Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

 
 
Weil das Wetter viel zu schön war, um gleich nach dem Dometic-Besuch wieder zum Stellplatz zurückzufahren, überlegte ich, was ich unternehmen könnte. Das Schloss Moritzburg war ganz in der Nähe und ich beschloss zu versuchen, dort einen Parkplatz zu finden. Das ist mit Oscarlotta ja immer etwas schwieriger, aber jetzt im Winter sollte es doch klappen. Der große Parkplatz kurz vor dem Schloss sah so aus, als ob mein Vorhaben erfolgreich sein würde und bei der Einfahrt stand dann sogar ein Hinweisschild auf Wohnmobilplätze im hinteren Bereich! Der hintere Bereich war schlammig und leer. Am Ticketautomaten war ein Zettel, dass er defekt sei und man bitte den am Sanitärhaus benutzen möge. Ich stellte Oscarlotta quer über drei Plätze, um einigermaßen sauberen Fußes aussteigen zu können. Es gab eine Stromsäule mit genau 4 Anschlüssen, für 10 ausgewiesene Plätze etwas wenig. Der Ticketautomat am Sanitärhaus wollte €10/Nacht, für einen Dreckplatz ohne alles etwas viel! Wie schön, dass ich meinen eigenen, kostenfreien Stellplatz in Boxdorf hatte! Im Schloss lief die Winterausstellung zum Kultfilm „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. Bereits im Januar 1973 wurden hier Teile des Märchenfilms als deutsch-tschechische Gemeinschaftsproduktion gedreht. Da es draußen zwar sonnig, aber kalt war, ging ich hinein.

Schloss MoritzburgSchloss MoritzburgSchloss MoritzburgSchloss MoritzburgSchloss MoritzburgSchloss MoritzburgSchloss MoritzburgSchloss MoritzburgSchloss MoritzburgSchloss MoritzburgDrei Haselnüsse für AschenbrödelDrei Haselnüsse für Aschenbrödel

Sehr liebevoll gestaltet erstreckte sich die Ausstellung über mehrere Stockwerke. Zu sehen waren Originalkostüme, viele Requisiten, Schautafeln mir erklärenden Texten und originalgroße Nachbildungen der Protagonisten. Auch einen 20-minütigen Film konnte man sich anschauen, in dem auf humorvolle Art erklärt wurde, mit welchen Schwierigkeiten das Filmteam damals zu kämpfen hatte. Da war zum einen das Sprachproblem – die Pferde z. B. hörten nur auf tschechische Kommandos – und zum anderen lag, entgegengesetzt zum Drehbuch, kein Schnee. Man behalf sich mit pulverisiertem Styropor und Fischmehl, da es aber sehr windig war, verschwand beides relativ schnell wieder, nur der Fischgeruch nicht! Laut lachen

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Vor dem Raum, in dem es um die Filmproduktion ging, war ein verglastes Kassenhäuschen aufgestellt, in dem eine Kassiererin Zeitung las. Ich überlegte, ob sie wohl echt sein würde. Als ich näherkam, legte sie die Zeitung beiseite und lächelte mich an. Dann aber las sie ungerührt weiter. Ich hatte wohl eine Lichtschranke durchbrochen, wirklich sehr gut gemacht!

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

In der ehemaligen Schlossküche ist ein Café untergebracht und ein Souvenirshop und so gab es zum Abschluss noch lecker Kaffee und Kuchen.

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

Link zum Film

weitere umfassende Infos für Liebhaber des Films

Zufrieden und satt machte ich mich auf die Suche nach einer LPG-Tankstelle. Bei der Firma Meinert hatte man mir eine Wegbeschreibung gegeben, also fuhr ich dorthin zurück und dann der Beschreibung nach. An einer Straßenkreuzung sollte ich Richtung Dresden fahren und am nächsten Kreisverkehr die zweite Abfahrt nehmen. Dann käme eine Jet-Tankstelle. Die Straßenkreuzung kam, das Hinweisschild zeigte geradeaus, aber ein Kreisverkehr kam nicht! Ich landete auf einer großen Straße und war schon in einem der Außenbezirke Dresdens. An einer roten Ampel konnte ich meine LPG-App befragen und die sagte mir, dass wenige hundert Meter weiter eine Tankstelle kommen würde. Es war Freitag Nachmittag und die Tankstelle war gut frequentiert! Zum Glück sah ich sofort, wo die LPG-Säule stand, es war die letzte von drei Spuren und ich hätte vorwärts hineinfahren müssen, da mein Gaskasten auf der Beifahrerseite ist. Hinter der Gastanksäule war aber noch eine normale Säule und dort stand schon ein PKW. Um den Anschluss auf der anderen Säulenseite nutzen zu können, musste ich drehen. Dafür war es aber zu eng. Ich rangierte Oscarlotta rückwärts in die Parkbox mit den Staubsaugern, damit ich nicht alles blockierte und beschloss zu warten. Ein älterer Mann betankte sein Auto und ging dann mühsam und entsprechend langsam zum Bezahlen. Genauso langsam kam er nach geraumer Zeit wieder zurück und es dauerte dann noch einmal recht lange, bis er seiner Frau sein Portemonnaie gegeben, sich hingesetzt und angeschnallt hatte. Ich hatte derweil meinen Motor gestartet und war schon so weit auf ihn zu gefahren, dass er noch gut vor mir herausfahren konnte. Und in dem Moment fuhr ein weiterer PKW hinter ihn und, sobald er weg war, an die nun freie Zapfsäule! Grrrrrr!!! Jetzt war es mir egal, ob ich die gesamte Tankstelle blockiere und ich fuhr Oscarlotta direkt vor den Neuankömmling und stieg aus. Eine Frau mittleren Alters betankte ihr Auto. Ich bemühte mich um einen neutralen Tonfall und sagte: „Das war jetzt aber nicht sehr freundlich von Ihnen!“ „Was?“ „Ja, ich wäre vor Ihnen dran gewesen. Ich stehe da schon eine Weile und will LPG tanken und habe nur gewartet, dass der alte Mann wegfährt.“ „Das kann ich doch nicht wissen!“ „Aber Sie haben doch sicher gesehen, dass ich schon mein Licht anhatte und da stehe, so klein ist mein Fahrzeug ja nicht, dass man es übersehen könnte und ich stehe ziemlich im Weg.“ Bevor sie etwas erwidern konnte, kam ihr Mann aus dem Shop, lief wortlos direkt an mir vorbei und gab seiner Frau ein Zeichen nach dem Motto, lass die Alte doch reden, kümmer dich einfach nicht darum. In solchen Momenten wünschte ich, ich hätte sizilianisches Temperament!!! Innerlich tobend setzte ich mich wieder auf meinen Fahrersitz. Als sie fertig war, gingen beide (!) in den Shop, anstatt dass einer den PKW schon mal weggefahren hätte. Irgendwann konnte ich dann endlich an meine Säule vorfahren und da sie ja rückwärts rausfahren mussten, konnte sich niemand mehr vorpfuschen!

Ich frage mich allerdings schon, was mit den Menschen heutzutage los ist? Wäre es so schlimm gewesen, zu sagen: „Oh, entschuldigen Sie bitte, ich habe Sie irgendwie gar nicht gesehen, war keine Absicht.“ Oder etwas in der Art. Was ist daran so schwierig??? Aber vermutlich war es Absicht und wenn man dann konfrontiert wird, muss man lügen oder aggressiv werden oder sich dumm stellen oder eben schweigen. Trauriges Smiley

written by Ingrid
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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

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Keine Probleme?

 

Nach 17 Tagen in meiner Mistgrube wollte ich mal weiter, hauptsächlich, weil ich endlich wieder unlimitierten Internetempfang haben wollte. Ich hatte zwar herausgefunden, dass die Telekom 4G bereitstellte, aber bei denen habe ich nur ein Volumen von 2GB. Und damit kommt man ja nirgendwo hin, ich zumindest nicht. Zweimal hatte ich schon teuer nachgebucht. Die netten Studenten hatten mir zwar das Passwort für ihren Gastzugang gegeben, aber das WLAN war genau wie das Netz von Vodafone so gut wie nicht verfügbar. Als ich meine kuschelige Bleibe verließ, hatte ich deutliche Spuren hinterlassen. Laut lachen

Stromkabelspur

Eigentlich wollte ich in Moritzdorf-Boxdorf wieder nur eine Nacht bleiben, meine Tanks leeren bzw. füllen und eine Gasflasche tauschen. Es war kalt und eine Gasflaschenfüllung reichte noch knapp 3½ Tage. Zum Glück gab es in Normas Nachbardorf einen Betrieb, der mittwochs und samstags Gasflaschen befüllte. Wir nahmen jeden Termin wahr.

Uschi informierte mich dann über die Wetterlage der nächsten Woche und so beschloss ich, lieber noch auf dem kostenfreien Stellplatz der Firma Meinert stehenzubleiben. Ich vergewisserte mich, dass sie genügend volle Gasflaschen auf Lager hatten und stellte meine „Wohnordnung“ wieder her. Norma freute sich, auch wenn es jetzt ein etwas weiterer Weg war zum Kaffeetrinken.

BoxdorfBoxdorfBoxdorfUrmitzBoxdorfBoxdorf

So kam ich auch noch in den Genuss einer Ausflugsfahrt zu einem besonderen Schloss, dem „Traumschloss Schönfeld“ in Schönfeld. Ich glaube, ich habe noch nie ein Schloss mit so vielen verschiedenen Anbauten und Baustilen gesehen. Aber vielleicht macht gerade das den besonderen Reiz aus? Es war alles ein wenig, nun ja, renovierungsbedürftig? Erstauntes Smiley

Schloss SchönfeldSchloss SchönfeldSchloss SchönfeldSchloss SchönfeldSchloss SchönfeldSchloss SchönfeldSchloss SchönfeldSchloss SchönfeldSchloss SchönfeldSchloss SchönfeldSchloss SchönfeldSchloss SchönfeldSchloss SchönfeldSchloss Schönfeld

Am zweiten Abend auf dem Stellplatz stellte ich, mehr durch Zufall, fest, dass mein Tiefkühlfach sich abgetaut hatte!!! Die Gasflasche war in der Nacht leer geworden und die Duomatik hatte auf die LPG-Tankflasche umgeschaltet. Die war allerdings nur noch zu ca. 30% gefüllt und es hatte Minusgrade. Konnte es sein, dass die 30% überwiegend aus Butan bestanden und dieses nicht mehr gasförmig wurde? Aber die Heizung lief doch ohne Probleme! Ich befreite ein weiteres Mal seit Dezember das Gefrierfach von dem Schmelzwasser und schaltete den Kühlschrank auf Strom um. Er kühlte!

Am nächsten Mittag schilderte ich mein Problem bei der Firma Meinert. Der Chef persönlich ging mit zu Oscarlotta, öffnete die Abdeckung des Brennerfachs, begutachtete alles und konnte kein Problem feststellen. Die Flamme brannte und sie hatte die richtige Farbe. Es gäbe in Moritzburg aber einen Dometic-Fachhändler und den könne er kontaktieren und fragen, ob er am nächsten Tag vorbeikommen könnte. Ich solle wieder auf Gas umschalten und am nächsten Tag Bescheid geben. Inzwischen war wieder eine Campinggasflasche mit Propan in Betrieb, trotzdem erwärmte sich der Kühlschrank langsam, aber kontinuierlich. Also schaltete ich auf Strom zurück. Am nächsten Tag erklärte ich, dass ich selbst nach Moritzburg fahren wolle, denn ich wollte unbedingt meine LPG-Flasche wieder auffüllen. Ich bekam eine Wegbeschreibung und eine Telefonnummer und die Angabe, wo ich parken könne. Dort angekommen, erreichte ich nur einen Anrufbeantworter, es war kurz nach 12 Uhr und offenbar Mittagsruhe. Nun ja, ich hatte Zeit und die Heizung lief, also kein Problem. Doch schon fuhr ein PKW heran und parkte quer direkt vor Oscarlotta, sodass ich nur noch rückwärts wieder hätte fahren können. Der Fahrer wollte aber offensichtlich zu mir! Er könne jetzt nicht zu Mittag essen, habe er seiner Frau gesagt, er warte auf eine Kundin mit einem Wohnmobil. Und woher hatte er gewusst, dass ich schon da sei, wollte ich wissen. Seine Frau habe aus dem Fenster geschaut und gesagt, da kommt sie schon. Smiley Ich bot ihm an, dass er gerne erst essen könne, ich hätte kein Problem damit, zu warten, aber das wollte er nicht. Er fing an, das Fach zu öffnen, irgendetwas abzuschrauben, den Brenner zu überprüfen. Nein, den Brenner „durchblasen“ wäre nicht nötig bzw. würde gar nicht gehen, da ich schon die neue Generation Brenner habe. Natürlich hatte ich ihm erzählt, dass ich kurz vor Weihnachten erst das Aggregat des Kühlschrankes hatte austauschen lassen und ihn gefragt, ob damit automatisch auch der Brenner ausgetauscht würde. Nicht unbedingt, war die Antwort, und es könne sein, dass ein alter Brenner sich mit einem neuen Aggregat nicht verstehen würde. Aber es hatte doch bis jetzt funktioniert und der Brenner stellte sich dann ja als ebenfalls neu heraus. Nachdem er alles akribisch überprüft und nichts gefunden hatte, sollte ich den Kühlschrank einschalten. Er zündete ohne Probleme, die Flamme brannte schön blau und ließ sich regulieren. Tja, dann solle ich das mal beobachten, mehr könne er leider nicht für mich tun. Auf meine Frage, was ich ihm schuldig sei, meinte er nur, dass er dafür jetzt nicht extra eine Rechnung schreiben würde und verabschiedete sich zu seinem verspäteten Mittagessen. Sehr nett!

Den restlichen Tag kontrollierte ich alle Dreiviertelstunde die Kühlschranktemperatur und als sie wieder auf über 10°C angestiegen war, schaltete ich erneut auf Strom um!!! So ein Mist! Ich googelte das Problem und stellte fest, dass es viele Kühlschränke gibt, die zwar auf Strom, nicht aber mit Gas kühlen. Mit Druckluft durchblasen, wurde als Lösungsmöglichkeit angeboten oder die Kühlpaste erneuern. Ich beschloss, direkt am Montag bei der Dometic-Hotline anzurufen, erfuhr dann aber von Uschi, dass es die nicht mehr gibt. Und jetzt??? Noch einmal zu Meinert, noch einmal den Dometic-Fachhändler anrufen? Oder gleich in Wertheim, wo man das Aggregat getauscht hatte? Okay, am Montag. Ich warf ein paar 50-Cent-Stücke mehr in den Stromautomaten und war froh, dass der Kühlschrank wenigstens mit Strom seine Arbeit verrichtete. Der Samstag verging ohne Zwischenfälle. Am Sonntag stellte ich beim Aufstehen fest, dass das Stromgeld aufgebraucht war, der Kühlschrank also gänzlich ohne Energiezufuhr war. Wie lange schon, wusste ich natürlich nicht. Da ich weder im Nachthemd in die Kälte raus wollte noch Lust hatte, mich provisorisch anzuziehen, beschloss ich, kurzfristig auf Gas umzustellen. Besser als gar nichts! Der Kühlschrank zündete, „fauchte“ hörbar und fing unverzüglich an zu kühlen!!! Als wäre nie etwas gewesen! Und seitdem kühlt er und kühlt und kühlt…

Ich denke inzwischen, dass wirklich der Butananteil Schuld hatte, dass sich irgendwo irgendeine Verunreinigung festgesetzt hatte und sich durch welche Umstände auch immer nach Tagen wieder gelöst hat oder durch das nachfolgende Propan „herausgespült“ wurde. Herr Meinert hielt das nicht für unwahrscheinlich, auf jeden Fall hatte er auch keine andere Erklärung. Gut, ich habe eine neue Erfahrung gemacht, davon kann man ja nie genug haben. Zwinkerndes Smiley

Dann kam mir allerdings noch ein ganz anderer Gedanke! Im Dezember in Wertheim, als sich mein Gefrierfach das erste Mal abgetaut hatte, war das vielleicht genau der gleiche Grund gewesen??? Auch damals war es sehr kalt und meine Gasflaschen werden grundsätzlich mitten in der Nacht leer, sodass auch da ein paar Stunden die LPG-Flasche zum Einsatz gekommen war. War mein Aggregat etwa gar nicht kaputt gewesen? Der Mitarbeiter hatte damals auch davon gesprochen, dass sich manchmal etwas festsetzen könne und wenn man dann über ein paar Erschütterungen fahren würde, könne es sich auch wieder lösen. Das war mir damals zu vage und zu unzuverlässig und natürlich hat man mir gerne für 1000 Euro ein neues Aggregat eingebaut. Ich könnte mich jetzt natürlich tierisch aufregen, dass man nur noch abgezockt wird, aber erstens war das Aggregat, ob nun kaputt oder nicht, schon über 10 Jahre alt und zweitens haben mich der Dometic-Fachhändler in Moritzburg und auch die Firma Meinert NICHT abgezockt, ganz im Gegenteil. Beide haben einfach nur zu helfen versucht, unentgeltlich. Herzlichen Dank dafür!!! Daumen hoch

written by Ingrid
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Niedermühle Rödern

 
 
Von Plauen aus waren es nur noch 156km bis zu Norma, bzw. bis nach Moritzburg-Boxdorf. Auf dem kostenfreien Stellplatz der Firma „Caravan Meinert“ hatten Uschi und ich im letzten Frühjahr bei unserem Dresden-Besuch schon gestanden und ihn für gut befunden. Er bietet alles, was man als Wohnmobilfahrer benötigt und schließt direkt an eine Grünfläche mit Picknickeinrichtung und einem kleinen Weiher an. Der letzte Sturm hatte das Dach ein wenig beschädigt, aber schon am nächsten Morgen kam ein älterer Mann, der den Stellplatz betreut und nagelte alle Bretter wieder fest. Und er richtete die Blumenkübel wieder auf und befüllte sie neu mit Erde und Pflanzen. Morgens um 10, direkt hinter meinem Bett! Verwirrtes Smiley

Boxdorf

Der Stellplatz liegt zwar am Rande eines Gewerbegebietes, aber außer, dass ab und zu ein LKW vorbeifährt, ist es absolut ruhig dort. Von der nächsten Querstraße aus fährt dreimal pro Stunde ein Bus Richtung Dresden mit Umsteigemöglichkeit in die Straßenbahn zur Neustadt. Gesamte Fahrzeit wohl ca. 30-35 Minuten.

Ich blieb eine Nacht dort stehen, um am nächsten Tag bei Meinert eine Gasflasche zu tauschen und meine Tanks voll und/oder leer zu machen. Eine Nacht deswegen, weil Norma mir einen privaten Stellplatz besorgt hatte dort, wo sie wohnt. Sie holte mich ab und geleitete Oscarlotta und mich in ihr Dorf.

Die „Niedermühle“ war im Laufe der Jahrzehnte Getreidemühle, Heimat und Handwerkerhaus für „konfirmierte Fürsorgezöglinge“ und Produktionsschule. Anfang 2001 begann die Sanierung der Niedermühle, die sich in einem sehr schlechten Zustand befand. Im Jahre 2003 war die Sanierung weitgehend abgeschlossen. 2002 nahm der Biohof, ein Projekt der Produktionsschule Moritzburg, seine Arbeit auf, vorrangig für psychisch kranke Menschen. Diese Phase dauerte bis 2015 und z. Z. sind die Wohnräume des Hauptgebäudes übergangsweise an Theologiestudenten vermietet, denn Besitzer des Anwesens ist die Diakonie.

Niedermühle RödernNiedermühle RödernNiedermühle RödernNiedermühle RödernNiedermühle RödernNiedermühle RödernNiedermühle Rödern Niedermühle RödernNiedermühle RödernNiedermühle Rödern

Ich durfte mit Oscarlotta in der ehemaligen Misthaufengrube stehen! Laut lachen Ein idealer Stellplatz, fester, tragfähiger, betonierter Untergrund, halbhohe Mäuerchen an drei Seiten. Beim Orkan Friederike stand ich supergeschützt und zufällig auch mit der Schnauze zum Wind. Zu Norma, die ihre Wohnung im Nebengebäude hat, waren es nur ein paar Schritte. Wir arbeiteten alle ihre Computer- und Smartphoneprobleme ab, tranken den einen oder anderen Kaffee, statteten ihrem winterlichen Schrebergarten einen Besuch ab und unternahmen den einen oder anderen Ausflug in die Umgebung. Und meine Wäsche durfte sogar draußen trocknen! Nur die Netzabdeckung von Vodafone war grottenschlecht! Erstauntes Smiley

WäscheSchneemannim Garten

Und wir gingen zum SemperOpernball!!! Dummerweise hatte ich mein Ballkleid nicht dabei Zwinkerndes Smiley und so durfte ich nicht rein. Also standen wir mit Hunderten anderer draußen auf dem Vorplatz der Semperoper und beobachteten das Geschehen auf einer großen Leinwand. Zum Glück war es nicht allzu kalt und als es anfing zu nieseln, konnten wir uns unter ein Partyzelt stellen. Zu essen und zu trinken gab es rundum ausreichend, außerdem Feuertonnen und Heizpilze. Der Höhepunkt drinnen wie draußen war der Beginn des Balles und tatsächlich tanzten die meisten Menschen auf dem Theatervorplatz in Winterstiefeln und warmen Jacken im Nieselregen Wiener Walzer.

SemperOpernballSemperOpernballSemperOpernballSemperOpernballSemperOpernballSemperOpernballSemperOpernball

written by Ingrid
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Plauen ist Spitze

 

Die Stadt gefiel mir auf Anhieb. Ausreichend gemütliche Cafés gab es auch, sodass mein Frühstück und der Nachmittagskaffee sowie das obligatorische Stück Kuchen gewährleistet waren. Und die Sonne schien!!! Das war nicht nur gut fürs Gemüt, sondern auch für meine Bordbatterien. Es gab ja keinen Landstrom auf dem Stell-/Parkplatz.

im Café

Ich ging als erstes zur Touri-Info und besorgte mir einen Stadtplan. In einer Broschüre waren die Sehenswürdigkeiten von Plauen aufgelistet und ich arbeitete sie der Reihe nach ab, beginnend mit dem alten Rathaus, Wahrzeichen der Stadt und heute Sitz des Spitzenmuseums. Aber für Museum war das Wetter einfach zu schön!

Rathaus

Die St. Johanniskirche mit ihren Doppeltürmen, bereits 1122 geweiht, dominiert die Altstadt und ist auch vom Stellplatz aus zu sehen. Die dreischiffige Hallenkirche mit eindrucksvollem Sterngewölbe gilt als Musterbeispiel hochgotischer Innenraumgestaltung.

St. JohanniskircheSt. JohanniskircheSt. Johanniskirche

Das alte Malzhaus habe ich nur von außen angesehen, es verfügt wohl über imposante Tonnen- und Kreuzgewölbe.

MalzhausMalzhausMalzhausMalzhaus

Ein paar schöne ehemalige Patrizierhäuser aus den Jahren ab 1787 beherbergen heute das Vogtlandmuseum und eine Ausstellung über einen berühmten Sohn der Stadt, den Künstler Erich Ohser. Menschen meiner Generation dürften die liebevoll gezeichneten Vater und Sohn-Geschichten noch in Erinnerung sein.

VogtlandmuseumGedenktafelVater+Sohn-GeschichtenVater+Sohn-GeschichtenVater+Sohn-Geschichten

Von der ehemaligen Stadtbefestigung ist nur noch ein einziger Wachturm erhalten.

Nonnenturm

Direkt gegenüber steht ein eindrucksvolles Denkmal, das an die friedliche Revolution, beginnend im Herbst 1989, erinnert. Plauen war die erste Stadt der ehemaligen DDR, in der die Staatsmacht zum Einlenken gezwungen wurde. Zwei Tage früher als in Leipzig demonstrierten Tausende Plauener und Vogtländer 23 Wochen lang jeden Samstag friedlich für Freiheit, Demokratie und ein wiedervereintes Deutschland.

Denkmal der friedlichen Demonstrationen 1989Denkmal der friedlichen Demonstrationen 1989Denkmal der friedlichen Demonstrationen 1989Denkmal der friedlichen Demonstrationen 1989Denkmal der friedlichen Demonstrationen 1989Denkmal der friedlichen Demonstrationen 1989Denkmal der friedlichen Demonstrationen 1989Denkmal der friedlichen Demonstrationen 1989Denkmal der friedlichen Demonstrationen 1989

Außer der schönen Altstadt mit wunderbar restaurierten Bürgerhäusern gibt es eine breite Einkaufsstraße, auf der lediglich Straßenbahnen fahren dürfen, sowie zwei überdachte Einkaufszentren.

EinkaufsmeileEinkaufsmeile

Der Nachmittag war schnell herum und ich hatte nicht alles gesehen, was mich interessierte. Der Füllstand meiner Batterien sah dank Sonne gut aus und ich beschloss, eine weitere Nacht zu bleiben. Die alten Weberhäuser standen noch auf meiner Wunschliste und auch das Spitzenmuseum. Leider war es das mit Sonne, was gut für den Museumsbesuch war, aber schlecht für Fotos und meine Batterien. In den Weberhäusern und den dazugehörigen Gärten sind heute Galerien und Schauwerkstätten untergebracht. Jetzt im Winter war dort nichts los, aber es gab trotzdem einige nette Motive.

