Ciudad De Las Artes Y Las Ciencias, Valencia

 
Oceanogràfic Anfang Januar haben wir etwas verwirklicht, das schon lange auf unserem Wunschzettel stand: ein Besuch im “Oceanogràfic” in Valencia. Der Begriff Aquarium beschreibt nur SEHR unvollständig, worum es geht. Das Oceanogràfic ist die größte Anlage dieser Art in Europa (über 45.000 Lebewesen und 500 verschiedene Arten) und beherbergt Meeresspezies aus aller Welt, einschließlich der Arktis, der tropischen Meere und des Roten Meers. Es ist Teil der innovativen Stadt der Künste und der Wissenschaften (Ciudad de las artes y las ciencias) und verfügt über 12 Gebäude, die die Meeresökosysteme der Erde perfekt wiedergeben. Zu den dort zu sehenden Tierarten gehören riesige Weißwale, Pinguine, Schildkröten, Quallen und Krustentiere jeder Art, ferner Fische (fast 7.400) aller Arten sowie Robben, Seelöwen, Walrosse, Delfine. Besonders hervorzuheben ist unter anderem der Durchgang unter dem Hauptaquarium, wo man Haie und Rochen aus nächster Nähe betrachten kann. Uns hat besonders gut gefallen, dass man von einem zum anderen Gebäude nur oberirdisch kommt, zum einen, weil das Wetter so schön war, zum anderen, weil man so die Tiere teilweise oberhalb und unterhalb der Wasseroberfläche sehen kann.

Übersichtskarte

Das Gebäude 4 ist zudem eine Art riesige Vogel-Voliere, in der man zwischen bzw. unter den Vögeln durchlaufen kann. Wir haben sehr aufgepasst, nicht zur “Zielscheibe” zu werden. 😉 Ach ja, Wasserschildkröten gab es hier auch, einige! Es ist die Nachbildung zweier der außergewöhnlichsten Feuchtgebiete der Erde: der amerikanische Mangrovenwald und die mediterranen Sumpfgebiete. Ich konnte an dem Nachmittag gar nicht aufhören zu fotografieren und zu filmen!!! Aber seht selbst:

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Ich liebe Schildkröten, aber mein absoluter Favorit in diesem Gebäude war der hier:

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In den anderen Gebäuden habe ich überwiegend gefilmt, aber ein paar Fotos sind natürlich auch noch entstanden:

Oceanogràfic

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Bitte beachtet, dass es oben zwei Links mit weiterführenden Informationen gibt und denkt auch daran, dass jedes Foto durch anklicken in der Originalgröße dargestellt wird. Und jetzt kommen noch zwei nette kleine Videofilme. An dieser Stelle oute ich mich als stolzer und glücklicher Besitzer eines iPhones 4s ;-), mit dem alle Fotos und alle Videosequenzen (gut, finde ich) erstellt wurden. Bisher war ich ja kein Apple-Freak, aber nun sage ich, ein besseres Smartphone gibt es (für mich) nicht!!! Die Bedingungen, in die Wasserbecken hinein zu fotografieren, waren teilweise recht schwierig und ich war positiv überrascht, wie gut es zum größten Teil gelungen ist.

Viel Spaß beim Anschauen!!!

Video 1

Video 2

 

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

“Fallas von San José” in Valencia

 
 
cartel-anunciador-fallas-2012-300pxMit den «Fallas» begrüsst Valencia jedes Jahr im März den Frühling. Monatelang werden die riesigen, kurzlebigen Pappkarton-Figuren vorbereitet, die letztendlich in einem beeindruckenden Feuerspektakel vernichtet werden. Die wichtigsten Ereignisse finden in der Woche um den 19. März statt. Aber schon ab dem 1. März bereitet Valencia das festliche Ambiente mit den «mascletás» vor, pyrotechnischen, jeden Tag um 14 Uhr auf dem Rathausplatz stattfindenden Darbietungen. Mitte März erwacht Valencia im Kreise von Karikaturen und satirischen Darstellungen, die höchst humorvoll Politiker und Berühmtheiten sowie die wichtigsten aktuellen Ereignisse aufs Korn nehmen. Die beeindruckenden Gestalten können in den nächsten Tagen bestaunt werden, ehe in der Nacht vom 18. auf den 19. März die «cremà» stattfindet und die Figuren in einem faszinierenden Spektakel aus Licht, Musik und Feuerwerk verbrannt werden. Alle Figuren werden Opfer der Flammen, bis auf eine, die durch Volksabstimmung vor dem Feuer bewahrt und in die Sammlung des Fallas-Museums aufgenommen wird.

