Start in den Frühling mit Fix und Boxi

 
 
Bad SchönbornNach einem dreimonatigen “sportlichen” Winteraufenthalt auf dem Stellplatz in Bad Schönborn mit Besuch des benachbarten Fitnessstudios hatte ich erst einmal Termine bei Tischer (Hersteller der Aufbaukabine)  und Storkan (Nissanhändler), damit mein Gespann auch fit wurde.

Bei Tischer gab es die fällige Dichtigkeitsprüfung (ohne Befund) und einen Ersatz für die  Bordbatterie, die sich leider Knall auf Fall verabschiedet hatte. Schon längere Zeit hatte ich mich mit dem Thema ”Lithiumbatterie” beschäftigt und mir vorgenommen, bei einem irgendwann mal nötigen Batterietausch eine Lithiumbatterie + Wechselrichter einbauen zu lassen. Nun kam der Zeitpunkt zwar früher als gedacht, aber ich blieb bei meinem Vorhaben. In Boxi ist nun, passend zur Solarplatte eine 100AH-Lithiumbatterie mit einem neuen Ladegerät eingebaut. Ein Wechselrichter mit 1000 Watt Leistung ermöglicht mir, alle elektrischen Kleingeräte, die ich besitze, zu betreiben. Meine Kabel und Adapter sind seit  Inbetriebnahme der neuen Errungenschaften  “out of order” und führen hoffentlich die meiste Zeit des Jahres ein “Kellerdasein” im Staufach.

WechselrichterLiFePo4Ladegerät

Beim nächsten Stopp in Haßfurt bei der Firma Storkan gab es nur eine kleine Inspektion, dann konnte ich meine geplante Frühjahrstour ins “Bayrische” starten.

bei Storkan

In Bad Windsheim mussten wir noch eine Woche Eiseskälte überstehen. Cooles Smiley

Bad Windsheimeine Woche -10°C

ErdingDas nächste Ziel war Erding, um gute Freunde, die in der Nähe wohnen, zu besuchen. Leider hatte sie die Grippewelle lange im Griff, sodass ich nach einer Woche einen Ortswechsel vornahm. In Weilheim konnte ich zwar dann noch mit einer Freundin einen sonnigen Nachmittagsspaziergang unternehmen, aber alle weiteren Ausflugspläne fielen auch da dem Grippevirus zum Opfer. Ganz Bayern schien die Grippe zu haben, ich blieb verschont! Nachdem dann auch ein verspäteter Wintereinbruch vorhergesagt wurde (und auch stattfand), fuhr ich kurzerhand “nach Hause”, gleichbedeutend mit Campingplatz in Lauterburg.
Eiszapfen bei TagEiszapfen bei Nacht

Nach einer 4-wöchigen Reisepause startete ich Ende März zum neuen Versuch einer Frühlingsreise, mit Erfolg! Erstes Ziel war Bad Dürrheim, dort fand das Treffen von “Seabridge” (Verschiffung von Wohnmobilen und geführte Gruppenreisen) statt, wieder mit einigen auch für mich interessanten Bildvorträgen und natürlich vielen Gesprächen mit Gleichgesinnten. Außerdem konnten wir alle das sonnige, warme Wetter mit Aktivitäten oder auch “Passivitäten” (rumsitzen) im Freien genießen.

Nach den Tagen in Bad Dürrheim fuhr ich am Bodensee entlang über die “Alpenstraße” ins Allgäu (meine heimliche Heimat). Die Kulisse auf der Fahrt war wunderschön: blauer See, weiß-blauer Himmel, weiße Alpengipfel, grüne Wiesen und blühende Büsche! Auf dem Stellplatz in Oberstdorf war der Frühling zwar noch nicht vollständig angekommen, aber das Wetter war nach einem Regentag wieder vom Feinsten und ich habe eine Woche lang meine ausgedehnten Wanderungen und das Städtchen richtig genossen.

unterwegsunterwegsunterwegsunterwegs

Ich wollte auch noch mir unbekannte Stellplätze im Allgäu erkunden. So fuhr ich zunächst den Stellplatz in Fischen an. Er ist schön angelegt, aber ich wollte an dem Tag schon noch ein Stück weiter. Am Mittag landete ich dann in Bad Hindelang. Hier blieb ich eine ganze Woche, weil: superschöner Platz mit toller Ausstattung, superschöne Umgebung, superschönes Wetter und ich kam in den Genuss von einem Zwischensaisonangebot: 5 Nächte bezahlen, 7 Nächte bleiben.

HindelangHindelangHindelangHindelangHindelangHindelangHindelangHindelangHindelangHindelangHindelang

Auf meiner weiteren Erkundungstour fuhr ich über Nesselwang nach Pfronten-Weißbach. Der Stellplatz in Nesselwang ist direkt neben dem Großparkplatz an der Alpspitzbahn im Grünen angelegt. Ich richtete mich dann aber auf dem Stellplatz im übernächsten Dorf (Pfronten-Weißbach) für unbestimmte Zeit ein. Hier gibt es, wie auch in Bad Hindelang, ein gutes Restaurant und gute Sanitäranlagen sowie Waschmaschine und Trockner.

