Alpenrundblick

 

Das weiße Schicksal ereilte uns ein weiteres Mal in Form von gut 20cm Neuschnee über Nacht! Erstauntes Smiley Der Wetterbericht hatte es zuverlässig vorhergesagt und so nahmen wir das Geschenk gelassen an. Wenn die Arbeit erst getan ist und die Sonne wieder scheint, ist es wirklich ein Geschenk!

OberstdorfOberstdorfOberstdorfOberstdorfOberstdorfOberstdorfOberstdorf

Diesmal sahen alle Bäume rundherum besonders bezaubernd aus (siehe aktuelles Headerfoto). Und diesmal wagte ich mich auch höchstselbst auf Oscarlottas Dach. Das Heki hatte ich schon am Vortag vom Schnee befreit, damit es sich aufkurbeln ließ. Soweit ich von der Leiter auf dem Bett reichen konnte, schob ich den Schnee vom Dach, bevor ich rauskletterte. Als richtig gut dafür geeignet hat sich ein Gummibesen erwiesen, auch für die weitere Arbeit auf dem Dach. Den ersten Besen hatten wir nicht mit dem für ihn geeigneten Stiel benutzt, sodass jetzt ein „Handbesen“ übrig war. Diese praktischen Gummibesen verursachen keine Kratzer, haben einen variablen Teleskopstiel und eine zusätzliche Wasserabzieh-/Schabekante. Man kann sie als Besen oder Schrubber oder Wasserabzieher nutzen und durch ihre weichen „Borsten“ können sie auch den Solarplatten nichts anhaben.

neuer SalatSalatbesteck

Diesmal wollten wir den runtergeschobenen Schnee nur auf der Fahrerseite von Oscarlotta haben, da wir auf der anderen Seite nicht mehr wussten, wohin mit weiterem Schnee. Auf der rechten Seite behindert aber sowieso die Markise das über die Kante schieben und an einem Punkt war dann klar, dass ich mit schieben nicht mehr weiter kommen würde, auch, weil unter der Schneehaube eine schon angefrorene Schicht Pressschnee war. Uschi reichte mir ihre Mini-Schneeschaufel (für Kinder, pinkfarben Smiley) hoch und damit schob ich den Schnee nicht mehr vom Dach, sondern schmiss ihn im hohen Bogen bis auf den (noch nicht geräumten) Fahrweg! Das machte richtig Spaß!!! Es wurde aber auch sehr deutlich, wie schwer selbst diese kleinen Schneemengen schon sind und unser Respekt vor Dachlawinen verstärkte sich noch. Die Feinarbeit passierte dann wieder mit dem Gummibesen.

auf dem Dachauf dem Dachauf dem Dachauf dem Dachauf dem Dachauf dem Dachauf dem Dachgeschafft!!!

Ein angenehmer Nebeneffekt ist, dass die Wohnmobildächer blitzsauber werden und keine schwarzen Regenstreifen mehr an den Seitenwänden herunterlaufen!

blitzsauber!

Die Sonne schien herrlich warm und die Aussicht war vom Feinsten! Verliebt

Aussicht von OscarlottaAussicht von OscarlottaAussicht von OscarlottaAussicht von OscarlottaAussicht von BoxiAussicht von BoxiAussicht von BoxiAussicht von BoxiAussicht von OscarlottaAussicht von Boxi

Auch die nächsten Tage waren wunderbar und wir genossen die Märchenlandschaft bei unseren Nachmittagsspaziergängen.

WintermärchenWintermärchenWintermärchenWintermärchenWintermärchen

Unsere Zeit hier ist nun LEIDER vorbei und jetzt verraten wir auch, wo wir die letzten drei Monate waren, nämlich auf dem Stellplatz „Alpenrundblick“ in Blaichach. Es gibt auf einer großen geschotterten Fläche Platz für 60 Mobile und, wie der Platzname sagt, rundherum Berge. Die Lage ist nahezu perfekt, Immenstadt ist ca. 3km entfernt und über den Iller-Radweg zu Fuß oder mit dem Rad gut zu erreichen, nach Sonthofen sind es ca. 5km. Der Bahnhof (Zugverbindung Oberstdorf/Immenstadt und weiter) ist 5 Minuten vom Stellplatz entfernt (die Bahnstrecke ist in Hörweite, aber nicht störend) und vom Bahnhof aus ist man direkt in dem kleinen Ort mit Supermarkt und allen Geschäften, die man so braucht. Der Iller-Radweg war immer gut geräumt, sodass unsere Spaziergänge in beide Richtungen jederzeit stattfinden konnten. Zum Stellplatz gehört sogar ein eigener Badesee! Alle weiteren Einrichtungen und die Preise findet ihr auf der Homepage.

BlaichachBlaichachBlaichach

Es hat uns so gut gefallen, dass wir für den nächsten Winter schon wieder reserviert haben! Wir hatten das Wetter, dass wir uns gewünscht hatten. Regen kam fast immer als Schnee herunter, grau und nieselig war es nur ganz selten und die Sonne schien (nicht nur gefühlt) an wesentlich mehr Tagen als im restlichen Deutschland. Die beiden vorhergehenden Winter habe ich ja im Norden und Osten Deutschlands verbracht und am meisten im Gedächtnis geblieben ist mir, wie sehr ich die Sonne vermisst habe. Das kann ich von diesem Winter nicht sagen! Und Sonne und Schnee hat schon was, oder? Kuss senden

Sonne und SchneeSonne und SchneeSonne und SchneeSonne und SchneeSonne und SchneeSonne und Schnee

“Wer hat an der Uhr gedreht?
Ist es wirklich schon so spät???
Soll das heißen – ja, ihr Leut – mit dem Allgäu ist Schluss für heut! 
Stimmt es, dass es sein muss?
Ist für heute wirklich Schluss???