WeberhäuserWeberhäuserWeberhäuserWeberhäuserWeberhäuserWeberhäuserWeberhäuserWeberhäuserWeberhäuserWeberhäuserWeberhäuser

Von Plauener Spitze hat man ja schon gehört, aber eine genauere Vorstellung hatte ich davon auch nicht. Mich fasziniert an diesen alten Handarbeitstechniken immer wieder, wie arbeitsintensiv, zeitintensiv und detailliert die Herstellung war. Und genauso faszinierend ist, wie früh von Hand- auf industrielle Fertigung umgestellt wurde und wieviele Einzelschritte nötig waren, um einen Entwurf so zu gestalten, dass eine speziell dafür hergestellte Stickmaschine ihn umsetzen konnte. Die industrielle Revolution begann bereits um 1760, ausgehend von England!

Spitzenmuseum Spitzenmuseum Spitzenmuseum Spitzenmuseum Stickmaschine (Detail)UntergrundstoffeStickmaschine

In einigen Vitrinen waren im direkten Vergleich Schaustücke ausgestellt, die mit der Hand oder mit der Maschine gearbeitet worden waren. Manchmal gab es kaum einen Unterschied!

SpitzenmuseumSpitzenmuseumSpitzenmuseumSpitzenmuseum

Die großen Decken wurden aus teilweise mehr als hundert Einzelteilen zusammengefügt und es gab spezialisierte Frauen, die Fehler beim Zusammensetzen oder auch Fehler der Stickmaschine mit einer Nähmaschine ausbessern konnten.

SpitzenmuseumSpitzenmuseumSpitzenmuseumSpitzenmuseum

Ein sehr informatives und interessantes Museum für jemanden wie mich, der sich für alte „Handarbeits“techniken begeistern kann.

SpitzenmuseumSpitzenmuseumSpitzenmuseumSpitzenmuseumSpitzenmuseum

Am Ende des Tages war klar, dass meine Batterien eine Weiterfahrt wünschten, aber ich hatte auch erst einmal alles Wichtige gesehen. Es würde sich aber sicher lohnen, in der wärmeren Jahreszeit noch einmal hierher zurückzukommen, denn das umliegende Vogtland bietet sich an für Wanderungen und Radausflüge. Und besonders eindrucksvoll muss die 1903-1905 erbaute Friedensbrücke sein, die mit einer Höhe von 18m und einer Spannweite von 90m das Syratal überspannt und damit auch heute noch eine der weitestgespannten Steinbogenbrücken der Welt ist.

Ich finde wirklich, Plauen ist Spitze!!!

Plauen ist Spitze

written by Ingrid
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Auf nach Osten!

 

Ich beschloss, auf jeden Fall noch eine Nacht in der Nähe der Firma Alde zu bleiben, um sicher zu sein, dass mit meiner runderneuerten Heizung alles in Ordnung ist. Es gibt seit einiger Zeit in Röthlein einen Stellplatz, aber nur ohne Strom und VE. Ich musste aber meinen Frischwassertank wieder auffüllen und bei Alde gab es nur die mühsame Möglichkeit per Gießkanne. Man würde die Kundschaft immer in den Nachbarort Grafenrheinfeld schicken, erfuhr ich. Also fuhr ich dort hin und fand einen wirklich schön und absolut ruhig gelegenen Stellplatz für 10 Mobile an einem kleinen See vor (siehe auch das aktuelle Headerfoto).

Grafenrheinfeld


 
Eine Ver- und Entsorgungsstation mit integriertem Kassenautomaten (€6/Nacht) war vorhanden, ebenso Stromsäulen (50 Cent/kW). Der Platz ist halbkreisförmig angelegt und da ich der einzige Besucher war, stellte ich Oscarlotta so, dass ich von meinem Lieblingssessel aus auf den See schauen konnte. Ein Spaziergang um den Fischteich scheiterte daran, dass alle Wege total verschlammt waren.

GrafenrheinfeldGrafenrheinfeldGrafenrheinfeld

Ich verbrachte eine ruhige Nacht und am nächsten Tag schien sogar endlich mal wieder die Sonne! Wie unterschiedlich doch Fotos werden, mit oder ohne Sonne!

GrafenrheinfeldGrafenrheinfeldGrafenrheinfeldGrafenrheinfeld

Bevor ich zur VE-Station fuhr, um meine Toilette noch zu entleeren, stellte ich fest, dass der Hebel für den Toilettenschieber nicht mehr so funktionierte wie gewohnt. Er war plötzlich total locker und nur mit Mühe konnte ich den Schieber schließen. NEIIIIN! Nicht schon wieder irgendetwas, das nicht geht! Die Toilette ist doch noch ganz neu. Als ich die Kassette aus ihrem Außenstaufach zog, fiel dort etwas hörbar herunter. Eine Schraube, wie sich herausstellte. Relativ sofort war mir klar, dass es da wohl einen Zusammenhang geben würde zu dem funktionslosen Hebel an der Toilette. Nur, wo gehörte die Schraube hin? Ich holte einen Kreuzschlitzschraubendreher und einen Handspiegel. Der verriet mir dann das Loch, in das die Schraube gehörte und der Rest war Fummelei, denn sehen konnte ich nichts. Und siehe da, mein Hebel an der Toilette öffnete und schloss den Schieber wieder einwandfrei! Smiley

Als klar war, dass ich in den Süden Deutschlands zurückfahren muss, hatte ich überlegt, wie es danach weitergehen soll. Die gleiche Strecke ein drittes Mal fahren? Nein, dazu hatte ich echt keine Lust. Wenn ich jetzt schon so dicht am Osten Deutschlands war, wollte ich dort auch hin. Ich würde meine langfristig geplante Küstentour eben in umgekehrter Richtung angehen, von der Ostsee zur Nordsee. Die Frage war jetzt nur, fahre ich geradeaus nach Norden oder mache ich noch einen Abstecher über Dresden und besuche Norma (die Frau mit dem Roller)? Der gefiel die zweite Möglichkeit besser. Laut lachen

Auf der Hälfte der Strecke liegt die Stadt Plauen. Ich verband den Namen ausschließlich mit der gleichnamigen Spitze. Einen Wohnmobilstellplatz gab es auch, wenn auch nur am Rande eines Großparkplatzes und ohne alles, dafür aber kostenlos. Eine Nacht durfte man dort stehen. Als ich ankam, war Oscarlotta mal wieder das einzige Wohnmobil. Die 11 Spuren, ausgewiesen für Wohnmobile und Busse, waren lang, schief und sehr schmal. Im Sommer bestimmt lustig! Verwirrtes Smiley Vor Ort stand nichts mehr von einer 24 Stunden-Begrenzung und ich beschloss, das zu vergessen. Wer sollte jetzt im Winter etwas dagegen haben, wenn ich länger dort stehe? Prinzipiell könnte ich Oscarlotta ja auch jeden Tag auf einen anderen Platz stellen, aber so lange wollte ich gar nicht bleiben.

PlauenPlauen

Die Stadt war gleich gegenüber, das ehemalige Schloss, von dem nur noch ein paar Mauern übrig sind, nebenan. Die Umgehungsstraße war weit genug weg, um nicht zu stören. Ich stand gut und freute mich darauf, am nächsten Tag die Stadt zu erkunden. Mal wieder ein gemütliches Café wäre schön! Pizza Kaffeetasse

Plauen

written by Ingrid
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Hallo „Fix und Boxi“- Crew (alle!)!

 

Wir in Oscarlotta haben einen Neuzugang und der möchte sich vorstellen:

Gestatten, mein Name ist Lasse und ich bin der Neue! Ich bin gut aufgenommen worden von den Kollegen hier. Es sind ganz schön viele und ich habe mir noch nicht alle Namen merken können. Aber ich glaube, manche heißen auch nur so, wie sie aussehen. Das ist dann ja leicht! Ich habe den Eindruck, die Chefin ist auch ganz nett, bis jetzt kann ich mich nicht beklagen. Ich durfte schon den ganzen Nachmittag neben ihr auf dem Tisch sitzen. Nee, sie hat nicht auf dem Tisch gesessen, nur ich! Zwinkerndes Smiley Aber sie heißt ja auch Ingrid, das ist ja ein nordischer Name. Da müssen wir uns ja verstehen! Ich hieß ja noch gar nicht irgendwie. Die Chefin, äh – die Ingrid hat dann mal alle schwedischen Jungensvornamen im Internett gesucht (ich weiß ja nicht, was das ist, aber wenn nett dabei ist, ist’s bestimmt was Gutes). Ich durfte dann zwischen Lenne und Lasse wählen! Die Ingrid hat mir auch erzählt, dass es da irgendwo noch mehr von uns gibt. Also nicht mehr Elche, aber mehr Crewmitglieder, was auch immer das ist. Sie will mir auch noch ein Foto zeigen, vielleicht morgen, denn heute brummt mir schon der Kopf. Also vielleicht sehen wir uns ja dann irgendwann mal. Dann kenne ich die hier bestimmt schon besser. Und ich wünsche mir ganz doll, dass mich alle mögen! Aber die Ingrid sagt, ich soll mir mal keine Sorgen machen, so süüüüß wie ich aussehe. Ich dachte, süüüüß ist nur für Mädchen!?!? Cooles Smiley

Also, ihr da irgendwo, ich sag dann mal „hasta luego“! (Ich glaube, das ist spanisch!!!) Die Ingrid hat nämlich gesagt, dass wir da vielleicht mal hinfahren. Oder nach Schweden. Alter Schwede, das wäre was! Da würde ich aber angeben, ich werde jetzt nämlich ein mobiler Elch, MobiLasse sozusagen. Smiley

Alde Röthlein

 

Ich beschloss, den Weg wieder zurückzufahren, den ich gekommen war. Enttäuschtes Smiley Urmitz lag ungefähr auf halber Strecke, dort würde ich einen Tag pausieren. So unproblematisch, wie ich den Stellplatz beim ersten Mal gefunden hatte, so schwierig gestaltete es sich dieses Mal. Meine beiden Navis waren sich absolut nicht einig! Wenn das eine sagte, ich solle nach links abbiegen, wollte das andere nach rechts. Zweimal war ich schon in Sichtnähe des Kernkraftwerkes, also ganz dicht beim Stellplatz. Es wurde dunkel. Als ich das dritte Mal an derselben Abzweigung vorbeikam, war ich kurz vorm Verzweifeln! Auf welches Navi sollte ich hören? Angehalten und auf die Karte geguckt hatte ich vorher schon einmal, aber geholfen hatte es mir nicht. Als ich zum dritten Mal an dem großen Einkaufspark vorbeifuhr, erwischte ich nur mit Glück die richtige Abfahrt und war tatsächlich auf der Straße, die mich letztes Mal schon nach Urmitz geführt hatte. Hier stand auch endlich mal ein Hinweisschild! Ich war eine gute Stunde immer im Kreis gefahren und kam entsprechend genervt am Stellplatz an. Und der war voll! Na ja, zum Glück nicht ganz, aber die erste Reihe. Das war mir jetzt aber auch schon egal. In der zweiten Reihe gab es noch einen Platz ohne direkte Nachbarn, dafür war der Rhein nicht mehr zu sehen. Egal! Die beiden Dauerbewohner-Wohnmobile waren immer noch da! An Paules: Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass ihr ganz in der Nähe wohnt! Trauriges Smiley

UrmitzUrmitzUrmitz

Anfang Januar sind die Stellplätze in Deutschland schon so voll??? Was ist denn bloß los? Das Wohnmobilaufkommen wird langsam beängstigend! Das Rheinhochwasser hatte auch um einiges zugenommen und schon wenige Tage später wurde der Schiffsverkehr eingestellt.

Hochwasser in UrmitzHochwasser in UrmitzHochwasser in UrmitzHochwasser in UrmitzHochwasser in UrmitzHochwasser in UrmitzHochwasser in Urmitz

Den Freitag verbrachte ich in Urmitz und am Samstag fuhr ich die zweite Hälfte meiner 500km-Tour bis zur Firma Alde in Röthlein. Es gibt dort einen firmeneigenen Stellplatz mit Stromsäule und Toilettenentsorgung. Ich musste ein wenig hin- und herrangieren, bis ich Oscarlotta parallel zum Zaun stehen hatte.

Stellplatz bei AldeStellplatz bei Alde

Am Montag um 8 Uhr sollte es los gehen! Vorher musste ich noch alles Frischwasser ablassen. Das bedeutete, am Vorabend früh ins Bett gehen! Das ist schon ein kleines Problem, dann aber auch einschlafen können ist allerdings das größere. Auf halb sieben hatte ich mir den Wecker gestellt, um 4 Uhr musste ich mal zur Toilette und das war es dann! Kurz nach 6 stand ich auf, was den Vorteil hatte, dass ich alles ganz in Ruhe erledigen und sogar noch einen Kaffee trinken konnte, bevor ich mein Stromkabel abzog. Um 8 Uhr meldete ich mich im Büro und um viertel nach 8 schob ein junger Mitarbeiter seinen Werkzeugwagen zu Oscarlotta. Muss ich denn gar nicht woanders hinfahren? Nein, er könne das alles hier erledigen. Er stürzte sich auch gleich in die Tiefen des Doppelbodens und fing an zu demontieren. Nachdem er den Heizungsblock herausgehievt hatte, erklärte er mir, dass seine Kollegen in der Werkstatt den Boiler ausbauen würden und ich dann, wie gewünscht, ein paar Fotos machen könnte. Er würde mir Bescheid geben. Es würde aber eine Weile dauern. Ich nutzte die Zeit, um zu frühstücken. Langsam wurde es allerdings unangenehm kalt in Oscarlotta!

Heizung noch daEs geht los!Heizung wegHeizung auf dem Weg nach draußenHeizungsinnenleben

Nach ca. 45 Minuten kamen die Heizung, der junge Mann sowie sein Vorgesetzter wieder zurück. Nein, Fotos dürfe ich leider von dem defekten Boiler nicht machen! Alde möchte wohl nicht, dass solche Fotos vielleicht eventuell im Internet erscheinen!? Cooles Smiley Die gute Nachricht war dann, dass mir der ausgetauschte Boiler zunächst einmal nicht in Rechnung gestellt, sondern zur Überprüfung nach Schweden geschickt werden würde. Denn auch, wenn ich ständig im Wohnmobil lebe und er dadurch natürlich viel mehr beansprucht wird, dürfte er eigentlich nach knapp 7 Jahren noch nicht defekt sein. In den allermeisten Fällen sei Alde sehr kulant, ansonsten würde man noch eine Nachforderung an mich stellen.

Heizung wieder da

Ich war davon ausgegangen, dass mit dem Austausch des Boilers auch automatisch die Heizungsflüssigkeit erneuert werden würde, erfuhr aber, dass das eine mit dem anderen eigentlich nichts zu tun habe. Da der Austausch aber schon lange überfällig war (alle 2-3 Jahre empfohlen), bat ich darum, dass das auf jeden Fall miterledigt wird. Nach erfolgreichem Wiedereinbau der Heizung ging es dann darum. Der junge Mann erklärte mir, dass es inzwischen ein neues Verfahren gibt, indem neue Heizungsflüssigkeit in das System gepumpt wird und bei erreichen des Füllhöchststand wird die alte Flüssigkeit automatisch herausgedrückt und in einer Tonne draußen vor der Tür aufgefangen. Das ging recht schnell.

HeizungsflüssigkeitsaustauschHeizungsflüssigkeitsaustauschHeizungsflüssigkeitsaustausch

Wir wären dann fertig, hieß es. Er würde die Heizung jetzt starten wollen und es wäre nötig, für den Boiler etwas Wasser aufzufüllen. Also schnappte ich mir in Ermangelung eines Frischwasseranschlusses in erreichbarer Nähe meine Gießkanne und lief ein paarmal zwischen der Küche der Firma und Oscarlotta hin und her. Nach kurzer Zeit wurden die Heizkörper warm! Ich konnte mich vom letzten Mal 2011 erinnern, dass jetzt die zeitraubende Prozedur der Entlüftung an der Reihe sein würde. Nein, das sei nicht mehr nötig! Durch das neue Verfahren habe keine Luft in die Leitungen gelangen können und die vorher vorhandene sei mit herausgedrückt worden. Große Klasse! Es mussten also nicht sämtliche Abdeckungen gelöst werden, die teilweise etwas schwer zugänglich sind. Es müsse erst entlüftet werden, wenn ein Heizkörper nicht warm würde oder es irgendwo gluckert.

Als Geschenk bekam ich außer einem kleinen Plüsch-Elch Verliebt eine Literflasche der neuen Heizungsflüssigkeit, schon fertig gemischt. Bisher mussten destilliertes Wasser mit Glykol im Verhältnis 60:40 selbst angemischt werden und in den Ausgleichsbehälter gefüllt werden, wenn der Füllstand unter die Mindestmarkierung gefallen war. Die meisten Besitzer eines Wohnmobils mit Alde-Heizung würden sich allerdings um den Füllstand nie kümmern und sich dann bei ihnen melden, weil die Heizung plötzlich kalt bleibt, erfuhr ich. Laut lachen Eine weitere gute Nachricht war, dass der Gesamtaustausch der Heizungsflüssigkeit jetzt nur noch alle 5 Jahre notwendig wird.

Um 12 Uhr fuhr ich mit Oscarlotta vom Hof, trotz des noch nicht berechneten Boilers um ein paar Hundert Euro ärmer. Es waren nämlich auch noch der Brenner und das dazugehörige Gebläse ausgetauscht worden und allein die Kosten für die Frostschutzflüssigkeit beliefen sich auf €145. Ich hoffe dann mal, dass es dabei bleibt und überhaupt, dass es jetzt endlich wirklich mal gut ist mit Instandsetzungen und Optimierungen bei Oscarlotta. “Sie ist mir lieb und teuer”, ich weiß jetzt, was diese Aussage bedeutet! Kuss senden

Grafenrheinfeld

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Caravan-Center Bocholt

 

Am 2. Januar fuhr ich zum Caravan-Center Bocholt. Auf den Hof fahren war nicht, weil zwei Wohnwagengespanne diesen in ganzer Länge und Breite einnahmen. Zum Glück konnte ich bei der benachbarten Firma wenden und ließ Oscarlotta dann einfach auf dem Bürgersteig stehen. In einem Industriegebiet sind ja eher weniger Fußgänger unterwegs.

Der Eingangs- und Wartebereich der Firma war voll mit Menschen, die offenbar alle nach dem Betriebsurlaub ein Problem erledigen lassen wollten. Das könnte evtl. etwas länger dauern! Eine nette Rezeptionistin nahm meine Personalien und die Schadenbeschreibung auf und wollte zum Schluss die Fahrzeugschlüssel haben. Ich erklärte ihr, dass ich nicht auf dem Firmengelände stehen würde und dass ich gerne hätte, dass sich jemand die Sache erst einmal ansehen würde. Gut, sie würde mit dem Werkstattleiter sprechen, das könne aber etwas dauern und es käme dann jemand zu mir. Ich möge mich doch solange in den Wartebereich setzen. Ein WLAN gab es leider nicht!

Nach 15 Minuten kam ein junger Mann und begleitete mich zu Oscarlotta. Zielsicher öffnete er die Plastikabdeckung oben auf dem Heizungsblock, unter der einige Kabel angesteckt waren, zog sie der Reihe nach ab und kam so eine Ebene tiefer. Ich stellte ihm meine Taschenlampe zur Verfügung und er vermeldete, dass, wie vermutet, der Boiler einen Riss habe. Ja, eine lange Kalkspur zeugte davon, dass von dort schon längere Zeit Wasser entwich. Einen Wassertropfen konnte man auch sehen. Und er erklärte mir, dass der für mich bisher nicht nachvollziehbare Wasseraustritt davon abhängt, wieviel heißes Wasser aus dem Boiler entnommen wird. Dieses würde ja wieder aufgefüllt und erhitzt werden, sich dabei ausdehnen und da der Riss ganz oben am Boiler war, trat eben nur bei Füllhöchststand Wasser aus. Das klang logisch! Der Behälter müsse ausgetauscht werden, schweißen oder sonstiges würde keinen dauerhaften Erfolg versprechen. Er würde jetzt mal bei Alde anrufen und einen Boiler bestellen. Er stöpselte alle Kabel und Stecker wieder an und ging dann schon mal vor, während ich mein Loch wieder verschloss und den Teppichboden darüberlegte. Als ich im Wartebereich ankam, eröffnete er mir, dass er bei der Firma Alde heute niemanden erreiche, da dort Inventur gemacht würde. Er würde es am nächsten Morgen wieder versuchen und mich dann anrufen. Wann am nächsten Morgen??? Wir einigten uns auf 10 Uhr. Cooles Smiley

Ich hätte nach Rees zurückfahren können und wie sich später herausstellte, wäre das auch die bessere Entscheidung gewesen, aber es gibt in Bocholt einen Wohnmobilstellplatz direkt am Aasee und ich wollte mir die Stadt anschauen, die ich noch nicht kannte. Der Stellplatz machte einen ganz guten Eindruck, wenn auch die recht befahrene Straße direkt daneben lag. Die Anordnung der Plätze erschloss sich mir nicht auf Anhieb und als ich Oscarlotta seitlich anhielt und überlegte, kam schon der Betreiber gelaufen und sagte mir, wo die größeren Mobile stehen können. Es gibt drei Platzteile und auf zweien sind rundherum kürzere Plätze und in der Mitte längere Spuren. Ich bekam sogar noch die Info, auf welchem der Plätze Satellitenempfang sei! Der Betreiber war sehr nett und freundlich und bei der Anmeldung fachsimpelten wir ein wenig über Alde-Heizungen, denn er hatte bis vor kurzem ebenfalls einen Flair gefahren. Ich bezahlte erst einmal für zwei Nächte, da ich ja noch nicht wusste, wie es weitergeht. Bekam einen Stadtplan sowie weiteres Infomaterial und eine Wegbeschreibung in die Stadt.

Bocholt Aasee

Ich schloss mein Stromkabel an, schaltete die Heizung (auf Gas) wieder ein, stellte sie auf Nachtbetrieb, damit es bei meiner Rückkehr nicht ganz so kalt sein würde und ging in die Stadt. Direkt gegenüber des Stellplatzes liegt eine alte Textilfabrik, jetzt ein Museum. Leider wegen Renovierung geschlossen und es sollte erst im Mai wieder geöffnet werden. Schade!

Textilmuseum BocholtTextilmuseum BocholtTextilmuseum Bocholt

Zur Innenstadt verlief ein schöner Fußweg an der Aa entlang, in ca. 20 Minuten war ich da. Klar war aber auch, dass ich dort im Dunkeln nicht wieder zurücklaufen wollte. Ich kam direkt an einem größeren überdachten Einkaufszentrum raus und ging erstmal in ein Café. Als ich alles abgegrast hatte (die Läden, nicht das Kuchenbuffet!), versuchte ich in der eigentlichen Innenstadt eine Bushaltestelle oder einen Taxistand zu finden, vergeblich. Zum Glück hatte ich ja einen Stadtplan und mit einem ziemlichen Umweg kam ich schließlich wieder bei Oscarlotta an. Und die war kalt! Okay, ich hatte nur die Nachtabsenkung eingestellt. Also hochdrehen! Nach einer Weile wunderte ich mich, dass die Heizkörper bzw. die Abdeckungen derselben immer noch kalt waren. Nanu??? Ich schaltete die Heizung noch einmal aus und wieder ein, sowohl auf Gas als auch auf Strom. Nichts! Ich öffnete das Bodenloch und überprüfte die Kabel, sogar die Glassicherungen. Alles sah heil und richtig aus. Inzwischen regnete es draußen und nur mit Mühe hörte ich, dass die Heizung im Gasbetrieb anlief, sich aber in dem Moment, wo sie zündete, wieder abschaltete. Ich probierte es noch ein paarmal mit dem immer gleichen Ergebnis und fand mich dann zähneknirschend damit ab, dass ich diese Nacht keine Heizung haben würde!!! Enttäuschtes Smiley Frieren wollte ich aber auch nicht. Also im Regen raus in die Heckgarage, den Heizlüfter rauskramen. Der war zum Glück so verstaut, dass ich nicht erst wer weiß was umräumen musste. Die Absicherung war auch hoch genug und genügend 50-Cent-Stücke für den Automaten hatte ich auch. Meine Laune war trotzdem nicht besonders gut! Irgendetwas hatte der junge Mann ja wohl falsch gemacht! Natürlich hätte ich die Heizung noch bei der Firma einschalten sollen, aber auf die Idee bin ich gar nicht gekommen. Gut, noch einmal wird mir das wohl nicht passieren! Kann man denn niemandem mehr vertrauen, dass er seine Arbeit sorgfältig macht??? Um halb elf warf ich vorsichtshalber noch ein paar Geldstücke nach, da ich am nächsten Morgen nicht tiefgefroren aufwachen wollte und ging in mein nicht allzu warmes Bett, zusammen mit meinem iPhone. Das wärmt zwar nicht, aber ich könnte dann im Bett auf den versprochenen Anruf warten. Den Wecker stellte ich auf kurz vor zehn. Bestimmt würde der Anruf nicht vor halb elf kommen.