Pfronten

Als besonderes Schmankerl  bekommt man hier am Stellplatz in Pfronten-Weißbach die  “PfrontenCard”  umsonst, das bedeutet “Freie Fahrt” mit Bus und Bahn im Ostallgäu!

PfrontenCard

(Alle Stellplatzbeschreibungen und GPS-Daten zu den von mir angefahrenen Plätzen findet ihr im Bordatlas 2018 und/oder in den verschiedensten Apps und/oder hinter dem jeweiligen Link.)

Eine Woche ist seit meiner Ankunft schon wieder vergangen und zwischenzeitlich stehen “Oscarlotta” und “Fix und Boxi” wieder nebeneinander hier auf dem Platz und haben sich, so wie wir, über das Wiedersehen gefreut.

Pfronten

Pfronten

Die nächsten Neuigkeiten präsentiert euch dann wieder wie gewohnt Ingrid!

written by Uschi
photos taken with HUAWEI P10 Lite

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

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Eine laaange To-do-Liste oder…

 

Vorbereitungen für unsere sechsmonatige Reise mit unserem Huckepack-Team durch den Nordosten von Kanada und USA

Damit unsere (zum großen Teil schon abgeschlossenen) Vorbereitungen auch anderen Reisemobilisten, die eine solche oder ähnliche Tour nach Nordamerika = USA/Kanada planen, leicht nachlesbare Hilfestellungen bieten kann, wähle ich in diesem speziellen Blogeintrag eine unterteilte Darstellung zwecks besserer Übersicht:

– Wir haben für unser “Huckepack-Team” eine Roll On / Roll Off – Verschiffung von Hamburg nach Halifax (Nova Scotia, Kanada) inklusive Versicherungen bei SeaBridge gebucht.

erste Informationen zur Verschiffung mit “SeaBridge” auf www.sea-bridge.de

– Besuch eines SeaBridge-Treffens, dieses Jahr in Bad Dürrheim vom 21.-24. April und 12.-14.September, in Bad Königshofen vom 8.-11. September

– Um die Elektrizität in Nordamerika nützen zu können braucht man einen Umformer, um 110V in 230V umzuwandeln (wird auf den Treffen gebraucht angeboten für etwa 100 Euro).

– bei der Wahl der Gasflasche sollte man auf jeden Fall eine LPG-Tankflasche wählen, ein sehr gut informierter Mitarbeiter von Seabridge hat mir diesen Rat beim Treffen gegeben mit dem Hinweis, dass deutsche Campinggasflaschen schon seit vielen Jahren in Nordamerika NICHT mehr gefüllt werden. (Der deutsche und der nordamerikanische Füllstutzen sind identisch, also braucht man an der Tankflasche KEINEN Fülladapter zu kaufen.) Wir haben uns für nur EINE Tankflasche entschieden, weil speziell in Halifax vor der Rückverschiffung die Flasche “gespült” werden muss, Kostenpunkt 100 CAD (zur Zeit 65 Euro). Aus unserer Erfahrung der letzten Reise im Nordwesten von USA/Kanada wissen wir, dass Tanks (Tankflaschen) auf fast allen Camping- und RV-Plätzen und an vielen Tankstellen gefüllt werden können. Die wahrscheinlich kostengünstigste Möglichkeit zur Lösung des Gasproblems ist eine amerikanische Gasflasche in USA oder Kanada zu kaufen, z. B. bei Walmart (geht nur, wenn der Gaskasten groß genug ist, da der Durchmesser dieser Flaschen etwas größer ist als eine deutsche 11kg-Gasflasche). Einen Adapter muss man aus Deutschland mitnehmen, auch hier wird einem beim Treffen geholfen, mit Adapterverkauf und amerikanischer Gasflasche, die man probeweise in den Gaskasten des eigenen Mobils stellen kann, um zu sehen, ob man ganz ohne deutsche Gasflasche verschiffen kann. (Leider kommt für uns diese Möglichkeit nicht in Frage, da in Nordamerika 5kg-Gasflaschen nicht gebräuchlich sind.)

– Die Verschiffung kostet pro m³ des Mobils dieses Jahr 44 Euro, ohne Hafen-, Zoll- und sonstige Gebühren! Außerdem ist eine Transportversicherung nötig, die Prämienhöhe beläuft sich auf 0,9% des Zeitwertes des Fahrzeugs. (Angaben für  die einfache Fahrt von Hamburg nach Halifax)
*rechnet möglichst auf den Zentimeter genau

– da unsere deutsche Versicherung für Amerika NICHT gilt, muss man eine amerikanische Versicherung für das Fahrzeug abschließen, nähere Infos auch bei SeaBridge. Wir werden unserer KFZ-Versicherung in Deutschland den Zeitraum mitteilen, in dem wir die Versicherung nicht benötigen und hoffen auf eine Beitragsrückerstattung.

