Sieben elendiglich lange Tage

 

Bitte lest euch durch, was hinter dem Link ist:

https://mailings.foodwatch.de/m/14103133

Eine weitere, nicht zu unterschätzende Folge dieses Verbrechens an der Menschheit! Es ist unvorstellbar für mich und nur schwer auszuhalten, dass man dieses Regime nicht stoppen kann. Wir sind dazu verdammt, mit anzusehen, wie unschuldige Menschen beider Länder getötet werden und ihre Lebensgrundlagen vernichtet werden. Wie kann das in der heutigen Zeit noch passieren??? Wie kann ein einzelner Mensch die Macht haben, so viel Leid zu verursachen? Und wie kann er das vor sich selbst verantworten? Und wie ist es möglich, Menschen so zu manipulieren oder zu zwingen, dass sie dieses verwerfliche Tun unterstützen? Weil sie ebenfalls mit dem Tod bedroht werden?

So viele Fragen, so viele Gefühle – und ob es für die Welt ein gutes Ende nimmt, wissen wir alle nicht!

Sturmschaden

Hier wird es erst einmal still bleiben. Unter den derzeitigen Umständen erscheint mir alles, was ich erzählen könnte, viel zu banal. Wir werden auf unbestimmte Zeit hierbleiben, gedacht zunächst „nur“ wegen der Pandemie, jetzt zusätzlich wegen dieses Wahnsinns. Es gibt also auch nichts zu berichten, weil wir nichts erleben. Weinendes Smiley

Passt auf euch auf und bleibt gesund!

written by Ingrid
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Ylenia und Zeynep

 
 
Während ich diesen Text schreibe, rollt das Orkantief „Zeynep“ von den Niederlanden über Norddeutschland. Noch ist es zahm, aber vom letzten Tief vor zwei Tagen wissen wir schon, was uns erwartet. Und diesmal soll es noch heftiger werden! Erstauntes Smiley Wir sind am Mittwoch vorsichtshalber innerhalb des Platzes umgezogen, weg von allen Bäumen, die, wenn sie entwurzelt werden, auf unsere Fahrzeuge fallen könnten. Dass so etwas passieren kann, habe ich mit meinem ersten Wohnmobil im Spanienwinter 2006/07 erlebt und das brauche ich nicht noch einmal! Damals habe ich voller Überzeugung behauptet: „Hier fällt kein Baum um!!!“. Tja, der einzige Baum, der auf dem gesamten Campingplatz dann doch umfiel, stand einen Meter neben meinem Mobil. Das war unser Glück, er konnte nicht „Anlauf“ nehmen, sondern rutschte „nur“ an der Breitseite entlang bis zum Boden. Die Schäden hielten sich in Grenzen.
Wir stehen so, dass die Sturmböen unsere Fahrzeuge von hinten treffen, das minimiert das Schaukeln etwas. Trotzdem stellen wir uns auf eine weitere unruhige Nacht mit wenig Schlaf ein. Am 29. Januar gab es schon einmal eine Sturmflutwarnung für die deutsche Nordseeküste mit 2 Meter Hochwasser und entsprechend trat auch die Elbe über ihre Ufer. Uschi ging in einer Regenpause Fotos machen, da lief das Wasser seit zwei Stunden schon wieder ab. Es sah trotzdem beeindruckend aus. Zum Vergleich machte ich am übernächsten Tag Fotos vom Normalzustand, abgesehen von dem ganzen angeschwemmten Treibgut. In Ermangelung anderer Neuigkeiten präsentiere ich sie euch hier. Und wir hoffen sehr, dass wir keine weiteren spektakulären Fotos machen müssen!!! Gekreuzte Finger

HochwasserHochwasserdanachHochwasserHochwasserdavorHochwasserdanachHochwasserdanachHochwasserHochwasserHochwasserdanachdavor

Passt auf euch auf und bleibt gesund!

written by Ingrid
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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Nachtrag

 
 
Ich hatte ja im letzten Artikel vor zwei Wochen darum gebeten, dass mir mal jemand seine Energiekosten mitteilt, weil es mich interessiert, ob bzw. wieviel wir mit unserer mobilen Lebensweise mehr bezahlen als die immobilen Mitmenschen. Einer unserer Freunde hat sich dankenswerterweise die Mühe gemacht, seine Kosten der letzten drei Jahre zu ermitteln. Allerdings ist seine Energiequelle nicht Gas, sondern Heizöl. Das bedeutet, dass nur Heizung und Warmwasser betroffen sind, nicht aber, wie bei mir, auch Kühlschrank und Herd/Backofen. Ich musste also noch heftig hin und her rechnen, alles auf Basis meiner diversen Infodaten (Verbrauch Kühlschrank, Heizung etc.). Mein Buchhalter-Gen freute sich! Smiley mit geöffnetem Mund

Zunächst aktualisierte ich meine Jahresübersicht und errechnete die monatlichen Durchschnittswerte der letzten zwei Jahre, sodass ich auf insgesamt fünf Jahre zurückgreifen konnte. Im Vergleich musste ich an einigen Stellen schätzen oder Mittelwerte einsetzen (z. B. sehr schwankende Gasflaschenpreise), aber letztendlich stellte sich heraus, dass ich mindestens dreimal so viel bezahlen muss(te) als er. Natürlich unter Berücksichtigung unserer sehr unterschiedlichen Wohnraumgrößen! Zwinkerndes Smiley

Diese Beurteilung erhärtete sich durch einen Fernsehbeitrag über die aktuell gestiegenen Energiekosten und ihre Auswirkungen für Mieter und Haus-/Wohnungsbesitzer. Es war die Rede davon, dass der Preis für eine Kilowattstunde für Privatverbraucher in der Vergangenheit bei knapp 5 Cent lag und sich jetzt teilweise verdreifacht hat. Der Brennwert einer 11-Kilo-Gasflasche wird mit ~140 kWh angegeben. Im günstigsten Fall kostet mich bei einem Flaschen(füllungs)preis von €20 die Kilowattstunde also 14,2 Cent, im (bisher) teuersten von €32 wären es schon 22,8 Cent. Also bezahle ich schon immer mindestens das dreifache vom immobilen Verbraucher! Da zahlt es sich einmal mehr aus, dass mein interner Lebensraum so viel kleiner ist. Smiley

Etwas ausgleichen kann ich diese viel höheren Betriebskosten durch Stromeinsparungen durch Solarnutzung. Ich nutze zwar i. d. R. „Landstrom“, d. h. ich stecke mein Stromkabel an eine Steckdose der jeweiligen Campinglocation an, weil meine Kaffeemaschine nur mit 230 Watt funktioniert, aber ich habe die Möglichkeit, einen Schalter zu betätigen, der den Landstrom nur auf die Steckdosen und den Kühlschrank beschränkt. Letzterer wird aber ausschließlich mit Gas betrieben (außer der Strom ist pauschal im Übernachtungspreis enthalten wie jetzt gerade), weil der Betrieb mit Strom ca. 3kWh (€1,50-€3,00 je nach den Preisen des Platzbetreibers) verbraucht. Das konnte ich mal wieder gut überprüfen, als mein Kühlschrank im letzten Winter über Monate nicht mehr mit Gas funktionierte und Oscarlotta an einem Strombezahlautomaten hing. Der Betrieb mit Gas kostet dagegen nur (je nach dem Gaspreis) zwischen 69 Cent (€20/Füllung) und €1,10 (€32/Füllung). LPG ist noch einmal preiswerter. Also selbst beim bisher höchsten Gaspreis ist der Kühlschrankbetrieb immer noch preiswerter als der Betrieb mit Strom beim preiswertesten Stellplatzpreis von €0,50/kWh (Standard ist inzwischen €0,60/0,70).

Ich schalte also, wann immer die Wetterlage es zulässt, den Landstrom weg und lasse meine Aufbau-Akkus mit Solarenergie laden, im Sommer fast ausschließlich. Das reduziert meine durchschnittlichen monatlichen Kosten, gemittelt über die letzten fünf Jahre, auf ziemlich genau €20.

So, genug der Statistik und Buchhaltung! Verwirrtes Smiley

Lockdown-Notquartier

Wir sind seit zwei Wochen in unserer „Lockdown-Eventualunterkunft“ weitab jeglicher Menschenansammlungen. Die Infektionszahlen steigen täglich in immer unfassbarere, nie vorstellbare Höhen. Da davon auszugehen ist, dass die Nachverfolgung schon länger nicht mehr funktioniert, weil nicht mehr nur die Gesundheitsämter an ihren Leistungsgrenzen sind, sondern auch die Labore und es inzwischen nicht mehr ausreichend Testmaterial gibt bzw. es rationiert/priorisiert werden muss, ist die Dunkelziffer nicht abschätzbar. Wenn man sich daran erinnert, mit welchen rigorosen Restriktionen vor einem Jahr bei wesentlich niedrigeren Inzidenzen seitens der politisch Verantwortlichen agiert wurde, ist es schon verwunderlich bis irritierend, wie die aktuelle Situation ist. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass man sich immer noch verwundert die Augen reibt, dass dieses verdammte Virus einfach nicht aufgibt! Erstauntes Smiley

Aber vielleicht ist es auch so, dass man die Pandemie mit den Überschwemmungen im letzten Sommer vergleichen muss. Man wird von Fachleuten, die es wissen müssten, vor einer bedrohlichen Situation gewarnt. Vielleicht rechtzeitig, vielleicht auch nicht. Einige Menschen verfallen in Panik und Hektik, andere in Schockstarre und wiederum andere glauben nicht daran, dass es so schlimm kommen könnte wie es vorhergesagt wird. Das Wasser/das Virus kommt und nimmt sich das, was es kriegen kann. Das, was nicht geschützt wurde/nicht geschützt werden konnte, wird sofort zum Opfer. Alles andere wird unter Aufbietung aller zur Verfügung stehenden Kräfte weiterhin vor der Vernichtung zu schützen versucht. Über einen sehr langen Zeitraum. Aber die Kräfte schwinden und die bedrohende Gewalt (Wasser/Virus) hört nicht auf, sondern wird immer stärker. Irgendwann kommt dann der Zeitpunkt, wo man nicht mehr standhalten kann. Dann werden Fundamente unterspült und ganze Häuser brechen weg! Gut, wer wenigstens sein Leben retten kann. Um nichts anderes ging es von Anfang an auch in dieser Pandemie. Kollateralschäden sind nicht zu vermeiden, viele werden am Ende ohne „Haus“ dastehen. Aber sie werden sich glücklich schätzen, noch am Leben zu sein. Andere, denen ihr Leben auf andere Weise wertvoll war und die selbstbestimmte Risiken eingehen, werden erkranken und, wenn sie Pech haben, auch schwer mit noch nicht abschätzbaren Spätschäden oder mit dem Endergebnis Tod. Die grundlegende philosophische Frage, gebe ich dem Leben mehr Jahre oder den Jahren mehr Leben. Betrifft die Entscheidung nur den jeweiligen einzelnen Menschen, sollte das jeder für sich entscheiden dürfen. In einer Pandemie ist das anders. Jede vorausschauende, gemeinschaftsverträgliche Entscheidung hilft allen anderen, jede egoistische, selbstherrliche Entscheidung schadet allen anderen. Und dann kann man sich mit aller Kraft gegen das Wasser/Virus stemmen, es wird doch stärker sein, weil die Abwehr nicht ausreicht, weil nicht genügend Menschen mitgeholfen haben. Und leider und ungerechterweise trifft es auch diejenigen, die absolut keine Schuld haben. Enttäuschtes Smiley

Wir werden hierbleiben, bis es Entwarnung gibt. Nein, das ist nicht das, was wir uns wünschen würden. Aber wir wollen versuchen, zu den 50% zu gehören, die sich nicht infizieren. Ich kann nur für mich sprechen, aber ich habe das Gefühl, meinen Jahren noch nicht genug Leben gegeben zu haben. Müdes Smiley

Der noch ausstehende Blogbeitrag zwischen Husum und hier liegt schon auf Halde und kommt nächsten Samstag. Danach könnte es eine längere Blogpause geben. Aber wer weiß…

Ach ja, ich höre schon einige von euch sagen: „Aber der Verlauf von Omikron soll doch viel milder sein!“ Vielleicht schaut ihr euch mal die nachfolgende Übersicht der WHO und die medizinische Definition von „mild“ an!
 
Kaffeepause

Passt auf euch auf und bleibt gesund!

written by Ingrid
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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Graue Stadt am Meer

 
 
LoofNachdem Friedrichstadt ja ins Wasser bzw. in den Matsch fiel, fuhren wir sofort zu unserem nächsten angepeilten Ziel weiter, nämlich nach Husum, nur 17km entfernt. Auf der Strecke lagen alle benötigten Lebensmittelläden, sodass wir erst einmal versorgt waren. Außerdem gehört zu dem Wohnmobilstellplatz der Fischladen „Loof“ und der Preis für die erste Nacht beinhaltet einen Verzehrgutschein über €2. Danach kostet jede weitere Nacht €10, das ist noch günstig. Allerdings ist der Platz auch eher einfach gehalten, die einzelnen Parzellen werden durch Bahnschwellen abgetrennt, über die man im Dunkeln gerne mal stolpert und sich im schlimmsten Fall Beine oder Arme bricht. Genau das sollte man im Moment ja nicht und so waren wir doppelt vorsichtig! Die Plätze sind so groß oder klein wie (fast) überall. Im Winter egal, im Sommer weniger, aber der Platz ist auch nicht als Urlaubsplatz gedacht, sondern um sich Husum anzusehen. Dafür liegt er ideal, man muss nur einmal über die Hauptverkehrsstraße (dass es auch eine Fußgängerunterführung gibt, haben wir irgendwann auch entdeckt!) und ist schon beim Fischhaus „Loof“. Dort musste man in früheren Jahren die Stellplatzgebühr bezahlen, jetzt erledigt man das im benachbarten Hotel, was ebenfalls zum Loof-Imperium gehört. Im Fischhaus kann man sehr gut essen, im Erdgeschoss bistroartig, in der 1. Etage eher restaurantmäßig. Außerdem gibt es einen sehr umfangreichen Fischverkauf, von rohem Fisch über geräucherten bis zu Fischbrötchen und einer riesigen Menge an leckersten Fischsalaten. Wir haben die Möglichkeiten genutzt! Smiley mit geöffnetem Mund

LoofLoofLoof

In Husum waren wir das letzte Mal vor zwei Jahren, auch in der Vorweihnachtszeit und so wussten wir, wie besonders hübsch das Städtchen dann ist. Auch der Weihnachtsmarkt war aufgebaut und durfte betrieben werden und wirklich überall wurde kontrolliert, ob man geimpft oder genesen oder getestet ist.

WeihnachtsmarktWeihnachtsmarktWeihnachtsmarkt

Für Unsicherheit sorgte für einige Tage, ob Herr Günther, der MP von Schleswig-Holstein, seine Ankündigung, ab dem 15. Dezember 2G+ für Beherbergungsbetriebe einführen zu wollen, wahr machen würde. Einige andere Bundesländer hatten inzwischen beschlossen, Menschen mit Boosterimpfung bei 2G+ auszuschließen und zunächst konnte uns auch niemand verbindlich sagen, wie oft man sich testen lassen müsste. Sogar im Testzentrum im Shoppingcenter in der Stadt war von alle 24 Stunden die Rede. Wir waren uns einig, dass wir nach Niedersachsen zurückfahren würden, sollte es dazu kommen. Jeden Tag bei welchem Wetter auch immer in die Stadt latschen und den Testnachweis im Hotel vorlegen, dazu hatten wir effektiv keine Lust. Verwirrtes Smiley Zum Glück einigten sich die Gesundheitsminister aller Bundesländer dann auf den Verzicht von 2G+ für Geboosterte. Bei allen, die sich testen lassen müssen, ist es wieder von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. So hätten wir uns nur einmal bei Anreise („einchecken“) testen lassen müssen und dann nicht mehr (nicht sinnvoll, weil man ja schon einen Tag später positiv sein kann) und in Niedersachsen alle 72 Stunden (sinnvoll, weil dadurch eventuelle nachfolgende Infektionen bemerkt worden wären). Wir beschlossen also, bis über den Jahreswechsel in Husum zu bleiben.
 
Es wurde für ein paar Tage richtig kalt!

Stellplatz LoofHafenHafenInnenhafen

Da es auf dem Platz keinen Gasflaschenverkauf gibt, räumten wir alle drei Tage unsere Fahrzeuge fahrbereit und fuhren zur nur 1,2km entfernten Tankstelle, um LPG nachzutanken. Uschi kann aus Platzgründen ja nur 5-Kilo-Flaschen nutzen (die Tankflasche hat die gleiche Größe) und interessanterweise verbraucht sie im selben Zeitraum flaschenmäßig genausoviel wie ich in Oscarlotta, kilo- bzw. litermäßig aber nur die Hälfte. Aber ihr Wohnraum ist ja auch wesentlich kleiner als der von Oscarlotta und hier wird noch jede Menge Stauraum mit beheizt. Unsere Heizkosten im Dezember beliefen sich dann auch entsprechend auf knapp €69 bei Uschi und meine auf €160. Bei mir läuft allerdings auch der Kühlschrank über Gas, bei Uschi nicht. Sagt uns bitte mal jemand mit Wohnung oder Haus, möglichst mit Wohnflächenangabe, wieviel ihr im Winter oder im Jahresschnitt an Gaskosten habt, falls ihr damit heizt? Das würde uns mal interessieren!

Stellplatz LoofStellplatz LoofStellplatz LoofStellplatz Loof

Husum, die graue Stadt am Meer, verwöhnte uns mit einigen sonnigen Tagen, die wir für längere (Uschi) und kürzere (Uschi und ich) Spaziergänge nutzten.

sonnigsonnig
In entgegengesetzter Richtung zur Stadtmitte kann man bis ans Meer laufen und draufschauen, wenn es denn gerade da ist. Zwinkerndes Smiley Ich habe es jeweils nur bis zur Hafenein-/ausfahrt geschafft. Am Heiligen Abend war der Hinweg noch erträglich, aber der Rückweg mit eisigem Wind von vorne grenzwertig.

zum Hafenzum Hafenzum Hafenzum Hafenam Hafenam Hafenam Hafenam Hafenam Hafen

grauDie grauen Tage machten wir entweder zu Höhlentagen oder gingen mit Anbruch der Dunkelheit in die Stadt, Lichter gucken. Schön!

graue Stadt - ganz buntgraue Stadt - ganz buntgraue Stadt - ganz buntgraue Stadt - ganz bunt

Am 1. Weihnachtstag schafften wir es auch endlich mal zum Husumer Schloss und in den Schlossgarten und waren sehr angetan. So schön, dass alles wie von Puderzucker bestäubt aussah! Verliebt

zum SchlossSchlossSchlosszum SchlossTheodor StormSchlossSchlossSchlossparkWasserturmTorhausTorhausTorhaus

Der Jahreswechsel verlief relativ ruhig und, wie immer bei uns, völlig unspektakulär. Natürlich mit leckeren Fischsalaten zu Pellkartoffeln vom Fischhaus „Loof“. Um Mitternacht wurde in der Stadt und am Fischereihafen geböllert, aber bereits nach einer guten Viertelstunde war es wieder ruhig. Gut für Mensch, Tier und Umwelt.

Deko

Den Neujahrstag verbrachten wir noch in unseren Höhlen (Husum, graue Stadt am Meer) und am Sonntag ging es etwas wehmütig weiter… Im Falle eines erneuten Lockdowns, der ja noch nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann, hätten wir dort nicht bleiben können. Und dort, wo wir bleiben können, falls, müssen wir rechtzeitig da sein.

Passt auf euch auf und bleibt gesund!

written by Ingrid
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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Frohes Neues!?!?

 
 
sonnig
 
eisig
 
Eines Tages kam eine Professorin in das Seminar und kündigte einen Test an. Sie verteilte das Aufgabenblatt wie üblich mit der beschrifteten Seite nach unten. Dann forderte sie ihre Studenten auf, das Blatt umzudrehen und zu beginnen. Zur Überraschung aller standen auf dem Zettel aber keine Fragen – zu sehen war nur ein schwarzer Punkt auf der Mitte des weißen Papiers.
Nun forderte die Professorin die Hochschüler auf: „Notiert bitte, was ihr auf dem Blatt seht!“ Die Studenten waren irritiert, nahmen die Aufgabe aber in Angriff. Am Ende der Stunde sammelte die Professorin alle Blätter ein und schaute sich die Antworten an. Diese begann sie dann laut vorzulesen. Die Studenten hatten ausnahmslos den schwarzen Punkt beschrieben: seine Position in der Mitte des Blattes, seine Lage im Raum, das Größenverhältnis zur Seite etc…
Die Professorin lächelte und erklärte: „Ich wollte euch eine Aufgabe zum Nachdenken geben. Niemand von euch hat etwas über den weißen Teil des Blattes geschrieben. Jeder konzentrierte sich auf den schwarzen Punkt – und das Gleiche geschieht häufig in unserem Leben. Wir haben ein weißes Papier erhalten, um es zu nutzen und zu gestalten, aber wir fokussieren uns auf die dunklen Flecken.
Nehmt die dunklen, schwarzen Punkte wahr, doch richtet eure Aufmerksamkeit in erster Linie auf das helle, weiße Papier. Erst dadurch werdet ihr euch der Möglichkeiten in eurem Leben bewusst. Teilt die freudigen Momente, das Helle in eurem Leben auch mit anderen Menschen!“
(Verfasser unbekannt)

 

Alles hat seine Zeit und seine Schönheit, sogar das Dunkle, siehe unsere Vergleichfotos. Wir haben die Wahl, was wir sehen wollen.

ALLES GUTE FÜR 2022!!!

Passt auf euch auf und bleibt gesund!

