SOG

 
 
SOGDa ich gerade so schön erfolgreich dabei war mit Reparaturen an Oscarlotta, schockierte mich nicht allzu sehr, dass das Entlüftungssystem meiner Toilettenanlage seine Arbeit einstellte. Das passierte nicht von einem Tag auf den anderen, sondern hatte sich durch ein um Sekunden verzögertes Einschalten des Ventilators nach öffnen des Toilettenschiebers über Tage angekündigt. Da dies in der Zeit der extremen Kälte geschah, führte ich es zunächst darauf zurück, natürlich ohne es entsprechend begründen zu können. Die Kälte verschwand, das Problem nicht und eines Tages blieb das Ventilatorgeräusch ganz aus! Ich ging auf die Suche und entdeckte relativ schnell ein loses Stromkabel. Ich fummelte es in die Lüsterklemme zurück und es passierte – nichts! Die Drahtenden waren mir schon etwas kurz erschienen, also schraubte ich die Lüsterklemme wieder auf und versuchte, die Isolierung etwas zu kürzen. Das gestaltete sich schwierig, weil die Kabel sehr dünn sind und ich kein passendes Werkzeug hatte. Mit einer Nagelschere versuchte ich, die Isolierung rundherum einzuritzen und hatte dann erfolgreich die innenliegenden Drähte gleich mit durchtrennt. Erstauntes Smiley Nein, so wollte ich das nicht haben! Zum Glück hatte ich genug Kabellänge zum Nachziehen und irgendwann hatte ich in mühseliger Kleinarbeit die Drahtenden weit genug freigelegt. Ich fummelte – siehe oben – und es passierte: nichts!

SicherungBlöd! Eine im Toilettenstaufach direkt sichtbare Sicherung, von der ich nicht wusste, wofür sie da ist, hatte ich schon ausgetauscht. Von einem früheren Totalausfall, der schon viele Jahre zurückliegt, wusste ich, dass es noch eine Sicherung im allgemeinen Sicherungskasten gibt. Die hatten wir damals nämlich gesucht und nicht gefunden und erst ein Telefonat mit der Herstellerfirma von Oscarlotta ergab, dass diese Sicherung zur Beleuchtungsgruppe 3 gehört bzw. als solche beschriftet ist! Da kommt man ja nicht drauf! Verwirrtes Smiley Diese Sicherung war allerdings sichtbar in Ordnung. Jetzt blieben zwei weitere mögliche Ursachen, der Ventilator samt Motor und ein Mikroschalter. Ich machte Fotos, mit der Selfie-Kamera meines iPhones, denn die gesamte Mechanik befindet sich an der Decke des nicht besonders hohen Staufaches (so hoch wie die Toilettenkassette) und nur so konnte ich, wenn auch nur so gerade, sehen, was ich da fotografiere. Ich fand keinen Mikroschalter! Uschi sagte mir, dass dieser bei ihr schon einmal abgebrochen war und sie ihn ersetzen musste und sie beschrieb mir, wie er aussieht. Abgebrochen konnte er bei mir nicht sein, dann hätte ich ihn im Staufach gefunden. Ich drehte ein wenig an dem Hebel, der beim Einschieben der Kassette den Schieber zum Öffnen und Schließen der Kassette betätigt und siehe da, auf den neuen Fotos erschien der Mikroschalter! Er sah unbeschädigt aus und funktionierte offensichtlich. Also doch der Ventilator?

MikroschalterMikroschalter

Ich begab mich auf die Internetseite der Firma SOG. Diese Firma hat in den 1990er-Jahren, soweit ich weiß, als erste am Markt, eine Möglichkeit entwickelt, fest verbaute Campingtoiletten ohne den Einsatz von chemischen Zusätzen geruchsfrei betreiben zu können. Mit meinem ersten Wohnmobil bin ich 1998 extra nach Löf an die Mosel gefahren, um dieses System am Firmensitz nachrüsten zu lassen. Es war damals ein noch ganz kleiner Familienbetrieb. In Oscarlotta haben wir es natürlich schon direkt bei der Bestellung mitgeordert, vielleicht wurde es auch schon serienmäßig verbaut, das weiß ich nicht mehr genau. In all den Jahren hat mich/uns diese Art der chemiefreien Toilettennutzung absolut überzeugt. Das Prinzip ist, verkürzt beschrieben, dass Gerüche aus der Toilettenkassette bei der Benutzung der Toilette mit geöffnetem Schieber durch das automatische Einschalten des verbauten Ventilators durch einen Aktivkohlefilter nach außen geleitet werden. Diesen sollte man einmal pro Jahr austauschen. In meiner „Frieda“ hatte ich in 11 Jahren kein einziges Problem mit diesem System und in den letzten 14 Jahren in Oscarlotta war, wie gesagt, einmal die Sicherung durch. Das spricht für Qualität! Auf der Firmenseite fand ich die Möglichkeit, entweder einen neuen Lüfter zu bestellen oder den alten zur Überprüfung einzuschicken und einen neuen im Austausch zu bekommen. Der Preisunterschied beträgt ca. 20 Euro. Auf den Produktfotos war zu sehen, dass die Kabel nicht mehr in Lüsterklemmen gesteckt werden, sondern in „modernen“ Steckverbindungen sitzen. Ich schickte eine eMail und fragte an, ob man mir bei Austausch des Lüfters zwei zusätzliche Steckverbindungen mitschicken könne, weil diese ja mit meiner Lüsterklemme nicht kompatibel sind. Umgehend kam die Antwort, dass das kein Problem sei. Ich entschied mich für die Austauschvariante, führte Kauf und Bezahlung durch und brachte meinen Lüfter auf den Postweg, versehen mit der beim Kaufvorgang erstellten Auftragsnummer und vorsichtshalber noch einmal mit der Bitte um zwei weitere Steckverbindungen. Als Lieferadresse gab ich die Packstation an, die ganz in der Nähe des Stellplatzes hier ist. Montags wurde mir der Eingang meines Lüfters bekanntgegeben und die Versendung des neuen. Ich hatte darum gebeten, mir doch bitte mitzuteilen, ob der alte Lüfter wirklich defekt ist, weil ich gerne wissen wollte, ob das Versagen der Entlüftungsanlage nun wirklich an ihm lag. So ganz verständlich war mir die Variante mit dem Austausch nicht, bzw. warum es diesen Preisunterschied gab. Es hieß zwar, der eingeschickte Lüfter werde überprüft, aber offenbar wurde ja nicht er wieder zurückgeschickt, repariert oder nicht, sondern ein Austauschmodell. Bereits am übernächsten Tag erhielt ich eine Benachrichtigung von DPD, dass mein Paket zur Abholung bereit liegen würde, allerdings stand nicht dabei, wo. In der DHL-Packstation konnte ich es nicht abholen, wie sich herausstellte. Ein junger DHL-Angestellter, der mir zufällig über den Weg lief, erklärte mir, wo ich hin müsse. Da ich am nächsten Tag sowieso in die Stadt wollte, verschob ich die Abholung. Am nächsten Mittag rief Uschi mich an und erklärte, mein Päckchen sei bei ihr in Lauterburg angekommen!!! Enttäuschtes Smiley Bei der Bestellung hatte ich als Lieferadresse eindeutig die Packstation hier angegeben und die war in der Auftragsbetätigung auch so angeführt. Auf der Verpackung meines zurückgeschickten Lüfters war automatisiert (App von Hermes) als Absenderadresse Lauterburg angegeben. Nun würde ich mal sagen, dass die Lieferadresse des Kaufabschlusses gilt, da hatte also wieder einmal jemand nicht gründlich genug gearbeitet. Aber immerhin waren die zwei zusätzlichen Steckverbindungen im Paket und auf der Rechnung stand der kurze Vermerk „Lüfter defekt“. Uschi packte um, legte meine aufgelaufene Post mit dazu und zwei Tage später konnte ich alles abholen, diesmal richtig in der Packstation.
 
