“Alles Gute kommt von oben” oder “Die Gefahr beim Fahren”

 
Heute möchte ich (Uschi) mich mal wieder kurz zu Wort melden.
Wir stehen ja nun schon seit fast drei Monaten auf dem Stellplatz hier im Allgäu und haben einige erheblichen Schneefälle miterlebt mit einem herrlichen Ergebnis für Augen und Seele! (Wer es mag!)

viel Salat!

Dass Schnee auch Arbeit mit sich bringt, ist ja bekannt, die Allgäuer sind wirklich mit den Räumarbeiten auf Straßen und Wegen richtig gut.

OberstdorfOberstdorfSalaträumerGrünten

Auch wir haben schon Stunden Schnee geschaufelt, aber wir nehmen es sportlich und genießen das Draußensein, vor allem bei Sonnenschein! Smiley
Immer mehr Wohnmobilisten sind wie wir auch im Winter unterwegs, viele in Richtung des schneefreien Südens, aber einige auch hier im Allgäu oder in anderen Wintersportgebieten. Sie haben fast alle ein mehr oder weniger winterfestes Mobil und oft viel nicht unnötiges Zubehör wie z. B. Wintermatten für das Fahrerhaus, Anfahrhilfen, Schneeschaufel und manche für den Fall der Fälle sogar Schneeketten dabei. Alles gut und schön, aber … dummerweise fällt der Schnee nicht nur auf den Boden, sondern auch auf Haus- und Wohnmobildächer.

Salat auf dem Dachund anderswo

Diesen Winter mussten viele Menschen im Allgäu die doch hohen und schweren Schneemassen von Dächern räumen. Auch wir haben unsere Mobildächer mehrfach von Schnee- und Eislasten befreit, schon wegen der Solarplatten, die ja keine Sonnenstrahlen mehr einfangen konnten, aber vor allem dafür, dass wir uns jederzeit auf öffentliche Straßen begeben könnten.

schon wiederneuer Salat

So, genug der Vorrede, jetzt komme ich zu meinem eigentlichen Anliegen.
Leider denken die meisten “mobilen Wintercamper” vor ihrer (Weiter-)Fahrt nicht über Schnee und Eis auf dem Wohnmobil- oder Wohnwagendach nach und über die Gefahr für nachfolgende Verkehrsteilnehmer. Was mit angefrorenem Schnee auf dem Dach während der Fahrt passieren kann, hat Ingrid „hier“ ja schon erzählt. Alle Lkw-Fahrer müssen ihre Dächer vor der Fahrt räumen – und wir…? Etwa ich?

so sollte man NICHT losfahren! Leute, ein einziger (!!!) Mobilfahrer hier hat in den letzten vier Wochen zumindest versucht, von einer meines Erachtens gefährlichen Leiter aus, den vielen Schnee vom Dach zu schieben, ohne großen Erfolg, die anderen haben es erst gar nicht probiert!
Aber ich finde: Geht nicht gibt’s nicht!
Das Versäumnis der Reisemobillieb=
haber geschieht schon beim Kauf. Heute haben die meisten Mobile keine Heckleiter mehr so wie früher, irgendwie ist diese praktische Sache nicht mehr angesagt, aber wir haben sie beim Kauf mitbestellt, um jederzeit sicher Boxi auf’s Dach steigen zu können. Es gibt zwar dafür auch tolle leichte ausziehbare Anstellleitern, aber die sind für die heute doch oftmals hohen Wohnmobile viel zu oft zu kurz. Sie reichen in der Regel höchstens bis kurz unter die Dachkante UND sie haben keine vier Füße wie eine Bock-/Haushaltsleiter. Sie sind deshalb, vor allem auf unebenen, rutschigen oder wie jetzt vereisten Untergründen, SEHR gefährlich! Erstauntes Smiley AUF das Dach zu kommen ist für einen sportlichen Menschen vielleicht noch möglich, aber runter geht dann unter Umständen schneller als gewollt.

Bei Oscarlotta haben wir schon beim Kauf (gegen die Empfehlung des Verkäufers, das Heki doch in den Wohnbereich zu verbauen) auf einer großen aufkurbelbaren Dachluke über dem Heckbett bestanden, aus gutem Grund: Dachluke aufkurbeln, kleine passende Bockleiter mit Bügel auf’s Bett stellen und schon kann man sicher und bequem jederzeit raus auf das Dach und auf demselben Weg wieder zurück! Keine Leiter, die wegrutschen kann, keine Akrobatik nötig,  um vom Dach auf die oberste Stufe zu gelangen.
Randbemerkung: Sowohl das Dach von Oscarlotta als auch das Dach von Boxi ist voll begehbar. (Leute mit Höhenangst sollten es trotzdem lieber nicht “begehen”.)