– Für die Einreise mit dem Flugzeug in die USA muss man vorher im Internet ein ESTA-Visum beantragen (“Visa Waiver” Programm, 2013 kostete es 15 USD pro Person, mit Kreditkarte zu bezahlen). Es gilt für max. 90 Tage Aufenthalt! Wer gerne 6 Monate in USA bleiben möchte muss ein B2-Visum beantragen (umfangreiches Prozedere). Für die Einreise mit dem Flugzeug nach Kanada muss man (ab 15. März 2016) ein ETA-Einreisevisum auch im Internet beantragen (7 CAD pro Person, mit Kreditkarte zu bezahlen). In Kanada kann man 6 Monate ohne weiteres Visum bleiben.Übrigens, das eigene Fahrzeug darf in Nordamerika (also USA und Kanada) nur ein Jahr bleiben, dann muss es ausgeführt werden.

– Unser Reisemobil “schwimmt” ~ 15 Tage über den Nordatlantik, wir dürfen leider nicht “mitschwimmen”!

– Unsere Flugreise mit Condor von Frankfurt nach Halifax kostet ~ 800 Euro (pro Person, hin und zurück)

– Das Fahrzeug muss in Hamburg im Hafen sauber (innen und außen!) abgegeben werden. Obligatorisch ist zusätzlich noch eine Unterbodenwäsche, die kostenpflichtig im Hafen durchgeführt wird. Normalerweise kann man 18 Tage später in Halifax sein Fahrzeug wieder auslösen. (Rückverschiffung bei uns von Halifax nach Hamburg).

– Wir haben für die Nacht vor dem Abflug aus Deutschland ein Hotelzimmer in einem der Flughafenhotels in Frankfurt gebucht und für die Tage bis zur Abholung unseres “Gespanns” ein Hotel im “Herzen” von Halifax.

– Gefühlte tausend Kleinigkeiten wie Werkzeugergänzung, Durchsicht des Fahrzeugs in der Werkstatt plus Ergänzung der Ausstattung, Reisepassgültigkeit überprüfen, internationalen Führerschein besorgen (für ETA schon notwendig!) usw. haben wir schon fast in trockenen Tüchern. Ausräumen aller NICHT erlaubten und nicht notwendigen und seefestes Verstauen aller erlaubten Dinge erledigen wir natürlich “auf den letzten Drücker” bei unserer Freundin Luise, ganz in der Nähe von Hamburg! Zwinkerndes Smiley

Weitere Einzelheiten würden den Rahmen dieses Blogbeitrags sprengen!

Huckepackteam

Alle, die ähnliche Reisen vorhaben, können bei einem SeaBridge-Treffen ganz viele Menschen treffen, die schon geführte Reisen mit Seabridge gemacht haben oder schon Touren auf eigene Faust (wie wir) gefahren sind. Das von uns im Herbst besuchte Treffen in Bad Dürrheim war ringsrum nur KLASSE, aber auch anstrengend. Wir haben 3 Tage und lange Abende bei Diavorträgen über geführte Reisen “Gottweißwohin” durchgestanden, aber keine Minute bereut. Außerdem haben wir Gleichgesinnte getroffen und viel geklönt. Wir konnten den für Nordamerika nötigen Umformer erstehen und alle Fragen, die wir schon im Vorfeld gesammelt hatten, nicht nur loswerden, sondern wir bekamen auch Antworten. (Bericht von damals siehe „hier„)

Man kann natürlich auch OHNE die professionelle Hilfe von SeaBridge eine Reise mit dem eigenen Mobil  über die “großen Teiche dieser Welt” planen und durchführen. Vielleicht ist es im Einzelfall etwas kostengünstiger, uns wäre es auf jeden Fall zu stressig!!! Wir können mit dem “Fastrundumsorglospaket” (fast)gelassen unser Abenteuer Nordamerika angehen.

Wenn ihr die Reise von Big Fix&Boxi mit uns verfolgen möchtet…

https://fixundboxi.wordpress.com ab Mitte April Bin gleich zurück !

 

Irgendwo in Kanada

written by Uschi
photos taken with Canon EOS 600D

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

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Nein, mit meinem Computer ist alles in Ordnung! 😉

Wir haben uns dieses Jahr gegen einen Rückblick und statt dessen für eine Jahresvorschau entschieden. 2015 war beherrscht von Big Fix und Boxi und das habt ihr ja alles mitverfolgt.

2016 steht im Zeichen NORDAMERIKA! Nach einigen Zweifeln und Verunsicherungen haben wir dann doch beschlossen, unsere geplante Halbjahresreise nach Kanada und USA in Angriff zu nehmen. Schließlich hatten wir ja extra dafür Big Fix noch die teure Rahmenverstärkung verpasst. Und jünger werden wir auch nicht.