Ich sammelte alle Werkzeuge zusammen, die ich brauchen würde und machte mich draußen daran, die dünnen, mehradrigen Käbelchen in die zwei Steckverbindungshülsen zu friemeln und dort zu befestigen. Das war gar nicht so einfach! Es kam mir sehr zugute, dass ich Erfahrung im Schmuck basteln und die entsprechend kleinen Zangen habe. Irgendwann konnte ich alle vier Stecker paarweise miteinander verbinden und den Lüfter wieder festschrauben. Ich war ziemlich durchgefroren und wappnete mich für die Enttäuschung, dass der Ventilator NICHT laufen würde. Ich war nämlich alles andere als überzeugt, dass meine Bemühungen Erfolg haben würden. Wasserpumpe einschalten, Toilettenschieber öffnen * Trommelwirbel * Ventilator LÄUFT!!! Ungläubiges, aber sehr freudiges Erstaunen! Smiley mit geöffnetem Mund

Am nächsten Tag lief der Ventilator nicht mehr!!! Mist, Mist, Mist! Zum Glück hatte sich nur ein Kabel aus der Steckverbindung wieder gelöst. Die auf der Seite des neuen Lüfters sind verlötet, meine konnte ich nur klemmen. Diese Klemmen wieder aufzubiegen gelang mir nur mangelhaft und letztendlich habe ich alles mit Isolierband verklebt. Bis jetzt funktioniert es!!!

altne

Noch ein Tipp zum Schluss: Das SOG-Entlüftungssystem verhindert wirklich erfolgreich die Entstehung von Gerüchen während der Toilettenbenutzung. Beim Entleeren der Kassette riecht es dann aber natürlich nicht ganz so angenehm. Um auch das zu verhindern, hilft die Zugabe von „Ammovit“ direkt in die entleerte Kassette. Dies ist ein biologisch abbaubares Produkt, das überwiegend in der Landwirtschaft bei der Gülleaufbringung verwendet wird. Zu kaufen ist es in einigen Baumärkten in der Gartenabteilung oder im Internet. Ist nicht ganz preiswert, hält aber ewig, da man für jede Kassettenfüllung nur einen kleinen Messlöffel voll braucht. Unbedingt empfehlenswert, auch wenn man kein SOG-System hat. Ich denke, dass man sogar die Zugabe von chemischen Mitteln, die ja nicht gerade zuträglich für die Umwelt sind, damit ersetzen kann. Es bindet nämlich nicht nur Gerüche, sondern zersetzt auch. Aufpassen muss man nur, wenn man das Mittel über die Toilettenschüssel in die Kassette gibt. Man muss vorsichtig hantieren oder sofort nachspülen, da Ammovit weißes Plastik gelb verfärbt.

written by Ingrid
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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen (bessere Qualität) und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Schwarzer schmieriger Schmodder

 
 
Von jetzt auf gleich lief das Wasser aus dem Küchenspülbecken nicht mehr ab! Erstauntes Smiley Nichts hatte das angekündigt, es war kein schleichender Prozess, es passierte von hundert auf null. Immer schon sind wir sehr vorsichtig mit allem, was in den Ausguss gelangt, nicht nur, weil das Abwasserrohrsystem in einem Wohnmobil eben anders ist als in einem Haus, sondern auch, weil das Abwasser nicht direkt in der Kanalisation landet, sondern als Zwischenschritt zunächst in einem Abwassertank. Und was sich in dem im Laufe der Zeit so als Bodensatz ablagert, hatte ich vor zwei Jahren erfahren, als bei einer Verstopfung zwischen Tank und Ablassrohr nichts mehr ging und ich den Inhalt des Tanks ausschöpfen musste und letztlich per Aufnehmer trockenlegte. Schwarzer schmieriger Schmodder!!! Das periodische Säubern und Durchspülen des Abwassertanks ist eine Tätigkeit, die man (ich) gerne vor sich herschiebt, bedarf es dazu doch einer über längere Zeit freien Entsorgungsstation und eines langen Schlauches und einer Schräglage des Wohnmobils in Richtung des Abwasserrohres, das aus dem Tank herausführt. Was bedeutet, dass man auf der richtigen Seite auf Keile fahren muss. Der Abwassertank in Oscarlotta ist gut zugänglich, über eine Klappe im Fußboden des Wohnbereiches und einen Schraubverschluss, durch den man in den Tank hineingreifen kann. Um in alle Ecken zu gelangen, benötigt man allerdings Reinigungsgeräte mit Teleskopstielen, die aber wiederum nicht zu groß sein dürfen, damit sie überhaupt durch den Tankdeckel passen. Ihr versteht sicher, warum das keine allzu beliebte Tätigkeit ist? Nach der damaligen Verstopfung war der Abwassertank fast so sauber wie beim Einbau und nach mehrmaligem Stochern von innen und von außen mit einer langen Bürste, die eigentlich für Heizungslamellen gedacht ist, lief wieder alles.