Am nächsten Morgen hatte ich noch 12°C in Oscarlotta! Der Strom lief noch, also schaltete ich den Heizkörper auf höchste Stufe und verzog mich wieder ins Bett. Den Wecker schaltete ich aus, das iPhone an und Punkt 10 Uhr klingelte es! Das Caravan-Center Bocholt. Er habe eine gute und eine nicht so gute Nachricht für mich! Der Boiler sei vorrätig, könne aber von ihnen nicht ausgetauscht werden. Das könne bzw. dürfe nur die Firma Alde selbst. WARUM??? Ja, es handele sich um ein sicherheitsrelevantes Bauteil. Bei dem Vorgängermodell der Heizung wäre das bei ihnen noch möglich gewesen, bei meinem Modell nicht mehr. (Diese Aussage stellte sich später allerdings als falsch heraus!) Das bedeutet, ich muss jetzt zu Alde fahren? Zurück in die Nähe von Würzburg??? 500km in die falsche Richtung??? Nun ja, die Alternative wäre, die Heizung auszubauen, zu Alde zu schicken, den Boiler dort austauschen zu lassen und zu warten, bis alles wieder zurückkommt. Ohne Heizung, ohne warmes Wasser? Ich könnte natürlich nach Rees (wo der Strom inklusive war) zurückfahren, den Heizlüfter laufen lassen und mir warmes Wasser auf dem Herd machen. Ich hätte auch, wie geplant, zu meinen Freunden nach Nordhorn fahren und mich bei ihnen auf die Gästecouch legen können, aber ich hatte weder Lust, Oscarlotta winterfest zu machen, noch sie allein auf dem Stellplatz stehen zu lassen. Keine der drei Möglichkeiten gefiel mir wirklich. Trauriges Smiley

Ich hätte aber auch noch eine nicht so gute Nachricht für ihn, teilte ich meinem Telefongeprächspartner mit. Meine Heizung wäre am Vorabend nicht mehr angesprungen! Kurzes Schweigen. Aber er hätte doch alle Kabel wieder angeschlossen!? Dann solle ich doch noch kurz auf der Fahrt zu Alde bei ihnen vorbeikommen, er sei aber nur bis 12:30 im Hause. Es war inzwischen Mittwoch. Ich würde bestimmt nicht noch für Freitag einen Termin bei Alde bekommen. Ich hatte die nächste Nacht schon bezahlt. Okay, auf €7,50 könnte ich zur Not noch verzichten. Aber erst meine Heizung wieder in Schwung bringen lassen und dann auf die Autobahn und mal eben 500km fahren? Da hatte ich so gar keine Lust drauf! Ich machte mich und Oscarlotta fahrfertig, zog mein Stromkabel von der immer noch funktionierenden Stromsäule ab und fuhr erst einmal zum Caravan-Center. Der junge Mann öffnete den Deckel, schaute prüfend auf die Kabel und Stecker und war immer noch sicher, alles richtig wieder angeschlossen zu haben. Er zog erneut alles ab und schaute sich die eine Etage tiefer liegenden funktionslosen Kabel an. Und siehe da, er hatte einfach nur vier Kabel miteinander vertauscht! Es war ihm anzumerken, dass es ihm schon etwas peinlich war, aber wer glaubt, dass ihm auch nur ein Wort der Entschuldigung über die Lippen gekommen wäre, der irrt sich. Kein „Oh, das tut mir aber Leid!“ oder „Da mussten Sie ja frieren heute Nacht!“ oder „Ich hoffe, Sie hatten wenigstens einen Heizlüfter?“. Nichts, gar nichts! Er verkabelte alles, diesmal richtig, wir starteten die Heizung, sie sprang an und er verließ sehr eilig Oscarlotta und mich.

Noch von dort aus rief ich bei Alde an und bekam einen Werkstatttermin für den nächsten Montag. Ich fuhr zum Stellplatz zurück, auf meinem Platz stand bereits ein anderes Wohnmobil und sein Stromkabel hing mit Sicherheit an meiner Steckdose mit meinem Restguthaben. Es war Sturm angesagt und so beschloss ich, mich für die nächste Nacht hinter das Anmeldegebäude auf die nicht schönen, aber baumlosen, Plätze zu stellen. Den Rest des Tages verbrachte ich damit, mich mit den Tatsachen abzufinden.

Stellplatz Bocholt Aasee

Fortsetzung folgt… Cooles Smiley

written by Ingrid
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Kein Ende abzusehen – außer vom Jahr! :-(

 
Am 22. Dezember stellte ich fest, dass meine Heizung leckt!!! Enttäuschtes Smiley Immer, wenn ich mit jemandem über meine zahlreichen Werkstattbesuche der letzten Wochen redete, bekam ich zur Antwort, dass ich aber danach doch eine „neue“ Oscarlotta hätte. Und ich erwiderte jedesmal, dass immer noch meine Heizung alt ist und auch meine Aufbau-/Wohnraumbatterien und dass beides mit viel Glück noch eine Weile durchhält, toi, toi, toi!!! Die Batterien sind wirklich immer noch dieselben wie bei der Übernahme von Oscarlotta im April 2007 – unglaublich, aber wahr. Bei der Alde-Heizung wurde der Boiler das letzte Mal 2011 getauscht. Ich wurde aufmerksam, weil meine – neue – Druckpumpe sich auffallend oft einschaltete, obwohl ich gar kein Wasser entnommen hatte. Das ist immer ein Hinweis auf irgendeine Undichtigkeit. Ich wollte die Pumpe einer Sichtprüfung unterziehen und öffnete den Deckel zu dem Fach im Zwischenboden, in dem sowie die Pumpe als auch die Heizung untergebracht ist. Der Boden war nass! So eine Sch…!!! Konnte denn nicht langsam einfach gut sein??? Und nun? Zwei Tage vor Weihnachten? Ich nahm das Wasser auf und ließ das Heizungsfach offen, um die Sache zu beobachten und herauszufinden, was die Ursache der Feuchtigkeit war. Jetzt hatte ich ein Loch im Fußboden genau an der schmalsten Stelle vom Innenraum, zwischen Küchenblock und Kühlschrank. Ich lernte, aufzupassen, um mir nicht auch noch ein Bein zu brechen und ich lernte zu balancieren. Nur die Bedingungen des Wasseraustrittes durchschaute ich nicht. Das Wasser drückte zwar eindeutig an einer immer gleichen Stelle aus dem Inneren des Heizungsgehäuses heraus (Pfeil auf dem 2. Foto), aber es kam nicht kontinuierlich. Mal mehr, mal weniger, über Nacht wurde auch mal ein Handtuch so nass, dass ich es auswringen konnte und dann passierte mal zwei Nächte mit dem dazwischenliegenden Tag gar nichts!

HeizungsfachWasseraustritt (Pfeil)Trockenlegung

Nach Weihnachten telefonierte ich die in erreichbarer Nähe befindlichen Partnerwerkstätten von Alde ab. Betriebsferien zwischen den Jahren! Bei einer Werkstatt erreichte ich einen Menschen, nicht nur die Mailbox, aber man hatte keine Kapazitäten frei, auch nicht für einen Notfall. Trauriges Smiley Meine Pumpe schaltete ich nur noch kurz ein, wenn ich sie benötigte und ansonsten versuchte ich, immer ein Handtuch zu trocknen, während das andere im Einsatz war. Und ich versuchte – mit Erfolg – weiterhin, mir kein Bein zu brechen. Zwinkerndes Smiley Ein Zusammenhang zwischen dem wechselnden Wasserverlust und den wechselnden Bedingungen (fahren/nicht fahren) erschloss sich mir immer noch nicht.

Silvester wollte ich eigentlich in Geldern verbringen. Ich kannte den Stellplatz und die Stadt und glaubte, dort gut aufgehoben zu sein. Ein wenig Sorgen machte ich mir, dass der Platz so gut besucht sein könnte wie der in Brüggen, aber es war ja erst Mittwoch und der Stellplatz ist groß. Als ich ankam, bot sich mir dieses Bild!

Geldern

Kein einziges Wohnmobil auf dem ganzen Platz und alle Stromsäulen waren entweder mit Plastiktüten verhängt oder mit Absperrband umwickelt. Am Kassenhäuschen hing aber ein „Geöffnet“-Schild. Ich wusste nicht so recht, was ich davon halten sollte und vor allem wusste ich (noch) nicht, wo ich sonst hinfahren könnte. Also stellte ich Oscarlotta erstmal mitten auf den Platz und ging zum Ticketautomaten. Der war betriebsbereit und es gab auch nirgendwo einen Hinweis, dass der Platz nicht zu nutzen sei oder es keinen Strom geben würde. Ich suchte gerade nach einer Telefonnummer, um nachzufragen, als ein städtischer Wagen auf den Platz fuhr. Nein, man wisse von nichts, aber ich solle mal bei der Stadtverwaltung anrufen. Ja, wenn da jemand drangeht? Ja, auf jeden Fall würde da jemand abheben! Es hob niemand ab!!! Einer der Männer war inzwischen zu einer der Stromsäulen mit Bauchbinde gegangen und teilte mir mit, dass er glaube, dass die Säule funktionieren würde. Es wurde schon langsam dunkel und ich hatte wenig Lust, im Dunkeln weiterzufahren, außerdem wollte ich in dem ortsansässigen Kaufland ein paar Sachen kaufen, die es nur dort gibt. Ich stimmte dem Stadtbediensteten zu, dass der Versuch, Strom zu bekommen, nur das überschaubare Risiko von 50 Cent beinhaltete und parkte Oscarlotta neben der Säule ein. Eine Nacht würde ich es hier allein aushalten, zur Not auch ohne Strom. Die Säule funktionierte! Warum werden funktionstüchtige Säulen als funktionsuntüchtig markiert??? Bestimmt war der Platz so leer, weil alle Wohnmobilfahrer gleich wieder gefahren waren. Ich löste ein Parkticket (€8), fuhr meine Trittstufen ein, verschloss meine Tür doppelt, wechselte das Handtuch aus und verbrachte einen gemütlichen Abend und eine ruhige Nacht.

Geldern 

Am nächsten Tag beschloss ich, mir einen schönen Tag im Städtchen zu machen und noch eine weitere Nacht zu bleiben. Oscarlotta war immer noch das einzige Wohnmobil auf dem Platz. Zwei zusammengehörende Concorde kamen, die Besatzungen sahen sich um, berieten kurz und fuhren wieder. Am übernächsten Tag schien endlich mal die Sonne und ich ging beschwingt noch einmal durch die Stadt und auf dem Rückweg zum Kaufland. Mein Ticket galt ja bis zum späten Nachmittag. Inzwischen wusste ich auch, wo ich hinfahren wollte und um 15 Uhr wechselten Oscarlotta und ich 44km weiter nach Rees auf den Stellplatz „Ebentalstraße“. Dort standen dann einige Wohnmobile, aber es war noch ein schöner Platz ohne direkte Nachbarn für uns frei. Der Platz kostet auch €8, aber im Preis inbegriffen ist nicht nur die Ent- und Versorgung, sondern auch der Strom – und das mit einer Absicherung von 16 Ampere!!! Also brauchte ich mir keine Gedanken zu machen, wo ich im Falle des Falles eine Gasflasche tauschen könnte. Jetzt galt es nur, die Zeit bis zum 2. Januar Handtuch und Jahr wechselnd zu überstehen und am ersten möglichen Tag hatte ich vor, nicht zu telefonieren, sondern sofort zur nächsten Servicewerkstatt in Bocholt zu fahren. Wenn ich dort auf der Matte stehen würde, könnte man mich nicht so leicht abwimmeln, wie am Telefon, so mein Plan.

Fortsetzung folgt… Cooles Smiley

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Weihnachten in Brüggen

 

Für die Weihnachtsfeiertage hatte ich mir das kleine Städtchen Brüggen ausgesucht, das auch einen Wohnmobilstellplatz hat. Brüggen liegt im Naturpark Schwalm-Nette in der Nähe von Mönchengladbach/Viersen und nicht weit von den holländischen Städten Venlo und Roermond entfernt. Ganz in der Nähe hatten meine Eltern über viele Jahre ihren Wohnwagen auf einem Campingplatz stehen. Diesen Wohnwagen, eher ein Wägelchen, hatte mein Vater zwischen 1955 und 1958 selbst entworfen und gebaut und zwar so, dass als Zugwagen unser erster PKW, ein Lloyd 600, ausreichte. Das Material war Flugzeugsperrholz, besonders leicht und formbar, außen verkleidet mit Kunststoffplatten und isoliert mit Styropor (?). Das kleine „Ei“ war 3m lang, 1,60 m breit und hatte ca. 1,90m Stehhöhe. Zunächst gab es aus Gewichtsgründen auch weder einen Deichselkasten für Gasflaschen noch ein hinteres Fenster. Beides wurde erst nachgerüstet, als sich in der Fahrpraxis der Lloyd dann doch recht schnell als untermotorisiert und absolut überfordert herausstellte und ein Ford ihn ablöste. Aber ein total hübsches Gespann waren der kleine grün-weiße Lloyd und der weiße, knuddelige Wohnwagen dahinter. Ich kann mich noch gut erinnern, dass Passanten auf der Straße uns lächelnd, amüsiert oder erstaunt hinterher sahen, denn Wohnwagen waren noch eine Rarität zu dieser Zeit. Ich war acht Jahre jung und ich erinnere mich gut, wie aufgeregt bangend wir an einem Tag darauf warteten, dass mein Vater nach Hause kam mit erfolgreicher TÜV-Abnahme. Es klappte tatsächlich gleich beim ersten Mal!

Die nächsten Jahre ging es ab dem Frühjahr bis zum späten Herbst jedes Wochenende aufs Land. Von einem Bauern hatte mein Vater ein kleines Stück Land am Waldrand gepachtet, wir standen dort ganz allein. Wasser zum Waschen und Kochen wurde in Kanistern vom Bauernhof geholt. Nein, fließendes Wasser gab es nicht in dem kleinen Wohnwagen, auch keine Toilette. Zu dieser Zeit ging man noch mit Spaten in den Wald. Laut lachen Zum (Hände) Waschen stand draußen eine kleine Plastikwanne. Der Wohnwagen bestand hauptsächlich aus zwei langen Bänken und einem großen Tisch. 4-5 Personen konnten dort bequem sitzen, mit herunterklappbarem Zusatzbrett und Klapphocker auch sieben. Zum Bett umgebaut ergab sich eine Liegefläche von 1,60 x 1,90. Mein 10 Jahre älterer Bruder fuhr nur zu Beginn noch mit, dann schlief ich auf einer Luftmatratze unter dem abgesenkten Tisch. Als ich älter wurde, bekam ich ein Zelt für mich allein. Vor dem Bett gab es einen schmalen Durchgang zur Eingangstür, an der Bugwand befand sich ein Kleiderschrank, ein Küchenunterschrank mit großer Arbeitsfläche, ein kleiner Oberschrank für Gläser und Tassen und über Eck war eine Vorrichtung, auf der ein Zweiflammen-Gaskocher Platz hatte. Drunter stand eine Kühlbox. Mehr brauchte man damals nicht zum Glücklichsein! In den Schulferien machten wir Urlaubsfahrten nach Holland, nach Österreich, nach Bayern. Besonders in Holland blieben meine Mutter und ich oft die ganzen Sommerferien und mein Vater, der ja nicht so viel Urlaub bekam, besuchte uns an den Wochenenden. Und das, obwohl er damals auch samstags noch bis Mittag arbeiten musste! Ich wurde also sehr frühzeitig infiziert mit dem Camping-Bazillus!

Ich war Mitte zwanzig, als meine Eltern sich entschlossen, einen größeren Wohnwagen zu kaufen. Mein Vater war gerade in Rente gegangen, sie planten längere Auslandsreisen und wollten für das obligatorische Mittagsschläfchen nicht immer ein Bett „bauen“ müssen. Den kleinen Wohnwagen verkaufen??? Erstauntes Smiley Ich beschloss, ihn zu übernehmen. Passenderweise wurde die Nachbarparzelle auf dem Campingplatz frei und ich pachtete sie. Reisen konnte ich mit dem „Ei“ allerdings nicht, da ich ja ausschließlich Enten fuhr, außerdem war es inzwischen auch schon etwas in die Jahre gekommen. Die nächsten 20 Jahre verbrachte ich aber im Sommer so gut wie jedes Wochenende dort und immer mindestens die Hälfte der Sommerferien. Ein Vorzelt gab es inzwischen, das eine größere Grundfläche hatte als der Wohnwagen, aber es gab immer noch weder fließendes Wasser noch eine Heizung, dafür aber im Vorzelt einen Haushaltskühlschrank und ein Porta Potti.

Ich habe es geliebt, dort zu sein! Und meine beiden Hunde, die ich nacheinander hatte, ebenfalls. Aber auch damals schon war ich kein Freund von Kuschelcamping und es war ideal, dass ich einen Eckplatz am äußersten Ende des Campingplatzes hatte, mit Nachbarn nur an einer Seite – und das waren meine Eltern.

Die Gegend dort ist sehr waldreich und man konnte auf schattigen Wanderwegen mit dem Rad bis Roermond fahren oder zum Baden an einen kleinen See oder eben nach Brüggen, zum Bummeln und zum Eis essen. Meine Hunde konnten immer frei mitlaufen, erst kurz vor Brüggen wurden sie in ihren Fahrradkorb verfrachtet. In einer guten halben Stunde waren wir dort. Wenn meine Eltern auch da waren, fuhren wir des öfteren zum Essen gehen nach Brüggen, entweder in die „Brüggener Mühle“ oder ins „Brüggener Klimp“, ein ehemaliger Bahnhof.

Brüggener MühleBrüggener MühleBrüggener MühleMühlbachBrüggener Mühle

Ja, und das alles wollte ich jetzt mal wiedersehen! Es hatte sich rein gar nichts verändert in den letzten 20 Jahren!!! Das Städtchen ist immer noch winzig und besteht hauptsächlich aus Boutiquen, Restaurants und Cafés. Anziehungspunkt war und ist das noch teilweise erhaltene Wasserschloss, auf dessen Gelände mehrmals im Jahr Feste ausgerichtet werden. Brüggen lebt vom Tourismus und von der Nähe zu Holland und in den Sommermonaten werden wohl immer noch Busladungen Reisender zum Kaffee trinken dort abgesetzt.

weihnachtliches Brüggenweihnachtliches Brüggenweihnachtliches Brüggenweihnachtliches BrüggenBurg BrüggenBurg Brüggen

Auch der Wohnmobilstellplatz war gut besucht! Als ich ankam, konnte ich mir noch einen Platz aussuchen und entschied mich für die fast leere Platzseite. Es stellte sich dann allerdings heraus, warum sie so leer war, es gab dort nämlich keinen Fernsehempfang! Zwinkerndes Smiley Bereits am 1. Weihnachtstag war auf der Seite mit Empfang kein Platz mehr frei und notgedrungen musste man auch mit der anderen Seite Vorlieb nehmen. Ich hatte Glück, zwischen den Flair-Nachbarn zur Rechten und Oscarlotta fuhr niemand rein. Der Stellplatz ist einfach, bietet Stellflächen auf Schotter für 40 Mobile, Strom pauschal für €2, allerdings nur mit einer Absicherung von 6 Ampere. Das reichte leider nicht für meine Kaffeemaschine! Also Weihnachten ohne Fernseher und Kaffee??? Ich kaufte mir Pulverkaffee. Enttäuschtes Smiley Pro Nacht werden (ohne Strom) €5 fällig, es gibt ein Rohr zur Toilettenkassettenentleerung und für Grauwasser und einen Frischwasserhahn, an den kein Schlauch angeschlossen werden kann. Dafür kostete weder die Ent- noch die Versorgung etwas. Vom Platzwart wurde ich wortlos beobachtet, als ich meine Kassette entleerte, sie mit dem Inhalt der bereitstehenden Gießkanne spülte und diese dann am Frischwasserhahn wieder auffüllte und zurückbrachte. Als ich gehen wollte, sprach er mich an und meinte, dass sich so mancher Camper ein Beispiel an mir nehmen könne. Als ich lachend fragte, was ich denn richtig gemacht hätte, entgegnete er, dass ich meine Kassette NICHT am Frischwasseranschluss gespült hätte. Cooles Smiley

Und hier am Stellplatz merkte ich dann, dass sich doch etwas verändert hatte in Brüggen. Dort, wo es früher nur einen Aldi gegeben hatte, gibt es jetzt gegenüber zusätzlich einen großen Rewe-Markt und 200 Meter weiter sogar ein kleines Einkaufszentrum mit Lidl, Dänischem Bettenlager, Rossmann, einem Odlo-Outlet, Fressnapf, einer Imbissstube, einem Bäcker. Ich konnte meinen gesamten Einkaufszettel abarbeiten und brauchte mir keine Sorgen zu machen, an den drei Weihnachtssonn/feiertagen zu verhungern. Smiley mit geöffnetem Mund

Meine Erkundungs- und Nostalgiegänge durch den Ort waren übrigens mit sehr gemischten Gefühlen verbunden. Sooo viele Erinnerungen, die gleichzeitig glücklich und traurig machten. In der englischen Sprache gibt es den dafür passenden Begriff bittersweet.

Brüggen zu Weihnachten 2017

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Wynen- Tankflasche

Am 21. 12. hatte ich einen Termin bei der Firma Wynen zum Wiedereinbau meiner Gastankflasche. Die hatte ja die Gasprüfung nicht bestanden, weil sie den aktuellen gesetzlichen Bestimmungen nicht mehr genügte (siehe auch „hier“). Die Befestigung im Flaschenkasten musste verstärkt werden und der Gasschlauch musste gegen eine Festverrohrung ausgetauscht werden.

Ich hatte die Info, dass ich am Vorabend anreisen und auf dem Betriebsgelände übernachten könne, einen Stromanschluss gäbe es auch. Bestens! Den Termin hatte ich auf 11 Uhr verhandelt. Zwinkerndes Smiley

Da es mir in Urmitz so gut gefiel, ließ ich eine eigentlich geplante weitere Zwischenstation ausfallen und fuhr am 20. direkt nach Viersen. Auf der linken Seite am grünen Zaun solle ich parken, die Steckdose sei am Küchenfenster. Ich war kurz vor 17 Uhr da, der Chef war noch im Büro und meinte, prima, dann könnten wir ja gleich morgen früh um 9 Uhr anfangen. NEIN!!! Ich hatte doch extra 11 ausgehandelt. Wir einigten uns dann auf 10 Uhr. Laut lachen

Ob ich mein Fahrzeug selbst in die Halle fahren wolle oder ob der Chef das machen solle, fragte mich am nächsten Morgen (9:55) die Sekretärin. Die Zufahrt war rechtwinklig, zur Begrenzungsmauer des Grundstücks war nicht viel Platz zum Ausholen. Trotzdem schaffte ich es in einem Rutsch, einer der Mechaniker signalisierte mir freie Fahrt. Drinnen musste dann ein wenig umgeschichtet werden, damit ich meine Seitenhecktür öffnen konnte, um die Tankflasche rausholen zu können. Ich hatte draußen noch überlegt, ob ich das vorher erledigen sollte und hatte mich dagegen entschieden. Ist ja oft so, dass man eine falsche Entscheidung trifft!

Der Chef höchstpersönlich fing sofort an zu arbeiten. Ich durfte in Oscarlotta bleiben. Der umbaute Gaskasten dient als Auflage für meinen Tisch, ich saß direkt daneben und die Bohr- und Montiergeräusche waren heftig. Als die neue Halterung am Fahrzeugboden befestigt war, gab es offenbar Probleme, die Tankflasche in den Gaskasten zurückzubekommen. Das verzweifelte Stöhnen (nicht der Tankflasche, die litt stumm) und die Schläge und Stöße bewogen mich ziemlich schnell, Oscarlotta zu verlassen und mich in die Besucherecke im Büro zu verziehen. Erstauntes Smiley

Nach einiger Zeit fragte ein Mechaniker, ob man mir die Tankflasche auch gleich befüllen solle? Dazu müsste ich rausfahren und man wäre jetzt auch fertig. Der Chef zeigte mir das Ergebnis seiner Arbeit und eröffnete mir, dass ich jetzt zum TÜV nach Mönchengladbach fahren müsse, um den Einbau abnehmen zu lassen. Diese Neuerung gab es erst seit einer Woche! Ob ich selbst fahren wolle oder ob sie das machen sollten? Ich ließ mir von der Sekretärin die Adresse geben, fütterte meinen Tommie damit, bezahlte €207,70 (incl. Tankfüllung und neuem Fülladapter für Spanien), wünschte frohe Weihnachten und fuhr los. Auf dem Hinweg machte Tommie seine Arbeit gut, auf dem Rückweg verlor er leider völlig die Orientierung und versuchte zweimal, mich durch 3,10m-Unterführungen zu leiten sowie durch eine Fahrradstraße.

