Gestrandet in Stralsund

 

So gerne habe ich noch nie auf einen Werkstatttermin gewartet!!!  

Anlässlich der gegenwärtigen globalen Ausnahmesituation unterbreche ich die laufende Berichterstattung unserer Überwinterung und erzähle, was es aktuelles gibt. Wir waren inzwischen in der Nähe von Hamburg gelandet und beeilten uns, weiter Richtung Osten zu kommen. Für den 1. April hatten wir auf Rügen wieder reserviert, leider sollte sich das dann aber als übler Aprilscherz entpuppen! Erstauntes Smiley Es war ja eine Weile nicht klar, was noch alles passieren und zu welchen Einschränkungen es kommen würde, man konnte nur spekulieren. Aber dann überholten sich die Erlasse, Verbote, Meldungen in nie dagewesenem Tempo. Vom einen auf den anderen Tag wurde bekanntgegeben, dass alle Camping- und Stellplätze auf Beschluss der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns geschlossen würden. Am Mittwoch musste man den Stellplatz in Wismar, wo wir seit Sonntag waren, bis 12 Uhr verlassen haben. Alle Touristen wurden von offizieller Seite aufgefordert, das Bundesland zu verlassen und nach Hause zu fahren! Uschi folgte der Aufforderung, ich nicht. Mein Zuhause ist dort, wo ich Oscarlotta geparkt habe, Uschi ist seit dem Tod ihres Vaters in Essingen gemeldet und darf sich auf dem Campingplatz aufhalten. Ich nicht, ich habe nur den Status eines Dauercampers. Das war der Infostand zu dem Zeitpunkt. Alle „Fulltimer“, die wie ich keine Wohnung mehr haben und dauerhaft in ihrem Wohnmobil leben, fallen jetzt durchs Raster. Uns gibt es nämlich offiziell nicht! Natürlich habe ich eine Meldeadresse, aber es wäre nicht sinnvoll, mich dorthin zu begeben, aus mehreren Gründen. Außerdem würde ich ja weiterhin in Oscarlotta leben, das ist ja auch wünschenswert, weil ich da weder mich noch andere infizieren kann. Selbstgewählte Quarantäne sozusagen. Warum, um alles in der Welt, sollte ich jetzt einmal quer durch Deutschland fahren, nur um in dem Bundesland zu sein, das Oscarlottas Kennzeichen entspricht!?!? Verwirrtes Smiley

Ich hatte eindeutig ein Problem und ich wusste nicht, wie ich es lösen konnte! Verwirrtes Smiley

Seit letztem August funktionierte, trotz Reparaturversuch auf der Fahrt nach Rügen, meine Fahrerhaus-Klimaanlage ja nicht mehr. Das wollte ich jetzt in Erwartung eines neuerlich heißen Sommers in Ordnung bringen lassen und hatte schon einen Termin für den 2. April in der IVECO-Werkstatt in Stralsund vereinbart, in der ich im November HU/AU und den Tausch der Aufbaubatterien hatte erledigen lassen. Ich hatte „hier“ über den Reparaturversuch berichtet. Als klar wurde, dass der Rügenaufenthalt nicht stattfinden würde, verlegte ich den Termin nach vorne auf nächsten Montag. Da ging ich noch davon aus, dass ich bis zum Sonntag in Wismar sein würde. Wie jetzt die Zeit bis Montag überbrücken??? Ich rief bei der Werkstatt an und sagte, dass ich den Termin canceln müsse, außer sie könnten mich schon am Donnerstag „behandeln“ und ich könnte die Nacht auf dem Firmengelände verbringen. Kein Problem, war die Antwort, ich solle kommen und dann könne man sofort schon einmal nachschauen, was gemacht werden müsse. Um kurz vor ein Uhr war ich dort! Keine Viertelstunde später war Oscarlotta in der Werkstatt, ich durfte in ihr bleiben. Die Diagnose ergab, dass der Kompressor undicht ist und somit ausgetauscht werden muss. Der Meister bemühte sich, ein Modell vom freien Markt zu bestellen, Preisunterschied zu einem original IVECO Kompressor schlappe 700 Euro! Diese Preisgestaltung ist unmoralisch, finde ich! Der Kompressor sollte am nächsten Vormittag per Expresslieferung vor Ort sein. Ich bekam einen Firmenkaffee und einen Stellplatz für die Nacht und war erst einmal zufrieden. Smiley

