Eisige Zeiten

 
 
Ich kann mich nicht erinnern, dem Frühling jemals mehr entgegengefiebert zu haben als gerade jetzt! Als wenn nicht alles schon frustrierend, beängstigend, langwierig, öde, perspektivlos genug wäre, muss da jetzt noch fast auf der Winter-Ziellinie diese Affenkälte hinzukommen? Aushalten, das ist mein Wort des Jahres 2020, aber offensichtlich gilt es immer noch. Dezember, Januar, Februar sind die für mich schwierigsten Monate, wenn man wie ich im Wohnmobil lebend in Deutschland überwintert. Seit Beginn des Februars wurde es gefühlt von Tag zu Tag besser in der Gewissheit, dass mit diesem kürzesten Monat das Ende der „Leidenszeit“ absehbar ist. Und dann dieses! Erstauntes Smiley

Eisige Zeiten

Rekordminustemperaturen im Februar wie seit 2012 nicht mehr. Meine Gasflasche hielt schon wieder 5 Tage und 7 Stunden, die nächste dann nur noch schockierende 2 Tage und 6 Stunden und die letzte noch 3 Stunden weniger. Und dabei lasse ich den Kühlschrank schon seit Wochen über Strom laufen. Einer der Verkäufer bei meiner Gasflaschentauschfirma meinte, nachdem ich zwei Tage hintereinander dort auftauchte, ob man mir nicht mal langsam eine Pipeline legen solle? Ja, bitte!!! Ich habe übrigens mal genau ausgerechnet, um wieviel teurer der Betrieb des Kühlschrankes mit Strom ist. Abhängig von den Verkaufskosten einer Gasflaschenfüllung und dem Preis für eine Kilowattstunde kann man im Schnitt mit 80 Cent bis 1 Euro rechnen, pro 24 Stunden. Ich habe mich dafür entschieden, lieber mehr zu bezahlen und dafür nicht noch öfter tauschen gehen zu müssen als zur Zeit sowieso schon.
 
Meinen gefühlsmäßigen Tiefpunkt hatte ich, als ich die leere Gasflasche aus der Heckgarage holen wollte und diese sich nicht öffnen ließ! Oscarlotta steht etwas nach rechts geneigt und Regenwasser war nicht nur über die Heckklappe, sondern offenbar in jede verfügbare Ritze der Füllungen geflossen und dort gefroren. Eigentlich nicht sehr verwunderlich bei diesem Aussehen:

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Mein Außenstaufach auf der anderen Seite, in dem meine Vorräte lagern, weigerte sich ebenfalls! Nicht die Schlösser waren zugefroren, sondern die gesamte Klappe, keine Chance. Nun komme ich zum Glück vom Innenraum Oscarlottas an den Inhalt, auch wenn ich dafür die Couch komplett abräumen muss. Mehr Sorgen machte mir die Heckgarage, denn ohne Gas keine Heizung! Zwar könnte ich die Heizung auch mit Strom betreiben, aber das wird dann richtig teuer!
Mit heißem Wasser aus der Kaffeemaschine in einem Emaillebecher und einer Hutbürste, die als Allerweltsbürste immer griffbereit im Eingang liegt, bestrich ich die Eiswülste rechts und links der Heckgaragenklappe, versuchte, mit einem Schlüssel angetautes Eis wegzubrechen, tauchte die eingefrorenen Fahrradschlösser, die meine Transportkarre auf dem Fahrradträger sichern, in die letzten Reste des warmen Wassers und ließ die Kaffeemaschine neues heißes produzieren. Es dauerte lange, bis die Heckklappe sich mit meiner Kraftverstärkung gegen das Eis durchsetzen konnte!
Puh, große Erleichterung! Smiley

 
Beim Gasflaschentausch fragte ich nach Schlossenteisungsmittel, mit demselben negativen Bescheid wie schon ein paar Wochen zuvor. Ich könne aber genauso gut Frostschutzmittel, mit Wasser verdünnt, in eine Sprühflasche füllen, riet mir die nette Angestellte und zeigte auf die vielen Kanister, die neben dem Eingang standen. Frostschutzmittel habe ich! Oscarlotta wird ja von einer schwedischen Alde-Warmwasserheizung erwärmt und in den Wasserkreislauf gehört Frostschutzmittel, das in Abständen immer wieder kontrolliert und aufgefüllt werden muss. Natürlich befand sich dieses im Außenstaufach! Also räumte ich die Couch wieder frei und mit etwas Akrobatik hielt ich schließlich die noch gut halbvolle Flasche Glysantin in den Händen. Eine Sprühflasche fand sich auch, deren Inhalt umgefüllt wurde und binnen kurzer Zeit hatte ich meine Mischung aktionsbereit. Sehr großzügig besprühte ich alle Fugen, Ritzen und Dichtungen mit der rosafarbigen Flüssigkeit. Die Klappendichtungen bestehen nicht aus Silikon, sondern aus einem bürstenähnlichen, weichen, faserigen Stoff, der jetzt zu einer einheitlichen Eismasse mutiert war. An einigen Stellen konnte ich mit einem Spachtel Schlitze hineinschlagen und teilweise sogar Eisstücke herausbrechen, aber nach unten wurde das Eis immer dicker. Die linke Seite der Heckklappe stand nach dem erneuten Schließen gute zwei Zentimeter hervor.
Ob das Besprühen irgendeinen Effekt haben würde, wusste ich nicht, gleichwohl sprühte ich meine Vorratsstaufachklappe ringsherum ebenfalls ein, ebenso sämtliche Schlösser aller Klappen. Es ging mir wieder besser! Das hielt leider nur bis abends gegen 22 Uhr, als völlig unerwartet nach besagten 2 Tagen und 6 Stunden die Gasflasche schon wieder leer war! Was, wenn ich die Heckklappe wieder nicht mehr aufkriegen würde? Die gleiche Prozedur vom Nachmittag jetzt noch einmal??? Enttäuschtes Smiley Alternativ könnte ich auf meine LPG-Tankflasche umschalten, um über die Nacht zu kommen, aber mit deren Inhalt bin ich sehr sparsam, weil ich, wenn sie leer ist, zur Tankstelle fahren muss. Und im Moment kann und möchte ich mit Oscarlotta nirgendwo hinfahren.
Ich zog mir eine warme Jacke und Stiefel an und begab mich bangen Herzens zur Heckgarage. Die öffnete sich widerstandslos!!! Die Klappe vom Gasfach ebenfalls und binnen Minuten konnte ich die Heizung wieder starten. Puh!
Am nächsten Nachmittag versuchte ich zum Spaß mal, ob sich meine Vorratsstaufachklappe vielleicht auch wieder öffnen lassen würde. Als wäre nie etwas gewesen, ging sie auf! Ein Zaubermittel, meine Sprühmischung!!!
 
Seitdem sprühe ich jeden Tag mehrfach und klopfe und breche alles weg, was nachgibt. Das Eis bildet sich immer wieder neu, wenn die Sonne den Schnee auf dem Dach zum Tauen bringt. Es wäre sicher hilfreich, das Dach leerzuräumen, aber ich will kein Risiko eingehen. Wenn ich ausrutsche und vom Dach falle, findet mich hier niemand. Am Montag wurde nach den heftigen Schneefällen der Nacht zwar die Ent- und Versorgungsanlage geräumt und sogar ein Laufweg bis zu Oscarlottas Eingangstür angelegt, aber schon die erneuten Schneemengen am Dienstag blieben liegen. Gesehen habe ich die ganze Woche niemanden.

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written by Ingrid
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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen (bessere Qualität) und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Nichts genaues weiß man nicht

 
 
Dieses emotional anstrengende Jahr 2020 neigt sich langsam dem Ende zu und auf ein Ende der Pandemie lässt sich zumindest hoffen, seit es den Wissenschaftlern in Rekordzeit offenbar gelungen ist, wirksame Impfstoffe zu entwickeln. Aber noch eine ganze Weile gilt es, auszuharren, was in den dunklen und kalten Wintermonaten um einiges schwieriger ist als im hellen, sonnigen, warmen Sommer. Was ich als besonders zermürbend empfinde, ist nicht, dass jetzt zwar, wie erwartet, klar ist, dass der Lockdown nicht Ende November beendet sein wird, sondern dass es in den Sternen steht, wann überhaupt. Über Weihnachten wird nun tatsächlich gelockert, bis Neujahr sogar, was nicht nur meiner Meinung nach sehr bedenklich, wenn nicht fahrlässig gefährlich, unverständlich und kontraproduktiv ist. Ich gehe davon aus, dass der nächste Lockdown folgen wird/muss und die Freizeiteinrichtungen, also auch die Stell- und Campingplätze, als letztes wieder geöffnet werden dürfen, vielleicht erst zu Ostern. Enttäuschtes Smiley Das bedeutet, bis dahin muss ich irgendwo ausharren und dann fahren wieder alle gleichzeitig los, den verständlichen Nachholbedarf ausleben. Keine mutmachenden Aussichten!

Aber da alles Jammern nichts nützt, habe ich, um euch und mir zumindest den Dezember etwas zu versüßen, auch dieses Jahr wieder einen Adventskalender (nein, OHNE Schokolade) gebastelt. Vielleicht habt ihr etwas Freude daran!

Passt auf euch auf und bleibt gesund!

