Bis die Tage!!!

 

Am letzten Sonntag fuhr Uschi mit Fix und Boxi zurück nach Lauterburg. Ich fuhr bei ihnen mit, grub Flitzi aus, befreite ihn von Unmengen an Blütenstaub, erst per Handfeger und Handtuch, dann feucht per Fensterleder. Vor allem die Scheiben und das Glasdach sahen verheerend aus! Danach gab es noch einen schnellen Kaffee plus Kuchen bei Maiers und nach knapp zwei Stunden flitzten Flitzi und ich zurück nach Pfronten zu Oscarlotta. Ein Kurzbesuch bei Uschis Vater war noch drin, lag sowieso auf der Strecke und nach genau 1¾ Stunden Fahrzeit war ich wieder hier. Ich habe mich nämlich nach reiflicher Überlegung dazu entschieden, diesen Sommer überwiegend nicht in Lauterburg zu verbringen. Es ist so schön hier im Allgäu und es sind schon wieder einige Jahre, dass ich das letzte Mal hier war. Auf die Idee mit Flitzi ist Uschi gekommen. Natürlich kann und werde ich auch mit Bus und Bahn fahren, aber für manche Ausflugsziele bin ich mit Flitzi eindeutig flexibler. Und es macht solchen Spaß mit ihm!!! Der Kontrast zu Oscarlotta könnte natürlich kaum größer sein. Smiley mit geöffnetem Mund

NesselwangNesselwangNesselwangBergeWeißenseeFlitziPfrontenWeißenseeWeißensee

Uschi hat noch einiges zu erledigen und wird dann auch wieder hierherkommen. Wir haben einen sehr zufriedenstellenden Sonder-Monatspreis mit dem Stellplatzinhaber ausgehandelt und sind überzeugt davon, dass uns hier so schnell nicht langweilig wird. Smiley

So weit, so gut! Jetzt kommt allerdings noch eine kleine (?) Einschränkung: Da es für einen noch nicht fest definierbaren Zeitraum wenige oder keine Stell- oder Campingplatzbeschreibungen geben wird und auch keine Reiseberichte, sondern höchstens die eine oder andere Ausflugsstory mit Fotos oder auch nur Fotos ohne Story, werde ich den Rhythmus der letzten Monate mit Blogbeiträgen jeden Mittwoch und jeden Samstag nicht beibehalten können und auch nicht wollen. Ich möchte mich im Moment auf gar nichts festlegen, sondern in erster Linie Urlaub in dieser wunderschönen Gegend machen, die Seele baumeln lassen und so faul sein, wie ich es gerade möchte. Liebe/r Leser/in, ich gehe einfach davon aus, dass du wissen wirst, wie du damit umgehst! Im Vorteil sind unsere Follower, die bekommen eine Benachrichtigung, wenn sich hier etwas bewegt…

Uschi und ich wünschen euch allen
einen wunderschönen Sommer!!!
Sonne SEE YOU! Sonne

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

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Jazz in Kempten

 

Dass ich (am Mittwoch vor zwei Wochen) (gut) bei Uschi in Pfronten-Weißbach angekommen bin, wisst ihr ja schon. Bis auf die Umfahrung von Karlsruhe und Stuttgart und die Durchfahrung diverser Baustellen kam ich gut voran. Diesmal wurde mein „Hasenbrot“ während der Fahrt gegessen. Zwinkerndes Smiley Uschi hatte ich gesagt, dass sie nicht vor 17 Uhr mit mir zu rechnen brauche und dann war ich doch schon um sieben Minuten vor fünf da. Ich stellte Oscarlotta zunächst mit in die hinterste Stellplatzecke, wir wollten ja (eigentlich) nur eine Nacht bleiben. Zum Stellplatz gehört ein sehr schönes Lokal mit Biergarten, es gibt landestypische Kost und leckere selbstgebackene Kuchen. Für uns allerdings entweder Kässpätzle oder Pommes und Salat. Laut lachen Letzteres erprobten wir und waren mehr als zufrieden.

Einfahrt zum Wohnmobilstellplatz Pfronten-WeißbachWohnmobilstellplatz Pfronten-WeißbachGasthaus "Wiesele"Gasthaus "Wiesele"

Am nächsten Vormittag fuhr Uschi schon einmal vor auf den Wohnmobilstellplatz in Kempten. Ich schlief erstmal aus! Wir wollten ja zum „Kemptener Jazzfrühling“ und uns dort mit einigen Mitgliedern unserer Wohnmobilistengruppe treffen. Als ich mir gerade einen Aufwach-Kaffee kochte und noch schnell ein Brot essen wollte, kamen Fix und Boxi schon wieder zurück! Was ist nun? Uschi teilte mir mit, dass ich bzw. Oscarlotta stehenbleiben könne, keine Chance für sie auf dem Stellplatz in Kempten. Er ist sowieso nur für 9 Mobile ausgewiesen und die sollten möglichst nicht länger als 6m sein. Fünf Mobile standen dort schon, mit 2m Abstand und damit war der Platz eigentlich schon voll. Es gibt zwar noch einen angrenzenden PKW-Parkplatz, auf dem das Stehen erlaubt ist, aber der war rappelvoll. Selbst Uschi hatte mit Fix und Boxi schon Schwierigkeiten, wieder zu drehen. Strom gibt es keinen, allerdings eine VE-Anlage. Die Nacht auf dem Stellplatz kostet €5, auf dem PKW-Platz €3, wenn man nur eine Parkfläche benötigt. Mit Oscarlotta hätte ich nur eine Möglichkeit gehabt, nämlich den hintersten Platz auf dem Stellplatz (wenn er denn frei gewesen wäre). Da hätte ihre Länge niemanden an der Durchfahrt gehindert. Ich hätte allerdings entweder rückwärts rein- oder rückwärts wieder rausfahren müssen bei sehr beengten Verhältnissen plus einiger Bäume. Wir waren in der darauffolgenden Woche einmal besuchsweise zu Fuß dort und ich konnte mir ein eigenes Bild machen. Wenn auf dem PKW-Parkplatz etwas frei gewesen wäre (vielleicht am Wochenende), hätte Oscarlotta quer drei Plätze benötigt (€9) und wäre vorne und hinten zugeparkt worden. Uschi brauchte mich gar nicht zu überreden, ich war sofort bereit, in Pfronten-Weißbach stehenzubleiben! Ein überzeugender Vorteil dieses Stellplatzes ist nämlich, wie Uschi schon berichtete, die gebührenfreie „PfrontenCard“, mit der man im gesamten Ostallgäu unzählige Bus- und Zugfahrten unternehmen kann, alles für umsonst! Smiley

Wir meldeten uns für Kempten (Stellplatz) ab und für Kempten (Jazzfrühling) an. Am Samstag liefen wir 10 Minuten bis zur Bedarfshaltestelle Pfronten-Weißbach (im Zug muss man die Haltewunschtaste betätigen, auf dem Bahnsteig hält man den Daumen raus – Version Ingrid, was bei dem Zugführer ein Lachen erzeugte). Der „Zug“ ist ein „Zügle“, zwei spiegelverkehrt aneinandergesetzte Triebköpfe mit etwas Zugabteil dran. Er fährt sehr gemächlich, hält an jeder Milchkanne und tutet (wir sagen „pupt“) an jedem der vielen unbeschrankten Übergänge. Entsprechend lange dauert die Fahrt, bis Kempten 45 Minuten, aber entsprechend wohltuend ist sie auch. Man kann alles in Ruhe betrachten, die blühende Landschaft, Menschen, die das schöne Wetter auf ihren Terrassen genießen oder in ihren Gärten werkeln und Schafe, die den Schatten unter den Panelen der Solarplattenanlagen zum Verdauungsschläfchen nutzen.

das ZügleZugfahrt nach KemptenIllerZugfahrt nach KemptenZugfahrt nach Kempten

Vom Bahnhof in Kempten kann man mit drei Buslinien kostenfrei in die 1,5km entfernte Innenstadt weiterfahren. Wir erwischten allerdings den Stadtbus und bezahlten €1,60/Person. Nun ja! Dafür waren wir aber auch pünktlich um 12 Uhr zum Beginn des „Jazzfrühling“ an der Bühne, die ich mir auserkoren hatte. Leider erfuhren wir dort, dass diese Band erst in einer halben Stunde spielen würde, wenn die Nachbarband, die uns nicht gefiel, Pause machte. Auch gut, dann gab es vorher noch einen Kaffee! Im Laufe des Nachmittages trafen wir unsere Freunde und flanierten durch die sonnige und gut besuchte Stadt, von Bühne zu Bühne. Diese Auftaktveranstaltungen gibt es nur am ersten Samstag, sie dienen u. a. dazu, die verschiedenen Bands dem Publikum bekannt zu machen. Die meisten spielen an den nächsten Abenden in Lokalitäten gegen Gebühr. Das war für uns dann allerdings ein Problem, denn der letzte Zug fuhr um 23 Uhr zurück. Das Spektrum der Veranstaltungen ist sehr weit gefächert, vom Einzelkünstler bis zur Bigband. Jazzliebhaber kommen bestimmt auf ihre Kosten, weiterführende Infos „hier“. Der „Jazzfrühling“ fand dieses Jahr bereits zum 34. Mal in Kempten statt!

Jazz in Kempten

 

Nun noch ein paar Stellplatzinfos zu Pfronten-Weißbach:

geschotterte Stellflächen für 44 Mobile, unterteilt in zwei Platzbereiche; wenig Schatten; Parzellengröße normal und auch für lange Mobile geeignet; VE-Station in der Durchfahrt zum hinteren Platzteil (nicht ganz optimal, da bei Belegung keine Durchfahrt möglich); Platz beleuchtet; ausreichende Anzahl von Stromsäulen (50 Cent/kW); Mülltrennung; Dusche (50 Cent/4 Min.) und WC, jeweils für Männer und Frauen; Spülküche; Waschmaschine und Trockner (je €3); Gasflaschenverkauf (€22); Brötchenservice; kostenfreies WLAN; absolut ruhig gelegen (ab und zu pupt der Zug vorbei, hörbar, aber nicht störend); Wander- und Radwege, im Winter Loipen, direkt ab dem Platz; Bushaltestelle oben an der Bundesstraße; Bahnhof 10 Min. Fußweg; Einkaufsmöglichkeit (Nahkauf) 10 Min. Fußweg; schönes Gasthaus mit Bier-/Kaffeegarten am Platz; SEHR freundliche Betreiber, Anmeldung besetzt von 18-19 Uhr, ansonsten Ansprechpartner im Gasthaus; kostenfreie Fahrt mit Bus und Bahn durch die gebührenfrei abgegebene PfrontenCard im gesamten Ostallgäu; Preis pro Übernachtung €12/Nacht/2 Personen (11. Nacht gratis)

Nachdem klar war, dass wir hier stehenbleiben würden, zogen wir um auf den hinteren Platzteil und blieben im vorderen Bereich stehen, um den bestmöglichen WLAN-Empfang zu haben. Noch hält sich der Betrieb in Grenzen und die Mobile verteilen sich auf dem ganzen Platz. An den Wochenenden kann es allerdings auch jetzt schon voll werden. Vorteil: Ich gehe am Montag Strom ernten! Cooles Smiley Uschi ist ja inzwischen mit ihrer „LiPo“ autark. Selbst Schuld! Smiley mit herausgestreckter Zunge

Wohnmobilstellplatz Pfronten-WeißbachWohnmobilstellplatz Pfronten-WeißbachWohnmobilstellplatz Pfronten-WeißbachWohnmobilstellplatz Pfronten-WeißbachWohnmobilstellplatz Pfronten-Weißbach

In unmittelbarer Umgebung des Stellplatzes sieht es so aus:

rund um den Stellplatzrund um den Stellplatzrund um den Stellplatzrund um den Stellplatzrund um den Stellplatzrund um den Stellplatzrund um den Stellplatzrund um den Stellplatzrund um den Stellplatzrund um den Stellplatz

Ach, übrigens, fast vergessen: Am Tag nach meiner Ankunft stieg Uschi Oscarlotta aufs Dach und unterzog die Satellitenschüssel samt aller Komponenten einer genauen Sichtprüfung. Ohne Befund. Bevor sie mir den Befehl zum Hochfahren gab, sprühte sie in alle verfügbaren Öffnungen großzügig WD-40. Das hatte ich zugegebenermaßen ein WENIG vernachlässigt. Etwa ich? Die Mechanik tat sich hörbar immer noch etwas schwer, aber die Schüssel drehte sich schicksalsergeben und fand relativ schnell den passenden Satelliten. Ich kann wieder fernsehen! Ist ab und zu dann doch ganz nett! Verliebt

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Start in den Frühling mit Fix und Boxi

 
 
Bad SchönbornNach einem dreimonatigen “sportlichen” Winteraufenthalt auf dem Stellplatz in Bad Schönborn mit Besuch des benachbarten Fitnessstudios hatte ich erst einmal Termine bei Tischer (Hersteller der Aufbaukabine)  und Storkan (Nissanhändler), damit mein Gespann auch fit wurde.

Bei Tischer gab es die fällige Dichtigkeitsprüfung (ohne Befund) und einen Ersatz für die  Bordbatterie, die sich leider Knall auf Fall verabschiedet hatte. Schon längere Zeit hatte ich mich mit dem Thema ”Lithiumbatterie” beschäftigt und mir vorgenommen, bei einem irgendwann mal nötigen Batterietausch eine Lithiumbatterie + Wechselrichter einbauen zu lassen. Nun kam der Zeitpunkt zwar früher als gedacht, aber ich blieb bei meinem Vorhaben. In Boxi ist nun, passend zur Solarplatte eine 100AH-Lithiumbatterie mit einem neuen Ladegerät eingebaut. Ein Wechselrichter mit 1000 Watt Leistung ermöglicht mir, alle elektrischen Kleingeräte, die ich besitze, zu betreiben. Meine Kabel und Adapter sind seit  Inbetriebnahme der neuen Errungenschaften  “out of order” und führen hoffentlich die meiste Zeit des Jahres ein “Kellerdasein” im Staufach.

WechselrichterLiFePo4Ladegerät

Beim nächsten Stopp in Haßfurt bei der Firma Storkan gab es nur eine kleine Inspektion, dann konnte ich meine geplante Frühjahrstour ins “Bayrische” starten.

bei Storkan

In Bad Windsheim mussten wir noch eine Woche Eiseskälte überstehen. Cooles Smiley

Bad Windsheimeine Woche -10°C

ErdingDas nächste Ziel war Erding, um gute Freunde, die in der Nähe wohnen, zu besuchen. Leider hatte sie die Grippewelle lange im Griff, sodass ich nach einer Woche einen Ortswechsel vornahm. In Weilheim konnte ich zwar dann noch mit einer Freundin einen sonnigen Nachmittagsspaziergang unternehmen, aber alle weiteren Ausflugspläne fielen auch da dem Grippevirus zum Opfer. Ganz Bayern schien die Grippe zu haben, ich blieb verschont! Nachdem dann auch ein verspäteter Wintereinbruch vorhergesagt wurde (und auch stattfand), fuhr ich kurzerhand “nach Hause”, gleichbedeutend mit Campingplatz in Lauterburg.
Eiszapfen bei TagEiszapfen bei Nacht

Nach einer 4-wöchigen Reisepause startete ich Ende März zum neuen Versuch einer Frühlingsreise, mit Erfolg! Erstes Ziel war Bad Dürrheim, dort fand das Treffen von “Seabridge” (Verschiffung von Wohnmobilen und geführte Gruppenreisen) statt, wieder mit einigen auch für mich interessanten Bildvorträgen und natürlich vielen Gesprächen mit Gleichgesinnten. Außerdem konnten wir alle das sonnige, warme Wetter mit Aktivitäten oder auch “Passivitäten” (rumsitzen) im Freien genießen.

Nach den Tagen in Bad Dürrheim fuhr ich am Bodensee entlang über die “Alpenstraße” ins Allgäu (meine heimliche Heimat). Die Kulisse auf der Fahrt war wunderschön: blauer See, weiß-blauer Himmel, weiße Alpengipfel, grüne Wiesen und blühende Büsche! Auf dem Stellplatz in Oberstdorf war der Frühling zwar noch nicht vollständig angekommen, aber das Wetter war nach einem Regentag wieder vom Feinsten und ich habe eine Woche lang meine ausgedehnten Wanderungen und das Städtchen richtig genossen.

unterwegsunterwegsunterwegsunterwegs

Ich wollte auch noch mir unbekannte Stellplätze im Allgäu erkunden. So fuhr ich zunächst den Stellplatz in Fischen an. Er ist schön angelegt, aber ich wollte an dem Tag schon noch ein Stück weiter. Am Mittag landete ich dann in Bad Hindelang. Hier blieb ich eine ganze Woche, weil: superschöner Platz mit toller Ausstattung, superschöne Umgebung, superschönes Wetter und ich kam in den Genuss von einem Zwischensaisonangebot: 5 Nächte bezahlen, 7 Nächte bleiben.

HindelangHindelangHindelangHindelangHindelangHindelangHindelangHindelangHindelangHindelangHindelang

Auf meiner weiteren Erkundungstour fuhr ich über Nesselwang nach Pfronten-Weißbach. Der Stellplatz in Nesselwang ist direkt neben dem Großparkplatz an der Alpspitzbahn im Grünen angelegt. Ich richtete mich dann aber auf dem Stellplatz im übernächsten Dorf (Pfronten-Weißbach) für unbestimmte Zeit ein. Hier gibt es, wie auch in Bad Hindelang, ein gutes Restaurant und gute Sanitäranlagen sowie Waschmaschine und Trockner.

Pfronten

Als besonderes Schmankerl  bekommt man hier am Stellplatz in Pfronten-Weißbach die  “PfrontenCard”  umsonst, das bedeutet “Freie Fahrt” mit Bus und Bahn im Ostallgäu!