Der Kompressor kam am nächsten Tag nicht! Ich hatte keinen Landstrom = keinen Kaffee, aber dank Sonnenschein genug Solarertrag und dank der netten Firmenmitarbeiter gab es dann auch Kaffee. Meine angebotene Bezahlung für einen doppelten Cappuccino wurde abgelehnt! Ich hatte absolut kein Problem damit, die nächste Nacht auch noch dort zu verbringen! Und in mir reifte eine Idee! Die wollte ich am nächsten Tag versuchen in die Tat umzusetzen. Ich schärfte schon einmal meine Steinbockhörner, denn die würde ich brauchen!!! Zwinkerndes Smiley

Um meine innere Unruhe in Schach zu halten, schrieb ich eine eMail an den BVCD (Bundesverband der Campingwirtschaft in Deutschland). Von dessen Existenz wusste ich bisher nichts, bekam die Info von einer um mich besorgten Freundin.

Ich schrieb:

Hallo und guten Tag!
Ich befinde mich in einer Notsituation, verursacht durch die Corona-Problematik, sehe keine Lösungsmöglichkeit und hoffe sehr, dass Sie mir weiterhelfen können!
Eine Freundin, die in Niedersachsen lebt, hat mich auf Ihre Organisation aufmerksam gemacht und ich habe bereits in Ihren diversen Publikationen nach hilfreichen Tipps gesucht, leider ohne Erfolg. Sie beschäftigen sich offensichtlich mit den Wünschen von Dauercampern, die auf ihren Campingplatz möchten. Aber offenbar beschäftigt sich bisher niemand mit den Menschen, die wie ich dauerhaft in ihren Wohnmobilen leben und KEINEN ANDEREN WOHNSITZ haben! Wo sollen wir hin??? Ja, ich habe eine Meldeadresse. Die ist bei meinem Bruder in NRW. Mein Bruder fällt mit seinen 80 Jahren und einer Krebserkrankung unter die Risikogruppe, ich sollte also den Kontakt zu ihm vermeiden. Ich bin 70 Jahre alt (also auch schon Risikogruppe), lebe und reise allein und befinde mich z. Z. im äußersten Osten Deutschlands, weil ich für April/Mai einen Aufenthalt auf Rügen geplant und gebucht (Campingplatz) hatte. Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns hat alle Touristen aufgefordert, nach Hause zu fahren. Mein Zuhause ist aber dort, wo ich mein Wohnmobil parke! Soll ich jetzt allen Ernstes 629km zu meiner Meldeadresse fahren, am Stück, damit ich nicht zwischen LKWs auf einer Autobahnraststätte übernachten muss? Und soll ich wirklich aus einer noch nicht so befallenen Region in das Bundesland wechseln, in dem es die meisten Infizierten gibt? Ich verlasse mein Wohnmobil derzeit nur, um einkaufen zu gehen. Ich möchte einfach nur die Möglichkeit haben, SICHER irgendwo stehen zu können, nicht auf einem Waldparkplatz und ganz sicher nicht auf einem Autobahnrastplatz. Mein Bruder hat auch kein Haus mit Grundstück, wo ich stehen könnte, es wäre also auch deswegen sinnlos, zu ihm zu fahren. Wo also, ich stelle diese Frage eindringlich noch einmal, WO SOLL ICH HIN??? Ich hätte gerne die Möglichkeit, Landstrom anzuschließen, das geht nur auf Stell- oder Campingplätzen. Ich muss alle paar Tage meine Toilettenkassette entleeren. Soll ich das auf dem nächsten Feld tun? Ich brauche Frischwasser und muss das Abwasser ablassen. Wo??? Soll ich es auf die Straße laufen lassen? Mein Wasserbedarf ist im Moment erhöht, da ich in meinem Mobil duschen muss. Soll ich alle Stellplätze der Umgebung abfahren in der Hoffnung, dass die VE-Anlage AUSSERHALB des geschlossenen Stellplatzes ist?