AbwassertankAbwassertank

Diesmal war die Verstopfung auf der anderen Seite des Abwassertanks, also im Zulauf, bloß wo? Vor Monaten hatte ich, von einer Werbeanzeige inspiriert, ein Reinigungstool für die Spül- und Waschbeckenausgüsse gekauft, eine Art Bürstchen, ähnlich der „kratzigen“ Seite eines Klettverschlusses, befestigt an einem starren Plastikdraht. Das Bürstchen passte so gerade eben durch die Löcher meiner fünf Ausgüsse in Dusche, Badezimmer, Doppelspüle und Herd. Ich arbeite mich in dieser Reihenfolge durch und bereits im linken Becken der Spüle riss das Bürstchen ab und verschwand unerreichbar in der Tiefe. Mist! Ich entleere das Abwasser, wenn ich länger irgendwo stehe, per Eimer und jedes Mal hoffte ich, dass das Bürstchen mit herauskommen würde. Tat es aber nicht. Also war zu befürchten, dass es irgendwo, vielleicht im Syphon, steckengeblieben sein würde und alle Haare, Seifen-, Zahnpasta- und Spülwasserreste an sich binden würde. Ich rechnete also schon lange damit, dass irgendwann nichts mehr gehen bzw. fließen würde. Insofern überraschte mich lediglich, dass es so abrupt geschah. Es war abends und ich beschloss, zunächst über Nacht H11 einwirken zu lassen, ein Mittel, mit dem ich auch regelmäßig die Reinigung des Frischwassertanks und aller Leitungen erledige. Der Erfolg war allerdings gleich null. Also kam mein „Pümpel“ zum Einsatz. Der stammt noch aus Wohnungszeiten und hatte mir schon in meinem ersten Wohnmobil das eine oder andere Mal aus der Verlegenheit geholfen. Ich verschloss jeweils ein Spülbecken und pümpelte, zunächst vorsichtig, dann immer energischer, je weniger passierte. Es kam zwar viel Dreck von unten, aber es machte nicht „plopp“. Enttäuschtes Smiley

Verstopfung Immer, wenn ich einen Stöpsel wieder zog, floss die dreckige Brühe vom einen Becken in das andere. Irgendwann fiel mir siedendheiß ein, dass im Herd ja auch ein Ausguss ist und natürlich stand die gesamte Kochmulde schon voll mit schmierigem schwarzen Schmodder. Prima! Trauriges Smiley Da hatte ich doch endlich einen Grund, den Herd mal wieder richtig sauber zu machen, inklusive des Abschraubens der Brennerdeckel. Ab jetzt wurde es schwierig, denn zwei Ausgüsse zu verschließen und gleichzeitig zu pümpeln erfordert eigentlich vier Hände. Wenn alle Ausgüsse offen sind, pümpelt man nur zwischen diesen hin und her. Wenn man die Stopfen in den Ausgüssen nicht festhält, ploppen sie durch den Druck, der beim Pümpeln entsteht/entstehen soll, sofort wieder hoch. Da ich dummerweise nur zwei Hände habe und die Füße nicht wirklich einsetzbar waren, stapelte ich schweres Gerät auf dem verschlossenen Herdausguss und pümpelte einhändig. Das Dreckwasser lief gut hörbar vom rechten Becken zum verschlossenen Herdausguss, erschütterte den Turm darüber, kam zurück und floss in das linke Becken, sobald ich den Stopfen dort entfernte. Und umgedreht! Verwirrtes Smiley Ich pümpelte über Stunden, mit Erholungs- und Kaffeepausen und kurz vor Feierabend rief ich beim Caravancenter in der näheren Umgebung an. Eine freundliche Telefonistin verband mich mit der Werkstatt. Ein Mann hörte sich mein Problem an und teilte mir dann mit, dass er keine freien Kapazitäten habe. Keine freien Kapazitäten für einen Notfall??? Nein, er habe jede Menge Reparaturen. Ja, aber, versuchte ich einzuwenden, im Moment könne doch sowieso niemand fahren, dann wäre es doch vielleicht nicht so schlimm, wenn der eine oder andere Kunde etwas länger auf sein Mobil warten müsse? Er müsse auch noch sehr viele Wohnmobile für die Auslieferung fertigmachen und dann wörtlich: „Das muss ich jetzt mit Ihnen nicht diskutieren!“ WOW! Erstauntes Smiley Damit hatte er mich ausgeknockt. Es fiel mir nicht mehr ein, ihm meine besondere Lage zu schildern, nämlich, dass ich in meinem Mobil lebe und es durchaus unangenehm ist, wenn man verstopfte Leitungen hat. Immerhin ließ er sich noch dazu herab, zu bemerken, dass in einem Wohnmobil die Leitungsrohre in der Regel nicht geklebt, sondern nur gesteckt sind.
Ich entfernte die zwei Schubladen und das untere große Auszugsfach unter der Spüle und machte Fotos. Uschi ermutigte mich am Telefon, es selbst zu versuchen. An dem Tag schöpfte ich aber nur noch das Dreckwasser aus den beiden Becken. Mein Glück war, dass das Waschbecken im Bad eine eigene Abwasserleitung hat, die unabhängig von den beiden Spülen und dem Herd auf direktem Weg zum Abwassertank führt. So war zwar alles etwas umständlicher, aber machbar, ohne dass ich mein Brauchwasser zur Tür hinaus schütten musste.

UntergeschossVerrohrungVerrohrung

WaschtagAm nächsten Tag schien endlich mal wieder die Sonne und ich beschloss, zum Waschsalon zu gehen. Das hatte ich schon seit geraumer Zeit vor und jetzt kam es mir gerade recht. Der Gärtner, mit dem ich mich noch kurz unterhielt, meinte allerdings, dass er glaube, dass der Waschsalon pleite sei, er habe Schilder in den Fenstern gesehen, sei sich aber nicht ganz sicher. Ich packte meine Schmutzwäsche auf meine Karre und stiefelte los, gewappnet dafür, unverrichteter Dinge wieder zurücklaufen und Handwäsche machen zu müssen. Aber ich hatte Glück! Während die Maschine lief, ging ich kurz zum Bäcker und wunderte mich, dass niemand von den Menschen, die durch die Fußgängerzone liefen, mehr einen Mundschutz trug. Nein, müsse man nicht mehr, erfuhr ich in der Bäckerei, nur noch bei Markttagen auf dem Marktplatz. Den Trockner sparte ich mir, der hatte beim letzten Mal zwar mein Geld genommen, war aber nicht gestartet. Die Bettwäsche und ein paar Kleidungsstücke konnte ich am Stellplatz draußen trocknen, den Rest verteilte ich in Oscarlotta. Bis ich ins Bett ging, war alles trocken. Smiley

Für den nächsten Tag hatte ich keine Ausrede mehr! Ich deckte das Loch in den „Untergrund“ mit einer der Spülen-Abdeckplatten zu, stellte einen Eimer darauf und schraubte todesmutig den Ausguss des rechten Spülbeckens los. Ja, die Rohre waren nur gesteckt! Schon das erste Knie war voll mit schwarzem schmierigen Schmodder und als ich Wasser vom linken Spülbecken abfließen ließ, tauchte, na was wohl auf? Richtig, ein ehemals gelbes Reinigungsbürstchen.