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It’s beginning to look a lot like Christmas

 
 
Nachdem unser Hoffen und Bangen am Dienstagabend dann doch ein gutes Ende nahm und wir Schleswig-Holstein nicht verlassen mussten, gibt es nichts weiter zu berichten. Das ist uns in der derzeitigen Situation ganz recht. Wir stehen gut da, wo wir stehen, und müssen unsere Fahrzeuge nur bewegen, wenn wir Gas tanken müssen, also alle 3-4 Tage. Ich könnte das Intervall vergrößern, wenn ich meine zwei Campinggasflaschen mit in Dauerbetrieb nehmen würde, aber dann müsste ich zum Tauschen drei Kilometer weiter fahren und würde auch bei OBI immer noch 8 Euro mehr bezahlen, pro Flasche, versteht sich. Enttäuschtes Smiley Da fahre ich lieber öfter die 1,2km zur Tankstelle und nutze das Campinggas nur als Reserve, da erfahrungsgemäß eine Gasflasche ja immer mitten in der Nacht leer wird.
Wir werden bis über den Jahreswechsel hierbleiben und dann entscheiden, wie es weitergehen soll oder kann…

 
Vielleicht können wir euch ja mit ein paar adventlich vorweihnachtlichen Fotos eine kleine Freude machen!
 
Vorweihnachtszeit
 
VorweihnachtszeitVorweihnachtszeit
 
Vorweihnachtszeit
 
VorweihnachtszeitVorweihnachtszeit
 
Vorweihnachtszeit
 
VorweihnachtszeitVorweihnachtszeitVorweihnachtszeit
 
Vorweihnachtszeit
 
Wenn das jetzt immer noch nicht geholfen hat, euch in Weihnachtsstimmung zu bringen, dann hört euch doch einfach unseren Beitragstitel an! Smiley
 

 
Songtext
 
written by Ingrid
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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Nicht mein Tag!!!

 
 
Eigentlich fing es ganz normal an. Gut, das Wetter konnte sich nicht entscheiden, ob es regnen oder schneien wollte und mein Stromkabel war kaltgefroren, nass und schmutzig, aber so ist es nun mal im Dezember.

Dezemberwetter

Uschi war schon vorgefahren, unser nächstes Ziel war Friedrichstadt. Dort waren wir 2015 auf dem Campingplatz gewesen, diesmal wollten wir auf den Wohnmobilstellplatz, der so überschwänglich beworben wird. Auf der Strecke zur Autobahn kam ich wie beabsichtigt an der ESSO-Tankstelle vorbei, an der Uschi schon LPG getankt hatte. Ich wusste also, wie ich am besten reinfahren sollte und wo die LPG-Säule ist. Das ist immer gut, damit ich mit Oscarlotta nicht noch groß rangieren muss. Und ab jetzt lief es nicht mehr so gut! Als ich zielstrebig auf der richtigen Spur durchfahren wollte, kam von der anderen Seite ein PKW, hielt an einer Zapfsäule für Benzin/Diesel und schon reichte die Durchfahrtsbreite für mich nicht mehr! Also musste ich ganz rechts durchfahren und am Ende drehen, damit ich mit der Beifahrerseite an der LPG-Säule stehen würde. Zum Glück war Sonntagmittag und nicht viel los. Jetzt hatte ich zwar die Seite, an der die Zapfpistole nicht auf meinen Tankflaschenanschluss passte, aber der Schlauch von der anderen, richtigen Seite war lang genug. Ich schraubte die Pistole auf, arretierte sie und drückte den Totmannknopf. Es passierte – nichts! Bein zweiten Versuch auch nicht und nach dem dritten ging ich in den Kassenraum. Nein, von ihr aus sei alles in Ordnung, ich solle doch noch einmal von vorne anfangen. Ich löste lediglich die Arretierung, arretierte neu und siehe da, es lief! Zwinkerndes Smiley

Nachdem ich ungefähr eine Viertelstunde auf der Autobahn unterwegs war, es schneite leicht, waren urplötzlich alle meine Fehlermeldungen wieder da!!! Sarkastisches Smiley In Textform und als Kontrolllämpchen. Super! Und nun? Zurückfahren oder eine neue Werkstatt (auf)suchen? Oscarlotta fuhr, wie schon beim ersten Mal, unbeirrt weiter. Und es waren insgesamt nur ca. 80 Kilometer. Auf der Landstraße war ich so gut wie alleine unterwegs und plötzlich blitzte es draußen. Mist! Es gab keine Geschwindigkeitsbeschränkung, allerdings war ich ein klein wenig schneller unterwegs als die für Oscarlotta erlaubten 80 Stundenkilometer. Normalerweise nehme ich das schon genau, aber hier war außer uns niemand. Was war das für eine Blitzstation? Für LKW?
Am Stellplatz fuhr ich erst einmal vorbei, weil die Zufahrt beschissen ausgeschildert ist. Sogar Uschi war das passiert! Glücklicherweise kommt nach 150m eine Tankstelle, auf der ich wenden bzw. durchfahren konnte. Uschi hatte dort getankt und nach dem Preis für Campinggasflaschen gefragt, die man dort auch tauschen kann. €32 für eine 11-Kilo-Flasche, für die kleine 5er, die Uschi braucht, €20!!! Haben die sie noch alle? Bei Steinhude hatten wir €20 bzw. €10 bezahlt und zur Zeit reichen uns die Füllungen für etwas mehr als drei Tage. Da werden wir versuchen, bei LPG zu bleiben, das ist zwar auch um einiges teurer geworden, aber mit ca. €17/Füllung (22l) doch noch erheblich preiswerter.

Uschi war zufällig auf dem Weg zum Abfallcontainer und konnte mir ein Schrankenticket ziehen. Die Zufahrt ist so eng und mit Steinen begrenzt, dass ich hätte aussteigen müssen. Sie informierte mich, dass ich unbedingt auf sie warten müsse, damit sie mich in den Platz neben ihr einweist, man dürfe nämlich AUF KEINEN FALL über die Rasenflächen fahren!!! Im Kassenraum prangt ein anschauliches Fotoplakat mit der Bitte, lieber fünf- bis neunmal zu rangieren, ansonsten würde es teuer! Ich rangierte fünf- bis neunmal und wäre letztendlich auch passgenau reingekommen, bloß alleine nie wieder raus! Erzürnt

WarnungPlätze

Auf den Fotos sieht es gar nicht so schwierig aus, es liegen aber überall Felssteine, um den kostbaren Rasen zu schützen und zusätzlich sind Metallstangen in die Erde gerammt mit einem Tennisball auf der Spitze, damit man sich nicht das Fahrzeug verschrammt. Das würde dann nämlich auch richtig teuer. An den Stangen ist auf kleinen Schildern auch vermerkt, ob man vorwärts oder rückwärts einparken MUSS oder ob beides erlaubt ist. Die Schrift ist allerdings so klein, dass man sie nur lesen kann, wenn man ausgestiegen ist. Ich rangierte mit Uschis Hilfe und unter Benutzung des Platzes auf der anderen Seite fünf- bis neunmal wieder heraus und fuhr den letzten Platz in der Kurve an. Dort konnte ich geradeaus hinein- und beim Wegfahren rückwärts geradeaus wieder rausfahren.

EisenstangenEisenstangenEisenstangen

Platz SusiPlatz Susi

Auf der Webseite des Platzes ist von großzügigen Stellplätzen die Rede. Dem würde ich schon einmal widersprechen! Vielleicht für Vans, aber sicher nicht für große Mobile und vor allem im Sommer, wenn alles voll ist, möchte ich dort nicht einparken müssen! Es gibt immer eine Schotterfläche für das Fahrzeug und eine Rasenfläche zum Sitzen. Nachdem es wohl schon eine Schlägerei gegeben hat, weil sich zwei Besatzungen eine Rasenfläche teilen mussten und er einen der Beteiligten ins Krankenhaus fahren musste, Erstauntes Smiley hat der Betreiber sich für die Schilder-Reglementierung entschieden (Uschi hatte am nächsten Tag ein Gespräch mit ihm). Natürlich gelingt es öfter nicht (wie auch?), den kostbaren Rasen zu verschonen, dann wird dieser Stellplatz sofort mit Flatterband abgesperrt. Es gab einige gesperrte Plätze!

gesperrte Plätzegesperrte Plätze

Ob es dann auch teuer geworden ist, wissen wir nicht. Uschi erfuhr im Gespräch, dass es sich nun einmal um Marschland handeln würde! Das wäre im Herbst, Winter, Frühjahr und bei Regen nun einmal nass. Ja, dann muss man die Plätze vielleicht ein wenig (noch!?) großzügiger anlegen und die Zufahrten nicht rechtwinklig mit kaum vorhandenem Rangierspielraum. Übrigens kostet die Übernachtung €15 incl. 2 Personen, aber davon haben wir ja wieder nichts. Zum Vergleich, in der Lüneburger Heide haben wir auf einem Campingplatz Einzelfahrerpreise gezahlt und mit einem Rabatt (7 Nächte bleiben, 6 bezahlen) nur €10, bei einer Stellplatzgröße von 120-140qm!!!

PlatzgrößeMein Platz war so bemessen, dass ich auf der Beifahrerseite noch Platz für meine Trittstufe hatte, aber von der untersten Stufe schon seitlich absteigen musste, um nicht im patschigen Gras zu landen. Auf der Fahrerseite stand Oscarlotta schon auf Kante und zum Anschließen des Stromkabels MUSSTE ich im Schlamm rumlaufen. Ich war mehr als genervt!
Um Strom zu bekommen, muss man zunächst sein Stromkabel an einer freien Steckdose anschließen, sich die Nummer merken und dann mit seinem Schrankenticket in den Info-Raum gehen, der zugepflastert ist mit allen möglichen wichtigen und unwichtigen Infos und muss am Kassenautomaten erst einmal mindestens 5 Euro aufbuchen. Dann muss man an einer anderen Säule mit Display die Taste für seine Steckdosennummer drücken und die aufgeladene Karte vor das Display halten. Wenn das Kontrolllämpchen grün wird, bekommt man Strom. Solange, wie das Guthaben auf der Karte reicht. Je nachdem, wie lange man bleibt, muss man nachbuchen (oder man hat gleich entsprechend mehr aufgebucht) und das Restguthaben bekommt man bei Abreisebezahlung ausgezahlt, ABER NUR, wenn man vorher den Knopf Rückzahlung gedrückt hat! Inzwischen war es dunkel und ich freute mich, dass mein Lämpchen sofort grün wurde! Allerdings zeigte mein Display in Oscarlotta kein Stromzeichen!!! Augen rollendes Smiley Uschi kam helfen, es regnete, sie probierte eine andere Steckdose, das ging aber nicht, weil das Ticket auf die Nummer 8 festgelegt war. Sie nahm die Steckverbindung von Schuko-Stecker zu CEE-Adapterleitung, die wassergeschützt in einer Plastikdose liegt, auseinander und trocknete alles vorsichtshalber. Kein Strom! Ich zog meine Regenjacke wieder an, stapfte durch den Schlamm und kontrollierte die Steckverbindung zu Oscarlotta. Kein Strom! Uschi lief zum Info-Raum, suchte nach einer Telefonnummer und rief an. Man könne eine Steckdose wieder deaktivieren, indem man sein Ticket erneut vor das Display halte, natürlich nachdem man die richtige Steckdosennummer ausgewählt hat. Uschi probierte der Reihe nach alle verfügbaren Steckdosen aus, aktivieren, deaktivieren, aktivieren, ich starrte auf mein Display – kein Strom! Auf der anderen Seite des Platzes gab es eine weitere Säule mit Display und Knöpfen und Steckdosen. Sie zog, in der Hoffnung, dass es reichen würde, mein Kabel um Oscarlotta herum und diagonal über den nächsten Platz und aktivierte die Steckdose, in die sie das Kabel gesteckt hatte. STROM!!!

SteckdosensäuleStromsäule CStromsäule B

SchlammlochWir vermuteten eine defekte Stromsäule, zudem diese in einer großen Wasser- bzw. Schlammpfütze stand. Im kostbaren Rasen, versteht sich. Nein, man ist nicht auf die Idee gekommen, vom Ende der Schotterflächen der beiden zugehörigen Stellplätze ein paar Steinplatten in den Rasen zu legen. Lustigerweise interessieren sich die ansässigen Maulwürfe aber sowas von gar nicht für die Kostbarkeit des Rasens! Sie machen das, was sie artbedingt eben machen, schöne Erdhügel in regel- und unregelmäßigen Abständen. Laut lachen

Friedrichstadt

Wir waren beide genervt und beschlossen, auf Friedrichstadt zu verzichten und am nächsten Tag weiterzufahren. Unter diesen ganzen Bedingungen waren uns €15 einfach zu teuer! Das versprochene kostenfreie WLAN reichte bis zu meinem Platz natürlich auch nicht! Es ist auch nicht so, dass man für das Geld 24 Stunden bleiben darf (wie in Steinhude, die Ankunftszeit ist ja auf dem Ticket gespeichert), sondern man MUSS bis 14 Uhr weg sein, sonst bezahlt man neu. Erzürnt

Ich wollte am nächsten Tag dann wenigstens die als Innovation gepriesene überdachte Ver- und Entsorgungsstation nutzen. Beim Verstauen meines Stromkabels sah ich, jetzt bei Tageslicht, den Hinweis, dass für die Steckdosensäule, an der wir uns vergeblich versucht hatten, nicht die ein paar Plätze weiter stehende Display-Säule zuständig ist, sondern die, an der ich letztendlich Strom bekommen hatte! Das Kabel hätte Uschi also gar nicht umstecken und über die Maulwurfshügel tragen müssen, sondern nur das Ticket vor das (richtige) Display halten! Cooles Smiley

VE-StationIch konnte die VE-Station aus gegebenem Anlass nur anfahren, indem ich eine Platzrunde Richtung Ausfahrt drehte. Alle paar Meter hat man eine Entwässerungsrinne quer durch die Fahrspur gezogen, Schritttempo ist also voreingestellt. Ich hätte die Station von hinten anfahren müssen, dann wäre aber alles auf der falschen Seite gewesen. Also versuchte ich, vorne um die Kurve zu kommen. Das erwies sich als völlig unmöglich, einmal wegen eines Dachüberstandes, aber vor allem, weil ich fünf- bis neunmal hätte rangieren müssen unter Zuhilfenahme der angrenzenden, jetzt im Winter freien Plätze. Ich fuhr Oscarlotta rückwärts hinein und hatte alles auf der falschen Seite! Viel Platz war beidseitig nicht, ich stand mittig und konnte nicht einmal mehr meine seitliche Heckgaragentür ganz öffnen, nur so weit, dass ich gerade eben meinen Schlauch und meine Gießkanne herausholen konnte. Die brauchte ich, um meinen Wassertank zu befüllen, denn auch mein langer Schlauch reichte nicht um Oscarlotta herum. Nun bin ich das Wasser tanken mit Gießkanne ja gewöhnt, die Sonne schien und ich bekam nur kalte Hände. Und ich konnte alles in Ruhe erledigen, weil ich alleine war.
Nach getaner Arbeit ging ich am Automaten bezahlen, bekam tatsächlich mein Strom-Restguthaben ausbezahlt und zwar OHNE dass ich den unbedingt notwendigen Knopf gedrückt hatte, weil ich ihn gar nicht fand! Dann durfte ich die ganze Stellplatzrunde incl. aller Wasserrinnen noch einmal fahren, die Ausfahrt ist direkt hinter der VE-Station, aber rückwärts wollte ich da nun doch nicht raus. Auch hier ist die Zufahrt zur Schranke fast rechtwinklig, sodass es nahezu unmöglich ist, aus dem Fahrzeug heraus sein Ticket in die Säule zu schieben. Wenn ich von meinem Platz aus vorwärts die VE-Station hätte anfahren können (und beim Rangieren nicht auf Stangen, Steine und kostbaren Rasen hätte achten müssen), hätte ich alles auf der richtigen Seite gehabt und hätte schnurgerade auf die Schranke zufahren können. So ist es theoretisch wohl auch gedacht. HÄTTE… Aber immerhin wird man beim Ver- und Entsorgen nicht nass, falls es regnet! Zwinkerndes Smiley

Ich fuhr zur benachbarten Tankstelle, tankte Diesel und LPG und dann machte ich, dass ich weg kam! Ich glaube nicht, dass wir noch einmal auf diesen Stellplatz fahren werden!!!

Passt auf euch auf und bleibt gesund!

written by Ingrid
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Werkstatt- und Corona-Update

 
 
Am Mittwoch hatte ich meinen nächsten und für dieses Jahr hoffentlich letzten Werkstatttermin. Mittwoch war der 1. Dezember und ab diesem Tag galt in Niedersachsen die 2G+-Regelung, u. a. auch für Beherbergungsbetriebe. Der Ministerpräsident, Herr Weil, hatte das so für sein Land entschieden. Ich rief vorsichtshalber bei der Werkstatt an und fragte, ob ich am nächsten Tag schon einen Test mitbringen müsse. In Steinhude gibt es eine Teststation, es wäre also sicher einfacher, mir den Test dort zu holen. Nein, hieß es am Telefon, im Kreis Hannover sei das wohl (?) noch nicht nötig. Wir hatten unsere Weiterfahrt, geplant nach Westerstede, noch verschoben (Uschi wollte schon vorfahren), um abzuwarten, was die MPK am Dienstag ergeben würde. Die war ja nun noch nicht eindeutig und wir hätten noch bis Donnerstag warten müssen. Aber mit Herrn Weils Entscheidung und der Tatsache, dass wir uns in Niedersachsen zweimal die Woche testen lassen müssten, um auf Stell- und Campingplätzen aufgenommen zu werden, beschlossen wir, Niedersachsen zu verlassen. Trauriges Smiley
Ich fuhr, wie geplant, am Dienstag nach unserer Lagebesprechung los, kaufte ein, tauschte eine Gasflasche und war kurz vor halb fünf an der Werkstatt. Mein Übernachtungsplatz vor Tor 1 war schon frei und so freute ich mich, sowohl auf Strom umstellen zu können als auch meine Winterabdeckung des Armaturbereichs einzusetzen. Die bringt eine Menge gegen die Kälte, die vom Motorbereich hereinkriecht. Ich machte es mir gemütlich und war kurz nach zehn im Bett.
 
Diesmal konnte ich Oscarlotta pünktlich um sieben in die Halle fahren. Ich fragte, ob ich auch in der Halle Strom bekommen könnte und so lief einer der Männer mit meinem Stromkabel neben Oscarlotta her. Ich darf in der Werkstatt ja nicht aussteigen. Da ich nicht in Halle 1, sondern doch wieder in Halle 2 fahren sollte, war es etwas umständlicher, da ich ja erst entsprechend weit zurückfahren musste, um „die Kurve zu kriegen“. Es klappte aber gut und ich freute mich darüber, einen oder zwei weitere Kaffee zu bekommen. Smiley
Diesmal arbeitete ein anderer Mechaniker an Oscarlotta und zunächst passierte alles von außen/unten. Irgendwann wurde das Diagnosekabel wieder angeschlossen und später das Motor-Update aufgespielt. Wie erwartet, ließ sich jetzt auch die nicht mehr aktive Fehlermeldung löschen. Daumen hoch
Mein Display, das auf den 1. Januar eines unbekannten Jahres zurückgestellt war, ließ sich nicht bearbeiten (das hatte ich aber schon gemerkt, als ich die Uhrzeit auf Winterzeit umstellen wollte) und auch dieses Problem wurde noch behoben. Und dann waren wir fertig und dabei war es erst 11 Uhr!!! Wieso es denn jetzt doch so schnell gegangen wäre, wollte ich wissen, immerhin war ja von mindestens 4-5 Stunden die Rede gewesen, evtl. auch 7. Und das ohne Motor-Update. Sie hätten am Vortag mal etwas Zeit gehabt und hätten die einzubauenden Teile schon verkabelt. Das nenne ich mal vorausschauenden Service! Überhaupt kann ich diese Werkstatt uneingeschränkt weiterempfehlen.
Es dauerte dann noch eine Stunde, bis ich bezahlen konnte. Das Motor-Update wurde von Iveco kostenfrei zur Verfügung gestellt, die Rückrufaktion kostete mich ja sowieso nichts und so bezahlte ich lediglich ein wenig Arbeitslohn.

Itzehoe

Um kurz nach 12 Uhr war Oscarlotta on tour. Uschi war auf dem Weg nach Itzehoe und ich folgte ihr. Das Wetter war nicht optimal, es regnete immer mal wieder und es war stürmisch. Auf der Autobahn war noch alles einigermaßen gut, aber die letzten 50 km auf der Landstraße bei zunehmender Dunkelheit waren ekelhaft. Es lagen sehr viele plattgefahrene Äste auf der Fahrbahn und ich musste mein Lenkrad krampfhaft festhalten, weil immer wieder unvermittelt Windböen kamen. Ich war froh und dankbar, unversehrt in Itzehoe angekommen zu sein und den mir von Uschi reservierten Platz belegen zu können. Mein Stromkabel reichte so gerade eben bis zur Steckdosensäule! Es gibt offizielle 10 Wohnmobilstellplätze in einem gekennzeichneten Bereich eines riesigen Großparkplatzes/Festplatzes, aber man darf wohl auch auf der Wiese stehen. Das bietet sich jetzt im Winter allerdings nicht an, es ist auch so schon alles recht nass und pfützig. Das Städtchen ist nett, wir machten am Donnerstag einen schönen Stadtbummel und gingen vorsichtshalber nach Monaten mal wieder zum Friseur, solange die 2G+-Regelung hier nicht gilt.

Itzehoe

Und dann kam die Nachricht, dass Herr Günther, der MP von Schleswig Holstein, sich solidarisch erklären will und ab dem 15. Dezember eine 2G+-Regelung für Beherbergungsbetriebe, also auch Camping- und Stellplätze, einführen wird. Erstauntes Smiley So ein Mist!!! Jetzt waren wir extra nach SH geflüchtet, dem Bundesland mit den niedrigsten Inzidenzen – und nun das! Wir finden die 2G+-Regelung grundsätzlich ja nicht verkehrt, es ist nur lästig für uns. Wir beschlossen, erst einmal abzuwarten…
Schon am späten Abend kam die Meldung, dass einige Bundesländer 2G+ wieder abschaffen wollen, unter anderem auch Niedersachsen!!! Allerdings nur für Menschen, die schon ihre Booster-Impfung erhalten haben. In Niedersachsen sogar inoffiziell mit sofortiger Wirkung. Das spricht nun wirklich nicht dafür, dass zwischen den Ministerien zweier benachbarter Bundesländer Absprachen stattfinden. Jetzt bleibt abzuwarten, ob Herr Günther seine Ankündigung auch wieder zurücknimmt und wir in Schleswig Holstein bleiben können oder doch wieder nach Niedersachsen zurückfahren müssen. Was für ein Hickhack!!! Haben die Politiker immer noch nicht verstanden, dass es nicht sinnvoll ist, die Bürger mit immer neuen und immer anderen Verordnungen zu verwirren? Verwirrtes Smiley

Passt auf euch auf und bleibt gesund!

written by Ingrid
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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Geschafft!!!