Es gibt eine ganze Reihe von Menschen, die so leben wie ich und das ist nicht gesetzeswidrig, sondern eine freiwillige Entscheidung. Wir schaden niemandem mit unserer Lebensweise, aber wir scheinen eine offiziell nicht vorhandene „Randgruppe“ oder „Untergrundgruppe“ zu sein. Freunde von mir ziehen jetzt von Supermarktparkplatz zu Tankstelle zu Schwimmbadparkplatz und wieder zurück. Aber das sind gestandene Männer und haben das auch früher ab und zu so gemacht. Ich möchte als Frau und vor allem als Frau, die alleine unterwegs ist, so nicht leben!!! Aber auch die Männer haben das Problem mit der Ent- und Versorgung ihrer Mobile! Einer von ihnen ist offiziell und mit Personalausweiseintrag ohne festen Wohnsitz, soll er sich mit seinem Mobil in Luft auflösen?
Soweit ich gehört habe, gibt es sogar für Obdachlose Lösungen. Wo bleiben welche für uns, die dauerhaft in ihren Wohnmobilen leben???
Mit freundlichen, aber leicht verzweifelten und sehr rat- und hilflosen Grüßen und in der Hoffnung auf eine baldige und hilfreiche Antwort,
Ingrid Heidemann

Eine Antwort kam erfreulicherweise postwendend, sie enthielt aber lediglich den Rat, ich solle mich an die hiesige Kommune wenden.

Das tat ich am nächsten Tag, also gestern. Aber erst musste ich noch warten, bis mein Kompressor getauscht würde. Auf 10 Uhr sollte ich mich bereit halten, um 11 Uhr konnte ich Oscarlotta in die Werkstatt fahren

und um 14 Uhr war endlich alles erledigt. Drei Stunden? Ja, der Kompressor kühlte nach dem Einbau nicht! Keine Ahnung, ob man das so nennen kann, in dieser Materie kenne ich mich nicht aus. Irgendwann kam dann doch kalte Luft aus den Ausströmern und der nette junge Mechaniker versuchte mir auf meine Fragen zu antworten, ohne zu viel zu sagen. Das musste er dann letztendlich doch und es ergab sich, dass er den Fehler gemacht hatte, am Tag zuvor schon die defekte Sicherung auszutauschen. Die paar Meter aus der Werkstatthalle raus und wieder auf meinen Übernachtungsplatz fahren hatte dann schon ausgereicht, sie wieder zu töten. Und darauf musste er erst kommen! Cooles Smiley

Ich saß zum Bezahlen in einem der Büros und es ergab sich ein Gespräch mit der Bürokraft über mein aktuelles Problem und was ich jetzt machen könne/wolle/sollte. Sie war sehr interessiert und bemüht und rief eigenständig bei einem Stellplatz in der Nähe an. Geschlossen, war die Antwort, mit der ich gerechnet hatte. Sie nannte mir zwei weitere Stellplätze in der näheren Umgebung, die Bestandteil eines Großparkplatzes sind. Dort könnte man nicht absperren und wenn die Polizei vorbeikommen würde, solle ich doch einfach sagen, dass ich Fieber habe und mich selbst in Quarantäne geschickt hätte. Ich sagte ihr, dass ich jetzt sowieso bei der Hauptwache der Polizei vorbeifahren wolle. Die sei in der Altstadt, da käme ich mit dem Wohnmobil nicht hin, aber man könne doch sicher einfach mal anrufen. Gesagt, getan und schon hatte ich einen Polizeioberüberhauptwachtmeister an der Strippe, der mit meinem Problem und der Bitte um Hilfe absolut eindeutig überfordert war! Ja, da könne er mir auch nicht weiterhelfen. Immerhin fiel ihm ein, dass es ein Bürgertelefon zu Fragen bezüglich der Corona-Krise gebe und die Telefonnummer gab er mir. Dort ging tatsächlich sofort jemand dran und die Frau, mit der ich sprach, war erkennbar sehr kompetent. Sie nannte mir den Paragraph 4 von welcher Verordnung auch immer und der würde besagen, dass sich in Mecklenburg-Vorpommern nur noch Menschen aufhalten dürften, die dort gemeldet sind. Und das schon seit dem Tag zuvor. Ich müsse unverzüglich abreisen, die Polizei würde kontrollieren und Bußgelder verhängen! Hervorragend!!! Sarkastisches Smiley

Ich fuhr zur Tankstelle am Stellplatz an der Rügenbrücke, wo wir im November noch gestanden hatten, um LPG zu tanken. Der Stellplatz wird von der Wohnmobilbedarfs- und Reparaturwerkstatt Dahnke betrieben. Dort hatte ich auch nachfragen wollen, aber das konnte ich mir jetzt sparen. Es war auch keiner mehr dort am Freitagnachmittag um 16 Uhr. Vermutlich haben sie den Betrieb geschlossen, den Laden sowieso und wer sollte denn jetzt noch sein Wohnmobil dort reparieren lassen?

