Der kleine Bruder

 

Haflinger Am Samstagnachmittag nach dem wöchentlichen Telefonat mit einem Freund fuhr ich mit Flitzi runter nach Essingen zu Rewe. Uschi war noch mit dem Polieren von Oscarlotta beschäftigt. Als ich vor dem Laden einparkte, stieg direkt vor mir in der nächsten Reihe ein älterer Mann in ein mir sehr bekannt vorkommendes Auto. Schon wieder ein Steyr Puch! Ich stürzte auf den erstaunten Fahrer zu und sagte, dass ich unbedingt ein Foto von seinem Auto machen müsse. Bereitwillig fuhr er es zwischen den anderen parkenden Autos weg vor eine Hecke. Ich erzählte ihm dann die Geschichte vom “großen Bruder” Pinzgauer und dass ich es lustig fände, in so kurzer Zeit zwei so außergewöhnliche Fahrzeuge zu treffen. Aber, das ist eben die Duplizität der Ereignisse, ein bekanntes Phänomen.

Der Haflinger ist um einiges kleiner als der Pinzgauer und mit max. 27 PS relativ untermotorisiert (meine Ente hat 29 PS!), aber er ist durch seine beiden getrennten Differentialsperren auch ein echtes Geländewunder und er wurde ebenfalls, aber nicht ausschließlich, als Militärfahrzeug gebaut. Dieser Haflinger ist von 1971 und dient seinem Besitzer als Arbeits- und Transportfahrzeug im Wald. Er hat ein Stoffdach über dem Fahrerhaus und auch die (Metall?-) Türen sind mit festem Canvas überzogen.

Ein richtig kleiner Großer, aber ich fand ihn trotzdem nur niedlich! Verliebt

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written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Nachbarschaft

 

Zu unserer Freude bekamen wir am letzten Wochenende zur Abwechslung mal wieder richtig nette Nachbarn und dann noch mit einem absolut einzigartigen Wohnmobil. Wohnmobil ist nicht ganz treffend, war es doch ein kleines Expeditionsmobil mit Schlaf- und Kochmöglichkeit, letzteres allerdings nur bei gutem Wetter, da sämtliche Küchenutensilien nebst Zweiflammkocher sich in einer großen ausziehbaren Schublade hinter der Hecktür befanden. Die Bezeichnung Expeditionsmobil hat es aber auf jeden Fall verdient, da das Basisfahrzeug für Militäreinsätze konzipiert wurde und mit allem ausgerüstet ist, was man da so brauchte: Steyr Puch Pinzgauerriesige Reifen, eine Seilwinde vorne, zwei einzeln zuschaltbar/angetriebene (sperrbare) Achsen, eine Steigfähigkeit von 100%. Der Besitzer sagte, solange die Reifenprofile noch etwas zum Greifen haben, klettert er! ER??? Die Freaks unter unseren Lesern wissen jetzt sicher schon, um wen es sich handelt:

Steyr Puch Pinzgauer

 

 

 

ein Steyr Puch Pinzgauer von 1973, ein Geländewagen für schwerstes Gelände!

 

Die erste Baureihe von 1971 bis 1985 wurde ausschließlich mit einem luftgekühlten Vierzylinder-Reihenmotor gebaut (Puch-Eigenentwicklung: 2,5 l mit 62–66 kW) und dementsprechend langsam für die heutigen Autobahnen ist man mit ihm dort unterwegs. Aber Autobahnen braucht man ja nur, wenn man weite Strecken in kurzer Zeit bewältigen will oder muss.

Wir kamen ins Gespräch mit dem netten und interessanten/interessierten Eignerpaar und durften Fotos schießen. Sie kamen gerade von der Abenteuer & Allrad-Messe in Bad Kissingen und wären gerne noch ein paar Tage in der schönen Landschaft und der wunderbaren Ruhe der Schwäbischen Ostalb geblieben. Ein paar lohnende Aufstiege hätte es hier auch gegeben!!! Aber leider rief der Job!

Steyr Puch PinzgauerSteyr Puch Pinzgauer (Seilwinde)Steyr Puch PinzgauerSteyr Puch Pinzgauer (Küchenschublade)Steyr Puch Pinzgauer (Innenraum Fahrerhaus)Steyr Puch Pinzgauer (Innenraum Fahrerhaus)Steyr Puch Pinzgauer

Zur Entschädigung konnten wir ihnen dann immerhin noch einen mittelspektakulären Abendhimmel bieten (unser neues Headerfoto!).

AbendhimmelAbendhimmelAbendhimmelAbendhimmel

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.