Heute ist nicht alle Tage, wir kommen wieder – keine Frage!”

bis dann!bis dann!bis dann!

written by Ingrid
photos taken with iPhone and HUAWEI P10 Lite

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Früher und heute

 
 
am Alpsee

wunderschöner Blumenschmuckwunderschöner Blumenschmuck

Ich weiß schon seit vielen Jahren, dass das Allgäu meine “heimliche” Heimat ist. In meiner Kindheit haben meine Eltern, meine Schwester und ich während vieler Jahre Ferientage bei (Groß-) Tanten im Allgäu verbracht. Meine Erinnerungen sind immer noch sehr deutlich, obwohl seither mehr als ein halbes Jahrhundert vergangen ist. Vor ein paar Jahren habe ich Ingrid schon das Wohnhaus der Schwestern meiner Oma in einem Vorort von Kempten zeigen können, ich war sehr erfreut, dass es schön renoviert immer noch mit demselben Garten und seinen Schuppen an der Iller steht. Während dieses Aufenthaltes in Oberstdorf wollte ich noch eine andere Kindheitserinnerung auffrischen. Meine Großmutter hatte nämlich auch noch einen Bruder, der den elterlichen Hof in Akams, einem kleinen Dorf in der Nähe von Immenstadt oberhalb des Alpsees weiterführte. Dort waren wir als Kinder auch ab und zu zu Besuch. Laut den Aussagen meines Vaters führt jetzt die Enkelin mit ihrem Mann den Hof nur noch als Kleinbetrieb weiter. Außerdem haben sie den Hof soweit umgebaut, dass 3 schöne große Ferienwohnungen darin Platz gefunden haben.

So haben wir am Sonntag bei strahlendem Sonnenschein mit Flitzi einen Ausflug dorthin unternommen. Da es jedoch noch zu früh für einen Sonntagnachmittagsbesuch bei eigentlich fremden Menschen war, machten wir zuerst einen Abstecher zum Alpsee, an dem ich schon als Betreuerin und eigentlich Skilehrerin mit Kindern Skilager Anfang der 70er-Jahre  in den Weihnachtsferien gemacht hatte. Meine Erinnerung ist, wir hatten absolut keinen Schnee und es wurden Wanderferien.

In Bühl fanden Ingrid und ich direkt am See den wunderschönen Campingplatz

Campingplatz

Wir waren begeistert von der Lage, der Aussicht, den großen befestigten Stellplätzen, dem kleinen aber feinen Gartenlokal und dem ganzen Drumherum. Das Beste für uns ist, dass der Platz in der Zeit von Januar bis Mai ACSI-Preise hat. Wir zahlen dort nur 16,- Euro pro Nacht, incl. Flitzi, Strom und Duschen, allerdings + 2,40 Euro Kurtaxe für 2 Personen.

Alpsee CampingAlpsee CampingAlpsee CampingAlpsee CampingAlpsee CampingAlpsee Camping

Nach einer Besichtigung des Platzes und seiner Einrichtungen fuhren wir dann über enge Nebensträßchen nach Akams hoch.

in Akamsin Akams

Wir mussten bei Dorfbewohnern nachfragen, um unser Ziel, den heutigen “Ferienhof Alpenblick Akams”,  dann aber relativ schnell zu finden.

Ferienhof Alpenblick Akams

Das Bauernhaus habe ich nicht mehr erkannt, es hat sich sehr verändert seit ich so vor 50 Jahren das letzte Mal hier war. Zwinkerndes Smiley Nachdem sich nach unserem Klingeln niemand meldete, wollten wir schon wieder fahren. Dann hörten wir aber Stimmen im Garten neben dem Haus und gingen ihnen nach. Dort stand der jetzige Bauer und seine Schwester, wie sich herausstellte. Leider war seine Frau (meine Urgroßnichte, denke ich) nicht daheim. Nach einer längeren angeregten Unterhaltung mit ihrem Ehemann hinterließen wir Grüße an sie und unsere Visitenkarte mit Telefonnummer und Blogadresse.

Auf dem Heimweg fanden wir durch Zufall noch den Wohnmobil Park in Blaichach zwischen Immenstadt und Sonthofen. Er liegt ortsnah und doch inmitten der Natur mit toller Aussicht auf den Allgäuer Begrüßungsberg Grünten und die Gebirgskette hinter Oberstdorf.

Alpenrundblick Mobil CampingAlpenrundblick Mobil Camping

Es gibt 60 komfortable Stellplätze mit Stromanschluss, eine separate VE-Station und beheizte Sanitäranlagen mit Duschen und WC.

GPS-Daten 47°32’46’’ N / 10°15’33’’ O

Preise: Stellplatz 10,50 € + Kurtaxe 1,20 € pro Person und Nacht, Benutzung der Sanitärräume pro Nase und Übernachtung 1,60 €. 1KW/h 0,60 €, 80-100l Wasser 1,00 €, 8-10l Wasser 0,10 € . Der Platz ist ganzjährig geöffnet und der Betreiber versicherte uns, dass er immer freie Plätze hätte!

Weil es so schön war!

written by Uschi
photos taken with Canon EOS 600D

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.