyll zurückfahren zu können.

Kölner Dom 4711 Sonderbar

Wenn wir am Sonntag noch zwei Stunden länger geblieben wären, hätten wir noch das frischgebackene erste Enkelkind und die demenzkranke Urgroßmutter kennengelernt. Wir dürfen jederzeit wiederkommen! Und umsonstige Brötchen gab es sogar am Sonntag noch!!! Der Preis für unser Schloss war übrigens auch sehr okay.

Jetzt sind wir in Mingolsheim (Bad Schönborn), absolvieren noch einige Vorsorgeuntersuchungen, waren auch schon sehr ausgiebig im Thermalbad, treffen die Niños und fahren Donnerstag dann mal zurück auf die Alb. Mitte Oktober müssen wir noch einmal nach Polch (bei Koblenz), da unsere Abdichtreparaturen von Niesmann & Bischoff nachgebessert werden müssen! Wir sind begeistert!!! 😦 😦

Wo Oscarlotta geboren wurde ;-)

 
 
Seit Sonntagabend stehen wir in Polch, neben und in der Werkstatt. Es gibt inzwischen einen Extra-Übernachtungsplatz für Mobile samt Eignern, die am nächsten Tag einen Reparaturtermin haben. Aber, wie das so ist, es standen mal wieder auch zwei Mobile dort, die definitiv keinen Termin hatten und am nächsten Morgen fröhlich wieder fuhren. Dabei war auf den übrigen Stellflächen Platz genug! Es verwundert uns immer wieder, wie dreist manche Menschen sind. Sogar an den Stromautomaten steht noch einmal ein Hinweis! Es muss offensichtlich alles reglementiert und dann aber auch kontrolliert werden. Bei Niesmann+Bischoff weiß man um das Problem und überlegt, wie man die Zufahrt durch eine Schranke regeln könnte.

Am Montag fuhren wir in einer Schlange von 5 Mobilen um 7:30 (!) in die Halle. Empfangen wurden wir, wie die anderen auch, von zwei Mechanikern, die sich in aller Ruhe anhörten, wie unsere Probleme aussehen und was wir im Vorfeld schon alles unternommen hatten. Als deutlich wurde, dass wir bei unserer verzogenen Heckklappe von einem Konstruktionsfehler ausgehen, wurde der nächste Vorgesetzte herbeizitiert. Der verlangte unser Serviceheft und zerschmetterte dann alle unsere noch gar nicht geäußerten Regressansprüche mit der Begründung, dass wir ja KEINE EINZIGE DICHTIGKEITSPRÜFUNG vorweisen könnten!!! Er wurde sehr schnell sehr unfreundlich und laut und stellte uns dar, als ob wir uns seit 5 Jahren um gar nichts gekümmert hätten. Und das Uschi!!! Wir haben uns bewusst gegen die jährlichen Dichtigkeitsprüfungen entschieden, da wir ja im Mobil leben und jede Undichtigkeit, jeden Wassereinbruch relativ sofort bemerken und beheben (lassen). Es wurde dann ein weiterer Verantwortlicher nächsthöheren Ranges bemüht, dem wurde aber auch nur das leere Serviceheft präsentiert. Die beiden Mechaniker waren offensichtlich etwas peinlich berührt vom Auftreten ihres Vorgesetzten und danach sehr überrascht, dass solch eine Heckklappe über 1000 € kostet! Im weiteren Verlauf stellte sich dann heraus, dass an der neuen Heckklappe ein wesentlicher Teil der Öffnungselektronik fehlte! War wohl schon einmal anderswo gebraucht und abgebaut worden! Also mussten die fehlenden Teile von unserer alten Klappe genommen werden und der verantwortliche Mechaniker entschied eigenverantwortlich, dass er uns dann auch nur den halben Preis dafür berechnet.