Beim TÜV fotografierte ein freundlicher Prüfer akribisch sämtliche Details und wir diskutierten ein wenig über Sinn oder Unsinn dieser neuen Bestimmungen. Auf der rechten Seite des Flaschenkastens habe ich jetzt eine bombenfest verschraubte Gas(tank)flasche und daneben steht eine (Camping)gasflasche, die mit zwei „Schnürchen“ gesichert ist! In beiden Flaschen befindet sich im Falle eines Unfalls gleichgefährlicher Inhalt. Die gesetzliche Verordnung käme von den in PKWs eingebauten Gastanks, sei auf alle Gastanks übertragen worden und gelte demnach auch für Gastankflaschen, erfuhr ich. Toll, oder? Entweder der Mensch/das Gremium, der/das sich das ausgedacht hat, hat keine Ahnung von der Praxis (und von Camping schon mal gar nicht) oder man wollte einfach nur eine neue Einnahmequelle auftun. Die TÜV-Gebühr betrug knapp €60 und ich bekam mehrere Schriftformulare. Damit müsse ich jetzt nur noch zum Straßenverkehrsamt und die Neuerung im Fahrzeugschein eintragen lassen. Dazu würde mir ein neuer Schein ausgestellt werden. (Kostenpunkt?) Geht das bei jedem Straßenverkehrsamt, wollte ich wissen? Nein, nur da, wo das Fahrzeug zugelassen ist! Und muss ich das sofort machen??? Ja, es stände unverzüglich da, aber wenn ich erst in zwei Tagen hinfahren würde, wäre das auch noch okay. In zwei Tagen war ein Tag vor Weihnachten! Ich sagte nichts mehr und beschloss, dass mich mal alle gernhaben können. Wen interessiert es, ob eine Tankflaschenhalterung im Fahrzeugschein eingetragen ist oder nicht? Den Polizisten, der mich routinemäßig kontrolliert? Den interessiert allenfalls, ob ich von einer Firmen-Weihnachtsfeier komme und Alkohol im Blut habe. Der weiß nicht, dass ich eine Tankflasche im Kasten habe und er will auch nicht in den Flaschenkasten schauen. Und falls doch, dann weiß er mit Sicherheit nichts von Befestigungsbestimmungen und dass diese sich 2016 geändert haben. Ich setze also ohne auch nur den Ansatz eines schlechten Gewissens zu haben meinen geplanten Reiseweg fort. Wenn ich irgendwann im Frühjahr sowieso im Ruhrgebiet bin, werde ich es erledigen und ich bin sicher, dass man mich nicht inhaftieren und mir auch nicht den Kopf abreißen wird! Cooles Smiley

Schlauchverbindung CampinggasflascheFestverrohrung Tankflasche

written by Ingrid
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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Wer kennt Urmitz? ;-)

 

Mitte der nächsten Woche, nachdem der Schnee wieder getaut war, fuhr ich dann tatsächlich mal weiter, großräumig um Sauerland und Ruhrgebiet herum, linksrheinisch bis in die Nähe von Koblenz. Es war keine angenehme Fahrt, es stürmte, es regnete und in höheren Lagen ging der Regen in Schnee über und seitlich der Autobahn war alles wieder weiß! Aber immerhin waren die Staus nur in entgegengesetzter Richtung und sie waren kilometerlang. Glück gehabt! Uschi hatte einen Stellplatz auf halber Strecke für mich gesucht und Urmitz gefunden. Nie gehört? So ging es mir auch! Es gefiel mir sofort dort. Ein kleiner Platz für 24 Mobile, halbkreisförmig angelegt, mit Blick von jedem Platz auf den Rhein und die vorbeiziehenden Frachtschiffe. Es herrschte reger Verkehr, auf dem Rhein, der Stellplatz war fast leer. Wenn ihr den Link anklickt, auf dem zweitletzten Foto ist mein Platz zu sehen, der 3. von rechts, OHNE direkte Nachbarn!

Stellplatz Urmitz

Zwei offensichtliche Dauerbewohner gab es, einer davon ein alter VW-Bus. Wie das geht, weiß ich nicht, denn einen Sanitärcontainer/-raum gibt es nicht. Ansonsten aber alles, was man als Mobilist so braucht, sogar Wasser in Kleinmenge. Der Stellplatz wird am Ticketautomaten bezahlt (€7/Nacht), es wird auch kontrolliert, Strom gibt es jeweils 8 Stunden für €1. Mit €10 ist also dabei, wer über Strom auch heizen kann. Es gibt einen Brötchenservice, eine Gasflasche könnte man auch tauschen, einmal zur Straße vorgelaufen und kurz um die Ecke ist ein Nahkauf, der seinem Namen wirklich Ehre macht. Ganz leise ist es allerdings nicht, die Schiffe sind laut, ganz besonders, wenn sie sich stromaufwärts Meter für Meter vorwärtskämpfen. Und direkt nebenan verläuft eine Eisenbahnbrücke über den Rhein, Strecke nach Köln, also stark frequentiert. In der anderen Richtung geht es nach Koblenz und dort ist man in 10 Minuten für €3,70/Person/Strecke. Der Bahnsteig ist direkt an der Brücke und in wenigen Schritten vom Stellplatz aus erreicht.

Urmitz RheinbrückeUrmitz Richtung Rheinbrücke/Köln

Wie gesagt, jetzt im Winter ist der Stellplatz nicht sehr belegt, im Sommer dürfte das allerdings völlig anders sein. Und dann wird es eng! Durch die halbrunde Anordnung sind die Plätze hinten relativ breit, vorne aber recht schmal, vielleicht bleibt noch ein halber Meter zu jeder Seite. Also maximal ein Meter zwischen zwei Fahrzeugen! Es gibt außerhalb der asphaltierten Stellflächen Grünstreifen, auch eine großzügige Wiese in erster Reihe zum Rhein. Direkt hinter dem Platz, auf dem ich stand, ist eine Boule-Bahn, der von fröhlichen und lauten Spielern genutzt wurde, im Sommer bestimmt ständig. Smiley mit geöffnetem Mund

Der Rhein führte schon richtig Hochwasser! Unterhalb des Stellplatzes verläuft in beide Richtungen ein netter Spazierweg. Dort, wo ich an dem einen Tag noch um eine Hausecke bis zur Kirche (dort stand schon alles unter Wasser) gehen konnte, war das am nächsten Tag schon nicht mehr möglich. Die Gefahr einer Überflutung des Stellplatzes besteht aber nicht so schnell, er liegt um einiges erhöht.

Rheinhochwasser

Wenn man Glück hat und einen der ersten Plätze auf der rechten Seite erwischt, schwimmen die Schiffe wirklich direkt am Wohnzimmerfenster vorbei!

Am Sonntag fuhr ich per Zug nach Koblenz auf den Weihnachtsmarkt. Im Internet hatte ich mir ein PDF-Dokument heruntergeladen, auf dem die Innenstadt mit ihren insgesamt 7 (!) verschiedenen Märkten dargestellt wurde. Ich kenne Koblenz zwar, aber ohne den Plan hätte ich garantiert nicht alle gefunden und mich auch sicher verlaufen. Natürlich war es voll und etwas ernüchtert musste ich auch feststellen, dass mindestens 80% aller Buden „Fress- und Saufbuden“ waren. Damit ist natürlich am meisten Geld verdient!

Koblenz Weihnachtsmarkt

Ich war am Bahnhof Stadtmitte ausgestiegen und nicht am Hauptbahnhof. Ich lief so durch die Stadt, dass ich auch in Stadtmitte wieder zusteigen konnte. Eine Fahrkarte zu bekommen war kein Problem, aber bei keinem der infrage kommenden Züge des Abfahrtplans stand mein Zielbahnhof Urmitz Rheinbrücke dabei. Um 18 Minuten nach kam pünktlich ein Zug, an dem nicht erkennbar stand, wo er hinfährt, eine Ansage gab es auch nicht. Ich fragte den neben mir stehenden jungen Mann, ob dies der Zug Richtung Köln sei. Er bejahte das und meinte, dort wolle er hin und er würde jetzt auf jeden Fall einsteigen. Na, dann bin ich mal mutig und steige auch ein, entgegnete ich. Etwas mulmig war mir allerdings. Der Zug setzte sich in Bewegung und fuhr auch an dem großen Einkaufspark vorbei, wie auf der Hinfahrt. Dann hätte er aber schon wieder halten müssen, was er nicht tat. Die 10 Minuten waren auch schon rum! Der nächste Halt müsste meiner sein, aber warum hatte er zwischendurch nicht gehalten? Es kam eine Zugdurchsage. Nächster Halt Andernach!!! Das war eindeutig falsch! Also raus aus dem Zug! Unten auf der Straße stand ein Bus. Ob er zufällig nach Urmitz fahre? Nein, nach Urmitz gäbe es gar keine Busverbindung. Ich müsse mit dem Zug wieder zurück bis zum Hauptbahnhof Koblenz, dort umsteigen und dann nach Urmitz fahren. Nee, dazu hatte ich keine Lust, wer weiß, wann der nächste Zug kommt und der nach Urmitz fuhr sowieso nur alle Stunde. Gegenüber stand ein wartendes Taxi. Der Taxifahrer hat sich gefreut, er hatte bestimmt nicht damit gerechnet, an diesem Sonntagabend für eine einzelne Fahrt noch €30 einzunehmen!

Urmitz

written by Ingrid
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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Urlaub bei Erwin

 

Der Dezember war bisher, wie immer, dem Adventskalender vorbehalten, aber das heißt nicht, dass sonst nichts passiert wäre!

Ich wollte für zwei oder drei Nächte nach Wertheim (bei Würzburg), erhoffte mir, dass das Wertheim Village schon weihnachtlich illuminiert sein würde. Dem war dann auch so, sowohl von außen als auch verschwenderisch von innen war alles mit vielen Lichtern stimmungsvoll geschmückt. Der Anblick vom Parkplatz der „Erwin Hymer World“ war märchenhaft (das Headerfoto vom aktuellen Monat) und aus den geplanten maximal drei Nächten wurden fast drei Wochen!

Wertheim VillageWertheim VillageWertheim VillageWertheim VillageWertheim VillageWertheim VillageWertheim VillageWertheim VillageWertheim VillageWertheim VillageWertheim VillageWertheim VillageWertheim VillageWertheim VillageWertheim VillageWertheim VillageWertheim Village

Das lag aber nicht daran, weil es mir so gut gefiel, sondern dass zunächst meine Heizung nicht im Elektrobetrieb funktionierte. Man bekommt hier Strom für €1/drei Stunden, die Absicherung ist ausreichend hoch und so nutzte ich die Gelegenheit, Kühlschrank und Heizung auf Strom laufen zu lassen. Nicht den ganzen Tag, sondern um die Kaffeemaschine „morgens“ nutzen zu können und dann noch einmal abends zur Unterstützung der Bordbatterien. Meine Heizkörper blieben allerdings kalt! Nun gibt es hier ja nicht nur eine große Wohnmobil- und Wohnwagenausstellung mit allen Marken der Hymergruppe und einen gut sortierten Movera-Shop, sondern auch eine Wohnmobilwerkstatt. Ich wurde also dort vorstellig und obwohl die Auftragsbücher voll waren, hieß es, ich solle am nächsten Tag um 10 Uhr mit dem Mobil kommen. Man würde dann, wenn zwischendurch mal Zeit wäre, nachschauen. Passenderweise gab noch am selben Tag der Kühlschrank, der bis dato 10 Jahre problemlos funktioniert hatte, den Geist auf!!! Nicht schön, aber perfektes Timing! Erstauntes Smiley

Erwin Hymer WorldErwin Hymer WorldErwin Hymer WorldErwin Hymer WorldErwin Hymer WorldErwin Hymer WorldErwin Hymer WorldErwin Hymer WorldErwin Hymer World

Am nächsten Morgen gab ich den Kühlschrank als weitere Baustelle an. Und dann hieß es warten! Es gibt einen netten Wartebereich mit Fernseher, Kaffeeautomaten und WLAN. Ich hatte viel upzudaten, lud Kartenmaterial für die Navi-App herunter und trank Kaffee. So vergingen die ersten zwei Stunden recht schnell. Um 12 Uhr musste ich allerdings umziehen, Mittagspause bis eins. Ich ging in den Wartebereich der Ausstellung. Dort gibt es auch WLAN, aber dort ist es noch langsamer! Nun, die Stunde verging auch und ich wechselte wieder nach unten. Oscarlotta stand leider immer noch am selben Platz, außerhalb der Werkstatt. Enttäuschtes Smiley Sie käme aber jetzt dran, hieß es. Ich updatete weiter, so gut es eben ging, trank Kaffee und las Klatschzeitschriften. Irgendwann war ich mit allem fertig, nur Oscarlotta offenbar noch nicht. Ab 15 Uhr wurde die Zeit lang! Um 15:30 sah ich sie draußen vorbeifahren, aber es dauerte dann nochmal fast eine halbe Stunde. Schließlich bekam ich eine gute und eine schlechte Nachricht. Die Heizung lief wieder (ein Kontaktfehler, der behoben wurde), das Kühlaggregat war kaputt. Vielleicht sei aber auch nur etwas verstopft, der gerade anwesende Dometic-Fachmann hätte gesagt, dass es schon mal vorkomme, dass sich solche Verstopfungen bei Erschütterungen wieder lösen würden. Das war mir allerdings zu vage, vor allem in Anbetracht des Alters des Kühlschranks. Ein neuer sollte €1500-1600 kosten und es wäre nicht sicher, dass er in den zur Verfügung stehenden Raum hineinpassen würde, aber man könne auch nur das Kühlaggregat austauschen. Das würde dann „nur“ €900 kosten. Das erschien mir die insgesamt sinnvollere Variante zu sein und ich bat darum, nachzufragen, ob ein Aggregat verfügbar sei. Ja, war es, aber es würde nicht vor Mitte der nächsten Woche da sein. Das war mir egal, ich hatte Zeit und brauchte einen funktionierenden Kühlschrank. Wieder auf meinem Stellplatz lagerte ich alles, was Kühlung brauchte, nach draußen auf den Fahrradträger aus. Das, was im Tiefkühlfach inzwischen aufgetaut war, wurde verarbeitet und ich aß an drei Tagen Gemüserisotto mit Tofu. Smiley mit geöffnetem Mund

Der Wohnmobilstellplatz der „Erwin Hymer World“ bietet alles, was man braucht. Er ist kostenlos, es gibt eine Ent- und Versorgungsstation, auch Kleinmengen (10l) Wasser und es gibt Gas. Als zum ersten Mal eine Gasflasche leer war, ging ich in den Shop, um zu fragen, wo ich tauschen könne. Unten am Automaten, hieß es. Es gibt Gasflaschentauschautomaten??? Ja, mit Kreditkarte zu bezahlen. Der große Container war mir noch nicht aufgefallen, obwohl er eigentlich unübersehbar ist.

Erwin Hymer World

Ich war gespannt! Man muss die Gasflasche (mit Schutzkappe) in ein Fach stellen und die Tür schließen, dann am Display auswählen, ob man tauschen oder kaufen will und ob es sich um eine Stahl- oder um eine Aluminiumflasche handelt. Dann wird die Flasche gescannt und wenn sie für in Ordnung befunden wurde, wird man aufgefordert, €21,95 per Karte zu bezahlen. Nachdem der Kassenbon ausgespuckt wurde, fängt es hinter der Tür gewaltig an zu rumpeln. Man kann akustisch mitverfolgen, wie die leere Flasche in den Tiefen des Containers verschwindet und eine volle herantransportiert wird. Im Display steht während dieses Vorgangs, dass man warten möge. Dann rumpelt es im Ausgabefach, man wird aufgefordert, die Tür zu öffnen und es steht tatsächlich eine neue, volle Gasflasche dort! Große Klasse!!! Noch ein zweites Mal tauschte ich ohne Probleme (es war inzwischen kalt geworden, trotz Stromzufuhr hielt eine Flasche nur noch 4 1/2 Tage), beim dritten Mal ging es schief! Der Kassenbon kam raus, es rumpelte, aber die Flasche wurde nicht abtransportiert. Im Display kam die Aufforderung, die Tür zu öffnen und den Eingabebereich zu leeren. Ich nahm die leere Flasche wieder heraus, stellte sie wieder hinein und schloss die Tür. Es rumpelte und dann stand im Display eine Fehlermeldung, man solle sich an den Service wenden, ein Tausch sei derzeit nicht möglich. Zum Glück war die Werkstatt bzw. die Rezeption noch besetzt und es wurde mir ein Servicemensch herausgeschickt. Ich vermutete, dass es keine vollen Flaschen mehr geben würde, es stellte sich aber heraus, dass es nur einen Leerflaschenstau gegeben hatte, weil die erste von fünf Flaschen sich in keine der vorhandenen Spuren eingeordnet hatte. Somit konnte meine leere Flasche nirgendwo mehr hin und konnte den Platz für die volle nicht freigeben. Also, vorsichtshalber keine Gasflasche tauschen wollen nach Feierabend und nicht am Sonntag! Verwirrtes Smiley

Ich verbrachte die Tage mit (aus)schlafen, Vorräte aufbrauchen, Wohnmobile anschauen, durchs Village schlendern (trotz besten Willens habe ich nichts gefunden, wofür ich Geld hätte ausgeben können), lesen, häkeln, telefonieren, Blogs lesen, Instagram, ein wenig Haushaltskram. Und ich genoss JEDEN Abend den Blick auf meine Türmchen! Nein, langweilig ist es mir nicht geworden. Smiley

Am Donnerstag der 2. Woche wurde dann das Kühlaggregat eingebaut. Werkstatttermin entgegenkommenderweise nicht schon um 8, sondern „erst“ um 9 Uhr. Diesmal ließ ich meine Lebensmittel, meinen „Vorgarten“ und mein angestecktes Stromkabel zurück, in der Hoffnung, alles wiederzufinden und mit der Absicht, meinen liebgewonnenen Platz wieder einzunehmen. Beides klappte! Ich hatte am Tag zuvor vergessen zu fragen, ob ich den Kühlschrank komplett leerräumen soll und musste beides in der Werkstatt dann noch schnell tun. Diesmal wurde sofort angefangen zu arbeiten. Ich setzte mich in den Wartebereich auf das gemütliche Sofa und genehmigte mir erstmal einen Kaffee. Während meine Updates im Schneckentempo auf meine Telefone krochen, las ich dieses Mal ein mitgebrachtes Buch. Das war so interessant, dass es ratzfatz 12 Uhr war. Der Kühlschrank war fertig, sollte aber noch seine wiedererweckte Kühlkraft unter Beweis stellen. Um 13 Uhr könne ich wiederkommen.

Endlich ergab sich eine gute Gelegenheit, der Schokoladen-Manifaktur einen ausgiebigen Besuch abzustatten, es gibt dort nämlich auch ein Café mit verführerischem Kuchen. Ich hatte ja nicht einmal gefrühstückt!

Wertheim VillageWertheim VillageWertheim Village

Kurz nach 13 Uhr kam mir Oscarlotta an der Schranke schon entgegengefahren. Ich bekam die Rechnung von knapp über €1000 präsentiert und war angenehm überrascht, dass der ursprünglich genannte Preis die Montage offensichtlich beinhaltete. Ist zwar immer noch viel Geld, aber man gönnt sich ja sonst nichts! Zwinkerndes Smiley

Ich fuhr noch über die VE-Station und dann „nach Hause“.

Am Sonntag wollte ich dann mal weiter, eigentlich. Der Wetterbericht sagte allerdings ab Sonntag Schneefall voraus, im Ruhrgebiet und besonders im Sauerland. Und ich musste über die A45, die Sauerlandlinie, die bei Schneefall nicht mehr das reine Vergnügen ist. Oscarlotta ist nun mal mein einziges Zuhause, das setze ich nicht leichtfertig aufs Spiel! In Wertheim hatte der Weihnachtsmarkt begonnen, warum also nicht noch ein wenig länger bleiben? Meine Vorräte gingen immer noch nicht zur Neige, außerdem gibt es in Wertheim einen Kaufland und einen Rewe. Und es gibt einen Shuttlebus zwischen dem Village und Wertheim. Der ist noch dazu kostenlos, wenn man sich vorher einen Berechtigungsschein besorgt hat. Und er fährt stündlich. Am Samstag fing es an zu stürmen und zu schneien, waagerecht. Am Sonntag war alles weiß, die Straßen nicht geräumt, kaum ein Auto unterwegs. Es war so, als ob es eine Welt da draußen nicht mehr gibt. So absolut geräuschlos hatte ich es hier noch nicht erlebt! Die Beleuchtung des Village war ausgeschaltet. Beruhigenderweise waren noch fünf weitere Mobile auf dem Platz. Es schneite immer noch und ich beschloss, einen weiteren Höhlentag einzulegen. Ob der Shuttlebus nach Wertheim überhaupt fahren würde, war mehr als fraglich. An der Haltestelle, die ich von Oscarlotta aus sehen konnte, kam jedenfalls keiner vorbei. War ich froh, nicht mit Oscarlotta unterwegs zu sein! Ich hatte noch genug zu essen, genug Gas, genug zu tun, der Strom funktionierte, ebenso Heizung und Kühlschrank. Also alles gut! Verliebt

Erwin Hymer WorldErwin Hymer WorldErwin Hymer WorldErwin Hymer World

Es war sehr nett dort! Ich habe mich richtig wohlgefühlt, auch wenn der Stellplatz nicht ganz leise ist. Man hört ständig die nahe A3 und öfter parken LKWs an der benachbarten Straße und die Fahrer kontrollieren mit viel Getöse irgendetwas. Und die einzelnen Stellflächen sind teilweise so schräg, dass man Keile braucht. Es gibt keine Abfalleimer. Meinen „Gelber Sack“-Müll deponierte ich in der Heckgarage, das Altpapier entsorgte ich im Papiercontainer der angrenzenden Schokoladenmanufaktur und den Restmüll-Beutel versenkte ich in einem Müllbehälter im Village. Meine täglichen Kosten beliefen sich auf €3/Tag für Strom, alle paar Tage investierte ich 10 Cent für 10l Kaffee- und Teewasser und €21,95 für eine volle Gasflasche. Wenn mich die Lust auf langsames WLAN überkam, setzte ich mich in den Ausstellungsbereich und beobachtete das Treiben dort. Smiley

Und wenn das Wetter mal gar zu schlecht war, ging ich solange durch die Ausstellung, bis ich in Italien war!

Erwin Hymer WorldErwin Hymer WorldErwin Hymer WorldErwin Hymer World

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Aus zwei mach eins

 

In Bad Schönborn warteten Uschi, Alexander und Paul auf mich. Paul war, im Gegensatz zu Alexander, einem Stellplatznachbarn, nicht zweibeinig, sondern zweirädrig. Smiley mit geöffnetem Mund Köhlers, die Stellplatzbetreiber vom WellMobilPark, verkaufen auch E-Bikes. Wir wollten ja eigentlich noch keine, hatten vor zwei Jahren bei unserem Aufenthalt hier unsere Fahrräder noch teuer aufarbeiten lassen. Aber da stand dann Paul und Uschi verliebte sich! Ein Pedelec mit 20 Zoll-Reifen, faltbar.

PaulPaulPaul geklapptPaul gefaltet

Zugegebenermaßen ein hübscher Kerl, aber ich blieb standhaft. Ich will immer noch kein batteriebetriebenes Fahrrad, obwohl alle Menschen, die eins fahren, beteuern, wie toll das ist und dass sie nie wieder etwas anderes fahren wollen. Und dass man sich genauso anstrengen könne wie bei einem ohne Batterie. KÖNNE! Ich weiß genau, dass ich mich nicht mehr anstrengen werde, wenn ich nicht MUSS. Jetzt muss ich und ich nehme es in Kauf, dass ich bei allzu heftigen Steigungen eben mal absteigen und schieben muss. Ja, und Gegenwind kann sehr unlustig sein. Ich will aber keine 70km-Radtour am Tag machen und auch keine mit 50km. Ich will ab und zu mal zum Einkaufen fahren oder eine nette Waldrunde, bevorzugt mit einem Ausflugslokal als Ziel. Dafür reicht mir mein altes Fahrrad allemal.
Da Uschis KTM-Rad hochwertiger ist als mein Pegasus, fingen wir an zu demontieren. Meine Lenkerhalterung wollte ich unbedingt behalten, war ich doch vor zwei Jahren so froh gewesen, die hässliche alte austauschen zu können. Die Schrauben waren etwas festgerostet und nach einer Weile konnte der Nachbar von gegenüber es offensichtlich nicht mehr aushalten, unsere Bemühungen zu beobachten. Ob er den „Damen“ helfen könne? Wir lehnten höflich dankend ab und er hatte wohl schon damit gerechnet, zumindest schien er nicht beleidigt zu sein, was wir auch schon erlebt haben. Wir nahmen allerdings die Hilfe von WD-40 in Anspruch, erfolgreich. Die Lenkerbefestigung wurde ausgetauscht, ebenso die Halterung für die Lenkertasche. Meine silbernen Schutzbleche wollte ich auch gerne „umziehen“. Wir fingen mit dem Vorderrad an. Die Demontage am Hinterrad hätte sich etwas schwieriger gestaltet und darüberhinaus fand ich es absolut passend, zwei unterschiedlich farbige Schutzbleche zu haben, da das Rad vorne hauptsächlich silberfarben und hinten schwarz ist. Cooles Smiley Mein Sattel ist bequemer als der vom KTM, also wurde auch er ausgewechselt. Das Endergebnis sah dann aus wie unten zu sehen und in den nächsten Tagen konnten wir einige Menschen beobachten, die sich über dieses seltsame halbe Fahrrad auf dem Fahrradträger ihre Gedanken machten. Es wird in Lauterburg restlos ausgeschlachtet werden und alles, was noch als Ersatzteil tauglich ist, wird aufgehoben.

aus zwei mach eins Ersatzteilewas ist das denn? 