Unsere Antwort zu der Frage: “Wie komme ich sicher auf mein Wohnmobildach?” lautet ganz einfach: Versucht nachzurüsten, entweder von innen mit einer großen Luke, an die man eine Leiter anstellen kann (falls schon vorhanden, braucht man nur noch eine passende Leiter) oder von außen mit einer Heckleiter. Wer trotz allem eine Anstellleiter bevorzugt, sollte darauf achten, dass sie mindestens 30cm länger als das Womodach hoch ist und er sollte sich einen kompetenten “Leiterhalter” organisieren! Ich höre schon die „todesmutigen“ Männer sagen, „ich brauche nicht aufs Dach, ich kann den Schnee auch von der Leiter aus runterschieben“. Haben wir auch versucht, mit einer Schneeschaufel erreicht man NICHT die Mitte des Daches. Und selbst mit einem Besen, Schrubber o. ä. an einer entsprechend langen Teleskopstange ist es ausgesprochen schwierig (und gefährlich – Leiter rutscht unten weg, wenn oben Kräfte wirken), größere Schneemassen wegzuschieben.

Camping mit SalatMit diesem Beitrag wollte ich euch das Wintercamping nicht madig machen, Wintercamping hat gaaanz viel zu bieten!!! Cooles Smiley

Wintercamping

Zum Abschluss noch ein kleiner Tipp: Sorgt dafür, dass ihr Winterdiesel im Tank habt! Ansonsten braucht ihr euch über das Räumen eurer Dächer keine Gedanken mehr zu machen, dann springt euer Motor nämlich erst wieder an, wenn der Frühling kommt!

written by Uschi
photos taken by Ingrid with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Salat-Update

 

Wir haben Glück! Die heftigen Schneefälle hörten auf und dafür kam die Sonne durch, nicht jeden Tag, aber auf jeden Fall öfter als im Rest Deutschlands. Der liegengebliebene Schnee ist angetaut und wieder gefroren, das Gehen rund um unsere Mobile und auf sämtlichen Spazierwegen gestaltet sich schwierig. Man sollte gut aufpassen, wohin man tritt! Ein Vorteil des Alters ist, dass man sowieso nicht mehr so schnell unterwegs ist/sein muss, also besteht keine erhöhte Gefahr, auszurutschen oder sich den Fuß zu vertreten. Die “Hundewege” sind inzwischen allerdings so verharscht, dass das Laufen dort eher dem Balancieren auf einem Schwebebalken gleicht. Da kann es schon einmal passieren, dass man das Gleichgewicht verliert und auf allen Vieren im Tiefschnee landet! Laut lachen

viel Salat!viel Salat!viel Salat!Hundewegeviel Salat!viel Salat!viel Salat!bizarre Eisweltenbizarre Eisweltenbizarre Eisweltenbizarre Eisweltenbizarre Eisweltenbizarre Eiswelten

Passieren tut gerade nicht wirklich etwas, zumindest nichts, worüber es sich lohnen würde, ausführlich zu berichten. Wir hatten Besuch von einem zukünftigen Fulltimer, der sich Tipps bei uns einsammelte. Einen weiteren Kurzbesuch von Bloglesern verschlief ich, sodass nur Uschi das Vergnügen hatte. Ansonsten gehen wir, bevorzugt wenn die Sonne scheint, spazieren, gerne mit einem Umweg über das hervorragend bestückte Bäckereicafé im Ort, fahren einkaufen oder auch mal nach Sonthofen oder Oberstdorf zum Bummeln. Wenn die Sonne scheint, wird es in unseren Mobilen so warm, dass die Heizung noch stundenlang in der Nachtabsenkung bleiben kann. Das spart ein wenig Gas. Die Temperaturen draußen sind nämlich so weit unter dem Gefrierpunkt, dass eine Gasflasche nur noch gut 2 1/2 Tage reicht. Das ist sowohl bei Oscarlotta als auch bei Boxi so, allerdings mit dem Unterschied, dass ich 11-Kilo-Flaschen brauche und Uschi nur Fünfer. Trotz Kondenswasser ableitender Wäscheklammern an den Kaminaustritten der Heizungen bilden sich interessante Eisgebilde. Cooles Smiley

Eispimmel ;-)Eispimmel ;-)