Wilde Zicke und der Dom zu Naumburg

 
 
Bevor der Lockdown mich zum zweiten Mal in diesem Jahr ausbremste, war ich noch in Naumburg. Das liegt auf der Route nach Mecklenburg-Vorpommern, wo ich ja eigentlich hin wollte, zwecks erneuter Reparatur meiner Fahrerhaus-Klimaanlage. Und da ich ja noch ein paar andere Dinge auf meiner to-do-Liste hatte, erfreute mich, im Internet zu finden, dass es in Naumburg einen Wohnmobilhändler mit Werkstatt UND Wohnmobilstellplätzen gibt. Nach einem eMail-Wechsel war meine Freude allerdings gleich wieder weg. Nein, die Stellplätze gebe es nicht mehr. Nein, HU und AU könne bei ihnen nicht gemacht werden, auch kein Ölwechsel, mein Fahrzeug sei für ihre Halle zu groß. Aber den undichten Haubendeckel des Badezimmerluks könne man tauschen, das sei kein Problem. Und ich solle doch auf die Vogelwiese fahren, da könne ich stehen.
Das Internet sagte mir, dass die Vogelwiese ein Großparkplatz ist mit einem ausgewiesenen Bereich für 15 Wohnmobile, mit €10 plus €2/Person Kurtaxe nicht gerade preiswert, aber stadtnah. Als ich ankam, standen drei Wohnmobile außerhalb des Areals und vier innen, außerdem noch ein Wohnwagen ganz hinten. Nach Erkundung der Gegebenheiten war mir auch klar, wieso – es gibt nämlich nur zwei Stromsäulen à vier Steckdosen am Grünstreifen, der den Wohnmobilbereich vom Parkplatz trennt und die waren natürlich alle belegt! Mist, kein Kaffee! Ich räumte Oscarlotta in den Wohnzustand zurück und beobachtete mit einem Auge das Geschehen draußen. Es war Sonntagnachmittag und tatsächlich zog der Wohnwagenfahrer sein Stromkabel ab und fuhr. Ich war blitzschnell draußen! Doch noch ein Sonntagsnachmittagskaffee zu meinem Kuchen. Smiley

VogelwieseVogelwiese

Bezahlt wird an einem Parkscheinautomaten, nur mit Münzen. Man könnte sich allerdings auch eine App herunterladen und darüber bezahlen. Die Verweildauer ist auf drei Nächte beschränkt, aber das interpretiere ich in der Regel so, dass es nur für die Sommermonate gilt. Mein Ticket gewährte mir einen Aufenthalt bis zum übernächsten Tag 8 Uhr! Nun, dann könnte ich nur hoffen, dass mich ein Kontrolleur nicht aus dem Bett klopft, denn ich stehe sicher nicht um acht auf, um ein neues Ticket zu ziehen. Vorsichtshalber schrieb ich mal drauf, dass ich verlängern werde.
Die Nacht (und alle weiteren Nächte auch) war ruhig, es klopfte niemand und von den PKWs hörte man nichts, sie standen überwiegend im vorderen Parkplatzbereich. Die Nachbarschaft wechselte allerdings täglich und da gibt es leider immer wieder „Kollegen“, die glauben, wenn sie wach sind, sind das alle anderen auch. Erzürnt Alle weiteren Tickets zeigten übrigens einen Zeitbereich von exakt 24 Stunden ab Anforderung und ich freute mich, die ersten zwei Nächte zum Sonderpreis bekommen zu haben.

Naumburg Um in die Stadt zu gelangen, muss man nur den Parkplatz und eine Ringstraße und Gleise überqueren. Auf den Gleisen kam dann auch just in dem Moment eine niedliche, feuerrote Oldtimer-Straßenbahn. Süß!
 
 
 
 
 
Wilde Zicke

Ich lief durch Nebenstraßen mit kleinen und altertümlichen Häuschen, teils unrenoviert, teils sehr hübsch ausgearbeitet, in Richtung Dom. Vom Naumburger Dom hat wohl jeder schon einmal gehört, er gilt als eines der bedeutendsten Kulturdenkmäler aus der Zeit des europäischen Hochmittelalters und ist seit 2018 als UNESCO-Welterbestätte deklariert.

Schon von weitem ist der Dom St. Peter und St. Paul mit seinen vier imposanten Türmen nicht zu übersehen.

Naumburger DomNaumburger DomNaumburger DomNaumburger DomNaumburger DomNaumburger Dom

Sein Inneres beeindruckt durch das unglaublich realistische Werk eines völlig unbekannten Steinbildhauers. Es ist von ihm nichts überliefert, kein Name, kein Geburtsdatum, keine Herkunft, nur sein spektakuläres Werk. Unnachahmbar und unvorstellbar, wie es möglich sein kann, aus Stein derart lebendige, naturgetreue Darstellungen, Handlungen, Mimiken und Gestiken zu erschaffen. Völlig zu Recht spricht man von ihm nur als von dem „Naumburger Meister“.

Naumburger DomNaumburger Dom

Ein Großteil des Domes, wie er heute erhalten ist, wurde bereits in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut und 1542 fand in ihm die Amtseinsetzung des weltweit ersten evangelischen Bischofs statt, durch Martin Luther persönlich vollzogen.

Domgarten Ein Audio-Guide, eine Videovorführung, eine Domkunstausstellung im Untergeschoss und natürlich der Kreuzgang machen die Dombesichtigung wirklich lohnenswert. Ein großer Domgarten gehört auch noch dazu, aber dafür war das Nieselwetter nicht einladend genug. Nach der Besichtigung gab es für mich noch einmal Kaffee und Kuchen draußen, allerdings nicht mehr sehr komfortabel aufgrund feuchter Stühle und kalter Außentemperatur. Geschmeckt hat es trotzdem!

Kaffeezeit

Naumburg selbst ist ein hübsches Städtchen mit schön restaurierten Häusern, alles sehr gepflegt und überschaubar.

NaumburgNaumburgNaumburgNaumburg

In der Touristeninformation erfuhr ich, dass die historischen Straßenbahnen im Regelbetrieb fahren, auf einer einzigen Strecke vom Salztor bis zum Hauptbahnhof und zurück. Ich fuhr am nächsten Tag natürlich mit! Die Haltestelle war unweit des Stellplatzes und per Tageskarte hatte ich das Glück, in die Gegenrichtung bis zum Salztor fahren zu können und danach zurück bis zum Bahnhof. Hätte ich den Nachweis meiner bezahlten Kurtaxe dabei gehabt, hätte ich statt €3,50 nur €2,50 bezahlt! Augen rollendes Smiley

Wilde ZickeWilde ZickeWilde ZickeWilde Zicke

Die Straßenbahnlinie wurde bereits 1892 in Betrieb genommen und erhielt schon bald den liebevollen Kosenamen „Wilde Zicke“, sicherlich nicht unbegründet! 1991 wurde der Betrieb eingestellt, aber dank eines breiten bürgerlichen Engagements fährt sie seit 2007 wieder regelmäßig. Ein Straßenbahnzug fährt ständig hin und her, alle 30 Minuten pro Haltestelle, beginnend wochentags um 5 Uhr (!) bis abends 20 Uhr. Die Reservezüge stehen im öffentlich einsehbaren Depot.

StraßenbahndepotStraßenbahndepotStraßenbahndepotStraßenbahndepotStraßenbahndepot

Die Fahrdauer bis zum Bahnhof beträgt nur 15 Minuten und dort hatte ich eine halbe Stunde Aufenthalt, was für den Kauf eines neuen Feuerzeuges und den Verzehr von Kaffee und Kuchen (klar doch!) bei weit geöffnetem Fenster in einem Bäckereicafé reichte.

KaffeezeitKaffeezeit

Dann ratterte ich mit der wieder ankommenden Bahn gemächlich zurück, stieg aber bereits am Marientor aus und lief in der einsetzenden Dämmerung durch den Stadtkern zum Stellplatz zurück, mit einem kleinen Umweg, da ich mich trotz Stadtplans ein wenig verlief. Cooles Smiley

Marientor

Am nächsten Tag hatte ich meinen Werkstatttermin, nur 2km entfernt. Auf dem ursprünglichen Wohnmobilstellplatz stehen jetzt Ausstellungswagen. Überhaupt war das gesamte, ziemlich große Gelände mit Wohnmobilen „gepflastert“, die aber wohl zum überwiegenden Teil vermietet wurden. Vom Empfang wurde ich zu einem Bürocontainer bei der Werkstatt verwiesen, dort bat ich um drei weitere kleine Instandsetzungen bzw. Überprüfungen, was mit „Oh, ich weiß nicht, ob das klappt, der Zeitrahmen der Mitarbeiter ist sehr eng!“ beantwortet wurde. Ich möge doch bitte mit meinem Fahrzeug ganz nach hinten auf den Abstellplatz fahren und dann den Schlüssel bei ihnen abgeben. Manchmal schalte ich nicht sofort! Es kam mir zwar komisch vor, da ich in 15 Minuten meinen bestätigten Termin hatte, aber da, wo Oscarlotta parkte, konnte sie auch nicht stehenbleiben. Der Abstellplatz war voller abgestellter Wohnwagen und Wohnmobile und ein Arbeiter wies mir den einzigen noch freien Platz zu. Ich lief mit meinem Schlüssel zum Bürocontainer zurück und fragte, warum ich ihn denn abgeben solle, ich sei doch in meinem Mobil und hätte doch gleich einen Termin!? Sie könnten mich doch einfach anrufen, dann käme ich wieder nach vorne gefahren. Die Frau schaute mich verwundert an und erklärte mir, sie hätte mir doch vorhin gesagt, dass ich mein Mobil hierlassen müsste! Das hatte ich nicht gehört oder nicht verstanden, da es für mich ja völlig unrealistisch war. Ich wurde darüber aufgeklärt, dass es seit Anfang der Woche (es war inzwischen Mittwoch) in Sachsen-Anhalt eine neue Corona-Verfügung gebe, nach der Monteure erst nach drei Tagen in ein Wohnmobil gehen dürften. Erstauntes Smiley Völlig konsterniert fragte ich sie, warum man mich darüber nicht informiert habe und dass das für mich nicht machbar sein würde, da ich in meinem Mobil lebe und ob ich etwa für drei Tage in ein Hotel gehen solle??? Ratlosigkeit auf beiden Seiten! Ja, im Grunde müsse das so geschehen, hieß es und ich erwiderte, dass ich dann jetzt leider wieder fahren müsse. Zum Glück fiel mir dann aber ein, dass alle meine gewünschten Arbeiten, bis auf eine, auf die ich dann verzichtete, außen oder von außen durchzuführen waren. Ja, ob ich denn dann mein Fahrzeug bitte wieder holen könne? Ich konnte!