Steve Jobs   

Also hat Uschi Flüge und Hotelzimmer in Frankfurt und Halifax gebucht sowie die Verschiffung unseres Gespanns über SeaBridge. Diese ist für den 30. April terminiert, in Hamburg. Drei Tage vorher können wir Fix und Boxi im Hafen abgeben, mit ziemlich restriktiven Vorgaben. Es darf kein noch so klitzekleines Krümelchen Erde oder ein Sandkorn irgendwo haften, weder außen noch innen an z. B. Campingstühlen oder Fußmatten. Die Kanadier reagieren da panisch. Zwar wird der Wagen im Hamburger Hafen noch dampftgestrahlt und es wird ein Zertifikat darüber ausgestellt, aber wenn das den Sauberkeitsvorstellungen der Kanadier nicht genügt, wird dort (teuer) nachgebessert. Das Fahrzeug (in unserem Fall Big Fix) muss sichtleer sein, nicht einmal einen Kugelschreiber soll man sehen können. Also natürlich auch keinen Monitor einer Rückfahrkamera. Wir werden mit der geplanten Aufrüstung also noch warten bis nach der Reise, damit auf dem Schiff nichts abgeschraubt werden kann. Wir hoffen, dass wir von Boxi keinen Schlüssel abgeben müssen, werden aber natürlich auch dort keine Wertsachen mitverschiffen. Aber einiges an nötigen Ausrüstungsgegenständen müssen wir schon drin lassen, z. B. den Stromumwandler von 110 auf 230 Volt und dann das übliche Campingzubehör. Nicht erlaubt sind Lebensmittel, Alkohol und auch keine Medikamente (gelten als Drogen!). In das Hafen-/Zollgebiet darf zur Abgabe des Wohnmobils nur eine Person reinfahren, mit gültigen Kennzeichen. Danach kann und sollte man die abschrauben und entweder im Fluggepäck mitnehmen oder im Mobil verstecken.

Natürlich wird noch eine Seetransportversicherung fällig sowie für “drüben” eine Kfz-Versicherung. Beides nicht so ganz preiswert! Die Verschiffung selbst wird nach Kubikmetern berechnet und beläuft sich in unserem Fall auf ca. €2160 für die einfache Fahrt incl. Hafen- und Zollgebühren. Wenn man bedenkt, dass das Mieten eines kleineren Wohnmobils für 3 Monate uns 2013 fast €10000 gekostet hat, dann kann man gegen die Transportkosten wirklich nichts sagen. Zumal man dann sein eigenes vertrautes Zuhause dabei hat und klamottenmäßig nicht an die 23kg Fluggepäck gebunden ist. Unterwegs ist das Schiff zwei Wochen, die planmäßige Ankunft soll am 15. Mai 2016 sein, die Abholung des Mobils ist allerdings frühestens am 18. Mai möglich (Suche nach Erde und Sand!). Wir werden am 12. Mai nach Halifax fliegen und die Wartezeit dort in einem zentral gelegenen Hotel verbringen. Und uns natürlich Halifax und Umgebung schon einmal ansehen.

Oscarlotta können wir bei Luise an der Oste abstellen. Dort steht sie gut und sicher, wird gestreichelt und belüftet. 😉 Und wir können in aller Ruhe ein- und umpacken. Bis Ende Januar/Anfang Februar werden wir wohl noch hier am Hirtenteich bleiben und uns dann mal langsam gen Norden bewegen.

Wir freuen uns schon sehr auf ein halbes Jahr Nordamerika, diesmal auf der anderen Seite des Kontinents als beim letzten Mal. Hoffentlich kommt uns nichts in die Quere!!! Unser Reisegebiet wird in etwa im Bereich der Route (nicht genauso wie die eingezeichnete Route) auf dem Foto sein. Mehr werden wir wohl nicht schaffen, weil wir weder jeden Tag fahren noch riesige Kilometermengen bewältigen wollen. Und gerade in diesen Gegenden wird es viel Interessantes zu sehen geben, fing die Besiedelung Amerikas doch hier an der Ostküste an.
 ostkueste-usa-kanada

So, jetzt wünschen wir euch einen guten Rutsch in ein hoffentlich für uns alle friedliches und gesundes Jahr 2016!!!

written by Ingrid

Warmer Hintern – voller Bauch ;-)

 

Da wir in Nordamerika (Kanada/USA) nicht frieren und nur Käsebrot essen wollen, haben wir uns schon mal um die nötigen “Energiespender” gekümmert. Ganz geschickt war, dass wir hier den schon von Ingrid erwähnten Umformer (Trafo) von 110 auf 230 Volt günstig erwerben konnten. Somit stehen uns in Nordamerika immer 1500 Watt (Dauerstrom) zur Verfügung, natürlich nur, wenn wir einen “Landstromanschluss” haben. Damit können wir  problemlos den Kühlschrank, unsere Induktionskochplatte (850 Watt) oder einen unter dem Namen “Schweizer Würfel” bekannten Heizlüfter mit Konvektionswärme in 3 Leistungsstufen (450W/750W/1500W) betreiben. Da er mit 259 Euro (Berger-Katalog) nicht ganz preiswert ist, reicht eventuell auch der natürlich sehr viel einfachere und damit wesentlich preisgünstigere Keramikheizlüfter “Cuby” (750W/1500W), Kostenpunkt 49,99 Euro, auch Berger-Katalog, Entscheidung steht noch aus. Wir werden uns außerdem noch einen Toaster (etwa 1000W) zulegen, damit im “Toastbrotland” knusprige Brotscheiben oder auch mal Brötchen zum Frühstück gesichert sind.

