Allgäuer Luft schnuppern

 

Wir mussten mal wieder ins Allgäu! Nicht zu glauben, dass es schon wieder ein ganzes Jahr her ist, dass wir den Sommer dort verbracht haben!!! Uschi hatte damals in der Wohnmobilwerkstatt in Füssen (an einem der dortigen Stellplätze) ihren Absorberkühlschrank gegen einen Kompressorkühlschrank austauschen lassen, um dafür kein Gas mehr verbrauchen zu müssen. Wenn man nur Platz für 5-Kilo-Flaschen hat, macht das Sinn. Den “alten” Kühlschrank konnte sie dort stehenlassen. Entweder der Betreiber würde ihn an einen Wohnmobilisten verkaufen oder wir über das Internet. Letzteres passierte dann im Frühjahr und jetzt wollte sie ihr Geld abholen.

Ich hatte im letzten Jahr Kontakt mit der Inhaberin eines Handarbeitsgeschäftes in Füssen aufgenommen und ihr meine gehäkelten Aufbewahrungskörbchen für Allerlei und Krimskrams in Kommission gegeben. Davon waren inzwischen ein paar verkauft worden und deswegen konnte auch ich etwas Geld abholen. Der Schuss wäre allerdings beinahe nach hinten losgegangen! Erstauntes Smiley Ich hatte in dem Laden noch überlegt, ob ich von den Körbchen (den alten und den drei neuen, die ich mitgebracht hatte) noch ein Foto machen sollte, hatte mich aber dagegen entschieden. Das Papiergeld, das ich ausgehändigt bekam, behielt ich zunächst in der Hand, da ich mir noch neues Häkelgarn aussuchen wollte. An der Kasse erließ mir die Inhaberin den das Papiergeld übersteigenden Betrag, sie bekam ihr Geld zurück, wir wechselten noch ein paar Sätze und verabschiedeten uns. Zwei Straßen weiter bei Tchibo an der Kasse beim Öffnen meiner Tasche der große Schock: mein iPhone war nicht mehr da!!! Dieses Erlebnis hatte ich ja vor Jahren in Barcelona, da war der Reißverschluss der Tasche allerdings offen und nicht nur das Smartphone sondern auch das Portemonnaie war weg. Schlagartig wurde mir genauso schlecht wie damals! Also nichts wie zurück zum Handarbeitsgeschäft. Aber dort hatte ich das iPhone ja gar nicht benutzt! Die Inhaberin stand vor ihrem Laden, nein, ein Telefon hatte sie nicht gefunden. Uschi entdeckte es dann auf einem kleinen Ablagebrett an der Kassentheke. PUH!!! Und dann konnte ich mich auch erinnern. Ich hatte es aus meiner Tasche genommen und auf das Brett gelegt, um mein Portemonnaie herausnehmen zu können (meine Tasche ist klein). Da ich aber nichts zuzahlen musste, blieb das Portemonnaie drin und das iPhone draußen… Abgelenkt durch unser Gespräch dachte ich nicht mehr daran und das, obwohl ich es normalerweise hüte wie meinen Augapfel! Was war ich froh! Aber schlecht war mir noch eine ganze Weile. Verwirrtes Smiley

Richtig gut ging es mir erst wieder an unserem Lieblingssee, dem grünen Weißensee. Dort waren wir letzten Sommer ja etliche Male, zum Dran-entlang-laufen oder Drum-herum-laufen oder nur auf der Terrasse des Kiosks zum Milchkaffee trinken. Badebetrieb war nicht, da es bewölkt und für Juli eindeutig zu kühl war, aber der See war so traumhaft schön wie wir ihn in Erinnerung haben.

Der grüne WeißenseeDer grüne WeißenseeDer grüne WeißenseeDer grüne WeißenseeDer grüne WeißenseeDer grüne WeißenseeFlitzi am grünen WeißenseeDer grüne Weißensee

Danach frischten wir eine weitere Erinnerung auf, nämlich die an die leckersten Pommes frites des Universums und das beste Rösti, überbacken mit Gemüse und Käse. Das gibt es natürlich nur im Wirtshaus “Wiesele” am gleichnamigen Wohnmobilstellplatz in Pfronten-Weißbach, dort, wo ich es letztes Jahr 6 Monate ausgehalten, nein, genossen habe. Das Ehepaar Wohlfart freute sich, uns zu sehen, auch wenn wir nicht mit unseren Mobilen kamen, sondern nur zum Essen. Nächstes Jahr, versprochen! Der geplante Aus- und Anbau des Lokals war bereits fertiggestellt und ist sehr schön geworden. Das “Wiesele” wird nicht nur von den Stellplatzgästen sehr gut angenommen, sondern ist auch sehr beliebt bei den Einheimischen für Familienfeiern aller Art. Dafür gibt es jetzt einen Extraraum, der auch als Erweiterung für das Tagesgeschäft genutzt wird. Denn obwohl der Gastraum über einige Tische verfügt, sind die am Abend ganz schnell voll besetzt. Nicht verwunderlich, das Essen ist hervorragend, die Bedienung ist zuvorkommend und schnell, die Preise sind im Normalbereich. Einen schönen Kaffeegarten gibt es auch (ist durch den Umbau noch größer geworden) und sowohl die Kuchen und Torten als auch die Eisbecher sind lecker! Und ganz besonders hervorzuheben ist die unschlagbare und nahbare Freundlichkeit der Betreiber!!!