Die Sonnenuntergänge sind nicht spektakulär, aber schön, vor allem die Berge sehen vom letzten Sonnenlicht beschienen toll aus. Verliebt

letzte Sonnenstrahlenletzte Sonnenstrahlenletzte Sonnenstrahlenletzte Sonnenstrahlenletzte Sonnenstrahlen

Langweilig wird uns bisher nicht. Ich habe die letzten Tage eingehend Lithium-Akkus und Wechselrichter recherchiert. Man sollte es nicht für möglich halten, aber in Oscarlotta arbeiten immer noch die ersten Aufbaubatterien, seit inzwischen 11 3/4 Jahren!!! Da sie aber natürlich von heute auf morgen ihren Dienst einstellen können, wäre es gut, wenn ich dann weiß, was ich will. Wieder Gel-Batterien oder umsteigen auf die vielgepriesenen LiFe(Y)PO4-Akkus? Uschi hat schon im letzten Jahr gewechselt und ist zufrieden. Mir reichen meine Gel-Akkus eigentlich, allerdings würde ich gerne, wenn kein Landstrom zur Verfügung steht, trotzdem meine Kapsel-Kaffeemaschine nutzen können, die sehr stromhungrig ist. Das geht mit Wechselrichter, aber der geht nicht mit Gel-Batterien, zumindest nicht in der bisherigen Kapazitätsklasse. Und Akkus mit größerer Kapazität passen von den Ausmaßen her nicht in das Batteriefach im Doppelboden der Heckgarage. Sie woanders unterbringen möchte ich aber auch nicht. Ich habe eine Firma ausfindig gemacht, die alles hat, was ich möchte und bei der ich auch Austausch/Einbau/Aufrüstung erledigen lassen kann. Also werde ich wohl in den sauren (Preis-) Apfel beißen. Allerdings ergibt sich auch einiges an Sparpotenzial, nicht nur beim Strom, sondern auch beim Gas. Ich nutze zwar einen Absorber- und keinen Kompressorkühlschrank, aber über einen Batteriemonitor kann eingestellt werden, bei welchem Ladezustand der Lithium-Akkus der Kühlschrank mit (überschüssigem) Solarertrag betrieben werden soll. Wäre ja blöd, wenn ich im Sommer mehr Solarstrom “einfange”, als in den Batterien eingelagert werden kann. Nach meinen Berechnungen könnten sich die teuren Lithium-Akkus im theoretischen Idealfall nach ca. 4 Jahren amortisiert haben. Das wird sich herausstellen! Vermutlich wird es im realen Leben etwas länger dauern. Auf jeden Fall wird es in Zukunft, zumindest im Sommer, egal sein, ob Landstrom zur Verfügung steht oder nicht und ich kann trotzdem meine Kaffeemaschine anschmeißen. Man gönnt sich ja sonst nichts! Kuss senden

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Salat satt (sozusagen bis zum Hals!) ;-)

 

Mit Sicherheit verfolgt ihr die aktuelle Wetterlage, seid vielleicht sogar selbst davon betroffen. Schon im Herbst war sehr auffällig, welche Unmengen an Zapfen an den Bäumen hingen und wir unkten, dass es sicher einen harten Winter geben würde… Wie soll ich es sagen, wir hatten wohl Recht! In Teilen Bayerns und Österreichs ist es derzeit echt heftig und was man so in den Nachrichten sehen und hören kann, ist absolut nicht übertrieben. Die Wetterverhältnisse und die daraus resultierenden Bedingungen scheinen den Winter ebenso zu einem “Rekordwinter” machen zu wollen, wie der letzte Sommer ein “Rekordsommer” war.

RekordschneehöhenRekordschneehöhenRekordschneehöhen

Wir stehen gut und vor allem sicher hier. Keine Berge und keine Bäume in unmittelbarer Nähe. Ein Supermarkt ist fußläufig zu erreichen, Gas gibt es am Stellplatz. Unser einziges Problem ist, den unaufhörlich fallenden Schnee von den Autodächern zu holen. Dazu sind Logistik, eine lange Leiter, Schneeschaufeln in verschiedenen Größen, wasserabweisende Jacken, Handschuhe und Fitness nötig. Mit den Hausdächern und den Wohnmobildächern der Nachbarn haben wir zum Glück nichts zu tun. Zwinkerndes Smiley