Unverzüglich erschien ein sehr netter junger Mann und kümmerte sich angelegentlich, sehr motiviert und ausführlich um meine Aufbautür. Wie bereits im letzten Sommer hatte ich die untere der drei Verriegelungsvorrichtungen der Schließanlage, einen der sogenannten „Tannenbäume“, vor Wochen wieder abschrauben müssen, da die Tür sich bei Sonneneinstrahlung dermaßen verzieht, dass sie weder von innen noch von außen zu öffnen ist. Der junge Mann setzte seinen ganzen Ehrgeiz daran, dieses Problem zu lösen und schloss dann, ganz im Vertrauen auf sein Werk, die Tür. Die war dann zu und blieb es auch!!! Ich glaube, er war genauso erschrocken wie ich. Kommentarlos verschwand er und tauchte erst nach ein paar Minuten mit einem Kollegen und zwei Stemmeisen wieder auf. Das schmalere passte zwischen Tür und Rahmen und gemeinsam gelang es ihnen, die Tür soweit anzuheben, dass sämtliche Verriegelungsstifte aus allen drei Tannenbäumen herausrutschen konnten. Das konnte er so nicht auf sich sitzen lassen! Er feilte, er schraubte, er ersetzte Schrauben durch seiner Meinung nach besser geeignete und war irgendwann mit seiner Arbeit zufrieden, nicht hundertprozentig, aber besser würde er es nicht hinkriegen! Mir reichte es völlig, spätestens im nächsten Sommer muss ich den Tannenbaum sowieso wieder entfernen.

Dann widmete er sich mit gleichem Elan dem Problem, dass die Duo-Control mir zwar sagt, wenn eine meiner zwei Gasflaschen leer ist, aber nicht mehr automatisch von der Gebrauchs- auf die Reserveflasche umschaltet, was ihre Aufgabe wäre. Das ist lästig, weil alle Gasflaschen dazu neigen, nachts leer zu werden, was zumindest im Winter nicht so angenehm ist. Er stellte auch fest, was die Ursache ist, konnte daran mangels Ersatzteil aber nichts ändern. Meine Vermutung, dass es sich vielleicht nur um einen Wackelkontakt handeln könne und sich das Problem durch seine umfangreichen manuellen Versuche eventuell aufgelöst haben könnte, erwies sich nach Tagen als halb richtig, indem jetzt die Duo-Control wieder automatisch umschaltet, mir das aber nicht anzeigt! Also genau das Gegenteil von vorher. Keine Ahnung, was ich besser finde.

Inzwischen war eine gute Stunde vergangen und er nahm Kurs auf das Büro mit der Bemerkung, dass er jetzt aber ein wenig Arbeitszeit aufschreiben müsse. Stopp! Mein Badezimmerluk müsse ja noch ausgetauscht werden, bzw. der Haubendeckel. Davon stände nichts auf seinem Auftragszettel! Ich reklamierte, deswegen sei ich doch eigentlich da, alles andere wären ja nur Zusatzwünsche gewesen! Er marschierte ins Büro und kam mit der Aussage zurück, dann müsse er jetzt mal nachfragen, ob ein Haubendeckel bestellt worden wäre! Jesus!!! Ich ahnte Schlimmes. Zum Glück schien die Sonne, Oscarlotta parkte direkt neben dem Vermiet-Container, davor stand eine Rattan-Sitzgarnitur. Ich machte es mir gemütlich und beobachtete, wie der junge Mann hin und her lief, den alten Haubendeckel abschraubte und mal mit und mal ohne ihn über den Werkstatthof eilte. Nach einer Viertelstunde tauchte er wieder auf und erklärte mir, dass diese Art von Haube nicht mehr bestellbar sei. Das habe der Werkstattleiter, der heute nicht im Haus sei, leider so nicht weitergegeben. Er habe aber in einer Ecke noch einen identischen gebrauchten gefunden, den könne er montieren, wenn ich das wolle. Natürlich wollte ich! Dann solle ich doch bitte im Büro nachfragen, was ich dafür bezahlen müsse, bevor er ihn aufschraubt. Ich versicherte, dass ich jeden Preis dafür bezahle, er möge doch bitte sofort anfangen. Aber ich hätte geglaubt, dass die schrecklich verdreckte Unterschale auch ausgetauscht würde? Seit Jahren hatte ich mich nicht mehr getraut, den Haubendeckel zum Säubern abzuschrauben, um die Risse rund um die Schraubenlöcher nicht weiter zu vergrößern. Nein, der würde nicht getauscht, aber er könne ihn mir ja schnell sauber machen!!! Im Büro überlegten zwei Frauen, was sie mir denn jetzt berechnen sollen. Das Luk würde neu wohl €220 kosten? Moment, ich habe kein ganzes Luk, sondern nur den Haubendeckel ausgetauscht und der kostet im Internet €69. Erneutes, etwas ratloses Überlegen. Ob ich mit €50 einverstanden sei? Ohne Rechnung? Bezahlbar direkt bar auf die Kralle bei ihnen, nicht vorne im Verkaufsraum. Ich holte Geld, bewunderte ein blitzblankes neugebrauchtes Luk, steckte dem netten jungen Mann ein Trinkgeld in die Hand und ging wieder in den Bürocontainer. Ja, was solle sie denn jetzt an Arbeitszeit berechnen, er habe gar nichts aufgeschrieben? Telefonisch war er nicht zu erreichen. „Ach, wissen Sie was, geben Sie mir einfach 50 Euro und gut ist es.“ Ich war inzwischen zwei Stunden vor Ort! Dann bekam ich von ihr noch einige Tipps zu Stell- und Campingplätzen in der Umgebung und, als ich davon sprach, dass ich Strom hauptsächlich für meine Kaffeemaschine brauche, zeigte die junge Frau mir ein Foto auf ihrem Handy, mit der Bemerkung: „Sie sind ja wohl aus dem Westen, nicht? Wir sind seit kurzem auch Camper. Ich zeige Ihnen mal, wie wir Ossis Kaffee kochen!“ Eine Thermoskanne mit aufgestecktem Porzellanfilter samt Filtertüte und gemahlenem Kaffee. Laut lachen JAAA, das kann ich auch, habe ich auch, versicherte ich ihr und erklärte ihr dann, dass das Problem dabei, wenn man diese Methode nur notfallmäßig ab und zu nutzen würde, der Kaffee sei, der über einen längeren Zeitraum seinen Geschmack verliert. Eine Alternative wäre vielleicht, seine Kaffeebohnen selbst zu mahlen?

Ich bat darum, dass mich jemand rückwärts über den Vorgarten des Vermiet-Containers hinausleiten würde, beim Hineinfahren hatte ich zweimal rangieren müssen und überall standen Wohnmobile herum, die ich nicht anfahren wollte. Ein Mitarbeiter wurde gerufen, der mich vorwärts durch das schmale Tor zum Werkstatthof leitete und dann um ein paar Ecken bis zur Straße vor mir her lief, obwohl ich ihm zurief, dass ich das jetzt auch alleine schaffen würde. Nein, er lief mitten auf die kleine Einliegerstraße, ließ einen LKW passieren, vergewisserte sich, dass kein weiteres Fahrzeug kam und gab mir dann das Zeichen, dass ich fahren könne. Daumen hoch

Mit Ausnahme des Werkstattleiters kann ich mich über die Arbeitsauffassung der Mitarbeiter dieser Firma wirklich nicht beklagen! Und gut, dass besagter Werkstattleiter mir weder mitgeteilt hatte, dass es den Haubendeckel nicht mehr gibt noch dass Mitarbeiter erst nach drei Tagen in ein Wohnmobil dürfen, dann wäre ich nämlich erst gar nicht nicht hingefahren und hätte keines meiner Probleme gelöst bekommen!

Abreise Vogelwiese

Aber nicht nur meine Probleme waren weg, als ich Naumburg verließ, sondern auch mein Fahrradsattel! Das merkte ich aber erst eine ganze Woche später, als ich in meinem Lockdown-Quartier Oscarlotta wusch und dafür den Fahrradträger samt Fahrrad abklappte. Noch nicht einmal beim Abklappen fiel es mir auf, sondern erst, als ich wie üblich den Träger mit einer Hand am Sattel wieder hochklappen wollte. Es brauchte ein oder zwei Sekunden, bis ich glaubte, was ich sah! Ein ungutes Gefühl beschlich mich, da ich nicht wusste, ob das noch in Naumburg passiert war oder erst hier, was mein Sicherheitsgefühl natürlich massiv beeinträchtigt hätte. Anhand von Fotos konnte ich zum Glück aber feststellen, dass es schon in Naumburg passiert sein muss.