PfrontenCard

(Alle Stellplatzbeschreibungen und GPS-Daten zu den von mir angefahrenen Plätzen findet ihr im Bordatlas 2018 und/oder in den verschiedensten Apps und/oder hinter dem jeweiligen Link.)

Eine Woche ist seit meiner Ankunft schon wieder vergangen und zwischenzeitlich stehen “Oscarlotta” und “Fix und Boxi” wieder nebeneinander hier auf dem Platz und haben sich, so wie wir, über das Wiedersehen gefreut.

Pfronten

Pfronten

Die nächsten Neuigkeiten präsentiert euch dann wieder wie gewohnt Ingrid!

written by Uschi
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Von Dienstag bis Dienstag (Teil 2)

 

Am Freitag fuhr ich zu meinem Bruder und meiner Schwägerin nach Bochum und als ich abends zurückgebracht wurde, war der Stellplatz rappelvoll. Auf den beiden Eckplätzen neben Oscarlotta, die kaum anfahrbar waren, standen zwei mittelgroße Wohnmobile, die sich am Zaun entlang quetschten, auf einem Platz und zwischen ihnen und Oscarlotta stand diagonal auf seinem Platz ein Kastenwagen. Diagonal deswegen, weil sonst keines der beiden anderen Mobile noch herausgekommen wäre. Den Insassen des Kastenwagens gefiel diese Enge offenbar nicht besonders und sie rechtfertigten sich bei mir für ihre unkonventionelle Art zu parken, obwohl mich das weder tangierte noch störte. Im Gegenteil, ich war froh, dass sie nur ein kleines Wohnmobil hatten und durch ihr schräg stehen sogar einen größeren Abstand zu Oscarlotta hielten als es normalerweise der Fall gewesen wäre.

voller Stellplatzvoller Stellplatzdirekt nebenan2 kommen nicht mehr raus

Dies war also offensichtlich der Normalzustand an Wochenenden in allen Jahreszeiten außerhalb des Winters. Erstauntes Smiley Sehr gewöhnungsbedürftig! Dazu gab es die erste Hitzewelle des Jahres, tagsüber stieg das Thermometer in der Sonne auf über 30°C!!! Und das Mitte April! Schatten gab es nur auf der Fahrerseite von Oscarlotta, aber da konnte ich ja nicht sitzen. Mit offenen Fenstern, offener Tür und laufendem Ventilator, der die warme Luft herauszog, ging es einigermaßen. Gegen Spätnachmittag wurde es dann erträglich und an der Ruhr war es sogar sehr angenehm. Das abendliche Telefonat mit Uschi verbrachte ich in der Gesellschaft von 11 Schwänen, die abwechselnd immer mal wieder bei mir vorbeischauten.

Schwäne auf der RuhrSchwäne auf der RuhrSchwäne auf der RuhrSchwäne auf der RuhrSchwäne auf der RuhrSchwäne auf der RuhrKöpfchen in das Wasser, Schwänzchen in die Höh

Am Sonntag bekam ich Kaffeebesuch, der den Kuchen mitbrachte. Zwinkerndes Smiley Die meisten Wohnmobile waren schon wieder abgereist, der Spuk war vorbei. Die Ecke war wieder frei, der Nachbar zur Linken war ebenfalls weg, ich hatte wieder einen Ausblick. Am Montag montierte ich meine neuen alten Kennzeichen, ver- und entsorgte per Eimer und Gießkanne und verabschiedete mich von der Ruhr. Ich muss mal wieder länger in meiner alten Heimat bleiben, ich merke jedes Mal, dass ich hier meine Wurzeln habe und ich möchte Zeit hier verbringen, ohne in Termindruck zu kommen. Das ist bei nur einer Woche Aufenthalt schwierig.

an der Ruhr

Dienstag verabschiedete ich mich auch vom Platzbetreiber, fragte, ob es bei längerem Aufenthalt, z. B. einem Monat, etwas andere Konditionen geben würde und er meinte, darüber ließe sich reden. Vor zwei Jahren kostete der Platz noch 7 Euro und wenn man 10 Nächte blieb, war die 11. Nacht umsonst. Dann wurde ein kleines Sanitärhaus gebaut (4 Toiletten und 2 Duschen) und der Preis auf 10 Euro erhöht, ohne Rabatt. Das Duschen bezahlt man natürlich noch extra, €1 für 4 Minuten und 10 Sekunden (!) und anschließend 10 Minuten Strom auf der Steckdose. Das Angebot einer Dusche auf Stellplätzen nehme ich schon an, Toiletten benutze ich jedoch nie, da ist mir meine eigene wesentlich angenehmer. Das heißt also, dass ich für die Annehmlichkeit einer Dusche, für die ich noch extra zahlen muss, pro Tag 3 Euro mehr für den Stellplatz zahlen muss als noch vor zwei Jahren. Enttäuschtes Smiley

Ich wollte am Donnerstag in Kempten sein, das waren ziemlich genau 600km. Wie weit ich fahren würde, ließ ich offen, es war abhängig von den Bedingungen auf den Autobahnen und meiner Tagesform. Der Verkehr war dicht, aber flüssig, meine Tagesform gut. Als ich mein Tagessoll erfüllt hatte, war es noch viel zu früh, um aufzuhören. Also beschloss ich, die Nacht in Bad Schönborn auf dem uns gut bekannten StellplatzWellMobilPark“ zu verbringen, meldete mich telefonisch an und hörte, dass genügend freie Plätze zur Verfügung ständen. Um 17:30 Uhr war ich dort und stellte erfreut fest, dass sogar Oscarlottas Stammplatz frei war! Ich verlegte nur mein Stromkabel und nahm dann mein Portemonnaie und ging ins benachbarte Thermalbad-Restaurant zum Abendessen. Bisher hatte es nämlich nur auf einer Autobahnraststätte ein Stück Kuchen gegeben, anstelle des vorab geschmierten Käsebrotes, das wieder in den Kühlschrank wanderte. Im Heidelberger Raum ist es ja immer etwas wärmer als überall sonst in Deutschland und so konnte ich bei herrlich wärmenden abendlichen Sonnenstrahlen draußen auf der Terrasse essen. Im April! Vor knapp drei Wochen hatte ich noch minus 3°C!!!

Abendessen

Der Kurpark von Bad Schönborn/Mingolsheim wird seit Monaten neu gestaltet. Der Klettergarten, der sich über die Jahre nicht bewährt hat, wurde demontiert und ist zur Zeit eine große Baustelle. Am Kurparkteich schaute ich nach Nutrias. Dort hatten wir über die Jahre mehrere Generationen einer Nutria-Großfamilie erlebt. Das Nest auf einer kleinen Insel war nicht mehr da, aber eine ausgewachsene Nutria schwamm durch den Teich, kletterte ans Ufer und graste ausgiebig. Auf meinem Rückweg sah ich dann auch noch einen Nutria-Teenager. Smiley

Wer genauso begeistert von diesen putzigen Tieren ist wie wir, der findet in unserem Blog eine Reihe von Berichten, in denen Nutrias vorkommen und auch einige Videos. Ein besonders nettes könnt ihr euch „hier“ anschauen. Ansonsten gebt einfach in die Suche rechts in der Seitenleiste „Nutria“ (ohne Anführungszeichen) ein.

Kurpark Bad SchönbornKurpark Bad SchönbornKurpark Bad SchönbornKurpark Bad SchönbornKurpark Bad SchönbornNutria am TeichNutria am Teich

written by Ingrid
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Von Dienstag bis Dienstag (Teil 1)

 

Hattingen und Umgebung Für Dienstag vergangener Woche hatte ich auf dem Stellplatz in Hattingen an der Ruhr meinen Wunschplatz reserviert. Auf dem Platz bin ich schon zweimal gewesen und hatte dort vor zwei Jahren, bei meinen ersten Alleinfahrten mit Oscarlotta, prompt den Schrankenpfosten „mitgenommen“. Nicht schön, ich war am Boden zerstört und nun hat Oscarlotta, trotz fachmännischer Reparatur, einen kleinen Schönheitsfehler. Seitdem fahre ich noch vorsichtiger und es ist mir kein weiteres Malheur passiert. Toi, toi, toi!!!

Katastrophe in Hattingen 2016Katastrophe in Hattingen 2016

Ich wusste also, welche Plätze für mich (gut) anfahrbar sind. Der Platz ist sehr einnahmeorientiert gestaltet worden, ob gewollt oder aus Unerfahrenheit entzieht sich meiner Kenntnis. Wenn er voll ist, verhindern an einigen Stellen längere Wohnmobile, dass der dazwischenliegende Platz noch anfahrbar ist oder, wenn dort schon ein kleineres Mobil stand, dann kommt es nicht mehr raus. Dann bräuchte man, wie Uschi immer sagt, einen „Siemens Lufthaken“. Ich reservierte den Platz 14 (17 Plätze gibt es insgesamt). Weit genug von der Einfahrt weg, aber direkt nach der Schranke vorwärts gut anfahrbar. Beim letzten Mal hatte ich rückwärts eingeparkt, aber dann könnte ich meinen Fahrradträger nicht abklappen. Und das musste ich, um mein Kennzeichen demontieren zu können. Oscarlotta sollte nämlich wieder eine Ganzjahreszulassung bekommen.

Hattingen 2017

Als ich endlich nach stressiger Staufahrt ankam, war der Platz angenehm leer. Am Zaun hing ein Reserviert-Schild mit meinem Kennzeichen und ich parkte mit ausreichendem Abstand zum Nachbarn auf der linken Seite ein. Der stand rückwärts in seinem Platz und relativ dicht an der Begrenzungslinie und ich wollte einen gewissen Mindestabstand haben. Zum Stellplatz gehört ein öffentlicher Minigolfplatz mit Restauration und so ging ich zum Biergarten, um mich anzumelden. Ich sagte, dass ich Platz 14 reserviert hätte. Ob ich auf 14 oder 15 stehe, wurde ich gefragt. Ich denke, auf 14, entgegnete ich, zumindest würde ich direkt vor meinem Kennzeichen stehen. Da meldete sich der Platzchef aus der Küche und rief, es sei Platz 15 geworden. Auf die Platznummern hatte ich gar nicht geachtet! Im Prinzip war es mir auch egal, Platz 15 war genauso gut, allerdings war die Zufahrt zu den nächsten beiden Plätzen 16 und 17 zwischen dem Fahrradträger von Oscarlotta und der Schranke jetzt nicht mehr sehr breit. Würde da überhaupt noch ein Wohnmobil durchpassen? An beiden Plätzen hingen Reservierungsschilder für den übernächsten Tag. Ich überlegte ernsthaft, ob ich Oscarlotta doch noch einen halben Meter nach links versetzen sollte, entschied mich dann aber dagegen. Es war ja schließlich nicht meine Schuld, dass ich nicht den Platz 14 bekommen hatte, wie gewünscht und bestellt. Und die beiden Plätze waren sowieso nur für kleinere Mobile geeignet. Ich würde es mal darauf ankommen lassen, beschloss ich. Am nächsten Mittag fuhr ein Einzelfahrer in einem Teilintegrierten souverän rückwärts auf Platz 17! Smiley mit geöffnetem Mund

Platz 15enge DurchfahrtPlatz 16 und 17

Am Donnerstag fuhr mich ein alter Freund zur Zulassungsstelle in Bochum. Donnerstags ist auch nachmittags geöffnet! Zwinkerndes Smiley Der freundliche Mensch an der Rezeption fragte alles ab, was ich brauchen würde, nachdem ich ihm geschildert hatte, was mein Anliegen sei. Personalausweis, TÜV-Nachweis, Gutachten für die Eintragung der Tankflasche, Kennzeichen zur Entwertung, Kraftfahrzeugschein, Fahrzeugbrief (MIST!), eVB-Nummer (elektronische Versicherungsbestätigung) der Versicherung (MIST!). Hätte ich doch besser vorher mal telefonisch nachgefragt! Die letzte Änderung vor drei Jahren, als Oscarlotta vor unserem halbjährigen Nordamerika-Aufenthalt ein Saisonkennzeichen bekam, hatte mein Bruder für mich erledigt. Er konnte sich auch noch daran erinnern, dass schon damals die fehlende eVB-Nummer ein Problem war, die ich dann bei der Versicherung erfragt und ihm telefonisch durchgegeben hatte. Diesen Vorfall hatte ich allerdings inzwischen offensichtlich gänzlich vergessen. Und dass ich den Brief auch brauchen würde, war einfach nicht in meinem Kopf!!! Enttäuschtes Smiley Ich hätte mich vor Ärger auf mich selbst irgendwo hinbeißen mögen! Also die ganze Strecke wieder zurück, durch die sehr verkehrsreiche Bochumer Innenstadt bis Hattingen. Unterwegs rief ich bei der Versicherung an und erhielt die eVB-Nummer noch während des Telefonats per SMS. Doch wo ist der Fahrzeugbrief? In Oscarlotta wohl eher nicht, sondern wahrscheinlich, wie alle wichtigen Unterlagen, bei einem Menschen meines Vertrauens in Verwahrung. Und dann? Ich wollte am Dienstag weiterfahren! Am Montag hatte das Straßenverkehrsamt zwar auch noch nachmittags geöffnet, aber ob der Brief bis dahin in Bochum sein würde? Wir beschlossen, dass ich in meinem Safe nachschauen würde und wir, falls er wider Erwarten dort wäre, sofort wieder zurückfahren würden. Ich hatte wenig Hoffnung! Und was war? Der Brief war im Safe!!! Ich hatte nach unserer Halbjahresreise den vorletzten Winter ja mit Oscarlotta in Norddeutschland verbracht und nach meiner Rückkehr nach Lauterburg offensichtlich mit keinem Gedanken mehr an den Brief gedacht. Das war jetzt natürlich mein Glück! Wir fuhren zurück. Die Zulassungsstelle hatte laut Internet bis 16 Uhr geöffnet. Um 15:30 Uhr waren wir dort und ich erklärte dem Mitarbeiter freudestrahlend, dass ich jetzt alle Unterlagen beisammen hätte. Ich bekam einen Nummernzettel, der besagte, dass 25 Personen vor mir dran seien. Es wurde 16 Uhr und die Türen wurden nicht verschlossen! Bis 18 Uhr sei geöffnet, erfuhren wir. Verwirrtes Smiley Nach einer Stunde Wartezeit wurde endlich meine Nummer angezeigt! Die Sachbearbeiterin begann zügig mit der Bearbeitung, merkte allerdings etwas erstaunt an, dass das Gutachten ja noch von 2017 sei? Mit meiner Erklärung, das sei zwei Tage vor Weihnachten gewesen und ich hätte da nicht mehr kommen können, gab sie sich ohne weitere Nachfrage, wo ich denn in der Zwischenzeit gewesen wäre, zufrieden. Sie fütterte ihren Computer mit den Daten, druckte einen neuen Kraftfahrzeugschein aus, vernichtete den alten und stellte dann fest, dass die eVB-Nummer nicht richtig sei. Sie sei mit meiner (Post-)Adresse in Lauterburg verknüpft, die ja aber nicht meine Meldeadresse sei. Ich müsse eine andere eVB-Nummer anfordern. Es war inzwischen 16:40 und ich war sicher, dass ich bei der Versicherung niemanden mehr erreichen würde! Aber noch einmal hatte ich Glück! Es dauerte zwar eine Weile, weil der Versicherungsangestellte einen neuen Vorgang mit neuer Adresse anlegen musste, aber dann gab er mir die neue Nummer telefonisch durch. Ich wiederholte jeden Buchstaben laut und meine geduldige Sachbearbeiterin, die sich in der Zwischenzeit ein wenig mit ihrer Kollegin unterhalten hatte, gab sie gleichzeitig in ihren Computer ein. Dann ging es schnell, neue Plaketten auf die alten Kennzeichenschilder kleben (die von vor drei Jahren, die ich natürlich aufgehoben UND mitgebracht hatte), die Plaketten von den alten Kennzeichen schaben (hab ich auch wieder mitgenommen, man weiß ja nie), das Gutachten für ihre Unterlagen kopieren und schon durfte ich bezahlen. Es war auch gar nicht teuer, €10,20 für die Eintragung der LPG-Tankflasche, €27,60 für die Änderung des Zulassungszeitraumes und noch 60 Cent für zwei Klebesiegel.

Zum vierten Mal an diesem Tag fuhren wir dieselbe Strecke, nun im Feierabendverkehr. Aber diesmal fuhren wir nicht schnurstracks zu Oscarlotta zurück, sondern in den Biergarten des Landgasthauses „Grum“ in Hattingen direkt an der Ruhr. Dort kann man gut, allerdings nicht besonders günstig, speisen und die Küche hatte auch schon geöffnet. Das hatten wir uns verdient, vor allem natürlich mein etwas geplagter, aber sehr nachsichtiger Chauffeur!!!