räumungsbedürftigräumungsbedürftig

Fix und Boxi sind relativ pflegeleicht, Oscarlotta ist da schon eine andere Nummer. Normalerweise gelangen wir aufs Dach, indem wir eine dreistufige Trittleiter auf das Bett stellen und durch das aufgekurbelte Heki (Hebekippdachfenster) nach draußen klettern. Das klappte diesmal nicht. Der Schnee lag so hoch auf dem Heki, dass es sich nicht aufkurbeln ließ! Zum Glück konnten wir beim Stellplatzbetreiber eine 3m-Haushaltsleiter ausleihen, mit deren Hilfe von der obersten Stufe aus die Randbereiche des Daches freigeschaufelt werden konnten sowie ein Teil des Hekis. Dann eine gute Handbreit aufkurbeln, den hereinfallenden Schnee mit einem großen Duschtuch auffangen und voooorsichtig durch den Spalt allen Schnee nach hinten und zu den Seiten wegschieben. Ein Stück weiter aufkurbeln (ja, es schneite noch!) und mit Verrenkungen den restlichen Schnee vom Heki schaufeln. Mit Hilfe der Leiter konnten wir das Dach zu ca. zwei Dritteln freilegen. Den Rest in der Mitte, an den man nicht heranreichte, verschoben wir auf den nächsten Tag. Der Stellplatzbetreiber und sein Helfer fuhren schon den ganzen Tag mit Schneeräumern über den Platz und die Zufahrtswege und der geräumte Schnee türmte sich schon zu hohen Bergen an den Rändern. Wir sind zwar, außer einem weiteren Mobil, die einzigen Gäste, es gibt aber noch einen bewohnten Dauercamperbereich.

Ingrid bei der ArbeitIngrid bei der ArbeitIngrid bei der ArbeitIngrid bei der ArbeitIngrid bei der ArbeitOscarlottas DachOscarlottas Dach

Am nächsten Tag schneite es nur wenig, es war auch in der Nacht kaum weiterer Schnee dazugekommen, sodass Uschi aufs Dach steigen konnte. Sogar die Sonne kam ein wenig heraus und die Temperaturen waren so, dass das Heki aufbleiben konnte, während Uschi räumte. Danach sah Oscarlotta so aus:

schneefrei und blitzblankschneefrei und blitzblankschneefrei und blitzblank

Dann schneite es wieder! Und es hörte auch nicht mehr auf. Man konnte quasi dabei zusehen, wie die Schneehöhe wuchs. Am einfachsten erkennbar immer an der Trittstufe. Bevor man reingeht, kehrt man sie ab und wenn man das nächste Mal wieder rausgehen will, hat sie schon wieder ein “Häubchen”, vor allem natürlich am Morgen. Genauso wie Flitzi! Verwirrtes Smiley

Trittstufen OscarlottaTrittstufen OscarlottaFlitzi mit MützchenFlitzi wird ausgegraben

In der Nacht auf Donnerstag gab es an die 40cm Neuschnee! Oscarlotta sah wieder genauso aus wie vor der Räumung. Also alles wieder von vorne! Gleiche Reihenfolge, da das Heki sich wieder nicht aufkurbeln ließ. Dieses Mal ging Uschi aufs Dach, sobald das Heki geöffnet werden konnte. Das musste blitzschnell gehen, da es unaufhörlich dicke Flocken schneite. Kaum war sie draußen, klappte ich die Leiter zusammen und kurbelte wieder zu. Die Räumerei eines Wohnmobildaches ist nicht ohne. Man muss gelenkig sein, trittsicher und man darf keine Höhenangst haben. Zusätzlich sind Bewegungen nur im Zeitlupentempo sinnvoll, da das sowieso schon glatte Dach durch den teilweise gefrorenen Schnee gefährlich rutschig wird. Es ist also eine zeitaufwändige Angelegenheit, vor allem auf einem Dach dieser Größe. Rund um unsere Mobile haben wir Laufgräben geschaufelt und genau in diese hinein fällt der Schnee vom Dach! Was bedeutet, dass aller Schnee zweimal geschaufelt wird, einmal oben und einmal unten. Inzwischen sind die Schneehaufen schon so hoch, dass wir kaum noch wissen, wohin mit dem neuen Schnee. Diese Aktion hat gute 2 1/2 Stunden gedauert, danach musste noch das Werkzeug enteist werden. Die Leiter konnten wir ja auch nicht völlig verschneit zurückgeben. Auf den Trittstufen war der Schnee schon so angefroren, dass ich ihn mit einem Spachtel abkratzen musste. Erstauntes Smiley