Inzwischen hatte ich schon einen Wohnmobilnachbarn für eine Nacht, dessen Fahrer offenbar kein Problem damit hatte, das Absperrband zu öffnen. Im Morgengrauen war er wieder weg, das Flatterband hängt jetzt etwas durch und bezahlt hat er vermutlich auch nicht. Wenn er Glück hat, ist die Überprüfungskamera, die beim Rein- und Rausfahren die Kennzeichen scannt, ausgeschaltet. Am Wochenende stand für eine Nacht ein Kastenwagen parallel zur Absperrung außerhalb des eigentlichen Stellplatzes, sodass niemand mehr raus- oder reingekommen wäre. Die beiden Alternativen wären gewesen, sich auf die VE-Station zu stellen oder eben die Absperrung widerrechtlich zu öffnen. Dass man beides nicht befürwortete, finde ich eher löblich und mich hat es nicht gestört. Ich wollte bzw. durfte mit Oscarlotta ja sowieso nicht raus!

Drei einsame Wochen habe ich jetzt bereits rum. Die erste leere Gasflasche wurde mir von dem Gärtner hier getauscht und eine volle wieder mitgebracht. Dabei erfuhr ich, dass es eine Querstraße weiter einen Baustoffbetrieb gibt mit Gasflaschenverkauf/-tausch. Da bin ich in fünf Minuten zu Fuß und die zweite und dritte Gasflasche holte ich mir mit meiner Transportkarre. Wenn ich aufpasse, dass mir die Duo-Control nicht auch noch die andere Hälfte meiner LPG-Tankflasche leert, muss ich Oscarlotta nicht bewegen. Die Ent- und Versorgung erledige ich per Eimer und Gießkanne. Ich hoffe darauf, dass das Beherbergungsverbot Ende des Monats aufgehoben wird und ich wieder fahren kann, aber ich befürchte, dass das nicht so sein wird! Ob ich dann beim Ordnungsamt um Verlängerung bitte und Weihnachten und Silvester auch noch hier verbringe oder ob ich mir etwas anderes überlege, weiß ich noch nicht. Ich warte mal ab, was anderes bleibt mir ja nicht. Für den 1. Dezember habe ich einen Termin beim TÜV ganz in der Nähe gemacht und für den 2. Dezember einen Werkstatttermin in einer Iveco-LKW-Werkstatt für die anfallenden Servicearbeiten und zur Fehlersuche bei der Fahrerhaus-Klimaanlage. Erwähnte ich bereits, dass sie seit drei Jahren ohne bleibenden Erfolg repariert wird??? Müdes Smiley

Passt auf euch auf und bleibt gesund!

written by Ingrid
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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen (bessere Qualität) und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Sch… Sch…

 
 
Leider gibt es absolut nichts zu erzählen, vielleicht müsste ich aber auch sagen, zum Glück!? Es passiert nämlich leider/zum Glück gar nichts. Ich stehe gut hier, wo ich stehe, aber die Gesamtsituation empfinde ich zunehmend als belastend. Wenn man die täglichen Corona-News verfolgt und sich anhört, was die medizinischen Fachleute mehr oder weniger deutlich sagen, so wird immer mehr klar, dass alle Maßnahmen nur dafür sorgen sollen (müssen!), dass die Krankenhäuser nicht an ihre Grenzen kommen. Ja, ich weiß, das war schon seit Beginn der Pandemie das Ziel (flatten the curve), aber irgendwie haben wir wohl alle geglaubt oder besser gehofft, dass mit den sinkenden Infektionszahlen nach dem ersten Lockdown das Virus verschwindet oder sich zumindest abschwächt. Nun, dem ist nicht so! War eigentlich klar, den Wissenschaftlern sowieso, aber alle geäußerten Bedenken in diese Richtung wurden jedes Mal sofort als Panikmache kritisiert. Dieses aus Hilflosigkeit resultierende „wir machen mal weiter wie vorher, mal sehen was passiert“ fällt uns jetzt leider auf die Füße. Langsam und unaufhaltsam wird wohl auch klar, dass die Rückkehr zum Normalbetrieb in den Schulen NICHT funktioniert. Die Sommermonate sind nicht dazu genutzt worden, umsetzbare Konzepte zu entwickeln, es wurden nicht entsprechende Geldmittel locker gemacht oder zumindest nicht ausreichend umfangreiche. Ein erhebliches Problem im Bildungsbereich, genauso wie im medizinischen Bereich, ist jedoch der akute Personalmangel! Woher so schnell LehrerInnen bekommen, um Klassen teilen zu können? Woher die Räumlichkeiten? Letzteres würde man noch mit Klassencontainern auf den Schulhöfen improvisieren können, aber realistisch wäre wohl nur ein täglich oder wöchentlich wechselnder Unterricht mit jeweils der Hälfte einer Klasse. Selbst dafür ist jetzt schon nicht mehr genügend Lehrpersonal da, weil immer mehr ausfallen, quarantänebedingt oder weil zur Risikogruppe gehörend. Die Lehrpläne hätten angepasst und deutlich reduziert werden müssen, damit die Wochenstundenzahl gesenkt werden kann und damit die Anzahl der Stunden, die pro Tag in geschlossenen Räumen verbracht werden muss.
Als ich in den 1960er-Jahren zur Schule gegangen bin, wurde der Schuljahresbeginn von Ostern auf nach den Sommerferien verlegt. Das ermöglichte man praktisch mit zwei sogenannten Kurzschuljahren. Vielleicht müsste man jetzt „Langschuljahre“ einführen, um den Bildungsstand aufrecht erhalten zu können, also vielleicht Versetzungen nur alle 1½ Jahre. Vielleicht wäre das ja nur ein einziges Mal nötig bzw. zweimal, um wieder zum Versetzungstermin Sommer zu kommen und um alle Restrisiken auszuschalten. Das würde bedeuten, dass allen Schülern ein (Schul-)Jahr verloren gehen würde. Wäre das sooo schlimm (passiert bei jeder Nichtversetzung) und wäre es wirklich ein Verlust? Natürlich kann ich nicht beurteilen, wie intensiv in den Kultusministerien und Schulämtern an Lösungen gearbeitet wird, aber was ich von Betroffenen – Eltern, Lehrern, Schülern – in den Sozialen Medien so lese, scheint das bisher so dolle nicht gewesen zu sein, sondern jede Schule musste sich ihre Konzepte selbst erschaffen. Ach ja, dann wären da noch die überfüllten Schulbusse…

Von meiner Einstellung zum Beherbergungsverbot hatte ich ja schon geschrieben. Nicht nur für mich und die anderen Fulltimer bedeutet das einen gravierenden Eingriff in ihre Persönlichkeitsrechte und es bleibt zu befürchten, dass die Akzeptanz der Menschen für coronabedingte Einschränkungen damit nicht vergrößert werden wird. Was wird denn zu Weihnachten passieren? Wird das Beherbergungsverbot aufgehoben, werden wir wie im Sommer einen absoluten Nachholbedarf erleben, zumal es vielen Menschen unvorstellbar ist oder erscheint, an Weihnachten nicht so im Kreise der Familie zu feiern wie immer. Wird das Beherbergungsverbot nicht aufgehoben, finden die meisten Feiern trotzdem statt, nur mit dem Unterschied, dass der Besuch dann auch noch über Nacht bleiben muss. Und über Weihnachten setzt man dann auch die Kontaktbeschränkungen mal kurz außer Kraft? Der nächste Lockdown ab Mitte Januar ist dann schon vorprogrammiert. In China wurde kurz vor dem wichtigsten Familienfest des Jahres, dem Neujahrsfest, ein rigoroser Shutdown beschlossen, durchgeführt und kontrolliert und das übliche landesweite Reisen zur Verwandtschaft unterbunden. Ach ja, stimmt, da gibt es eine diktatorische Machtstruktur. Geht also bei uns nicht! In einer Demokratie arbeitet man mit so wenigen Verboten wie möglich und setzt auf die Mitarbeit, Einsicht und Vernunft der Bürger. In Schweden, den Niederlanden und ? scheint das zu funktionieren, in Deutschland und ? eher nicht. Ja, ich weiß, dass Schweden und die Niederlande im Einwohnerzahlenvergleich wesentlich höhere Todeszahlen im Zusammenhang mit Corona haben, aber ich befürchte, dass wir das im Laufe der nächsten Monate/Jahre aufholen werden. Ich fürchte, das Virus wird gewinnen! Ein Impfstoff mag eine Hilfe sein, aber er muss in hohem Maße wirksam sein und es wird Jahre dauern, bis genügend Menschen weltweit geimpft worden sind, zumal es aller Wahrscheinlichkeit nötig sein wird, jedes Jahr erneut zu impfen. Tja, da haben wir wohl alle die A…karte. Unverschuldet? Ähm – ich glaube nicht.

+++ 11.11.2020 13:45 Italien verbietet Weihnachten mit der Großfamilie +++
Italiens Regierung reagiert auf die steigenden Infektionszahlen und verbietet als erstes EU-Land das Weihnachtsfest in der Großfamilie. Am Dienstag hatte das Land fast 600 Corona-Tote binnen 24 Stunden registriert. Damit starben seit Februar mehr als 42.000 Menschen im Zusammenhang mit der Viruskrankheit.
Quelle: ntv

written by Ingrid

Zitterpartie beendet

 

In den USA leider immer noch nicht (Stand Freitagabend), aber parallel zum Wahl-Krimi hatte auch ich meine ganz persönliche Zitter- oder Hängepartie. Ich habe Tagebuch geführt und kopiere die Tageseinträge jetzt einfach mal hierher:

29.10.2020

  • Erfahre mittwochs in Naumburg, dass es ab dem 2. November neue Corona-Beschränkungen geben wird, u. a. sollen touristische Reisen unterbleiben. Ich brauche also einen Platz, wo ich stehen kann. Am idealsten erscheint mir XXX, dort habe ich alles, was ich brauche = Stadtzentrum in 15 Minuten erreichbar, Buslinie direkt am Stellplatz (samstags kostenfrei), tegut und Lidl zu Fuß erreichbar, Real per Bus, Rewe, Obi (Gasflasche tauschen) und LPG-Tankstelle 2km. Außerdem gibt es eine Iveco-Werkstatt, wo ich HU, AU etc. erledigen lassen könnte. Nach Lauterburg möchte ich nur in dem Falle, wenn nichts anderes mehr geht!
  • Anruf in XXX, ob der Stellplatz im November wegen der neuen Reisebeschränkungen geschlossen wird, Antwort nein.
  • Ich fahre los, Ankunft nach 17 Uhr, Anmeldung laut Aushang nur bis 15 Uhr.