Ich nahm mir einen großen Kaffee mit und stellte mich auf den benachbarten Parkplatz, der ausdrücklich für Wohnmobile zugelassen ist, um ein Telefonat zu führen und mir ein Brot zu schmieren für die Fahrt. Es dauerte keine fünf Minuten, bis eine Frau auf dem Rad vorbeikam, mein Kennzeichen anschaute und drehte. Ich öffnete das Fenster. Sehr aufgebracht erklärte sie mir, dass ich gar nicht mehr hier sein dürfe, dass ich SOFORT fahren müsse und wenn ich das nicht tue, dann holt sie die Polizei und zeigt mich an. Meine Frage, ob sie von der Stadtverwaltung sei, verneinte sie, wiederholte aber ihre Drohungen. Ich versicherte ihr, dass ich fahren würde. Das tat ich dann auch, mit einem beschissenen Gefühl. Nicht wegen der Frau, sondern weil es mir verwehrt wird, direkt am „Eingang“ von Rügen darauf zu warten, dass der Zugang wieder erlaubt wird. Ja, ich weiß, dass das dauern kann, aber ich hätte es erst einmal versucht auszusitzen. Ist es gerade nicht egal, wo man ist? Vermutlich bekommen wir in Deutschland auch noch eine Ausgangssperre, die Entscheidung darüber soll heute fallen, je nachdem wie viele Menschen sich immer noch an die Empfehlungen, Abstand zueinander zu halten und keine Zusammenkünfte abzuhalten, NICHT halten. Und das scheinen ja einige zu sein, die sich bei den schönen Vorfrühlingstagen wie immer in den Parks zusammenfinden oder den letzten Tag der Skisaison ausgiebigst nutzten. Dummheit? Ignoranz? Egoismus? Wahrscheinlich alles zusammen oder eine ungute Mischung. Das ist die eine Gruppe der Bevölkerung. Neben mir (ich stehe auf einem Autohof an der Autobahn bei Neuruppin) steht so jemand. In der Erwartung, dass es sich auch um einen Fulltimer handelt, ging ich mal rüber, vielleicht hatte er ja eine zündende Idee. Auf meine Frage, ob er auch in seinem Wohnmobil lebe, kam die fast schon entrüstete oder entsetzte Antwort: „Nein, natürlich nicht!“ Wieso natürlich? Also ist mein Lebensstil offenbar unnatürlich!? Natürlich ist, in einem Steinhaus zu leben, vielleicht darf es auch noch ein Holzhaus sein. Aber im Wohnmobil? Das ist doch nicht normal, nicht nur nicht natürlich. Sie hätten Freunde besucht und würden jetzt wieder nach Hause fahren!!! Erstauntes Smiley

Die zweite Gruppe der Bevölkerung ist die, die in Panik verfällt, Hamsterkäufe tätigt, sich um Klopapier prügelt und die Angestellten der Supermärkte beschimpft, wenn keins mehr da ist. Klopapier sollte zum Wort des Jahres 2020 werden!

Die dritte Gruppe verhält sich vorbildlich und solidarisch und fügt sich in unser aller Schicksal, ungeachtet aller persönlichen Schwierigkeiten. Dass das, was wir auf der gesamten Welt gerade in dieser globalen Ausbreitung zum ersten Mal erleben, weder lustig noch leichtzunehmen, sondern durchaus bedrohlich und angstmachend ist, ist keine Frage!