Ein weiterer höchst eindrucksvoller Moment der Fallas ist die Blumengabe an die Schutzpatronin: Bei einer Parade der Fallas-Kommissionen am 16. und 17. März wird zu Ehren der Schutzheiligen ein 14 Meter hoher Berg aus Blumen aufgetürmt.

Letztes Jahr haben wir dieses wirklich interessante Fest in der Region um Dénia miterlebt und natürlich haben wir diesmal die Gelegenheit genutzt, vom Campingplatz aus per Bus nach Valencia gefahren zu werden. Valencia gilt als “Hochburg” von Fallas. Ein ganzes Jahr lang werden in zahlreichen Vereinen der einzelnen Stadtviertel die Fallas-Figuren von beauftragten Künstlern geplant, entworfen und gebaut, alles über Spenden finanziert. Als es Spanien wirtschaftlich noch besser ging, kostete das teuerste Fallas-Gesamtensemble (Erwachsenen- und Kinderfallas) schon mal 1 Million Euro, jetzt immerhin noch 400000 Euros. Bei allen Städten, die an Fallas aktiv beteiligt sind, schätzt man die Gesamtkosten auf 30 Millionen Euro! Und alles wird am Ende ein Opfer der Flammen!!! Die bis zu 28 m hohen Fallas-Figuren stehen dabei in unmittelbarer Nähe zu den Wohnhäusern, nur durch herunterziehbare Planen, die von der Feuerwehr mit Löschwasser bespritzt werden, geschützt. In Deutschland völlig unvorstellbar! Sie werden zwar so konstruiert, dass sie beim Verbrennen nicht um-, sondern in sich zusammenfallen sollen, aber ob das dann auch funktioniert, zeigt sich ja erst im Falle des Falles.

Es war unglaublich voll und laut in der Stadt, Fallas ist DIE Touristenattraktion. Die “mascletá” haben wir uns diesmal nur aus der Ferne angehört, da dabei die Gefahr besteht, dass einem das Trommelfell platzt 😉

Wir hoffen, dass euch unsere Fotoauswahl von Gesamt-, Detail- und Kinderfallasfotos gefällt. Ihr findet sie hier in einem Extra-Album (und wie alle unsere bisherigen Alben oben in der Menüleiste unter unserem Blogfoto). Die letzten beiden Fotos zeigen das Holzgerüst, an dem bei der Parade zu Ehren der Schutzpatronin Tausende von Blumensträußen befestigt werden.

Wenn ihr noch mehr sehen wollt, verweisen wir auf unsere Artikel “Fallas” und “Fallas in Dénia” samt Fotoalbum vom letzten Jahr sowie auf die Fotos, die der Campingplatzfotograf gemacht hat (oben rechts auf „Siguiente“=vorwärts oder „Anterior“=rückwärts klicken, uns sucht ihr allerdings vergeblich). Viel Spaß!

Fallas in Dénia

 

Heute war der Haupttag im Fallas-Geschehen und Dénia ist nach Valencia die wichtigste Stadt im Fallas-Fieber. Die 10.180 Ferienapartments sind seit Wochen vollständig ausgebucht, seit 2005 war die Nachfrage nicht so hoch. Die Preise liegen bei bis zu 300 Euro/Nacht! Seit 1947 wird hier ohne Unterbrechung Fallas gefeiert. Es gibt 11 Fallas-Vereine und für den Bau der 11 großen sowie der 11 Kinder-Fallas wurden insgesamt mehr als 900.000 Euro ausgegeben, obwohl das Budget in dieser finanziell schwierigen Zeit schon “etwas gekürzt” wurde. Hinzu kommen noch die Ausgaben für Blumenschmuck, Pyrotechnik (dazu später mehr), Veranstaltungen und die Gagen der Musikvereine. Alles wird durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Werbeanzeigen in den Festprogrammen finanziert und wird von der Stadtverwaltung bezuschusst, in diesem Jahr “nur” mit 69.000 Euro (2010 waren es noch 156.000 Euro!). Rund 2.500 Personen sind am guten Gelingen der Feierlichkeiten beteiligt. Die Vorbereitungen laufen das ganze Jahr über. Jede Falla-Vereinigung beauftragt einen Künstler mit dem Bau der Figur. Es wird festgelegt, unter welchem sozialkritischen Motto die Gesamtfigur stehen soll. Dabei geht es sowohl um nationale als auch ortstypische Themen, die das Volk beschäftigen. Über Monate hinweg werden dann die Einzelfiguren, Ninots genannt, in riesigen Hallen in akribischer Detailarbeit angefertigt. Fallas fängt immer am 15. März an, dann werden die Ninots an ihre Standplätze gebracht und dort aufgebaut. Es stehen immer eine “große” Falla und eine Kinder-Falla nebeneinander. Die Kunstwerke wiegen bis zu 10 Tonnen und können bis zu 30 Metern hoch sein. In den nächsten drei Tagen können die Gesamtkunstwerke von der Bevölkerung besichtigt werden und werden von einer Jury bewertet. Und schon am 19. März (also noch heute Nacht) werden erst die Kinder-Fallas verbrannt und danach alle anderen, wobei die schlechtplatzierteste als erste gegen Mitternacht (!) drankommt. Bis alles fertig ist, kann es früher Morgen werden. Und das alles passiert, für uns völlig unvorstellbar, mitten in den Wohngebieten, teilweise nur wenige Meter von den Häusern entfernt!!!