30.10.2020

  • Gehe kurz nach 14 Uhr zum Bezahlen, es ist jedoch alles geschlossen. Schreibe Namen, Kennzeichen, Platznummer und Ankunftsdatum auf einen der ausliegenden Briefumschläge, stecke €50 hinein für 4 Nächte (bis Montag, 2.11.) und werfe alles in einen tresorartigen Kasten.
  • Erfahre von einer ansässigen Wohnmobilistin, dass laut Zeitung alles komplett geschlossen hat und dass beim ersten Lockdown ein Paar, das aus Spanien kam, hierbleiben durfte.
  • Ich warte mal ab und werde Montag erneut telefonieren und fragen, ob ich bleiben kann.
  • Verschiedene Bundesländer schicken Touristen schon wieder nach Hause. Erstauntes Smiley

31.10.2020

  • keine besonderen Vorkommnisse

01.11.2020

  • keine besonderen Vorkommnisse

02.11.2020

  • Stehe um 9 Uhr auf, draußen wird der Stellplatz lautstark von Laub befreit.
  • Rufe noch im Nachthemd bei der Stellplatz-Verwaltung an und bitte darum, als Härtefall aufgenommen zu werden; die freundliche Angestellte will ihren Chef fragen, der aber noch nicht im Haus ist, sie komme dann später bei mir vorbei.
  • Ich mache mich übereilt fertig und bin gerade angezogen, als es klopft; es ist einer der Arbeiter, der mir die zuviel gezahlten zwei Euro der vier bezahlten Nächte zurückgibt. 👍
  • In dem Moment kommt ein Mann auf den Stellplatz, der 2. Chef, wie der Arbeiter sagt.
  • Er teilt mir mit, dass meine Anfrage jetzt vom Ordnungsamt geprüft werde, sie von der Verwaltung könnten das nicht entscheiden, von ihnen aus könnte ich gerne bleiben; er habe auch nur mal schauen wollen, ob ich nicht ein rosa Herz im Fenster habe. Erstauntes Smiley
  • Unmittelbar danach erscheinen zwei junge Frauen und bringen mir einen Flyer, damit ich eine direkte Durchwahlnummer zu ihnen in der Verwaltung habe, wenn etwas anliegt.
  • Ich sitze und warte und fange dann an, mit Eimer und Gießkanne zu ent- und versorgen, in der Hoffnung, dass ich bleiben darf.
  • Da es richtig warm ist, hole ich meinen Stuhl aus der Heckgarage und setze mich in die Sonne.

  • Schon bald kommen die beiden jungen Frauen erneut und teilen mir mit, dass das Ordnungsamt ablehnt. Enttäuschtes Smiley
  • Es entwickelt sich ein längeres Gespräch und eine der beiden nimmt sofort ihr Handy und fragt ihren Chef, ob er beim Ordnungsamt erwähnt habe, dass im Frühjahr zwei Wohnmobilbesatzungen den Lockdown hier aussitzen durften (ja, hat er); die beiden sind sehr interessiert an meiner Lebensform und können mein Problem wohl gut nachvollziehen; der Arbeiter mischt sich vom Zaun aus ein und schlägt vor, dass ich mich draußen auf den öffentlichen Parkplatz stellen soll, dort koste es nur €2,50, es gäbe aber keinen Strom.
  • Ich lehne ab mit der Begründung, dass ich mich dort nicht sicher fühlen würde, außerdem würde die Polizei mich dort sicher nicht dulden.
  • Im Gespräch erfahre ich, dass der Stellplatz am nächsten Tag abgesperrt werden wird, nur die VE-Station bleibt zugänglich; auf meinen Einwand, dass es dann für mich schwierig würde, zu bleiben, weil ich irgendwann mal Gasflaschen tauschen fahren müsse, meinen die beiden, das sei gar kein Problem, ich bräuchte dann nur anzurufen und es käme jemand, der mich rauslässt. 👍
  • Ich beschließe, am nächsten Tag persönlich zum Ordnungsamt zu gehen und frage, ob ich noch eine weitere Nacht bleiben darf, was mir ohne weiteres genehmigt wird.
  • Im Lauf des Tages kommt noch ein weiteres Wohnmobil und hinter mir steht eins schon seit Tagen, mit dem Fahrer komme ich ins Gespräch und er ist völlig überrascht zu erfahren, dass der Stellplatz gesperrt werden soll; er habe doch gerade erst um eine weitere Nacht verlängert und niemand habe etwas davon gesagt; offensichtlich weiß er nichts von dem deutschlandweiten Beherbergungsverbot, er sei auf Urlaubstour und wolle erst am Wochenende wieder in Berlin sein; er ist völlig konfus, wo sie denn jetzt übernachten können und muss erst einmal mit seiner Frau darüber sprechen Verwirrtes Smiley
  • Ich entscheide mich, eine eMail an den Leiter des Ordnungsamtes zu schreiben:

Guten Tag, Herr X!

Ich wende mich in einer persönlichen, durch den neuerlichen Corona-Lockdown verursachten Notlage an Sie. Ich stehe aktuell auf dem Wohnmobilstellplatz … und dürfte nach Angaben der dortigen Verwaltung den Lockdown hier auf dem ansonsten geschlossenen Stellplatz „aussitzen“, natürlich gegen Bezahlung. Ich lebe seit 2004 im Wohnmobil, bin 70 Jahre alt und Alleinreisende. Zu meiner Meldeadresse kann ich nicht, da mein dort lebender 80jähriger Bruder zu den Risikofällen gehört. Außerdem wüsste ich nicht, wo ich mein Wohnmobil sicher abstellen könnte, da bekanntlich alle entsprechenden Einrichtungen geschlossen sind. Der Stellplatz hier ist für mich ideal, weil er 1. eine Ent- und Versorgungsstation sowie Stromversorgung bietet und 2. eine Bushaltestelle in unmittelbarer Nähe, sodass ich zum Einkaufen fahren kann. Auch ist die Innenstadt zu Fuß erreichbar, wenn mir mal die Decke auf den Kopf fallen sollte.

Ich bitte Sie, sich in meine Situation zu versetzen: Wir im Wohnmobil lebenden werden von der Gesetzgebung nicht berücksichtigt und müssen uns eigenständig eine Lösung für das aktuelle Problem suchen. Wir müssen Abwasser entsorgen, unsere Toilette entleeren und Frischwasser tanken. Strom ist in der dunklen Jahreszeit ebenfalls von Bedeutung. Ich als alleinreisende Frau möchte aus Sicherheitsgründen auch keinesfalls irgendwo frei herumstehen! Das verstehen Sie bestimmt. Während des ersten Lockdowns wurde ich als „Härtefall“ auf einem Campingplatz aufgenommen. Dort kann ich jetzt aber nicht hin. Ich weiß, dass aufgrund dieser Härtefallklausel, die der Gesetzgeber einräumt, im Frühjahr zwei Wohnmobilbesatzungen hier auf dem Stellplatz stehen durften. Ich bitte Sie inständig, mir dieses Recht jetzt auch zu gewähren!!! Ich weiß nämlich gerade nicht, wo ich sonst hin könnte. Ich bin gerne bereit, heute (Dienstag) noch persönlich bei Ihnen im Ordnungsamt vorbeizukommen.

Mit freundlichen Grüßen, Ingrid Heidemann

  • Drei Wohnmobilbesatzungen verbringen die nächste Nacht ungesetzlicherweise auf einem Stellplatz, der eigentlich schon abgeriegelt sein müsste und obwohl ich früh zu Bett gehe, kann ich natürlich ewig nicht einschlafen; ich überlege in sämtliche Richtungen, was ich mache, wenn es bei der Absage bleibt. Etwa ich?