Da wir in Nordamerika sicherlich öfter ohne Stromanschluss in State- oder Nationalparks übernachten werden, brauchen wir zum Betreiben von Heizung, Herd und Kühlschrank natürlich unseren zweiten “Energiespender” Gas. Haben wir Zwinkerndes Smiley , im Gaskasten unserer neuen “Boxi” (Tischer-Kabine) ist aber nur Platz für 2x5kg Gasflaschen (in Oscarlotta passen 2x11kg-Gasflaschen in den Gaskasten).

Und jetzt kommen noch die besonderen Gegebenheiten in USA und Kanada dazu, die da wären:

Seit 2003 werden KEINE deutschen Tauschgasflaschen mehr gefüllt (Auskunft des Gas-Sachverständigen von Seabridge), weil sie keinen automatischen Füllstopp haben. Das bedeutet, dass man die sehr viel teureren Tankflaschen mit Füllstopp für USA/Kanada braucht. Wir haben schon seit Jahren eine Tankflasche zusätzlich zur Tauschflasche im Gaskasten von Oscarlotta fest eingebaut, um problemlos an Autogastankstellen Gas nachfüllen zu können, was für uns vor allem in Frankreich hilfreich ist.

links Tauschflasche, rechts Tankflasche

Wynen Tankflasche - FüllstoppWynen Tankflasche - Füllstopp

Für unsere “Boxi” brauchen wir nun zwei neue Gasflaschen. Die (normalen) deutschen Tauschflaschen sind zwar sehr viel günstiger als die Tankflaschen, aber in USA/Kanada nutzlos! Also, wir müssten 2 Tankflaschen einbauen, aber…

a) kostet eine Tankflasche (z.B. bei “WYNEN-Gas”) mal locker 295 Euros plus 79 Euros für die Halterung und

b) kommt eine zweite Besonderheit ins Spiel: Vom Hafen von Halifax (Nova Scotia, Kanada) aus können wir unser “Gespann” NUR zurück nach Hamburg verschiffen, wenn wir unsere (teuren) Gastankflaschen teuer (100 CAD pro Flasche Weinendes Smiley Weinendes Smiley) spülen lassen (angeblich mit Stickstoff – böse Zungen behaupten, es wird nur Pressluft verwendet), damit auch ja kein Rest von Propangas mehr in den Flaschen ist!

Die Möglichkeit, eine amerikanische Gasflasche vor Ort zu kaufen, entfällt, weil diese von den Maßen her nicht in unseren Gaskasten passt (jetziger Wissensstand).

Wir denken, dass es in Boxi für Europa eine Kombination wie in unserer Oscarlotta wird (eine Tausch- und eine Tankflasche). Für USA/Kanada muss dann einfach eine Tankflasche mit 5kg Inhalt reichen und dafür öfter nachgefüllt werden Weinendes Smiley, die zweite Gasleitung im Gaskasten wird mit einem Blindverschluss stillgelegt und die deutsche Tauschflasche bleibt in Deutschland. Zähnezeigendes Smiley Somit sparen wir bei Rückverschiffung 100 CAD. Um in Nordamerika Gas nachgefüllt zu bekommen braucht man jedoch auch noch den passenden Adapter. (Fülladapter ACME 21.8)

Fülladapter für Nordamerika

Diesen Adapter werden wir mit einer Tankflasche gleich mitbestellen.

Wir hatten am Wochenende richtig Glück, dass wir Jens und Elisabeth kennengelernt haben, die erst im letzten Jahr neun Monate lang in USA/Kanada unterwegs waren. Jens hatte die GANZ WICHTIGE Telefonnummer der anscheinend einzigen autorisierten Werkstatt in Halifax für uns parat, die seine zwei 11-kg-Gastankflaschen für die Rückverschiffung des Reisemobils gespült haben, DANKE!!! Außerdem war es richtig schön, mit euch zu klönen!

Den Fülladapter für USA/Kanada durften wir beim Abschied fotografieren und ein Erinnerungsfoto entstand bei der Gelegenheit dann auch noch.

Erinnerungsfoto

Eine zweite richtig nette Begegnung hatten wir beim Bestaunen eines Fernreisemobils. Wir kamen mit zwei Frauen, Silvia und Marita, ins Gespräch, die ähnliche Reiseträume wie wir haben, aber schon längere Reisen in Neuseeland und Afrika realisiert hatten. Wir möchten mit den Beiden auch in Verbindung bleiben. Liebe Grüße und schaut mal, was wir zur Verweildauer des Mobils in USA herausgefunden haben (letzter Beitrag)!

Doch nun noch einmal zurück zu den “Energiespendern”. Zum Laden und Betreiben unserer diversen Kommunikationsmittel haben wir auch in “Boxi” selbstverständlich 12V-Steckdosen. Damit die auch dafür notwendige Versorgungsbatterie bei Sonne schön nachgeladen wird, ist auf dem Dach ein Solarmodul (dritter “Energiespender”) installiert.