 
 
Boosterimpfung

Uschi hatte vor knapp zwei Wochen per Zufall im Internet gelesen, dass in einer kleinen niedersächsischen Stadt in der Nähe des Steinhuder Meeres ein Apotheker in Eigeninitiative ein erstes Impf“zentrum“ errichten würde. Offenbar hatte er 100 Meter von seiner Apotheke entfernt schon länger in einem Ladenlokal eine Teststation betrieben. Jetzt sollte es heißen „bitte nach rechts zum Testen und nach links zum Impfen“, alles unbürokratisch, für alle, Erst-, Zweit- oder Drittimpfungen, Montag bis Freitag, 10-16 Uhr, ohne Anmeldung. Am nächsten Tag kam die Meldung, dass der Impfbetrieb angelaufen sei und von der Bevölkerung gut angenommen würde. Uschi wäre Ende dieses Monats „dran“ mit boostern, ich erst Heiligabend. Sofort war klar, dass wir unser Glück versuchen würden!
Also fuhren wir zum Steinhuder Meer und heute nach Neustadt am Rübenberge. Dort gibt es sogar einen Wohnmobilstellplatz, kostenfrei, aber ohne alles. Wir nutzten ihn nur als Parkplatz und liefen die kurze Strecke bis in die Fußgängerzone. Eine relativ lange Menschenschlange zeigte uns, dass wir richtig waren. Zum Glück war es trocken, die Sonne schien sogar und es war nicht allzu kalt. Unsere Befürchtung war, dass man uns nicht impfen würde, weil wir keine Niedersachsen sind. Es ging 30 Minuten lang Meter für Meter vorwärts, dann bekamen wir wie alle vor uns Klemmbretter mit den notwendigen Formblättern zum Ausfüllen ausgehändigt, eine junge Mitarbeiterin wollte eine Telefonnummer von uns, einen Ausweis und den Impfpass. Ohne weiteren Kommentar durften wir uns wieder in die Warteschlange einreihen. 1. Hürde geschafft! An zwei Tischen saßen zwei Ärzte, einer offensichtlich schon lange im Ruhestand, und prüften die Unterlagen, fragten, ob die ersten Impfungen Probleme gemacht hätten und ob man noch irgendwelche Fragen habe. Kein Kommentar zu unseren Heimatadressen, auch nicht dazu, dass bei mir erst knapp fünf Monate seit der zweiten Impfung vergangen sind, die dritte Impfung (wieder Comirnaty, also BioNTech/Pfizer) wurde eingetragen und eine junge Ärztin wartete schon, quasi mit der Spritze in der Hand, hinter einem Wandschirm. Smiley mit geöffnetem Mund Zwei Impfwillige gleichzeitig wurden behandelt (es gab noch eine weitere Ärztin, vielleicht auch Apothekerin), welcher Arm wurde abgefragt, Ärmel hoch, Impfstoff rein, Pflaster drauf, fertig! 15 Minuten solle man direkt nebenan warten, es gab einige Stühle und einen Tisch mit einem Wasserspender. Wir nutzten die Zeit, um das digitale Impfzertifikat vom Impfportal Niedersachsen herunterzuladen.
Und dann gab es auf der anderen Straßenseite erst einmal (viel) Kaffee und (wenig) Kuchen!!!

Boosterimpfung

Wir sind sowas von happy! Kuss senden Verliebt So unkompliziert kann es also gehen.

DANKE NIEDERSACHSEN!!!
Hoffentlich macht dieses Beispiel von Zivilcourage und Eigeninitiative Schule!!! Vorbildlich auch, dass auf dem Plakat am Schaufenster außer in deutsch noch in fünf „exotischen“ Sprachen informiert wurde!

Passt auf euch auf und bleibt gesund!

written by Ingrid
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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

SOG

 
 
SOGDa ich gerade so schön erfolgreich dabei war mit Reparaturen an Oscarlotta, schockierte mich nicht allzu sehr, dass das Entlüftungssystem meiner Toilettenanlage seine Arbeit einstellte. Das passierte nicht von einem Tag auf den anderen, sondern hatte sich durch ein um Sekunden verzögertes Einschalten des Ventilators nach öffnen des Toilettenschiebers über Tage angekündigt. Da dies in der Zeit der extremen Kälte geschah, führte ich es zunächst darauf zurück, natürlich ohne es entsprechend begründen zu können. Die Kälte verschwand, das Problem nicht und eines Tages blieb das Ventilatorgeräusch ganz aus! Ich ging auf die Suche und entdeckte relativ schnell ein loses Stromkabel. Ich fummelte es in die Lüsterklemme zurück und es passierte – nichts! Die Drahtenden waren mir schon etwas kurz erschienen, also schraubte ich die Lüsterklemme wieder auf und versuchte, die Isolierung etwas zu kürzen. Das gestaltete sich schwierig, weil die Kabel sehr dünn sind und ich kein passendes Werkzeug hatte. Mit einer Nagelschere versuchte ich, die Isolierung rundherum einzuritzen und hatte dann erfolgreich die innenliegenden Drähte gleich mit durchtrennt. Erstauntes Smiley Nein, so wollte ich das nicht haben! Zum Glück hatte ich genug Kabellänge zum Nachziehen und irgendwann hatte ich in mühseliger Kleinarbeit die Drahtenden weit genug freigelegt. Ich fummelte – siehe oben – und es passierte: nichts!

SicherungBlöd! Eine im Toilettenstaufach direkt sichtbare Sicherung, von der ich nicht wusste, wofür sie da ist, hatte ich schon ausgetauscht. Von einem früheren Totalausfall, der schon viele Jahre zurückliegt, wusste ich, dass es noch eine Sicherung im allgemeinen Sicherungskasten gibt. Die hatten wir damals nämlich gesucht und nicht gefunden und erst ein Telefonat mit der Herstellerfirma von Oscarlotta ergab, dass diese Sicherung zur Beleuchtungsgruppe 3 gehört bzw. als solche beschriftet ist! Da kommt man ja nicht drauf! Verwirrtes Smiley Diese Sicherung war allerdings sichtbar in Ordnung. Jetzt blieben zwei weitere mögliche Ursachen, der Ventilator samt Motor und ein Mikroschalter. Ich machte Fotos, mit der Selfie-Kamera meines iPhones, denn die gesamte Mechanik befindet sich an der Decke des nicht besonders hohen Staufaches (so hoch wie die Toilettenkassette) und nur so konnte ich, wenn auch nur so gerade, sehen, was ich da fotografiere. Ich fand keinen Mikroschalter! Uschi sagte mir, dass dieser bei ihr schon einmal abgebrochen war und sie ihn ersetzen musste und sie beschrieb mir, wie er aussieht. Abgebrochen konnte er bei mir nicht sein, dann hätte ich ihn im Staufach gefunden. Ich drehte ein wenig an dem Hebel, der beim Einschieben der Kassette den Schieber zum Öffnen und Schließen der Kassette betätigt und siehe da, auf den neuen Fotos erschien der Mikroschalter! Er sah unbeschädigt aus und funktionierte offensichtlich. Also doch der Ventilator?

MikroschalterMikroschalter

Ich begab mich auf die Internetseite der Firma SOG. Diese Firma hat in den 1990er-Jahren, soweit ich weiß, als erste am Markt, eine Möglichkeit entwickelt, fest verbaute Campingtoiletten ohne den Einsatz von chemischen Zusätzen geruchsfrei betreiben zu können. Mit meinem ersten Wohnmobil bin ich 1998 extra nach Löf an die Mosel gefahren, um dieses System am Firmensitz nachrüsten zu lassen. Es war damals ein noch ganz kleiner Familienbetrieb. In Oscarlotta haben wir es natürlich schon direkt bei der Bestellung mitgeordert, vielleicht wurde es auch schon serienmäßig verbaut, das weiß ich nicht mehr genau. In all den Jahren hat mich/uns diese Art der chemiefreien Toilettennutzung absolut überzeugt. Das Prinzip ist, verkürzt beschrieben, dass Gerüche aus der Toilettenkassette bei der Benutzung der Toilette mit geöffnetem Schieber durch das automatische Einschalten des verbauten Ventilators durch einen Aktivkohlefilter nach außen geleitet werden. Diesen sollte man einmal pro Jahr austauschen. In meiner „Frieda“ hatte ich in 11 Jahren kein einziges Problem mit diesem System und in den letzten 14 Jahren in Oscarlotta war, wie gesagt, einmal die Sicherung durch. Das spricht für Qualität! Auf der Firmenseite fand ich die Möglichkeit, entweder einen neuen Lüfter zu bestellen oder den alten zur Überprüfung einzuschicken und einen neuen im Austausch zu bekommen. Der Preisunterschied beträgt ca. 20 Euro. Auf den Produktfotos war zu sehen, dass die Kabel nicht mehr in Lüsterklemmen gesteckt werden, sondern in „modernen“ Steckverbindungen sitzen. Ich schickte eine eMail und fragte an, ob man mir bei Austausch des Lüfters zwei zusätzliche Steckverbindungen mitschicken könne, weil diese ja mit meiner Lüsterklemme nicht kompatibel sind. Umgehend kam die Antwort, dass das kein Problem sei. Ich entschied mich für die Austauschvariante, führte Kauf und Bezahlung durch und brachte meinen Lüfter auf den Postweg, versehen mit der beim Kaufvorgang erstellten Auftragsnummer und vorsichtshalber noch einmal mit der Bitte um zwei weitere Steckverbindungen. Als Lieferadresse gab ich die Packstation an, die ganz in der Nähe des Stellplatzes hier ist. Montags wurde mir der Eingang meines Lüfters bekanntgegeben und die Versendung des neuen. Ich hatte darum gebeten, mir doch bitte mitzuteilen, ob der alte Lüfter wirklich defekt ist, weil ich gerne wissen wollte, ob das Versagen der Entlüftungsanlage nun wirklich an ihm lag. So ganz verständlich war mir die Variante mit dem Austausch nicht, bzw. warum es diesen Preisunterschied gab. Es hieß zwar, der eingeschickte Lüfter werde überprüft, aber offenbar wurde ja nicht er wieder zurückgeschickt, repariert oder nicht, sondern ein Austauschmodell. Bereits am übernächsten Tag erhielt ich eine Benachrichtigung von DPD, dass mein Paket zur Abholung bereit liegen würde, allerdings stand nicht dabei, wo. In der DHL-Packstation konnte ich es nicht abholen, wie sich herausstellte. Ein junger DHL-Angestellter, der mir zufällig über den Weg lief, erklärte mir, wo ich hin müsse. Da ich am nächsten Tag sowieso in die Stadt wollte, verschob ich die Abholung. Am nächsten Mittag rief Uschi mich an und erklärte, mein Päckchen sei bei ihr in Lauterburg angekommen!!! Enttäuschtes Smiley Bei der Bestellung hatte ich als Lieferadresse eindeutig die Packstation hier angegeben und die war in der Auftragsbetätigung auch so angeführt. Auf der Verpackung meines zurückgeschickten Lüfters war automatisiert (App von Hermes) als Absenderadresse Lauterburg angegeben. Nun würde ich mal sagen, dass die Lieferadresse des Kaufabschlusses gilt, da hatte also wieder einmal jemand nicht gründlich genug gearbeitet. Aber immerhin waren die zwei zusätzlichen Steckverbindungen im Paket und auf der Rechnung stand der kurze Vermerk „Lüfter defekt“. Uschi packte um, legte meine aufgelaufene Post mit dazu und zwei Tage später konnte ich alles abholen, diesmal richtig in der Packstation.
 
Ich sammelte alle Werkzeuge zusammen, die ich brauchen würde und machte mich draußen daran, die dünnen, mehradrigen Käbelchen in die zwei Steckverbindungshülsen zu friemeln und dort zu befestigen. Das war gar nicht so einfach! Es kam mir sehr zugute, dass ich Erfahrung im Schmuck basteln und die entsprechend kleinen Zangen habe. Irgendwann konnte ich alle vier Stecker paarweise miteinander verbinden und den Lüfter wieder festschrauben. Ich war ziemlich durchgefroren und wappnete mich für die Enttäuschung, dass der Ventilator NICHT laufen würde. Ich war nämlich alles andere als überzeugt, dass meine Bemühungen Erfolg haben würden. Wasserpumpe einschalten, Toilettenschieber öffnen * Trommelwirbel * Ventilator LÄUFT!!! Ungläubiges, aber sehr freudiges Erstaunen! Smiley mit geöffnetem Mund

Am nächsten Tag lief der Ventilator nicht mehr!!! Mist, Mist, Mist! Zum Glück hatte sich nur ein Kabel aus der Steckverbindung wieder gelöst. Die auf der Seite des neuen Lüfters sind verlötet, meine konnte ich nur klemmen. Diese Klemmen wieder aufzubiegen gelang mir nur mangelhaft und letztendlich habe ich alles mit Isolierband verklebt. Bis jetzt funktioniert es!!!

altne

Noch ein Tipp zum Schluss: Das SOG-Entlüftungssystem verhindert wirklich erfolgreich die Entstehung von Gerüchen während der Toilettenbenutzung. Beim Entleeren der Kassette riecht es dann aber natürlich nicht ganz so angenehm. Um auch das zu verhindern, hilft die Zugabe von „Ammovit“ direkt in die entleerte Kassette. Dies ist ein biologisch abbaubares Produkt, das überwiegend in der Landwirtschaft bei der Gülleaufbringung verwendet wird. Zu kaufen ist es in einigen Baumärkten in der Gartenabteilung oder im Internet. Ist nicht ganz preiswert, hält aber ewig, da man für jede Kassettenfüllung nur einen kleinen Messlöffel voll braucht. Unbedingt empfehlenswert, auch wenn man kein SOG-System hat. Ich denke, dass man sogar die Zugabe von chemischen Mitteln, die ja nicht gerade zuträglich für die Umwelt sind, damit ersetzen kann. Es bindet nämlich nicht nur Gerüche, sondern zersetzt auch. Aufpassen muss man nur, wenn man das Mittel über die Toilettenschüssel in die Kassette gibt. Man muss vorsichtig hantieren oder sofort nachspülen, da Ammovit weißes Plastik gelb verfärbt.

written by Ingrid
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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen (bessere Qualität) und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Neues Zuhause gesucht

 

Wir sind wieder auf der Schwäbischen Ostalb. Auch hier liegt noch Schnee, der es uns verwehrt, auf unsere Terrasse zu fahren. Also stehen wir zur Zeit noch im Bereich der Zufahrt zum Campingplatz. Flitzi musste zunächst noch in Blaichach zurückbleiben, aber inzwischen haben wir ihn in einer Halbtagesaktion auch hierher gebracht.

wieder in Lauterburg 

Zum Glück scheint die Sonne und mit den steigenden Temperaturen verbreitet sich schon ein Hauch von Vorfrühling. Eine Gasflasche reicht schon wieder für fünf (!) Tage! Smiley mit geöffnetem Mund

Leider ist der Grund unseres Hierseins nicht so angenehm. Wir müssen ja das Haus von Uschis Vater leerräumen und zum Verkauf anbieten. Die größte Herausforderung stellt dabei die große Modelleisenbahnanlage dar. Uschi hatte bei ihrem Kurzaufenthalt im Dezember schon das gesamte rollende Material von der Anlage genommen, verpackt und verlagert, was bereits Stunden gedauert hat. Jetzt geht es darum, zu versuchen, einen (oder mehrere) Abnehmer für die Anlage zu finden, um sie nicht zerstören und vernichten zu müssen. Also an dieser Stelle ein Appell an alle Modellbahner oder die, die einen kennen:

Es gibt eine wunderschöne, gut erhaltene Modelleisenbahnanlage der Spur N, die ein neues Zuhause sucht und gerne jemand anderem Freude machen möchte. Der Verkaufspreis, der natürlich niemals die investierten Material- und Zeitkosten beinhalten kann, ist verhandelbar. Das rollende Material, also die Loks und Waggons, ist inzwischen separat verkauft worden.

Anlage 6 (Bahnbetriebswerk Drehscheibe Lokschuppen)

Es gibt „hier“ einen ausführlichen Blogeintrag mit allen Informationen und vielen Fotos. Ich habe jetzt noch einmal weitere Detailfotos gemacht und ein Fotoalbum erstellt, das „hier“ zu sehen ist. Noch hoffen wir, dass sich eine Lösung findet, die dem Lebenswerk von Uschis Vater ermöglicht, weiterzuexistieren!!! Es wäre so schade, wenn diese wunderbare Modelleisenbahnanlage zerstört werden müsste. Weinendes Smiley

Anlässlich dieser ganzen Aktivitäten und anbetracht der Tatsache, dass sich in den nächsten Wochen voraussichtlich nichts blogmäßig interessantes begeben wird, verabschieden wir uns hiermit und an dieser Stelle in eine Blogpause unbestimmter Länge! Wir haben keine Ahnung, wie lange das hier alles dauern wird und bis wann wir hierbleiben müssen oder wollen.

Lasst es euch gut gehen und passt auf euch auf!

written by Ingrid
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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Alpenrundblick

 

Das weiße Schicksal ereilte uns ein weiteres Mal in Form von gut 20cm Neuschnee über Nacht! Erstauntes Smiley Der Wetterbericht hatte es zuverlässig vorhergesagt und so nahmen wir das Geschenk gelassen an. Wenn die Arbeit erst getan ist und die Sonne wieder scheint, ist es wirklich ein Geschenk!

OberstdorfOberstdorfOberstdorfOberstdorfOberstdorfOberstdorfOberstdorf

Diesmal sahen alle Bäume rundherum besonders bezaubernd aus (siehe aktuelles Headerfoto). Und diesmal wagte ich mich auch höchstselbst auf Oscarlottas Dach. Das Heki hatte ich schon am Vortag vom Schnee befreit, damit es sich aufkurbeln ließ. Soweit ich von der Leiter auf dem Bett reichen konnte, schob ich den Schnee vom Dach, bevor ich rauskletterte. Als richtig gut dafür geeignet hat sich ein Gummibesen erwiesen, auch für die weitere Arbeit auf dem Dach. Den ersten Besen hatten wir nicht mit dem für ihn geeigneten Stiel benutzt, sodass jetzt ein „Handbesen“ übrig war. Diese praktischen Gummibesen verursachen keine Kratzer, haben einen variablen Teleskopstiel und eine zusätzliche Wasserabzieh-/Schabekante. Man kann sie als Besen oder Schrubber oder Wasserabzieher nutzen und durch ihre weichen „Borsten“ können sie auch den Solarplatten nichts anhaben.

neuer SalatSalatbesteck

Diesmal wollten wir den runtergeschobenen Schnee nur auf der Fahrerseite von Oscarlotta haben, da wir auf der anderen Seite nicht mehr wussten, wohin mit weiterem Schnee. Auf der rechten Seite behindert aber sowieso die Markise das über die Kante schieben und an einem Punkt war dann klar, dass ich mit schieben nicht mehr weiter kommen würde, auch, weil unter der Schneehaube eine schon angefrorene Schicht Pressschnee war. Uschi reichte mir ihre Mini-Schneeschaufel (für Kinder, pinkfarben Smiley) hoch und damit schob ich den Schnee nicht mehr vom Dach, sondern schmiss ihn im hohen Bogen bis auf den (noch nicht geräumten) Fahrweg! Das machte richtig Spaß!!! Es wurde aber auch sehr deutlich, wie schwer selbst diese kleinen Schneemengen schon sind und unser Respekt vor Dachlawinen verstärkte sich noch. Die Feinarbeit passierte dann wieder mit dem Gummibesen.

auf dem Dachauf dem Dachauf dem Dachauf dem Dachauf dem Dachauf dem Dachauf dem Dachgeschafft!!!

Ein angenehmer Nebeneffekt ist, dass die Wohnmobildächer blitzsauber werden und keine schwarzen Regenstreifen mehr an den Seitenwänden herunterlaufen!

blitzsauber!

Die Sonne schien herrlich warm und die Aussicht war vom Feinsten! Verliebt

Aussicht von OscarlottaAussicht von OscarlottaAussicht von OscarlottaAussicht von OscarlottaAussicht von BoxiAussicht von BoxiAussicht von BoxiAussicht von BoxiAussicht von OscarlottaAussicht von Boxi

Auch die nächsten Tage waren wunderbar und wir genossen die Märchenlandschaft bei unseren Nachmittagsspaziergängen.

WintermärchenWintermärchenWintermärchenWintermärchenWintermärchen

Unsere Zeit hier ist nun LEIDER vorbei und jetzt verraten wir auch, wo wir die letzten drei Monate waren, nämlich auf dem Stellplatz „Alpenrundblick“ in Blaichach. Es gibt auf einer großen geschotterten Fläche Platz für 60 Mobile und, wie der Platzname sagt, rundherum Berge. Die Lage ist nahezu perfekt, Immenstadt ist ca. 3km entfernt und über den Iller-Radweg zu Fuß oder mit dem Rad gut zu erreichen, nach Sonthofen sind es ca. 5km. Der Bahnhof (Zugverbindung Oberstdorf/Immenstadt und weiter) ist 5 Minuten vom Stellplatz entfernt (die Bahnstrecke ist in Hörweite, aber nicht störend) und vom Bahnhof aus ist man direkt in dem kleinen Ort mit Supermarkt und allen Geschäften, die man so braucht. Der Iller-Radweg war immer gut geräumt, sodass unsere Spaziergänge in beide Richtungen jederzeit stattfinden konnten. Zum Stellplatz gehört sogar ein eigener Badesee! Alle weiteren Einrichtungen und die Preise findet ihr auf der Homepage.