Hattingen an der Ruhr

Jetzt darf Oscarlotta wieder auf die Straße, wann immer sie möchte. Ich hoffe nur, sie nimmt lieber mich mit als noch einmal einen Schrankenpfosten! Laut lachen

written by Ingrid
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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Seilersee

 

Carola kam am Dienstag noch einmal zum Verabschieden vorbei und weil ich nicht zu spät weiterfahren wollte, gingen wir nur an den Seilersee. Dort sollte es ein neues Lokal geben, das sie auch noch nicht kannte. Ich fuhr vorher noch auf die Ent- und Versorgungsstation und schaffte es, außer der Toilettenkassette acht Eimer Abwasser zu entleeren, bevor der Rolladen sich wieder schloss. Frischwasser konnte ich komplett auffüllen und musste der Hahn sogar zudrehen, bevor die Zeit abgelaufen war. Eine Viertelstunde, bevor Carola kommen wollte, war ich fertig und stellte Oscarlotta auf einen der PKW-Plätze, um einem eventuellen Neuankömmling einen offiziellen Platz zu überlassen. Die vorhandenen vier Plätze waren jede Nacht belegt, auf zweien standen allerdings „Dauercamper“, was u. a. an den irre hohen Wattstundenanzeigen am Display des Stromautomaten abzulesen war. Ich dachte zuerst, dass die beiden Mobile über den Winter nur abgestellt sein würden, aber dem war nicht so, sie wurden bewohnt. Das ist bei einem Platz, der nur über vier Stellflächen verfügt, natürlich von Nachteil für alle anderen Interessenten. Enttäuschtes Smiley

zwei von vier sind Dauerbewohner

Vom Stellplatz bzw. PKW-Parkplatz aus führt eine Fußgängerbrücke über die Bundesstraße und schon sahen wir den Seilersee. Die Natur explodierte förmlich, der See war gesäumt von maigrünen Bäumen und überall blühte es. Jetzt war der Winter wohl endgültig vorbei!?!? Smiley

SeilerseeSeilerseeSeilerseeSeilerseeSeilersee

Eine Infotafel erklärte, dass der Seilersee eigentlich eine Talsperre ist und eigentlich (oder auch) Callerbachtalsperre heißt. Eine richtige (Mini-) Sperrmauer gibt es und auch eine Überlaufzone.

CallerbachtalsperreCallerbachtalsperre

Ein Stück weiter waren wir auch schon an unserem Tagesziel. Man kann aber auch den gesamten See umrunden, zu Fuß oder per Rad. Neben einem Minigolfplatz ist ein schönes Restaurant entstanden mit großem Außenbereich. Aber auch innen hat es in zwei Etagen einiges zu bieten! Das geht bis zu den Toiletten. Die “Wilde Ente” ist eine Dependance des gegenüberliegenden Hotels “VierJahreszeiten”.

"Wilde Ente""Wilde Ente""Wilde Ente""Wilde Ente""Wilde Ente""Wilde Ente""Wilde Ente""Wilde Ente""Wilde Ente""Wilde Ente"

Diesmal tranken wir nur einen Kaffee, das Frühstück war noch nicht lange genug vorbei (bei mir!). Und wenn ich hier etwas gegessen hätte, dann keinen Kuchen, sondern Pommes frites. Die wurden am Nachbartisch serviert und sahen soooo lecker aus! Dazu gab es ein Holzbrettchen mit drei eingelassenen Gläschen, gefüllt mit verschiedenen Gewürzen. Nicht nur langweiliges Salz!!! Cooles Smiley

"Wilde Ente"

Ich hatte nur 50km bis Hattingen, brauchte dafür aber über eine Stunde, obwohl der überwiegende Teil der Strecke über Autobahnen ging. Zum Teil war schon auf der Abbiegespur von einer Autobahn auf die andere Stau! Zum Glück ist das Autobahnnetz im Ruhrgebiet vielfältig, sodass es immer mehrere Möglichkeiten gibt. Aber jeden Tag möchte ich dort nicht mehr unterwegs sein müssen!!! Erstauntes Smiley

written by Ingrid
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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Hörder Burg am Phoenixsee

 

Auf der Fahrt zum Kino in Dortmund kamen wir am Phoenixsee vorbei, zumindest besagten das entsprechende Hinweisschilder. Zu sehen waren nur interessante, sehr moderne Gebäude. Ich hatte keine Ahnung, was der Phoenixsee sein könnte und Carola war dort bisher auch nicht gewesen. Auf dem Rückweg suchten wir uns einen Parkplatz und obwohl wir auch richtig Hunger hatten, liefen wir erst ein Stück am See entlang. Überall wird noch gebaut, Wohn- und Bürohäuser, vieles ist schon fertiggestellt und bewohnt. An diesem schönen Sonntagabend waren sehr viele Menschen unterwegs, die wie wir ein wenig flanieren und vielleicht noch nett essen wollten. Die Warteschlange an der Eisdiele war superlang!

Phönixsee

An der einen Seite des Sees stand ein Gebäude, das vom Baustil her so gar nicht zum Gesamtensemble passte. Es sah aus wie eine Burg.

Hörder BurgHörder BurgHörder BurgHörder Burg

Am Haupteingang gab es dann ein aufklärendes Schild, es war wirklich einmal eine Burg! Ursprünglich 1287 als Wasserburg aus den Steinen der damals zerstörten Hohensyburg entstanden. Ihr jetziges Aussehen verdankt sie allerdings der historisierenden Architektur aus der Zeit vom 19. zum 20. Jahrhundert. Ab 1840 entstand hier ein Walzwerk für die Herstellung von Eisenbahnschienen. Die nach ihrem Besitzer Hermann Diedrich Piepenstock benannte Hermannshütte wurde 1852 unter dem Namen Hörder Bergwerks- und Hüttenverein zur ersten Aktiengesellschaft im Hüttenwesen des Ruhrgebiets. Und jetzt erfuhren wir auch endlich, woher der See seinen Namen hat. Von 1906 bis 1922 war die „Hörder Burg“ Sitz der Hauptverwaltung des Montankonzerns Phoenix, des fünftgrößten deutschen Unternehmens.

an der Hörder Burgan der Hörder Burgam Phönixsee

Eine Inschrift gab uns Rätsel auf! Was soll das Wort in der mittleren Reihe bedeuten??? Wir haben es nicht entziffern können! Verwirrtes Smiley

??? mittlere Zeile ???

Der See ist mit 1200m Länge und 320m Breite nicht besonders groß. Seine Wassertiefe beträgt nur 2-3 Meter im Mittel und einmal rundherum sind es gerade mal gut 3km. Die Aushubarbeiten dieses künstlich angelegten Sees begannen im September 2006, die Flutung dauerte ab dem 1. Oktober 2010 ein ganzes Jahr lang an. Gespeist wird er ausschließlich durch Grundwasser und durch Niederschlagswasser und nur bei einer bestimmten Hochwassersituation ist er mit der hier renaturierten Emscher verbunden und dient dann als Rückhaltebecken, um eine Überflutung der flussabwärts liegenden Wohn- und Gewerbebebauung zu verhindern. Im Mai 2011 wurde der fertiggestellte Seeuferbereich für die Öffentlichkeit freigegeben und nach Fertigstellung aller Bauvorhaben sollen ca. 2000 neue Wohneinheiten entstanden sein sowie eine Vielzahl von Büro- und Geschäftshäusern. Alles wirkt sehr modern und stylisch, aber nicht unpersönlich und es scheint schon jetzt von der Bevölkerung sehr angenommen zu werden. Man darf zwar nicht im See baden, aber kleine Segelboote und motorlose Sportboote dürfen auf ihm verkehren.

weitergehende Infos: hier klicken

am Phönixseeam PhönixseePhönixsee

So schön kann es im Ruhrgebiet sein! Dortmund-Hörde hat sich fein herausgemacht, ist nicht mehr das Aschenputtel mitten im Pott! Natürlich fanden wir auch noch ein nettes Lokal und wurden exzellent bewirtet! Verliebt

am Phönixsee

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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Seilerblick

 

Über Bad Bentheim fuhr ich diagonal an Coesfeld vorbei bis zur A1, auf dieser bis Unna und dann den Rest Bundesstraße bis Iserlohn. Die A1 war natürlich, wie von früher gewöhnt, voll mit LKW-Kolonnen, aber Stau gab es zum Glück nur in der Gegenrichtung. Den kostenfreien Stellplatz in Iserlohn kannte ich schon und wusste, dass es dort nur 4 Stellflächen für Wohnmobile gibt. Allerdings zusätzlich 9 PKW-Plätze und dieser separate Abschnitt ist Teil eines großen öffentlichen Parkplatzes. Ich machte mir also keine Sorgen. Tatsächlich zählte ich bei der Anfahrt vier Wohnmobile! Dann stellte sich aber heraus, dass eins auf der Fläche der Ent- und Versorgungsanlage stand und mein Wunschplatz am Ende des Platzes frei war! Das Wohnmobil auf der VE-Station blieb dort übrigens über Nacht stehen, der Platz ist schön eben und der Fahrer hatte wohl noch nicht viel Erfahrung oder ein dickes Fell. Der Platz liegt neben einer wenig befahrenen Anliegerstraße im Grünen. Benachbart ist eine Tennisanlage und ein Fitnesskomplex, der PKW-Parkbereich ist so weit weg, dass er nicht stört. Durch eine Grünanlage läuft man zur Hauptstraße und ein kleines Stück weiter gibt es ein Einkaufszentrum. Ganz in der Nähe liegt der Seilersee (den man komplett umrunden kann), weswegen der Stellplatz nach der angrenzenden Straße “Seilerblick” heißt. Zu sehen ist der See vom Stellplatz aus allerdings nicht. Strom erhält man über einen Münzautomaten, 50 Cent für angezeigte 1000 Wattstunden. Die VE-Station hat als Nachteil, dass man die Toilette nur ausleeren kann, wenn man 1 Euro investiert, nur dann öffnet sich der Rolladen. Abwasser kann auch nur dort abgelassen werden, per Schlauch. Wenn man, wie ich, am liebsten per Eimer entsorgt, falls es keine Bodenrinne gibt, muss man sich beeilen, der Rolladen schließt automatisch nach 4 ½ Minuten. Mal sehen, wieviele Eimer plus Toilette entleeren ich in der Zeit schaffe! Zwinkerndes Smiley

Stellplatz "Seilerblick"Stellplatz "Seilerblick"Stellplatz "Seilerblick"Stellplatz "Seilerblick"

Meine Freundin Carola kam am nächsten Nachmittag zum Kaffeetrinken und die folgenden Tage gab es ein ausgiebiges Programm,

IserlohnIserlohnIserlohn

bestehend aus Stadtbummel, quatschen, Eis essen, quatschen, die neue Wohnung anschauen, quatschen, ins Kino gehen, nicht quatschen, erst danach wieder. Smiley mit geöffnetem Mund Wir sahen übrigens den Film „3 Tage in Quiberon“ mit Marie Bäumer, die Romy Schneider auf grandiose Weise spielt. Sie sieht Romy sehr ähnlich und während des Films vergisst man vollständig, dass man auf der Leinwand NICHT die echte Romy Schneider sieht. Tonfall, Gesten, Körpersprache, alles zum Verwechseln ähnlich! Es geht um ein Interview, dass der „Stern“ im Jahre 1981 mit der Schauspielerin, die in Deutschland ihr Sissi-Image nie losgeworden ist, auf der französischen Halbinsel im Atlantik führte. Der Film, der komplett in schwarz-weiß gedreht ist, orientiert sich sehr an den originalen Geschehnissen, zu sehen an diesen Fotos (gleiche Szenen im Film). Es wird sehr deutlich, wie zerrissen der innere Zustand von Romy Schneider in ihrem letzten Lebensjahr war bzw. wie wenig sie dem noch entgegenzusetzen hatte. Der tragische Tod ihres 14-jährigen Sohnes kurz nach dem Interview, der nicht Teil des Filmes ist, hat ihren Lebensmut dann wohl vollständig zerstört und sie starb mit nur 43 Jahren aus nicht wirklich geklärter Ursache. (Trailer zum Film im 1. Link)

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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Aus zwei mach eins

 

In Bad Schönborn warteten Uschi, Alexander und Paul auf mich. Paul war, im Gegensatz zu Alexander, einem Stellplatznachbarn, nicht zweibeinig, sondern zweirädrig. Smiley mit geöffnetem Mund Köhlers, die Stellplatzbetreiber vom WellMobilPark, verkaufen auch E-Bikes. Wir wollten ja eigentlich noch keine, hatten vor zwei Jahren bei unserem Aufenthalt hier unsere Fahrräder noch teuer aufarbeiten lassen. Aber da stand dann Paul und Uschi verliebte sich! Ein Pedelec mit 20 Zoll-Reifen, faltbar.

PaulPaulPaul geklapptPaul gefaltet

Zugegebenermaßen ein hübscher Kerl, aber ich blieb standhaft. Ich will immer noch kein batteriebetriebenes Fahrrad, obwohl alle Menschen, die eins fahren, beteuern, wie toll das ist und dass sie nie wieder etwas anderes fahren wollen. Und dass man sich genauso anstrengen könne wie bei einem ohne Batterie. KÖNNE! Ich weiß genau, dass ich mich nicht mehr anstrengen werde, wenn ich nicht MUSS. Jetzt muss ich und ich nehme es in Kauf, dass ich bei allzu heftigen Steigungen eben mal absteigen und schieben muss. Ja, und Gegenwind kann sehr unlustig sein. Ich will aber keine 70km-Radtour am Tag machen und auch keine mit 50km. Ich will ab und zu mal zum Einkaufen fahren oder eine nette Waldrunde, bevorzugt mit einem Ausflugslokal als Ziel. Dafür reicht mir mein altes Fahrrad allemal.
Da Uschis KTM-Rad hochwertiger ist als mein Pegasus, fingen wir an zu demontieren. Meine Lenkerhalterung wollte ich unbedingt behalten, war ich doch vor zwei Jahren so froh gewesen, die hässliche alte austauschen zu können. Die Schrauben waren etwas festgerostet und nach einer Weile konnte der Nachbar von gegenüber es offensichtlich nicht mehr aushalten, unsere Bemühungen zu beobachten. Ob er den „Damen“ helfen könne? Wir lehnten höflich dankend ab und er hatte wohl schon damit gerechnet, zumindest schien er nicht beleidigt zu sein, was wir auch schon erlebt haben. Wir nahmen allerdings die Hilfe von WD-40 in Anspruch, erfolgreich. Die Lenkerbefestigung wurde ausgetauscht, ebenso die Halterung für die Lenkertasche. Meine silbernen Schutzbleche wollte ich auch gerne „umziehen“. Wir fingen mit dem Vorderrad an. Die Demontage am Hinterrad hätte sich etwas schwieriger gestaltet und darüberhinaus fand ich es absolut passend, zwei unterschiedlich farbige Schutzbleche zu haben, da das Rad vorne hauptsächlich silberfarben und hinten schwarz ist. Cooles Smiley Mein Sattel ist bequemer als der vom KTM, also wurde auch er ausgewechselt. Das Endergebnis sah dann aus wie unten zu sehen und in den nächsten Tagen konnten wir einige Menschen beobachten, die sich über dieses seltsame halbe Fahrrad auf dem Fahrradträger ihre Gedanken machten. Es wird in Lauterburg restlos ausgeschlachtet werden und alles, was noch als Ersatzteil tauglich ist, wird aufgehoben.

aus zwei mach eins Ersatzteilewas ist das denn? 

Am „Vatertag“ beendeten wir unsere Deutschland-Überwinterung und fuhren zu unserem Heimatcampingplatz auf die Schwäbische Ostalb. Vorsichtshalber nahmen wir die Autobahn, wir wollten den Leiterwagen ziehenden „Vätern“ auf den Landstraßen nicht in die Quere kommen. Sarkastisches Smiley
Der Campingplatz war nahezu komplett voll! Langes Wochenende und traumhaftes Wetter ist eine gute Kombination. Gut, dass wir unseren Dauerplatz haben!

unsere Terrasse

Eine Menge Arbeit wartete auf uns und konnte jetzt endlich erledigt werden! Den Hänger freischneiden, Flitzi aktivieren und waschen, die Steuererklärungen machen, Rasen mähen (unsere Terrasse war zwar vom Campingplatzbetreiber freundlicherweise schon gemäht worden, aber das Gras wächst so schnell!), Wäsche mal wieder waschen und – als größere Herausforderung – Oscarlotta vom Dreck der letzten 1 ½ Jahre befreien. Die provisorische Reinigung nach dem halben Jahr Sommerpause bei Luise hatte ja mehr verschlimmert als verbessert und im Winter hatten wir nirgendwo eine Gelegenheit. Wie immer fingen wir auf dem Dach an, schraubten alle drei Dachluken ab und entfernten endlich den Dreck, der zwischen der Ober- und der Unterschale saß. Vier Stunden waren wir zu zweit beschäftigt, bis das Dach wieder hell war!

Dachreinigung

Rundherum ist Oscarlotta erst zur Hälfte sauber, Fix und Boxi noch gar nicht, poliert ist logischerweise auch noch nicht. Aber die Frischwasseranlagen sind gereinigt und desinfiziert, die Abwassertanks gesäubert. Wir teilen uns die Arbeit ein und genießen zwischendurch, endlich wieder barfuß auf schönem weichen Gras laufen zu können und in der Sonne zu sitzen. Beziehungsweise eher im Schatten, denn das Wetter ist sommerlich. Sogar unsere neue Outdoor-Küche haben wir schon aktiviert. Endlich kommt unsere Fire Pit-Eisenpfanne mal wieder zum Einsatz! Smiley

outdoor-Küche

Apropos aktivieren, ich habe, als Vodafone-Kunde, mich für das neueste Angebot, den GigaCube, entschieden. Vorgestern habe ich ihn in Betrieb genommen und nun verfügen wir über monatliche 50GB LTE-Internet für €24,99. Es ist eine wahre Freude, wie schnell sich jetzt Seiten aufbauen und Fotos öffnen. Und endlich können wir uns auch die diversen Videos und Vlogs anschauen, die einige Blogschreiber veröffentlichen und die bisher unser verfügbares Datenvolumen überforderten.