Am „Vatertag“ beendeten wir unsere Deutschland-Überwinterung und fuhren zu unserem Heimatcampingplatz auf die Schwäbische Ostalb. Vorsichtshalber nahmen wir die Autobahn, wir wollten den Leiterwagen ziehenden „Vätern“ auf den Landstraßen nicht in die Quere kommen. Sarkastisches Smiley
Der Campingplatz war nahezu komplett voll! Langes Wochenende und traumhaftes Wetter ist eine gute Kombination. Gut, dass wir unseren Dauerplatz haben!

unsere Terrasse

Eine Menge Arbeit wartete auf uns und konnte jetzt endlich erledigt werden! Den Hänger freischneiden, Flitzi aktivieren und waschen, die Steuererklärungen machen, Rasen mähen (unsere Terrasse war zwar vom Campingplatzbetreiber freundlicherweise schon gemäht worden, aber das Gras wächst so schnell!), Wäsche mal wieder waschen und – als größere Herausforderung – Oscarlotta vom Dreck der letzten 1 ½ Jahre befreien. Die provisorische Reinigung nach dem halben Jahr Sommerpause bei Luise hatte ja mehr verschlimmert als verbessert und im Winter hatten wir nirgendwo eine Gelegenheit. Wie immer fingen wir auf dem Dach an, schraubten alle drei Dachluken ab und entfernten endlich den Dreck, der zwischen der Ober- und der Unterschale saß. Vier Stunden waren wir zu zweit beschäftigt, bis das Dach wieder hell war!

Dachreinigung

Rundherum ist Oscarlotta erst zur Hälfte sauber, Fix und Boxi noch gar nicht, poliert ist logischerweise auch noch nicht. Aber die Frischwasseranlagen sind gereinigt und desinfiziert, die Abwassertanks gesäubert. Wir teilen uns die Arbeit ein und genießen zwischendurch, endlich wieder barfuß auf schönem weichen Gras laufen zu können und in der Sonne zu sitzen. Beziehungsweise eher im Schatten, denn das Wetter ist sommerlich. Sogar unsere neue Outdoor-Küche haben wir schon aktiviert. Endlich kommt unsere Fire Pit-Eisenpfanne mal wieder zum Einsatz! Smiley

outdoor-Küche

Apropos aktivieren, ich habe, als Vodafone-Kunde, mich für das neueste Angebot, den GigaCube, entschieden. Vorgestern habe ich ihn in Betrieb genommen und nun verfügen wir über monatliche 50GB LTE-Internet für €24,99. Es ist eine wahre Freude, wie schnell sich jetzt Seiten aufbauen und Fotos öffnen. Und endlich können wir uns auch die diversen Videos und Vlogs anschauen, die einige Blogschreiber veröffentlichen und die bisher unser verfügbares Datenvolumen überforderten.

Die nächsten ca. zwei Monate werden wir hier unseren Alltag leben und der lohnt nicht, darüber zu berichten. Deswegen verabschieden wir uns hiermit in eine kurze Sommerpause bis Mitte August. Wie es dann weitergeht, verraten wir noch nicht! Zwinkerndes Smiley

Wir wünschen allen unseren Lesern schöne Pfingsttage und einen schönen Sommer!!! Man liest, hört oder sieht sich!

wir wünscheneinenschönenSommer

written by Ingrid
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Wie es weiterging…

 

Am Sonntag nach unserem Busausflug zur Bastei gingen unsere Fahrwege in unterschiedliche Richtungen. Uschi fuhr nach Haßfurt, um Big Fix beim Nissan-Händler einer Inspektion zu unterziehen sowie die HU und Gasprüfung durchführen zu lassen. Außerdem war ein Reifenwechsel aller vier Räder angesagt, da es seltsame Verschleißerscheinungen gab, die bei der Laufleistung noch nicht hätten sein dürfen. Ich fuhr einmal quer durch Deutschland, um in Nordhorn meine Freunde zu besuchen. Wie immer stand ich mit Oscarlotta auf dem Stellplatz am Vechtesee. Die Hälfte des Platzes ist mit Rasengittersteinen gepflastert, die andere Hälfte ist naturbelassen. Es gibt sechs Reihen, in denen die Mobile hintereinander stehen, eine V/E-Anlage, Müllentsorgung, Stromautomaten (€1/5 Stunden) und einen Parkscheinautomaten, an dem pro 24 Stunden €5 zu bezahlen sind. Das Besondere ist die Nähe zum See und die fußläufige Entfernung zur hübschen Innenstadt. Rund um den See gibt es Fuß- und Radwege, ein schönes Seerestaurant plus Hotel ist vorhanden und es ist ruhig, trotz der Straße, die am Stellplatz vorbeiführt. Radfreunde können hier voll auf ihre Kosten kommen, man merkt die Nähe zu Holland, hier ist Radfahrerland!

Vechtesee

Eine ganze Woche blieb ich hier, offiziell erlaubt sind allerdings nur 3 Nächte. Der Platz ist immer gut besucht und über den 1. Mai waren nur noch wenige Plätze frei. Es hätte aber absolut nicht sein müssen, dass ein Mobilist direkt im Anschluss an die Entsorgungsstation über Stunden parkt, sodass man nicht mehr durchfahren konnte, sondern vorwärts rein und rückwärts wieder rausfahren musste. Oder umgedreht. Vermutlich wollte er keinen Stellplatz belegen, aber diese Entscheidung war mehr als dämlich. Und Kurzzeitparkgebühr hat er sicher nicht bezahlt, ich habe jedenfalls kein Ticket gesehen (er stand genau gegenüber von Oscarlotta). Was manche Menschen sich denken (oder auch nicht), erschließt sich mir oft nicht!

Stellplatz am Vechteseeparken auf der V/E-Station

Ein paar Kilometer weiter wohnt seit 5 Jahren ein Freund den Sommer über auf dem Campingplatz „Saller See“, der zwar Campingplatz heißt, aber inzwischen fast ausschließlich aus Mobilheimen besteht. Es gibt eine Alibiwiese mit angeblich 14 Touristenplätzen. Da dort aber auch noch die anliegenden Mobilheimbesitzer ihre PKWs parken, dürfte das schwierig werden. Außer Oscarlotta war jedoch kein anderes Wohnmobil da. Etwas eng die Zufahrt, etwas heruntergekommen die Sanitäranlagen und wieder einmal merkte ich, dass Dauercamperbehausungen, egal ob Mobilheim oder Wohnwagen oder Wohnmobil nichts für mich sind. Zu eng, zu dicht auf dicht, kein Ausblick und schlimmstenfalls an drei Seiten Nachbarn. Es gibt ja Menschen, denen macht das nichts aus und es gibt sogar welche, die genau das lieben (die die Winter in Spanien und Portugal auf Stell- und Campingplätzen unter noch verschärfteren Bedingungen verbringen), ich gehöre definitiv nicht dazu!

TouristenplatzSaller SeeSaller SeeSanitärhaus aus den 1970er-JahrenSaller SeeSaller See

Mein Weg ins Ruhrgebiet führte mich über Münster. Vom Stellplatz „Camp Marina Alte Fahrt“ in Greven-Fuestrup hatte ich noch eine Guthabenkarte. Von 2008! Ich konnte gar nicht glauben, dass wir seitdem nicht mehr da gewesen waren!?! Der Platz liegt direkt am Dortmund-Ems-Kanal und mir war nach ein paar Tagen Ruhe und Schiffe gucken. Beim ersten Überfahren des Platzes stellte sich heraus, dass die erste Reihe am Kanal mit Hütchen komplett gesperrt war und zwischendrin auch sehr viele Plätze. Nicht alle Plätze sind für Oscarlotta lang genug und so stellte ich mich erst einmal auf den angrenzenden Platz, der als Winterlager für die Schiffe genutzt wird und im Sommer als Ausweichplatz für Wohnmobile. Dieser Stellplatz ist nämlich so begehrt, dass er in der Reisesaison zumindest an den Wochenenden ständig ausgebucht ist. Und das, obwohl es außer der Möglichkeit, Schiffe zu gucken und Rad zu fahren nichts gibt. Okay, ein Restaurant ist vorhanden. Theoretisch (und praktisch, Batteriefahrräder sind hilfreich) kann man per Rad nach Münster fahren, das sind aber einige Kilometer.

LageplanBlick vom Kanal ausFähre von Dover nach CalaisMarina Alte Fahrt FuestrupSlipanlageWLAN-Verfügbarkeit

Ich guckte mir einen geeignet erscheinenden Platz aus, von dem allerdings nicht ganz klar war, ob das Hütchen nur für den Nachbarplatz oder auch für ihn galt und wartete, bis um 17 Uhr der Platzwart erschien. Der Platz war frei! Alle gesperrten Plätze waren neu eingesät worden. Nun stand ich zwar in der vorletzten von 6 Reihen, aber die Plätze vor mir waren alle gesperrt, sodass mir niemand die Sicht auf den Kanal nehmen konnte. Das sollte sich allerdings zum Wochenende hin ändern, da blieb mir noch ein winziger Durchblick! Meine Guthabenkarte wurde tatsächlich noch anerkannt, interessant war die Preisentwicklung. Hatten wir noch 2008 für eine 10er-Karte €60 bezahlt, so kostet diese inzwischen €99 (regulärer Preis €11/Tag ohne Strom). Aber was wird schon preiswerter?

noch ist PlatzKanalblickKanalblick?

Ich entschied mich erst nur für eine Nacht, es gab nämlich so gut wie kein Vodafone-Netz. Zumindest nicht auf meinem iPhone. Testweise hängte ich am Abend den Mobilfunkrouter ins Fenster, bestückt ebenfalls mit einer Vodafone-Karte. HSPA!!! Das iPhone sagte derweil „Kein Netz“. Mir doch egal, zum abendlichen Telefonat mit Uschi setzte ich mich an den Kanal, zum Schiffe gucken auch, Hauptsache, ich hatte abends in Oscarlotta Internet. Ich verlängerte um weitere 3 Nächte!


 
Dann ging es zügig nach Hattingen. Ich hatte einen Nachbesserungstermin bei meinem Lackdoktor, der vor einem Jahr die Schäden an Oscarlotta durch die blödsinnige Kollision mit dem Schrankenpfosten größtenteils beseitigt hatte. Die Schrammen sind zwar nicht mehr zu sehen, aber Farbabweichungen im Lack. Leider könne er da nichts weiter machen, silbermetallic sei einfach eine schwierige Farbe. Ein erneutes Überpolieren brachte leider keine Verbesserung. Wir werden wohl damit leben müssen!

Lackschaden

Ich stand, bis ich einen Termin bekam, in Velbert-Neviges. Einmal an der A45 direkt im Wald, Zwinkerndes Smiley

A45Am Nizzabad

einmal am Schloss Hardenberg auf dem öffentlichen Parkplatz, wo drei Wohnmobile kostenfrei stehen dürfen. Den Platz und seine Bedingungen kannte ich noch vom letzten Jahr. Er bietet keinerlei Infrastruktur und liegt dicht an einer stark befahrenen Bundesstraße, aber auch neben einem kleinen Park, dem Schloss und einem großen Waldgebiet. Eine nette Nachbarin hatte ich auch.

Velbert-NevigesSchloss Hardenberg (Wirtschaftsgebäude)WehrturmNachbarschaft

Der Stellplatz in Hattingen an der Minigolfanlage hat inzwischen das geplante Sanitärhaus bekommen (2 Duschen, €1/4 Minuten, 2 Toilettenräume mit je 2 Toiletten), kostet dafür aber jetzt 10 Euro statt wie bisher 7! Es ist ja ganz nett, wenn man mal aushäusig duschen kann, es erspart das Putzen des Bades/der Dusche und das verfrühte Auffüllen des Frischwasser- und das Leeren des Abwassertanks. Aber wenn ich dafür dann gleich 3 Euro mehr bezahlen muss, auch wenn ich gar nicht jeden Tag duschen will (und das Duschen selbst ja auch noch €2 kostet, denn mit 4 Minuten komme ich, mit Haare waschen, nicht aus), dann würde ich lieber auf die Annehmlichkeit eines Sanitärhauses verzichten. Denn die anderen Bedingungen des Stellplatzes sind gleich geblieben, sprich relativ enge Parzellen. Trotzdem gefällt es mir dort, die Nähe zur Ruhr, die Möglichkeiten, dort zu laufen oder Rad zu fahren und mitten im Ruhrgebiet und trotzdem mitten in der Natur zu sein.

Stellplatz an der MinigolfanlagePlatz 13 brachte kein Unglück (gegenüber vom Schrankenpfosten!)HenrichshütteHenrichshütteAn der Ruhr

Eines Abends hatte eine Schafherde ihr Nachtlager auf einem Teil der Ruhrböschung aufgeschlagen. Erst auf den zweiten Blick bemerkte ich, was anders war. Habt ihr schon einmal so viele nackte Schafe gesehen???

nackte Schafenackte Schafenackte Schafenackte Schafenackte Schafenackte Schafe

Uschi wartete bereits in Bad Schönborn auf mich und so fuhr ich am vorletzten Sonntag auch dort hin. Es waren nur 336km, für die ich aber, mit Pausen, satte 7 Stunden brauchte! Es war Muttertag und ich hatte den Eindruck, dass halb Deutschland auf dem Weg zu oder von den Müttern auf der Autobahn unterwegs war! Mein Tommie war auch etwas durch den Wind. An jeder Autobahnausfahrt im Frankfurter Raum wollte er, dass ich abfahre. Originalton: „Nehmen Sie die Ausfahrt! Am Ende der Straße drehen Sie um, dann fahren Sie rechts!“ Vielleicht wollte er auch zu seiner Mama??? Cooles Smiley

written by Ingrid
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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Die andere Geschichte

 
 
Bei meiner Internetrecherche über Stralsund stieß ich auf das Video eines Drohnenfluges über die Dächer der Stadt. Automatisch lud sich danach ein weiteres Video und eine Drohne flog über das Modell von Prora. PRORA?!?! Vor Jahrzehnten hatte ich mal einen Bericht im Fernsehen darüber gesehen, über diese größenwahnsinnige Ferienanlage der Hitlerzeit, geplant, gebaut und nicht fertiggestellt. Das erste von fünf identischen KdF-Seebädern sollte es werden, jedes mit einer Kapazität von jeweils 20000 Urlaubern pro Durchgang von 10 Tagen. Die nationalsozialistische Freizeitorganisation „Kraft durch Freude“, Teil der „Deutschen Arbeitsfront“, betraute 1935 den Kölner Architekten Clemens Klotz mit der Planung. Ein passender Name für ein solches Projekt!

KdF Die Rolle der KdF, insbesondere der geplanten Groß-Seebäder, ist widersprüchlich. Einerseits sollte sie kulturelle Bedürfnisse der Arbeitenden befriedigen, kostengünstige Urlaubsplätze – auch für kinderreiche Familien – zur Verfügung stellen, zum anderen bildete sie eine wirksame Form der ideologischen Beeinflussung im Sinne der NS-“Volksgemeinschaft“, der geistigen Kriegsvorbereitung und ermöglichte zudem in einem festen Rahmen die permanente Kontrolle der KdF-Urlauber. Die Ideologie der Volksgemeinschaft beschwor eine rassisch und politisch homogene Gemeinschaft, die als Gefolgschaft dem „Führer“ treu und gehorsam ergeben sein und dann ein Anrecht auf soziale Leistungen, wie etwa den Urlaub in Prora, haben sollte. Siehe auch „hier„. Bereits im Mai 1936 war Grundsteinlegung, ein Baustab koordinierte ab November die Zusammenarbeit von 9 Großbaufirmen und etwa 300 verantwortlichen Mitarbeitern. Nach abgeschlossenen Planierungs- und Gründungsarbeiten setzte ab April 1938 der straff und rationell organisierte Hochbau ein, in ca. 17 Monaten Bauzeit wurde das Vorhaben bis Kriegsausbruch September 1939 weitgehend rohbaufertig. Die Fertigstellung der gesamten Anlage war für das Jahr 1941 geplant. Nach Kriegsausbruch wurde der Baubetrieb jedoch drastisch reduziert, viele Arbeitskräfte wurden zur Heeresversuchsanstalt Peenemünde und an den Westwall abgezogen. Mit geringer Bautätigkeit wurde noch bis 1941 weitergearbeitet, auch Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene wurden hier eingesetzt. 1942/43 wurde der Bau dann endgültig eingestellt.

Koloss von Prora Es standen nun insgesamt acht identische Unterkunftshäuser mit jeweils sechs Stockwerken und einer Höhe von etwa 20m. Jeder dieser „Blöcke“ hatte eine Länge von ca. 500m und wies zur Landseite 10 rechtwinklig angeordnete Treppenhausflügel aus. Zwischen jeweils drei Blöcken im Norden und drei Blöcken im Süden blieben freie Flächen, die später mit dreigeschossigen Gemeinschaftsanlagen, die 150m weit in den Strand ragen, geschlossen werden sollten (gut zu sehen in dem ersten Video). Zwischen den beiden mittleren Blöcken sollte als Achsenmittelpunkt der in einem Segmentbogen von 13km Radius gebauten Anlage mit 90m Entfernung vom Strand ein Festplatz von 400000m² entstehen (siehe obiges Foto), mit monumentalen und repräsentativen Gebäuden wie ein Festbau mit einer offenen Säulenhalle zur Seeseite, der eine Festhalle und eine Kongresshalle für jeweils 20000 Menschen enthalten sollte. Ein „Probestück“ wurde realisiert und ist noch vorhanden. Zur Seeseite wurde eine ca. 80m ins Meer hineingebaute 500m lange Kaianlage errichtet, von der noch Teile zu sehen sind. Geplant waren zwei Seebrücken von 500m Länge für kleinere und 800m für längere Schiffe, z. B. die bereits in Betrieb befindlichen KdF-Urlaubsschiffe „Robert Ley“ und „Wilhelm Gustloff“. Wandelgänge zwischen den Gebäuden, Wasserbecken, Wasserspiele, eine 7km lange und 27m breite Strandpromenade an der gesamten, ca. 4,7km langen, Anlage entlang, waren geplant, dazu unzählige Restaurants, Cafés, Kinderhorte, Geschäfte, Schreib-, Lese- und Spielräume, Kegelbahnen, Billardräume, Bierrestaurants, Kleinkunstbühnen, ein Tonfilmtheater, ein Musikpavillon, eine Post- und eine Radiostation, zwei Schwimm- und Gymnastikhallen und ein Kontroll- und Aussichtsturm mit einem Café für 250 Personen in 70m Höhe. In jedem der acht Blöcke waren zwei zur See hin offene Liegehallen über alle sechs Stockwerke geplant und im Rohbau fertiggestellt, sie sollten durch Wärmestrahler auch bei kälteren Temperaturen benutzbar sein. Neben den Liegehallen gab es jeweils einen Aufzug, das ist das einzige Unterscheidungsmerkmal der jeweils 10 Treppenhausflügel auf der Landseite.

Brunnen für die Wasserversorgung wurden gebohrt, ein Eisenbahnstreckennetz nach bzw. von Binz errichtet sowie ein Straßennetz. Ein Kieslager wurde erschlossen, ein Kraftwerk und ein Wasserwerk errichtet. Zwei von acht Angestelltenwohnhäusern wurden gebaut. Vier Arbeitsdienst-Wohnlager einschließlich eines eigenen Speisehauses waren geplant, zwei wurden fertiggestellt und sind vorhanden und bewohnt. Für die Familien der Angestellten sollten eine Schule, ein Krankenhaus und kulturelle Einrichtungen geschaffen werden. Man rechnete mit ca. 5000 Angestellten und weiblichen Hilfskräften im Rahmen der obligatorischen Wehrdienstverpflichtung. Ein Wahnsinnsprojekt!!! Eine kleine Stadt für sich, die alle Bedürfnisse erfüllte, außer vermutlich die nach Intimität, Privatsphäre, Ruhe.

Die Zimmer, alle zur Seeseite gelegen, waren etwa 2,50m mal 5,00m groß (!), auf der Landseite befand sich ein vorgelagerter Flur von 2,50m Breite. Daraus ergibt sich die auffallend geringe Tiefe der Gebäude von nur 8 Metern! Lediglich die Unterlagerung der beiden unteren Geschosse zur Landseite beträgt 10,55m. Die Zimmer sollten schlicht und zweckmäßig eingerichtet werden: zwei Betten und ein Liegesofa, dazu Tisch und Stühle. Ein kleiner Vorraum mit Waschbecken (fließend kaltes und warmes Wasser!) und eingebauten Wandschränken, abgetrennt durch einen Paravent. Die Ausstattung aller Zimmer mit Zentralheizung sollte eine Nutzung auch in der kalten Jahreszeit, etwa 8 Monate im Jahr, ermöglichen. Die aus den Maßen der Skelettbauweise abgeleitete Zimmerform ließ auch eine Verbindung zweier Räume für Familien mit Kindern oder für eine Gruppe bis zu 6 Personen zu. Toiletten und Waschräume sowie Duschen sollte es in den Treppenhausflügeln geben.

Von den acht Blöcken stehen heute noch drei auf der Südseite und zwei im Norden. Ruinen zweier weiterer Blöcke schließen sich an. Hier wurden während der Besetzung durch die Sowjetarmee 1945 und später durch NVA-Einheiten Schießübungen vorgenommen, Nahkampf- und Häuserkampfübungen absolviert und Sprengversuche gemacht. Durch die massive Stahlbetonbauweise konnte allerdings nicht alles zum Einsturz gebracht werden. Nach Kriegsende versuchte man, die Gebäude zu demontieren. Ein „Abbau per Hand“ durch verpflichtete Ortsansässige musste nach einigen Unfällen mit Todesfolge aufgegeben werden. Ende der 40er-/Anfang der 50er-Jahre wurde aus Sicherheitsgründen der nur bis zum 4. Stockwerk errichtete vierte Block im Süden vollständig gesprengt. Seine Trümmer liegen noch im Wald verstreut. Trotz dieser Unvollständigkeit gilt die Anlage neben dem Reichsparteigebäude in Nürnberg als die größte geschlossene architektonische Hinterlassenschaft der nationalsozialistischen Zeit und steht heute unter Denkmalschutz. „Der Koloss von Rügen“ oder „Das längste Haus der Welt“ wird sie tituliert und viele Sagen ranken sich um sie herum. Das liegt überwiegend daran, dass das gesamte Gebiet bis 1991 militärisches Sperrgebiet war. Es hieß z. B., dass die gesamte Anlage durch drei unterirdische Geschosse miteinander verbunden sei. Richtig ist, dass alle Trakte durch einen übermannshohen Versorgungskanal zur Aufnahme von Energie- und Wasserleitungen verbunden sind. Diese enden aber jeweils an der Lücke des geplanten großen Festplatzes. Eine Unterkellerung dort war wohl geplant, wurde aber nicht ausgeführt. Also ist die 4,7km lange Anlage strenggenommen gar kein zusammenhängender Gebäudekomplex.

Wir waren in Stralsund, also an der günstigsten Position für einen Besuch in Prora. Ich machte Uschi den Vorschlag, eine Ausflugsfahrt mit Fix und Boxi zu unternehmen und das Meeresmuseum ausfallen zu lassen, zumal das Wetter wunderbar war. Also fuhren wir über die Rügenbrücke auf Deutschlands größte Insel. Es waren nur 45km und schon bald sahen wir durch den Wald hindurch lange graue Gebäudeteile entlang der Straße. Wir fuhren bis es nicht mehr weiterging und fanden an der Haltestelle der Jugendherberge einen Parkplatz. Da wir absolut keine Ahnung hatten, wo an dem Gesamtkomplex wir waren, liefen wir einfach mal drauflos. Wir kamen durch eine kleine Siedlung mit völlig identischen Häusern, die alle offensichtlich bewohnt waren und wussten erst im Nachhinein, dass es sich um die oben erwähnten Arbeitsdienst-Wohnlager handelte. Dann standen wir vor einer Mauer, links sah man graue verfallene Häuser und rechts strahlendweiße renovierte.

Prora alt+neu

Im Internet hatte ich erfahren, dass seit einigen Jahren Blöcke (v)ersteigert worden waren und jetzt renoviert werden. Ein Hotel sollte schon fertig sein. Ich interessiere mich ja sehr für Architektur und genau dieser Zustand von ruinenmäßig bis luxussaniert reizte mich. Auf der linken (Nord-) Seite sahen wir in der Ferne eine weiße Unterbrechung des Einheitsgraus. Dort ist schon 2011 in einem Drittel des zweiten Blocks eine Jugendherberge mit 96 Zimmern und insgesamt 400 Betten errichtet worden.

