Bakfiets, ÖPNV und anderes

 

Ihr wollt endlich „richtige“ Amsterdamfotos sehen??? So welche, wie auf den Kalendern zu sehen sind oder in diversen Instagram-Accounts? Wie man sie halt so kennt? Also gut, hauen wir sie raus! Smiley mit geöffnetem Mund

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Zufrieden? Vielleicht sogar (so) begeistert (wie ich)? Sogar Uschi ist inzwischen infiziert.

Zum Ausgleich müsst ihr euch dann aber jetzt auch noch ein paar andere Fotos anschauen! Ich sage nur: Kuuuuunst! Zwinkerndes Smiley

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Es gibt in Amsterdam so viele verschiedene Stadtviertel mit ihren Besonderheiten, (Touristen-) Attraktionen und Sehenswürdigkeiten, dass wenige Tage dafür nicht ausreichen. Sogar, wenn man zweimal innerhalb einer Stunde durch dieselbe Straße läuft, weil man einmal in die verkehrte Richtung abgebogen ist und es nicht gemerkt hat, entdeckt man Details, die einem vorher verborgen geblieben sind. Zu Fuß gehen, bzw. schlendern, ist die einzig vernünftige Fortbewegungsart, schon auf einem Fahrrad würde man zu viel übersehen. Vernünftig auch deshalb, weil man immer und überall aufpassen muss, dass man nicht einen der zahlreichen und aus allen Richtungen vorbeischießenden Amsterdamer auf seinem fiets übersieht! Die haben nämlich eingebaute Vorfahrt! Eine Renaissance erleben seit ein paar Jahren die alten niederländischen Lastenfahrräder der Handwerker, bakfiets (bak = Kasten) genannt. Damit wurde einfach alles transportiert, jetzt überwiegend Kinder. Gibt es in zig Ausführungen, für bis zu sechs (!) Kinder, mit Anschnallmöglichkeit, für Hunde, mit und ohne Regenschutz, für Einkäufe, Transporte aller Art, allerdings nicht ganz preiswert! Erstauntes Smiley

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Man sieht hier auch noch viele Herrenräder, die zusätzlich auf der Stange einen kleinen Sattel fest angebracht haben und Fußstützen am Rahmen. Bei den Damenrädern ist der Sattel an der Lenkerstange befestigt. Oft ist auf dem Gepäckträger noch ein Kindersitz zu finden. Smiley

718b Amsterdam

In der Innenstadt und den diversen Stadtteilen ist das die wesentlich schnellere Art, von A nach B zu kommen als mit dem PKW. Parkplätze sind Mangelware und teuer und wer nicht mit dem Rad fahren kann/möchte, für den bietet sich das Netz des ÖPNV an.

ÖPNV Amsterdam Endhaltestelle Flevopark

Preise ÖPNV Da ich schon gerade bei den technischen Gegebenheiten bin, erzähle ich auch noch, wie das mit den öffentlichen Verkehrsmitteln geht, hier in Amsterdam. Verwirrtes Smiley Wir holen uns unsere Fahrkarten meist an der Rezeption des Campingplatzes. Das Minimum ist eine Karte für €3,20, mit der man ab Aktivierung eine Stunde lang kreuz und quer fahren kann. Für €8 gibt es die Tageskarte, die ab Aktivierung 24 Stunden gültig ist. Uschi ist schon zweimal am nächsten Vormittag damit noch zum Einkaufen gefahren. Die Tageskarte ist bis zu 7 Tage (am Stück) erweiterbar und kostet in der Endfassung nur noch €36,50. Da wir nicht jeden Tag unterwegs sind, lohnt sie sich für uns nicht. Der Fahrradtransport kostet €1,80. An einigen Haltestellen gibt es Fahrkartenautomaten, bezahlen kann man nur per Giro- oder Kreditkarte, traditionell oder kontaktlos. ApplePay hat allerdings nicht funktioniert. Hat man noch keine Karte, kann man auch in der Bahn bezahlen. Und zwar nicht an einem Automaten, dessen Handhabung man nicht versteht. Nein, in JEDER Straßenbahn sitzt im hinteren Bereich an einem elegant geschwungenen Arbeitsplatz ein Mitarbeiter, der Fahrscheine verkauft, allerdings auch hier nur gegen Kartenzahlung. Er/sie sitzt gleich gegenüber der Haupteingangstür und beobachtet gleichzeitig, ob jeder Einsteigende (s)eine Karte entwertet. Die hält man lediglich vor ein Lesegerät bis es piept. Einsteigen kann man ansonsten nur noch ganz vorne beim Fahrer durch eine schmale Tür. Das Aussteigen ist nur an einer ebenso schmalen Tür ganz hinten in der Bahn, die aus fünf aneinandergekoppelten Wagen besteht, erlaubt und im vorderen Bereich an zwei Doppeltüren. Daran halten sich allerdings nicht alle, obwohl es natürlich eine sehr sinnvolle Einrichtung ist, weil nicht erst gewartet werden muss, bis alle ausgestiegen sind, bevor man einsteigen kann.