Wir verbrachten den Tag bis um 15:45 in der Lobby und in den diversen Ausstellungsräumen und Zubehörverkaufsläden der näheren Umgebung, sahen uns die neuen und gebrauchten Clous und Flairs und Artos an und stellten wieder einmal fest, dass wir kein schöneres Mobil finden würden. Wenn wir kaufen müssten, würde es echt schwierig! Das Heck war nach diesem ersten Werkstatttag fertig mit ausgewechselter Klappe (funktioniert zum ersten Mal in 5 Jahren richtig!) und erneuertem Dachheckspoiler. Übrig blieben unsere undichte Frontscheibe, der nicht mehr zuverlässig funktionierende Decken-Ventilator, der Austausch des Wasserhahns in der Küche sowie die seit Sonntagabend nicht mehr gängige Verriegelung des Küchenfensters. Da die Mechaniker inzwischen gemerkt hatte, dass wir eigentlich ganz nett sind, bekamen wir einen “irgendwie-dazwischen-schiebe“-Termin für den nächsten Tag um halb 10 nach der Frühstückspause.

Heute Morgen haben wir dann um einen Termin mit dem Servicedienstleiter (dem gestern nur das leere Serviceheft präsentiert wurde) gebeten und hatten ein sehr ruhiges, freundliches, ausführliches Gespräch mit einem sehr sympathischen jungen Mann. Wir haben sehr deutlich gesagt, dass wir uns gestern nicht gut behandelt gefühlt haben und haben auch noch einmal kurz umrissen, mit wie vielen Schwierigkeiten und Unzulänglichkeiten wir bei unserem Mobil von Anfang an zu tun hatten. Und dabei haben wir dann endlich mal erfahren, dass genau unser Jahrgang ganz viele Produktionsschwächen hatte. Es war ja der erste Jahrgang mit völlig neuem äußeren Design und offenbar daraus resultierenden Schwierigkeiten. Bereits nach einem Jahr sahen die Flairs ja schon wieder anders aus, weswegen wir ja auch nur sehr selten ein identisches Modell treffen. Der nette junge Mann lächelte bei vielen unserer Kritikpunkte leicht peinlich berührt, weil wir offensichtlich alles das ansprachen, was ihm hinlänglich bekannt war. Wir fanden es aber sehr bemerkenswert, dass er nicht versuchte, abzuwiegeln oder die Probleme zu beschönigen, sondern uns in allem Recht gab.

Um halb 3 war dann alles erledigt! Mein geliebter Frischluftventilator mit Regenwächter lief auch wieder problemlos auf und zu (es war die defekte Steuerplatine, Alexej!). Eigentlich hätte in dem Fall der gesamte Ventilator ausgetauscht werden müssen (Kostenpunkt ca. 300-400 €), aber da gab es doch irgendwo einen mit defektem Motor, aus dem unser netter Mechaniker die Steuerplatine ausbaute und uns nur 20 € (statt 100) dafür in Rechnung stellte 😉 Trotzdem belief sich unsere Endrechnung auf schlappe 2397,53 € und wir waren wieder einmal froh über unser regelmäßig befülltes Autokonto!

Heute Nacht bleiben wir noch hier stehen (nicht auf dem reservierten Stellplatz!) und ab morgen haben wir wieder Urlaub! Erst mal ausschlafen!!!


Zwei Xanthippen in Xanten

 

Ein kleines Video zu Beginn 😉

Bitte hier klicken!

Xanten ist ein hübsches kleines Städtchen und durch seine Römerausgrabungen ein überaus beliebtes Touristen- und Ausflugsziel für Schulklassen, Vereine, Lehrerkollegien etc… Der WoMo-Stellplatz liegt in fußläufiger Entfernung im Grünen, ist recht groß und verfügt sogar noch über einen Ausweichplatz, was während der Sommer-/Ferienmonate auch sicher notwendig sein dürfte. Das Römermuseum haben wir uns für ein nächstes Mal aufgehoben, da es soviel anderes zu entdecken gab.

Römische Stadt Römische Stadt (Modell) Gelände Römermuseum Pumpe der römischen Wasserleitung Bürgerinnen beim Wasser holenStadttor 1 Stadttor 2 Emilies Traumfabrik Blumen-Café Cafégarten Stilleben mit Fahrrad

Nach einem kurzen Zwischenstopp in Polch, wo unsere Oscarlotta 2007 “geboren” wurde (es gibt ((für uns)) noch immer nichts Schöneres!), sind wir nun in Bad Sobernheim angekommen, wo am Wochenende über den 3. Oktober unser Mobiso-Herbsttreffen stattfinden soll. Das Wetter ist ein Traum, wir hoffen inständig, dass es lange genug so bleibt!!! Wir freuen uns auf alle, die kommen und grüßen alle, die diesmal leider nicht dabei sein werden.