BlaichachBlaichachBlaichach

Es hat uns so gut gefallen, dass wir für den nächsten Winter schon wieder reserviert haben! Wir hatten das Wetter, dass wir uns gewünscht hatten. Regen kam fast immer als Schnee herunter, grau und nieselig war es nur ganz selten und die Sonne schien (nicht nur gefühlt) an wesentlich mehr Tagen als im restlichen Deutschland. Die beiden vorhergehenden Winter habe ich ja im Norden und Osten Deutschlands verbracht und am meisten im Gedächtnis geblieben ist mir, wie sehr ich die Sonne vermisst habe. Das kann ich von diesem Winter nicht sagen! Und Sonne und Schnee hat schon was, oder? Kuss senden

Sonne und SchneeSonne und SchneeSonne und SchneeSonne und SchneeSonne und SchneeSonne und Schnee

“Wer hat an der Uhr gedreht?
Ist es wirklich schon so spät???
Soll das heißen – ja, ihr Leut – mit dem Allgäu ist Schluss für heut! 
Stimmt es, dass es sein muss?
Ist für heute wirklich Schluss???

Heute ist nicht alle Tage, wir kommen wieder – keine Frage!”

bis dann!bis dann!bis dann!

written by Ingrid
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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Bizarre Eiswelten

 

Ich folge auf Instagram einem Allgäu-Account und dort wurde vor ein paar Tagen ein Foto von der Breitachklamm bei Oberstdorf gepostet. Wir kennen die Klamm nur vom Sommer, sehr schön und schon ein paar Jahre her. Im Winter waren wir dort noch nie, was sich aber, laut Foto, mehr als lohnen würde! Trauen wir uns, die schmalen und teilweise steilen Wege bei Eis und Schnee zu begehen? Wir beschlossen, es zumindest zu versuchen, abbrechen kann man ja jederzeit. Der Eintritt ist mit €4,50/Person sehr moderat, ein Verlust ließe sich also verschmerzen.

Wir zogen uns warm an, bestückten unsere Bergschuhe mit anschnallbaren Spikes und nahmen die Walkingstöcke mit. Auf Mützen und Handschuhe verzichteten wir, denn es schien die Sonne und wir waren schon mittags dort. Aber wie das in einer Klamm so ist, die Sonne hat nur ein sehr kurzes Zeitfenster, um dort den Boden zu erreichen. Die meiste Zeit waren wir im Schatten und es war kalt. Aber die wechselnden Anblicke entschädigten uns für alles! Außer uns waren eine Menge anderer Menschen unterwegs, alle so vorsichtig gehend wie wir und alle staunend und immer wieder stehenbleibend, um zu fotografieren.

BreitachklammBreitachklammBreitachklamm

Es fing zunächst schön, aber unspektakulär an. Die Breitach plätscherte munter und mit relativ wenig Wasser an schneebedeckten Felsen und Steinen vorbei Richtung Illerursprung.


BreitachklammBreitachklammBreitachklammBreitachklammBreitachklammBreitachklamm

Die Iller, die hier an unserem Stellplatz vorbeifließt, entsteht ja durch den Zusammenfluss von Breitach, Stillach und Trettach in der Nähe von Oberstdorf. Uschi war im Frühjahr dort gewesen und hatte ein Video (siehe “hier”) gedreht.

Je näher wir zur Klamm kamen, desto eisiger wurde es! Erst noch sehr gemäßigt, aber dann überwältigend. Über Wochen hatten die Temperaturunterschiede zwischen Wärme- und Kälteperioden und die zwischen Tag und Nacht erst Eiszäpfchen, dann ausgewachsene Zapfen und schließlich an einigen Stellen Eisvorhänge und riesige Säulen wachsen lassen. Immer wieder musste ich mich von den Stöcken losclipsen, um zu fotografieren. Aber ohne die Stöcke ging gar nichts! Der Weg war zwar mit Split gestreut und es gab Geländer und an einigen Stellen noch zusätzlich Seile an der Felswand, aber es war trotzdem teilweise mühsam. Nicht alle Leute hatten geeignetes Schuhwerk an und schlitterten mehr als sie liefen. Dort, wo es dann richtig steil wurde, brachen wir ab. Hoch wären wir sicher noch gekommen, aber ob heil wieder runter, war die Frage. Wir beschlossen, lieber nichts zu riskieren. Oben wären wir zwar endlich in der Sonne gewesen, aber die bizarrsten Eisformationen waren unten und ich hatte zu dem Zeitpunkt schon unzählige Fotos gemacht.

BreitachklammBreitachklammBreitachklammBreitachklammBreitachklammBreitachklammBreitachklammBreitachklamm

Wir begaben uns also auf den Rückweg und bestaunten diese Märchenwelt noch in aller Ruhe aus der anderen Richtung. Trotz allem waren wir insgesamt zwei Stunden unterwegs gewesen und das reichte dann ja auch. Es war einfach nur toll und wir sind glücklich, es gewagt zu haben!

Dieser Beitrag zeigt nur einen Teil der Fotos, deswegen gibt es noch eine kleine Dia-Show von zwei Minuten Länge.
Viel Vergnügen beim Anschauen (bitte Vollbild-Ansicht einstellen)!


 
written by Ingrid
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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

“Alles Gute kommt von oben” oder “Die Gefahr beim Fahren”

 
Heute möchte ich (Uschi) mich mal wieder kurz zu Wort melden.
Wir stehen ja nun schon seit fast drei Monaten auf dem Stellplatz hier im Allgäu und haben einige erheblichen Schneefälle miterlebt mit einem herrlichen Ergebnis für Augen und Seele! (Wer es mag!)

viel Salat!

Dass Schnee auch Arbeit mit sich bringt, ist ja bekannt, die Allgäuer sind wirklich mit den Räumarbeiten auf Straßen und Wegen richtig gut.

OberstdorfOberstdorfSalaträumerGrünten

Auch wir haben schon Stunden Schnee geschaufelt, aber wir nehmen es sportlich und genießen das Draußensein, vor allem bei Sonnenschein! Smiley
Immer mehr Wohnmobilisten sind wie wir auch im Winter unterwegs, viele in Richtung des schneefreien Südens, aber einige auch hier im Allgäu oder in anderen Wintersportgebieten. Sie haben fast alle ein mehr oder weniger winterfestes Mobil und oft viel nicht unnötiges Zubehör wie z. B. Wintermatten für das Fahrerhaus, Anfahrhilfen, Schneeschaufel und manche für den Fall der Fälle sogar Schneeketten dabei. Alles gut und schön, aber … dummerweise fällt der Schnee nicht nur auf den Boden, sondern auch auf Haus- und Wohnmobildächer.

Salat auf dem Dachund anderswo

Diesen Winter mussten viele Menschen im Allgäu die doch hohen und schweren Schneemassen von Dächern räumen. Auch wir haben unsere Mobildächer mehrfach von Schnee- und Eislasten befreit, schon wegen der Solarplatten, die ja keine Sonnenstrahlen mehr einfangen konnten, aber vor allem dafür, dass wir uns jederzeit auf öffentliche Straßen begeben könnten.

schon wiederneuer Salat

So, genug der Vorrede, jetzt komme ich zu meinem eigentlichen Anliegen.
Leider denken die meisten “mobilen Wintercamper” vor ihrer (Weiter-)Fahrt nicht über Schnee und Eis auf dem Wohnmobil- oder Wohnwagendach nach und über die Gefahr für nachfolgende Verkehrsteilnehmer. Was mit angefrorenem Schnee auf dem Dach während der Fahrt passieren kann, hat Ingrid „hier“ ja schon erzählt. Alle Lkw-Fahrer müssen ihre Dächer vor der Fahrt räumen – und wir…? Etwa ich?

so sollte man NICHT losfahren! Leute, ein einziger (!!!) Mobilfahrer hier hat in den letzten vier Wochen zumindest versucht, von einer meines Erachtens gefährlichen Leiter aus, den vielen Schnee vom Dach zu schieben, ohne großen Erfolg, die anderen haben es erst gar nicht probiert!
Aber ich finde: Geht nicht gibt’s nicht!
Das Versäumnis der Reisemobillieb=
haber geschieht schon beim Kauf. Heute haben die meisten Mobile keine Heckleiter mehr so wie früher, irgendwie ist diese praktische Sache nicht mehr angesagt, aber wir haben sie beim Kauf mitbestellt, um jederzeit sicher Boxi auf’s Dach steigen zu können. Es gibt zwar dafür auch tolle leichte ausziehbare Anstellleitern, aber die sind für die heute doch oftmals hohen Wohnmobile viel zu oft zu kurz. Sie reichen in der Regel höchstens bis kurz unter die Dachkante UND sie haben keine vier Füße wie eine Bock-/Haushaltsleiter. Sie sind deshalb, vor allem auf unebenen, rutschigen oder wie jetzt vereisten Untergründen, SEHR gefährlich! Erstauntes Smiley AUF das Dach zu kommen ist für einen sportlichen Menschen vielleicht noch möglich, aber runter geht dann unter Umständen schneller als gewollt.

Bei Oscarlotta haben wir schon beim Kauf (gegen die Empfehlung des Verkäufers, das Heki doch in den Wohnbereich zu verbauen) auf einer großen aufkurbelbaren Dachluke über dem Heckbett bestanden, aus gutem Grund: Dachluke aufkurbeln, kleine passende Bockleiter mit Bügel auf’s Bett stellen und schon kann man sicher und bequem jederzeit raus auf das Dach und auf demselben Weg wieder zurück! Keine Leiter, die wegrutschen kann, keine Akrobatik nötig,  um vom Dach auf die oberste Stufe zu gelangen.
Randbemerkung: Sowohl das Dach von Oscarlotta als auch das Dach von Boxi ist voll begehbar. (Leute mit Höhenangst sollten es trotzdem lieber nicht “begehen”.)

Unsere Antwort zu der Frage: “Wie komme ich sicher auf mein Wohnmobildach?” lautet ganz einfach: Versucht nachzurüsten, entweder von innen mit einer großen Luke, an die man eine Leiter anstellen kann (falls schon vorhanden, braucht man nur noch eine passende Leiter) oder von außen mit einer Heckleiter. Wer trotz allem eine Anstellleiter bevorzugt, sollte darauf achten, dass sie mindestens 30cm länger als das Womodach hoch ist und er sollte sich einen kompetenten “Leiterhalter” organisieren! Ich höre schon die „todesmutigen“ Männer sagen, „ich brauche nicht aufs Dach, ich kann den Schnee auch von der Leiter aus runterschieben“. Haben wir auch versucht, mit einer Schneeschaufel erreicht man NICHT die Mitte des Daches. Und selbst mit einem Besen, Schrubber o. ä. an einer entsprechend langen Teleskopstange ist es ausgesprochen schwierig (und gefährlich – Leiter rutscht unten weg, wenn oben Kräfte wirken), größere Schneemassen wegzuschieben.

Camping mit SalatMit diesem Beitrag wollte ich euch das Wintercamping nicht madig machen, Wintercamping hat gaaanz viel zu bieten!!! Cooles Smiley

Wintercamping

Zum Abschluss noch ein kleiner Tipp: Sorgt dafür, dass ihr Winterdiesel im Tank habt! Ansonsten braucht ihr euch über das Räumen eurer Dächer keine Gedanken mehr zu machen, dann springt euer Motor nämlich erst wieder an, wenn der Frühling kommt!

written by Uschi
photos taken by Ingrid with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Salat-Update

 

Wir haben Glück! Die heftigen Schneefälle hörten auf und dafür kam die Sonne durch, nicht jeden Tag, aber auf jeden Fall öfter als im Rest Deutschlands. Der liegengebliebene Schnee ist angetaut und wieder gefroren, das Gehen rund um unsere Mobile und auf sämtlichen Spazierwegen gestaltet sich schwierig. Man sollte gut aufpassen, wohin man tritt! Ein Vorteil des Alters ist, dass man sowieso nicht mehr so schnell unterwegs ist/sein muss, also besteht keine erhöhte Gefahr, auszurutschen oder sich den Fuß zu vertreten. Die “Hundewege” sind inzwischen allerdings so verharscht, dass das Laufen dort eher dem Balancieren auf einem Schwebebalken gleicht. Da kann es schon einmal passieren, dass man das Gleichgewicht verliert und auf allen Vieren im Tiefschnee landet! Laut lachen

viel Salat!viel Salat!viel Salat!Hundewegeviel Salat!viel Salat!viel Salat!bizarre Eisweltenbizarre Eisweltenbizarre Eisweltenbizarre Eisweltenbizarre Eisweltenbizarre Eiswelten

Passieren tut gerade nicht wirklich etwas, zumindest nichts, worüber es sich lohnen würde, ausführlich zu berichten. Wir hatten Besuch von einem zukünftigen Fulltimer, der sich Tipps bei uns einsammelte. Einen weiteren Kurzbesuch von Bloglesern verschlief ich, sodass nur Uschi das Vergnügen hatte. Ansonsten gehen wir, bevorzugt wenn die Sonne scheint, spazieren, gerne mit einem Umweg über das hervorragend bestückte Bäckereicafé im Ort, fahren einkaufen oder auch mal nach Sonthofen oder Oberstdorf zum Bummeln. Wenn die Sonne scheint, wird es in unseren Mobilen so warm, dass die Heizung noch stundenlang in der Nachtabsenkung bleiben kann. Das spart ein wenig Gas. Die Temperaturen draußen sind nämlich so weit unter dem Gefrierpunkt, dass eine Gasflasche nur noch gut 2 1/2 Tage reicht. Das ist sowohl bei Oscarlotta als auch bei Boxi so, allerdings mit dem Unterschied, dass ich 11-Kilo-Flaschen brauche und Uschi nur Fünfer. Trotz Kondenswasser ableitender Wäscheklammern an den Kaminaustritten der Heizungen bilden sich interessante Eisgebilde. Cooles Smiley

Eispimmel ;-)Eispimmel ;-)

Die Sonnenuntergänge sind nicht spektakulär, aber schön, vor allem die Berge sehen vom letzten Sonnenlicht beschienen toll aus. Verliebt

letzte Sonnenstrahlenletzte Sonnenstrahlenletzte Sonnenstrahlenletzte Sonnenstrahlenletzte Sonnenstrahlen

Langweilig wird uns bisher nicht. Ich habe die letzten Tage eingehend Lithium-Akkus und Wechselrichter recherchiert. Man sollte es nicht für möglich halten, aber in Oscarlotta arbeiten immer noch die ersten Aufbaubatterien, seit inzwischen 11 3/4 Jahren!!! Da sie aber natürlich von heute auf morgen ihren Dienst einstellen können, wäre es gut, wenn ich dann weiß, was ich will. Wieder Gel-Batterien oder umsteigen auf die vielgepriesenen LiFe(Y)PO4-Akkus? Uschi hat schon im letzten Jahr gewechselt und ist zufrieden. Mir reichen meine Gel-Akkus eigentlich, allerdings würde ich gerne, wenn kein Landstrom zur Verfügung steht, trotzdem meine Kapsel-Kaffeemaschine nutzen können, die sehr stromhungrig ist. Das geht mit Wechselrichter, aber der geht nicht mit Gel-Batterien, zumindest nicht in der bisherigen Kapazitätsklasse. Und Akkus mit größerer Kapazität passen von den Ausmaßen her nicht in das Batteriefach im Doppelboden der Heckgarage. Sie woanders unterbringen möchte ich aber auch nicht. Ich habe eine Firma ausfindig gemacht, die alles hat, was ich möchte und bei der ich auch Austausch/Einbau/Aufrüstung erledigen lassen kann. Also werde ich wohl in den sauren (Preis-) Apfel beißen. Allerdings ergibt sich auch einiges an Sparpotenzial, nicht nur beim Strom, sondern auch beim Gas. Ich nutze zwar einen Absorber- und keinen Kompressorkühlschrank, aber über einen Batteriemonitor kann eingestellt werden, bei welchem Ladezustand der Lithium-Akkus der Kühlschrank mit (überschüssigem) Solarertrag betrieben werden soll. Wäre ja blöd, wenn ich im Sommer mehr Solarstrom “einfange”, als in den Batterien eingelagert werden kann. Nach meinen Berechnungen könnten sich die teuren Lithium-Akkus im theoretischen Idealfall nach ca. 4 Jahren amortisiert haben. Das wird sich herausstellen! Vermutlich wird es im realen Leben etwas länger dauern. Auf jeden Fall wird es in Zukunft, zumindest im Sommer, egal sein, ob Landstrom zur Verfügung steht oder nicht und ich kann trotzdem meine Kaffeemaschine anschmeißen. Man gönnt sich ja sonst nichts! Kuss senden

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Mal wieder etwas anderes als immer nur Salat!

 

Nuss-Schoko-MuffinsWir hatten einige Höhlentage. Es schneite zwar nicht unablässig, dafür regnete es dann, was die Sache nicht unbedingt besser machte. Also musste man sich drinnen beschäftigen und Uschi nutzte das, um leckere Muffins im Omnia-Backofen zu produzieren. Geht natürlich auch in einem ganz normalen Wohnmobil- oder Haushaltsbackofen! Der Phantasie, was die Zusatzingredienzien betrifft, sind keine Grenzen gesetzt, lecker sind sie immer! Und aufbewahren kann man sie ungekühlt bis zu einer Woche, falls man es schafft, sie bis dahin nicht aufzuessen. Zwinkerndes Smiley

Das Rezept mit Zutaten und Zubereitung folgt als Fotostrecke. Wer am PC/Laptop liest, kann sich zusätzlich die Fototexte anzeigen lassen. Viel Erfolg, Spaß und guten Appetit!

Zutatendas wird alles benötigtEier und Zucker schaumig schlagen/rührenNüsse und Schokotropfen einrührenebenso Mehl und Backpulverzum Schluss noch die Milch Förmchen zu zwei Dritteln füllen6 Förmchen passen in den OmniaDeckel drauf und ab auf den Herd (wahlweise auf einem Gitter in den Backofen)für die Teigreste ist es gutwenn man einen Hiwi hat ;-)saubere Arbeit!!!Gesamtergebnis (12 Stück)gut verpackenoder sofort probieren

written by Ingrid
photos taken by Uschi with HUAWEI P10 Lite

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Salat satt (sozusagen bis zum Hals!) ;-)

 

Mit Sicherheit verfolgt ihr die aktuelle Wetterlage, seid vielleicht sogar selbst davon betroffen. Schon im Herbst war sehr auffällig, welche Unmengen an Zapfen an den Bäumen hingen und wir unkten, dass es sicher einen harten Winter geben würde… Wie soll ich es sagen, wir hatten wohl Recht! In Teilen Bayerns und Österreichs ist es derzeit echt heftig und was man so in den Nachrichten sehen und hören kann, ist absolut nicht übertrieben. Die Wetterverhältnisse und die daraus resultierenden Bedingungen scheinen den Winter ebenso zu einem “Rekordwinter” machen zu wollen, wie der letzte Sommer ein “Rekordsommer” war.

RekordschneehöhenRekordschneehöhenRekordschneehöhen

Wir stehen gut und vor allem sicher hier. Keine Berge und keine Bäume in unmittelbarer Nähe. Ein Supermarkt ist fußläufig zu erreichen, Gas gibt es am Stellplatz. Unser einziges Problem ist, den unaufhörlich fallenden Schnee von den Autodächern zu holen. Dazu sind Logistik, eine lange Leiter, Schneeschaufeln in verschiedenen Größen, wasserabweisende Jacken, Handschuhe und Fitness nötig. Mit den Hausdächern und den Wohnmobildächern der Nachbarn haben wir zum Glück nichts zu tun. Zwinkerndes Smiley

räumungsbedürftigräumungsbedürftig

Fix und Boxi sind relativ pflegeleicht, Oscarlotta ist da schon eine andere Nummer. Normalerweise gelangen wir aufs Dach, indem wir eine dreistufige Trittleiter auf das Bett stellen und durch das aufgekurbelte Heki (Hebekippdachfenster) nach draußen klettern. Das klappte diesmal nicht. Der Schnee lag so hoch auf dem Heki, dass es sich nicht aufkurbeln ließ! Zum Glück konnten wir beim Stellplatzbetreiber eine 3m-Haushaltsleiter ausleihen, mit deren Hilfe von der obersten Stufe aus die Randbereiche des Daches freigeschaufelt werden konnten sowie ein Teil des Hekis. Dann eine gute Handbreit aufkurbeln, den hereinfallenden Schnee mit einem großen Duschtuch auffangen und voooorsichtig durch den Spalt allen Schnee nach hinten und zu den Seiten wegschieben. Ein Stück weiter aufkurbeln (ja, es schneite noch!) und mit Verrenkungen den restlichen Schnee vom Heki schaufeln. Mit Hilfe der Leiter konnten wir das Dach zu ca. zwei Dritteln freilegen. Den Rest in der Mitte, an den man nicht heranreichte, verschoben wir auf den nächsten Tag. Der Stellplatzbetreiber und sein Helfer fuhren schon den ganzen Tag mit Schneeräumern über den Platz und die Zufahrtswege und der geräumte Schnee türmte sich schon zu hohen Bergen an den Rändern. Wir sind zwar, außer einem weiteren Mobil, die einzigen Gäste, es gibt aber noch einen bewohnten Dauercamperbereich.