Tram AmsterdamTram AmsterdamTram Amsterdam

Eine Besonderheit, an die man sich aber schnell gewöhnt, zumal ständig per Ansage darauf hingewiesen wird, ist, dass man beim bzw. vor dem Aussteigen ebenfalls seine Karte an das Lesegerät halten muss. „Please remember to check out!“ Warum, wozu, weshalb und was passiert, wenn man es doch einmal vergisst, entzieht sich unserer Kenntnis. Auf jeden Fall dürfte es fast nicht möglich sein, zumindest nicht unbemerkt, schwarz zu fahren. Denn vor oder hinter einem ist immer irgendjemand. Die Karten gelten im gesamten Amsterdamer Großbereich für Tram, Bus und Metro. Für Nachtbummler fahren Nachtbusse, das Ticket kostet €4,70 und ist 1½ Stunden gültig. Darüberhinaus gibt es noch Möglichkeiten, mit einer Guthabenkarte zu einem Basispreis von €0,98/Fahrt plus einem Kilometerpreis von 17 Cent/km zu fahren und da macht es dann auch Sinn, dass man auschecken muss. Ob diese Möglichkeit auch für Touristen machbar ist, müssten wir noch ergründen. Monatskarten gibt es natürlich auch. Ab €55,10 bis €551,00 für ein ganzes Jahr. Interessant ist, dass es gleichermaßen eine Preisermäßigung für 4 – 18-Jährige sowie für über 65-Jährige gibt, bei einer Ein-Monatskarte wäre das bereits eine Ersparnis von €19,20! Wenn wir also noch einmal (was ich hoffe!) für längere Zeit in Amsterdam sein werden, könnte sich eine der beiden Möglichkeiten durchaus lohnen.

Grachtenrundfahrt Ja, natürlich haben wir auch eine Grachtenrundfahrt gemacht! Verliebt 12 Euro für eine Stunde ist ein fairer Preis. Das Panoramafoto von der Centraal Station aus dem letzten Blogbeitrag ist von dem Tag und das aktuelle Headerfoto auch. Wir hatten eine Schiffsführerin, die gleichzeitig Bootsfrau war und ihre Sache sehr gut machte. Das Abbiegen von einer Gracht in die andere durch einen Zwischenkanal ist nämlich teilweise so rechtwinklig auf kurzer Distanz, dass das Boot in einem Zug nicht um die Ecke kommt. Oder es muss gewartet werden, weil ein anderes Boot entgegenkommt. Bei ihren ersten Fahrten dürfte die Kapitänin sicher geschwitzt haben, aber jetzt machte sie das mit links und es war eine Freude, dabei zuzusehen, wie sie das Steuerrad mit einer Hand herumwirbelte. Wir fuhren die beliebtesten Touristenattraktionen ab und eine Bandansage erläuterte auf englisch und auf spanisch alles, was rechts und links zu sehen war. Dabei wurde mal wieder klar, dass, wie beim Holländischen, lesen und verstehen die eine Sache ist und hören und verstehen die andere. Englisch – no problem, aber spanisch? Sagen wir es mal so: Dass wir den Text vorher auf englisch gehört hatten, war enorm hilfreich! Cooles Smiley

Wir fuhren in einem verglasten Boot, sodass fotografieren schwierig war.

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Zum Ende der Fahrt ging es sogar noch auf dem IJ hinter der Centraal Station und zwischen den Fähren entlang. Eine solche Fahrt möchte ich irgendwann noch einmal bei einsetzender Dämmerung machen, wenn in den Häusern die Fenster beleuchtet sind, die Straßenlaternen sowie die Lichterketten in den Bäumen brennen, die Brückendurchfahrten mit leuchtenden Lämpchen umrandet sind und sich das alles im Wasser spiegelt!!! Herz written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen (bessere Qualität) und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.