Seilersee

 

Carola kam am Dienstag noch einmal zum Verabschieden vorbei und weil ich nicht zu spät weiterfahren wollte, gingen wir nur an den Seilersee. Dort sollte es ein neues Lokal geben, das sie auch noch nicht kannte. Ich fuhr vorher noch auf die Ent- und Versorgungsstation und schaffte es, außer der Toilettenkassette acht Eimer Abwasser zu entleeren, bevor der Rolladen sich wieder schloss. Frischwasser konnte ich komplett auffüllen und musste der Hahn sogar zudrehen, bevor die Zeit abgelaufen war. Eine Viertelstunde, bevor Carola kommen wollte, war ich fertig und stellte Oscarlotta auf einen der PKW-Plätze, um einem eventuellen Neuankömmling einen offiziellen Platz zu überlassen. Die vorhandenen vier Plätze waren jede Nacht belegt, auf zweien standen allerdings „Dauercamper“, was u. a. an den irre hohen Wattstundenanzeigen am Display des Stromautomaten abzulesen war. Ich dachte zuerst, dass die beiden Mobile über den Winter nur abgestellt sein würden, aber dem war nicht so, sie wurden bewohnt. Das ist bei einem Platz, der nur über vier Stellflächen verfügt, natürlich von Nachteil für alle anderen Interessenten. Enttäuschtes Smiley

zwei von vier sind Dauerbewohner

Vom Stellplatz bzw. PKW-Parkplatz aus führt eine Fußgängerbrücke über die Bundesstraße und schon sahen wir den Seilersee. Die Natur explodierte förmlich, der See war gesäumt von maigrünen Bäumen und überall blühte es. Jetzt war der Winter wohl endgültig vorbei!?!? Smiley

SeilerseeSeilerseeSeilerseeSeilerseeSeilersee

Eine Infotafel erklärte, dass der Seilersee eigentlich eine Talsperre ist und eigentlich (oder auch) Callerbachtalsperre heißt. Eine richtige (Mini-) Sperrmauer gibt es und auch eine Überlaufzone.

CallerbachtalsperreCallerbachtalsperre

Ein Stück weiter waren wir auch schon an unserem Tagesziel. Man kann aber auch den gesamten See umrunden, zu Fuß oder per Rad. Neben einem Minigolfplatz ist ein schönes Restaurant entstanden mit großem Außenbereich. Aber auch innen hat es in zwei Etagen einiges zu bieten! Das geht bis zu den Toiletten. Die “Wilde Ente” ist eine Dependance des gegenüberliegenden Hotels “VierJahreszeiten”.

"Wilde Ente""Wilde Ente""Wilde Ente""Wilde Ente""Wilde Ente""Wilde Ente""Wilde Ente""Wilde Ente""Wilde Ente""Wilde Ente"

Diesmal tranken wir nur einen Kaffee, das Frühstück war noch nicht lange genug vorbei (bei mir!). Und wenn ich hier etwas gegessen hätte, dann keinen Kuchen, sondern Pommes frites. Die wurden am Nachbartisch serviert und sahen soooo lecker aus! Dazu gab es ein Holzbrettchen mit drei eingelassenen Gläschen, gefüllt mit verschiedenen Gewürzen. Nicht nur langweiliges Salz!!! Cooles Smiley

"Wilde Ente"

Ich hatte nur 50km bis Hattingen, brauchte dafür aber über eine Stunde, obwohl der überwiegende Teil der Strecke über Autobahnen ging. Zum Teil war schon auf der Abbiegespur von einer Autobahn auf die andere Stau! Zum Glück ist das Autobahnnetz im Ruhrgebiet vielfältig, sodass es immer mehrere Möglichkeiten gibt. Aber jeden Tag möchte ich dort nicht mehr unterwegs sein müssen!!! Erstauntes Smiley

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

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Seilerblick

 