neu und gebrauchtneu und gebraucht

Rohrstück für Rohrstück arbeitete ich mich vor, in Richtung Syphon, der lediglich ein U-förmig gebogenes Rohr ist und in dem ich den Verursacher des Dilemmas vermutete. An den kam ich von unten aber nicht mehr heran, so weit konnte ich in den Spülen-Unterbau nicht hineinkriechen. Die Konstrukteure bei Niesmann und Bischoff hielten es wohl für eine gute Idee, hinter die Spülbecken in der Küche zwei riesige Abfallbehälter zu platzieren, eingehängte Plastikboxen mit Henkeln, die durch eine Klappe aus dem Material der Küchenarbeitsplatte verschlossen werden. Völliger Quatsch, denn den Platz auf den Klappen braucht man für Kaffeemaschine, Thermoskanne etc., die man ja nicht dauernd beiseite räumen will und außerdem würde der Abfall anfangen zu riechen, wenn man ihn nicht jeden Tag entsorgen würde. Diese Abfallbehälter haben wir von Anfang an einfach als zusätzlichen Stauraum genutzt für Küchenartikel, die nicht so oft genutzt werden. Da sich darunter noch jede Menge weiterer ungenutzter Stauraum befindet, stehen dort immer schon zwei verschließbare Plastikbehälter, die genau durch die Öffnung passen und die man mit einem verknoteten Bindfaden nach oben ziehen kann. Das wäre übrigens der perfekte Ort für Wertgegenstände! Für den Einbrecher, der hier mitliest, die Boxen sind inzwischen leer! Auf eine stellte ich den Wischeimer, die andere wanderte in den Untergrund.

SyphonVorsichtsmaßnahme

Ich brauchte einen Tritthocker und legte mich bäuchlings auf die Küchenarbeitsplatte bzw. quer über die Spüle, anders kam ich an den Syphon nicht heran. Er ließ sich, wie alle Rohrstücke bisher, problemlos abdrehen (ich hatte mir Gummihandschuhe angezogen, weil die nicht so rutschig sind wie trockene Hände) und er enthielt zwar einiges an Dreck, war aber nicht völlig zu. Jetzt blieb nur noch das Fallrohr übrig, das senkrecht an der Wand entlang lief und dann um 90 Grad abgeknickt über den Fußboden zu dem Rohr, was vom Waschbecken im Bad kommt und dann weiter zum Abwassertank läuft. Nach Abschrauben des letzten Knies war klar, dass dieses Fallrohr RESTLOS zu war! Erstauntes Smiley

Syphon wegDer Kern des Übels

Jetzt brauchte ich aber erst einmal eine Pause mit Kaffee und Kuchen!!! Ich schüttete vorher noch etwas H11 von oben in das Rohr, es schäumte auch ordentlich, aber der Schaum tropfte lediglich oben wieder heraus. Erzürnt

UnordnungRohre sauberKaffeepause

Nach meiner Kaffeepause löste ich das Knie zur querlaufenden Badezimmer – Abwassertankleitung und da war dann zweifelsfrei klar, warum kein Wasser aus der Küche mehr ablaufen konnte und es oben nur schäumte: Der gesammelte Dreck aus 14 Jahren hatte sich dort abgelagert. Erstauntes Smiley

OHA!!!

EndstationDas Stochern von unten mit einer Spiralbürste förderte den ersten schmierigen schwarzen Schmodder zu Tage, der in die Box plumpste. Oben war immer noch alles dicht. Womit könnte ich stochern? Meine Abwassertankreinigungsbürste fiel mir ein, die ist ungefähr einen Meter lang. Aber würde sie vom Umfang her in das Rohr passen? Sie passte so gerade! Gaaanz vorsichtig schob ich sie von oben hinein und kam bis zum Knick. Gaaanz vorsichtig zog ich sie wieder heraus. Sie war voll mit schwarzem schmierigen Schmodder! Im Eimer sauber machen und ein zweiter Durchgang. Und plötzlich platschte ein riesiger Dreckflatschen in die untergestellte Box!!! Geschafft! Ich stocherte noch ein paarmal aus beiden Richtungen, ließ zwischendurch immer wieder reichlich Wasser durchlaufen, bis klar war, dass das Rohr sauber ist. Was war ich froh! Smiley mit geöffnetem Mund

Eigentlich wollte ich für den Tag Schluss machen und den Zusammenbau auf den nächsten Tag schieben. Ich war nämlich einigermaßen geschafft, das lange Knien bekommt mir nicht mehr so gut. Aber nachdem ich zu Abend gegessen hatte und mich mein Chaos die ganze Zeit anlachte, konnte ich doch nicht an mich halten. Ich stellte mein Tablet so auf, dass ich gleichzeitig meine Freitagsabendtalkshow sehen/hören (liebgewordene Tradition seit Jahrzehnten) und arbeiten konnte. Um Mitternacht war ich fertig. Vor allem beim Zusammenbauen der Syphoneinzelteile war ich froh, dass ich Fotos gemacht hatte und ich brauchte alle meine Muskelkraft, um alle Rohrstücke bis zum Anschlag ineinander drehen zu können. Ein Wasserprobelauf ergab keine Undichtigkeiten! Vorsichtshalber ließ ich die Unterschrankschubladen noch draußen, um am nächsten Tag noch einmal alles über einen längeren Zeitraum genau beobachten zu können. Es blieb alles gut! Verliebt

ChaosFERTIG!FERTIG!FERTIG!

Fazit: Viel Geld gespart, viel Wartezeit in einer Werkstatt vermieden, viel gelernt, viel getraut. Zugetraut hatte ich mir das am Anfang absolut nicht, es dann wirklich allein geschafft zu haben, ist ein verdammt gutes Gefühl!
Weiteres Fazit: Das Wasser aus meinen Kaffeekapseln drücke ich nicht mehr in der Spüle aus, sondern in einem Becher und schütte die mit Kaffeesatz vermischte Flüssigkeit dann in die Toilette. Dies war zwar nicht die eigentliche Ursache der Verstopfung, hat aber sicher dazu beigetragen. Die nächsten 14 Jahre werde ich jetzt wohl hoffentlich Ruhe haben!
Cooles Smiley

Spülbecken

written by Ingrid
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“Schönheitskorrekturen” an Oscarlotta

 
 
Am vorletzten Sonntag fuhren wir die letzten 150 km bis nach Polch. “Warum nach Polch und was ist das denn für ein Nest und wo ist das überhaupt?” fragt sich jetzt sicher so mancher unserer Blogleser.