03.11.2020

  • Ich stehe wieder früh auf und schalte mit Herzklopfen mein iPhone ein, vielleicht ist eine Entscheidung für oder gegen mich schon gefallen und ich weiß es nur noch nicht, aber es ist noch keine Antwort da.
  • Ich sitze und warte und beschließe, nach der Mittagspause persönlich bei Herrn X nachzufragen; kann ja auch sein, dass er in Urlaub ist oder krank oder sonstwas.
  • Mein Gefühlshaushalt ist reichlich unausgewogen, um es mal so positiv wie möglich auszudrücken; das Gefühl, vom Wohlwollen eines Menschen abhängig zu sein, der mich gar nicht kennt und der sich vielleicht auch nicht wirklich dafür interessiert, was mein Problem ist, ist – mit Verlaub gesagt – beschissen.
  • Die ganze Sache ist besch…eiden, wie in so vielen Bereichen sind die vergangenen Monate offensichtlich nicht genutzt worden, um bestehende Missstände zu beseitigen; vermutlich sind es zu viele.
  • Warum allerdings Stell- und Campingplätze jetzt im November wieder geschlossen werden müssen, erschließt sich mir nicht; sehr viele Wohnmobile haben ein Saisonkennzeichen und fahren ab dem 1. November nicht mehr; von den restlichen werden die wenigsten fahren, da touristische Reisen unterbleiben sollen und die wenigen Mobilisten, die sich darüber hinwegsetzen, dürften wohl kein Problem darstellen; man könnte ja auch z. B. wieder jede zweite Parzelle sperren, obwohl man sich zu dieser Jahreszeit ja sowieso überwiegend drinnen aufhält und nicht zu erwarten ist, dass es große gesellige Zusammenkünfte geben würde.
  • Dass die Schließungen erneut erhebliche Schwierigkeiten für die Menschen bedeuten, die dauerhaft in ihren Wohnmobilen leben, scheint nicht zu interessieren, ist vermutlich immer noch nicht wirklich bekannt. So wie im Frühjahr, muss jede/r selbst sehen, wo er/sie bleibt.
  • Ich erfahre um 13 Uhr im Ordnungsamt, dass Herr X nicht im Haus ist, ob es mir weiterhelfen würde, seine Vorzimmerdame zu sprechen, ja – besser als nichts; von ihr erfahre ich, dass er zu einer Schulung ist, woraus zu schließen ist, dass er meine eMail noch gar nicht gelesen hat; später stellt sich noch heraus, dass die negative Entscheidung nicht von ihm ausgegangen war, da er auch am Vortag nicht im Amt anwesend war.
  • Ich schildere der jungen Frau meine Beweggründe und mache deutlich, dass die aktuelle Situation wirklich belastend für mich ist, dass ich wirklich nicht weiß, wo ich hin soll und nicht alle Stell- und Campingplätze Deutschlands abtelefonieren könne, um zu erfragen, wer mich als Härtefall aufnimmt; hier wäre man bereit und ich bräuchte nur noch die Erlaubnis des Ordnungsamtes.
  • Ich habe den Eindruck, dass sie mich versteht, sie macht sich Notizen und verspricht, mit ihrem Chef zu reden, wenn er käme; ich bitte darum, mir spätestens im Laufe des nächsten Vormittags Bescheid zu geben, da ich gegebenenfalls ja dann noch eine gewisse Strecke fahren müsste.
  • Um 15 Uhr bin ich wieder am Stellplatz, trage mein Telefon ständig bei mir, aber es passiert nichts mehr.
  • Ein weiteres Wohnmobil kommt an (die anderen zwei waren am Vormittag gefahren), wird aber wieder fortgeschickt und danach wird der Stellplatz mit Flatterband abgeriegelt.
  • Später kommt ein Polizeiwagen vorbei, aber man schaut nur und fährt wieder, ich nehme an, dass die Polizisten davon ausgingen, dass es abgesprochen sein muss, wenn ein Wohnmobil hinter der Absperrung steht und sie bei der Verwaltung und/oder dem Ordnungsamt nachfragen werden.
  • Ich habe eine zaghafte Hoffnung, dass ich bleiben kann. Verlegenes Smiley

04.11.2020

  • Um halb 9 Uhr bin ich wach, natürlich nicht ausgeschlafen (wenn das hier beendet ist, schlafe ich 24 Stunden am Stück!!!), zwinge mich aber aufzustehen; es könnte ja sein, dass der Leiter des Ordnungsamtes persönlich vorbeikommt.
  • Mindestens genauso spannend ist der Ausgang der US-Wahl; heute Nacht bin ich der Vernunft folgend um 1 Uhr ins Bett gegangen; aber weder in dem einen noch in dem anderen Fall gibt es ein Ergebnis.
  • Meine Geduld wird noch eine Weile auf die Probe gestellt, aber um kurz vor zehn kommt die ersehnte eMail; ich mache mir noch schnell einen Kaffee und öffne sie mit klopfendem Herzen; kann ich bleiben oder muss ich fahren???

Sehr geehrte Frau Heidemann,

wir gehen aufgrund Ihrer Schilderungen und nach Rücksprache mit dem Betreiber davon aus, dass für den Monat November 2020 Ihr Aufenthalt auf dem Stellplatz … aus privaten Gründen glaubhaft notwendig ist.

Freundliche Grüße

X (Amtsleiter)

 

  • WOW!!!

Gut, dass der Stein nicht in die Kaffeetasse gefallen ist. 

Smiley mit geöffnetem Mund

written by Ingrid
photo taken with iPhone

Goldener Oktober in Lauterburg

 

Bevor der Oktober auch schon wieder vorbei ist und der Titel dann nicht mehr stimmen würde, möchte ich euch schnell die schönen Fotos schicken, die Uschi mir zur Verfügung gestellt hat. Von mir kommt dann demnächst wieder etwas (wenn ich mal Zeit habe!). Smiley

Weiherwiesen
WeiherwiesenWeiherwiesenWeiherwiesenAckerbauAckerbauAckerbauAckerbauBlick ins TalGoldener OktoberGoldener OktoberGoldener OktoberGoldener OktoberGoldener Oktober

Passt auf euch auf und bleibt gesund!

written by Ingrid
photos taken with Samsung Galaxy S20

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen (bessere Qualität) und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Weiter gehts – bloß wohin?

 

Wir fahren im Wochenrhythmus weiter, winzige Etappen, weil Uschi darauf wartet, zumindest ihren Toyota, der bereits im März (!) geliefert werden sollte, demnächst übernehmen zu können. Von der Firma Tischer hat sie noch keine verbindlichen Aussagen, sodass es wohl darauf hinauslaufen wird, dass Boxi erst einmal auf den Toyota umgesetzt werden wird. Uschi hat darum gebeten, in der Fertigungsreihenfolge nach vorne verlegt zu werden, da anzunehmen ist, dass die anderen Käufer ihre Kabine erst im nächsten Frühjahr nutzen wollen, für sie aber die Vorteile einer Duschmöglichkeit und eines Abwassertanks im beheizten Bereich über den Winter von großem Wert wären.
So zockelten wir vom HEICamp nach Grafenrheinfeld. Auf dem Stellplatz war ich bereits zweimal, da im Nachbardorf die deutsche Niederlassung der Firma Alde sitzt, deren Warmwasserheizung in Oscarlotta verbaut ist. Vor zwei Jahren hatte ich ja Probleme mit dem integrierten Warmwasserboiler und musste zu Alde fahren, da die Händler und Werkstätten den Austausch des neuesten Modells nicht mehr vornehmen dürfen. Ich hatte „hier“ darüber berichtet. Zwei Nächte stand ich damals auf dem firmeneigenen Stellplatz, auch der Austausch und das Auswechseln der Heizungsflüssigkeit wurde von dort aus vorgenommen, sodass ich gar nicht in die Werkstatt fahren musste und da ich nicht nachmittags noch weiterfahren wollte, empfahl man mir den Stellplatz in Grafenrheinfeld. In Röthlein selbst gibt es zwar auch sechs Wohnmobilstellflächen, aber ohne jegliche Infrastruktur, dafür kostenfrei. Aber eben auch ohne Strom und damit für mich ohne Kaffeemaschine. Das versuche ich zu vermeiden! Zwinkerndes Smiley Grafenrheinfeld hatte mir damals sofort gefallen, der Stellplatz bietet Platz für 9 Mobile (kreisförmig angelegt) und liegt sehr schön naturnah an mehreren Seen, um die man laufen kann.

GrafenrheinfeldGrafenrheinfeldGrafenrheinfeldGrafenrheinfeldGrafenrheinfeldGrafenrheinfeldGrafenrheinfeldGrafenrheinfeldGrafenrheinfeldGrafenrheinfeldGrafenrheinfeldGrafenrheinfeldGrafenrheinfeldGrafenrheinfeldGrafenrheinfeldGrafenrheinfeldGrafenrheinfeldGrafenrheinfeldGrafenrheinfeldGrafenrheinfeldAusblick aus Oscarlotta

Der Main ist nicht weit und der Übernachtungspreis, zahlbar an einem Parkscheinautomaten, ist mit €6/Nacht sehr günstig. Alles, was man als Wohnmobilist so braucht, ist vorhanden und Einkaufsmöglichkeiten sind in fußläufiger Entfernung. Nett ist, dass nebenan eine Reithalle mit Pferdeboxen steht und zu unterschiedlichen Zeiten Pferde spazieren geführt oder auch beritten werden. Es gibt also immer etwas zu sehen und wir hatten auch noch Glück mit dem Wetter. Uschi fuhr ihren Toyota ansehen und kam schwer begeistert zurück. Smiley mit geöffnetem Mund

Toyota HiluxToyota HiluxToyota Hilux

Unser nächstes Ziel war Hofheim in Unterfranken. Der Stellplatz nicht ganz so schön angelegt bzw. stereotyp in zwei langen Reihen für 30 Mobile, dafür zwei Euro teuer. Allerdings gibt es ein kleines Sanitärgebäude mit kostenlosen (!) Duschen und eigentlich auch freies WLAN, was aber gerade nicht zur Verfügung stand. DVB-T war leider auch fast nicht existent. Enttäuschtes Smiley
Wir zahlten trotzdem für eine Woche. Zum Bezahlen kommt jeden Tag jemand vorbei, allerdings morgens zwischen 8 und 9 Uhr!!! Ich war sehr froh, dass Uschi für mich mit zahlen konnte. Man bekommt sogar für jeden Tag des Aufenthalts ein Gutscheinkärtchen, mit dem man bei ausgewählten Geschäften €2,50 vergütet bekommt, wenn man dort einkauft. Ich hätte das gerne beim Friseur genutzt, aber leider gab es keinen freien Termin.

Hofheim

Das Städtchen ist klein, aber recht nett, vor allem der Marktplatz mit seinen alten Fachwerkhäusern und die zwei erhaltenen Stadttore. Einkaufsmöglichkeiten gibt es in reicher Auswahl und in fußläufiger Entfernung (jeweils 10 Min.).