Wirtshaus "Wiesele"Wirtshaus "Wiesele"

Über die A7 waren wir in knapp zwei Stunden wieder in Lauterburg. Nächsten Dienstag ist der Notartermin zur Unterzeichnung des Kaufvertrags und dann geht es, hauptsächlich für Uschi, in eine neue Freiheit. Regenbogen

bald geht es wieder losbald geht es wieder losAbendhimmel

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Sommer adé??? (Scheiden tut weh!!!)

 

Nein, ich möchte den Sommer noch nicht gehen lassen!!! Weinendes Smiley Uschi ist Anfang August nach Lauterburg gefahren, um nach ihrem Vater zu sehen, der dann auch prompt in seiner Wohnung stürzte und sich eine Rippe prellte. Zum Glück hat er sich nichts gebrochen, denn das könnte in seinem Alter dann das Ende seiner selbstständigen Lebensweise sein. Er ist froh, dass wir nur 170km entfernt sind und so konnte Uschi letzte Woche auch wieder fahren. Sie ist für 14 Tage noch in Oberstdorf und kommt dann wieder hierher nach Pfronten. Eigentlich wollte ich heute auch nach Oberstdorf fahren, aber ich kann mich von meinem „Plätzchen in der Ecke“ einfach nicht trennen. Verliebt

Mein schöner EckplatzMein schöner EckplatzLebensmottoSchräglagehappy FlitziBlick nach obenBlick nach obenBlick nach oben

Die auch hier heißen Augusttage habe ich wunderbar im Schatten der Bäume auf der meinen Platz begrenzenden hohen Böschung verbracht. Gegen Abend kühlte es zuverlässig ab, sodass es in Oscarlotta über Nacht sehr angenehm war. Dank Flitzi konnte ich jederzeit einkaufen fahren, Spritztouren nach Lust und Laune unternehmen und meine diversen Arztbesuche abarbeiten. Die haben übrigens, genau wie vor 4 Jahren, kein Ergebnis bzw. keine Diagnose erbracht. Ultraschall, Nervenleitgeschwindigkeitsüberprüfung und MRT sagen, dass sowohl der Peroneus (Fußheber)-Nerv als auch der interaktierende Muskel völlig in Ordnung ist! Meine Gehprobleme habe ich aber trotzdem. Der Neurologe sagte freimütig, dass er jetzt mit seinem Latein am Ende sei. Enttäuschtes Smiley Also habe ich mich im Internet schlau gemacht und mir eine mechanische Geh-/Unterstützungshilfe ausgesucht und über ein Sanitätshaus geordert. Bei den ersten Gehversuchen zeigte sich relativ sofort, dass sie an der Innenseite des Knöchelgelenks scheuerte. Im Sanitätshaus verbog man sie etwas, mit dem Erfolg, dass sie jetzt innen und außen scheuerte! Ich polsterte mit Schaumstoff ab, klebte Blasenpflaster auf die wunden Stellen, zog einen Socken an und probierte es weiter. Es ging nicht! Eine erneute Recherche meinerseits ergab, dass ich das Standardmodell (angepasst!) bekommen hatte, es aber auch ein Modell für breitere Knöchelgelenke gibt und sogar die Möglichkeit, ein Modell nach einem Gipsabdruck sonderanfertigen zu lassen. Das hätte aber doch eigentlich der Techniker des Sanitätshauses wissen sollen, oder? Ich brachte die Orthese zurück in der Absicht, mein Geld zurückzuverlangen, falls es nicht noch eine andere Lösung geben würde. Der Geschäftsinhaber versprach, den Hersteller zu kontaktieren. Das Ergebnis war dann tatsächlich ein Umtausch in das breitere Modell. Das muss ich jetzt einlaufen, es scheuert NUR auf der Innenseite! Trauriges Smiley