Ich erzähle es euch: Unsere Oscarlotta ist ein “Flair” von Niesmann und Bischoff mit Firmensitz in eben diesem Polch. Das eigentlich unspektakuläre Städtchen liegt 3 km entfernt der Ausfahrt 7 an der A48 Koblenz Richtung Trier.

Polch ist aber für viele Wohnmobilisten absolut einen Stopp wert, weil: Man kann bei verschiedenen Händlern gaaanz viele verschiedenste Womos kucken und auch Zubehör kaufen, alles fußläufig erreichbar vom kostenlosen, leider oft schon mittags vollen, Stellplatz. Aber ein langer Straßenrand ist ja auch noch da. Es steht noch ein extra angelegter und eingezäunter Stellplatz zur Verfügung, allerdings NUR für Kunden mit Werkstatttermin, steht zwar groß auf einem Schild an der rechten Seite der Einfahrt, aber…! Die Ver- und Entsorgungsstation findet man  außerhalb des Firmengeländes, sie ist sehr gut anzufahren. Für Schleckermäulchen mit Bewegungsdrang gibt es in der Nähe des Stellplatzes eine alte Bahntrasse, die heute als Rad- und Fussweg dient. Die süße Belohnung für hinterher kann man im Fabrikverkauf von “de Beukelaer” bunkern.

Schon im November letzten Jahres zeichnete es sich ab, dass im Frühling Polch unser erstes Ziel in Deutschland sein würde. Wir hatten uns nach längerem Überlegen dazu entschlossen, unserer Oscarlotta ein REFIT (gängiger Begriff bei Schiffseignern bezüglich notwendiger oder einfach gewünschter Um- und Ausrüstungsarbeiten) zu gönnen.

Es wurde eine umfangreiche Liste: u. a. zwei neue Aufstellluken im Dach anstelle der nicht mehr funktionstüchtigen Luken zum Aufkurbeln (Ärgernis seit langer Zeit). Die neue Dachklimaanlage, die anstelle der dritten kaputten Luke eingebaut werden sollte, stand nach den guten Erfahrungen im letzten Jahr in USA und Kanada auch auf unserem Wunschzettel,

das fliegt nicht wegder Sommer kann kommen4 Solarplatten sind auch noch da oben versteckt

sowie eine neue Matratze für unser Heckbett (die 7 Jahre alte hatte schon eine sehr wellige unbequeme Oberfläche). Außerdem stand das Auswechseln der Buglichter an, denn: Das linke Birnchen hatte schon lange einen Wackelkontakt und dem rechten Positionslicht war der durchsichtige “Deckel” irgendwann mal unbemerkt abhanden gekommen. Buglichtchen ganz oben in den EckenIch hatte das “nackte” ungeschützte Lämpchen letztes Jahr schon mit einem auch durchsichtigen Schraubdeckel eines Apfelsaft-Tetrapacks versehen. Diese doch recht eigenwillige mit Tape geklebte Konstruktion wurde beim TÜV nicht entdeckt und schützte das funktionierende Birnchen zuverlässig ein ganzes Jahr. Dazu noch Folgendes: Ich hätte diese vermaledeiten Positionslichtchen (wir fahren die neuen Einbausätze seit gefühlt einer Ewigkeit spazieren) schon längst RICHTIG ausgetauscht, aber es war auch nach Ansicht aller anderen von mir befragten Wohnmobilisten fast bis gar nicht möglich. Die Reparateure in Polch haben es nun auf ihre (für mich brachiale Art) geschafft (Werkstattgeheimnis). Hoffentlich leuchten sie jetzt ganz lange Zeit! 

wieder ordnungsgemäß genietetDa uns im Herbst schon das zweite Mal ein Scharnier an der großen Seitenklappe der Heckgarage festgefressen war, mussten wir es austauschen. Ein Ersatzscharnier hatten wir in Spanien dabei, aber in Ermangelung von Nieten und der dazugehörigen Zange wurde es nach mühseligem Ausbohren der Nieten kunstvoll verschraubt. DANKE RUDHARD für deine Hilfe bei dieser Aktion!

Die am längsten (nämlich 7 lange Jahre!) bestehende Baustelle war – bis Dienstag, 6. Mai – unsere (einzige) Tür. “Peter” (der wichtigste Mann der Crew für uns) hat das geschafft, was nicht einmal die Mitarbeiter der Herstellerfirma in drei Versuchen geschafft haben: Unsere Eingangstür lässt sich ab jetzt mit einer Hand öffnen und schließen, ohne dass sie vom Rahmen gebremst wird. Sie schließt mit einem kaum hörbaren schmatzenden Geräusch und wir glauben immer nicht, dass sie wirklich schon zu ist. 😉 Außerdem können wir zwischen Tür und Rahmen bei geschlossener Tür nicht mehr nach draußen schauen und kalte Luft nicht mehr nach drinnen ziehen, herrlich!

Einen Werkstatttermin bei den “Niesmännern” für den 5. Mai zu bekommen, war im November noch kein Problem, die Bestätigungsmail kam postwendend.

Ein halbes Jahr später in Polch:

Wir bekamen am Sonntag, 4. Mai, am Nachmittag ohne Probleme auf dem “VIP”- Stellplatz ein Übernachtungsplätzchen und es blieb noch Platz für zwei weitere “berechtigte” Fahrzeugbesatzungen. Es stand diesmal nämlich kein “Nicht-Kunde” auf dem Platz.

Am Montagmorgen 7:20, in Worten: sieben Uhr und zwanzig Minuten! (für uns eigentlich lange vor dem Aufstehen), stehen wir vor dem großen Tor für Werkstattkunden. Pünktlich um halb acht geht das Tor für uns auf und wir werden in eine Werkstatt-Box eingewiesen. Nach ausführlicher Besprechung der anstehenden Arbeiten mit der uns zum Teil schon bekannten Crew machten sich die Mannen an’s Werk und wir konnten erst mal frühstücken gehen, übrigens ist die Bäckerei in 200m Entfernung gut sortiert. Anschließend machten wir es uns in der “Lounge” bei für Kunden kostenlosem N24-TV, Kaffee, Wasser und WLAN bequem. Letzteres funktionierte auch gut, sodass Ingrid für die nächsten Stunden ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen konnte. Sie war glücklich, endlich den schon seit Tagen vorbereiteten letzten Blogbeitrag hochladen zu können, was bis dato die fehlenden Internetmöglichkeiten verhindert hatten. Ich bewegte mich lieber zwischen neuen Mobilen in der Ausstellungshalle, Stippvisiten in der Werkstatt (schön, dass man das hier darf) und meinem Sessel in der Lounge hin und her. Punkt 16 Uhr fuhren wir unser fast fertig repariertes und mit neuer Matratze versehenes Auto wieder auf den VIP-Stellplatz, ja – wir durften das, denn es blieb noch eine Restreparatur übrig für Dienstag, Gott sei Dank erst um 11 Uhr. Also wieder Frühstück beim Lieblingsbäcker und anschließend wieder warten. Um 15 Uhr konnten wir unser Mobil endlich auslösen.