Ingrid bei der ArbeitIngrid bei der ArbeitIngrid bei der ArbeitIngrid bei der ArbeitIngrid bei der ArbeitOscarlottas DachOscarlottas Dach

Am nächsten Tag schneite es nur wenig, es war auch in der Nacht kaum weiterer Schnee dazugekommen, sodass Uschi aufs Dach steigen konnte. Sogar die Sonne kam ein wenig heraus und die Temperaturen waren so, dass das Heki aufbleiben konnte, während Uschi räumte. Danach sah Oscarlotta so aus:

schneefrei und blitzblankschneefrei und blitzblankschneefrei und blitzblank

Dann schneite es wieder! Und es hörte auch nicht mehr auf. Man konnte quasi dabei zusehen, wie die Schneehöhe wuchs. Am einfachsten erkennbar immer an der Trittstufe. Bevor man reingeht, kehrt man sie ab und wenn man das nächste Mal wieder rausgehen will, hat sie schon wieder ein “Häubchen”, vor allem natürlich am Morgen. Genauso wie Flitzi! Verwirrtes Smiley

Trittstufen OscarlottaTrittstufen OscarlottaFlitzi mit MützchenFlitzi wird ausgegraben

In der Nacht auf Donnerstag gab es an die 40cm Neuschnee! Oscarlotta sah wieder genauso aus wie vor der Räumung. Also alles wieder von vorne! Gleiche Reihenfolge, da das Heki sich wieder nicht aufkurbeln ließ. Dieses Mal ging Uschi aufs Dach, sobald das Heki geöffnet werden konnte. Das musste blitzschnell gehen, da es unaufhörlich dicke Flocken schneite. Kaum war sie draußen, klappte ich die Leiter zusammen und kurbelte wieder zu. Die Räumerei eines Wohnmobildaches ist nicht ohne. Man muss gelenkig sein, trittsicher und man darf keine Höhenangst haben. Zusätzlich sind Bewegungen nur im Zeitlupentempo sinnvoll, da das sowieso schon glatte Dach durch den teilweise gefrorenen Schnee gefährlich rutschig wird. Es ist also eine zeitaufwändige Angelegenheit, vor allem auf einem Dach dieser Größe. Rund um unsere Mobile haben wir Laufgräben geschaufelt und genau in diese hinein fällt der Schnee vom Dach! Was bedeutet, dass aller Schnee zweimal geschaufelt wird, einmal oben und einmal unten. Inzwischen sind die Schneehaufen schon so hoch, dass wir kaum noch wissen, wohin mit dem neuen Schnee. Diese Aktion hat gute 2 1/2 Stunden gedauert, danach musste noch das Werkzeug enteist werden. Die Leiter konnten wir ja auch nicht völlig verschneit zurückgeben. Auf den Trittstufen war der Schnee schon so angefroren, dass ich ihn mit einem Spachtel abkratzen musste. Erstauntes Smiley

Neuschnee!!!Neuschnee!!!Neuschnee!!!Neuschnee!!!Neuschnee!!!Neuschnee!!!Neuschnee!!!Neuschnee!!!Neuschnee!!!Neuschnee!!!Neuschnee!!!Neuschnee!!!Spuren im Schnee

Dann gab es erst einmal einen Kaffee! Gefrühstückt hatte ich auch noch nichts. Die Wettervorhersage für die nächsten Tage kündigte weitere ergiebige Schneefälle an! Fein, dann wissen wir ja, was zu tun ist! Laut lachen Im Fernsehen (Brennpunkt Wetter) war, außer der Lawinengefahr-Höchsttufe, immer wieder Thema, dass Dächer von den Schneemassen befreit werden müssen und es wurden Zahlen genannt. Pulverschnee hat ein Gewicht von 30-50 Kilo pro Kubikmeter. Wenn der Schnee nass ist oder nass wird, weil es hineinregnet (ist für das Wochenende angekündigt), kann das Gewicht auf das Zehnfache ansteigen! Unsere Dächer sind begehbar, d. h., für ca. 100-150kg ausgelegt, punktuell vermutlich. 40cm lagen ganz sicher schon da oben, macht also im nassesten Zustand auf ein mal einen Meter ca. 200kg. Also bleibt uns nichts anderes übrig, als zu räumen, mindestens jeden zweiten Tag. Außerdem wollen bzw. können wir ja nicht bis zum Frühling hier bleiben und fahren kann und darf man mit einem Dach voller Schnee nicht. Sollte man auch nicht! Mit meinem früheren Wohnmobil habe ich das mal gemacht, weil ich mich nicht aufs Dach traute und sooo viel ja gar nicht drauf lag. Während der Fahrt löste sich eine Eisplatte, wahrscheinlich durch die Fahrbewegungen losgerüttelt, rutschte über die Schrägung des Alkovens nach unten und zerschlug mir die Frontscheibe! Auf dem nächsten Rasthof war die Fahrt für mich erst einmal zu Ende und ich blieb über Nacht dort stehen. Immer wieder hörte ich im Verlauf des Abend, wie irgendwo eine Eisfläche vom Dach fiel, es taute nämlich und die Wärme aus meinem geheizten Innenraum tat ihr übriges. Ich war froh, dass ich nur mich selbst geschädigt hatte und nicht eine Eisplatte auf ein nachfolgendes Fahrzeug gefallen war. Eine Werkstatt fand ich am nächsten Morgen auch, konnte auch noch selbst dorthin fahren und musste dann natürlich noch lange dort herumstehen, da man mit einer frischeingesetzten Scheibe ja nicht sofort weiterfahren kann. Dieses Risiko würde ich also nicht noch einmal eingehen!

Für den Freitag war eine Wetterberuhigung angesagt, bevor es dann am Wochenende weitergehen sollte. Und tatsächlich schien sogar die Sonne! Uschi grub Flitzi mal wieder aus und wurde von einem Radioreporter (SWR3) angesprochen, der in der Folge spontan ein Interview mit ihr machte. Der junge Mann konnte zunächst nicht so ganz nachvollziehen, warum man freiwillig so lebt wie wir, aber als Uschi ihn aufforderte, sich doch mal umzuschauen, musste er zugeben, dass die Landschaft einfach ein Traum ist!

Flitzi wird befreitFlitzi wird befreitFlitzi wird befreitFlitzi wird befreitWintermärchenWintermärchenWintermärchenWintermärchen

Wir machten später einen Erkundungsgang, am See entlang in den Ort. Die Wege hatten gerade mal Hundebreite, Gegenverkehr nicht möglich!

WintermärchenWintermärchenWintermärchenWintermärchenWintermärchenWintermärchenWintermärchenWintermärchenschmale Wegeschmale Wegelustige Häubchenlustige Häubchenlustige Häubchen

Die Zugverbindung nach Oberstdorf musste inzwischen auch eingestellt werden, wegen kontrollierter Baumfällarbeiten entlang der Strecke. Bis Immenstadt kommt man noch per Zug, dann geht nichts mehr. Immerhin gab es ab dem zweiten Tag einen Schienenersatzverkehr per Bus. Die Menschen im Süden Deutschlands sind Schnee im Winter ja gewöhnt, aber dies jetzt scheint auch für Bayern eine Ausnahmesituation zu sein! Angeblich war es seit 1960 nicht mehr so schlimm.

DB-StreckensperrungDB-StreckensperrungDB-StreckensperrungDB-Streckensperrung

written by Ingrid
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Nun haben wir den Salat!

 

Na ja. Nicht so ganz. Aber fast. Fängt immerhin auch mit S an. Hört hinten aber nicht mit t auf, sondern mit e. Und dazwischen ist auch nicht ala, sondern chne. Naaaaa??? Cooles Smiley

Es fing ganz harmlos an, sozusagen heimtückisch. Nämlich so:

blauester Himmel

Unmerklich, damit wir nicht misstrauisch werden (obwohl, wir haben seit dem 22. Dezember Winter!), änderte sich etwas. Erst war es nur eine hauchdünne Puderzuckerschicht auf Wiesen, Bäumen und Bergen. Sah schön aus!

1. Wintereinbruch

Dann setzte sich die Sonne wieder durch. Auch recht!

Winterspaziergang im Herbst-LookWinterspaziergang im Herbst-LookWinterspaziergang im Herbst-LookWinterspaziergang im Herbst-LookWinterspaziergang im Herbst-LookWinterspaziergang im Herbst-Look

Wir freuten uns und genossen die (fast) täglichen Spaziergänge, ohne und mit Irritationen.

Winterspaziergang im Herbst-LookIrritationenIrritationenRätsel gelöstWasserskianlage"unser" See

Manchmal glaubten wir, immer noch am grünen Weißensee zu sein! Smiley

blauer Weißensee?blauer Weißensee?blauer Weißensee?blauer Weißensee?

Aber dann. Je mehr sich das Jahr seinem Ende näherte, desto mehr kam der Salat. Erst so:

noch wenig "Salat"

dann so:

schon etwas mehr "Salat"

und immer wieder auch ausgesprochen dekorativ:

PfrontenOberstdorfträumende Tannendie Engel backenOberstdorf

Es kam der letzte Tag des Jahres 2018. Party-Smiley Immer noch nur ansatzweise Salat. Und Kartoffelsalat gab es bei uns auch nicht, sondern traditionsgemäß Hering nach Hausfrauenart mit Pellkartoffeln. Um Mitternacht hatten wir dann den Salat in Form von Böllern und Raketen, die man hörte, aber nicht sah!!! Erstauntes Smiley Und es wurde heftigst und ausdauernd geballert. Manchmal waberte ein roter, grüner oder blauer Farbfetzen hinter den Bäumen auf, aber das war es auch schon. Alles weitere verschluckte der Nebel. Ein Feuerwerk, das man nicht sieht, ist irgendwie doof! Trauriges Smiley

Kein Feuerwerk, kein Salat! Der erste Tag des neuen Jahres startete immerhin sehr vielversprechend mit Sonnenschein, aber leider/natürlich nicht mit den Temperaturen, die aus Spanien vermeldet wurden. Cooles Smiley

Happy New Year!Happy New Year!Happy New Year!

Die nächsten Tage waren so grau wie die Schriftfarbe hier. Aber dann, vorgestern, wurde Salat angekündigt! Uschi war voller Vorfreude!!! Und nun hat sie ihn, den Salat!!!

Salat!!!Salat!!!Salat!!!

Und ich auch!

Salat!!!Salat!!!

Da hilft nur neuen Limoncello machen (zwinker Zwinkerndes Smiley, zwinker Zwinkerndes Smiley zu Paules und Elfie)!

written by Ingrid
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Start in den Frühling mit Fix und Boxi

 
 
Bad SchönbornNach einem dreimonatigen “sportlichen” Winteraufenthalt auf dem Stellplatz in Bad Schönborn mit Besuch des benachbarten Fitnessstudios hatte ich erst einmal Termine bei Tischer (Hersteller der Aufbaukabine)  und Storkan (Nissanhändler), damit mein Gespann auch fit wurde.

Bei Tischer gab es die fällige Dichtigkeitsprüfung (ohne Befund) und einen Ersatz für die  Bordbatterie, die sich leider Knall auf Fall verabschiedet hatte. Schon längere Zeit hatte ich mich mit dem Thema ”Lithiumbatterie” beschäftigt und mir vorgenommen, bei einem irgendwann mal nötigen Batterietausch eine Lithiumbatterie + Wechselrichter einbauen zu lassen. Nun kam der Zeitpunkt zwar früher als gedacht, aber ich blieb bei meinem Vorhaben. In Boxi ist nun, passend zur Solarplatte eine 100AH-Lithiumbatterie mit einem neuen Ladegerät eingebaut. Ein Wechselrichter mit 1000 Watt Leistung ermöglicht mir, alle elektrischen Kleingeräte, die ich besitze, zu betreiben. Meine Kabel und Adapter sind seit  Inbetriebnahme der neuen Errungenschaften  “out of order” und führen hoffentlich die meiste Zeit des Jahres ein “Kellerdasein” im Staufach.

WechselrichterLiFePo4Ladegerät

Beim nächsten Stopp in Haßfurt bei der Firma Storkan gab es nur eine kleine Inspektion, dann konnte ich meine geplante Frühjahrstour ins “Bayrische” starten.

bei Storkan

In Bad Windsheim mussten wir noch eine Woche Eiseskälte überstehen. Cooles Smiley

Bad Windsheimeine Woche -10°C

ErdingDas nächste Ziel war Erding, um gute Freunde, die in der Nähe wohnen, zu besuchen. Leider hatte sie die Grippewelle lange im Griff, sodass ich nach einer Woche einen Ortswechsel vornahm. In Weilheim konnte ich zwar dann noch mit einer Freundin einen sonnigen Nachmittagsspaziergang unternehmen, aber alle weiteren Ausflugspläne fielen auch da dem Grippevirus zum Opfer. Ganz Bayern schien die Grippe zu haben, ich blieb verschont! Nachdem dann auch ein verspäteter Wintereinbruch vorhergesagt wurde (und auch stattfand), fuhr ich kurzerhand “nach Hause”, gleichbedeutend mit Campingplatz in Lauterburg.
Eiszapfen bei TagEiszapfen bei Nacht

Nach einer 4-wöchigen Reisepause startete ich Ende März zum neuen Versuch einer Frühlingsreise, mit Erfolg! Erstes Ziel war Bad Dürrheim, dort fand das Treffen von “Seabridge” (Verschiffung von Wohnmobilen und geführte Gruppenreisen) statt, wieder mit einigen auch für mich interessanten Bildvorträgen und natürlich vielen Gesprächen mit Gleichgesinnten. Außerdem konnten wir alle das sonnige, warme Wetter mit Aktivitäten oder auch “Passivitäten” (rumsitzen) im Freien genießen.

Nach den Tagen in Bad Dürrheim fuhr ich am Bodensee entlang über die “Alpenstraße” ins Allgäu (meine heimliche Heimat). Die Kulisse auf der Fahrt war wunderschön: blauer See, weiß-blauer Himmel, weiße Alpengipfel, grüne Wiesen und blühende Büsche! Auf dem Stellplatz in Oberstdorf war der Frühling zwar noch nicht vollständig angekommen, aber das Wetter war nach einem Regentag wieder vom Feinsten und ich habe eine Woche lang meine ausgedehnten Wanderungen und das Städtchen richtig genossen.

unterwegsunterwegsunterwegsunterwegs

Ich wollte auch noch mir unbekannte Stellplätze im Allgäu erkunden. So fuhr ich zunächst den Stellplatz in Fischen an. Er ist schön angelegt, aber ich wollte an dem Tag schon noch ein Stück weiter. Am Mittag landete ich dann in Bad Hindelang. Hier blieb ich eine ganze Woche, weil: superschöner Platz mit toller Ausstattung, superschöne Umgebung, superschönes Wetter und ich kam in den Genuss von einem Zwischensaisonangebot: 5 Nächte bezahlen, 7 Nächte bleiben.

HindelangHindelangHindelangHindelangHindelangHindelangHindelangHindelangHindelangHindelangHindelang

Auf meiner weiteren Erkundungstour fuhr ich über Nesselwang nach Pfronten-Weißbach. Der Stellplatz in Nesselwang ist direkt neben dem Großparkplatz an der Alpspitzbahn im Grünen angelegt. Ich richtete mich dann aber auf dem Stellplatz im übernächsten Dorf (Pfronten-Weißbach) für unbestimmte Zeit ein. Hier gibt es, wie auch in Bad Hindelang, ein gutes Restaurant und gute Sanitäranlagen sowie Waschmaschine und Trockner.

Pfronten

Als besonderes Schmankerl  bekommt man hier am Stellplatz in Pfronten-Weißbach die  “PfrontenCard”  umsonst, das bedeutet “Freie Fahrt” mit Bus und Bahn im Ostallgäu!

PfrontenCard

(Alle Stellplatzbeschreibungen und GPS-Daten zu den von mir angefahrenen Plätzen findet ihr im Bordatlas 2018 und/oder in den verschiedensten Apps und/oder hinter dem jeweiligen Link.)

Eine Woche ist seit meiner Ankunft schon wieder vergangen und zwischenzeitlich stehen “Oscarlotta” und “Fix und Boxi” wieder nebeneinander hier auf dem Platz und haben sich, so wie wir, über das Wiedersehen gefreut.

Pfronten

Pfronten

Die nächsten Neuigkeiten präsentiert euch dann wieder wie gewohnt Ingrid!

written by Uschi
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Von Dienstag bis Dienstag (Teil 2)

 

Am Freitag fuhr ich zu meinem Bruder und meiner Schwägerin nach Bochum und als ich abends zurückgebracht wurde, war der Stellplatz rappelvoll. Auf den beiden Eckplätzen neben Oscarlotta, die kaum anfahrbar waren, standen zwei mittelgroße Wohnmobile, die sich am Zaun entlang quetschten, auf einem Platz und zwischen ihnen und Oscarlotta stand diagonal auf seinem Platz ein Kastenwagen. Diagonal deswegen, weil sonst keines der beiden anderen Mobile noch herausgekommen wäre. Den Insassen des Kastenwagens gefiel diese Enge offenbar nicht besonders und sie rechtfertigten sich bei mir für ihre unkonventionelle Art zu parken, obwohl mich das weder tangierte noch störte. Im Gegenteil, ich war froh, dass sie nur ein kleines Wohnmobil hatten und durch ihr schräg stehen sogar einen größeren Abstand zu Oscarlotta hielten als es normalerweise der Fall gewesen wäre.

voller Stellplatzvoller Stellplatzdirekt nebenan2 kommen nicht mehr raus

Dies war also offensichtlich der Normalzustand an Wochenenden in allen Jahreszeiten außerhalb des Winters. Erstauntes Smiley Sehr gewöhnungsbedürftig! Dazu gab es die erste Hitzewelle des Jahres, tagsüber stieg das Thermometer in der Sonne auf über 30°C!!! Und das Mitte April! Schatten gab es nur auf der Fahrerseite von Oscarlotta, aber da konnte ich ja nicht sitzen. Mit offenen Fenstern, offener Tür und laufendem Ventilator, der die warme Luft herauszog, ging es einigermaßen. Gegen Spätnachmittag wurde es dann erträglich und an der Ruhr war es sogar sehr angenehm. Das abendliche Telefonat mit Uschi verbrachte ich in der Gesellschaft von 11 Schwänen, die abwechselnd immer mal wieder bei mir vorbeischauten.

Schwäne auf der RuhrSchwäne auf der RuhrSchwäne auf der RuhrSchwäne auf der RuhrSchwäne auf der RuhrSchwäne auf der RuhrKöpfchen in das Wasser, Schwänzchen in die Höh

Am Sonntag bekam ich Kaffeebesuch, der den Kuchen mitbrachte. Zwinkerndes Smiley Die meisten Wohnmobile waren schon wieder abgereist, der Spuk war vorbei. Die Ecke war wieder frei, der Nachbar zur Linken war ebenfalls weg, ich hatte wieder einen Ausblick. Am Montag montierte ich meine neuen alten Kennzeichen, ver- und entsorgte per Eimer und Gießkanne und verabschiedete mich von der Ruhr. Ich muss mal wieder länger in meiner alten Heimat bleiben, ich merke jedes Mal, dass ich hier meine Wurzeln habe und ich möchte Zeit hier verbringen, ohne in Termindruck zu kommen. Das ist bei nur einer Woche Aufenthalt schwierig.

an der Ruhr

Dienstag verabschiedete ich mich auch vom Platzbetreiber, fragte, ob es bei längerem Aufenthalt, z. B. einem Monat, etwas andere Konditionen geben würde und er meinte, darüber ließe sich reden. Vor zwei Jahren kostete der Platz noch 7 Euro und wenn man 10 Nächte blieb, war die 11. Nacht umsonst. Dann wurde ein kleines Sanitärhaus gebaut (4 Toiletten und 2 Duschen) und der Preis auf 10 Euro erhöht, ohne Rabatt. Das Duschen bezahlt man natürlich noch extra, €1 für 4 Minuten und 10 Sekunden (!) und anschließend 10 Minuten Strom auf der Steckdose. Das Angebot einer Dusche auf Stellplätzen nehme ich schon an, Toiletten benutze ich jedoch nie, da ist mir meine eigene wesentlich angenehmer. Das heißt also, dass ich für die Annehmlichkeit einer Dusche, für die ich noch extra zahlen muss, pro Tag 3 Euro mehr für den Stellplatz zahlen muss als noch vor zwei Jahren. Enttäuschtes Smiley

Ich wollte am Donnerstag in Kempten sein, das waren ziemlich genau 600km. Wie weit ich fahren würde, ließ ich offen, es war abhängig von den Bedingungen auf den Autobahnen und meiner Tagesform. Der Verkehr war dicht, aber flüssig, meine Tagesform gut. Als ich mein Tagessoll erfüllt hatte, war es noch viel zu früh, um aufzuhören. Also beschloss ich, die Nacht in Bad Schönborn auf dem uns gut bekannten StellplatzWellMobilPark“ zu verbringen, meldete mich telefonisch an und hörte, dass genügend freie Plätze zur Verfügung ständen. Um 17:30 Uhr war ich dort und stellte erfreut fest, dass sogar Oscarlottas Stammplatz frei war! Ich verlegte nur mein Stromkabel und nahm dann mein Portemonnaie und ging ins benachbarte Thermalbad-Restaurant zum Abendessen. Bisher hatte es nämlich nur auf einer Autobahnraststätte ein Stück Kuchen gegeben, anstelle des vorab geschmierten Käsebrotes, das wieder in den Kühlschrank wanderte. Im Heidelberger Raum ist es ja immer etwas wärmer als überall sonst in Deutschland und so konnte ich bei herrlich wärmenden abendlichen Sonnenstrahlen draußen auf der Terrasse essen. Im April! Vor knapp drei Wochen hatte ich noch minus 3°C!!!

Abendessen

Der Kurpark von Bad Schönborn/Mingolsheim wird seit Monaten neu gestaltet. Der Klettergarten, der sich über die Jahre nicht bewährt hat, wurde demontiert und ist zur Zeit eine große Baustelle. Am Kurparkteich schaute ich nach Nutrias. Dort hatten wir über die Jahre mehrere Generationen einer Nutria-Großfamilie erlebt. Das Nest auf einer kleinen Insel war nicht mehr da, aber eine ausgewachsene Nutria schwamm durch den Teich, kletterte ans Ufer und graste ausgiebig. Auf meinem Rückweg sah ich dann auch noch einen Nutria-Teenager. Smiley

Wer genauso begeistert von diesen putzigen Tieren ist wie wir, der findet in unserem Blog eine Reihe von Berichten, in denen Nutrias vorkommen und auch einige Videos. Ein besonders nettes könnt ihr euch „hier“ anschauen. Ansonsten gebt einfach in die Suche rechts in der Seitenleiste „Nutria“ (ohne Anführungszeichen) ein.