Die nächsten ca. zwei Monate werden wir hier unseren Alltag leben und der lohnt nicht, darüber zu berichten. Deswegen verabschieden wir uns hiermit in eine kurze Sommerpause bis Mitte August. Wie es dann weitergeht, verraten wir noch nicht! Zwinkerndes Smiley

Wir wünschen allen unseren Lesern schöne Pfingsttage und einen schönen Sommer!!! Man liest, hört oder sieht sich!

wir wünscheneinenschönenSommer

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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Henrichshütte Hattingen – mein grünes Ruhrgebiet :-)

 


 
Das immer noch gängige Vorurteil gegenüber dem Ruhrgebiet, auch Kohlenpott genannt – oder liebevoll einfach POTT – ist immer noch: „Da ist doch alles kohlenstaubschwarz!“. Nein, liebe Leser, DAS STIMMT NICHT (MEHR). Ich wurde 1950 hier geboren und meine Kindheitserinnerungen bis ins junge Erwachsenenalter sind wirklich so. Die Häuserfassaden waren anthrazitgrau, wenn meine Mutter im Sommer Gäste auf der Terrasse bewirten wollte, wurden die Kaffeetassen bis zum Eintreffen der Gäste verkehrt herum auf die Unterteller gestellt. Kohlenstaub war immer in der Luft, verfärbte die draußen zum Trocknen aufgehängte Wäsche, wenn man nicht aufpasste. Die äußeren Fensterbänke hätte man halbstündlich mit Erfolg abwischen können. ABER SO IST ES SCHON LANGE NICHT MEHR!!! Das Zechensterben begann unaufhaltsam bereits 1957/58, ironischerweise wegen eines Überangebots an Kohle, aber auch wegen der sinkenden Ölpreise und erreichte seinen Höhepunkt 1963, als 13 Zechen gleichzeitig geschlossen wurden. Bis 1975 gab es in früheren Bergbaustädten wie Bochum, Essen, Herne oder Wattenscheid so gut wie keine Bergwerke mehr. Aber der Kohlenpott bestand nicht nur aus kohlefördernden Zechen, es gab und gibt auch die Hüttenwerke, in denen aus Eisenerz Eisen wird, die Kokshochöfen, die daran maßgeblich beteiligt sind und die Stahlindustrie, z.B. Thyssen-Krupp. Anfang 2012 waren in Nordrhein-Westfalen noch vier Zechen in Betrieb: das Bergwerk West wurde Ende 2012 und die Auguste Victoria wurde Ende 2015 stillgelegt, Bergwerk Ibbenbüren und Prosper-Haniel werden 2018 folgen. Staatlich subventioniert wird der Abbau von Steinkohle noch bis 2018, danach wird dieses Kapitel in der Geschichte des Ruhrgebiets endgültig abgeschlossen sein.

Viele stillgelegte Zechenanlagen oder Hochöfen sind zu Veranstaltungsorten geworden, Teil der Industriekultur Ruhrgebiet. So hätte der Stahlindustrielle August Thyssen (1842-1926) wohl kaum vermutet, dass eines Tages in seinem zum Landschaftspark Duisburg-Nord umgewandelten Stahlwerk Duisburg-Meiderich Freizeittaucher im Gasometer schwimmen würden! Das wohl bekannteste Beispiel ist die Zeche Zollverein, seit Dezember 2001 von der UNESCO zum Weltkulturerbe deklariert. Falls es einen von euch mal hierher verschlägt, empfehle ich hier oder anderswo eine Zechenführung, besonders eindrucksvoll als Fackelführung, weitergehende Infos „hier„.

Ich stehe seit einigen Tagen ganz in der Nähe der Henrichshütte in Hattingen. Hattingen hat seit meiner Geburt einen hohen symbolischen Wert, habe ich doch 50 Jahre meines Lebens in der Hattinger Straße in Bochum gelebt. Hattingen hat einen schönen Campingplatz direkt an der Ruhr, der leider erst am 1. April öffnet. So stehe ich auf dem Wohnmobilstellplatz auf der anderen Seite der Ruhr. Hier gibt es 15 Stellplätze, genaueres „hier“ nachzulesen (freies WLAN!!!). In wenigen Schritten ist man an der Bushaltestelle, die Linie 558 fährt direkt in das Stadtzentrum von Hattingen, ein hübsches Fachwerkstädtchen, von wo man Anschluss z. B. nach Bochum (es gibt hier noch Straßenbahnen) und von dort aus in die ganze Welt hat. 😉

Sorry für die vielen Links, aber ihr habt sicher schon gemerkt, dass die Pferde (etwas) mit mir durchgegangen sind! Ich liebe halt meinen „Pott“, hier sind meine Wurzeln. Und da ich schon fast 4 (in Worten: VIER) Jahre nicht mehr hier war, musste es mal wieder etwas ausführlicher sein. Und wie grün es hier wirklich ist, seht ihr auf der Karte oben. Beim Bushaltezeichen an der Ruhr links von der Henrichshütte befindet sich der Stellplatz.

Und jetzt sage ich „GLÜCK AUF„!!!

Stellplatz in Hattingen

 

P. S.: Wer Uschi vermisst, die ist mit Fix und Boxi schon bei Luise an der Oste. Es lohnt sich also, ab und zu auch mal einen Blick dorthin zu werfen. Wer Abonnent/Follower ist, bekommt automatisch eine Benachrichtigung bei neuen Blogbeiträgen.

written by Ingrid

Kraichgau-Camping “Wackerhof”

 

Wenn ihr unser aktuelles Headerfoto genauer anschaut, erkennt ihr im rechten Teil ein paar weiße, wie Wohnmobile oder Wohnwagen aussehende Flecken. Nachdem ich bei meinem Fotoausflug diese schöne Panoramaaussicht genossen und konserviert hatte, wollte ich natürlich auch wissen, wie dieser vermutete Campingplatz heißt. Ein paar Tage später bin ich dann mit Uschi dort gewesen und wir fühlten uns in eine andere Welt zurückversetzt, genauer gesagt in die 70er-Jahre des vorigen Jahrhunderts. Nein, Hippies, love and peace oder Anpflanzungen ominöser grüner Pflanzen haben wir nicht gesehen, wohl aber Sanitär- und sonstige Anlagen, die es so fast nirgendwo mehr gibt. Alles war sauber, alles funktionierte, alles war sympathisch einfach und unprofessionell im guten Sinne. Schlagartig waren die längst vergessenen Gefühle aus der Zeit wieder da, als ich vier- und fünfjährig mit meinen Eltern und meinem großen Bruder im Zelt auf dem Strandcampingplatz an der Ostsee glücklich war. Oder später auf dem Bauernhof-Campingplatz im Allgäu. Kurz gesagt, wir haben einen Campingplatz entdeckt, der keine Sterne vorzuweisen hat, auf dem es kein Internet gibt, wo es vor den Einzelwaschkabinen nur Vorhänge gibt, wo die Bekanntmachungen nicht laminiert, sondern mit Tesa an die Wand geklebt sind. Es gibt Wiesen, Bäume, Terrassen, neben jedem Stellplatz einen ausgewiesenen PKW-Abstellplatz in gleicher Größe. Der Besitzer lief mit uns mit und zeigte uns, wo wir mit unserem schweren, großen Mobil auf Schotterrasen stehen könnten und sagte gleich dazu, dass er uns dort aber keinen Dauerplatz zur Verfügung stellen könne, da bei längerem Aufenthalt das Gras unter dem Fahrzeug kaputt gehen würde. Aber urlaubsmäßig mal für eine Woche oder so sei in Ordnung! Wie sympathisch und auch wie authentisch, zeigt es doch, dass ihm sein Besitz wertvoller ist als das Geld, das er ihm einbringen könnte. Wir baten darum, uns auf dem gesamten Platz (100 Dauercamper- und 50 Touristenplätze) umschauen zu dürfen und dabei sind viele Fotos entstanden. Dieser Campingplatz, der wunderbar ruhig inmitten der wunderschönen Natur des Kraichgaus liegt, bietet sich an, wenn man Ruhe, Rasen und die Ursprünglichkeit und wohltuende Einfachheit möchte, die es in der heutigen Zeit schon fast nicht mehr gibt.

Wackerhof

-Stellplatz/Nacht €3,20 (!) -Person/Nacht  €3,40 (!) -Kind bis 14 Jahre/Nacht €2,40 (!) -kWh €0,50 -Warmwasser/Duschen/Müll frei –Benutzung Campingwerkstatt (Fotos unten) frei

GPS-Koordinaten: 49° 12’ 2” N und 8° 45’ 37” O

WackerhofRezeptionEingangspfortekostenloser Strom für Ankommende während der MittagspauseStellplatz für schwere MobileTouristenplätzeje ein Stellplatzund ein PKW-ParkplatzSanitärgebäudeChemie-ToilettenausgussHundeduscheEnt- und VersorgungsstationSpülkücheBehinderten-SanitärraumBekanntmachungenEinzelwaschkabinenDuscheAufenthalts- und LeseraumBlick auf den DauercampingbereichDauercampingbereichSanitärgebäudeStiefelduscheTrockner und WaschmaschinenPreisliste's Camper Werkstättle's Camper WerkstättleLeihstühle für ZweiradcamperBaumdekoBrunnendeko's Schäufele fürs Häufele

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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Schrotträder! Schrotträder???

 

Als wir vor 8 Jahren unsere Oscarlotta gekauft haben und klar war, dass unsere Fahrräder NICHT in die Heckgarage kommen, sondern auf einen klappbaren Fahrradträger auf der Anhängerkupplung, war auch klar, dass wir an diesem schönen Wohnmobil sichtbar nicht mehr unsere altgedienten, aber eben nicht mehr so schönen, “ollen” Fahrräder transportieren wollten. Als wir mal wieder in Bochum (meiner alten Heimat) waren, wurden wir im größten Fahrradladen am Bahnhof fündig. Wir wählten nach Gefallen, ich entschied mich für ein “Pegasus”-Rad in weiß-silber und Uschi gefiel ein “KTM”-Rad in schwarz-silber. Beide waren, aus welchen Gründen auch immer, gerade herabgesetzt und so blieben wir für gute 28-Zoll-Räder unter € 1000, für beide natürlich. Batteriefahrräder gab es auch schon, aber die kamen für uns weder damals noch heute infrage, nicht nur wegen des irre hohen Preises. Wir wollen uns noch anstrengen, sehen das Rad fahren als Vergnügen und als Sport. Jedes Rad war mit einer 8-Gang-Nabenschaltung ausgestattet, das war, im Vergleich zu meinem alten Rad (keine Gangschaltung!) ja schon Komfort genug.

Radtour Spanien 2006/07 

Wir waren über die Jahre sehr zufrieden mit unserer Wahl, besonders Uschis KTM rollte superleicht. Für meine abendlichen Fahrten am Torre im vorletzten Winter kurz vor Sonnenuntergang habe ich mir oft ihr Rad “ausgeliehen”. Vor ca. 3 Jahren haben wir uns dann mal “unplattbare” Reifen geleistet und seitdem wirklich keine Probleme mehr gehabt mit z. B. Dornen, wovon es in Spanien so viele gibt.

Jetzt, nach über 7 Jahren, war aber doch einiges nicht mehr in Ordnung. An beiden Rädern waren die Stoßdämpfer hinüber, an Uschis Rad die gesamte Bremsanlage und bei meinem funktionierte die Gangschaltung nicht mehr zuverlässig. Bei einer Fahrt mit Flitzi entdeckten wir im letzten November im benachbarten Kronau einen großen Fahrradhändler mit Reparaturwerkstatt. Wir fuhren die Räder in Doppelschicht (immer eine per Rad und die andere mit Flitzi) dorthin, ließen sie durchchecken und vergaben noch einige Zusatzaufträge wie neue Lenkergriffe, neue Schutzbleche, eine verzinkte Kette, neue Sattelschutzbezüge…

Am nächsten Tag rief der junge Mann, der unsere Wünsche entgegengenommen hatte, an und teilte uns mit, dass zumindest ich doch vielleicht besser über einen Fahrradneukauf nachdenken solle. Das KTM sei noch zu retten, die Reparatur würde sich wohl auf ca. € 300 belaufen, aber bei meinem Pegasus läge sie sicher weit über € 350 und das würde sich doch wohl nicht mehr lohnen. Ich erbat mir Bedenk- bzw. Beratungszeit mit Uschi. Wir hatten uns bei Abgabe der Räder im Laden mal interessemäßig umgeschaut und festgestellt, dass Räder wie unsere nicht unter € 800 zu haben sind, ein KTM sogar nicht unter € 900. Wir brauchten nicht lange zu überlegen. Die Rahmen waren noch völlig in Ordnung, die Reifen auch, ein neues Rad würde mehr als das Doppelte kosten. Also ließen wir reparieren!

Nach ein paar Tagen konnte ich mein Rad schon wieder abholen und es sah (fast) aus wie neu!!!

PegasusPegasus (Schutzblech)Pegasus (Stoßdämpfer)Pegasus (Gangschaltung)Pegasus (Vorbau)Pegasus (Schutzblech)Pegasus (Edelstahlkette)

Bei Uschis Rad hatte der Monteur heftigste Probleme gehabt, die Verschraubung zwischen Lenkerstange und Rahmen zu lösen und hätte am liebsten das Rad am Stück in den Müllcontainer geworfen. Aber irgendwann war es ihm dann doch noch gelungen, dabei musste er aber wohl den Vorbau zerstören, der bei dem KTM-Rad besonders schön war. 😦 Ich hatte mir extra einen neuen montieren lassen, da meiner so hässlich geworden war. Und jetzt hat Uschi genau so einen! Dumm gelaufen! Insgesamt ist aber auch sie zufrieden mit ihrem runderneuerten Fahrrad!

KTM KTM (Vorbau)KTM (Stoßdämpfer)KTM (Gangschaltung)KTM (Bremsen)

Die Kosten? Mein Fahrrad, das eigentlich verschrottet werden sollte, hat € 356,72 gekostet und war somit, entgegen der ersten Infos, dann sogar preiswerter als Uschis Rad mit € 387,53. Die Rechnungen listen ganz genau auf, welche Teile zu welchem Preis verbaut wurden und was an Arbeitslohn angefallen ist. Es sieht alles absolut seriös aus und wir sind, trotz der doch relativ hohen Zahlen, froh, uns so entschieden zu haben.

Kritikwürdig war dann, finde ich, dass weder der Reifendruck überprüft wurde noch die Räder gesäubert wurden (wäre doch ein netter Kundendienst bei dem Preis). Und dass wir nach einiger Zeit noch einmal vorbeikommen sollen, um die Bremsen überprüfen und anpassen zu lassen, habe ich erst erfahren, als wir Uschis Rad abholten. Netterweise ist das dann für uns sogar kostenfrei!!!

Wir holten die Räder auf die gleiche Art ab wie wir sie hingebracht hatten und verpackten sie mal vorsichtshalber für den Winter. Und wirklich haben wir sie kein einziges Mal benutzt und erst in Freiburg wieder ausgepackt.

WinterpauseFrühlingserwachen
Bei der ersten Einkaufsfahrt machte meine Lenkertasche dann nach dem Bestücken den Abgang! Zum Glück war da die Lampe, die sie aufhielt. Was war los? Nicht lose, sondern gar nicht mehr vorhanden war der Befestigungsdraht der Halterung, die bei der Montage des neuen Vorbaus wohl abgebaut werden musste. Das hat der Monteur dann entweder vermurkst oder er hatte keine Lust auf die Fummelei! Wir hatten es leider nicht rechtzeitig bemerkt. Also auf zum Fahrradladen „Criterium“ in Freiburg! Dort war man sehr bemüht und organisierte den nötigen Draht für €10,95. Man hätte ja auch einfach behaupten können, dass ich die gesamte Halterung neu kaufen müsse (über €40). Bei der Gelegenheit ließ ich auch gleich noch die Schraube kürzen, die den wiederbefestigten Spritzlappen am neuen hinteren Schutzblech hielt. Die war nämlich so lang, dass sie innen am Reifen schabte, was dem Reifen auf Dauer wohl nicht so gut getan hätte. Da inzwischen auch die Fahrradlampe ihren Dienst quittiert hatte (!), wurde ich insgesamt noch einmal €45,95 los. Aber nun ist hoffentlich alles in Ordnung!!!  

Ein echtes Beispiel von Schrotträdern wurde uns im Sommer 2013 mal in Tofino auf Vancouver Island geboten. Die amerikanische Art des Fahrradtransports ist für Europäer ja mehr als gewöhnungsbedürftig, wie wir „hier“ schon anschaulich berichtet haben. Die Räder werden irgendwie am PKW, Bus oder Wohnmobil befestigt, gerne auch einfach hochkant an der Heckleiter. Als wir an einer Bushaltestelle warteten, bog forschen Tempos ein Wohnwagengespann in die Zufahrt zum Campingplatz ein und schleifte funkensprühend seine (5!) abgefallenen Fahrräder auf der Straße hinter sich her. Mindestens zwei davon waren wirklich Schrott!

20 'Crystal Cove Beach Resort' Tofino

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Fernreisemobile und weitere Schönheiten

 

Die meisten der Fernreisemobile, die beim Seabridge-Treffen in Bad Dürrheim zu bestaunen waren, haben wir euch ja schon vorgestellt. Und auch den ganz besonderen Rundhauber, der jetzt mit seiner Besatzung auf Eltern-Zeit-Reise in Morokko unterwegs ist, siehe “hier”. Während unserer Zeit in Freiburg trudelten aber noch so einige außergewöhnliche Fahrzeuge ein. Freiburg als Stadt ist ja etwas alternativ und besonders und zieht offenbar auch in besonderem Maße alternative und besondere Menschen mit ihren rollenden Behausungen an.

alte SchätzchenDüdo

Rundhauber 328Rundhauber 328Rundhauber 328Rundhauber 328Rundhauber 328Rundhauber 328Rundhauber 328Rundhauber 328Rundhauber 328

Fernreisemobil

SaurerSaurerSaurerSaurer

Rundhauber 710

P. S.: Wer alte Autos so liebt wie wir und jetzt Lust auf mehr bekommen hat, dem empfehle ich unser Album „Nordamerikanische LKW und sonstige Vehikel“ aus unserem USA/Kanada-Blog.