Für die anstehenden Reparaturen und Verbesserungsarbeiten war die Werkstatt mit wirklich kompetenter Crew für unsere “Große” die beste Wahl! Wir sind sooo froh, denn wir wissen, jetzt ist Oscarlotta in dem Zustand: BESSER ALS NEU!!!

isse nich schick

Ein dickes Dankeschön geht an dieser Stelle auch an die Verantwortlichen des Ersatzteillagers: Seit 1996 werden georderte Ersatzteile umgehend privat und gegen Rechnung zugeschickt, auch nach Spanien!

Der Rest des Nachmittages verging wieder mit lästiger Autobahnfahrt im Doppelpack bis nach Bad Schönborn auf den WellMobilPark. Am Thermalbad bei Köhlers stehen wir immer wieder gerne. Wir werden eine Weile bleiben und von hier wieder berichten.

written by Uschi

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Reparaturen und Bastelarbeiten im und um´s “Haus”!

 
Zuerst der für uns unerfreulichere Teil meines Blogeintrages:

Wenn ihr nun glaubt, dass die Reparaturgeschichte unserer Fernsehanlage die einzige in diesem Jahr war, so liegt ihr absolut falsch. Es gibt noch viel mehr in dieser Richtung zu berichten, manches habe ich schon erwähnt, aber ich finde, dass sich eine Auflistung der Schäden, ihrer Beseitigungen (oder auch nicht) und die ungefähren Kosten im Jahr 2013 absolut lohnt. Verärgertes Smiley

Der teuerste Schaden war natürlich mit Abstand unser abgebrochener Katalysator (2930,26€) Weinendes Smiley, Weinendes Smiley. Wir hoffen, dass wir von dieser Summe durch Regress bei Iveco oder Verkauf (natürlich nach Reparatur, d.h. fachgerechtem Schweißen) wieder einen Teil auf unser Autokonto zurücküberweisen können.

Günstiger waren da der Austausch der undichten Wasserhähne in Küche und Bad (280.-€), Zwinkerndes Smiley

Unterschrank Waschbecken Bad neuer Wasserhahn

der Austausch der defekten elektrischen Zündung des Gasbrenners vom Kühlschrank (87.-€), sowie der Einbau der neuen Dachlukenkurbel (22,12€),

abgebrochene Kurbel Dachluke

ausführliche Beschreibungen siehe Blogeintrag vom 30. September.

Zu den Schäden, die nur in Polch bei Niesmann u. Bischoff repariert werden können, gehören der Austausch der drei inzwischen funktionsuntüchtigen Dachluken im Wohnbereich, der komplizierte Einbau der neuen Positionslampen vorne oben (damit man überhaupt rankommt, muss der gesamte Rollladen ausgebaut werden). Beide Reparaturen übersteigen meine/unsere Möglichkeiten. (Kosten?) Und wenn wir dann schon in der Werkstatt in Polch sind, hätten wir gerne mal wieder an unserer – einzigen – Tür neue Griff-Abdeckungen innen und außen (sie sind zum gefühlten 20. Mal eingerissen).

Dass diese Tür ein Dauerproblem darstellt, zeigt sich auch darin, dass man sie nicht verstellen kann, daraus folgt, man kann an einer Seite nach draußen sehen. Meine bisherige Lösung bedeutete: Tesamoll an Tür + gegenüber am Rahmen. Vielleicht fällt den “Fachleuten” ja noch was Besseres ein.

Zwei zusätzliche neue Scharniere zu den drei vorhandenen an unserer Seitenklappe an der Heckgarage zur besseren Stabilität wären auch nicht unnötig. Wir mussten schon zum 2. Mal ein festgefressenes Scharnier austauschen. Das Ersatzteil hatten wir in weiser Voraussicht schon in Reserve. Ein dickes Dankeschön geht an dieser Stelle nochmal an Rudhard für seine Unterstützung bei der Sklavenarbeit wie Nieten rausbohren usw… Mal sehen, ob die “Niesmänner” uns bei der geplanten Verbesserung helfen werden.

Einige Tage nach dieser Reparatur hörte Ingrid beim Lesen im Liegestuhl ein Tropfgeräusch. Tatsächlich, es tröpfelte aus einem durchsichtigen kleinen Schlauch unter’m Auto, der nasse Fleck im Kies war nicht zu übersehen – großes? – .Bei einer genaueren Untersuchung fand ich den Verursacher: Das Winkelstück mit Entlüftungsventil zwischen Boiler und Warmwasserschlauch ließ das warme Wasser nicht wie normalerweise nur zum Schlauch durch, sondern zweigte einen kleinen Teil durch das kleine (undichte) Ventil ab, das nun auch Wasser statt nur die (überflüssigen) Lufteinschlüsse durch das “ Schläuchle” nach draußen unter’s Auto beförderte. Nach Ausbau dieses T-Stückes, Durchspülen und Pustkontrolle (alles gut) tröpfelte es dafür nur noch direkt am Warmwasserschlauch in den Zwischenboden. Ein untergestellter Becher fing das tröpfelnde Nass die letzten 2 Wochen auf und musste täglich geleert werden. Ingrid hatte über Mailkontakt mit angehängtem Foto

altes, defektes T-Stück

ein neues Teil bestellt, gestern wurde es (schon wieder verändert) geliefert, heute von mir eingebaut, und…

jetzt neu UND ROT

es ist dicht. Zur Vorsicht liegt noch ein paar Tage ein altes Handtuch darunter, bis jetzt (12 Std. später) ist es noch knochentrocken ( 20,92€ incl.Porto u.Mwst.).

Jetzt noch der erfreulichere Teil, freiwillige “Bastelarbeiten”:

Vor unserer Abreise nach Spanien habe ich noch die alte Lichtleiste ringsherum unter den Oberschränken durch eine hellere LED-Lichtleiste ersetzt, die ist heller und ihr warmes Licht gefällt uns gut. (10m, 78.-€)

Auf den selbst konstruierten Anbau eines ausklappbaren Zusatzbrettes am Küchenblock bin ich besonders stolz. Schaut euch hier die Fotos mit dem meines Erachtens gelungenen Ergebnis mehrerer Bastelstunden an (Zutaten 16.63€).