Neuschnee!!!Neuschnee!!!Neuschnee!!!Neuschnee!!!Neuschnee!!!Neuschnee!!!Neuschnee!!!Neuschnee!!!Neuschnee!!!Neuschnee!!!Neuschnee!!!Neuschnee!!!Spuren im Schnee

Dann gab es erst einmal einen Kaffee! Gefrühstückt hatte ich auch noch nichts. Die Wettervorhersage für die nächsten Tage kündigte weitere ergiebige Schneefälle an! Fein, dann wissen wir ja, was zu tun ist! Laut lachen Im Fernsehen (Brennpunkt Wetter) war, außer der Lawinengefahr-Höchsttufe, immer wieder Thema, dass Dächer von den Schneemassen befreit werden müssen und es wurden Zahlen genannt. Pulverschnee hat ein Gewicht von 30-50 Kilo pro Kubikmeter. Wenn der Schnee nass ist oder nass wird, weil es hineinregnet (ist für das Wochenende angekündigt), kann das Gewicht auf das Zehnfache ansteigen! Unsere Dächer sind begehbar, d. h., für ca. 100-150kg ausgelegt, punktuell vermutlich. 40cm lagen ganz sicher schon da oben, macht also im nassesten Zustand auf ein mal einen Meter ca. 200kg. Also bleibt uns nichts anderes übrig, als zu räumen, mindestens jeden zweiten Tag. Außerdem wollen bzw. können wir ja nicht bis zum Frühling hier bleiben und fahren kann und darf man mit einem Dach voller Schnee nicht. Sollte man auch nicht! Mit meinem früheren Wohnmobil habe ich das mal gemacht, weil ich mich nicht aufs Dach traute und sooo viel ja gar nicht drauf lag. Während der Fahrt löste sich eine Eisplatte, wahrscheinlich durch die Fahrbewegungen losgerüttelt, rutschte über die Schrägung des Alkovens nach unten und zerschlug mir die Frontscheibe! Auf dem nächsten Rasthof war die Fahrt für mich erst einmal zu Ende und ich blieb über Nacht dort stehen. Immer wieder hörte ich im Verlauf des Abend, wie irgendwo eine Eisfläche vom Dach fiel, es taute nämlich und die Wärme aus meinem geheizten Innenraum tat ihr übriges. Ich war froh, dass ich nur mich selbst geschädigt hatte und nicht eine Eisplatte auf ein nachfolgendes Fahrzeug gefallen war. Eine Werkstatt fand ich am nächsten Morgen auch, konnte auch noch selbst dorthin fahren und musste dann natürlich noch lange dort herumstehen, da man mit einer frischeingesetzten Scheibe ja nicht sofort weiterfahren kann. Dieses Risiko würde ich also nicht noch einmal eingehen!

Für den Freitag war eine Wetterberuhigung angesagt, bevor es dann am Wochenende weitergehen sollte. Und tatsächlich schien sogar die Sonne! Uschi grub Flitzi mal wieder aus und wurde von einem Radioreporter (SWR3) angesprochen, der in der Folge spontan ein Interview mit ihr machte. Der junge Mann konnte zunächst nicht so ganz nachvollziehen, warum man freiwillig so lebt wie wir, aber als Uschi ihn aufforderte, sich doch mal umzuschauen, musste er zugeben, dass die Landschaft einfach ein Traum ist!

Flitzi wird befreitFlitzi wird befreitFlitzi wird befreitFlitzi wird befreitWintermärchenWintermärchenWintermärchenWintermärchen

Wir machten später einen Erkundungsgang, am See entlang in den Ort. Die Wege hatten gerade mal Hundebreite, Gegenverkehr nicht möglich!

WintermärchenWintermärchenWintermärchenWintermärchenWintermärchenWintermärchenWintermärchenWintermärchenschmale Wegeschmale Wegelustige Häubchenlustige Häubchenlustige Häubchen

Die Zugverbindung nach Oberstdorf musste inzwischen auch eingestellt werden, wegen kontrollierter Baumfällarbeiten entlang der Strecke. Bis Immenstadt kommt man noch per Zug, dann geht nichts mehr. Immerhin gab es ab dem zweiten Tag einen Schienenersatzverkehr per Bus. Die Menschen im Süden Deutschlands sind Schnee im Winter ja gewöhnt, aber dies jetzt scheint auch für Bayern eine Ausnahmesituation zu sein! Angeblich war es seit 1960 nicht mehr so schlimm.

DB-StreckensperrungDB-StreckensperrungDB-StreckensperrungDB-Streckensperrung

written by Ingrid
photos taken with iPhone and HUAWEI P10 Lite

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.