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Stifterhof Östringen

4. Mai

Burgturm Meine Fahrt ins Blaue nach meinem Zahnarztbesuch am Montag, die ja eher eine ins Grüne oder Bunte war, führte mich unerwarteterweise an einem idyllischen alten Burgturm vorbei. Dahinter lag ein großes Anwesen. Kurzentschlossen drehte ich um und fuhr in den “Schlosshof” hinein. Zwei junge Männer standen an einem PKW und ich sagte ihnen, dass ich absolut keine Ahnung hätte, wo ich sei, aber gerne Fotos machen würde, ob das okay sei. Sie hatten kein Problem damit und so sah ich mich um. Ein Haupthaus, mehrere Wirtschaftsgebäude oder Stallungen waren im Karree angeordnet, aus einer großen Tonne stieg Rauch auf, alles sah alt, aber nicht heruntergekommen aus. Keine Menschen, keine Tiere. Ich machte meine Fotos.

StifterhofStifterhofStifterhofStifterhofBrunnenKellerfensterBriefkasten a. D.

Einer der beiden Männer war inzwischen weggefahren, der andere werkelte in einem Schuppen und als ich ihn fragte, was das hier sei oder mal gewesen sei, erklärte er mir, dass es früher mal ein Kloster war und jetzt der land- und forstwirtschaftlichen Forschung durch das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung (LGL) dient. Wikipedia & Co. wusste dann natürlich mal wieder mehr. Die markante Hofanlage wurde auf den Grundmauern des im 12. Jahrhundert dort erbauten Benediktinerklosters Wigoldesberg errichtet. Die Geschichte der heute zu Östringen gehörenden Siedlungen Odenheim, Tiefenbach und Eichelberg war eng verknüpft mit dem Kloster. Für die wirtschaftliche Entwicklung spielte der Weinbau, den die Mönche hier einführten, eine große Rolle. Im Jahre 1496 wurde das Kloster in ein weltliches, freiadliges Ritterstift umgewandelt (daher der heutige Name). Vorhanden sind noch zwei Rundtürme in Bruchsteinmauerwerk mit Rundbogenfries der alten Umfassungsmauer sowie Gebäudereste von Verwaltungs- und Wirtschaftsbauten des 15. Jahrhunderts und der in den 1840er-Jahren eingerichtete Gutshof (Meierei). Von der viel größeren Klosteranlage ist leider nichts mehr erhalten. Trotzdem hat dieser Ort eine ganz besondere Ausstrahlung, wie es geschichtsträchtige Orte ja so oft haben.

StifterhofStifterhofStifterhofStifterhofStifterhof

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Kurzer Zwischenstopp

 

Eisenbahn-Freunde Bad Schönborn Wir sind seit Sonntag zurück in Bad Schönborn, wo wir von November bis Anfang März überwintert haben. Obwohl wir nur 2 Monate weg waren, sieht es hier, der Jahreszeit entsprechend, schon wieder ganz anders aus. In Bad Dürrheim (670m) blühte zwar auch schon ganz viel, aber hier, im Heidelberger Raum (115m), ist es noch einmal anders. Blühende Kastanien, blühender Flieder, blühende Apfelbäume, blühender Raps in seinem unvergleichlich leuchtenden Gelb, Unmengen von Gänseblümchen auf den Wiesen, die noch kein erstes Mal gemäht worden sind. Wir sind noch einmal kurz hier, weil ich noch ausstehende Zahnarzt- und Physiotherapietermine wahrnehmen möchte. Und dann müssen wir all die Kleinigkeiten, die wir den Winter über schon für Boxi im Internet bestellt haben, bei Uschis Sohn aus dem Keller holen, wo wir sie zwischengelagert haben, da unsere Heckgarage VOLL ist.

Montag also Zahnarzt! Ich machte einen kleinen Umweg, um zu Flitzi zu gehen, der hier ja leider nicht auf dem Stellplatz stehen darf, sondern auf dem benachbarten öffentlichen Parkplatz parkt, immerhin in Sichtweite. Neben der Eisenbahnanlage der “Eisenbahn-Freunde Bad Schönborn” ist solch ein tolles Rapsfeld und ich erhoffte mir ein Motiv für ein neues Headerfoto. 4. Mai (3)Der Raps war aber zu weit weg und ein Eisenbahn-Headerfoto hatten wir ja schon mal. Direkt daneben stand allerdings ein nettes Fotomotiv. Die Kasse bzw. der Hinweis darauf steht schon, von den Verkaufsobjekten ist aber noch lange keine Spur! Im letzten Herbst sah es dagegen so aus und da machte das Schild dann auch Sinn:

September 2014September 2014

 

 

 

 

Schon auf dem Parkplatz in der Nähe von der Zahnarztpraxis ein Blütentraum!!!

4. Mai4. Mai

Die Hauptstraße durch Östringen gesäumt von blühenden Kastanien.

4. Mai4. Mai  

Im Treppenhaus auf halber Höhe fiel mein Blick wieder auf den netten Zugang zum Hof, den ich bereits im Januar fotografiert hatte. Auch hier, logischerweise, ein kleiner Unterschied, aber gar nicht mal so gravierend:

4. Maiim Winter

Nach erfolgreicher Behandlung hatte ich eine Belohnung verdient, fand ich und fuhr noch ein wenig einfach drauflos. Meine Fotoausbeute, bei der dann auch unser neues Headerfoto dabei war:

4. Mai4. Mai4. Mai4. Mai4. Mai4. Mai (neues Headerfoto)

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Kurpark mit Gradierwerk

 

Kurpark mit Teich und SpringbrunnenZu jedem Kurort gehört zwingend ein Kurpark, der mal größer, mal kleiner, mal mehr oder mal weniger schön ist. Bad Dürrheim hat es da ganz gut gemacht, was sicher auch, aber nicht nur, an dem Gradierwerk liegt, einem unverzichtbaren Bestandteil eines Sole-Badeortes. Die Anlage ist, im Vergleich z. B. zu dem Fast-Namensvetter Bad Dürkheim, winzig, dafür aber richtig nett und liebevoll gestaltet. Und die salzhaltige Luft reichte für alle Anwesenden aus!

Kurpark mit GradierwerkGradierwerkGradierwerkGradierwerkDorngestrüpp aus den Zweigen des SchwarzdornsSalzablagerungenGradierwerk mitBaum

Die Fitnessgeräte in einem Teil des Kurparks habt ihr ja schon im letzten Artikel gesehen, mit Uschi bei der Arbeit bzw. Demonstration. Sie sind allerdings eher nur etwas für den Spaß, sehr wenig geschmeidig in ihrer Bewegungsfolge (die Geräte, nicht Uschi). Einen kleinen “Sinnesgarten” gibt es auch, mit Barfußpfad etc., aber da haben wir auch schon Besseres gesehen. Deswegen auch kein Foto!
Schön hingegen ist der Kurparkteich mit Springbrunnen (siehe 1. Foto und hier folgend). Direkt dahinter ist das “Solemar” zu sehen. Lustig ist es, wenn man im letzten Außenbecken liegt und nur noch durch einen Zaun von den Spaziergängern im Kurpark getrennt ist. So müssen sich Zootiere fühlen und so wie im Zoo ist es auch hier nicht klar, wer denn nun wen beobachtet. Es war aber auf jeden Fall sehr schön, bei Sonnenschein im warmen Wasser zu liegen, während die Spaziergänger noch Wintermäntel trugen!

Kurpark mit Teich und Springbrunnen

Narrenschopf-Museum
Ansonsten gab/gibt es viele schöne Blumen, ein kleines Bistro, das “Narrenschopf-Museum” und das große “Kurhaus”. Die Öffnungszeiten waren aber im April, trotz des schönen Wetters und trotz des Seabridge-Treffens immer noch auf Winterschlaf eingestellt, sodass wir dort nicht essen waren.

KurparkKurparkKurhaus

Wir hätten uns aber natürlich Thermoskanne und Stullen mitbringen können und draußen picknicken! Zwinkerndes Smiley

Picknick-GarniturenPicknick-Garnitur

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Skurriles und Normales

 

Das Städtchen Bad Dürrheim hat mehr zu bieten als man auf den 1. Blick sieht. Da wirkt es wie ein etwas verschlafenes, typisches Kurbad. Wer keinen Blick für die Feinheiten hat, wird mit diesem Eindruck auch wieder wegfahren. Wir haben so einiges entdeckt, Skurriles und Normales.

SolemarSolemarFacebook-ParkplatzFacebook-ParkplatzParkplatz für Blinde

Haus des GastesStadtmobil an SteckdoseGesamtansicht

SkulpturSkulptur

Narrenschopf-MuseumNarrenschopf-MuseumNarrenschopf-Museum

Fitnessgeräte im KurparkFitnessgeräte im KurparkFitnessgeräte im Kurpark

Wir haben uns wohl gefühlt hier, was aber in ganz besonderem Maße an unserem für uns PERFEKTEN Stellplatz lag. Wechselnde Nachbarn auf der einen Seite, bei denen es egal war, wie sie sind, sie fuhren ja wieder. Ein sehr netter Nachbar (Dauercamper aus der Schweiz) auf der anderen Seite, der uns zum Abschied eine Flasche Dornfelder brachte und dem wir versprachen, dass wir mal wiederkommen. Wenn wir nicht gewisse Pläne hätten, könnten wir problemlos den Sommer hier verbringen. Wie gesagt, das Städtchen bietet genug für den Alltag, es gibt den schönen Kurpark (Bericht folgt noch), das Thermalbad (nicht ganz so schön wie in Bad Schönborn), ebenfalls ein medizinisches Fitnessstudio, mehrere Eis- und sonstige Cafés, alles in ein paar Minuten zu Fuß erreichbar oder noch schneller mit dem Rad. Außerdem eine gute Nordic-Walking-Strecke direkt vom Platz aus mit Sonne und Schatten, vielen Bänken zum Ausruhen und der Möglichkeit, zum Schluss im Café “Narrenschopf” einen Kaffee zu trinken. Etwas außerhalb des Stadtkerns gibt es zwei aneinandergrenzende große Einkaufszentren mit Media-Markt, Kaufland, Edeka und allem, was es sonst noch so gibt. Und wenn das noch nicht reicht, kann man ein paar Kilometer weiter zum Stadtbummel nach Villingen fahren oder in das “Schwarzwald-Baar-Center”, ein großes Shoppingcenter. DAS kennen wir noch nicht, also müssen wir wirklich wiederkommen!

unser StellplatzStellplatz bei NachtStellplatz

written by Ingrid
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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Wasser marsch!

 

Location: Ent- und Versorgungsstation Bad Dürrheim; Uschi kommt mit Gießkanne und 10l-Kanister; auf der Entsorgung steht ein Wohnmobil und wird mit gefühlten 500l Frischwasser betankt

Versorgungsstation (gesamt)

 

1. Akt:
Ein weiterer “Wasserholer” mit kleinem Essigkanister taucht auf und fragt:

Suchen Sie was?

Nein, ich bin am Warten.

Ach so. Man kann auch DA Wasser holen!

Ja, das weiß ich, aber DA brauche ich 5 Minuten für 10 Liter, so wie es da raus trielt!

Ach so!

 

2. Akt:
Nach 10 Minuten Wartezeit und erfolgreichem Befüllen der beiden Behältnisse zieht Uschi ihr kurzes Schlauchstück ab, geht zu Oscarlotta entleeren und kehrt zum Tatort zurück.

Ach, waren Sie noch nicht fertig?

Nein, warum?

Ja, weil Sie den langen Schlauch nicht wieder angesteckt haben!

Ja – und, warum sollte ich?

Da hat gerade einer furchtbar geschimpft!

Warum?

Ja, der ist ganz nass geworden.

Warum?

Der hat auf den Schalter gedrückt und nicht gemerkt, dass der Schlauch ab war.

Ja, selber Schuld. Wenn er das nicht merkt, oder?

Ja, schon. Kommen Sie noch mal wieder?

Ja, warum?

Ja, weil Sie Ihren Schlauch mitnehmen, aber den anderen Schlauch immer noch nicht wieder aufstecken.

Ich bin in 2 Minuten wieder da. Warum sollte ich jedes Mal den Schlauch wieder anstecken, wenn doch gar nicht sicher ist, dass zwischendurch jemand anderes kommt. Und wenn, dann kann der den Schlauch doch auch anstecken. Wenn er es sieht. Sonst wird er nass!

Hmm! Warum machen Sie denn Ihren kurzen Schlauch drauf und nehmen nicht den, der schon dran ist?

Weil ich nicht weiß, in welche Löcher der schon gesteckt worden ist!!!

Ach so.

 

3. Akt:
Uschi kommt zum 3. Mal zurück. Ein weiteres Wohnmobil wird entsorgt. Die Beifahrerin steht draußen und beobachtet, wie Uschi den von jemandem wieder angesteckten langen Schlauch abzieht, ihren kurzen Schlauch aufsteckt, ihre Behälter füllt, den kurzen Schlauch abzieht und den langen Schlauch wieder aufsteckt in der Annahme, dass dieses Wohnmobil auch noch betankt werden soll. Als sie wieder zurück kommt (zum 4. Mal), fragt die Frau ganz erstaunt:

Darf ich Sie mal was fragen? Wofür brauchen Sie sooo viel Wasser???

Für unseren Wassertank.

Wieviel Wasser passt denn da rein?

150 Liter.

So viel? Dann müssen Sie wohl nochmal laufen?

Noch ein paar Mal.

Ja, haben Sie es weit? Soll ich Ihnen helfen?

Nein danke, das mache ich ja immer, das ist mein persönliches Fitnessprogramm. 

Ach so. Wissen Sie, ich bin das erste Mal dabei, ich weiß das alles noch nicht.

 

4. Akt:
Uschi kommt und zieht den langen Schlauch ab. Ein weiterer Wasserholer sagt:

Den dürfen Sie nicht wegmachen!!!

Warum darf ich den nicht wegmachen?

Weil die Leute damit ihre Autos betanken.

Steht hier ein Schild, dass man den Schlauch nicht abmachen darf um seinen eigenen Schlauch anzustecken?

Nein. Aber warum nehmen Sie denn nicht den Schlauch, der schon dran ist?

Siehe oben!!!

 

5. Akt:
Uschi wie immer, ein Wasserholer fragt:

Versorgungsstation (Detail)

Warum stellen Sie Ihre Gießkanne denn nicht DA hin? Da haben Sie doch eine Ablage und müssen sie nicht heben?

DA passt zwar meine Gießkanne unter den Hahn, aber mein Kanister nicht.

Das glaube ich nicht, haben Sie es schon probiert?

Ja. Außerdem sieht man das doch, dass es nicht passt.

Und das passt wirklich nicht?

Nein.

So etwas passiert Uschi (weil sie eine Frau ist?) ständig. Ob aus Langeweile, Hilfsbereitschaft, Kontrollbedürfnis, Nettigkeit wissen wir nicht. Uschi kann nur noch selten humorvoll darauf reagieren, meistens nervt es sie nur. ICH verstehe das gut und bin froh, dass sie den Job macht!!!

written by Ingrid
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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Stadtbummel in Villingen

 

Keine Panik!!! Es kommt nicht schon wieder nordamerikanische Planungstheorie! 😉 Wir haben zwar noch nicht alle Fragen abschließend geklärt, aber: kommt Zeit, kommt Rat. Heute wollen wir euch zur Erholung einfach nur mal mitnehmen auf einen kleinen entspannten Bummel durch ein hübsches Städtchen hier in der Nähe: Villingen. Wir waren letzte Woche einen Nachmittag dort und haben das wunderbare Frühsommerwetter genossen. Den letzten und gleichzeitig ersten Bummel haben wir 2010 beim Herbsttreffen unserer Mobiso-Gruppe (Wohnmobilgruppe für Alleinfahrer/Solisten) gemeinsam dort gemacht und hatten Villingen in guter Erinnerung. Auch damals haben wir mit mehreren Mobilen hier auf dem Stellplatz gestanden und auch damals gab es schon Reisevorführungen, allerdings nicht von Seabridge, sondern von unserem Rolf, der uns abends seine Indien-Reise auf großer Leinwand mit Beamer im Freien vorführte. Es war schon Oktober und wir mummelten uns in warme Decken ein. Schön war’s! Traurig beim Anschauen der alten Fotos: Vilem lebt schon nicht mehr und Lore ist so krank, dass sie nicht mehr reisen kann. Auch deshalb wollen wir nicht mehr lange warten mit den Touren, die wir gerne noch machen möchten. Man weiß nicht, wie lange man es noch kann. Zeit zu verschenken haben wir jedenfalls nicht mehr.

Bad Dürrheim (2010)Bad Dürrheim (2010)   

Aber zurück zu Villingen! Eigentlich heißt es richtig Villingen-Schwenningen und besteht aus den beiden seit 1972 vereinigten Städten sowie 9 weiteren eingemeindeten Ortschaften. Die hübschere Stadt scheint Villingen zu sein und wenn ihr euch einen Überblick über den historischen Stadtkern machen wollt, könnt ihr “hier” klicken. Wir sind einfach so drauflos gelaufen und lassen unsere Fotos sprechen.