Und zum Schluss ein Hinweis für alle, die sich eine Tankflasche zulegen möchten: Man kann sie nicht nur über die Firma “WYNEN-Gas” beziehen oder einbauen lassen, sondern auch z.B. bei der “gasfachfrau”. Hier ist der Preis etwas günstiger, aber der direkte Tankstutzen und die genaue Füllstandsanzeige sind nicht inbegriffen.

Wynen Tankflasche

written by Uschi
photos taken by Ingrid with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Seabridge-Treffen 2015 in Bad Dürrheim

 

Wir hatten es ja schon erwähnt, dass wir in Bad Dürrheim sind, weil eines der diesjährigen Seabridge-Treffen an diesem Wochenende hier stattfindet. Die Firma Seabridge erfährt seit Jahren solch einen Zulauf, dass inzwischen mehrere Treffen pro Jahr an verschiedenen Orten Deutschlands stattfinden. Wir waren vor Jahren schon einmal auf einem dieser Treffen, da es immer schon ein Wunschtraum von uns war, mit dem eigenen Mobil durch USA/Kanada zu reisen. Als wir dann allerdings unsere Oscarlotta hatten, konnten wir uns nicht mehr dazu entschließen, sie zu verschiffen. Zuerst, weil sie noch nagelneu war und wir Sorgen hatten, dass ihr was passieren könnte, später, weil sie eben unser einziges Zuhause ist und wir Sorgen hatten, dass ihr was passieren könnte. Dagegen sprach außerdem, dass IVECO in USA völlig unbekannt ist, wir also schon bei einfachsten Pannen Werkstattprobleme bekommen würden. Unsere Reifengröße gibt es in Nordamerika ebenfalls nicht, was bedeuten würde, zwei Reservereifen mitzunehmen (Oscarlotta hat 6 Räder). Die Vorstellung, dass uns von einem der in rasender Fahrt überholenden Holzlaster durch einen aufwirbelnden Stein unsere Frontscheibe zertrümmert werden könnte, ließ uns unseren Wunsch dann endgültig begraben. Wir haben uns 2013 dann ja dafür entschieden, drüben ein Wohnmobil zu mieten und haben darüber ausführlich berichtet, “hier” nachzulesen. Es war auch alles gut, die Entscheidung war richtig und unser “Venti” mit seinen knapp über 6m hat uns wirklich gut gefallen. Das Fazit dieser für mich ersten Amerikareise war, JA, das will ich noch öfter und länger als “nur” 3 Monate. Dann wird das Mieten allerdings heftig teuer! Es ist einfach nachzurechnen, dass es sich preislich lohnt, ab 2-3 Monaten, je nach Größe des Fahrzeugs, sein eigenes Mobil zu verschiffen. Diese ganzen Überlegungen gaben letztendlich den Ausschlag dafür, uns für den Kauf eines “Reisemobils” zu entscheiden, wie wir “hier” bereits ausgeführt haben.

Seit Donnerstagabend finden Lichtbildvorträge statt zu den unterschiedlichsten geführten Wohnmobilreisen, die Seabridge anbietet, teils mit dem eigenen Mobil, teils in Mietmobilen. Zuerst gab es natürlich eine ausführliche Infoveranstaltung zum Verschiffen des eigenen Mobils. Ab Dienstag trafen Seabridge-Teilnehmer ein, entweder wie wir, die sich informieren wollen und viele Fragen beantwortet haben möchten oder “Veteranen”, die ihre Erfahrungen weitergeben, Reisefreunde wiedersehen oder sich für die nächste Reise entscheiden wollen. Es dürften inzwischen so ca. 200 Mobile hier sein, die z. T. auf dem Extraplatz für Gruppen stehen, der mit grob gezählten 80 Fahrzeugen voll ist, siehe Fotos vorher – nachher:

Seabridge-Treffen 2015 (Mittwoch)Seabridge-Treffen 2015 (Freitag)     