Kurpark Bad SchönbornKurpark Bad SchönbornKurpark Bad SchönbornKurpark Bad SchönbornKurpark Bad SchönbornNutria am TeichNutria am Teich

written by Ingrid
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Von Dienstag bis Dienstag (Teil 1)

 

Hattingen und Umgebung Für Dienstag vergangener Woche hatte ich auf dem Stellplatz in Hattingen an der Ruhr meinen Wunschplatz reserviert. Auf dem Platz bin ich schon zweimal gewesen und hatte dort vor zwei Jahren, bei meinen ersten Alleinfahrten mit Oscarlotta, prompt den Schrankenpfosten „mitgenommen“. Nicht schön, ich war am Boden zerstört und nun hat Oscarlotta, trotz fachmännischer Reparatur, einen kleinen Schönheitsfehler. Seitdem fahre ich noch vorsichtiger und es ist mir kein weiteres Malheur passiert. Toi, toi, toi!!!

Katastrophe in Hattingen 2016Katastrophe in Hattingen 2016

Ich wusste also, welche Plätze für mich (gut) anfahrbar sind. Der Platz ist sehr einnahmeorientiert gestaltet worden, ob gewollt oder aus Unerfahrenheit entzieht sich meiner Kenntnis. Wenn er voll ist, verhindern an einigen Stellen längere Wohnmobile, dass der dazwischenliegende Platz noch anfahrbar ist oder, wenn dort schon ein kleineres Mobil stand, dann kommt es nicht mehr raus. Dann bräuchte man, wie Uschi immer sagt, einen „Siemens Lufthaken“. Ich reservierte den Platz 14 (17 Plätze gibt es insgesamt). Weit genug von der Einfahrt weg, aber direkt nach der Schranke vorwärts gut anfahrbar. Beim letzten Mal hatte ich rückwärts eingeparkt, aber dann könnte ich meinen Fahrradträger nicht abklappen. Und das musste ich, um mein Kennzeichen demontieren zu können. Oscarlotta sollte nämlich wieder eine Ganzjahreszulassung bekommen.

Hattingen 2017

Als ich endlich nach stressiger Staufahrt ankam, war der Platz angenehm leer. Am Zaun hing ein Reserviert-Schild mit meinem Kennzeichen und ich parkte mit ausreichendem Abstand zum Nachbarn auf der linken Seite ein. Der stand rückwärts in seinem Platz und relativ dicht an der Begrenzungslinie und ich wollte einen gewissen Mindestabstand haben. Zum Stellplatz gehört ein öffentlicher Minigolfplatz mit Restauration und so ging ich zum Biergarten, um mich anzumelden. Ich sagte, dass ich Platz 14 reserviert hätte. Ob ich auf 14 oder 15 stehe, wurde ich gefragt. Ich denke, auf 14, entgegnete ich, zumindest würde ich direkt vor meinem Kennzeichen stehen. Da meldete sich der Platzchef aus der Küche und rief, es sei Platz 15 geworden. Auf die Platznummern hatte ich gar nicht geachtet! Im Prinzip war es mir auch egal, Platz 15 war genauso gut, allerdings war die Zufahrt zu den nächsten beiden Plätzen 16 und 17 zwischen dem Fahrradträger von Oscarlotta und der Schranke jetzt nicht mehr sehr breit. Würde da überhaupt noch ein Wohnmobil durchpassen? An beiden Plätzen hingen Reservierungsschilder für den übernächsten Tag. Ich überlegte ernsthaft, ob ich Oscarlotta doch noch einen halben Meter nach links versetzen sollte, entschied mich dann aber dagegen. Es war ja schließlich nicht meine Schuld, dass ich nicht den Platz 14 bekommen hatte, wie gewünscht und bestellt. Und die beiden Plätze waren sowieso nur für kleinere Mobile geeignet. Ich würde es mal darauf ankommen lassen, beschloss ich. Am nächsten Mittag fuhr ein Einzelfahrer in einem Teilintegrierten souverän rückwärts auf Platz 17! Smiley mit geöffnetem Mund

Platz 15enge DurchfahrtPlatz 16 und 17

Am Donnerstag fuhr mich ein alter Freund zur Zulassungsstelle in Bochum. Donnerstags ist auch nachmittags geöffnet! Zwinkerndes Smiley Der freundliche Mensch an der Rezeption fragte alles ab, was ich brauchen würde, nachdem ich ihm geschildert hatte, was mein Anliegen sei. Personalausweis, TÜV-Nachweis, Gutachten für die Eintragung der Tankflasche, Kennzeichen zur Entwertung, Kraftfahrzeugschein, Fahrzeugbrief (MIST!), eVB-Nummer (elektronische Versicherungsbestätigung) der Versicherung (MIST!). Hätte ich doch besser vorher mal telefonisch nachgefragt! Die letzte Änderung vor drei Jahren, als Oscarlotta vor unserem halbjährigen Nordamerika-Aufenthalt ein Saisonkennzeichen bekam, hatte mein Bruder für mich erledigt. Er konnte sich auch noch daran erinnern, dass schon damals die fehlende eVB-Nummer ein Problem war, die ich dann bei der Versicherung erfragt und ihm telefonisch durchgegeben hatte. Diesen Vorfall hatte ich allerdings inzwischen offensichtlich gänzlich vergessen. Und dass ich den Brief auch brauchen würde, war einfach nicht in meinem Kopf!!! Enttäuschtes Smiley Ich hätte mich vor Ärger auf mich selbst irgendwo hinbeißen mögen! Also die ganze Strecke wieder zurück, durch die sehr verkehrsreiche Bochumer Innenstadt bis Hattingen. Unterwegs rief ich bei der Versicherung an und erhielt die eVB-Nummer noch während des Telefonats per SMS. Doch wo ist der Fahrzeugbrief? In Oscarlotta wohl eher nicht, sondern wahrscheinlich, wie alle wichtigen Unterlagen, bei einem Menschen meines Vertrauens in Verwahrung. Und dann? Ich wollte am Dienstag weiterfahren! Am Montag hatte das Straßenverkehrsamt zwar auch noch nachmittags geöffnet, aber ob der Brief bis dahin in Bochum sein würde? Wir beschlossen, dass ich in meinem Safe nachschauen würde und wir, falls er wider Erwarten dort wäre, sofort wieder zurückfahren würden. Ich hatte wenig Hoffnung! Und was war? Der Brief war im Safe!!! Ich hatte nach unserer Halbjahresreise den vorletzten Winter ja mit Oscarlotta in Norddeutschland verbracht und nach meiner Rückkehr nach Lauterburg offensichtlich mit keinem Gedanken mehr an den Brief gedacht. Das war jetzt natürlich mein Glück! Wir fuhren zurück. Die Zulassungsstelle hatte laut Internet bis 16 Uhr geöffnet. Um 15:30 Uhr waren wir dort und ich erklärte dem Mitarbeiter freudestrahlend, dass ich jetzt alle Unterlagen beisammen hätte. Ich bekam einen Nummernzettel, der besagte, dass 25 Personen vor mir dran seien. Es wurde 16 Uhr und die Türen wurden nicht verschlossen! Bis 18 Uhr sei geöffnet, erfuhren wir. Verwirrtes Smiley Nach einer Stunde Wartezeit wurde endlich meine Nummer angezeigt! Die Sachbearbeiterin begann zügig mit der Bearbeitung, merkte allerdings etwas erstaunt an, dass das Gutachten ja noch von 2017 sei? Mit meiner Erklärung, das sei zwei Tage vor Weihnachten gewesen und ich hätte da nicht mehr kommen können, gab sie sich ohne weitere Nachfrage, wo ich denn in der Zwischenzeit gewesen wäre, zufrieden. Sie fütterte ihren Computer mit den Daten, druckte einen neuen Kraftfahrzeugschein aus, vernichtete den alten und stellte dann fest, dass die eVB-Nummer nicht richtig sei. Sie sei mit meiner (Post-)Adresse in Lauterburg verknüpft, die ja aber nicht meine Meldeadresse sei. Ich müsse eine andere eVB-Nummer anfordern. Es war inzwischen 16:40 und ich war sicher, dass ich bei der Versicherung niemanden mehr erreichen würde! Aber noch einmal hatte ich Glück! Es dauerte zwar eine Weile, weil der Versicherungsangestellte einen neuen Vorgang mit neuer Adresse anlegen musste, aber dann gab er mir die neue Nummer telefonisch durch. Ich wiederholte jeden Buchstaben laut und meine geduldige Sachbearbeiterin, die sich in der Zwischenzeit ein wenig mit ihrer Kollegin unterhalten hatte, gab sie gleichzeitig in ihren Computer ein. Dann ging es schnell, neue Plaketten auf die alten Kennzeichenschilder kleben (die von vor drei Jahren, die ich natürlich aufgehoben UND mitgebracht hatte), die Plaketten von den alten Kennzeichen schaben (hab ich auch wieder mitgenommen, man weiß ja nie), das Gutachten für ihre Unterlagen kopieren und schon durfte ich bezahlen. Es war auch gar nicht teuer, €10,20 für die Eintragung der LPG-Tankflasche, €27,60 für die Änderung des Zulassungszeitraumes und noch 60 Cent für zwei Klebesiegel.

Zum vierten Mal an diesem Tag fuhren wir dieselbe Strecke, nun im Feierabendverkehr. Aber diesmal fuhren wir nicht schnurstracks zu Oscarlotta zurück, sondern in den Biergarten des Landgasthauses „Grum“ in Hattingen direkt an der Ruhr. Dort kann man gut, allerdings nicht besonders günstig, speisen und die Küche hatte auch schon geöffnet. Das hatten wir uns verdient, vor allem natürlich mein etwas geplagter, aber sehr nachsichtiger Chauffeur!!!

Hattingen an der Ruhr

Jetzt darf Oscarlotta wieder auf die Straße, wann immer sie möchte. Ich hoffe nur, sie nimmt lieber mich mit als noch einmal einen Schrankenpfosten! Laut lachen

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Seilersee

 

Carola kam am Dienstag noch einmal zum Verabschieden vorbei und weil ich nicht zu spät weiterfahren wollte, gingen wir nur an den Seilersee. Dort sollte es ein neues Lokal geben, das sie auch noch nicht kannte. Ich fuhr vorher noch auf die Ent- und Versorgungsstation und schaffte es, außer der Toilettenkassette acht Eimer Abwasser zu entleeren, bevor der Rolladen sich wieder schloss. Frischwasser konnte ich komplett auffüllen und musste der Hahn sogar zudrehen, bevor die Zeit abgelaufen war. Eine Viertelstunde, bevor Carola kommen wollte, war ich fertig und stellte Oscarlotta auf einen der PKW-Plätze, um einem eventuellen Neuankömmling einen offiziellen Platz zu überlassen. Die vorhandenen vier Plätze waren jede Nacht belegt, auf zweien standen allerdings „Dauercamper“, was u. a. an den irre hohen Wattstundenanzeigen am Display des Stromautomaten abzulesen war. Ich dachte zuerst, dass die beiden Mobile über den Winter nur abgestellt sein würden, aber dem war nicht so, sie wurden bewohnt. Das ist bei einem Platz, der nur über vier Stellflächen verfügt, natürlich von Nachteil für alle anderen Interessenten. Enttäuschtes Smiley

zwei von vier sind Dauerbewohner

Vom Stellplatz bzw. PKW-Parkplatz aus führt eine Fußgängerbrücke über die Bundesstraße und schon sahen wir den Seilersee. Die Natur explodierte förmlich, der See war gesäumt von maigrünen Bäumen und überall blühte es. Jetzt war der Winter wohl endgültig vorbei!?!? Smiley

SeilerseeSeilerseeSeilerseeSeilerseeSeilersee

Eine Infotafel erklärte, dass der Seilersee eigentlich eine Talsperre ist und eigentlich (oder auch) Callerbachtalsperre heißt. Eine richtige (Mini-) Sperrmauer gibt es und auch eine Überlaufzone.

CallerbachtalsperreCallerbachtalsperre

Ein Stück weiter waren wir auch schon an unserem Tagesziel. Man kann aber auch den gesamten See umrunden, zu Fuß oder per Rad. Neben einem Minigolfplatz ist ein schönes Restaurant entstanden mit großem Außenbereich. Aber auch innen hat es in zwei Etagen einiges zu bieten! Das geht bis zu den Toiletten. Die “Wilde Ente” ist eine Dependance des gegenüberliegenden Hotels “VierJahreszeiten”.

"Wilde Ente""Wilde Ente""Wilde Ente""Wilde Ente""Wilde Ente""Wilde Ente""Wilde Ente""Wilde Ente""Wilde Ente""Wilde Ente"

Diesmal tranken wir nur einen Kaffee, das Frühstück war noch nicht lange genug vorbei (bei mir!). Und wenn ich hier etwas gegessen hätte, dann keinen Kuchen, sondern Pommes frites. Die wurden am Nachbartisch serviert und sahen soooo lecker aus! Dazu gab es ein Holzbrettchen mit drei eingelassenen Gläschen, gefüllt mit verschiedenen Gewürzen. Nicht nur langweiliges Salz!!! Cooles Smiley

"Wilde Ente"

Ich hatte nur 50km bis Hattingen, brauchte dafür aber über eine Stunde, obwohl der überwiegende Teil der Strecke über Autobahnen ging. Zum Teil war schon auf der Abbiegespur von einer Autobahn auf die andere Stau! Zum Glück ist das Autobahnnetz im Ruhrgebiet vielfältig, sodass es immer mehrere Möglichkeiten gibt. Aber jeden Tag möchte ich dort nicht mehr unterwegs sein müssen!!! Erstauntes Smiley

written by Ingrid
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Hörder Burg am Phoenixsee

 

Auf der Fahrt zum Kino in Dortmund kamen wir am Phoenixsee vorbei, zumindest besagten das entsprechende Hinweisschilder. Zu sehen waren nur interessante, sehr moderne Gebäude. Ich hatte keine Ahnung, was der Phoenixsee sein könnte und Carola war dort bisher auch nicht gewesen. Auf dem Rückweg suchten wir uns einen Parkplatz und obwohl wir auch richtig Hunger hatten, liefen wir erst ein Stück am See entlang. Überall wird noch gebaut, Wohn- und Bürohäuser, vieles ist schon fertiggestellt und bewohnt. An diesem schönen Sonntagabend waren sehr viele Menschen unterwegs, die wie wir ein wenig flanieren und vielleicht noch nett essen wollten. Die Warteschlange an der Eisdiele war superlang!

Phönixsee

An der einen Seite des Sees stand ein Gebäude, das vom Baustil her so gar nicht zum Gesamtensemble passte. Es sah aus wie eine Burg.

Hörder BurgHörder BurgHörder BurgHörder Burg

Am Haupteingang gab es dann ein aufklärendes Schild, es war wirklich einmal eine Burg! Ursprünglich 1287 als Wasserburg aus den Steinen der damals zerstörten Hohensyburg entstanden. Ihr jetziges Aussehen verdankt sie allerdings der historisierenden Architektur aus der Zeit vom 19. zum 20. Jahrhundert. Ab 1840 entstand hier ein Walzwerk für die Herstellung von Eisenbahnschienen. Die nach ihrem Besitzer Hermann Diedrich Piepenstock benannte Hermannshütte wurde 1852 unter dem Namen Hörder Bergwerks- und Hüttenverein zur ersten Aktiengesellschaft im Hüttenwesen des Ruhrgebiets. Und jetzt erfuhren wir auch endlich, woher der See seinen Namen hat. Von 1906 bis 1922 war die „Hörder Burg“ Sitz der Hauptverwaltung des Montankonzerns Phoenix, des fünftgrößten deutschen Unternehmens.

an der Hörder Burgan der Hörder Burgam Phönixsee

Eine Inschrift gab uns Rätsel auf! Was soll das Wort in der mittleren Reihe bedeuten??? Wir haben es nicht entziffern können! Verwirrtes Smiley

??? mittlere Zeile ???

Der See ist mit 1200m Länge und 320m Breite nicht besonders groß. Seine Wassertiefe beträgt nur 2-3 Meter im Mittel und einmal rundherum sind es gerade mal gut 3km. Die Aushubarbeiten dieses künstlich angelegten Sees begannen im September 2006, die Flutung dauerte ab dem 1. Oktober 2010 ein ganzes Jahr lang an. Gespeist wird er ausschließlich durch Grundwasser und durch Niederschlagswasser und nur bei einer bestimmten Hochwassersituation ist er mit der hier renaturierten Emscher verbunden und dient dann als Rückhaltebecken, um eine Überflutung der flussabwärts liegenden Wohn- und Gewerbebebauung zu verhindern. Im Mai 2011 wurde der fertiggestellte Seeuferbereich für die Öffentlichkeit freigegeben und nach Fertigstellung aller Bauvorhaben sollen ca. 2000 neue Wohneinheiten entstanden sein sowie eine Vielzahl von Büro- und Geschäftshäusern. Alles wirkt sehr modern und stylisch, aber nicht unpersönlich und es scheint schon jetzt von der Bevölkerung sehr angenommen zu werden. Man darf zwar nicht im See baden, aber kleine Segelboote und motorlose Sportboote dürfen auf ihm verkehren.

weitergehende Infos: hier klicken

am Phönixseeam PhönixseePhönixsee

So schön kann es im Ruhrgebiet sein! Dortmund-Hörde hat sich fein herausgemacht, ist nicht mehr das Aschenputtel mitten im Pott! Natürlich fanden wir auch noch ein nettes Lokal und wurden exzellent bewirtet! Verliebt

am Phönixsee

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Seilerblick

 

Über Bad Bentheim fuhr ich diagonal an Coesfeld vorbei bis zur A1, auf dieser bis Unna und dann den Rest Bundesstraße bis Iserlohn. Die A1 war natürlich, wie von früher gewöhnt, voll mit LKW-Kolonnen, aber Stau gab es zum Glück nur in der Gegenrichtung. Den kostenfreien Stellplatz in Iserlohn kannte ich schon und wusste, dass es dort nur 4 Stellflächen für Wohnmobile gibt. Allerdings zusätzlich 9 PKW-Plätze und dieser separate Abschnitt ist Teil eines großen öffentlichen Parkplatzes. Ich machte mir also keine Sorgen. Tatsächlich zählte ich bei der Anfahrt vier Wohnmobile! Dann stellte sich aber heraus, dass eins auf der Fläche der Ent- und Versorgungsanlage stand und mein Wunschplatz am Ende des Platzes frei war! Das Wohnmobil auf der VE-Station blieb dort übrigens über Nacht stehen, der Platz ist schön eben und der Fahrer hatte wohl noch nicht viel Erfahrung oder ein dickes Fell. Der Platz liegt neben einer wenig befahrenen Anliegerstraße im Grünen. Benachbart ist eine Tennisanlage und ein Fitnesskomplex, der PKW-Parkbereich ist so weit weg, dass er nicht stört. Durch eine Grünanlage läuft man zur Hauptstraße und ein kleines Stück weiter gibt es ein Einkaufszentrum. Ganz in der Nähe liegt der Seilersee (den man komplett umrunden kann), weswegen der Stellplatz nach der angrenzenden Straße “Seilerblick” heißt. Zu sehen ist der See vom Stellplatz aus allerdings nicht. Strom erhält man über einen Münzautomaten, 50 Cent für angezeigte 1000 Wattstunden. Die VE-Station hat als Nachteil, dass man die Toilette nur ausleeren kann, wenn man 1 Euro investiert, nur dann öffnet sich der Rolladen. Abwasser kann auch nur dort abgelassen werden, per Schlauch. Wenn man, wie ich, am liebsten per Eimer entsorgt, falls es keine Bodenrinne gibt, muss man sich beeilen, der Rolladen schließt automatisch nach 4 ½ Minuten. Mal sehen, wieviele Eimer plus Toilette entleeren ich in der Zeit schaffe! Zwinkerndes Smiley

Stellplatz "Seilerblick"Stellplatz "Seilerblick"Stellplatz "Seilerblick"Stellplatz "Seilerblick"

Meine Freundin Carola kam am nächsten Nachmittag zum Kaffeetrinken und die folgenden Tage gab es ein ausgiebiges Programm,

IserlohnIserlohnIserlohn

bestehend aus Stadtbummel, quatschen, Eis essen, quatschen, die neue Wohnung anschauen, quatschen, ins Kino gehen, nicht quatschen, erst danach wieder. Smiley mit geöffnetem Mund Wir sahen übrigens den Film „3 Tage in Quiberon“ mit Marie Bäumer, die Romy Schneider auf grandiose Weise spielt. Sie sieht Romy sehr ähnlich und während des Films vergisst man vollständig, dass man auf der Leinwand NICHT die echte Romy Schneider sieht. Tonfall, Gesten, Körpersprache, alles zum Verwechseln ähnlich! Es geht um ein Interview, dass der „Stern“ im Jahre 1981 mit der Schauspielerin, die in Deutschland ihr Sissi-Image nie losgeworden ist, auf der französischen Halbinsel im Atlantik führte. Der Film, der komplett in schwarz-weiß gedreht ist, orientiert sich sehr an den originalen Geschehnissen, zu sehen an diesen Fotos (gleiche Szenen im Film). Es wird sehr deutlich, wie zerrissen der innere Zustand von Romy Schneider in ihrem letzten Lebensjahr war bzw. wie wenig sie dem noch entgegenzusetzen hatte. Der tragische Tod ihres 14-jährigen Sohnes kurz nach dem Interview, der nicht Teil des Filmes ist, hat ihren Lebensmut dann wohl vollständig zerstört und sie starb mit nur 43 Jahren aus nicht wirklich geklärter Ursache. (Trailer zum Film im 1. Link)

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Wildes Hausen im Strandkorb am See

 

Mein nächstes Ziel war Nordhorn. Da ich nun mal kein Frühaufsteher bin und noch Abwasser wegtragen und Frischwasser auffüllen sowie eine Gasflasche bei Toom wechseln und LPG tanken musste, wurde es 15 Uhr, bis ich so richtig unterwegs war. Das Wetter war gut, die Autobahn voller LKWs, aber es lief – bis Bremen. Da war nur noch zähfließender Verkehr und es machte auch nichts mehr, dass ich an das LKW-Überholverbot gebunden war. Es konnte niemand mehr schnell fahren. Als es dann wieder voran ging, hatte ich trotzdem keine Lust mehr. Klar hätte ich es noch bis Nordhorn geschafft, es wäre ja auch egal gewesen, wann ich dort ankomme, aber eigentlich wollte ich mir lieber einen gemütlichen Feierabend machen. Ich war gerade auf der Höhe von Wildeshausen und beschloss, meine Apps zu befragen, ob es dort einen Stellplatz gibt. Also fuhr ich die nächste Raststätte an und unverrichteter Dinge auf der anderen Seite wieder heraus, denn es war kein einziger Parkplatz für Oscarlotta frei. Alles war belegt mit LKWs! Die Züge standen sogar dicht an dicht der Länge nach hinter den einzelnen Spuren und selbst wenn ein LKW bereits nach vorne weggefahren war, konnte man deswegen den freien Platz nicht anfahren. Zum Glück kam kurz danach ein Parkplatz und es gab einen ausreichenden Abstand zwischen weiteren LKWs. Und es gab einen Stellplatz in Wildeshausen! 19 Plätze, da sollte doch ein geeigneter für Oscarlotta dabei sein. Dem war auch so, gut die Hälfte der Plätze war frei, allerdings waren nicht alle lang genug und mit dem Heck über die Wiese fahren ging wegen dort drapierter Felsbrocken auch nicht. An einer Seite waren allerdings extralange Plätze mit Fahrspuren aus Platten und dort sortierten wir uns ein. Der Stellplatz liegt an einen Schwimmbad (am Anfang des Stellplatzes) und an einem Restaurant/Imbiss (am Ende des Stellplatzes). Das bedeutete, dass doch der eine oder andere PKW an uns vorbeifuhr. Kleinkinder und Hunde müssten hier an die Leine!