Prora JugendherbergeProra Jugendherberge (weiß)

Im Anschluss müssen die zwei Blöcke liegen, die nur noch als Ruinen vorhanden sind. Wir haben sie leider nicht gesehen, da wir uns entschieden, zum Strand zu gehen und dann nach rechts abzubiegen. Es gibt aber auch dazu ein Video auf youtube. Wir liefen an den Fundamenten einer der geplanten Gemeinschaftsanlagen entlang.

Prora RuinenProra RuinenProra RuinenProra Ruinen

Von der Seeseite her war der Kontrast zwischen alt und renoviert noch extremer und die Umsetzung und Gestaltung mit vorgesetzten Balkonen gefiel uns. Später erfuhren wir, dass diese Wohnungen vermietet wurden, teilweise als Sozialwohnungen. Sie schienen alle belegt zu sein.

Prora alt+neuProra MietwohnungenProra MietwohnungenProra Mietwohnungenehemalige LiegehallenProra Strand

Wir liefen weiter an der Garten-/Seeseite des Blockes entlang und fanden weitere Segmente, die noch restauriert wurden und größtenteils bereits völlig entkernt waren. Die seltsamen langen und offenen Fensterfronten konnten wir uns nicht erklären, jetzt wissen wir, dass das die geplanten offenen Liegehallen waren. (Während der späteren Nutzung der Anlage durch die NVA der ehemaligen DDR wurden die Liegehallen verglast und als Wohnraum genutzt.)

Prora entkerntProra entkerntProra ehem. LiegehallenProra entkerntProra entkerntProra Kunst am BauProra Kunst am Bau

Wir liefen den gesamten Block, also 500 Meter, ab und landeten an einer großen bewaldeten Freifläche. Weitere Gebäude waren nicht zu sehen und wir beschlossen, an der Landseite zurück zu unserem Mobil zu gehen und weiter nach Süden zu fahren. Die Freifläche war der geplante Festplatz, aber das erfuhren wir erst später. Wir fuhren auf der Landstraße ca. 2km nach Süden und folgten der Beschilderung zum Hotel „Solitaire“. Der frühere 3. Block (der 4. wurde ja gesprengt) wird z. Z. restauriert und war mit Planen verhängt. Der frühere (und jetzige) 2. beherbergt das erst 2016 fertig gewordene Hotel mit Suiten, Apartments und 120 Ferienwohnungen, die man auch käuflich erwerben kann. Die Preise beginnen bei 128000 Euro für eine 28m² Wohnung. 😉 Seit März diesen Jahres gibt es auch einen großen Fitness- & Spa-Bereich mit Hallenbad und Saunalandschaft. Alles vom Feinsten, versteht sich. Sogar eine Bäckerei, ein Café und ein italienisches Restaurant gibt es bereits in diesem Block.

Prora Hotel SolitaireProra Hotel SolitaireProra Hotel SolitaireProra Hotel Solitaire (ehemalige Liegehallen)Prora BäckereiProra BäckereiProra Hotel SolitaireProra Hotel Solitaire

Prora NVA-Museum Der nächste Block war in sämtlichen Daseinszuständen vertreten. Teilweise wurde heftig renoviert, teilweise sah schon alles fertig aus. Das NVA- Museum ist hier (noch) untergebracht, hat aber angeblich kein Geld zum Kauf und zur Renovierung.

Prora alt+neu
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Prora Eigentumswohnungen geplantKurz vor der Festplatzlücke wird Haus für Haus des jetzigen 3. Blockes in Eigentumswohnungen verwandelt (Qudratmeterpreise von €3391 bis €5.919), ein Hotel soll ebenfalls entstehen sowie eine Marina. Die Festplatzlücke soll modern, aber nicht weniger pompös als in den Originalentwürfen von 1935, bebaut werden. Es wird sich sicher lohnen, nächstes oder übernächstes Jahr noch einmal vorbeizuschauen und die Fortschritte zu beurteilen. Hätten wir mehr Zeit gehabt, wäre ich sehr an einer der angebotenen Führungen durch die gesamte Anlage interessiert gewesen und an der auf dem Festplatzgelände gelegenen KdF-Ausstellung. Aber ich denke, dass wir hier noch einmal herkommen werden! Ob man in einer solchen, immer noch gigantischen, Ferienanlage Urlaub machen oder sogar in seiner Eigentumswohnung wohnen möchte, ist sicher Geschmackssache. Der Strandabschnitt gilt allerdings als der schönste von ganz Rügen!

Prora Festplatzbebauung Prora Festplatzbebauung

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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

In Stralsund

standen wir auf dem Stellplatz des Wohnmobilhändlers Dahnke. Der Platz liegt ca. 15-20 Gehminuten vom Zentrum entfernt direkt an der Rügenbrücke, es gibt auch eine Busverbindung in die Stadt. 40 Wohnmobile bis 9m und 7,5t sind willkommen, das reichte für Oscarlotta ja noch so gerade. Zwinkerndes Smiley Den Platz gibt es erst seit Mai 2014, er ist gut gestaltet, aber mit €15 nicht besonders preiswert. Bezahlt wird erst bei Abreise an einem Ticketautomaten, die ersten 15 Minuten nach Ankunft kann man bei Nichtgefallen den Platz kostenfrei wieder verlassen.

Stralsund kannten wir ebenfalls von 2002 und konnten uns gut daran erinnern, wie begeistert wir damals von der St.-Nikolai-Kirche waren, die im Inneren wunderbar mit Decken- und Pfeilermalereien in kräftigen, strahlenden Farben ausgestaltet war. Als älteste Pfarrkirche Stralsunds ist sie schon von weitem an ihren zwei unterschiedlichen Türmen zu erkennen, von denen nach einem schweren Brand 1662 nur einer einen barocken Helm und der andere aus finanziellen Gründen nur ein Notdach erhielt. Durch ihre Nähe zum Verwaltungszentrum, dem Rathaus, wird St. Nikolai als Hauptkirche betrachtet. In ihr fanden wichtige Ratssitzungen statt, auch Gesandte wurden hier empfangen. Es kam ihr aber noch eine weitere Funktion zu, durch die sie mit Recht als Hauptkirche betrachtet wird. Hier wurden die „bursprake“ verlesen, den Bürgern also wichtige Gesetze und Verordnungen bekannt gegeben. Heute gehört sie, zu Recht, wie wir finden, zum UNESCO Welterbe.

Wir nahmen die Fahrräder und fuhren erst einmal Richtung Hafen. Unterwegs hielten wir Ausschau nach einem Frisiersalon und wurden fündig. Ein winziger Laden, noch mit DDR-Charme eingerichtet, und ein Ein-Frau-Betrieb. Ja, sie hätte Zeit für uns, aber sie könne uns nur nacheinander bedienen. Kein Problem, Zeit hatten wir auch! Wir waren sowohl mit dem Ergebnis als auch mit dem Preis zufrieden.

Am Hafen ist das neue Ozeaneum errichtet worden, ein Monumentalbau, etwas gewöhnungsbedürftig und mit €17 pro Person auch nicht ganz preiswert. Die nördlichen Meere werden dort gezeigt und erklärt. Es gibt auch noch das ältere Meeresmuseum (Museum für Meereskunde
und Fischerei · Aquarium), das in der Altstadt in einem ehemaligen Dominikanerkloster untergebracht ist. Dort „wohnen“ die Warmwasser- und Tropenfische und dort wollten wir am nächsten Tag hin. Dass es ganz anders kommen sollte, wussten wir da noch nicht.

RügenbrückeOzeaneumZollgebäudeZollgebäude

Das nicht mehr seetüchtige Segelschulschiff Gorch Fock mit seiner wechselvollen Geschichte (um sie 1945 nicht in die Hände der Roten Armee fallen zu lassen, wurde sie versenkt und konnte erst zwei Jahre später wieder geborgen werden, unüblicherweise mit stehenden Masten, so wie sie während der gesamten Zeit im Strelasund gut sichtbar auf Grund gelegen hatte) liegt dort seit 2003 und kann besichtigt werden. Wir bewunderten die alte Dame allerdings nur von außen.

Gorch FockGorch FockGorch FockGorch FockGorch Fock

Allein der Klecks Sprühsahne kostete 1 Euro! Wir sahen uns also die Stadt an, aßen in einem Café völlig überteuerten Kuchen und tranken Kaffee in keinem ausgewogenen Preis-/Leistungsverhältnis. Dem aufmerksamen Leser fällt sicher auf, dass wir ab und zu solche kritischen Anmerkungen machen, aber es ist leider im östlichen Teil Deutschlands so, dass wir uns öfter als woanders „abgezockt“ fühlen.

Stralsund ist hübsch, aber überschaubar und wir waren relativ schnell durch. Jetzt noch in die St.-Nikolai-Kirche! „Wir schließen jetzt!“ wurde uns, nicht besonders freundlich, mitgeteilt. Es war zwei Minuten vor vier! An der Eingangstür zum Kassenraum hing ein Hinweis, dass die Kirche am nächsten Tag wegen Wartungsarbeiten ganz geschlossen sei. Es stellte sich dann im Gespräch heraus, dass der noch amtierende Bundespräsident Gauck auf seiner Abschiedstour zu Besuch kommen sollte. So können wir leider keine Fotos dieser schön gestalteten Kirche präsentieren, sondern nur folgenden Link.

HafenHafenHafenTrabbiBürgerhäuserBürgerhausBürgerhausKirchenruineSt. MarienkircheSt. MarienkircheRathausRathaus

Abends entdeckte ich dann zufällig bei meiner Internetrecherche zu Stralsund etwas, das unsere Pläne für den nächsten Tag über den Haufen warf. Aber das ist eine andere Geschichte!

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Fischland – Darß – Zingst

 
 
Weiter ging es Richtung Osten. Die Insel Poel ließen wir aus, noch zu früh im Jahr und das Fischlokal am von uns bevorzugten Stellplatz hatte Montag und Dienstag Ruhepause. In Ribnitz-Damgarten blieben wir eine Nacht auf dem zwar schön am Bodden gelegenen Stellplatz, aber €8 ohne die Möglichkeit, ent- oder versorgen zu können, war uns zu teuer. Das Städtchen ist klein, aber recht nett und gute Radfahrmöglichkeiten immer am Bodden entlang gibt es auch. Uns zog es aber weiter.

Ribnitz-DamgartenRibnitz-DamgartenRibnitz-DamgartenRibnitz-DamgartenRibnitz-DamgartenRibnitz-Damgarten

Wir entschieden uns für die weitere, aber interessantere Strecke „links herum“ direkt an der Küste entlang. Erst Fischland mit seinem Künstlerdorf Ahrenshoop, links die Ostsee, rechts der (Saaler) Bodden. Die dazwischenliegende Landfläche ist schmal und der Grundwasserspiegel hoch. Von den Wegen abkommen ist nicht ratsam! Wir fanden eine Töpferei mit sehenswerten Kunstobjekten im Garten und ein winziges, aber um so gemütlicheres Café.

AhrenshoopAhrenshoopAhrenshoopAhrenshoopAhrenshoopAhrenshoopAhrenshoopAhrenshoopAhrenshoop

Unser Tagesziel war der Campingplatz „Am Freesenbruch“ in Zingst, der ausgewiesene Wohnmobilstellplätze etwas separiert vom Campingplatzbereich hat. Wie immer war es so leer, dass wir uns die für uns besten Plätze aussuchen konnten. Bei Saisonbetrieb hätten wir dort allerdings nicht stehen wollen, weil direkt nebenan die Terrasse des Campingplatzlokals war. Jetzt war es optimal, weil nahe an den Sanitäranlagen, der Entsorgung, den Waschmaschinen. Waschen war mal wieder angesagt! Natürlich war es hier etwas teurer als auf einem Stellplatz, aber der Stellplatz von Zingst ist so klein und verwinkelt, dass Oscarlotta dort nur quer über drei Plätze gepasst hätte und damit der Stellplatz schon zur Hälfte voll gewesen wäre. Und dafür auch noch €10 bezahlen? Dann doch lieber etwas mehr auf dem Campingplatz, wo wir den Strom inclusive hatten und somit unsere Heizung darüber betreiben konnten.

ZingstZingstZingstZingstZingst

Zingst und seine Umgebung gefiel uns gut, das Wetter spielte auch mit, wir konnten die Fahrräder endlich mal wieder in Gebrauch nehmen, weil es nicht mehr so eisig kalt war. Der Campingplatz liegt direkt am Strand, bis zur Seebrücke und in den Ort läuft man 25 Minuten und durch den Wald führt ein wunderschöner Rad- und Spazierweg zum Hafen. Auch hier stehen überall die Waldflächen unter Wasser und deutlich waren überall Wildschweinspuren zu sehen.

ZingstZingstZingstZingstZingstZingst

Wir wollten eigentlich eine Schiffstour unternehmen, aber nur mit dem Schaufelraddampfer. Der sollte auch fahren, tat es dann aber doch nicht, angeblich wegen technischer Probleme. Das „normale“ Ausflugsschiff wollten wir nicht und haben die Entscheidung auch nicht bereut, denn nach der Hälfte der Zeit zog dichter Seenebel auf und an Deck wäre es sicher zu kalt und im Inneren des Schiffes zu voll geworden. Und gesehen hätte man auch nichts mehr.

ZingstZingstZingstZingstZingst

Wir hatten hingegen eine schöne Radtour einmal um Zingst herum, einen Spaziergang auf der Seebrücke und ein Eis auf die Faust!

ZingstZingstZingstZingst

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(Mit) Smart an die Küste

 
 
Unsere zweite Tour mit dem Leih-Smart führte uns an die Ostseeküste, Warnemünde, Heiligendamm, Kühlungsborn und auf der Rückfahrt Bad Doberan im Landesinneren. Mit Heiligendamm fingen wir an und wunderten uns, dass a) der Parkplatz in Strandnähe mit Parkscheinautomaten bestückt war und b) der Zugang auf die Promenade noch einmal 2 Euro pro Person kosten sollte! Sind wir auf Sylt? Und es ist Winter!!! Dass hier oben im östlichen Teil Deutschlands alles ein klein wenig teurer ist als anderswo, hatten wir schon ein paarmal bemerkt. Die Parkgebühr bezahlten wir, den Automaten an der Promenade übersahen wir, zumal wir auch kein Kleingeld mehr hatten. Mit Heiligendamm verbanden wir alte Gründerzeitvillen direkt an der Promenade und waren sehr erstaunt, dass es sie zwar tatsächlich gab, dass sie aber in unrenoviertem Zustand waren! Wunderschöne Gebäude, architektonisch gesehen, aber in bedauernswertem Zustand. Wie kommt so etwas, 27 Jahre nach der Wende??? Wieviele Einnahmen durch Touristen sind in all den Jahren verschenkt worden, in denen in keinem der Häuser Ferienappartements vermietet wurden, Kaffee und Kuchen angeboten wurde, Gastronomiebetriebe ansässig waren, Souvenirs verkauft wurden. Ganz sicher brummt hier im Sommer der Urlaubsbetrieb, der Name Heiligendamm allein ist ein Touristenmagnet. Immerhin scheint es jetzt aber langsam loszugehen, eines der fünf Häuser wird restauriert und in Eigentumswohnungen umgewandelt (und ein sechstes war schon fertig). Bestimmt sehr schön und bestimmt auch sehr teuer.

HeiligendammHeiligendammHeiligendammHeiligendammHeiligendamm

Weiter ging es nach Kühlungsborn. Von hier aus fährt die Schmalspurbahn „Molli“ nach Bad Doberan bzw. umgekehrt. Wir sahen sie aus dem Auto heraus und dann nicht mehr, also gibt es kein Foto von ihr! Wer sie aber in Aktion sehen möchte, kann „hier“ klicken. Kühlungsborn sah aus wie ein typischer Badeort am Meer, leider regnete es und wir sind nur durchgefahren.

OstseestrandOstseestrand

Also Bad Doberan! Das Münster wollte ich sehen, gilt es doch als die „Perle der norddeutschen Backsteingotik“. Eine im hochgotischen Stil im späten 13. Jahrhundert erbaute Kirche des damaligen Zisterzienserklosters. Ein Kloster konnte und durfte sich einen solchen Monumentalbau leisten??? Vom Kloster stehen nur noch ein paar fotogene Ruinen, das Münster, im 2. Weltkrieg weitgehend verschont, steht in voller Pracht. Die Restaurierungskosten betragen pro Jahr um die 300000 Euro! Der Parkplatz sollte Geld kosten, der Eintritt ins Münster natürlich auch. Und da hatten wir irgendwie keine Lust mehr! Ich machte ein paar Fotos, wir liefen im großen Bogen einmal um Kirche und Kloster herum, sahen uns die überschaubare Stadt an und fuhren weiter nach Warnemünde. Am besten gefallen hat uns der Cafébesuch. Cooles Smiley

KlosterruineKlosterruineKlosterruineMünster Bad DoberanMünster Bad Doberan

Große Erwartungen hatten wir jetzt schon nicht mehr und es wäre schade gewesen, wenn wir nicht hingefahren wären! Ein nettes kleines Hafenstädtchen, für mitten in der Woche im Winter quirliger Betrieb. Wie mag das erst im Sommer sein? Ein Restaurant, Geschäft, Café am anderen, im Wasser mehrere Fischverkaufsschiffe. Schöne kleine Fischerhäuschen, ein breiter Strand, die Promenade wurde gerade saisonfrisch gemacht. Einen Leuchtturm gibt es auch, allerdings lange nicht so schön wie die in USA/Kanada! Verliebt

WarnemündeWarnemündeWarnemündeWarnemündeWarnemündeWarnemündeWarnemünde

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2017 – Das Ende der Welt???

 
 
Rostock kannten wir noch nicht. Und wenn wir schon in der Nähe waren, würden wir es uns natürlich ansehen. Leider gibt es in Rostock zwar einige ausgewiesene WohnmobilPARKplätze, aber keinen Stellplatz. Nur in Warnemünde oder im 11km entfernten Elmenhorst. Wir fuhren Elmenhorst an und wurden nicht enttäuscht. Ein gut und großzügig angelegter Stellplatz für 24 Mobile mit unterschiedlich großen Parzellen, 5 bis 12m, 18 bis 10m und einer bis 8m Länge. Die Breite ist einheitlich mit 6m ausreichend bemessen. Der Untergrund besteht aus Pflastersteinen, an einer Längsseite befindet sich ein Klettergarten, an der anderen ein Betriebsgelände und nach hinten (wo wir gestanden haben) sind große Ackerflächen. Es war wunderbar ruhig dort! Bezahlt wird per Automaten (€10/24 Std.), V/E-Station ist natürlich vorhanden sowie ausreichend Automaten-Stromsäulen. Der Clou aber ist, dass es zwei Smarts zu mieten gibt für €25/Tag (incl. 200km) oder €150/Woche (incl. 350km). Es gab zwar auch eine Busverbindung nach Rostock, Warnemünde, Bad Doberan, Kühlungsborn, aber der Fahrpreis betrug pro Person 13 Euro für Hin- und Rückfahrt. Da war der Smart eindeutig nicht nur preiswerter, sondern sehr viel komfortabler! Gesagt, gebucht!

Stellplatz Elmenhorst

Einen Großparkplatz gab es am Stadthafen, ein paar hundert Meter und ein paar Treppenstufen später waren wir in der Innenstadt. Riesige interessante Gebäude unbekannter Herkunft, riesige Kirchen, eine riesig breite Straße, die auch so hieß (nicht Riesig Breite Straße, sondern nur Breite Straße). Cooles Smiley Nicht sie, sondern die Lange Straße, war zu DDR-Zeiten als Aufmarschstraße geplant und gebaut worden. Unser Eindruck von der Stadt: eine Einkaufsstadt zum Shoppen, noch ein paar ganz nette alte Viertel, aber kein Vergleich zu Wismar! In der Petrikirche, mit einer Turmhöhe von 117m die höchste Kirche, fuhren wir per Aufzug auf die Aussichtsplattform in 44m Höhe. Beeindruckender als die Aussicht war der Blick in das offene Turmgestühl 70m über uns. Ein Gemälde erregte meine Aufmerksamkeit. Es zeigte die im 2. Weltkrieg völlig zerbomte Stadt zur Marienkirche hinüber.

Marienkirche Marienkirche

Rostock scheint ziemlich zerstört worden zu sein, was erklärt, dass es nicht mehr so viele alte Häuser gibt.

KerkhoffhausKrahnstöverhausBürgerhausBank

Die Marienkirche, die größte und schönste Kirche Rostocks von 1230, sahen wir uns natürlich auch noch an! Und dort faszinierte uns vor allem die alte Astronomische Uhr. Sie ist die einzige weltweit (!), die mit ihrem ursprünglichen mittelalterlichen Uhrwerk von 1472 noch bis heute präzise funktioniert. Tag für Tag werden ihre fünf Werke von Hand aufgezogen. Die exakten Anzeigen der Uhrzeit, der Mondphasen und des Sonnenjahres sowie die zahlreichen Daten der Kalenderscheibe zeugen von der hohen Kompetenz der Wissenschaft des 15. Jahrhunderts. Verblüfft und etwas beunruhigt entdeckten wir bei genauerem Hinsehen, dass die Daten der jetzigen Kalenderscheibe 1885 beginnen und 2017 enden! Ist es nicht seltsam, dass ausgerechnet das Jahr 2017 das letzte ist, das dargestellt wird? Und wir nicht 2016 oder 2018 davorstehen, sondern ausgerechnet 2017???

Astronomische UhrAstronomische Uhr

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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Schönes Wismar

 
 
Wir waren 2002 und 2010 schon einmal in Wismar, allerdings jeweils nur für einen kurzen Stadtbummel. Jedes Mal war Wismar für uns das Ziel einer kleinen Bootstour, einmal von der Insel Poel, einmal von Boltenhagen aus. 2002 konnte man erkennen, dass Wismar vom Grundsatz her eine schöne Stadt war und immer noch ist, aber die überwiegende Zahl der Häuser war entweder ziemlich heruntergekommen oder schon im Verfall. Nur weniges war bereits restauriert.

Wismar 2002Wismar 2002 

Hansestadt Wismar um 1653 Wismar zählt zu den besterhaltenen mittelalterlichen Stadtkernen in Norddeutschland und wurde 2002 ins UNESCO Weltkulturerbe aufgenommen. Der Grundriss ist bis heute unverändert geblieben und verdeutlicht die typische Struktur einer alten Hansestadt. Es lohnte sich also, zu restaurieren. Und bei unserem Besuch 2007 sah es dann bereits ganz anders aus! Da waren sicher mehr als 80% der Gebäude restauriert, das ehemals graue Stadtbild war bunt und der Tourismus florierte. Ab und zu gab es ein Haus, das noch nicht restauriert war, vermutlich, weil entweder die Eigentumsverhältnisse nicht geklärt waren oder das Geld fehlte. Wir kamen durch Zufall an einem großen, einzeln stehenden Haus vorbei, das meine Aufmerksamkeit erregte, weil ich mir vorstellen konnte, dass es einmal wunderschön werden könnte. Und tatsächlich hing schon das Plakat einer Baufirma daran! Ich habe es damals fotografiert.
Inzwischen gibt es einen schönen Wohnmobilstellplatz in Wismar, günstig gelegen in fußläufiger Entfernung zum Stadtzentrum und zum alten Hafen (ca. 10-15 Min.). Ruhig, ein auch im Winter betriebenes Büro mit Ansprechpartner, Gasverkauf, Sanitärgebäude, €10, Strom über Automaten (€1/8 Std). Wir blieben ein paar Tage und erkundeten die Stadt. Schön ist sie geworden! So gut wie kein Haus ist noch renovierungsbedürftig, egal in welchen Seitenstraßen man sich umschaut, überall stehen wunderschöne alte Häuser, teilweise ganz im alten Stil der Backsteingotik, teilweise die alten klassizistischen Giebelhäuser. Keines ist genau gleich mit dem Nachbarhaus und auch die neu erbauten modernen Gebäude sind vom Stil her sehr harmonisch angepasst.