Letzte Woche hat es einen Temperatursturz gegeben und nachdem ich mich zunächst noch geweigert hatte, die Heizung anzustellen (im August!!!), habe ich am zweiten Abend aufgegeben. 17°C sind etwas wenig, um abends behaglich zu sitzen. Jetzt wurde auch klar, dass mein schattiger Eckplatz zwar der perfekte Sommerplatz ist, aber für den Herbst, wenn man sich über jeden Sonnenstrahl freut, nicht unbedingt. Mal sehen, ich kann ja jederzeit umziehen. Für drei Nächte hatte ich übrigens Pech mit meinen Nachbarn! Es stellte sich ein alter VW-Bus mit der Schiebetür zu Oscarlotta auf deren Fahrerseite (zum Glück sitze ich auf der anderen Seite draußen). Insassen: 2 Frauen und 3 Jugendliche von ca. 14 Jahren! Erstauntes Smiley Im Nu standen 5 Fahrräder beidseitig am Baum angelehnt, der die Platzgrenze bildet. Ob mich das stören würde, wurde ich gefragt. Solange kein Fahrrad gegen mein Mobil fällt, nicht. Sie fanden dann aber doch noch eine andere Lösung. Ein Zelt wurde aufgestellt, spätabends noch ein zweites. Mit einem halben Meter Abstand saßen fünf Personen unterhalb meines wegen der Wärme offenen Wohnzimmerfensters. Es war wohl ihr erster Urlaubstag und es wurde laut! Nach dem zehnten „Ey Alter“ schloss ich mein Fenster und steckte mir Kopfhörer in die Ohren, hörte Musik und schaute mir einen Film an. Das mehrfache Rummsen der Schiebetür und Zuschlagen der Hecktür sowie der Beifahrertür hörte ich trotzdem. Ich nahm mir vor, wenn es am nächsten Abend genauso sein würde, darum zu bitten, dass man den Bus dreht und sich auf die andere Seite setzt. Dort stand nämlich nur ein abgestelltes Wohnmobil. Aber vermutlich hatte sich schon jemand anderer beschwert. Am nächsten Abend war (relative) Ruhe und das zweite Zelt wurde auch nicht mehr aufgebaut. Es verblieben eine Frau und die beiden Jungen, die andere und das Mädchen schliefen entweder irgendwo in dem auch noch mitgeführten PKW oder hatten sich ein Zimmer gemietet. Tagsüber war die ganze Truppe zum Glück unterwegs und am vierten Tag beobachtete ich freudig und amüsiert, dass Mama das Zelt abbaute, während die jungen Herren es sich auf dem Bett im VW-Bus gemütlich gemacht hatten. Laut lachen Als ich von meinem Arztbesuch zurückkam, waren sie WEG!!! Mein erster Gang war zur Stromsäule und da erhielt ich eine kleine Entschädigung in Form von zurückgelassenen 7,3kW Strom! Die hatte zu meinem Glück auch der andere Nachbar noch nicht entdeckt! Da ich überwiegend mit solarerzeugtem Strom wirtschafte, reichen mir 7,3kW fast einen Monat! Also Ende gut, alles gut!!! Smiley mit geöffnetem Mund

Jeden Sonntag gibt es vor dem zum Stellplatz gehörenden “Wirtshaus Wiesele” ein Alphornblaskonzert. Fünf Bläser, u. a. auch der Chef persönlich, spielen eine gute halbe Stunde für die anwesenden Gäste. Man hört es bis in die hinterste Ecke des Platzes und es ist toll! Seitdem schaue ich mir die Bäume im Wald mit anderen Augen an, nämlich auf ihre potentielle Eignung, ein Alphorn werden zu können. Zwinkerndes Smiley Dieser hat seine Chance allerdings schon vertan oder hatte das Pech, einfach nicht frühzeitig entdeckt worden zu sein.

AlphornbaumAlphornbaumAlphornkonzertAlphornkonzertAlphornkonzert

Dann hatte ich noch für ein paar Tage Besuch von einer Freundin. Wir haben einige schöne Fahrten mit Flitzi gemacht und (nicht nur) davon gibt es jetzt noch ein paar Fotos. Der Weißensee ist schön grün wie immer

WeißenseeWeißenseeWeißenseeWeißenseeWeißenseeWeißenseeWeißenseeWeißenseeAlatseeAlatseeAlatseeAlatsee

und der Forggensee ist noch immer eine Wüstenlandschaft, zumindest im Füssener Abschnitt. Am letzten Samstag war Königs Geburtstag und zu diesem Anlass gab es einen Kunsthandwerkermarkt auf der anderen Seite des Sees mit Blick auf Neuschwanstein. Interessante Sicht, aber sicherlich schöner, wenn der See ein See ist. Smiley

NeuschwansteinForggenseeKunsthandwerkermarktForggensee mit Wasser

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.