Wir haben gerade für gar nichts anderes mehr Zeit, schauen und hören uns die Reiseberichte von Seabridge an, die total interessant sind, gerade über die Länder, die wir voraussichtlich in diesem Leben nicht mehr bereisen werden. Außerdem versuchen wir, unsere Fragen beantwortet zu bekommen, die es bezüglich Aufenthaltsdauer, getrennt nach Personen und Fahrzeug, Gas- und Stromversorgung etc… gibt, trotz ausführlicher Vorrecherche im Internet, in Blogs und Büchern. Auch ohne die Beantragung eines Visums für die USA hätten wir eine Gesamtaufenthaltszeit zusammen mit Kanada von 9 Monaten. Was uns bisher aber niemand beantworten konnte, war u. a. die Frage, läuft die Zeit nach der Einreise in eines der beiden Länder weiter, wenn man in das andere Land wechselt (also wenn wir z. B. nach 2 Monaten Aufenthalt in USA nach Kanada einreisen). Kann man die restlichen 30 von den 90 Tagen, die man als Tourist in USA bewilligt bekommt, “aufsparen” und nach einigen Monaten in Kanada aufbrauchen oder nicht. Die Antwort ist übrigens “nein”, die Zeit läuft weiter. Wenn man länger in USA bleiben möchte bzw. nach einem längeren Kanada-Aufenthalt noch einmal in die USA zurück möchte, muss man erst einmal in ein sog. Drittland ausreisen. Mexico zählt nicht mehr dazu, es müsste mindestens Belize sein oder man müsste sein Mobil in einem der überall verfügbaren “Storages” unterstellen und mal kurz nach Deutschland, nach Australien, Neuseeland oder sonstwohin fliegen und danach neu einreisen. Wenn man ein Visum für die USA beantragt und auch erhält, hat man theoretisch das Recht, sich über die Dauer von 10 Jahren pro Jahr 6 Monate in den USA aufhalten zu dürfen. Theoretisch deswegen, weil es im Ermessen des Officers liegt, der einen bei der Einreise abfertigt, ob er einem die vollen 6 Monate zubilligt oder weniger oder sogar die Einreise ganz verweigert! Wenn man das Glück hat und eine Aufenthaltsdauer von 6 Monaten in seinen Pass gestempelt bekommt, gibt es die Möglichkeit, relativ unproblematisch per Internet eine Aufenthaltsverlängerung von weiteren 3 Monaten zu beantragen, was $200 kostet und bis zur Entscheidung ca. 2 Monate braucht. Dann hätte man, mit den 6 Monaten von Kanada, insgesamt zwar 15 Monate Aufenthaltszeit. Das große ABER ist, dass das Fahrzeug nach 12 Monaten wieder ausgeführt werden muss!!! Wenn das nicht passiert, läuft man bei der Rückverschiffung Gefahr, dass es vom Zoll beschlagnahmt wird!

Außerdem unterhalten wir uns mit anderen Teilnehmern dieses Treffens, die überwiegend schon die tollsten Reisen, mit oder ohne Seabridge gemacht haben. Da sind wir Waisenkinder dagegen! Ein notwendiges Utensil konnte Uschi schon gebraucht erwerben, nämlich einen Trafo, also einen Spannungswandler, der aus den in Nordamerika üblichen 110 Volt die für unser Mobil benötigten 230 Volt macht. Ist ein sauschweres Teil, obwohl es gar nicht so groß ist und sieht so aus:

Trafo

Und dann musste ich natürlich die diversen Fernreisemobile fotografieren!!! Eine kleine Auswahl hier:

FernreisemobileFernreisemobil (Saurer)FernreisemobilFernreisemobil
Dieser Bericht entstand heute bis weit nach Mitternacht während und nach „meiner“ Freitags-Talkshow. Jetzt schnell veröffentlichen, frühstücken und weiter geht es mit der „Seele Afrikas“ und der „Baja California“. Kurze Kaffeepause, dann weiter mit „Oman – Überwintern im Orient“. 😉
Sobald wir wieder durchatmen können, melden wir uns wieder!!!

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Reisemobilhafen Bad Dürrheim

 

Am Sonntagmittag haben wir uns – ungern – am Stellplatz in Freiburg verabschiedet, aber neue Termine warten woanders schon auf uns. Einen Tag zuvor klopfte es vormittags an unsere Tür und draußen stand ein weiterer unserer Blogleser, sogar ein Follower, den wir bisher aber nur namentlich kannten und natürlich von seinem eigenen Blog. Ich war noch nicht gesellschaftsfähig, so unterhielt Uschi sich kurz mit ihm und sagte, dass wir später mal bei ihm und seiner Frau vorbeikämen. Die beiden kamen gerade von einer 6-wöchigen Spanientour zurück und beklagten den kalten Wind, der ständig da gewesen sei. Trotz Sonnenscheins sei es nicht richtig warm geworden. Den Reisebericht, den Erich in mehreren Worddokumenten bereits geschrieben hat, wird er nachträglich in seinem Blog veröffentlichen. Das ist zwar nicht der eigentliche Sinn eines Reiseblogs, aber wenn man in Deutschland ein verwaistes Haus stehen hat, möchte man verständlicherweise nicht so gerne im Internet kundtun, dass dem so ist. Wir haben uns nett unterhalten und jetzt haben wir eine sehr sympathische Vorstellung von beiden und sie von uns (hoffentlich!) auch.

Sonntag dann also die riesige Fahrleistung von 82km (!) bis nach Bad Dürrheim. Hier findet übernächstes Wochenende ein großes “Seabridge”-Treffen statt. “Seabridge” ist die Firma, mit der man sein Wohnmobil verschiffen lassen kann, wenn man nach USA, Kanada, Südamerika, Südafrika, Australien oder Neuseeland möchte. Seabridge bietet in diesen und weiteren (auch europäischen) Ländern auch geführte Touren im eigenen Mobil an. Wir wollen allerdings nur verschiffen, aber nicht Oscarlotta, sondern unser neues Reisemobil, wie “hier” schon berichtet. Da wir noch so einige unbeantwortete Fragen haben, wollen wir die Gelegenheit nutzen und Menschen treffen, die sich schon auskennen. Außerdem verspricht das Programm einige interessante Reiseberichte in Wort und Bild.