WismarWismarWismar (74)WismarWismar (81)WismarWismar

Je mehr wir sahen, desto begeisterter waren wir! Und dann kamen wir an einem großen, einzeln stehenden Haus vorbei, das meine Aufmerksamkeit erregte, weil sich irgendetwas in meinem Hinterkopf regte. War das das Haus, das ich vor 10 Jahren fotografiert hatte??? Wieder in Oscarlotta befragte ich meinen Laptop. Das Ergebnis seht ihr hier:

Wismar 2010 Wismar 2017

St. Marien Wismar hatte das Glück, im 2. Weltkrieg nicht total zerstört worden zu sein. Zwei ihrer drei beeindruckenden Kirchenbauten im Stil der Backsteingotik erwischte es allerdings. Von St. Marien blieb nur der gewaltige Turm stehen, das beschädigte Kirchenschiff wurde 1960 gesprengt. Die Umrisse sind noch gekennzeichnet und im Inneren des Turmes kann man sich einen kurzen 3D-Film anschauen, der sehr anschaulich erklärt, wie Backsteingotik-Kirchen dieser Größe erbaut wurden. Mit den Mitteln, die man im 13./14. Jahrhundert zur Verfügung hatte, ein für uns immer wieder unvorstellbares Unterfangen! In einem Nebenraum gibt es eine interessante Ansammlung von sechs Backstein-Figuren. Als Vertreter unterschiedlicher Kulturen und Religionen treten sie mit Originalzitaten aus ihren Schriften in einen Dialog über Gott und seine Schöpfung, über die Suche nach dem Sinn des Lebens und die Möglichkeiten des friedlichen Zusammenlebens von Menschen. Diese Gespräche werden über Lautsprecher wiedergegeben (Sprecher ist Bruno Ganz) und erzeugen im Zusammenspiel mit dem abgedunkelten, kargen Raum und den Figuren eine eigentümliche Stimmung. Die Figuren stellen einen Pilger dar, den streitbaren Zisterzienserabt Bernhard von Clairvaux, den Philosophen und Theologen Petrus Abaelard, den persischen Dichter Hafis, den Rabbi, Arzt und Philosophen Moses ben Maimon und schließlich Parzival, den Held aus Wolfram von Eschenbachs berühmtem Ritter-Epos.

Dialog des GeistesDialog des GeistesDialog des GeistesDialog des Geistes

St. Georgen Die Kirche St. Georgen wurde ebenfalls stark beschädigt, aber nicht gesprengt, sondern ihrem Verfall überlassen. Erst als 1990 bei einem Orkan der Giebel des Nordquerhauses auf zwei benachbarte Bürgerhäuser fiel und diese zerstörte, fing man an, Spendengelder zu sammeln und die Restaurierung zu beginnen. Allerdings ist von der originalen Kircheneinrichtung nichts mehr erhalten. Über 40 Millionen Euro ermöglichten die Gesamtrestaurierung bis 2010. Die Kirche wird als sog. Veranstaltungskirche heute für verschiedenen Events genutzt und entsprechend bestuhlt und hergerichtet. Inzwischen gibt es auch eine Aussichtsplattform auf dem 36m hohen Turmstumpf. Der ursprünglich geplante große Turm wurde über die Jahrhunderte wegen Geldmangels übrigens niemals fertiggestellt. Ganz bequem kann man sich mit einem gläsernen Aufzug nach oben fahren lassen. Die Kosten für den Bau der Plattform, des Aufzuges und die Turmsanierung beliefen sich auf rund 2,1 Millionen Euro, die man mit einer Besuchergebühr von 3 Euro wohl nicht so schnell wieder hereinbekommen wird! Der Blick von oben über die Stadt lohnt den Einsatz auf jeden Fall.

Wismar von obenWismar von obenWismar von obenWismar von oben

Die dritte große Kirche, St. Nikolai, wurde im Krieg vollständig verschont und beeindruckt durch das 37m hohe Mittelschiff, nach Köln, Ulm und Lübeck das vierthöchste Deutschlands. Das komplett erhaltene Kircheninnere ist im Barockstil gestaltet und verfügt noch über Teile der originalen Inneneinrichtung und viele Grabplatten mit alten Inschriften.

St. NikolaiSt. NikolaiSt. NikolaiSt. NikolaiSt. NikolaiSt. NikolaiSt. Nikolai

Unser Favorit ist eindeutig die Kirche St. Georgen. Sie wirkt durch ihre vielen Anbauten und Türmchen trotz ihrer Größe zwar imposant, aber auch irgendwie anmutig. Alle drei Großkirchen prägen schon von weitem das Stadtbild von Wismar.

"Alte Schule" Ein weiteres Juwel wird gerade wiederhergestellt, was aber sicher noch ein paar Jahre dauern wird. Die „Alte Schule“, 1351 erstmals im Stadtbuch von Wismar erwähnt, war ein langgestrecktes Gebäude, was in der Mitte durch eine Brandmauer geteilt wurde. Jede der beiden Hälften wurde durch Fachwerkwände in drei gleich große Klassenräume gegliedert und setzte sich vom Erdboden bis zum Dachstuhl fort. Dieses Bauwerk galt als herausragendes Beispiel der Backsteinbaukunst im hochgotischen Stil und zählte im Ostseeraum zu den Spitzenleistungen des Profanbaus. Ab 1863 wurde das Gebäude als Armenhaus genutzt und 1880 aufwändig restauriert, um es fortan als Museum für Kunst und Altertum zu nutzen. 1945 wurde die „Alte Schule“ bei einem Bombenangriff so schwer beschädigt, dass die Reste des Gebäudes schon zwischen 1946 und 1948 abgebrochen werden mussten. Der noch erhebliche Bestand des Kellers wurde mit Schutt verfüllt und überpflastert. 2001 wurden bei ersten Grabungen kleine Teile des Kellermauerwerks freigelegt.

"Alte Schule""Alte Schule"

Eine Bürgerinitiative wurde gegründet, um den Wiederaufbau voranzutreiben. Für uns, unter anderem, durchaus ein guter Grund, in ein paar Jahren mal wieder vorbeizuschauen… 

Unter anderem, weil es außer Häusern und Kirchen natürlich auch noch einiges andere gibt, das durchaus lohnenswert ist! 

Eine Auswahl davon haben wir in ein Fotoalbum gepackt, das ihr euch anschauen könnt, wenn ihr „hier“ klickt.

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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Warum wir den Winter in Deutschland verbringen

 
CampingLetztens wurden wir in einem Kommentar gefragt, wie wir es nur aushalten im Winter in Deutschland?!?! Die Anfrage kam aus dem warmen Portugal, das diesen Winter aber so warm auch nicht ist. Ja, wir können die Frage verstehen, haben wir doch vor wenigen Jahren auch noch mitleidsvoll im Winter von Spanien nach Deutschland geschaut und alle die bedauert, die dort ausharren mussten. Wie also kommt es, dass wir jetzt schon den 3. Winter hintereinander freiwillig in Deutschland bleiben???

Mein erstes Mal Winter in Spanien war 2002/2003 und ich weiß noch genau, wie toll ich es fand, im Dezember in Sommerbekleidung draußen in der Sonne sitzen zu können und abends nur eine leichte Jacke überzuziehen. Im Wetterbericht sah man dann, wie kalt es gleichzeitig in Deutschland war! „Freu dich, du bist in Spanien!“ war ein oft gesagter und gehörter Satz. Die nächsten drei Winter mussten wir berufsbedingt zwangsläufig wieder in Deutschland verbringen und es war klar, dass wir bei der ersten sich bietenden Gelegenheit nach Spanien und/oder Portugal entschwinden würden. Wir mussten noch bis 2006/2007 warten. Den Winter verbrachten wir zum letzten Mal mit zwei Mobilen, Oscarlotta war schon bestellt und Frieda, mein altes Wohnmobil, opferte sich heroisch beim stärksten Orkan, den wir je erlebt haben und verhinderte, dass ein entwurzelter Baum auf den schon in Zahlung gegebenen Flair von Uschi fiel. Im Winter darauf fuhren wir zum ersten Mal zusammen in unserer niegelnagelneuen Oscarlotta! Die war nun etwas größer geraten, das Einparken im 90-Grad-Winkel in die Stellplatzbuchten mit gegenüberstehenden Wohnmobilen gestaltete sich schon etwas schwieriger als früher. Und nicht alle Plätze kamen noch für uns in Frage! Meistens waren die ausladenden Äste der Maulbeerbäume das Haupthindernis. Beim nächsten heftigen Sturm hielt es uns nicht unter den einzelnen Pinien, zu frisch war noch die Erinnerung, aber auf den einzigen einigermaßen ausreichenden Platz in der Nähe passte Oscarlotta nur diagonal. Das war uns an dem Abend aber sowas von egal! Die nächsten fünf Winter gab es gar keine Frage, wir fuhren nach Spanien. Ohne Mietwagen vor Ort, mit Mietwagen vor Ort, große Umrundung der Iberischen Halbinsel, 10-tägiger Hotelaufenthalt auf Mallorca, Rückrufaktion durch Krankheit von Uschis Vater, schließlich Mitnahme unseres Smarts. Der ermöglichte uns schöne Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung und wir hatten nicht, wie bei einem Mietwagen, das Gefühl, nun jeden Tag fahren zu müssen, um den Mietpreis auszuschöpfen. Rein rechnerisch wäre ein Mietwagen trotzdem preiswerter gewesen, aber in Deutschland konnten wir ein flitziges Einkaufsauto auch gebrauchen. Zwinkerndes Smiley Dann konkretisierten sich unsere Pläne, unseren ersten gemeinsamen Nordamerika-Aufenthalt zu realisieren. 3 Monate wollten wir los, von Ende Mai bis Ende August 2013. Üblicherweise kamen wir erst Mitte Mai von Spanien zurück, vorher braucht man auf der Schwäbischen Ostalb nicht aufzuschlagen, wenn man nicht in die Gefahr von verspäteten Schneefällen kommen will. Erstauntes Smiley Das kollidierte also etwas miteinander, ging aber nun nicht anders, außer wir hätten auf Spanien verzichtet. Das wollten wir allerdings nicht, noch nicht. Auch den nächsten Winter stand Spanien auf dem Plan, aber da merkten wir schon ganz deutlich, dass langsam die „Luft raus“ war. Wir waren reisemüde, Spanienmüde, wollten keine Ausflüge mehr machen, wollten aber auch nicht dauernd weiterfahren, um neue Eindrücke zu bekommen, Wir hatten so viele Eindrücke von unserer Nordamerika-Tour noch zu verarbeiten, dass wir einerseits froh waren, an ein und demselben Campingplatz stehenbleiben zu können, andererseits uns das alltägliche Rentner-/Camperleben zunehmend auf die Nerven ging, mir noch mehr als Uschi. Wir hatten schon vieles gesehen in Spanien. Portugal wäre noch einmal eine Option gewesen, aber wir machten auf der Weiterfahrt die Erfahrung, wie voll es inzwischen überall geworden war und dass man teilweise schon keine Plätze mehr vorreservieren konnte, zumindest nicht kurzfristig. Oscarlotta brauchte halt einen etwas größeren Platz. Und wir legen uns doch so ungern fest! Und nein, die Freihsteher sind wir nicht, aus diversen Gründen. Den nächsten Winter bleiben wir in Deutschland! Wer diesen Gedanken zuerst aussprach, weiß ich nicht mehr. Im Oktober beratschlagten wir noch einmal, mit dem Ergebnis, den kommenden Winter bleiben wir wirklich in Deutschland. Wir wollten wissen, ob wir es noch können, Winter in Deutschland, Minusgrade, grauer Himmel, vielleicht Schnee, sicher Regen, aber auch deutsche Weihnachtsmärkte, Adventsstimmung (die in Spanien nicht aufkommt), Kino und anderes, das Spanien nicht zu bieten hat oder wir es dort nicht nutzen können, u. a., weil unsere spanischen Sprachkenntnisse dafür nicht ausreichen. Ich hatte inzwischen fast schon eine Spanien-„Allergie“, nachzulesen „hier„. Der Winter wurde gut! Wir buchten mehrere Monatsabos hintereinander in einem Fittnessstudio, wir blieben im klimatisch begünstigten Heidelberger Raum, wir pflegten Körper und Seele. Schaut selbst, falls ihr damals noch nicht bei uns gelesen habt. In der Suchmaske ab November 2014 werdet ihr fündig. In diesem Winter kam die Idee zum Kauf eines kleinen „Reise“mobils auf, das wir nach Nordamerika verschiffen könnten, denn wir wollten unbedingt noch einmal dorthin und diesmal nicht nur 3 Monate. Daraus wurde, wie ihr wisst, die Familienerweiterung durch Big Fix mit Boxi. Nachzulesen von Anfang an „hier„. Damit war auch klar, dass der Winter vor und der Winter nach sechs Sommermonaten USA/Kanada nicht in Spanien stattfinden würde. Aber das habt ihr ja alles mitverfolgt!

Und wie ist es nun im Winter in Deutschland? Kommt drauf an. Auf die Einstellung, auf die Erwartungen, auf die aktuellen Bedingungen. So, wie in Spanien/Portugal nicht alle Winter gleich sind, sind sie es auch in Deutschland nicht. Wir hatten Glück, wenig Schnee, wenig Regen, aber natürlich auch wenig Sonne. Umso mehr freut man sich dann, wenn sie da ist!!! Spaziergänge am Meer in eiskalter Luft können, warm eingepackt, toll sein, wenn danach ein muckelig warmes Wohnmobil wartet. Viele Gasflaschen braucht man allerdings. Smiley mit geöffnetem Mund Die Stell- und Campingplätze sind halb bis ganz leer, man kann sich den schönsten Platz aussuchen und hat nicht den nächsten Nachbarn zwei Meter neben sich kleben. Preiswerter als sonst ist es auch. Wenn das Wetter ganz bescheiden ist, bleibt man mit gutem Gewissen drinnen und zelebriert einen Höhlentag. Nein, wir bekommen keine Langeweile! Wir machen ja keinen Kurz- und auch keinen Langzeiturlaub, sondern leben inzwischen seit 13 Jahren (ich) und 15 Jahren (Uschi) dauerhaft in unseren Mobilen. Was bedeutet, wir leben unseren Alltag mit den notwendigen Alltagserledigungen, wir üben unsere Hobbies aus, wir pflegen unsere sozialen Kontakte und wir genehmigen uns ab und zu einen Urlaubs- oder eben einen Höhlentag. Wir finden es übrigens sehr witzig, wie dieser Begriff, den wir vor Jahren mal erfunden, aber natürlich kein Copyright darauf haben, Sarkastisches Smiley Kreise zieht und inzwischen von einigen Blogschreibern verwendet wird. Was wieder ein Beweis dafür ist, dass Höhlentage länderübergreifend sind und auch im sonnigen, warmen Süden Europas möglich sein können. Wir verfolgen die Überwinterung mehrerer Blogschreiber und, ganz ehrlich, ein Gefühl von Bedauern, Neid oder der Gedanke, dort wäre ich jetzt auch gerne, kommt (fast) nie auf. Wir lesen von drangvoller Enge auf Camping- und Stellplätzen und wir lesen von der ständigen Befürchtung bei den Freistehern, von der örtlichen Polizei bestenfalls verscheucht und schlimmstenfalls mit heftigen Bußgeldern bestraft zu werden. Das alles kommt für uns absolut nicht in Frage! Den damit verbundenen Stress können für uns auch die Sonne und die im Schnitt höheren Temperaturen nicht ausgleichen. Heißt das nun, dass Spanien im Winter für alle Zeiten für uns gestorben ist? Wir wissen es nicht…

Winterlandschaft RatzeburgWinterlandschaft RatzeburgWinterlandschaft RatzeburgWinterlandschaft RatzeburgWinterlandschaft RatzeburgWinterlandschaft RatzeburgWinterlandschaft RatzeburgWinterlandschaft RatzeburgWinterlandschaft RatzeburgWinterlandschaft Ratzeburg

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Von den Besonderheiten des Lebens “auf der Straße”

 
Ab und zu möchten auch wir mal etwas im Internet bestellen oder uns unsere Post nachschicken lassen, wenn wir „on tour“ sind. Gerne nutzen wir dafür die Aufenthalte auf Campingplätzen, weil das bequemer ist als eine Packstation. Bisher ging das immer problemlos, diesmal nicht! Als wir in der Rezeption Bescheid sagten, dass am nächsten oder übernächsten Tag ein Paket von DHL angeliefert werden würde, teilte man uns mit, dass die Post nur Pakete für Dauerbewohner des Campingplatzes ausliefert und für Touristen oder Dauercamper nur eine Abholkarte mitbringt. Wir befanden uns auf dem Campingplatz “Stover Strand” an der Elbe südlich von Hamburg. Dieser Platz besteht zu einem großen Teil aus Mobilheimen, die ganzjährig genutzt werden und deren Bewohner ihre Meldeadresse auf dem Campingplatz haben. Wir versuchten, der Rezeptionistin klarzumachen, dass gerade Wohnmobil-Touristen es schätzen würden, wenn sie nicht mit dem Fahrrad zur Poststelle fahren müssen, da sie normalerweise ja nicht noch einen separaten PKW dabei haben. Das leuchtete der Dame auch ein und sie versprach, auf den Paketboten zu achten und ihn zu bitten, das Paket bei ihr abzugeben, FALLS er es in seinem Auto haben würde. Üblicherweise bliebe es allerdings in der Zentrale, wenn der Name des Empfängers nicht auf der Liste der Dauerbewohner stehen würde. Am nächsten Tag fragten wir nach, nein, es sei leider kein Paket da. Nun gut, ich hatte ja am Tag zuvor eine Versandbestätigung gekriegt, also müsste es auf jeden Fall Freitag da sein. Am Freitag hieß es, nein, leider sei wieder kein Paket für mich da. Aber vielleicht läge ja ein Abholschein in der Posthütte. Posthütte? Welche Posthütte? Die Rezeption war doch gleichzeitig eine Poststelle, wo man Briefe, Postkarten, Pakete frankieren und abgeben konnte. Würde denn ein Abholschein nicht hier abgegeben werden? Nein, meistens käme der Postbote gar nicht herein. Für die Mobilheimbewohner gäbe es draußen ein Areal mit Briefkastenwänden und für die Dauercamper eben die Posthütte hinter den Glascontainern. Wir marschierten hin und landeten in einem Raum mit vielen Büchern. Offensichtlich die Campingplatz-Leihbücherei. Erst auf den zweiten Blick entdeckten wir in einem Regal eine Reihe von mit Briefen vollgepfropften Boxen, von A bis Z beschriftet und davor zwei Abholscheine. Bingo! Einer davon war auf meinen Namen ausgestellt. Okay, den Schein hatte ich, das Paket musste jetzt also “nur noch” bei der nächsten Poststelle abgeholt werden. Für den Samstag hatten wir uns angemeldet, mit dem Campingplatz-Shuttlebus zur S-Bahnstation nach Hamburg-Bergedorf gefahren zu werden. Das hatten wir am Samstag davor schon gemacht, kannten den netten Fahrer bereits und er hatte kein Problem damit, einen kleinen Umweg zur Post zu machen. Dort zeigte ich meinen Schein vor, auf dem vermerkt war, dass eine Abholung am nächsten Tag ab 10 Uhr möglich sei. Den nächsten Tag hatten wir und es war zehn Minuten nach zehn. Oh, das tue ihr Leid, das sei auf dem Schein nicht richtig angegeben, sagte die Dame am Postschalter. Nur bei einer Adresse VOR der Brücke könne man am nächsten Tag abholen, NACH der Brücke erst am übernächsten. Natürlich liegt der Campingplatz nach der Brücke! Große Begeisterung bei uns! Der übernächste Tag war der Sonntag, am Montag wollten wir weiterfahren. Mit Oscarlotta konnte ich dort nicht parken, es gab nur einen schmalen Parkstreifen vor dem Schreibwarenladen, in dem die Poststelle war. Da Uschi mit Fix und Boxi hier ist, bot sie sich an, das Paket für mich zu holen. Frohgemut verbrachten wir unseren letzten Tag an der Elbe. Da ich ja nicht der Frühaufsteher bin, fragte ich am Sonntag nach, bis wann man abgereist sein muss und war sehr erfreut zu hören, dass es erst um 13 Uhr war. Bis 12 Uhr musste allerdings bezahlt werden und die Rezeption machte von 12 bis 15 Uhr Mittagspause. Prima, dann konnte ich nach dem Bezahlen noch in aller Ruhe per Gießkanne Wasser tanken und das Abwasser eimerweise in den Toilettenausguss entsorgen. Als ich um zwanzig vor zwölf in die Rezeption kam, stand dort Uschi und erzählte der Campingplatzbesitzerin, dass sie immer noch kein Paket bekommen habe. Das würde erst um 17 Uhr von der Hauptpost in Winsen an der Luhe mitgebracht werden, vielleicht, eventuell aber auch erst am Dienstag!!! Nein, es gäbe keine andere Möglichkeit. Nein, sie könne das Paket nicht direkt in Winsen abholen. Man könne ihr auch keine Adresse geben, wo sie sich beschweren könne. Und überhaupt würde das immer so laufen, da könne man gar nichts machen! Was tun? Wir hielten Kriegsrat und beschlossen, dass Uschi schon zu unserer nächsten Station, Ratzeburg, fahren und dort einen Platz für mich freihalten würde. Ich könne mit Oscarlotta auf dem Parkplatz vom Sky-Supermarkt parken, hatte sie herausgefunden, und von dort aus zur Post laufen. Und was, wenn das Paket auch um 17 Uhr nicht kommt? Übernachte ich dann auf dem Parkplatz? Einer Eingebung folgend fragte ich, ob die Schranke an der Ausfahrt des Campingplatzes um 13 Uhr automatisch öffnet. Das ist ja eigentlich so üblich bei der Abreise. Nein, die Schranke ist über Mittag geschlossen. Und wie komme ich dann raus? Entweder um 12 oder erst wieder um 15 Uhr. Abreise sei um 12. Aber gestern hieß es doch, um 13 Uhr, ich hatte doch extra gefragt!!! 13 Uhr gelte nur für die Sommersaisonplätze direkt an der Elbe. Es war die Juniorchefin, die mir am Tag zuvor die zumindest aktuell für mich falsche Auskunft gegeben hatte! Das war ihrer Mutter dann offensichtlich etwas peinlich und da Winter war und ich nun bekanntlich die Zeit bis 17 Uhr totschlagen musste, durfte ich bis 15 Uhr bleiben. Ich entsorgte, ich versorgte, ich machte einen halben Frühjahrsputz und fuhr um eine Minute nach 15 Uhr vom Platz. 10 Minuten später war ich auf dem Sky-Parkplatz. Ich kaufte ein, ich trank Kaffee, ich aß ein Stück Kuchen und um zwanzig vor fünf lief ich zur Post. Vor der Tür stand ein Lieferwagen und ein junger Mann trug Pakete aus dem Laden zu seinem Fahrzeug. Ich hoffte inständig, dass er mein Paket vorher schon hineingetragen hatte! Und tatsächlich war es SCHON da!!! Ich war glücklich! Im Dunkeln kam ich in Ratzeburg an. Außer Fix und Boxi stand dort kein anderes Wohnmobil.

Infos und Fotos zum Stover Strand:

Campingplatz “Stover Strand”: Zwei durch den Elbedeich getrennte Platzteile, direkt an der Elbe nur nutzbar von Anfang April bis Ende Oktober (Elbe-Überschwemmungsgebiet), auch für Wohnwagen; VE-Station zwischen den beiden Bereichen hinter dem Deich; Campingplatzgaststätte (im Winter geschlossen); Edeka-Frischemarkt; Poststelle in der Rezeption; großer Dauercamperbereich; noch größerer Bereich für Mobilheime (Anmeldung des 1. Wohnsitzes lt. Gerichtsbeschluss wegen privater Streitigkeiten aktuell nicht mehr für Neumieter, solange es kein Bundesgesetz für die Anmeldung auf Campingplätzen gibt); Shuttlebus (bisher nur in der Wintersaison Samstag und Sonntag) für €3/Person/Fahrt zum (10:00)/vom (18:00) S-Bahnhof Bergedorf (15 Minuten), von dort Tages-Gruppenkarte im Innenbereich (2 Ringe) Hamburgs €11,80 (im Sommer fährt ein Schiff direkt nach HH); Hamburg-Card, Kartenreservierungen etc. in der Rezeption; ruhige Lage im Grünen, gute Spazier- und Radfahrmöglichkeiten (Elbe-Radweg); Bäckereicafé 10 (Geh-)Min., Edeka 25 (Geh-)Min., Restaurant 15 (Geh-)Min.; bei regulärem Aufenthalt gibt es ab dem 8. Tag 20% Rabatt, darüberhinaus gibt es Monats- und Saisonpreise (siehe Homepage)

Wohnmobilstellplatz vor dem Deich an der ElbeStover Strand (Dauercamperbereich)Touristenbereich hinter dem DeichStover Strand an der ElbeStover Strand an der ElbeStover Strand an der ElbeStover Strand an der ElbeStover Strand an der ElbeStover Strand an der ElbeStover Strand an der ElbeStover Strand an der ElbeStover Strand an der ElbeStover Strand an der ElbeStover Strand (Campingplatzgaststätte)Stover Strand (Campingplatzgaststätte)Stover Strand (Campingplatzgaststätte)Stover Strand (Campingplatzgaststätte)Stover Strand (Campingplatzgaststätte)Stover Strand (Campingplatzgaststätte)

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Season of the very smallest potatoes

 

Den Begriff “Saure-Gurken-Zeit” verbindet man ja eher mit dem Sommer. Der Ausdruck bezeichnete ursprünglich eine Zeit, in der es nur wenige Lebensmittel gab; ähnliche Ausdrücke sind laut Wikipedia das englische “season of the very smallest potatoes” (“Jahreszeit der kleinsten Kartoffeln”) und “cucumber time” (“Gurkenzeit”). Nun, an Lebensmitteln mangelt es nicht, sogar saure Gurken sind zur Genüge vorhanden, ABER jetzt im Januar keine lohnenswerten Geschichten. Die Admin dieses Blogs hat ein Problem! Seit Fix und Boxi als kleines, wendiges Reisefahrzeug zu uns gefunden haben, wird Oscarlotta mehr denn je zum WOHNmobil. Das bedeutet, sie fährt ein paar Kilometer alle paar Tage an der Ostseeküste der Lübecker Bucht entlang und an den Tagen dazwischen steht sie auf Stell- und Campingplätzen herum und dient als Wohnung. Reiseblog ist also gerade eher nicht. Natürlich könnte ich über die Stellplätze und die Campingplätze schreiben, aber das machen schon genügend andere. Ich könnte auch von der angekündigten und vorbeigezogenen Sturmflut, der höchsten seit 10 Jahren an der Ostsee, berichten, aber wirklich interessieren tut auch das niemanden, der nicht auch gerade hier oben ist. Mir ist auch nicht danach, mir irgendwelche lapidaren Geschichtchen aus den Fingern zu saugen, auch das machen schon genügend andere. Gibt es eigentlich Wohnblogs??? Und falls ja, liest die jemand?