Über Bad Bentheim fuhr ich diagonal an Coesfeld vorbei bis zur A1, auf dieser bis Unna und dann den Rest Bundesstraße bis Iserlohn. Die A1 war natürlich, wie von früher gewöhnt, voll mit LKW-Kolonnen, aber Stau gab es zum Glück nur in der Gegenrichtung. Den kostenfreien Stellplatz in Iserlohn kannte ich schon und wusste, dass es dort nur 4 Stellflächen für Wohnmobile gibt. Allerdings zusätzlich 9 PKW-Plätze und dieser separate Abschnitt ist Teil eines großen öffentlichen Parkplatzes. Ich machte mir also keine Sorgen. Tatsächlich zählte ich bei der Anfahrt vier Wohnmobile! Dann stellte sich aber heraus, dass eins auf der Fläche der Ent- und Versorgungsanlage stand und mein Wunschplatz am Ende des Platzes frei war! Das Wohnmobil auf der VE-Station blieb dort übrigens über Nacht stehen, der Platz ist schön eben und der Fahrer hatte wohl noch nicht viel Erfahrung oder ein dickes Fell. Der Platz liegt neben einer wenig befahrenen Anliegerstraße im Grünen. Benachbart ist eine Tennisanlage und ein Fitnesskomplex, der PKW-Parkbereich ist so weit weg, dass er nicht stört. Durch eine Grünanlage läuft man zur Hauptstraße und ein kleines Stück weiter gibt es ein Einkaufszentrum. Ganz in der Nähe liegt der Seilersee (den man komplett umrunden kann), weswegen der Stellplatz nach der angrenzenden Straße “Seilerblick” heißt. Zu sehen ist der See vom Stellplatz aus allerdings nicht. Strom erhält man über einen Münzautomaten, 50 Cent für angezeigte 1000 Wattstunden. Die VE-Station hat als Nachteil, dass man die Toilette nur ausleeren kann, wenn man 1 Euro investiert, nur dann öffnet sich der Rolladen. Abwasser kann auch nur dort abgelassen werden, per Schlauch. Wenn man, wie ich, am liebsten per Eimer entsorgt, falls es keine Bodenrinne gibt, muss man sich beeilen, der Rolladen schließt automatisch nach 4 ½ Minuten. Mal sehen, wieviele Eimer plus Toilette entleeren ich in der Zeit schaffe! Zwinkerndes Smiley

Stellplatz "Seilerblick"Stellplatz "Seilerblick"Stellplatz "Seilerblick"Stellplatz "Seilerblick"

Meine Freundin Carola kam am nächsten Nachmittag zum Kaffeetrinken und die folgenden Tage gab es ein ausgiebiges Programm,

IserlohnIserlohnIserlohn

bestehend aus Stadtbummel, quatschen, Eis essen, quatschen, die neue Wohnung anschauen, quatschen, ins Kino gehen, nicht quatschen, erst danach wieder. Smiley mit geöffnetem Mund Wir sahen übrigens den Film „3 Tage in Quiberon“ mit Marie Bäumer, die Romy Schneider auf grandiose Weise spielt. Sie sieht Romy sehr ähnlich und während des Films vergisst man vollständig, dass man auf der Leinwand NICHT die echte Romy Schneider sieht. Tonfall, Gesten, Körpersprache, alles zum Verwechseln ähnlich! Es geht um ein Interview, dass der „Stern“ im Jahre 1981 mit der Schauspielerin, die in Deutschland ihr Sissi-Image nie losgeworden ist, auf der französischen Halbinsel im Atlantik führte. Der Film, der komplett in schwarz-weiß gedreht ist, orientiert sich sehr an den originalen Geschehnissen, zu sehen an diesen Fotos (gleiche Szenen im Film). Es wird sehr deutlich, wie zerrissen der innere Zustand von Romy Schneider in ihrem letzten Lebensjahr war bzw. wie wenig sie dem noch entgegenzusetzen hatte. Der tragische Tod ihres 14-jährigen Sohnes kurz nach dem Interview, der nicht Teil des Filmes ist, hat ihren Lebensmut dann wohl vollständig zerstört und sie starb mit nur 43 Jahren aus nicht wirklich geklärter Ursache. (Trailer zum Film im 1. Link)

written by Ingrid
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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.