Plan Reisemobilhafen Bei unserer Ankunft, übrigens bei herrlichstem Frühsommerwetter, schien uns der Reisemobilhafen schon ziemlich voll zu sein. Wir haben Mitte April!!! Da die Rezeption erst um 16 Uhr wieder geöffnet wurde, parkten wir Oscarlotta und Flitzi auf dem ersten freien Stellplatz und gingen auf Suche. Mal wieder gar nicht so einfach! Wir haben ja so unsere Vorlieben und Abneigungen, aber die Plätze müssen auch einfach von der Größe her passen, es dürfen keine Baumäste zu niedrig hängen etc… Und wenn wir Flitzi noch mit auf den Platz bringen wollen, wird es schon richtig eng. Dazu kam noch, dass die Stromversorgung mit nur 4 Ampere beschrieben war. Es sollte angeblich auch Plätze mit 16 Ampere geben, aber wo? Wir fragten den einen oder anderen Camper. Stirnrunzeln und Schulterzucken! An den Stromkästen stand immer nur 4 Ampere. Es wurde mal wieder sehr deutlich, dass viele Menschen, auch männlicher Natur, keinen Schimmer haben, wie man Volt, Watt, Ampere miteinander in Verbindung bringt. Nach dem Motto, wenn die Sicherung rausfliegt, dann hatte die Kaffeemaschine wohl doch etwas zuviel Watt. Uns ging es ausschließlich um unsere Nespresso-Maschine, auf die wir nur ungern verzichten. Die hat 1200 Watt und da 4 Ampere nun mal nur 920 Watt ergeben, würde das eben nicht reichen. Den Strom mit 4 Ampere gibt es als Pauschale zu € 2,50/Nacht. Für 16 Ampere, falls es sie überhaupt geben würde, hofften wir auf einen Preis nach Verbrauch. Wir haben ja unsere Solarpanele, sodass wir von “Landstrom” relativ unabhängig sind, aber nicht von gutem Kaffee!!!

ag Rezeption Unsere Stellplatzsuche war nicht sehr erfolgreich, aber es war fast 16 Uhr, also gingen wir zur Rezeption zurück. Am liebsten hätten wir ja den Platz genommen, auf dem wir schon standen, aber der würde ganz sicher schon für das Seabridge-Treffen reserviert sein. Nein, war er nicht!!! Und 16 Ampere könne man an jedem Platz haben, das würde der Chef morgen höchstpersönlich an unserem Stromkasten ändern. Die Pauschale müssten wir allerdings trotzdem zahlen und zusätzlich den Mehrverbrauch. Uschi versuchte klar zu machen, dass wir eher weniger verbrauchen werden (Solar), aber im Falle des Falles eben die höhere Absicherung brauchen (Nespresso-Maschine). Keine Chance! Wir fallen mal wieder durchs Raster! Also gut, dann läuft eben auch der Kühlschrank über Strom, gegebenenfalls auch mal kurz unsere Heizung mit 1000 Watt oder unsere Klimaanlage. Unsere Pauschale beinhaltet 4 Kilowatt und alles, was wir darüberhinaus verbrauchen, müssen wir mit €0,60/kW bezahlen. Unser normaler Tagesverbrauch (Kühlschrank auf Gas) beträgt 0,5 (Sommer) – 1 1/2 (Winter) kW. Also müsste man uns eigentlich ja Geld auszahlen! Aber das ist im System natürlich nicht vorgesehen. Da loben wir uns doch die Stellplätze wie in Bad Schönborn oder jetzt in Freiburg, wo es Stromautomaten (mit 16 Ampere Absicherung) gibt, mit denen man seine Kosten über diverse Sparvorhaben (Solar, Kühlschrank auf Gas) selbst bestimmen kann.

Aber egal, unser Platz ist für uns perfekt! Wir haben nur einen direkten Nachbarn, haben Schatten- oder Sonnen-Sitzplätze nach Belieben, vorne und links je eine große Rasenfläche und Flitzi passt auch noch drauf. Für €9,- (ohne Strom), da kann man doch nicht meckern! Zur Entsorgungsstation sind es nur ein paar Meter. Leider reicht die Signalstärke des Stellplatz-WLANs nicht bis zu uns, würde aber auch €1/Tag kosten.

unser Stellplatz

Einen ersten Erkundungsgang in den Ort haben wir schon gemacht, außerdem eine Einkaufstour per Rad zum ca. 3km entfernten großen Einkaufszentrum und gestern war “turnen” und in der Sonne sitzen angesagt. Es geht uns gut! Unser neues Header-Foto ist übrigens von gestern Abend (Blick durch die Frontscheibe, aber von draußen fotografiert).

Sonnenuntergang

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.