Turmbau zu Babel? frau weiß sich zu helfen klappbar belastbar

ausführliche Beschreibungen siehe Blogeintrag vom 30. September.

Der Ehrlichkeit halber gebe ich an dieser Stelle zu, dass ich in letzter Zeit nicht nur einen Gedanken an ein neues, solide gebautes, einfach gestricktes Mobil ohne viel Elektronik und Schnickschnack verschwendet habe! Aber nach vielen Überlegungen und Gesprächen mit Ingrid sind wir zu der Überzeugung gekommen, dass unsere Pechsträhne ja auch mal ein Ende haben muss. Außerdem ist unsere Oscarlotta eigentlich genau richtig für uns. Wir haben Platz, die Einrichtung ist sehr wohnlich und mit 8m Länge ist sie kein Monstermobil! Wir haben uns dafür entschieden, nach 7 Jahren uns eine neue Matratze, 2 neue stabile Dachluken nur noch zum Aufstellen (nicht zum Aufkurbeln) und eine Dachklimaanlage für heiße Tage zu gönnen (die in USA obligatorische Klimamaschine in “Venti” hat uns überzeugt).

Wir lieben

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“Die kleinen Zimmer oder Behausungen lenken den Geist zum Ziel, die großen lenken ihn ab.” (Leonardo da Vinci, 1452-1519)

Schmunzelige Begebenheiten am Rande des Torre-Alltags / Folge 2b

 
Heute hat sich der Weihnachtsmann in den wohlverdienten (Langzeit-) Urlaub verabschiedet, jetzt melde ich mich mit dem Ende meiner Geschichte (Blogeintrag vom 22. November) zurück.

Was lange währt, wird endlich (aber auch nur vielleicht) gut!

Nach über drei Wochen “Schickerei” wer weiß auf welchen Umwegen kam am 19. Dezember ein wirklich gut verpacktes neues Netzteil für unseren maroden Receiver an. Alfred machte sich auch gleich daran, das nicht mehr ganz passende Teil (weil jünger als unser Receiver) passend zu machen und in den Receiver einzubauen. Beim Probelauf kam der spannende Moment: Receiver einschalten…Sicherung fliegt N I C H T raus – große Erleichterung. Die Satellitenschüssel fährt auch auf “Knopfdruck” programmgemäß hoch, aber….sie dreht und dreht und dreht….endlos, findet aber Astra nicht? Nach mehreren neuen Anläufen erschien immer noch kein Bild….Ernüchterung und Abbruch der Aktion. Die Frage, ob eventuell noch mehr kaputt sein könnte, blieb also auch für unseren sehr engagierten Elektroniker offen!

Erst drei Tage später nahm ich mir die Sache nochmal alleine ganz in Ruhe vor: Zuerst musste Ingrid jedoch ihren Teil des Kleiderschrankes ein weiteres Mal leerräumen, erst dann konnte ich dem Receiver einen Hocker als Unterbau verpassen, um mein Glück erneut zu versuchen. Anschließend verkabelte ich den Receiver wieder, brachte den Fernseher und die Fernbedienungen in Hab-Acht-Stellung und schaltete den Receiver mit der Einstellung “vollautomatische Suche” an….Reaktion der Schüssel wie schon vor 3 Tagen, sie dreht und dreht…

Ich drückte frustriert “Exit” und nahm mir die Bedienungsanleitung vor, um vielleicht doch noch “geholfen zu werden”? Ahnungsloses Smiley Und ich wurde fündig. Es gab eine zweite Option für die automatische Satellitensuche, “Suche über Standort” ??? Ich gab ohne große Hoffnung als Standort “Mittelspanien” ein und siehe da, die Sat-Schüssel drehte und -ZACK- ich hatte das Fernsehbild da, wo es hingehört!

Hallelujah, die 7-monatige fernsehlose Zeit hatte pünktlich zu Weihnachten ein Ende!Daumen hoch

Jetzt musste nur der Receiver wieder an seinem alten Platz angeschraubt, der Fernsehschrank auf- und der Kleiderschrank eingeräumt werden. Dann stand einem gemütlichen Fernsehabend, für mich wie vor langer Zeit wieder von der Couch aus, nichts mehr im Wege. Nach Nachrichten mit Wetter und einer Stunde “die Geissens” mit uns völlig unbekannten Werbespots in den immer noch endlosen Werbepausen wollten wir den Probelauf mit dem Ergebnis: na ja, war mal wieder ganz nett, muss aber nicht unbedingt jeden Abend sein, beenden. Da Starkwind bis Sturm für die Nacht vorhergesagt war, wollten wir die Sat-Schüssel schlafen schicken. Uups, Schreck, die Antenne macht keine Anstalten sich zur Ruhe zu begeben. Und was jetzt? Bedienungsanleitung nochmal durchforstet…Hinweis: “Receiver für 10 Sekunden ausschalten (Reset für die Software), dann wieder einschalten”. Das war der TIPP DES ABENDS!!! Die Schüssel bewegt sich zurück in Schlafstellung auf das Dach, Müdes Smiley (gääähn).

Also doch noch: Ende gut, alles gut!

Beweisfotos zum erfolgreichen Abschluss der fast “never ending story” liegen zwischenzeitlich auch vor.

Receiver an seinem Platz

Bin aufgewacht!

Alles gut!

Sendepause beendet!!! ;-)

FRUST!

Vorbemerkung zum nachfolgenden Artikel:

ALLE Blogeinträge unserer USA-Reise hat Ingrid verfasst! Ich und den Kommentaren nach zu urteilen auch viele von euch finden, dass sie das zeitaufwändige Projekt richtig gut hingekriegt hat.


Ihr merkt schon, jetzt bin nach langer Zeit mal wieder ich “an der Schreibe”, also…


… mit der Ankunft in Lauterburg begann für uns der “Alltag” in Deutschland (oder auch die frustrierende Realität)!

Nach einer kurzen Begrüßung marschierten wir erst einmal zum “Betriebshof” am Wald, um unsere geliebte Oscarlotta aus ihrem Sommerschlaf zu erwecken.

Ingrid drehte den Zündschlüssel und unser beleidigtes Mädchen sagte nur “klick”. Zuerst herrschte kurze Ratlosigkeit, dann fiel uns ein, dass dieses kurze “klick” genau so klang wie im letzten Herbst an der Tankstelle in Südfrankreich. Unser zu Hilfe geeilter Ints (langjähriger Mitarbeiter auf dem Campingplatz) überredete sie dann zum Anspringen, die allererste Hürde war genommen. Später, als wir unsere Hübsche bei einer Runde um’s Auto genauer betrachteten, fiel uns auf, wie unsäglich verdreckt sie war. Aber die große Wagenwäsche musste noch warten. Am Abend begannen wir erst mal mit der alljährlich fälligen Wasseranlagenreinigung.