Oberes TorVillingenMünster "Unserer Lieben Frau" mit MünsterbrunnenMünsterbrunnenMünsterbrunnenMünsterbrunnenMünster "Unserer Lieben Frau" Münster "Unserer Lieben Frau" Münster "Unserer Lieben Frau" Münster "Unserer Lieben Frau" VillingenVillingenCafé RabenVillingenVillingen VillingenVillingenVillingenVillingen

written by Ingrid
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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Warmer Hintern – voller Bauch ;-)

 

Da wir in Nordamerika (Kanada/USA) nicht frieren und nur Käsebrot essen wollen, haben wir uns schon mal um die nötigen “Energiespender” gekümmert. Ganz geschickt war, dass wir hier den schon von Ingrid erwähnten Umformer (Trafo) von 110 auf 230 Volt günstig erwerben konnten. Somit stehen uns in Nordamerika immer 1500 Watt (Dauerstrom) zur Verfügung, natürlich nur, wenn wir einen “Landstromanschluss” haben. Damit können wir  problemlos den Kühlschrank, unsere Induktionskochplatte (850 Watt) oder einen unter dem Namen “Schweizer Würfel” bekannten Heizlüfter mit Konvektionswärme in 3 Leistungsstufen (450W/750W/1500W) betreiben. Da er mit 259 Euro (Berger-Katalog) nicht ganz preiswert ist, reicht eventuell auch der natürlich sehr viel einfachere und damit wesentlich preisgünstigere Keramikheizlüfter “Cuby” (750W/1500W), Kostenpunkt 49,99 Euro, auch Berger-Katalog, Entscheidung steht noch aus. Wir werden uns außerdem noch einen Toaster (etwa 1000W) zulegen, damit im “Toastbrotland” knusprige Brotscheiben oder auch mal Brötchen zum Frühstück gesichert sind.

Da wir in Nordamerika sicherlich öfter ohne Stromanschluss in State- oder Nationalparks übernachten werden, brauchen wir zum Betreiben von Heizung, Herd und Kühlschrank natürlich unseren zweiten “Energiespender” Gas. Haben wir Zwinkerndes Smiley , im Gaskasten unserer neuen “Boxi” (Tischer-Kabine) ist aber nur Platz für 2x5kg Gasflaschen (in Oscarlotta passen 2x11kg-Gasflaschen in den Gaskasten).

Und jetzt kommen noch die besonderen Gegebenheiten in USA und Kanada dazu, die da wären:

Seit 2003 werden KEINE deutschen Tauschgasflaschen mehr gefüllt (Auskunft des Gas-Sachverständigen von Seabridge), weil sie keinen automatischen Füllstopp haben. Das bedeutet, dass man die sehr viel teureren Tankflaschen mit Füllstopp für USA/Kanada braucht. Wir haben schon seit Jahren eine Tankflasche zusätzlich zur Tauschflasche im Gaskasten von Oscarlotta fest eingebaut, um problemlos an Autogastankstellen Gas nachfüllen zu können, was für uns vor allem in Frankreich hilfreich ist.

links Tauschflasche, rechts Tankflasche

Wynen Tankflasche - FüllstoppWynen Tankflasche - Füllstopp

Für unsere “Boxi” brauchen wir nun zwei neue Gasflaschen. Die (normalen) deutschen Tauschflaschen sind zwar sehr viel günstiger als die Tankflaschen, aber in USA/Kanada nutzlos! Also, wir müssten 2 Tankflaschen einbauen, aber…

a) kostet eine Tankflasche (z.B. bei “WYNEN-Gas”) mal locker 295 Euros plus 79 Euros für die Halterung und

b) kommt eine zweite Besonderheit ins Spiel: Vom Hafen von Halifax (Nova Scotia, Kanada) aus können wir unser “Gespann” NUR zurück nach Hamburg verschiffen, wenn wir unsere (teuren) Gastankflaschen teuer (100 CAD pro Flasche Weinendes Smiley Weinendes Smiley) spülen lassen (angeblich mit Stickstoff – böse Zungen behaupten, es wird nur Pressluft verwendet), damit auch ja kein Rest von Propangas mehr in den Flaschen ist!

Die Möglichkeit, eine amerikanische Gasflasche vor Ort zu kaufen, entfällt, weil diese von den Maßen her nicht in unseren Gaskasten passt (jetziger Wissensstand).

Wir denken, dass es in Boxi für Europa eine Kombination wie in unserer Oscarlotta wird (eine Tausch- und eine Tankflasche). Für USA/Kanada muss dann einfach eine Tankflasche mit 5kg Inhalt reichen und dafür öfter nachgefüllt werden Weinendes Smiley, die zweite Gasleitung im Gaskasten wird mit einem Blindverschluss stillgelegt und die deutsche Tauschflasche bleibt in Deutschland. Zähnezeigendes Smiley Somit sparen wir bei Rückverschiffung 100 CAD. Um in Nordamerika Gas nachgefüllt zu bekommen braucht man jedoch auch noch den passenden Adapter. (Fülladapter ACME 21.8)

Fülladapter für Nordamerika

Diesen Adapter werden wir mit einer Tankflasche gleich mitbestellen.

Wir hatten am Wochenende richtig Glück, dass wir Jens und Elisabeth kennengelernt haben, die erst im letzten Jahr neun Monate lang in USA/Kanada unterwegs waren. Jens hatte die GANZ WICHTIGE Telefonnummer der anscheinend einzigen autorisierten Werkstatt in Halifax für uns parat, die seine zwei 11-kg-Gastankflaschen für die Rückverschiffung des Reisemobils gespült haben, DANKE!!! Außerdem war es richtig schön, mit euch zu klönen!

Den Fülladapter für USA/Kanada durften wir beim Abschied fotografieren und ein Erinnerungsfoto entstand bei der Gelegenheit dann auch noch.

Erinnerungsfoto

Eine zweite richtig nette Begegnung hatten wir beim Bestaunen eines Fernreisemobils. Wir kamen mit zwei Frauen, Silvia und Marita, ins Gespräch, die ähnliche Reiseträume wie wir haben, aber schon längere Reisen in Neuseeland und Afrika realisiert hatten. Wir möchten mit den Beiden auch in Verbindung bleiben. Liebe Grüße und schaut mal, was wir zur Verweildauer des Mobils in USA herausgefunden haben (letzter Beitrag)!

Doch nun noch einmal zurück zu den “Energiespendern”. Zum Laden und Betreiben unserer diversen Kommunikationsmittel haben wir auch in “Boxi” selbstverständlich 12V-Steckdosen. Damit die auch dafür notwendige Versorgungsbatterie bei Sonne schön nachgeladen wird, ist auf dem Dach ein Solarmodul (dritter “Energiespender”) installiert.

Und zum Schluss ein Hinweis für alle, die sich eine Tankflasche zulegen möchten: Man kann sie nicht nur über die Firma “WYNEN-Gas” beziehen oder einbauen lassen, sondern auch z.B. bei der “gasfachfrau”. Hier ist der Preis etwas günstiger, aber der direkte Tankstutzen und die genaue Füllstandsanzeige sind nicht inbegriffen.

Wynen Tankflasche

written by Uschi
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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Überwintern im Oman, Mogge on tour und anderes…

Seabridge-Treffen 2015 (Sonntag) Und so sah es dann am Sonntagabend aus. Der Platz – fast – leer und unsere Köpfe randvoll mit Informationen. Wir haben mit unseren Fragen gelöchert, wer auch immer sich dafür bereit erklärt hat bzw. nicht schnell genug flüchten konnte. 😉 Es gab so viele widersprüchliche Aussagen oder man wusste es dann doch nicht so ganz genau, dass es anstrengend und zeitaufwändig war. Aber es hat sich gelohnt! Wer nie nach USA/Kanada will, ob mit oder ohne eigenem/s Mobil, kann jetzt mal einen Kaffee kochen gehen. Den anderen erzähle ich unseren Wissensstand wie folgt.

Thema Aufenthaltserlaubnis: Wie schon berichtet, berechtigt ein offizielles Besucher/Touristen Visum (B2-Visum) theoretisch, sich über einen Zeitraum von 10 Jahren pro Jahr 6 Monate in den USA aufzuhalten (Verlängerung bis zu einem weiteren halben Jahr gegen Bezahlung beantragbar). Ohne Visum darf man als Tourist nur 90 Tage (sog. “Visa Waiver Program”) bleiben. Es gibt wohl eine offizielle Vereinbarung, die besagt, dass zwischen Ausreise und erneuter Einreise in die USA mindestens 6 Monate liegen müssen. Wie das in der Praxis gehandhabt wird, ist von Fall zu Fall unterschiedlich und liegt absolut im Ermessen des Immigration-Officers. Man kann auf keinerlei Rechte pochen! So gab es wohl auch schon Menschen, die nach Ablauf des halben Jahres in ein Drittland ausgereist sind und wenige Tage/Wochen später bei der erneuten Einreise innerhalb eines Jahres wieder 6 Monate bewilligt bekamen. Wir sind 2013 bei der Einreise von Kanada in die USA von einem sehr freundlichen und gut gelaunten IO abgefertigt worden, der spaßeshalber fragte, ob wir deutsches Bier dabei hätten. Das hätte er wohl sehr gerne beschlagnahmt! Als wenn das alles nicht schon genügend Willkür wäre, kommt erschwerend hinzu, dass offenbar nicht alle Einwanderungs- und Zollbeamten alle ihre Vorschriften kennen, die sich wohl auch öfter mal ändern.

Thema Aufenthaltsdauer Fahrzeug: Das interessierte uns noch viel mehr, da die Verschiffung ja nicht gerade billig ist, die Unterstellmöglichkeiten in den USA grandios einfach und bezahlbar sind und es sich also anbieten würde, das Mobil einfach im Land zu belassen. Immer wieder hieß es aber, nach 12 Monaten MUSS das Fahrzeug wieder ausgeführt werden. Unser aktueller Wissensstand ist folgender: Registriert wird das Fahrzeug NUR bei Einreise über einen US-amerikanischen Seehafen. Und nur bei Ausreise über denselben oder einen anderen US-Hafen würde es nach Ablauf der 12 Monate zu Problemen führen. Wenn man aber über einen kanadischen Hafen einreist und auch wieder ausreist (oder einen US-Hafen), kann man Glück haben und es interessiert niemanden. Noch sicherer wäre, über eine Landesgrenze von Mexico aus einzureisen, da interessierte das Fahrzeug bisher ebenfalls niemanden. Aber auch da scheint sich gerade etwas zu ändern, die Fahrzeugdaten werden neuerdings erfasst, auf Nachfrage, weil man wissen möchte, welche Fahrzeuge sich im Land bewegen. Mexico gewährt übrigens generell eine Aufenthaltsdauer von 10 Jahren für Fahrzeuge. Und wenn man über Panamá (Panama), Buenos Aires (Argentinien), Montevideo (Uruguay) oder Rio de Janeiro (Brasilien) zurückverschifft, interessiert es sowieso überhaupt gar niemanden.

Kaffee fertig? Kaffee schon auf?? Den hatten wir, als ganz am Ende der Vorstellung der so verheißend klingenden Reise “OMAN – Überwintern im Orient” ganz lapidar erwähnt wurde, dass es zurück durch Saudi Arabien gehe und dort ALLE Frauen a) zum Tragen eines schwarzen, den Körper und die Beine komplett verhüllenden Umhanges (sog. Abaya) sowie u. U. eines leichten Tuches/Schals für den Kopf verpflichtet sind sowie b) für Frauen ein absolutes Autofahrverbot herrscht. Nein danke! In solche Länder wollen wir gar nicht!

Ansonsten haben wir beeindruckende Reiseberichte erlebt! Afrika in 5 verschiedenen Variationen + Marokko; 4 Variationen (Weiß-) Russland, Ural, Kaukasus; Südasien; Südamerika; Südosteuropa; Neuseeland. So “normale” Reisen wie nach Schottland, Frankreich, Island & Färöer haben wir uns gar nicht erst angesehen, nur noch aus Interesse das Baltikum, zum Nachfahren. Pausen dazwischen gab es kaum, der Hintern tat weh, die Augen wurden müde, irgendwann warf man alles durcheinander! Die “Seidenstraße” wäre mein Favorit: 170 Tage Russland, Sibirien, Mongolei, China, Tibet, Kirgisistan, Usbekistan, Turkmenistan, Iran, Türkei. Beginn in Riga, Ende in Istanbul. Schotterstraßen, keine Campingplätze, sicher auch weder Mobilfunknetze noch Internet. Mobile müssen absolut autark sein und leidensfähig, die Reisenden auch. Danach hat man entweder Freunde oder Feinde fürs Leben, aber auch unheimlich viel gesehen, erlebt und er-fahren. Preis? € 11.890,- pro Person bei 2 Personen im Reisemobil, Einzelfahrer auf Anfrage. Auffallend war übrigens die große Anzahl Schweizer Eidgenossen, bestimmt ca. 40% der Anwesenden. Die Schweizer müssen ziemlich viel richtig gemacht haben in ihrer Vergangenheit und Gegenwart, sie fahren die teuersten (Fernreise-) Mobile und hatten nach Handzeichen schon so ziemlich alles abgefahren, was es an geführten Reisen bei Seabridge gibt.

Am Samstagabend beim schnellen Spaghetti-Essen zwischendurch fuhr MOGGE draußen vorbei! Mogge on Tour ist ein Fernreise-Blog, den Uschi schon seit 2013 liest und den sie, wie bei allen wirklich interessanten Blogs, von Anfang, also von 2010 an, nachgelesen hat. Sie outete sich als “Fan” und am Sonntagnachmittag kam es dann noch zu einem sehr netten und informativen Kaffeetrinken mit Esther und Erich. Sie waren 4 Jahre am Stück in Nord- und Mittelamerika unterwegs und mussten letztes Jahr wegen diverser Probleme unterbrechen. Die erneute Verschiffung ist aber bereits gebucht, Südamerika steht noch auf dem Programm. Wir werden ihre Reise mitverfolgen!

MoggeMoggeMogge               

Soviel für heute! Und weil ihr so brav bis hierhin durchgehalten habt, gibt es noch ein paar Fotos, von? Na klar, Fernreisemobilen!!! 😉

FernreisemobileFernreisemobilFernreisemobilFernreisemobilFernreisemobil

Reisebegleitung gesucht!FernreisemobilFernreisemobil

Und das hier will noch eins werden:

Fernreisemobil im BauFernreisemobil im Bau

written by Ingrid
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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Seabridge-Treffen 2015 in Bad Dürrheim

 

Wir hatten es ja schon erwähnt, dass wir in Bad Dürrheim sind, weil eines der diesjährigen Seabridge-Treffen an diesem Wochenende hier stattfindet. Die Firma Seabridge erfährt seit Jahren solch einen Zulauf, dass inzwischen mehrere Treffen pro Jahr an verschiedenen Orten Deutschlands stattfinden. Wir waren vor Jahren schon einmal auf einem dieser Treffen, da es immer schon ein Wunschtraum von uns war, mit dem eigenen Mobil durch USA/Kanada zu reisen. Als wir dann allerdings unsere Oscarlotta hatten, konnten wir uns nicht mehr dazu entschließen, sie zu verschiffen. Zuerst, weil sie noch nagelneu war und wir Sorgen hatten, dass ihr was passieren könnte, später, weil sie eben unser einziges Zuhause ist und wir Sorgen hatten, dass ihr was passieren könnte. Dagegen sprach außerdem, dass IVECO in USA völlig unbekannt ist, wir also schon bei einfachsten Pannen Werkstattprobleme bekommen würden. Unsere Reifengröße gibt es in Nordamerika ebenfalls nicht, was bedeuten würde, zwei Reservereifen mitzunehmen (Oscarlotta hat 6 Räder). Die Vorstellung, dass uns von einem der in rasender Fahrt überholenden Holzlaster durch einen aufwirbelnden Stein unsere Frontscheibe zertrümmert werden könnte, ließ uns unseren Wunsch dann endgültig begraben. Wir haben uns 2013 dann ja dafür entschieden, drüben ein Wohnmobil zu mieten und haben darüber ausführlich berichtet, “hier” nachzulesen. Es war auch alles gut, die Entscheidung war richtig und unser “Venti” mit seinen knapp über 6m hat uns wirklich gut gefallen. Das Fazit dieser für mich ersten Amerikareise war, JA, das will ich noch öfter und länger als “nur” 3 Monate. Dann wird das Mieten allerdings heftig teuer! Es ist einfach nachzurechnen, dass es sich preislich lohnt, ab 2-3 Monaten, je nach Größe des Fahrzeugs, sein eigenes Mobil zu verschiffen. Diese ganzen Überlegungen gaben letztendlich den Ausschlag dafür, uns für den Kauf eines “Reisemobils” zu entscheiden, wie wir “hier” bereits ausgeführt haben.