Ich glaube, ich bin gerade etwas blogmüde nach der Marathon-Berichterstattung der Sommermonate. Da war es leicht, zu schreiben, weil genügend Themen da waren. Ich glaube, wir warten mit weiteren Berichten, bis wieder etwas geschieht, was sich zu berichten lohnt, ob nun mit Oscarlotta oder mit Fix und Boxi. Diejenigen unserer Leser, die Follower sind, können gelassen auf eine Benachrichtigungsmail warten. Die in die “Stefan-Liste” schauen, erfahren auch, wenn es wieder etwas gibt. Die anderen müssen entscheiden, ob sie ab und zu nachschauen wollen oder Oscarlotta on tour ad acta legen.

Heute gibt es dann nur noch ein paar Fotos vom Brodtener Steilufer in Travemünde!

TravemündeBrodtener SteiluferBrodtener SteiluferBrodtener SteiluferBrodtener SteiluferBrodtener SteiluferBrodtener SteiluferBrodtener SteiluferBrodtener SteiluferBrodtener SteiluferBrodtener SteiluferBrodtener SteiluferBrodtener Steilufer

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Henrichshütte Hattingen – mein grünes Ruhrgebiet :-)

 


 
Das immer noch gängige Vorurteil gegenüber dem Ruhrgebiet, auch Kohlenpott genannt – oder liebevoll einfach POTT – ist immer noch: „Da ist doch alles kohlenstaubschwarz!“. Nein, liebe Leser, DAS STIMMT NICHT (MEHR). Ich wurde 1950 hier geboren und meine Kindheitserinnerungen bis ins junge Erwachsenenalter sind wirklich so. Die Häuserfassaden waren anthrazitgrau, wenn meine Mutter im Sommer Gäste auf der Terrasse bewirten wollte, wurden die Kaffeetassen bis zum Eintreffen der Gäste verkehrt herum auf die Unterteller gestellt. Kohlenstaub war immer in der Luft, verfärbte die draußen zum Trocknen aufgehängte Wäsche, wenn man nicht aufpasste. Die äußeren Fensterbänke hätte man halbstündlich mit Erfolg abwischen können. ABER SO IST ES SCHON LANGE NICHT MEHR!!! Das Zechensterben begann unaufhaltsam bereits 1957/58, ironischerweise wegen eines Überangebots an Kohle, aber auch wegen der sinkenden Ölpreise und erreichte seinen Höhepunkt 1963, als 13 Zechen gleichzeitig geschlossen wurden. Bis 1975 gab es in früheren Bergbaustädten wie Bochum, Essen, Herne oder Wattenscheid so gut wie keine Bergwerke mehr. Aber der Kohlenpott bestand nicht nur aus kohlefördernden Zechen, es gab und gibt auch die Hüttenwerke, in denen aus Eisenerz Eisen wird, die Kokshochöfen, die daran maßgeblich beteiligt sind und die Stahlindustrie, z.B. Thyssen-Krupp. Anfang 2012 waren in Nordrhein-Westfalen noch vier Zechen in Betrieb: das Bergwerk West wurde Ende 2012 und die Auguste Victoria wurde Ende 2015 stillgelegt, Bergwerk Ibbenbüren und Prosper-Haniel werden 2018 folgen. Staatlich subventioniert wird der Abbau von Steinkohle noch bis 2018, danach wird dieses Kapitel in der Geschichte des Ruhrgebiets endgültig abgeschlossen sein.

Viele stillgelegte Zechenanlagen oder Hochöfen sind zu Veranstaltungsorten geworden, Teil der Industriekultur Ruhrgebiet. So hätte der Stahlindustrielle August Thyssen (1842-1926) wohl kaum vermutet, dass eines Tages in seinem zum Landschaftspark Duisburg-Nord umgewandelten Stahlwerk Duisburg-Meiderich Freizeittaucher im Gasometer schwimmen würden! Das wohl bekannteste Beispiel ist die Zeche Zollverein, seit Dezember 2001 von der UNESCO zum Weltkulturerbe deklariert. Falls es einen von euch mal hierher verschlägt, empfehle ich hier oder anderswo eine Zechenführung, besonders eindrucksvoll als Fackelführung, weitergehende Infos „hier„.

Ich stehe seit einigen Tagen ganz in der Nähe der Henrichshütte in Hattingen. Hattingen hat seit meiner Geburt einen hohen symbolischen Wert, habe ich doch 50 Jahre meines Lebens in der Hattinger Straße in Bochum gelebt. Hattingen hat einen schönen Campingplatz direkt an der Ruhr, der leider erst am 1. April öffnet. So stehe ich auf dem Wohnmobilstellplatz auf der anderen Seite der Ruhr. Hier gibt es 15 Stellplätze, genaueres „hier“ nachzulesen (freies WLAN!!!). In wenigen Schritten ist man an der Bushaltestelle, die Linie 558 fährt direkt in das Stadtzentrum von Hattingen, ein hübsches Fachwerkstädtchen, von wo man Anschluss z. B. nach Bochum (es gibt hier noch Straßenbahnen) und von dort aus in die ganze Welt hat. 😉

Sorry für die vielen Links, aber ihr habt sicher schon gemerkt, dass die Pferde (etwas) mit mir durchgegangen sind! Ich liebe halt meinen „Pott“, hier sind meine Wurzeln. Und da ich schon fast 4 (in Worten: VIER) Jahre nicht mehr hier war, musste es mal wieder etwas ausführlicher sein. Und wie grün es hier wirklich ist, seht ihr auf der Karte oben. Beim Bushaltezeichen an der Ruhr links von der Henrichshütte befindet sich der Stellplatz.

Und jetzt sage ich „GLÜCK AUF„!!!

Stellplatz in Hattingen

 

P. S.: Wer Uschi vermisst, die ist mit Fix und Boxi schon bei Luise an der Oste. Es lohnt sich also, ab und zu auch mal einen Blick dorthin zu werfen. Wer Abonnent/Follower ist, bekommt automatisch eine Benachrichtigung bei neuen Blogbeiträgen.

written by Ingrid

Kraichgau-Camping “Wackerhof”

 

Wenn ihr unser aktuelles Headerfoto genauer anschaut, erkennt ihr im rechten Teil ein paar weiße, wie Wohnmobile oder Wohnwagen aussehende Flecken. Nachdem ich bei meinem Fotoausflug diese schöne Panoramaaussicht genossen und konserviert hatte, wollte ich natürlich auch wissen, wie dieser vermutete Campingplatz heißt. Ein paar Tage später bin ich dann mit Uschi dort gewesen und wir fühlten uns in eine andere Welt zurückversetzt, genauer gesagt in die 70er-Jahre des vorigen Jahrhunderts. Nein, Hippies, love and peace oder Anpflanzungen ominöser grüner Pflanzen haben wir nicht gesehen, wohl aber Sanitär- und sonstige Anlagen, die es so fast nirgendwo mehr gibt. Alles war sauber, alles funktionierte, alles war sympathisch einfach und unprofessionell im guten Sinne. Schlagartig waren die längst vergessenen Gefühle aus der Zeit wieder da, als ich vier- und fünfjährig mit meinen Eltern und meinem großen Bruder im Zelt auf dem Strandcampingplatz an der Ostsee glücklich war. Oder später auf dem Bauernhof-Campingplatz im Allgäu. Kurz gesagt, wir haben einen Campingplatz entdeckt, der keine Sterne vorzuweisen hat, auf dem es kein Internet gibt, wo es vor den Einzelwaschkabinen nur Vorhänge gibt, wo die Bekanntmachungen nicht laminiert, sondern mit Tesa an die Wand geklebt sind. Es gibt Wiesen, Bäume, Terrassen, neben jedem Stellplatz einen ausgewiesenen PKW-Abstellplatz in gleicher Größe. Der Besitzer lief mit uns mit und zeigte uns, wo wir mit unserem schweren, großen Mobil auf Schotterrasen stehen könnten und sagte gleich dazu, dass er uns dort aber keinen Dauerplatz zur Verfügung stellen könne, da bei längerem Aufenthalt das Gras unter dem Fahrzeug kaputt gehen würde. Aber urlaubsmäßig mal für eine Woche oder so sei in Ordnung! Wie sympathisch und auch wie authentisch, zeigt es doch, dass ihm sein Besitz wertvoller ist als das Geld, das er ihm einbringen könnte. Wir baten darum, uns auf dem gesamten Platz (100 Dauercamper- und 50 Touristenplätze) umschauen zu dürfen und dabei sind viele Fotos entstanden. Dieser Campingplatz, der wunderbar ruhig inmitten der wunderschönen Natur des Kraichgaus liegt, bietet sich an, wenn man Ruhe, Rasen und die Ursprünglichkeit und wohltuende Einfachheit möchte, die es in der heutigen Zeit schon fast nicht mehr gibt.

Wackerhof

-Stellplatz/Nacht €3,20 (!) -Person/Nacht  €3,40 (!) -Kind bis 14 Jahre/Nacht €2,40 (!) -kWh €0,50 -Warmwasser/Duschen/Müll frei –Benutzung Campingwerkstatt (Fotos unten) frei

GPS-Koordinaten: 49° 12’ 2” N und 8° 45’ 37” O

WackerhofRezeptionEingangspfortekostenloser Strom für Ankommende während der MittagspauseStellplatz für schwere MobileTouristenplätzeje ein Stellplatzund ein PKW-ParkplatzSanitärgebäudeChemie-ToilettenausgussHundeduscheEnt- und VersorgungsstationSpülkücheBehinderten-SanitärraumBekanntmachungenEinzelwaschkabinenDuscheAufenthalts- und LeseraumBlick auf den DauercampingbereichDauercampingbereichSanitärgebäudeStiefelduscheTrockner und WaschmaschinenPreisliste's Camper Werkstättle's Camper WerkstättleLeihstühle für ZweiradcamperBaumdekoBrunnendeko's Schäufele fürs Häufele

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Schrotträder! Schrotträder???

 

Als wir vor 8 Jahren unsere Oscarlotta gekauft haben und klar war, dass unsere Fahrräder NICHT in die Heckgarage kommen, sondern auf einen klappbaren Fahrradträger auf der Anhängerkupplung, war auch klar, dass wir an diesem schönen Wohnmobil sichtbar nicht mehr unsere altgedienten, aber eben nicht mehr so schönen, “ollen” Fahrräder transportieren wollten. Als wir mal wieder in Bochum (meiner alten Heimat) waren, wurden wir im größten Fahrradladen am Bahnhof fündig. Wir wählten nach Gefallen, ich entschied mich für ein “Pegasus”-Rad in weiß-silber und Uschi gefiel ein “KTM”-Rad in schwarz-silber. Beide waren, aus welchen Gründen auch immer, gerade herabgesetzt und so blieben wir für gute 28-Zoll-Räder unter € 1000, für beide natürlich. Batteriefahrräder gab es auch schon, aber die kamen für uns weder damals noch heute infrage, nicht nur wegen des irre hohen Preises. Wir wollen uns noch anstrengen, sehen das Rad fahren als Vergnügen und als Sport. Jedes Rad war mit einer 8-Gang-Nabenschaltung ausgestattet, das war, im Vergleich zu meinem alten Rad (keine Gangschaltung!) ja schon Komfort genug.

Radtour Spanien 2006/07 

Wir waren über die Jahre sehr zufrieden mit unserer Wahl, besonders Uschis KTM rollte superleicht. Für meine abendlichen Fahrten am Torre im vorletzten Winter kurz vor Sonnenuntergang habe ich mir oft ihr Rad “ausgeliehen”. Vor ca. 3 Jahren haben wir uns dann mal “unplattbare” Reifen geleistet und seitdem wirklich keine Probleme mehr gehabt mit z. B. Dornen, wovon es in Spanien so viele gibt.

Jetzt, nach über 7 Jahren, war aber doch einiges nicht mehr in Ordnung. An beiden Rädern waren die Stoßdämpfer hinüber, an Uschis Rad die gesamte Bremsanlage und bei meinem funktionierte die Gangschaltung nicht mehr zuverlässig. Bei einer Fahrt mit Flitzi entdeckten wir im letzten November im benachbarten Kronau einen großen Fahrradhändler mit Reparaturwerkstatt. Wir fuhren die Räder in Doppelschicht (immer eine per Rad und die andere mit Flitzi) dorthin, ließen sie durchchecken und vergaben noch einige Zusatzaufträge wie neue Lenkergriffe, neue Schutzbleche, eine verzinkte Kette, neue Sattelschutzbezüge…

Am nächsten Tag rief der junge Mann, der unsere Wünsche entgegengenommen hatte, an und teilte uns mit, dass zumindest ich doch vielleicht besser über einen Fahrradneukauf nachdenken solle. Das KTM sei noch zu retten, die Reparatur würde sich wohl auf ca. € 300 belaufen, aber bei meinem Pegasus läge sie sicher weit über € 350 und das würde sich doch wohl nicht mehr lohnen. Ich erbat mir Bedenk- bzw. Beratungszeit mit Uschi. Wir hatten uns bei Abgabe der Räder im Laden mal interessemäßig umgeschaut und festgestellt, dass Räder wie unsere nicht unter € 800 zu haben sind, ein KTM sogar nicht unter € 900. Wir brauchten nicht lange zu überlegen. Die Rahmen waren noch völlig in Ordnung, die Reifen auch, ein neues Rad würde mehr als das Doppelte kosten. Also ließen wir reparieren!

Nach ein paar Tagen konnte ich mein Rad schon wieder abholen und es sah (fast) aus wie neu!!!

PegasusPegasus (Schutzblech)Pegasus (Stoßdämpfer)Pegasus (Gangschaltung)Pegasus (Vorbau)Pegasus (Schutzblech)Pegasus (Edelstahlkette)

Bei Uschis Rad hatte der Monteur heftigste Probleme gehabt, die Verschraubung zwischen Lenkerstange und Rahmen zu lösen und hätte am liebsten das Rad am Stück in den Müllcontainer geworfen. Aber irgendwann war es ihm dann doch noch gelungen, dabei musste er aber wohl den Vorbau zerstören, der bei dem KTM-Rad besonders schön war. 😦 Ich hatte mir extra einen neuen montieren lassen, da meiner so hässlich geworden war. Und jetzt hat Uschi genau so einen! Dumm gelaufen! Insgesamt ist aber auch sie zufrieden mit ihrem runderneuerten Fahrrad!

KTM KTM (Vorbau)KTM (Stoßdämpfer)KTM (Gangschaltung)KTM (Bremsen)

Die Kosten? Mein Fahrrad, das eigentlich verschrottet werden sollte, hat € 356,72 gekostet und war somit, entgegen der ersten Infos, dann sogar preiswerter als Uschis Rad mit € 387,53. Die Rechnungen listen ganz genau auf, welche Teile zu welchem Preis verbaut wurden und was an Arbeitslohn angefallen ist. Es sieht alles absolut seriös aus und wir sind, trotz der doch relativ hohen Zahlen, froh, uns so entschieden zu haben.

Kritikwürdig war dann, finde ich, dass weder der Reifendruck überprüft wurde noch die Räder gesäubert wurden (wäre doch ein netter Kundendienst bei dem Preis). Und dass wir nach einiger Zeit noch einmal vorbeikommen sollen, um die Bremsen überprüfen und anpassen zu lassen, habe ich erst erfahren, als wir Uschis Rad abholten. Netterweise ist das dann für uns sogar kostenfrei!!!

Wir holten die Räder auf die gleiche Art ab wie wir sie hingebracht hatten und verpackten sie mal vorsichtshalber für den Winter. Und wirklich haben wir sie kein einziges Mal benutzt und erst in Freiburg wieder ausgepackt.

WinterpauseFrühlingserwachen
Bei der ersten Einkaufsfahrt machte meine Lenkertasche dann nach dem Bestücken den Abgang! Zum Glück war da die Lampe, die sie aufhielt. Was war los? Nicht lose, sondern gar nicht mehr vorhanden war der Befestigungsdraht der Halterung, die bei der Montage des neuen Vorbaus wohl abgebaut werden musste. Das hat der Monteur dann entweder vermurkst oder er hatte keine Lust auf die Fummelei! Wir hatten es leider nicht rechtzeitig bemerkt. Also auf zum Fahrradladen „Criterium“ in Freiburg! Dort war man sehr bemüht und organisierte den nötigen Draht für €10,95. Man hätte ja auch einfach behaupten können, dass ich die gesamte Halterung neu kaufen müsse (über €40). Bei der Gelegenheit ließ ich auch gleich noch die Schraube kürzen, die den wiederbefestigten Spritzlappen am neuen hinteren Schutzblech hielt. Die war nämlich so lang, dass sie innen am Reifen schabte, was dem Reifen auf Dauer wohl nicht so gut getan hätte. Da inzwischen auch die Fahrradlampe ihren Dienst quittiert hatte (!), wurde ich insgesamt noch einmal €45,95 los. Aber nun ist hoffentlich alles in Ordnung!!!  

Ein echtes Beispiel von Schrotträdern wurde uns im Sommer 2013 mal in Tofino auf Vancouver Island geboten. Die amerikanische Art des Fahrradtransports ist für Europäer ja mehr als gewöhnungsbedürftig, wie wir „hier“ schon anschaulich berichtet haben. Die Räder werden irgendwie am PKW, Bus oder Wohnmobil befestigt, gerne auch einfach hochkant an der Heckleiter. Als wir an einer Bushaltestelle warteten, bog forschen Tempos ein Wohnwagengespann in die Zufahrt zum Campingplatz ein und schleifte funkensprühend seine (5!) abgefallenen Fahrräder auf der Straße hinter sich her. Mindestens zwei davon waren wirklich Schrott!

20 'Crystal Cove Beach Resort' Tofino

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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Fernreisemobile und weitere Schönheiten

 

Die meisten der Fernreisemobile, die beim Seabridge-Treffen in Bad Dürrheim zu bestaunen waren, haben wir euch ja schon vorgestellt. Und auch den ganz besonderen Rundhauber, der jetzt mit seiner Besatzung auf Eltern-Zeit-Reise in Morokko unterwegs ist, siehe “hier”. Während unserer Zeit in Freiburg trudelten aber noch so einige außergewöhnliche Fahrzeuge ein. Freiburg als Stadt ist ja etwas alternativ und besonders und zieht offenbar auch in besonderem Maße alternative und besondere Menschen mit ihren rollenden Behausungen an.

alte SchätzchenDüdo

Rundhauber 328Rundhauber 328Rundhauber 328Rundhauber 328Rundhauber 328Rundhauber 328Rundhauber 328Rundhauber 328Rundhauber 328

Fernreisemobil

SaurerSaurerSaurerSaurer

Rundhauber 710

P. S.: Wer alte Autos so liebt wie wir und jetzt Lust auf mehr bekommen hat, dem empfehle ich unser Album „Nordamerikanische LKW und sonstige Vehikel“ aus unserem USA/Kanada-Blog.

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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Stifterhof Östringen

4. Mai

Burgturm Meine Fahrt ins Blaue nach meinem Zahnarztbesuch am Montag, die ja eher eine ins Grüne oder Bunte war, führte mich unerwarteterweise an einem idyllischen alten Burgturm vorbei. Dahinter lag ein großes Anwesen. Kurzentschlossen drehte ich um und fuhr in den “Schlosshof” hinein. Zwei junge Männer standen an einem PKW und ich sagte ihnen, dass ich absolut keine Ahnung hätte, wo ich sei, aber gerne Fotos machen würde, ob das okay sei. Sie hatten kein Problem damit und so sah ich mich um. Ein Haupthaus, mehrere Wirtschaftsgebäude oder Stallungen waren im Karree angeordnet, aus einer großen Tonne stieg Rauch auf, alles sah alt, aber nicht heruntergekommen aus. Keine Menschen, keine Tiere. Ich machte meine Fotos.

StifterhofStifterhofStifterhofStifterhofBrunnenKellerfensterBriefkasten a. D.

Einer der beiden Männer war inzwischen weggefahren, der andere werkelte in einem Schuppen und als ich ihn fragte, was das hier sei oder mal gewesen sei, erklärte er mir, dass es früher mal ein Kloster war und jetzt der land- und forstwirtschaftlichen Forschung durch das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung (LGL) dient. Wikipedia & Co. wusste dann natürlich mal wieder mehr. Die markante Hofanlage wurde auf den Grundmauern des im 12. Jahrhundert dort erbauten Benediktinerklosters Wigoldesberg errichtet. Die Geschichte der heute zu Östringen gehörenden Siedlungen Odenheim, Tiefenbach und Eichelberg war eng verknüpft mit dem Kloster. Für die wirtschaftliche Entwicklung spielte der Weinbau, den die Mönche hier einführten, eine große Rolle. Im Jahre 1496 wurde das Kloster in ein weltliches, freiadliges Ritterstift umgewandelt (daher der heutige Name). Vorhanden sind noch zwei Rundtürme in Bruchsteinmauerwerk mit Rundbogenfries der alten Umfassungsmauer sowie Gebäudereste von Verwaltungs- und Wirtschaftsbauten des 15. Jahrhunderts und der in den 1840er-Jahren eingerichtete Gutshof (Meierei). Von der viel größeren Klosteranlage ist leider nichts mehr erhalten. Trotzdem hat dieser Ort eine ganz besondere Ausstrahlung, wie es geschichtsträchtige Orte ja so oft haben.

StifterhofStifterhofStifterhofStifterhofStifterhof

written by Ingrid
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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Kurzer Zwischenstopp

 

Eisenbahn-Freunde Bad Schönborn Wir sind seit Sonntag zurück in Bad Schönborn, wo wir von November bis Anfang März überwintert haben. Obwohl wir nur 2 Monate weg waren, sieht es hier, der Jahreszeit entsprechend, schon wieder ganz anders aus. In Bad Dürrheim (670m) blühte zwar auch schon ganz viel, aber hier, im Heidelberger Raum (115m), ist es noch einmal anders. Blühende Kastanien, blühender Flieder, blühende Apfelbäume, blühender Raps in seinem unvergleichlich leuchtenden Gelb, Unmengen von Gänseblümchen auf den Wiesen, die noch kein erstes Mal gemäht worden sind. Wir sind noch einmal kurz hier, weil ich noch ausstehende Zahnarzt- und Physiotherapietermine wahrnehmen möchte. Und dann müssen wir all die Kleinigkeiten, die wir den Winter über schon für Boxi im Internet bestellt haben, bei Uschis Sohn aus dem Keller holen, wo wir sie zwischengelagert haben, da unsere Heckgarage VOLL ist.

Montag also Zahnarzt! Ich machte einen kleinen Umweg, um zu Flitzi zu gehen, der hier ja leider nicht auf dem Stellplatz stehen darf, sondern auf dem benachbarten öffentlichen Parkplatz parkt, immerhin in Sichtweite. Neben der Eisenbahnanlage der “Eisenbahn-Freunde Bad Schönborn” ist solch ein tolles Rapsfeld und ich erhoffte mir ein Motiv für ein neues Headerfoto. 4. Mai (3)Der Raps war aber zu weit weg und ein Eisenbahn-Headerfoto hatten wir ja schon mal. Direkt daneben stand allerdings ein nettes Fotomotiv. Die Kasse bzw. der Hinweis darauf steht schon, von den Verkaufsobjekten ist aber noch lange keine Spur! Im letzten Herbst sah es dagegen so aus und da machte das Schild dann auch Sinn:

September 2014September 2014

 

 

 

 

Schon auf dem Parkplatz in der Nähe von der Zahnarztpraxis ein Blütentraum!!!

4. Mai4. Mai

Die Hauptstraße durch Östringen gesäumt von blühenden Kastanien.

4. Mai4. Mai  

Im Treppenhaus auf halber Höhe fiel mein Blick wieder auf den netten Zugang zum Hof, den ich bereits im Januar fotografiert hatte. Auch hier, logischerweise, ein kleiner Unterschied, aber gar nicht mal so gravierend:

4. Maiim Winter

Nach erfolgreicher Behandlung hatte ich eine Belohnung verdient, fand ich und fuhr noch ein wenig einfach drauflos. Meine Fotoausbeute, bei der dann auch unser neues Headerfoto dabei war:

4. Mai4. Mai4. Mai4. Mai4. Mai4. Mai (neues Headerfoto)

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