HofheimHofheimHofheimHofheimHofheimHofheim

Stover Strand Und dann trennten sich unsere Wege seit langer Zeit mal wieder. Uschi fuhr mit einem Abstecher über Bad Schönborn, wo sie ihr repariertes eBike abholte, nach Lauterburg zurück. Sie muss dort noch einige vorbereitende Arbeiten für den Austausch ihrer mobilen Wohnung erledigen. Bei Oscarlotta steht im November wieder die Hauptuntersuchung an und ich weiß noch nicht, wo ich sie und die anderen turnusmäßig anfallenden Arbeiten erledigen lasse. Eigentlich müsste ich nach Stralsund, da die dort im März erfolgte Reparatur der Fahrerhaus-Klimaanlage keinen bleibenden Erfolg hatte. Seit drei Jahren mache ich damit jetzt schon rum und es war schon richtig teuer. Wenn auch der Austausch des Kompressors das Problem nicht beseitigen konnte, was ich natürlich erst auf der ersten Fahrt nach der Corona-Sommerpause bemerken konnte, muss nach der ursächlichen Fehlerquelle gesucht werden. Mit der Iveco-Werkstatt in Stralsund bin ich grundsätzlich zufrieden, zumal ich während der Werkstattaufenthalte in Oscarlotta bleiben und auf dem Firmengelände übernachten darf/durfte. Ob es allerdings im Moment Sinn macht, nach Mecklenburg-Vorpommern zu fahren, ist nicht ganz klar. Ich habe es ja im Frühjahr erlebt, wie schnell man dort damit ist, Touristen des Landes zu verweisen und wie militant die Bevölkerung für die Umsetzung sorgt. Vorsichtshalber habe ich mir vom Stellplatz in Hofheim schriftlich bestätigen lassen, von wann bis wann ich dort war und werde das an den nächsten Anlaufpunkten ebenfalls tun und/oder Tickets, Quittungen, Einkaufsrechnungen aufbewahren.
Was für eine verrückte Zeit!!! Erstauntes Smiley

Trostpflaster

Nachtrag:
Uschi hat tatsächlich Erfolg und von Tischer eine Auslieferungszusage für die 50. Kalenderwoche erhalten! Bis Weihnachten dürften Neuzulassung, Austausch und Umzug erledigt sein. Ich werde Fix und Boxi also nicht wiedersehen, hatte mich auch schon von ihnen verabschiedet. Weinendes Smiley
Ich habe in Hofheim noch einmal verlängert, weil es preiswert und völlig egal ist, ob ich heute, morgen oder übermorgen weiterfahre, vor allem bei dem aktuell schlechten Wetter. Auf der Strecke nach Stralsund hatte ich mir in Naumburg einen Stellplatz bei einem Wohnmobilhändler ausgeguckt und eine Anfrage gestellt, ob ich meine diversen Arbeiten evtl. auch bei ihm erledigen lassen könne. Eine Antwort auf meine eMail bekam ich erst nach Tagen auf erneute Nachfrage. (Genauso war es in Stralsund auch gewesen! Wie arbeiten die Menschen heutzutage eigentlich?) Es gäbe keine Stellplätze mehr bei seiner Firma, erfuhr ich aus Naumburg (steht aber überall noch im Internet!). Seine Werkstatt sei für mein Wohnmobil zu klein, also keine Hauptuntersuchung. Ölwechsel und Fehlersuche Klimaanlage müsse von einer Iveco-Werkstatt erledigt werden, aber meinen undichten Haubendeckel vom Badezimmerluk könne man tauschen. Tja, dann werde ich wohl doch nach Stralsund fahren, falls nicht zeitnah die Landesgrenzen wieder dicht gemacht werden! Das kann, so wie die Lage aktuell ist, allerdings vom einen auf den anderen Tag passieren.
Was für eine verrückte Zeit!!! Erstauntes Smiley

Zum Thema „Wie erledigen die Menschen heutzutage eigentlich ihre Arbeit?“ habe ich noch zwei Beispiele vom Stellplatz in Hofheim.
Ich (bzw. Uschi) hatte mir zwei Waschmaschinen-/Trocknermarken besorgt. Am Sonntag befüllte ich die Waschmaschine und wählte das 60 Grad Eco-Programm. Es wurde mir eine Waschdauer von 2 Stunden angezeigt. Dann würde wohl alles richtig sauber werden! Smiley Nach Ablauf der Zeit lief die Maschine nicht mehr, die Tür ließ sich öffnen, aber die Wäsche war nicht geschleudert und offensichtlich auch nicht fertig gespült!!! Ich hätte meine zweite Marke verwenden müssen, hätte dann aber zwar geschleuderte Wäsche gehabt, aber keine Möglichkeit mehr, sie zu trocknen. Also wrang ich, so gut es ging, an einem der Handwaschbecken jedes einzelne Teil aus und warf es in den Trockner. Die Waschbecken waren ein Stück von der Waschmaschine entfernt und ich setzte den gesamten Boden unter Wasser. Zum Glück wollte währenddessen niemand die Toiletten benutzen und ich konnte alles mit dem Schieber für die Duschen dorthin befördern. Nur das restliche Wasser in der Maschine konnte ich nicht beseitigen. Der Trockner brauchte noch einmal eine Stunde und obwohl ich schranktrocken+ gewählt hatte, hegte ich wenig Hoffnung, dass die Wäsche auch nur ansatzweise trocken sein würde. Und so war es dann auch, Oscarlotta sah die nächsten Stunden sehr „dekoriert“ aus. Es ist gar nicht so einfach, eine Waschmaschinenladung zum Nachtrocknen auf der begrenzten Fläche eines Wohnmobils zu verteilen.
Ich schrieb eine Mitteilung wegen des noch in der Waschmaschine verbliebenen Wassers und bekam einen Tipp für das nächste Mal: kein Eco-Programm auswählen, dafür reiche die Marke zeitlich nicht aus. Erstauntes Smiley Könnte man das nicht als Hinweis an die Maschine oder die Wand daneben hängen??? Ich habe extra noch einmal nachgeschaut, ob ich etwas übersehen habe, aber hatte ich natürlich nicht.
Die zweite Sache war, dass ich nach Uschis Abreise (einen Tag früher als geplant) meinen Aufenthalt um zunächst zwei Nächte verlängern wollte. Mir wurde Uschis schon bezahlte Nacht gutgeschrieben und sie zahlte weitere €8 für mich. Somit hatte ich bis Dienstag bezahlt und ließ mir die Aufenthaltsdauer von/bis bestätigen, um bei meiner Weiterfahrt belegen zu können, das ich nicht aus einem Risikogebiet komme. Am Montag beschloss ich, das angekündigte Schlechtwetter noch in Hofheim auszusitzen. Ich versuchte, am Dienstag bis 9 Uhr wach, aufgestanden, gewaschen und angezogen in der Rezeption zu erscheinen, war um Mitternacht im Bett und – konnte nicht einschlafen. Um 2 Uhr stellte ich meinen Wecker wieder ab und beschloss, dass mich alle mal gerne haben können! Die Stellplatzgebühr für die nächsten sechs Nächte steckte ich in einen Briefumschlag, schrieb eine Nachricht und warf alles in den an der Rezeption hängenden Briefkasten. Ich wusste schon, dass die Rezeptionistinnen wöchentlich wechseln und prompt eröffnete mir die diensthabende, dass ich, wenn ich sechs Nächte bleiben will, noch 8 Euro mehr bezahlen müsse. Sie listete mir auf, was ich schon bezahlt habe und vertat sich schon mit den Daten der ersten Woche. Die von Uschi extra bezahlten 8 Euro waren ebenfalls nicht auf ihrer Auflistung. Mag sein, dass ihre Kollegin die nicht verbucht hatte. Ich schrieb eine Gegendarstellung und legte als Argument die mir von ihrer Kollegin ausgestellte Bescheinigung bei, aus der hervorgeht, dass ich bis zum Dienstag zweifelsfrei bezahlt hatte. Und bis zum nächsten Montag sind es nun mal sechs Nächte und die habe ich bezahlt. Mit einem 50-Euro-Schein und dem Hinweis, dass sie die zwei Euro, die ich eigentlich zurückbekommen müsste, in ihre Kaffeekasse stecken soll. Jetzt bin ich gespannt! Ich hoffe nicht, sie klopft um halb 9 bei mir!!!