Seit Donnerstagabend finden Lichtbildvorträge statt zu den unterschiedlichsten geführten Wohnmobilreisen, die Seabridge anbietet, teils mit dem eigenen Mobil, teils in Mietmobilen. Zuerst gab es natürlich eine ausführliche Infoveranstaltung zum Verschiffen des eigenen Mobils. Ab Dienstag trafen Seabridge-Teilnehmer ein, entweder wie wir, die sich informieren wollen und viele Fragen beantwortet haben möchten oder “Veteranen”, die ihre Erfahrungen weitergeben, Reisefreunde wiedersehen oder sich für die nächste Reise entscheiden wollen. Es dürften inzwischen so ca. 200 Mobile hier sein, die z. T. auf dem Extraplatz für Gruppen stehen, der mit grob gezählten 80 Fahrzeugen voll ist, siehe Fotos vorher – nachher:

Seabridge-Treffen 2015 (Mittwoch)Seabridge-Treffen 2015 (Freitag)     

Wir haben gerade für gar nichts anderes mehr Zeit, schauen und hören uns die Reiseberichte von Seabridge an, die total interessant sind, gerade über die Länder, die wir voraussichtlich in diesem Leben nicht mehr bereisen werden. Außerdem versuchen wir, unsere Fragen beantwortet zu bekommen, die es bezüglich Aufenthaltsdauer, getrennt nach Personen und Fahrzeug, Gas- und Stromversorgung etc… gibt, trotz ausführlicher Vorrecherche im Internet, in Blogs und Büchern. Auch ohne die Beantragung eines Visums für die USA hätten wir eine Gesamtaufenthaltszeit zusammen mit Kanada von 9 Monaten. Was uns bisher aber niemand beantworten konnte, war u. a. die Frage, läuft die Zeit nach der Einreise in eines der beiden Länder weiter, wenn man in das andere Land wechselt (also wenn wir z. B. nach 2 Monaten Aufenthalt in USA nach Kanada einreisen). Kann man die restlichen 30 von den 90 Tagen, die man als Tourist in USA bewilligt bekommt, “aufsparen” und nach einigen Monaten in Kanada aufbrauchen oder nicht. Die Antwort ist übrigens “nein”, die Zeit läuft weiter. Wenn man länger in USA bleiben möchte bzw. nach einem längeren Kanada-Aufenthalt noch einmal in die USA zurück möchte, muss man erst einmal in ein sog. Drittland ausreisen. Mexico zählt nicht mehr dazu, es müsste mindestens Belize sein oder man müsste sein Mobil in einem der überall verfügbaren “Storages” unterstellen und mal kurz nach Deutschland, nach Australien, Neuseeland oder sonstwohin fliegen und danach neu einreisen. Wenn man ein Visum für die USA beantragt und auch erhält, hat man theoretisch das Recht, sich über die Dauer von 10 Jahren pro Jahr 6 Monate in den USA aufhalten zu dürfen. Theoretisch deswegen, weil es im Ermessen des Officers liegt, der einen bei der Einreise abfertigt, ob er einem die vollen 6 Monate zubilligt oder weniger oder sogar die Einreise ganz verweigert! Wenn man das Glück hat und eine Aufenthaltsdauer von 6 Monaten in seinen Pass gestempelt bekommt, gibt es die Möglichkeit, relativ unproblematisch per Internet eine Aufenthaltsverlängerung von weiteren 3 Monaten zu beantragen, was $200 kostet und bis zur Entscheidung ca. 2 Monate braucht. Dann hätte man, mit den 6 Monaten von Kanada, insgesamt zwar 15 Monate Aufenthaltszeit. Das große ABER ist, dass das Fahrzeug nach 12 Monaten wieder ausgeführt werden muss!!! Wenn das nicht passiert, läuft man bei der Rückverschiffung Gefahr, dass es vom Zoll beschlagnahmt wird!

Außerdem unterhalten wir uns mit anderen Teilnehmern dieses Treffens, die überwiegend schon die tollsten Reisen, mit oder ohne Seabridge gemacht haben. Da sind wir Waisenkinder dagegen! Ein notwendiges Utensil konnte Uschi schon gebraucht erwerben, nämlich einen Trafo, also einen Spannungswandler, der aus den in Nordamerika üblichen 110 Volt die für unser Mobil benötigten 230 Volt macht. Ist ein sauschweres Teil, obwohl es gar nicht so groß ist und sieht so aus:

Trafo

Und dann musste ich natürlich die diversen Fernreisemobile fotografieren!!! Eine kleine Auswahl hier:

FernreisemobileFernreisemobil (Saurer)FernreisemobilFernreisemobil
Dieser Bericht entstand heute bis weit nach Mitternacht während und nach „meiner“ Freitags-Talkshow. Jetzt schnell veröffentlichen, frühstücken und weiter geht es mit der „Seele Afrikas“ und der „Baja California“. Kurze Kaffeepause, dann weiter mit „Oman – Überwintern im Orient“. 😉
Sobald wir wieder durchatmen können, melden wir uns wieder!!!

written by Ingrid
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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Wie ein roter Faden

oder eher eine rote Leine zieht sich das Thema “Wäsche waschen” durch die “Fulltimer-Blogs”! Allenthalben liest man über die verschiedensten Methoden der Bewältigung von Schmutzwäschebergen in Wohnmobilen. Von kleiner bis zu großer (Handtücher und sogar Bettwäsche Erstauntes Smiley ) Wäsche von Hand, mit oder ohne “Pümpel”,

Handwäsche

über Versuche mit Campingwaschmaschinen (2,2 kg Fassungsvermögen) bis hin zu der Benutzung einer eigenen “Haushaltswaschmaschine” in der Heckgarage mit extra dafür eingebautem Zusatzwassertank (Grün vor Neid) reichen die Bemühungen der “Dauerwomobewohner”, ihrer anfallenden Schmutzwäsche Herr zu werden.

Die diversen Varianten der nach dem Waschen unvermeidlich anfallenden Trockenprozedur reichen von “in der Sonne und bei starkem Wind in 10 Minuten trocken” (nur auf einer Leine im Süden Europas möglich), über trocknen mit einem elektrischen “Luftentfeuchter” bis hin zum Trocknen auf gespannten Leinen im Wohnmobil, meist in der Heckgarage, soweit vorhanden. Wer im Besitz eines Alkovenmobils ist, kann natürlich auch das Fahrerhaus als Trockenraum zweckentfremden. Cooles Smiley

Naturgemäß werden auch unsere Klamotten und die Haushaltswäsche schmutzig und wir haben weder eine Waschmaschine in der Heckgarage noch eine Campingwaschmaschine noch gespannte Leinen im  Wohnmobilinneren. Allerdings haben wir einen Wäscheständer dabei, um auch mal draußen Handtücher usw. trocknen zu können. Wäsche auf gespannte Leinen hängen wir nur in Spanien auf unserer Campingplatzparzelle oder in Lauterburg im Sommer. Wenn wir auf Campingplätzen stehen, werden die fast immer vorhandene Waschmaschine (und evtl. der Trockner) benutzt. Ab und zu gibt es sogar schon auf Stellplätzen Waschmaschine und Trockner, klasse Einrichtung, nur leider selten! Ein Plus für Bad Schönborn! Wir genossen von November bis März den “Wäscheservice” von Köhlers. Geheimnis erzählendes Smiley

In Freiburg gibt es in der Nähe des Stellplatzes zwei Waschsalons, na ja, Freiburg ist eben eine Studentenstadt! Da sich etwas viel Wäsche angesammelt hatte, fuhr Ingrid mich mit Flitzi zur Wäscherei, da wir wussten, dass es dort keine Parkplätze gab und für den Transport per Fahrrad die Menge einfach zu groß war. Ich begab mich mit meinen zwei prall gefüllten spanischen Wäschetaschen (aus Erfahrung weiß ich, dass eine volle Tasche einer Waschmaschinenladung von 5-6kg entspricht) in den “Maschinenraum”. Die Geräte waren riesig, vor allem die Trockner. Kleingeld war mitzubringen, ich hatte 2- sowie 1-Eurostücke extra gesammelt. Ein wartender Student weihte mich freiwillig in die Bedienung der Geräte, vor allem aber in die Tücken des Bezahlautomaten ein, nette Geste!

Die Industriewaschmaschinen arbeiteten schnell und gründlich. Nach etwa 80 Minuten war alles sauber gewaschen und “schranktrocken”, die Kosten waren mit 8€ für 2 Wäscheladungen waschen und einer großen Wäscheladung trocknen günstig. Die Wartezeit auf dem Holzbänkchen vertrieb ich mir mit “Leutekucken”: Studenten „spielten“ mit ihrem Smartphone, Frauen aus umliegenden Wohnblocks unterhielten sich lebhaft und ein älterer Mann füllte erst seinen Rucksack mit der sauberen Wäsche (zusammenlegen Fehlanzeige) und rollte dann seinen gewaschenen und getrockneten Schlafsack mühselig und unter leisem Schimpfen zusammen. Bevor er aber mit seinen umfangreichen Habseligkeiten abzog, las er noch in aller Ruhe eine Ausgabe “Neue Post”. Nach der kurzweiligen Wartezeit konnte mich mein persönliches Taxiunternehmen auch schon wieder abholen, samt meiner wieder prall mit sauberer, trockener, zusammengelegter Wäsche gefüllten Wäschetaschen. Verliebt

Die bisher letzte Waschorgie habe ich letzte Woche in der hiesigen Wäscherei in Bad Dürrheim hinter mich gebracht. Bei Regenwetter fuhr ich die üblichen zwei gefüllten Wäschetaschen mit Flitzi “direkt vor’s Haus”!

Miniparkplatz

Ein paar Tage vorher fuhren wir mit dem Rad bei der uns schon von früher bekannten Wäscherei vorbei, um zu schauen, welche Bezahlmodalitäten hier gefragt waren. Alle Haushaltsmaschinen, Waschmaschinen und Trockner hatten einen eigenen Automaten, der nur mit 50-Centstücken gefüttert werden wollte, na dann, für 2x Waschen und Trocknen sammelte ich schon mal 26 (in Worten: sechsundzwanzig!) 50er! (Gleiche Anzahl von Wäscheladungen wie in Freiburg, aber mit 13 Euro doch sehr viel teurer!)

Kleinstadtwäscherei

Dieses Mal betrug meine Wartezeit bis die Wäsche gewaschen war 1 Stunde, das Trocknen dauerte noch mal so lange. Die erste Stunde verbrachte ich einsam mit Sudokus,

im Charme der 70-er

in der zweiten Stunde machte ich einen Spaziergang zum Eiscafé und gönnte mir einen Eiskaffee.

unscharf, aber lecker

Fazit meiner für mich doch etwas umfangreichen Ausführungen ist: Wir haben noch NIE in den vielen Jahren unseres Fulltimerlebens Klamotten solange tragen müssen, dass wir sie nur noch hätten wegschmeißen können. Es gibt immer irgendeine “Wasch-und Trocknenlösung”!!!

Zum Schluss möchte ich noch mein persönliches Waschproblem mit “öffentlichen” Maschinen loswerden: Ich weiß nie, wer vor mir welche Wäsche gewaschen hat!?! Zähnezeigendes Smiley

DESHALB:

Ich bin kein “FROSCH” und verwende das gleichnamige flüssige Waschmittel.

UND:

Ich ”DENKE MIT” und verwende einen Desinfektionsspüler von:

d(enke) m(it). Zwinkerndes Smiley

written by Uschi
photos taken with Canon EOS 600D

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Eine Radtour, die ist lustig…

…eine Radtour, die ist schööön! SCHÖN??? Ja, fing ja noch ganz schön an, Wetter schön, Laune schön, Straßen schön (leer). Unsere Räder laufen, nachdem wir sie generalüberholt haben (lassen, ist eine andere Geschichte), wie “Sau”. Also alles grün, alles so schön bunt hier, alles schön. Eine Radwegekarte hatten wir auch, trotzdem sind wir dann irgendwie zu früh abgebogen und schlagartig war vorbei mit schön. Es ging nämlich stetig bergauf, im Wald. Nein, wir haben keine Batterie-Fahrräder, wir wollen uns noch etwas sportlich betätigen und durchaus auch anstrengen. Aber wenn mir die Sonne auf den Kopf knallt (zur Erinnerung, wir haben erst Mitte April, die Bäume im Wald sind noch nicht belaubt) und der erste Gang schon geschaltet ist, aber nicht reicht, dann reicht es mir! Also schiiiieben!!! Endlos, steil. Noch bis zur nächsten Kurve, dann gebe ich auf! An der nächsten Kurve steht ein Hinweisschild: Waldcafé 400m. Also, wenn ich mich hier schon so quäle, dann will ich wenigstens eine Belohnung! 400m? Schaffe ich!!! Geschafft schleppte ich mich auf die Terrasse, die bevölkert war von Menschen mit Autos oder Batterierädern. Aussicht schön, Kaffee schön, Kuchen konnte mich noch gerne haben, schöner roter Kopf noch nach einer halben Stunde.

Dann aber kam die Rückfahrt! SCHÖÖÖN!!! Immer bergab! Jetzt endlich kamen auch noch ein paar schöne Fotomotive und die richtige Strecke haben wir auch gefunden. 😉

DorfkircheLourdes-KapelleLourdes-KapelleLourdes-KapelleLourdes-KapelleLourdes-KapelleLourdes-Kapelle

Rast am SalinenseeRast am Salinensee Salinensee

Aber das absolute Highlight gab es dann im Ort. Nein, nicht die Kugel Eis “auf die Faust”, sondern dies hier:

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MG 1

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Reisemobilhafen Bad Dürrheim

 

Am Sonntagmittag haben wir uns – ungern – am Stellplatz in Freiburg verabschiedet, aber neue Termine warten woanders schon auf uns. Einen Tag zuvor klopfte es vormittags an unsere Tür und draußen stand ein weiterer unserer Blogleser, sogar ein Follower, den wir bisher aber nur namentlich kannten und natürlich von seinem eigenen Blog. Ich war noch nicht gesellschaftsfähig, so unterhielt Uschi sich kurz mit ihm und sagte, dass wir später mal bei ihm und seiner Frau vorbeikämen. Die beiden kamen gerade von einer 6-wöchigen Spanientour zurück und beklagten den kalten Wind, der ständig da gewesen sei. Trotz Sonnenscheins sei es nicht richtig warm geworden. Den Reisebericht, den Erich in mehreren Worddokumenten bereits geschrieben hat, wird er nachträglich in seinem Blog veröffentlichen. Das ist zwar nicht der eigentliche Sinn eines Reiseblogs, aber wenn man in Deutschland ein verwaistes Haus stehen hat, möchte man verständlicherweise nicht so gerne im Internet kundtun, dass dem so ist. Wir haben uns nett unterhalten und jetzt haben wir eine sehr sympathische Vorstellung von beiden und sie von uns (hoffentlich!) auch.

Sonntag dann also die riesige Fahrleistung von 82km (!) bis nach Bad Dürrheim. Hier findet übernächstes Wochenende ein großes “Seabridge”-Treffen statt. “Seabridge” ist die Firma, mit der man sein Wohnmobil verschiffen lassen kann, wenn man nach USA, Kanada, Südamerika, Südafrika, Australien oder Neuseeland möchte. Seabridge bietet in diesen und weiteren (auch europäischen) Ländern auch geführte Touren im eigenen Mobil an. Wir wollen allerdings nur verschiffen, aber nicht Oscarlotta, sondern unser neues Reisemobil, wie “hier” schon berichtet. Da wir noch so einige unbeantwortete Fragen haben, wollen wir die Gelegenheit nutzen und Menschen treffen, die sich schon auskennen. Außerdem verspricht das Programm einige interessante Reiseberichte in Wort und Bild.

Plan Reisemobilhafen Bei unserer Ankunft, übrigens bei herrlichstem Frühsommerwetter, schien uns der Reisemobilhafen schon ziemlich voll zu sein. Wir haben Mitte April!!! Da die Rezeption erst um 16 Uhr wieder geöffnet wurde, parkten wir Oscarlotta und Flitzi auf dem ersten freien Stellplatz und gingen auf Suche. Mal wieder gar nicht so einfach! Wir haben ja so unsere Vorlieben und Abneigungen, aber die Plätze müssen auch einfach von der Größe her passen, es dürfen keine Baumäste zu niedrig hängen etc… Und wenn wir Flitzi noch mit auf den Platz bringen wollen, wird es schon richtig eng. Dazu kam noch, dass die Stromversorgung mit nur 4 Ampere beschrieben war. Es sollte angeblich auch Plätze mit 16 Ampere geben, aber wo? Wir fragten den einen oder anderen Camper. Stirnrunzeln und Schulterzucken! An den Stromkästen stand immer nur 4 Ampere. Es wurde mal wieder sehr deutlich, dass viele Menschen, auch männlicher Natur, keinen Schimmer haben, wie man Volt, Watt, Ampere miteinander in Verbindung bringt. Nach dem Motto, wenn die Sicherung rausfliegt, dann hatte die Kaffeemaschine wohl doch etwas zuviel Watt. Uns ging es ausschließlich um unsere Nespresso-Maschine, auf die wir nur ungern verzichten. Die hat 1200 Watt und da 4 Ampere nun mal nur 920 Watt ergeben, würde das eben nicht reichen. Den Strom mit 4 Ampere gibt es als Pauschale zu € 2,50/Nacht. Für 16 Ampere, falls es sie überhaupt geben würde, hofften wir auf einen Preis nach Verbrauch. Wir haben ja unsere Solarpanele, sodass wir von “Landstrom” relativ unabhängig sind, aber nicht von gutem Kaffee!!!

ag Rezeption Unsere Stellplatzsuche war nicht sehr erfolgreich, aber es war fast 16 Uhr, also gingen wir zur Rezeption zurück. Am liebsten hätten wir ja den Platz genommen, auf dem wir schon standen, aber der würde ganz sicher schon für das Seabridge-Treffen reserviert sein. Nein, war er nicht!!! Und 16 Ampere könne man an jedem Platz haben, das würde der Chef morgen höchstpersönlich an unserem Stromkasten ändern. Die Pauschale müssten wir allerdings trotzdem zahlen und zusätzlich den Mehrverbrauch. Uschi versuchte klar zu machen, dass wir eher weniger verbrauchen werden (Solar), aber im Falle des Falles eben die höhere Absicherung brauchen (Nespresso-Maschine). Keine Chance! Wir fallen mal wieder durchs Raster! Also gut, dann läuft eben auch der Kühlschrank über Strom, gegebenenfalls auch mal kurz unsere Heizung mit 1000 Watt oder unsere Klimaanlage. Unsere Pauschale beinhaltet 4 Kilowatt und alles, was wir darüberhinaus verbrauchen, müssen wir mit €0,60/kW bezahlen. Unser normaler Tagesverbrauch (Kühlschrank auf Gas) beträgt 0,5 (Sommer) – 1 1/2 (Winter) kW. Also müsste man uns eigentlich ja Geld auszahlen! Aber das ist im System natürlich nicht vorgesehen. Da loben wir uns doch die Stellplätze wie in Bad Schönborn oder jetzt in Freiburg, wo es Stromautomaten (mit 16 Ampere Absicherung) gibt, mit denen man seine Kosten über diverse Sparvorhaben (Solar, Kühlschrank auf Gas) selbst bestimmen kann.