– Unsere Koffer standen unausgepackt in der Heckgarage –

Nach der ersten Nacht mit amerikanischen Träumen stellten wir fest, dass durch das algen-, kalk- und bakterienlösende Mittel in Tank und Leitungen unser schon angeschlagener Wasserhahn in der Küche sehr undicht geworden war und die Brühe in Ecken lief, wo sie absolut nichts zu suchen hatte. Also stoppten wir alle weiteren Aktionen und bauten erst mal einen neuen, schon seit letztem Jahr vorsichtshalber mitgeschleppten, Wasserhahn ein: Dauer etwa 3 Stunden, na ja, es war das erste Mal und die unbequeme Arbeitshaltung und der doch große Kraftaufwand beim Ausbau des siffenden Hahns verhinderte eine schnelle Reparatur. Aber der neue Hahn glänzt nicht nur schön, sondern ist auch DICHT! Die restlichen Arbeitsgänge bezüglich Säuberung der Wasseranlage waren nach weiteren 48 Stunden abgeschlossen.

– Unsere Koffer standen noch unausgepackt in der Heckgarage –

Der Kühlschrank war das nächste Gerät, das zickte. Normalerweise lassen wir ihn hier im Gasbetrieb laufen, da dies preiswerter ist als Betrieb mit Strom. Leider funktionierte die Zündung der Gasflamme erst wieder nach dem fachgerechten Einbau eines neuen Brenners durch unseren “Haus- und Hofreparateur” Herrn Mühlich. (Reisemobil- und Wohnwagenverkauf und auch Vermietung, sowie Reparaturdienste mit Werkstatt in Aalen)

– Unsere Koffer standen noch immer unausgepackt in der Heckgarage –

Nun stand die zeitintensive Grundreinigung an: der Besen half das Dach von Zweigen, vielen Blättern und losem Dreck zu befreien, mit dem Hochdruckreiniger (Flachdüse!) gelang es, den groben Schmutz vom Dach und den Außenwänden zu pusten, dann kam erst mal das vorläufiges Ende der Putzarbeiten, weil das Wochenende mit Saisonabschlussfest für die Dauercamper anstand.

– Unsere Koffer standen die letzte Nacht unausgepackt in der Heckgarage –

Am Samstag war das Wetter noch warm und trocken, nur wie lange noch? Vorsichtshalber packten wir unsere Koffer im Gras vor unserem Auto endlich aus und verstauten die Inhalte provisorisch. Nach dieser ungeliebten Arbeit war klar, größeres Ausmisten ist nötig, sonst platzt unser Zuhause aus allen Nähten. Den schweren Anfang dieser Aus- und Umräumarbeiten machten wir auch postwendend.

– Unsere Koffer stehen nun leer bis…??? im Gästezimmer im Haus meines Vaters –

Am darauffolgenden Montag brauchten wir etwa drei Stunden nur für die etwas gründlichere Reinigung des Daches, das akribische Säubern des Daches unter den Solarplatten und der Luken verschoben wir noch, weil kein adäquates Putzwerkzeug zur Hand war. Und schon ergab sich ein neues Problem: Bei dem Versuch, die Fernsehantenne (Schüssel) elektrisch hochzufahren, um den Dreck darunter beseitigen zu können, stellte sich der Receiver einfach tot, einzige Reaktion: eine Sicherung am Gerät ploppte sich ins Aus!?!

Nach einer Überprüfung des Receivers durch Alexej (der kann das), probierten wir den Receiver nochmal aus, leider mit dem gleichen Ergebnis – die Sicherung…..! Für uns gibt es nun auch weiterhin kein Fernsehen, das stört uns aber nicht sonderlich. Da wir aber vielleicht im Winter in Spanien doch mal das Bedürfnis nach deutschem Fernsehen haben werden, begab ich mich am nächsten Vormittag ans Telefon, um mal so eben einen Werkstatttermin bei der Herstellerfirma unserer gesamten Fernsehanlage zu bekommen. Prompt ließ die Servicewüste Deutschland grüßen: Fast zwei Stunden später nach 11 Anrufen (kurz vor der Mittagspause der dortigen Mitarbeiter) war der Termin gebongt und meine Laune ziemlich im Keller.

Spätestens an dieser Stelle war für uns klar: Wir lassen unsere Oscarlotta NIE MEHR so lange unbewohnt im Freien stehen!

Bevor die frustrierenden Erlebnisse überhandnahmen, kauften wir bei einem Stadtbummel durch Aalen “Nervennahrung”: Drei nagelneue Reisehandbücher für den Osten der USA und Kanada von Dumont! (Der vielbenützte Reiseführer dieses Verlages zum Nordwesten der USA und Kanadas hat uns sehr gute Dienste geleistet.)

Nun sind die ersten Wochen auf der rauen Alb vorbei, zehn Tage davon ziemlich verregnet und kalt. Unser Auto ist zwischenzeitlich außen wieder ansehnlich und innen sehr aufgeräumt, wir fühlen uns endlich wieder wohl. Dazu trägt auch meine gelungene Neuinstallation einer LED-Lichtleiste in unserem Wohnzimmer bei. Die alte indirekte Beleuchtung war doch schon recht funzelig, weil nur noch einige wenige intakte Lichtchen dementsprechend wenig Licht abgaben.

Außerdem spendierte ich unserer Küchenzeile eine zusätzliche ausklappbare Arbeitsfläche und Ingrids Lieblingsdachluke eine neue Kurbel. Als sie dann nach fummeligem Geschraube vom Dach aus durch die sperrangelweit offenstehende Luke tatsächlich funzte, fiel mir ein Riesenfelsbrocken von der Seele; hätte ja auch schiefgehen können und dann??? Die vorerst letzte Reparatur war das Einsetzen eines neuen Wasserhahns im Bad, ging schon viel flotter als vor vier Wochen in der Küche. Heute (30.September) haben wir Ingrids Hänger noch wieder ansehnlich gemacht, sie innen, ich außen und die Heckgarage fast fahrfertig eingeräumt, die restlichen Tage bis zu unserer Abreise können wir RELAXT angehen, nur noch ein paar Pflichten müssen wir erledigen.

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“Die kleinen Zimmer oder Behausungen lenken den Geist zum Ziel, die großen lenken ihn ab.” (Leonardo da Vinci, 1452-1519)

In 2 Wochen geht es MIT ihr erst zur Überprüfung/Reparatur unserer Satellitenanlage, danach zum Mobisotreff bei Maria in Weilheim und daaannn: Ab nach Süden! Unser Flitzi wartet sicher auch schon sehnsüchtig auf uns!!!