Nachtrag:
Nein, es klopfte niemand. Ich wurde trotzdem wach, weil die Dame offenbar ihren Hund dabei hatte und der neben meinem Bett bellte, während sein Frauchen die Tüte mit ihrer Entschuldigung an meinen Fahrradgepäckträger klemmte. Sie hätte nichts von einer zusätzlichen Bezahlung gewusst! Dass ihre gesamte Auflistung kalendarisch total falsch war, erwähnte sie nicht weiter. Also Schwamm drüber! Cooles Smiley

Mecklenburg-Vorpommern erlässt (mal wieder!) die schärfste Stufe der Beherbergungsverbote aller Bundesländer, Reisende aus Risikogebieten müssen einen negativen Covid 19-Test vorlegen und zusätzlich 14 Tage in Quarantäne, die mit einem weiteren Test nach vier Tagen aufgehoben werden kann, falls auch dieser Test wieder negativ ist. Meine Postleitzahl gehört aktuell zum Risikogebiet! Dort war ich zwar schon über zwei Jahre nicht mehr, aber das interessiert wahrscheinlich nicht. Ich bin ja quasi in Dauerquarantäne, meine Kontakte beschränken sich auf ein- bis zweimal die Woche beim Einkaufen und/oder Tanken. Solche Sonderfälle fallen aber natürlich wieder durchs Raster.
Diese wiedereingeführten Reiseregelungen in einigen Bundesländern sind wirklich nicht der Weisheit letzter Schluss, aber wenn man wirklich auf der sicheren Seite sein will, dann ist die Vorgehensweise von MeckPomm die einzig richtige. Erst nach dem zweiten Test kann man zumindest ausschließen, dass infizierte Menschen einreisen. Ob sie sich dann evtl. während ihres Aufenthaltes anstecken, steht wieder auf einem anderen Blatt. 100%ige Sicherheit gibt es sowieso nicht, dafür werden aber alle, die vom Tourismus leben (vor allem in den Bundesländern mit Seezugang oder denen mit Bergen) massivst und langsam vermutlich nicht mehr aufholbar geschädigt. Ich mache mir schon lange echte Sorgen um die wirtschaftlichen Folgen, nicht nur in Deutschland. Ist den jungen Menschen, die ihren Lebenssinn und ihr verbrieftes Recht offenbar darin sehen, Party zu machen, wirklich nicht klar (zu machen), dass sie die Folgen zu tragen haben, wenn es durch ihr verantwortungsloses und egozentrisches Handeln aus Sorge vor weiter steigenden Infektionszahlen und damit einhergehender Gefährdung der Risikogruppen erneut einen Lockdown geben MUSS, so wie jetzt teilweise schon wieder in Frankreich und den Niederlanden? Die Staatsverschuldung müssen doch überwiegend sie einmal rückgängig machen! Wie kurzsichtig kann man denn sein? Aber das Motto (nicht aller, aber zu vieler und nicht nur in Deutschland) scheint wirklich zu sein: “Ich bin jetzt jung, ich will Spaß, ich will feiern, nach mir die Sintflut.” Nun, die Sintflut könnte kommen, denn diese Pandemie ist ja nicht das einzige Problem, das die Weltgemeinschaft hat.
Was für eine verrückte Zeit!!! Erstauntes Smiley

Passt auf euch auf und bleibt gesund!

written by Ingrid
photos taken with iPhone and Samsung Galaxy S20

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen (bessere Qualität) und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Wieder unterwegs

 

Ich weiß, dass ich angekündigt hatte, mich etwas eher wieder zu melden, aber ich konnte mich noch nicht dazu aufraffen. Trauriges Smiley Es gibt jetzt auch nur ein kleines Update und ein paar Gedanken zu der Gesamtsituation (und ein par Fotos).
Der Corona-Sommer war für uns erträglich, aber ein wenig zu ereignislos. Wir konnten immerhin das schöne Wetter genießen und waren während der wirklich heißen Tage froh um unseren schattigen Rasenplatz. Bei den nachmittäglichen Spaziergängen mit unseren „Leihhunden“ erfreuten wir uns alle vier jeden Tag aufs Neue an dem direkt an den Campingplatz angrenzenden wunderschönen, kühlen, lichtdurchfluteten, friedlichen Buchenwald. Anschließend war dann wieder relaxen angesagt. Smiley mit geöffnetem Mund

ErdarbeitenErdarbeitenErdarbeitenErdarbeitenErdarbeitenErdarbeitenErdarbeitenErdarbeitenErdarbeiten

Seit knapp drei Wochen sind wir nun tatsächlich wieder unterwegs! Auf den ersten Blick scheint alles wie gehabt und doch ist alles anders. Enttäuschtes Smiley Zunächst fällt die weiter gewachsene Anzahl an Wohnmobilen auf. Allein im August gab es einen Zuwachs an Verkaufszahlen von 60% im Vergleich zum Vorjahr, im Jahresschnitt sind es bisher 20%!!! Da kann man nur hoffen, dass die meisten ein Saisonkennzeichen haben und es zumindest im Winterhalbjahr wieder so aussieht:

Erdarbeiten

Es fällt (uns) auf, dass viele zum ersten Mal mit einem Wohnmobil unterwegs sind. Auffallend war auch die große Anzahl der neuen Gattung „Van“ und manchmal kamen Mini-Vans oder eigentlich nur PKWs, in denen man keine Ahnung wie geschlafen hat. Einige bauten seitlich, hinten oder sonstwo eine Art Vorzelt auf und es waren nicht nur die Jungen, die so reisten. Offensichtlich ist vielen Menschen durch die Pandemie mit den einhergehenden (Reise-)Beschränkungen klar geworden, dass Campingurlaub eine Möglichkeit bietet, mit relativ geringem Risiko unterwegs sein zu können. Augen rollendes Smiley

Wir wissen im Moment wenig bis gar nichts darüber, wie wir die nächsten Monate verbringen wollen bzw. werden. Das Wollen ist ja leider ziemlich eingeschränkt, außer man setzt sich über die existierenden Gefahren für Leib und Leben hinweg. Manche Menschen können das offenbar, wir nicht. Dazu kommt, dass Uschi sich schon vor über einem Jahr dafür entschieden hat, Fix und Boxi gegen eine etwas größere Variante desselben Typs zu tauschen. Die Firma Tischer hatte aber schon bei der Bestellung einer neuen Aufbaukabine eine Liefer-/Herstellungsfrist von 1½ Jahren und unglücklicherweise verschiebt sich coronabedingt die geplante Auslieferung von November auf einen bisher unbestimmten Termin. Es heißt also warten…

Stover Strand Unser erster Anlaufpunkt war der uns wohlbekannte WellMobilPark in Bad Schönborn. Wir absolvierten turnusmäßige Vorsorgeuntersuchungen, wie wir es seit Jahren handhaben. Das immer noch wunderbare Spätsommerwetter erlaubte uns einige Outdoor-Restaurantbesuche, zum Kaffee und zum Abendessen. Auch in der Hinsicht wissen wir noch nicht, wie wir das in der kalten Jahreszeit handhaben werden. Die seit Wochen wieder eklatant steigenden Infektionszahlen nicht nur in Deutschland machen nicht sehr zuversichtlich. Donnerstagabend bei Markus Lanz im ZDF sagte es Elke Heidenreich sehr treffend: „Es ist schwierig, das Leben macht keinen Spaß im Moment. Keine Abende mit Freunden, kein Wein mit Freunden, solche Abende habe ich ja überhaupt nicht mehr, weil alles zu eng ist.“ Weinendes Smiley Bisher war das bei uns noch möglich, weil es draußen stattfinden konnte, aber so unbeschwert wie früher ist es trotzdem nicht mehr.

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Stover Strand Nach zwei Wochen wechselten wir ein kleines Stück weiter nach Öhringen. Dort gibt es seit 2018 den neuerrichteten Wohnmobilstellplatz „HEICamp“ am Rande eines Industriegebietes, zwar relativ dicht an der stark befahrenen Landesstraße, aber auch nahe an Obstplantagen und Radwegen durch das Umland. Ins Städtchen kommt man per Rad oder mit dem Bus, der direkt am Stellplatz hält. Witzigerweise heißt der Betreiber des Stellplatzes Heidemann und als ich telefonisch reservierte, er sich mit Namen meldete und ich mit „hier auch“ konterte, war erst einmal verwirrtes Schweigen am anderen Ende der Leitung. Cooles Smiley Wir haben später versucht herauszufinden, ob wir irgendwie miteinander verwandt sein könnten, sind aber zu keinem Ergebnis gekommen.
Zum Stellplatz gehört ein schönes Lokal mit großem Biergarten, was offenbar nicht nur von den Wohnmobilisten sehr frequentiert wird. Es gibt auch schöne und sehr geräumige Duschbereiche und überhaupt ist alles sehr gepflegt und liebevoll gestaltet. Aber auch nicht ganz preiswert. Für das Mobil/den Platz zahlt man schon €12. Dazu kommen €2/Person. Das Duschen kostet noch einmal €2 plus €1 Corona-Desinfektionszuschlag, allerdings ohne Zeitbegrenzung. Kosten für WLAN €2 pro Gerät und Tag. Strom wird nach Verbrauch über einen Automaten abgerechnet, mit 60 Cent pro Kilowatt. Wenn also zwei Personen (die übliche Wohnmobilbesatzung) alles nutzen, sind sie bei €23 pro Tag (ohne Strom und Frischwasserauffüllung) und da kann dann sogar nur einer duschen oder man geht (erlaubt?) gleichzeitig. Und online gehen kann auch nur jeder mit einem einzigen Gerät. Laptop, Tablet, Smartphone im Wechsel ist nicht bzw. dann würde es richtig teuer. Der Platz ist trotzdem jeden Tag voll, unter der Woche etwas weniger als am Wochenende. Camping boomt, ich schrieb es ja schon. Augen rollendes Smiley

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Öhringen ist ein ganz nettes Städtchen mit einem schön angelegten Stadtpark und einem Marktplatz mit Schloss. Leider macht es nicht besonders viel Spaß, für jedes Geschäft, in das man will, die Maske anlegen zu müssen. Kommunikation mit Menschen, deren Mimik man nicht sieht, ist sehr befremdlich! Verwirrtes Smiley

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Morgen fahren wir weiter. Wie es hier im Blog weitergeht, kann ich noch nicht mit Sicherheit sagen. Ich denke, dass es vorerst keine festen Veröffentlichungsintervalle mehr geben wird. Je nachdem, ob es etwas Lohnenswertes zu berichten gibt, werde ich mich wieder melden. Wer uns folgt, wird automatisch benachrichtigt.

Passt auf euch auf und bleibt gesund!

written by Ingrid
photos taken with iPhone and Samsung Galaxy S20

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen (bessere Qualität) und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.