Das “Salz in der Suppe” ist aber an jedem Tag die “mascletà”, ein WIRKLICH ohrenbetäubendes Böllerkonzert. Es findet um 14 Uhr vor dem Rathaus und heute auch noch an anderen Plätzen statt und es verkündet den Beginn des Verbrennens um Mitternacht. Wer sich nicht die Ohren zuhält, riskiert, dass ihm das Trommelfell platzt! Und dazu knallen die Kinder und Jugendlichen während der Festtage ständig und überall wie an Silvester. Auch jetzt hören wir Böller von Oliva her – und das ist 7 Kilometer entfernt!

 
mascletà (2) mascletà (1) mascletà (3) mascletà (4)

Es gab natürlich heute in der ganzen Stadt viel Musik, dazu auch hier die Blumenumzüge. Da fast die gesamte Innenstadt für Autos gesperrt und noch dazu Feiertag war, konnten wir wunderbar alles anschauen. Ein paar Momentaufnahmen seht ihr noch hier, die Fotos von den Falla-Figuren findet ihr im Album. Viel Spaß beim Anschauen!

 
Musikumzug (1) Musikumzug (2) Musikumzug (3) Musikumzug (4) Musikumzug (5) Musikumzug (6) Musikumzug (7) traditioneller Kopfschmuck (1) traditioneller Kopfschmuck (2)

Fallas-Figuren anzeigen
vollständiges Album bei WindowsLive:

Fallas

 

Angesichts der fürchterlichen Katastrophen in Japan kommt uns die Beschäftigung mit unserem Blog sehr banal vor. Wir haben uns aber trotzdem dafür entschieden, weiterzumachen, da auch wir für Japan ja nicht mehr tun können als beten und spenden.

Heute möchten wir euch von FALLAS berichten, einem traditionellen Fest in Valencia und Umgebung. Bevor wir euch aber jetzt lang und breit erklären, was Fallas ist, lest es doch besser hier nach:

https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Fallas

http://www.spanien-abc.com/Die-Fallas-in-Valencia.621.0.html

Bis zu 300.000 Menschen, Valencianer und Touristen, vertreiben so jedes Jahr gemeinsam die bösen Geister. Im Prinzip wird bei den „Fallas“ das Fest der Frühjahrssonnenwende mit christlichen Traditionen wie den Blumenopfern für die „Virgen de los Desamparados“, der Schutzpatronin der Stadt Valencia, vermischt.
Für die Festtage und die zahlreichen Veranstaltungen kleiden sich die Teilnehmer mit ihren traditionellen Trachten. Jeder Fallas-Verein wählt sogar zwei Festköniginnen, die „Fallera Major“ (für die Erwachsenen) und die „Fallera Infantil“ (für die Kinder). Den Blumenumzug gab es heute auch hier bei uns in Oliva, ob es zu Ehren derselben Schutzheiligen war, wissen wir leider nicht. Es war sehr eindrucksvoll und wir hoffen, euch mit den Fotos eine kleine Freude zu machen! Die Fotos von den Ninots (Fallasfiguren) liefern wir nach, wenn wir noch in Dénia waren.

Und dann konnten wir noch eine ganz normale spanische Familie mit Opa (abuelo), Oma (abuela), Papa, Mama und den zwei süßen Töchterchen/Enkelinnen (hijas/nietas) beobachten. Der stolze Papa hat nicht aufgehört zu fotografieren 😉