WildeshausenWildeshausenWildeshausenWildeshausenWildeshausen

Der Nachbar war gerade draußen, als ich mein Stromkabel verlegen wollte und ich fragte ihn, wo man bezahlen müsse. Der Platz sollte €5 incl. Strom kosten. Der Ticketautomat sei kaputt, erfuhr ich, Strom würde man aber trotzdem kriegen. Okayyyyy! Die Stromsäule war ziemlich weit weg, da würde mein 25m-Kabel nicht reichen. Ich kramte also die Kabeltrommel aus der Heckgarage, aber auch die reichte nur so gerade eben bis hinter das rechte Vorderrad. Mit Hilfe des losen Kabels kam ich auf die andere Seite von Oscarlotta zum Stromanschluss und konnte wieder einmal alles mit Strom betreiben – und das auch noch für umsonst! Smiley mit geöffnetem Mund

Am nächsten Tag regnete es! Der Nachbar links neben mir war schon weggefahren und was stand direkt neben seinem Platz? Eine Stromsäule!!! Vielleicht hätte ich am Abend zuvor mal schauen sollen, ob er Strom angeschlossen hatte und WO! Nun ja. Eigentlich war es ja schade, dass ich weiterfahren musste. Und ich würde mir Oscarlotta auf der Autobahn total versauen, jetzt, wo sie gerade wieder einigermaßen sauber war. Ich hatte sie schon fahrfertig geräumt und beschloss dann trotzdem, einfach den Tag noch dort zu verbringen und das schlechte Wetter auszusitzen. Für den nächsten Tag war der Frühling angekündigt! In einer kurzen Regenpause holte ich mein Stromkabel ein, verstaute die Kabeltrommel wieder in der Heckgarage und wechselte zu der Stromsäule nebenan. Der Ticketautomat funktionierte immer noch nicht. Eine bessere Entscheidung hätte ich nicht treffen können! Ich wachte am nächsten Morgen (ja, Morgen!) bei strahlendem Sonnenschein auf. Draußen verrichtete ein Laubbläser seinen lauten Dienst und direkt hinter meinem Bett unterhielten sich gegen den Lärm zwei Stadtbedienstete in einer mir unverständlichen Sprache. Dann konnte ich auch aufstehen! Und so war ich mittags bereits auf dem Stellplatz in Nordhorn. Wie erwartet waren alle drei gepflasterten Spuren voll belegt. Aber dort, mitten im Getümmel, stehe ich sowieso nicht gerne, zu viele Nachbarn mit zu wenig Abstand. Die unbefestigten Rasenplätze waren durch die Nässe arg zerfahren mit tiefen Spurrillen und Schlammlöchern, aber Oscarlotta fand ein Plätzchen ohne sich die Füße dreckig zu machen. Ein wenig schief, der Platz, aber Keile wollte ich in den Schlamm nicht legen. Ich bin da auch nicht so empfindlich.

StellplatzStellplatzStellplatzStellplatzStellplatz

Das Wetter war der Hammer!!! Die Winterschuhe wanderten in die Heckgarage, die Kniehosen wurden aus der Winterruhe geholt, vorsichtshalber nahm ich eine leichte Jacke mit, die ich dann aber nicht brauchte. Ich ging quer über die Straße zum Vechtesee. Dort gibt es seit Jahren ein schönes und sehr beliebtes Seerestaurant/Hotel mit großem Gartenbereich, das Pier 99. Die Tische waren alle voll, aber die Strandkörbe waren fast alle noch leer. Wann hatte ich das letzte Mal in einem Strandkorb gesessen? Dazu noch in einem, der im Sand steht? Kaffee bitte! Und Kuchen. Ich hatte nämlich noch nichts gefrühstückt.

Pier 99Pier 99Pier 99Pier 99Pier 99

Alles war gut! Das Wetter, der Ausblick, der Kuchen, der Stellplatz sowieso. Ich bin immer wieder gerne in Nordhorn. Der Platz kostet akzeptable 5 Euro/Nacht, zu bezahlen an einem Ticketautomaten. Der nimmt allerding nur 2 und 1-Eurostücke, man sollte also vorher sammeln. Für €1 bekommt man 5 Stunden Strom, den brauche ich mittags für meinen Frühstückskaffee und der Kühlschrank läuft für diese Zeit dann auch auf Strom. Den Rest des Tages komme ich mit Solar (und Gas für den Kühlschrank) gut über die Runden. Ein Nachteil ist, dass es keine Kleinmenge Wasser gibt, so muss ich meinen Tee- und Kaffeewasserkanister alle paar Tage bei meinen Freunden füllen. Die nette Innenstadt ist in fußläufiger Entfernung (per Rad 5 Minuten), in Holland ist man mit dem Fahrrad ganz schnell, den Vechtesee kann man in einer Dreiviertelstunde zu Fuß umrunden. Mehrere Einkaufsläden sind nicht allzu weit entfernt. Hier ist Radfahrerland, die Nähe zu Holland macht sich bemerkbar. Alles ist eben und es gibt überall Radwege. Mein Fahrrad durfte also auch endlich mal wieder vom Heckträger runter und freute sich ganz offensichtlich, mal wieder sausen zu können!

Nur meiner Satellitenschüssel passte irgendetwas nicht! Eines Nachts wollte sie nicht mehr eingefahren werden. Motorblockade, sagte eine Fehlermeldung auf dem Fernsehschirm. Ich schaltete ein wenig hin und her, ließ sie wieder rotieren, wobei sie keinen Satelliten mehr fand, leuchtete mit der Taschenlampe nach irgendwelchen Hindernissen, die nicht da waren und hatte beim dritten Versuch das Glück, dass sie sich doch noch aufs Dach legte. Um zu überprüfen, was los ist, müsste ich aufs Dach (mache ich nicht so gerne, vor allem nicht auf einem vollen Stellplatz mit lauter draußensitzenden gelangweilten und neugierigen männlichen Menschen), außerdem müsste ich die Schüssel wieder hochfahren. Und wenn ich sie dann nicht mehr dazu bewegen kann, sich wieder einzuklappen, kann ich nicht weiterfahren! Ich rief bei einem Wohnmobilservice an. Diese Fehlermeldung hätten viele, da müsse das Steuerelement ausgebaut und eingeschickt werden, das könne drei bis vier Wochen dauern. So viel Zeit habe ich nicht. Also ist fernsehen gestrichen! Wird ja sowieso total überbewertet! Cooles Smiley

written by Ingrid
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Der Hase und der Igel

 

Nun waren die Tage am Meer auch schon Vergangenheit, leider. Ich hätte am liebsten den Sommer dort oben verbracht, an der Ostsee hat es mir immer schon gefallen. Ob es daran liegt, dass ich mit 4 Jahren in ihr schwimmen gelernt habe, damals in Kellenhusen? Mein Vater hat es mir beigebracht, zunächst, indem er mich an den Trägern meines Badeanzuges, die am Rücken über Kreuz liefen, über Wasser hielt. Irgendwann kam ich ihm auf die Schliche, dass er längst losgelassen hatte! Aber das war schon im nächsten Jahr, als ich fünf war. Und dann sollte ich über eine kurze Distanz allein zu ihm hin schwimmen und ertappte ihn bald dabei, dass er heimlich immer weiter rückwärts ging. Ich war sauer, aber ich konnte schwimmen!

Am Palmsonntag fuhr ich bis Buxtehude. Ich wollte unsere Freundin Gisela in Hamburg besuchen und Brodo, ebenfalls ein langjähriger Wohnmobilreisender, Freund und Fulltimer (lebt wie wir ständig im Wohnmobil), wollte mich in Buxtehude treffen, nicht nur, aber auch, damit ich mich seiner diversen Computer-, Tablet- und Smartphoneprobleme annehmen kann. Zwinkerndes Smiley Gisela äußerte dann den Wunsch, ihr erstes Smartphone zu kaufen und entschloss sich auch dazu, nachdem ich ihr angeboten hatte, es ihr einzurichten und zu erklären. Gisela ist 80.

So war ich gut beschäftigt. Meinen Vorgarten stellte ich auf Frühling um, was dem Winter aber offensichtlich nicht gefiel.

Frühlings-Vorgarten (!)Frühlings-Vorgarten (?)Ostern mit SchneeOstern mit Schnee

Ich hatte damit gerechnet, dass der Stellplatz „Schützenplatz“ über Ostern voll werden würde. Buxtehude ist ja ein nettes Städtchen, der Platz liegt stadtnah und trotzdem im Grünen und kostet nur €5. Offiziell darf man nur maximal 3 Tage bleiben, aber das interessiert offenbar niemanden. Es wurde nicht voll, über die Ostertage waren mit uns höchstens 6 oder 7 Mobile da.

Stellplatz "Schützenplatz"Stellplatz "Schützenplatz"auf dem Weg in die StadtStellplatz "Schützenplatz"BuxtehudeBuxtehudeBuxtehudeBuxtehudeOstern naht!

In Buxtehude soll sich der Überlieferung nach ja das Wettrennen zwischen dem Hasen und dem Igel abgespielt haben. Dem war zwar nicht so, aber das Grimm’sche Märchen ist natürlich eine gute Marketingidee für die Stadt. So findet man die beiden Figuren auch an den verschiedensten Stellen, oft an das Verkaufsangebot des Geschäftes, vor dem sie stehen, angepasst.

Uhren-IgelHaseImbiss-Igel

Das mit dem leeren Stellplatz änderte sich schlagartig am Dienstag nach Ostern! Da kamen die Mobile im Minutentakt! Hatten alle noch mit den Enkelkindern Ostereier suchen müssen? Uschi hatte dann die Erklärung: Es war Anfang April, alle Saisonkennzeichenfahrer durften mit ihren Fahrzeugen wieder auf die Straße!!! Jetzt beginnt wieder die schwierigere Jahreszeit. Zwar ist das Wetter besser (hoffentlich!), dafür sind aber die Stellplätze überfüllt. Zeit, auf die Schwäbische Alb zurückzukehren. Vorher möchte ich aber noch meine Freunde in Nordhorn besuchen und einen Abstecher ins Ruhrgebiet machen. Und Ende des Monats zum Jazzfrühling und Wohnmobiltreffen nach Kempten fahren. Gisela und ihr Smartphone kommen auch! Smiley

nach Osternnach OsternFußmatte ohne Matte

written by Ingrid
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Das “Beste” kommt zum Schluss

 

Der Sturm ging, die Sonne kam, die Minustemperaturen blieben. Bei einem Strandspaziergang zeigten sich wahre Kunstwerke, die Schnee und/oder Regen in Verbindung mit der Kälte und dem Wind hervorgebracht hatten.

Eis am Stiel, ähh StrandEis am Stiel, ähh StrandEis am Stiel, ähh StrandEis am Stiel, ähh StrandEis am Stiel, ähh StrandEis am Stiel, ähh StrandEis am Stiel, ähh StrandEis am Stiel, ähh StrandEis am Stiel, ähh StrandEis am Stiel, ähh StrandEis am Stiel, ähh StrandEis am Stiel, ähh Strand

Die Vorhersage kündigte besseres Wetter an und nun wollte ich nicht abreisen und verlängerte um eine ganze weitere Woche. Am Samstag wurde der Platz immer voller, in Bremen hatten die Osterferien begonnen. Ich blieb trotzdem allein hinten in meiner Ecke am letzten Zipfel des Campingplatzes. Dummerweise waren die Wasserentnahmestellen, die es auf fast jedem Stellplatz gibt, wegen der Kälte noch nicht wieder in Betrieb, so musste ich einige Male mit vollem Abwassereimer hin und voller Gießkanne zurück bis zum Sanitärhaus laufen. Molli bekam keine zweite Chance, auch mit der Bäderbahn bin ich nicht gefahren und auf einen weiteren Kinobesuch verzichtete ich ebenfalls, obwohl es noch einen Film gab, der mich interessiert hätte. Aber der kommt irgendwann sowieso im Fernsehen. Dafür war ich noch einige Male am Strand unterwegs und in den zwei Ortsteilen, sogar mit Friseurbesuch. So teuer im Osten!!! Erstauntes Smiley

am Strand von Kühlungsbornam Strand von Kühlungsbornam Strand von Kühlungsbornam Strand von Kühlungsbornam Strand von Kühlungsbornam Strand von Kühlungsbornam Strand von Kühlungsbornam Strand von Kühlungsbornam Strand von Kühlungsbornam Strand von Kühlungsbornam Strand von Kühlungsbornam Strand von Kühlungsbornam Strand von Kühlungsbornam Strand von Kühlungsbornam Strand von Kühlungsbornam Strand von Kühlungsbornam Strand von Kühlungsborn

Am nächsten Samstag ging ich nachmittags in die Rezeption, um schon einmal zu bezahlen. Ich ahnte, dass es schwierig werden würde mit anderem Platz, einmal umziehen, zweimal verlängern und als Krönung galt für die letzten zwei Nächte auch der Sparwochenpreis nicht mehr, sondern der der Nebensaison. Vorsichtshalber hatte ich akribisch für mich ausgerechnet, was ich zu zahlen haben würde und hatte es mindestens zweimal überprüft. Die resolute Dame, die mich zu Beginn empfangen hatte, bediente mich. Und wie erwartet fiel die Rechnung um einiges höher aus als ich errechnet hatte! Nachdem ich das angemerkt hatte und auch, dass ich gewusst hätte, dass es schwierig werden würde, wurde ich etwas von oben herab darüber belehrt, dass sie (die Rezeptionisten) dies seit Jahren Tag für Tag machen würden und den (besseren?) Überblick hätten. Es hätte schon alles seine Richtigkeit! Daraufhin legte sie mir die reichlich unübersichtliche Rechnung mit mehreren Posten und nachträglichen Gutschriften vor, schob von Zeile zu Zeile ein Lineal über die Rechnung und erläuterte die Einzelposten. Alles ziemlich schnell und etwas ungeduldig. Ihr Unmut, dass ich dumme Touristin es gewagt hatte, ihre Rechnung anzuzweifeln, war deutlich zu spüren und ich glaube nicht, dass ich das nur so empfunden habe. Auf die Schnelle sah alles richtig aus, ich zweifelte an mir (wenn auch nur ein wenig) und beschloss, erst einmal zu bezahlen und dann in das nächste Café zu gehen und alles IN RUHE zu überprüfen. Das machte ich dann auf einer Bank auf der Strandpromenade in der Sonne. Und siehe da, ICH HATTE RICHTIG GERECHNET!!! Die letzten zwei Nächte kosteten nicht mehr €7,50/Person, sondern €8,00. Zweimal acht macht sechzehn, auf der Rechnung wurden mir aber €32 berechnet! Es wurde offenbar also auch hier davon ausgegangen, dass es sich um zwei Personen handelt, aber das hätte ja nun klar sein müssen, dass ich allein bin, denn sonst wären mir ja die 6 Euro für die zweite berechnete Person während der Sparwochen nicht vergütet worden. Und da war dann auch der zweite Fehler, statt einer Gutschrift für 12 Tage wurde nur eine für 4 Tage aufgeführt. Beides zusammen ergab dann genau die Differenz zwischen meiner Vorabrechnung und der, die ich bezahlt hatte, nämlich €64,00!!! Ist ja nicht ganz wenig, nicht wahr? Auf dem Rückweg ging ich wieder in der Rezeption vorbei, die Dame war noch da. Sie telefonierte und ich legte ihr wortlos die Rechnung auf den Tresen. Sie nahm sie und rief schon einmal meine Daten im Computer auf. Ich zeigte ihr dann die entdeckten Fehler und nun geschah etwas Erstaunliches. Sie war nicht in der Lage, diese Fehler nachzuvollziehen, setzte sich vor den Computerbildschirm und war sichtlich überfordert. Also war sie doch nicht so souverän und fähig, wie sie es mir zu vermitteln versucht hatte? Oder war es ihr nur peinlich, dass ihr diese Fehler unterlaufen waren, konnte das aber nicht zugeben? Als sie bei den letzten zwei Nächte (die für €8/Person) wieder mit den Sparwochen anfing, sagte ich, jetzt reichlich genervt, dass es sich hierbei NICHT mehr um die Sparwochen handeln würde und ich aber auch nicht für zwei Personen bezahlen würde, da ich ja nun nur eine Person sei. Daraufhin stand sie auf, stellte sich vor mich hin und erzählte mir irgendetwas, das darin gipfelte, dass wir doch bitte in einem freundschaftlichen Ton miteinander reden wollten. Ich hatte nicht geschrien, ich war auch nicht unverschämt geworden, nur etwas bestimmter in meinem Tonfall! Jetzt hatte ich nur zwei Möglichkeiten, entweder völlig auszurasten oder zu schweigen. Ich entschied mich für zweiteres. Sie setzte sich wieder an den PC und war weiterhin nicht in der Lage, zu erkennen, warum die Computereingabe an diesen zwei Punkten einfach falsch war. Sie müsse sich das in Ruhe anschauen und die Berechnung ändern und ich möge doch bitte am nächsten Morgen noch einmal wiederkommen. Sie würde den Kollegen eine Benachrichtigung schreiben und die würden mir mein zuviel bezahltes Geld dann aushändigen. Immerhin entschuldigte sie sich für das „Versehen“ und lächelte mich freundlichst an mit dem sehr fühlbaren Anspruch, dass ich jetzt auch nett zurücklächeln möge. Freundschaftlich eben. Warum bin ich eigentlich nicht (seltenst) in der Lage, meinen Unmut kundzutun??? Geärgert hat mich ja ihre überhebliche Art, mir eine falsche Rechnung zu erklären, besonders nachdem ich sagte, dass ich wesentlich weniger errechnet hätte. Geärgert hat mich ihre überzeugte Behauptung, sie wisse schon, was richtig ist. Ich hasse es, wenn man mich behandelt wie ein dummes Blag! Und mindestens genauso hasse ich es, wenn ich mich so behandeln lasse!!! Eine kleine Genugtuung war es für mich, dass sie so ins Schleudern kam und ich denke, dass es ihr schon ziemlich peinlich war. Wenn sie nämlich so großartig wäre wie sie vorgab zu sein, dann hätte ihr ein so schwerwiegender Fehler nicht passieren dürfen, gerade weil ich die Höhe der Rechnung ja sofort angezweifelt hatte.

Am nächsten Mittag gab ich meine Magnetkarte ab und erklärte, dass ich noch Geld zu bekommen hätte. Bei meinen Personalien lag die korrigierte Rechnung, die diensthabende Rezeptionistin wusste offenbar noch von nichts, erfasste die Angelegenheit aber schnell, zerriss die alte Rechnung, druckte mir die neue aus und erstattete mir €64 in bar. Ich hatte nicht sonderlich gut geschlafen, das sagte ich ihr und auch, dass ich beschlossen hätte, wenn schon nicht gestern, dann immerhin jetzt zu der ganzen Angelegenheit etwas zu sagen. Es hätte mir nämlich grundsätzlich gut gefallen auf diesem Campingplatz und in Kühlungsborn und ich würde gerne noch einmal wiederkommen. Wenn ich aber mit Groll fahren würde, dann könnte ich das nicht. Sie war sehr freundlich und hörte sich meine Geschichte an, verzog bei der „freundschaftlichen“ Sequenz sogar ein wenig das Gesicht und fragte dann, um welche Mitarbeiterin es sich handeln würde. Das sagte ihr dann ihre Kollegin, die im Hintergrund alles mitangehört hatte und sie sagte auch, dass sie am Tag zuvor danebengestanden hätte. Sie sagte es in einem ganz bestimmten Tonfall! Cooles Smiley

Ich fuhr mit Oscarlotta auf die Entsorgungsstation und füllte noch ein paar Gießkannen Frischwasser ein. Innerhalb der vorgeschriebenen Abreisezeit fuhr ich vor die Schranke, die sich nicht öffnete! Ich setzte ein Stück zurück und fuhr in einem etwas anderen Winkel wieder vor. Die Schranke machte keine Anstalten, sich zu öffnen. Ich wiederholte den Vorgang weitere drei Male, immer in der Annahme, dass die eingebaute Kamera mein Nummernschild nicht erfassen kann. Die Rezeption lag nicht weit daneben mit Sichtkontakt zur Ein- und Ausfahrt, wie das so üblich ist. Aber dort schien niemand zu bemerken, dass ich ein Problem hatte. Schließlich ließ ich einen anderen Mobilfahrer, der auf dem Randstreifen stand und erst noch seinen Enkel angegurtet hatte, vor. Die Schranke öffnete sich sofort! Hoffnungsfroh fuhr ich wieder nach vorne. Nichts! Es blieb mir nichts anderes übrig, als auszusteigen und in der Rezeption darum zu bitten, mir die Schranke manuell zu öffnen. Ja, selbstverständlich würde sie das! Und dann konnte ich endlich fahren. Erzürnt

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Stürmische Zeiten

 

Je mehr ich vom Campingpark und von Kühlungsborn sah, desto besser gefiel es mir dort. Vom feinsten sind die Sanitäranlagen, die fast identisch waren mit denen der „LuxOase“ in Kleinröhrsdorf bei Dresden, wo wir das letzte Osterfest verbracht haben. Dort hatte es mir vor allem der Kinderbereich angetan. Also ging ich hier natürlich auch hin und war wieder restlos begeistert!