Aber egal, unser Platz ist für uns perfekt! Wir haben nur einen direkten Nachbarn, haben Schatten- oder Sonnen-Sitzplätze nach Belieben, vorne und links je eine große Rasenfläche und Flitzi passt auch noch drauf. Für €9,- (ohne Strom), da kann man doch nicht meckern! Zur Entsorgungsstation sind es nur ein paar Meter. Leider reicht die Signalstärke des Stellplatz-WLANs nicht bis zu uns, würde aber auch €1/Tag kosten.

unser Stellplatz

Einen ersten Erkundungsgang in den Ort haben wir schon gemacht, außerdem eine Einkaufstour per Rad zum ca. 3km entfernten großen Einkaufszentrum und gestern war “turnen” und in der Sonne sitzen angesagt. Es geht uns gut! Unser neues Header-Foto ist übrigens von gestern Abend (Blick durch die Frontscheibe, aber von draußen fotografiert).

Sonnenuntergang

written by Ingrid
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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Frooonkreisch

 

Da Freiburg bekanntermaßen ja ganz dicht bei Frankreich liegt, bot es sich an, mal kurz über die Grenze nach Colmar zu fahren. Als wir in Breisach waren, konnten wir ja schon auf die andere, französische, Rheinseite sehen. Seitdem die innereuropäischen Grenzübergänge “außer Betrieb” genommen sind, merkt man nicht mehr sofort, dass man in einem anderen Land ist, da diesseits und jenseits von Grenzen für einige Kilometer alles mehr oder weniger gleich aussieht. Gut, dass der jeweilige Mobilfunkbetreiber einen umgehend informiert! Aber dann kamen erste Hinweisschilder auf einen Carrefour, einen E.Leclerc und schließlich einen Super U und spätestens da war klar, wir sind in Frooonkreisch! 😉

Stellplatzbeschreibung Kurz vor Colmar, als wir schon nach einem Parkplatz für Flitzi Ausschau hielten, sahen wir ein Wohnmobilstellplatzzeichen und auch schon ein paar Wohnmobile an einem kleinen Yachthafen. Kurzentschlossen bogen wir ab und gingen besichtigen. Ein lohnenswerter Platz! Es gibt 25 Stellplätze auf Asphalt und eine große Rasenfläche, die vermutlich erst in der Hochsaison freigegeben wird. Einige Plätze liegen direkt am Hafenbecken, sind aber nur für kürzere Mobile geeignet und bieten jeweils eine kleine zusätzliche Rasenfläche plus Picknicktische/-bänke. Es gibt ein schönes Empfangsgebäude mit Toiletten, Duschen, Waschmaschine und Trockner sowie der Möglichkeit, im kleinen Gärtchen Kaffee trinken zu können. Die Betreiberin spricht (außer natürlich französisch) deutsch, englisch, italienisch und war sehr freundlich. Der Kaffee war auch gut!!! Weitere Infos “hier”.

StellplatzYachthafenFischerboot

Empfangsgebäude

Wir ließen Flitzi dort stehen und liefen die 2 Kilometer bis zum Außenring, der die Altstadt umschließt. Hier sah es dann auch endlich “fremdländisch” aus. Viel Blumenschmuck, viele Touristen, viele alte Fachwerkhäuser, ein noch österlich geschmückter Markt, Kopfsteinpflaster überall. Wir hatten zum Glück einen kleinen Stadtplan beim Stellplatz mitgenommen und so war die Gefahr, sich zu verlaufen, gebannt. Wir haben uns einen ersten Überblick verschafft und sicher noch lange nicht alles gesehen. Aber da der Stellplatz uns wirklich gut gefallen hat, kann es sehr gut sein, dass wir mal wieder hierher kommen.

ColmarColmarColmarColmarColmar

Colmar

ColmarColmarColmar

Colmar

written by Ingrid
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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Spring has sprung!

 

Die englische Bezeichnung für, wie wir sagen, “Der Frühling ist da!” begegnet mir zur Zeit in Instagram immer mal wieder und ich finde sie so lustig: “spring has sprung”. Dabei habe ich dann mal über die Bezeichnung “Frühling” nachgedacht, die ja auch irgendwie seltsam ist. Was ist ein „…ling“? Gut, es gibt eine Reihe deutscher Wörter mit „…ling“ am Ende. Ein Wildschweinjunges ist ein Frischling, ein zu früh geborenes Menschenjunges aber kein Frühling, sondern ein Frühchen. Deutsche Sprache, schwere Sprache!? Frühjahr finde ich da etwas aussagekräftiger. “Spring” bedeutet entweder Sprung oder, als Verb, springen. Springen ist gesprungen??? Sprung ist gesprungen??? „Springtime“ macht es etwas deutlicher, als Zeit, in der alles (auf)springt in der Natur; „to spring“ bedeutet aber eben auch “explodieren lassen” und das trifft es dann ja ganz gut. Hier explodiert die Natur gerade wirklich und ein paar der schönen Bilder möchten wir mit euch teilen! VORSICHT: Die Bäume schlagen aus!!! 😉

BlütenträumeBlütenträumeBlütenträume BlütenträumeBlütenträumeBlütenträume

AprilgrünAprilgrünAprilgrün

Blütenträume

written by Ingrid
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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Melcherhof

 

Melcherhof Das Wetter war in den zwei Wochen vor Ostern leider nicht mehr ganz so schön wie vorher, zwar trocken, aber etwas trüb und merklich kühler. Am Samstag vor Palmsonntag haben wir trotzdem mit Maiers, die einen Kurzurlaub in Kirchzarten machten, einen kleinen Ausflug unternommen ins Unteribental im Freiburger Umland. Dort liegt der “Melcherhof”, ein Bio-Milchhof, der von alten Freunden von Maiers bewirtschaftet wird. Leider ist der Bauer vor 2 Jahren ganz plötzlich verstorben und jetzt betreiben zwei seiner Kinder, beide Mitte 20, den Hof allein. Wir wurden mit es hat geschmeckt! leckerem selbstgebackenen Möhrenkuchen und ebenso leckeren Zimtschnecken bewirtet. Eine kostenlose Hofführung gab es auch und natürlich besuchten wir zum Abschluss den Hofladen, der jeden Samstag von 15-18 Uhr geöffnet hat. Hier gibt es allerlei Leckereien zu kaufen, natürlich alles Produkte vom Hof. Wir deckten uns mit einigen Stücken Käse ein!

Der Hof, den es seit ca. 150 Jahren gibt, wird seit 19 Jahren nach BIO-Richtlinien bewirtschaftet, hier sieht man noch glückliche Kühe und Kälbchen, die bei der Mutter saugen dürfen. Sie können sich frei in Auslaufflächen neben dem Stall oder auf den Bergwiesen rundum bewegen. Anbindehaltung ist bei zertifizierten Bio-Höfen untersagt.

glückliche Kälbchenglückliche Kälbchenglückliche Kühe neugieriges KälbchenKatze auf dem ... BlechdachKühe auf der WeideSundheimer-HühnerSundheimer-Hühner2 Schafe gibt es auch...und Mist      

Auch die Sundheimer-Hühner, eine alte badische Zweinutzungsrasse, verfügen über große Auslaufflächen. Die Käserei wird gerade umgebaut, aber im Reifekeller wird Bergkäse zu leckeren Käsespezialitäten gepflegt. Die Vermarktung geschieht über den Hofladen und über einige Bauernmärkte in der näheren Umgebung. Hut ab vor den zwei jungen Leuten, die das alles stemmen!!!

links Wohnhaus und Käserei, rechts StallungenHofladenKäsereiMilchkanneReifekellerReifekeller

Leider sind die Fotos etwas farblos, so wie das Wetter halt auch.

Etwas farbiger war es dann hier:

altes PlumskloKlo-Sprüche ;-)Klo-Sprüche ;-) Klo-Sprüche ;-)

written by Ingrid
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Lotti hat Geburtstag, trallerallala…

Heute feiern wir!!!

Geburtstag Am 2. April 2007 haben wir unsere Lotti, unser Lottchen, unser hübsches Mädchen, unsere Schöne im EXPOCAMP in Wertheim zum ersten Mal gesehen. 6 Monate vorher hatten wir uns ungeplant und unvorhersehbar in einen Prototyp gleicher Art verliebt, aber so ist das ja meistens mit dem Verlieben, man kann es nicht planen. 🙂 Damals fuhren wir noch jede ein eigenes Wohnmobil, Uschi ihren Baby-Flair “Oscar 5” (6,27m) und ich meine “Frieda”, ein Eura-Alkovenmobil (5,15m). Ein gemeinsames Wohnmobil war noch nicht wirklich geplant, unsere beiden waren zwar bereits 10 bzw. 11 Jahre alt, aber das ist ja noch kein Alter für ein Wohnmobil! Und da stand nun dieser wunderschöne Flair, der alles hatte, was wir uns wünschten und nichts von dem, was wir nicht hätten akzeptieren wollen. Die Versuchung war groß! Zum Glück hatten wir Zeit und so nahmen wir uns 2 Tage und 2 Nächte, um alles Für und alles Wider gegeneinander abzuwägen. Am 3. Morgen waren die Würfel gefallen! Der Verkäufer versuchte uns bei der Detailbestellung zu beraten. Nach dem dritten NEIN auf einen seiner “tollen” Vorschläge sah er ein, dass wir genau wussten, was wir wollten und was nicht und auch warum und begnügte sich damit, die Liste mit uns abzuarbeiten und nur noch durchzustreichen oder anzuhaken. 😉    6 Monate Fertigungszeit lagen vor uns! Voraussichtlicher Auslieferungstermin 1. Aprilwoche 2007. Wir fuhren noch einmal mit zwei Mobilen über den Winter nach Spanien, Uschis Flair war auf dem Papier bereits in Zahlung genommen, ihm sollte also möglichst nichts mehr passieren. Und wirklich opferte Frieda sich noch ganz zum Schluss im März 2007 bei einem der heftigsten Orkane, den wir je in Spanien erlebt haben. Der Baum, der direkt neben ihr stand, wurde entwurzelt (übrigens als einziger Baum auf dem gesamten Campingplatz!). Frieda nahm ihn entgegen, ließ ihn an sich hinab auf den Weg gleiten und verhinderte so, dass er auf Oscar fiel. Wenn sie nicht dort gestanden hätte, hätte der Baum richtig “Anlauf” nehmen können und Oscar wäre platt gewesen (und wir in ihm vielleicht auch). Die Schäden an Frieda waren erstaunlich erträglich, ein paar Schrammen und Dellen, eine abgeschlagene Verbindungsleiste und eine beschädigte Stoßstange. Der Baum nahm noch einen “Kollegen” mit und fiel genau an der Laterne vorbei zwischen die zwei gegenüberliegenden Wohnmobile. Von dieser Nacht, in der wohl niemand am Campingplatz “Torre la Sal ‘2” geschlafen hat, wird heute noch geredet. Die Bescheinigung für die Versicherung bestätigte Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 km/h. Gut gemacht, Frieda!!!

Frieda mit noch stehendem BaumOrkan 08.03.07Orkan 08.03.07Orkan 08.03.07Orkan 08.03.07

Am 2. April waren wir in Wertheim. UND DA STAND SIE!!! Dass es ein Mädchen werden würde, wussten wir schon lange. Die Namensfindung war lang(sch)wierig, aber das ist eine andere Geschichte, die wir “hier” schon einmal erzählt haben. Die Flasche Sekt zur Taufe vor Ort mussten wir extra anmahnen, so etwas hatte man im EXPOCAMP vorher wohl noch nie erlebt! Da alle 6 Räder angefeuchtet werden mussten, blieb nicht mehr allzu viel Sekt zum Trinken übrig!

Abholung in WertheimTaufe Oscarlotta

Dass das langweilig leere Heck einen Aufkleber erhalten musste, war von Anfang an klar. Klar war aber auch, dass wir keinen der abgedroschenen und zu Dutzenden gelesenen Sprüche haben wollten. Ein Schlüsselanhänger, auf den Ramblas in Barcelona gekauft, gab den Ausschlag und Uschi fing an zu zeichnen.

Heck vorherEntwurfHeck nachher Heck nachher

So sehr wir unsere Oscarlotta von Anfang an geliebt haben, so sehr hatten wir die ersten Jahre viel Ärger und Mühen mit ihr. Viele, viele Kinderkrankheiten!!! Viel Arbeit für Uschi und wenn es gar nicht mehr anders ging, Werkstattbesuch. Sogar eine Garantieverlängerung um ein halbes Jahr (über den Spanien-Winteraufenthalt) haben wir bei Niesmann und Bischoff erreicht, die sich dann sogar, wegen Reifenproblemen, ausgezahlt hat. Jetzt ist aber schon lange alles gut, Oscarlotta wird gehegt und gepflegt, jedes Jahr (von Uschi) poliert und wir freuen uns immer wieder, wenn Fremde ganz erstaunt sind, dass sie schon (jetzt) 8 Jahre alt ist. Natürlich haben wir auch deswegen so eine ganz besondere Beziehung zu ihr, weil sie ja unser einziges Zuhause ist. Und deswegen war unser Geburtstagsgeschenk heute auch, dass wir sie aus der “Gefahrenzone” gebracht haben. Der Platz vor uns ist nur vernünftig anfahrbar, wenn man rückwärts einparkt. Das bedeutet, dass man schon rückwärts die Straße entlang fahren müsste. Da es für viele Mobilisten aber anscheinend unzumutbar ist, auszusteigen und sich einen geeigneten Platz ZU FUSS auszusuchen, fährt man, wenn man denn schon da ist, eben vorwärts rein. Wir zittern jedes Mal! In den seltensten Fällen steigt die Beifahrerin aus und achtet auf das ausschwenkende Heck. Ein Fahrer sagte ziemlich angepisst zu Uschi, als die meinte, das sei aber knapp gewesen, er fahre ja schließlich schon seit 40 Jahren! Ja, PKW vielleicht. Als gestern Abend dann im Dunkeln einer mit Hin-und-Her-Rangieren nur noch ca. 10cm mit seinem Fahrradträger von unserer Frontscheibe entfernt war und wir innen schon fast einen Anfall kriegten, hatten wir endgültig genug. Aussage des Fahrers: “Ich habe doch eine Rückfahrkamera!!!” Ja, und eine Beifahrerin hatte er auch!

Jetzt stehen wir sicher auf der gegenüberliegenden Seite ganz hinten. Da, wo ich gestern die Stellplatzmarkierungen “unter Wasser” fotografiert habe. Leider haben wir absolut KEIN Geburtstagswetter. Aber Oscarlotta ist zwar ein Mädchen, aber kein “Mädchen”. Sie findet Regen nicht schlimm, ist viel besser für den Teint als dauernde Sonne, sagt sie. Zwinkerndes Smiley

Oscarlottchen, wir lieben dich! Schön, dass es dich gibt.

Geschenk Geburtstagstorte Geschenk Geburtstagstorte Geschenk Geburtstagstorte Geschenk Geburtstagstorte Geschenk Geburtstagstorte Geschenk Geburtstagstorte Geschenk Geburtstagstorte Geschenk Geburtstagstorte Geschenk Geburtstagstorte Geschenk Geburtstagstorte Geschenk Geburtstagstorte Geschenk Geburtstagstorte Geschenk

written by Ingrid
first photo taken with iPhone, older photos with Canon PowerShot

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

April, April

– der macht was er will!

Hoffentlich ist niemand von euch in den orkanartigen Stürmen gestern zu Schaden gekommen!!! Hier bei uns auf dem Stellplatz war es ganz erträglich, bis auf ein paar Böen, die Oscarlotta ein wenig erzittern ließen. Kein Vergleich zu den Stürmen, die wir in Spanien schon erlebt haben. Aber ich glaube, wir hatten einfach nur wieder Glück und waren im richtigen Teil Deutschlands.

WettervorhersageWettervorhersageSo dachten wir gestern… Heute holte uns dann aber auch die April-Wirklichkeit ein, zwar ohne Sturm, aber dafür mit diesem Wetterradar. Nur kurze Zeit später fing es sanft an zu hageln. Wir lieben Hagel ja nicht so sehr, wie wohl die meisten von euch, die PKW oder Wohnmobile im Freien stehen haben (oder Gewächshäuser oder Dachflächenfenster…). Aber diesmal sah es einfach nur lustig aus, wie die kleinen Eisperlen (auf schwäbisch: Kitzeböbbele) auf dem Boden herumhüpften. EIN Blitz und EIN Donnerschlag, das war es schon. Der Hagel wurde zum Glück auch nicht stärker, sorgte aber mit seiner Beharrlichkeit innerhalb weniger Minuten dafür, dass alles so aussah:

Heki (Dachfenster) Blick durch das vordere SchiebefensterHagelschauerVorsicht, Rutschgefahr!!!HagelschauerHagelschauer Hagelschauer

Da wir aber eben doch schon April haben, machte die im Anschluss erscheinende Sonne mit ihrer April-Kraft dem “Zauber” kurzerhand den Garaus.

SonnenscheinStellplatzmarkierungen unter WasserWebcamfoto Webcamfoto
Während wir noch schauten, staunten und fotografierten, fuhren zwei Wohnmobile aus Dinslaken auf die gegenüberliegenden Plätze. Zwei Paare schauten zu uns rüber, lachten, gestikulierten und wir hörten den Satz: “Da steht sie doch, die Oscarlotta!”. “Heimliche” Blogleser, wie sich herausstellte! Es ist wirklich nett, ab und zu mal Leute zu treffen, die man gar nicht kennt, die aber ganz viel von uns wissen. 😉

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.