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Schon am Mittwoch sagte ich in der Rezeption Bescheid, dass ich bis Sonntag bleiben würde und fragte gleichzeitig, ob es möglich sei, dass ich evtl. kurzfristig für ein paar Stunden oder eine Nacht den Platz wechseln könnte. Ich stand nämlich unter Bäumen und es war für die nächsten Tage Sturm mit orkanartigen Böen angekündigt. Sturm und Bäume sind keine gute Kombination und seitdem mir in Spanien bereits einmal ein entwurzelter Baum gegen mein damaliges Wohnmobil gefallen ist, werde ich da etwas nervös. Unerwartet ging es am selben Abend schon los und am nächsten Morgen zog ich dauerhaft um auf einen anderen Platz. Am Ende meiner „Straße“ gab es zwei Plätze, die außerhalb der Gefahrenzone lagen, weil sich dort statt Bäumen die Gebäude der Bootsvermietung sowie viele Boote im Winterlager befanden.

Umzug uf Platz 146der alte PlatzBlick von der anderen Seite

Dieser Platz kostete zwar noch einmal einen Euro mehr, aber das waren mir meine Ruhe und Sicherheit wert. Und es stellte sich heraus, dass diese Entscheidung die einzig richtige gewesen war. Es gab über drei Tage Windgeschwindigkeiten von bis zu 80km/h mit heftigen Böen! Zudem stand Oscarlotta jetzt mit der Schnauze zum Wind, auf dem alten Platz hätten wir die Böen seitlich abbekommen, was wenig lustig gewesen wäre! Auch jetzt schüttelte Oscarlotta sich ab und zu, aber mit ihren 6 Tonnen bewies sie ausreichende Bodenhaftung. Wir standen allein, rundherum war nichts, was uns hätte gefährlich werden können und so war ich in der Lage, das Getöse entspannt zu beobachten. Von meinem gedrehten Beifahrersessel konnte ich, bequem mit den Beinen auf der Couch, direkt auf die aufgewühlte Ostsee sehen. So hatte ich bisher nur die Nordsee, das Mittelmeer bei Orkan oder den Atlantik gesehen, nicht aber die überwiegend zahme Ostsee! Sich draußen aufzuhalten war wenig erfreulich, die Temperaturen fielen noch einmal auf -3°C. Aber ich musste von diesem Schauspiel unbedingt ein paar Videos drehen! Nach dem zweiten zeigte mein iPhone Erbarmen und schaltete sich aus, bevor mir die Finger abfielen. Laut lachen
 

 

 
Am nächsten Tag schien dann immerhin die Sonne und ich schaffte zwei weitere Videos.
 

 

 
Kühlungsborn unterteilt sich in die Ortsteile West (wo der Campingplatz liegt) und Ost (wo die Seebrücke ist). Dazwischen ist ein recht großes Waldgebiet mit vielen verzweigten Wegen, im Sommer bestimmt sehr schön schattig. Trotz Ortsplan verlief ich mich ein wenig. Zwinkerndes Smiley

Kühlungsborn

Kühlungsborn Ost ist etwas touristischer, „mondäner“ trifft es nicht ganz, aber es gibt eine lange Straße mit Geschäften, Restaurants, Cafés. Die Bäckereikette Junge hat hier sogar zwei Geschäfte/Cafés und noch eins in West. Da war es ja klar, wo ich landete! Die Seebrücke sah ich mir noch an, meine Füße wollten sie allerdings nicht mehr begehen, sondern nach Hause. Aber nicht laufen! Bis zum Bahnhof Ost schafften wir es aber noch und hatten Glück, dass nach 10 Minuten der richtige Bus kam. €1,50 kostete die Fahrt bis zum Bahnhof West, von dort sind es noch einmal 15 Gehminuten bis zum Campingplatz.

KühlungsbornSeebrückeaufgewühlte OstseeausruhenKühlungsbornKühlungsbornKühlungsbornKühlungsbornverlassene Prunkvillaverlassene Prunkvilla

Eine weitere Attraktion ist das Campingplatz-Kino. Gleich zweimal war ich dort, so vor der Haustür habe ich ein Kino ja sonst nie. Beide Filme waren extrem berührend, einer davon hat mich für einen Abend und die darauffolgende Nacht regelrecht ausgeknockt. Trotzdem empfehle ich beide uneingeschränkt weiter, thematisch und schauspielerisch sind sie ganz „großes Kino“. Es handelt sich um „Wunder“ mit Julia Roberts und „Das Leuchten der Erinnerung“ mit Helen Mirren und Donald Sutherland, beide auch im Alter immer noch hervorragende Schauspieler. Weinen und lachen liegen bei beiden Filmen ganz dicht beieinander.

Aber nicht nur ein Kino gehört zum Campingplatz, sondern auch ein ganz normal großer Norma-Supermarkt. Die Namensgleichheit ist Zufall, aber Norma hätte vermutlich nichts dagegen, wenn die eine oder andere Tageseinnahme in ihre Taschen fließen würde. Vielleicht bekommt sie ja wenigstens einen Einkaufsrabatt!?

Direkt am Campingplatz ist auch eine Haltestelle der Bäderbahn. Mit der kann man für €7 eine Rundfahrt durch ganz Kühlungsborn machen oder für 50 Cent mehr per Tageskarte die Fahrt so oft und lange unterbrechen wie man möchte. Wenn man nur ein paar Stationen fahren will, z. B. um vom Campingplatz zur Seebrücke zu kommen, zahlt man von Station zu Station €0,70. Das wären in diesem Fall €3,50. Übrigens zahlt man nichts mehr, wenn man älter als 99 Jahre ist! Smiley mit geöffnetem Mund

Und dann gibt es natürlich noch die „Molli“! Eine Schmalspurbahn mit 900mm Spurweite. Sechs liebevoll restaurierte Personenwagen, Baujahr 1911-1926 mit je 26 originalen Holzlattensitzen, holzgerahmten Fallfenstern mit Lederriemen, verglasten Oberlichtern, handgeknüpften Gepäcknetzen mit Gusskonsolen sowie Türschlössern und Lampen aus Messing. Ein Büffetwagen mit 22 Sitzplätzen, Baujahr 1925 und ein Gepäckwagen/Postwagen komplettieren den Zug, der ausschließlich von historischen Dampflokomotiven bewegt wird, gebaut 1932 von der Firma Orenstein & Koppel in Drewitz bei Berlin. Ich wollte die Fahrt nach Bad Doberan und zurück mitmachen, unterwegs an der Haltestelle „Steilküste“ aussteigen und zwei Stunden später wieder weiterfahren. Mein Vorhaben scheiterte leider ganz profan daran, dass ich zu spät am Bahnhof ankam und Molli mir vor der Nase wegfuhr! Ich habe sie nicht einmal mehr gesehen, nur gehört. Enttäuschtes Smiley

Ein wenig tröstete mich, als ich las, dass die Station Steilküste keine reguläre Haltestelle ist und der Zug auf Anfrage dort nur hält, wenn es weder Eis noch Schnee gibt. In der Nacht zuvor hatte es noch einmal geschneit! Die nächsten Tage schien die Sonne nicht mehr und es war weiterhin kalt. Ob die Personenwagen überhaupt geheizt sein würden? Molli sollte also nicht sein, dieses Mal jedenfalls.

Molli

written by Ingrid
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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Endlich am Meer!!!

 

Für meinen „Urlaub“ am Meer hatte ich mir Kühlungsborn ausgesucht. Dort waren Uschi und ich im letzten Winter auf einer unserer Spritztouren mit dem Miet-Smart nur durchgefahren, es regnete. Ich hatte aber den Eindruck gehabt, dass ein Besuch sich lohnen könnte und den wollte ich jetzt nachholen. Einen Stellplatz gibt es nur weiter außerhalb, aber der Campingplatz öffnete wieder am 2. März. Bis zum 23. März wurden zudem „Sparwochen“ angepriesen, das passte doch gut. Was mir nicht gefiel, war der Zusatz „Bei den Sparwochen gilt eine Mindestbelegung mit 2 Personen ab 12 Jahre“. Ich sah darin keinen Sinn außer dem, möglichst viel Geld wieder reinzuholen, denn der Platz ist ja sowieso schon belegt, egal wie viele Menschen in dem Mobil oder Wohnwagen sind. Und ein Einzelreisender erzeugt keine Kosten für zwei! Ich rief an. Nach mehreren Minuten in der Warteschleife meldete sich eine junge Frauenstimme mit Namen und dem Zusatz „Auszubildende“. Ich stellte meine Frage und sagte gleich dazu, dass ich nicht kommen würde, wenn ich für zwei Personen bezahlen muss. Die Antwort war, dass man es tatsächlich erst einmal so in den Computer eingeben müsse, aber die Personengebühr für die zweite Person dann wieder gutgeschrieben würde. Nun ja. Eine weitere Besonderheit dieses Platzes ist, dass es 9 (!) verschiedene Preiskategorien gibt. Alle 10qm ab 80qm kostet der Platz einen Euro mehr, dazu kommen drei Saisonzeiten. Die unterschiedlich bepreisten Plätze liegen wild durcheinander auf dem ganzen Gelände verteilt und werden unterschiedlich farbig (9 Farben) gekennzeichnet. Es wurden aber in einem Bereich auch spezielle Wohnmobilplätze bis 80qm (10. Farbe = weiß für Wohnmobilplätze) ausgewiesen und die sollten in den Sparwochen €4,99 kosten. Ich fragte noch einmal explizit die Preise ab, also für den Platz €4,99 und für eine Person €7,50? Ja – und Kurtaxe käme noch dazu. Jetzt im Winter? Ja, ab Anfang März €1 pro Person. Ich fragte ein drittes Mal, ob ich dann jetzt sicher davon ausgehen könne, dass ich innerhalb der Sparwochen €13,49 pro Tag bezahlen muss, ich würde nämlich nicht gerne an der Rezeption stehen und erfahren müssen, dass doch alles ganz anders ist. Nein, €13,49 sei richtig!

PreiskategorienPreiskategorien

Ich fuhr am nächsten Sonntag hin. Ahnt ihr schon etwas? Die resolute Dame an der Rezeption fragte die Größe meines Wohnmobils ab und kringelte mir dann auf dem Lageplan ein paar unterschiedlich farbige Plätze gegenüber der Rezeption ein. Preise zwischen €6,99 und €12,99. Ich fragte nach den Wohnmobilplätzen für €4,99. Nein, die seien noch nicht verfügbar, der Platzteil müsse noch hergerichtet werden und das Sanitärhaus dort sei auch noch nicht geöffnet. Ich solle mir doch bitte hier einen Platz aussuchen. Bevor ich das tat, fragte ich mal vorsichtshalber nach der 2-Personen-Regelung. Ja, zwei Personen müssten bezahlt werden! Ich erklärte ihr beherrscht, aber bestimmt, dass ich deswegen extra vorher angerufen hätte und man mir versichert habe, dass der Preis für die zweite Person gutgeschrieben würde. Wenn das nicht der Fall sei, würde ich wieder fahren. Da hieß es dann, 6 Euro würden mir gutgeschrieben. Ja, sie wisse, dass Einzelpersonen immer etwas benachteiligt würden, das bedauere sie auch, aber so sei es leider. Eigentlich hätte ich jetzt fahren müssen! Das hätte dann aber bedeutet, dass ich Kühlungsborn nicht kennenlernen würde. Ich sah mir die eingekringelten Plätze an und entschied mich, zu bleiben, allerdings legte ich mich nicht wie geplant für eine Woche fest, sondern erst einmal nur für vier Nächte. Meine Anmeldung wurde bearbeitet, ich bekam eine Magnetkarte für die verschiedenen Zugangstore und sollte langsam vor die Schranke fahren, die Kamera würde mein Kennzeichen auslesen. Dann käme ein Mitarbeiter und würde mich zu meinem Platz bringen. Hinter der Schranke gab es extra dafür eine Wartespur, allerdings dauerte es mehr als 5 Minuten, bis der Mitarbeiter per PKW dann auch kam. Und dann erklärte er mir, dass er mich mit diesem Mobil nicht auf den von mir gewählten Platz stellen könne, der Boden sei noch viel zu aufgeweicht. Er telefonierte mit der Rezeption und gab dort bekannt, wohin er mich stellen würde. Nach einigem Hin und Her, ob dieser Platz evtl. reserviert sein könnte, fuhren wir endlich los. Glück für mich, dieser Platz kostete weniger als der andere, aber immerhin €8,99 statt der erhofften €4,99 plus €9,00 Personengebühr statt €7,50! Ein Vorteil war, ich stand in der vordersten Reihe zum Strand und konnte durch die Bäume hindurch das Meer sehen. Endlich am Meer!!! Smiley

PlatzplanPlatzplanmein Platz

Der nächste Strandzugang war nicht weit entfernt und die Sonne schien, also verlegte ich nur mein Stromkabel (Strom ist im Preis inbegriffen) und ging an den Strand. Dort waren noch Schneereste zu finden! Nach 5 Minuten war ich schon am Beginn der Promenade und stieß dort zufällig auf ein Bäckereicafé meiner Lieblingskette Junge. Zwinkerndes Smiley

Café Junge

Danach lief ich noch ein Stück in die andere Richtung am Strand entlang, machte die ersten Fotos und stellte dann meine Wohnordnung wieder her.

Weg zum StrandStrandzugang 23Strand mit SchneeStrand mit SchneeEndlich am Meer!!!Fundsache (mitgenommen)

Die ganze Preisangelegenheit ging mir allerdings nicht aus dem Kopf! Ich ärgerte mich tierisch darüber, dass trotz aller Vorbemühungen letztendlich doch alles ganz anders war! Wem oder worauf kann man eigentlich noch vertrauen? Ich fühlte mich regelrecht verar… Am nächsten Tag lief ich den ganzen (riesigen) Platz mal ab und sah mir auch die Wohnmobilplätze an. Die sahen nicht so aus, als ob sie noch nicht hergerichtet seien. Ich denke, man wollte einfach die Kosten für ein weiteres geöffnetes Sanitärhaus einsparen, so viele Urlauber waren auch noch nicht da. Das finde ich ja in Ordnung, hätte diese Info aber eben gerne schon am Telefon bekommen. Erzürnt

WohnmobilplätzeWohnmobilplätzeWohnmobilplätzeWohnmobilplätzeWohnmobilplätzeSanitärhaus "Poseidon 3"

Ich beschloss, um einen Gesprächstermin mit der Campingplatzleitung zu bitten. Das klappte sofort und die beiden Herren mittleren Alters (einer ist für den Außenbetrieb, der andere für innen zuständig) hörten sich bereitwillig (ob auch wirklich interessiert, kann ich nicht abschätzen) mein Anliegen an. Auf meine direkte Frage, warum ein Einzelfahrer bei ihnen bestraft würde, bekam ich zur Antwort, dass sie den Campingplatz erst im letzten November übernommen haben, die Preisgestaltung und Platzgliederung so vom Vorbesitzer übernommen hätten und jetzt dabei sind zu schauen, was verändert werden muss/sollte/kann. Sie versicherten mir, dass sie dankbar für die Meinungsäußerungen ihrer Kunden seien. Vielleicht stimmt das sogar, zumindest wären sie gut beraten. Auch sie bedauerten das Geschehen, versicherten, dass Einzelfahrer in Zukunft nicht mehr zahlen müssen, aber rückwirkend könnte man leider nichts tun. Ja, schon klar! Sarkastisches Smiley Ich sagte wahrheitsgemäß, dass es mir darum auch gar nicht gehen würde, ich wollte kein Geld herausschlagen, ich hätte nur meinen Unmut kundtun wollen über die Diskrepanz zwischen dem, was mir am Telefon zugesichert worden war und der Realität.

Ist aber schon witzig, dass zwei Chefs nicht in der Lage sind, mal kurz einen alten Zopf vorzeitig abzuschneiden, oder?

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Dialog des Geistes

 

Zum Sonntagnachmittagskaffeetrinken besuchten wir Normas Freundin in ihrer Kurklinik im ehemaligen Seebad Wendorf, das als Wismarer Stadtteil Wendorf eingemeindet wurde. Die Seebrücke gibt es seit 1992, sie ist 350m lang und seit 2015 nach einer monatelangen Sanierung wieder öffentlich zugänglich. Wir legten einen kurzen Zwischenstopp ein. Auf der Hälfte der Brücke drehten wir allerdings um, der Wind war mehr als unangenehm! Aber der Blick auf die Wismarer Bucht war gerade wegen der Kälte so schön.

Seebrücke WendorfSeebrücke WendorfSeebrücke Wendorf

Am Montag verabschiedete Norma sich, sie wollte weiter zu ihrer Schwester. Ich wollte eigentlich endlich ans Meer, aber die Wettervorhersage im Internet sagte, dass die nächsten Tage eher schlecht sein würden. Also beschloss ich, noch zu bleiben. Der erste Niederschlag, der nicht mehr als Schnee herunterkam, wusch Salz und Straßendreck weitgehend von Oscarlotta ab (sie hatte verheerend ausgesehen!) und ließ die Platzmarkierungen wieder zum Vorschein kommen. Also war umparken angesagt und bei der Gelegenheit fuhr ich auch gleich über die VE-Station.

Jetzt war für mich auch klar, dass ich die erstbeste Gelegenheit nutzen würde, um noch einmal zur St. Marien-Kirche zu gehen. Die so besondere Ausstellung „Dialog des Geistes“ hatte mich letzten Winter in ihren Bann gezogen. Ich hatte zwar damals schon ein paar Fotos gemacht und auch darüber berichtet, aber ich musste da einfach noch einmal hin! Es war genauso beeindruckend wie beim ersten Mal. Von der Kirche steht ja nur noch der riesige Turm, das Kirchenschiff wurde im 2. Weltkrieg so stark beschädigt, dass es letztendlich 1960 gesprengt wurde. Der Grundriss des ehemaligen Kirchenschiffes und die Lage der gewaltigen Stützpfeiler wurden später durch niedrige Mauern wieder sichtbar gemacht.

St. MarienSt. MarienSt. MarienSt. MarienSt. Marien

Und so schön war sie einmal!! Verliebt

St. Marien  

In einem Seitenflügel des Turmes mit dem originalen Mauerwerk ist eine Gruppe von sechs Terakottafiguren aufgebaut, deren Mitglieder miteinander im Dialog zu sein scheinen. Als Vertreter unterschiedlicher Kulturen und Religionen treten sie mit Originalzitaten aus ihren Schriften in einen Dialog über Gott und seine Schöpfung, über die Suche nach dem Sinn des Lebens und die Möglichkeiten des friedlichen Zusammenlebens von Menschen. Diese Gedanken werden über Lautsprecher wiedergegeben (Sprecher ist Bruno Ganz) und erzeugen im Zusammenspiel mit dem abgedunkelten, kargen Raum und der punktuellen Beleuchtung der Figuren eine ganz besondere Stimmung. Die Figuren stellen einen Pilger dar; den streitbaren Zisterzienserabt Bernhard von Clairvaux; den Philosophen und Theologen Petrus Abaelard; den persischen Dichter Hafis; den Rabbi, Arzt und Philosophen Moses ben Maimon und schließlich Parzival, den Held aus Wolfram von Eschenbachs berühmtem Ritter-Epos. Die Texte liegen auch in Schriftform aus, exemplarisch als letztes Foto die Rede des Pilgers.

Dialog des GeistesDialog des GeistesDialog des GeistesDialog des GeistesDialog des GeistesDialog des GeistesDialog des GeistesDialog des GeistesDialog des GeistesDialog des GeistesDialog des GeistesDialog des GeistesDialog des GeistesDialog des GeistesDialog des GeistesDialog des GeistesDialog des GeistesDialog des GeistesDialog des GeistesDialog des GeistesDialog des GeistesDialog des GeistesDialog des GeistesDialog des GeistesDialog des GeistesDialog des Geistes

Auf der anderen Seite des Turmes ist im Seitenflügel eine liebevoll gemachte Ausstellung der drei prägenden Stadtkirchen im Modell 1:100. Auch hier schaute ich noch einmal rein und blieb viel länger hängen als gedacht. Mich interessieren Kirchen zwar wegen ihrer Architektur und sie faszinieren mich, weil ich mir vorzustellen versuche, unter welch schwierigen Bedingungen sie erbaut wurden, aber von Kirchengeschichte habe ich wenig bis keine Ahnung. Hier standen jetzt zwei Computermonitore und ich absolvierte einen Schnellkurs. Laut lachen Es wurde nämlich anschaulich demonstriert, wozu das Streben nach immer größerer Höhe der Kirchenschiffe geführt hatte und auch, mit welchen Risiken nicht nur die Höhenangleichung der Seitenschiffe verbunden war, was auch nicht nur einmal zum Zusammensturz geführt hat. Es scheint in der Natur des Menschen zu liegen, das unmöglich Erscheinende möglich machen zu wollen. Immer höher, immer schneller, immer weiter. No risk, no fun. Besser: Ohne Risiko keine Weiterentwicklung.

Kirchen der BacksteingotikKirchen der BacksteingotikKirchen der BacksteingotikKirchen der BacksteingotikKirchen der BacksteingotikKirchen der BacksteingotikKirchen der Backsteingotik

Bei den nachfolgenden Fotos zum Größenvergleich auf den erklärenden weißen Mauszeiger achten!

Kirchen der BacksteingotikKirchen der BacksteingotikKirchen der BacksteingotikKirchen der BacksteingotikKirchen der BacksteingotikKirchen der BacksteingotikKirchen der BacksteingotikKirchen der BacksteingotikKirchen der BacksteingotikKirchen der Backsteingotik

written by Ingrid
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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.