Ich beschloss, jetzt hier stehenzubleiben, nach vielem hin und her überlegen. Hier gibt es alles, was ich brauche, außer Landstrom, so zumindest der Jetztstand, vielleicht lässt sich da ja auch noch etwas machen. Es gibt ein Bistro, das bis 18 Uhr geöffnet ist und eine Schnelltheke für belegte Brötchen und Kaffee. Wenn mein Kühlschrank in ein paar Tagen leergegessen ist, werde ich zumindest nicht verhungern. Smiley mit geöffnetem Mund Es gibt eine LPG-Zapfsäule in 50m Entfernung, ich werde also nicht frieren. Es gibt einen Wasserhahn draußen am Haus, wo die Fernfahrer ihre Wasserkanister auffüllen können, also ich vermutlich auch. Es gibt Duschmöglichkeiten und wenn getrennt nach Geschlechtern, werde ich eine für mich allein haben! Meinen Toilettenkassetteninhalt und mein Abwasser werde ich bestimmt auch los, wenn nicht in einer Entsorgungsstation (weiß noch nicht, ob es die gibt), dann im nächsten Gulli oder einer Toilette. Es gibt Abfallbehälter und es gibt sogar freies WLAN! Und eine Aussicht ins Grüne habe ich auch. Das sind doch fast schon paradiesische Zustände, oder??? Wenn ich krank werden sollte (was ich nicht hoffe), kann man mich hier abholen. Falls Taxifahrer noch arbeiten, könnte ich mich hier auch abholen und zu einem Supermarkt fahren lassen. Aber vielleicht ernähre ich mich die nächste Zeit auch nur von belegten Brötchen? Ich muss mal nachsehen, was es sonst noch so im Angebot hat…

Und wenn die Polizei vorbeikommen sollte, werde ich die gleiche Diskussion führen und den Beamten fragen, ob er mich lieber neben sein Haus stellen möchte und ob ich meine Toilettenkassette dann bei ihm entleeren darf. Erzürnt Mal schauen, was passiert…

Als ich Uschi meinen Plan mitteilte, erfuhr ich, dass es jetzt für „Härtefälle“ wie mich von der Gemeinde Essingen oder wem auch immer eine Ausnahmegenehmigung gibt und ich doch auf den Campingplatz darf. Ich weiß nicht, ob ich mich darüber freuen soll?! Damit ist zwar mein aktuelles Problem gelöst, nach dem Motto „Glück gehabt“, aber alle anderen armen Fulltimer-„Schweine“ sind weiter da draußen auf sich gestellt. Vielleicht organisieren sie sich selbst, zumindest die, die bei Facebook sind. Dort gibt es eine Gruppe „Leben im Wohnmobil“ und die ruft dazu auf, dass jeder, der die Möglichkeit hat, einen privaten Stellplatz neben seinem Haus oder in der Garagenauffahrt zur Verfügung zu stellen, sich bitte melden soll.
Ich fahre dann mal los, sind ja nur noch 610 Kilometer!
Enttäuschtes Smiley

Passt alle gut auf euch auf!!! Ich hoffe, wir überstehen diese Krise möglichst unbeschadet und gehen gestärkt aus ihr hervor. Viel mehr als hoffen können wir ja alle nicht.

written by Ingrid
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An der Peripherie von Rügen

 

Stellplatz an der Rügenbrücke Stralsund Oscarlotta ist wieder upgedatet, nicht nur HU und AU ohne Beanstandungen, sondern auch zwei neue Bordbatterien sind an Bord. Smiley Um kurz nach 8 (!) Uhr war ich bereits an der Werkstatt, die nicht allzu weit vom Stellplatz an der Rügenbrücke entfernt ist. Oscarlotta wurde sofort zur Abgasuntersuchung gebracht und ich wartete in der Aufenthaltsecke auf Uschi, die um halb zehn mit frischen Brötchen zum Frühstück nachkam. In Boxi saß es sich dann etwas gemütlicher und einen Kaffee gab es auch! Es dauerte dann allerdings noch bis 12 Uhr, bis der Meister Bescheid sagte, dass nach der Mittagspause um halb eins die Batterien dran seien. Ich hatte darum gebeten, eine Viertelstunde Vorlauf und ein Eckchen in der Werkstatthalle zu bekommen, da einiges aus der Heckgarage ausgeräumt werden musste. Die Batterien sitzen nämlich in einem Fach im Doppelboden. Uschi half mir, wir klappten den Fahrradträger mit den Rädern um und räumten den Zugang von der hinteren Heckklappe aus frei. Meine Überlegungen und Bedenken im Voraus bezüglich der Solarregler, die nicht ohne Anschluss an den Batterien arbeiten sollten, erübrigten sich erfreulicherweise. In der Halle war es so dunkel, dass die Regler sich bereits ausgeschaltet hatten. Vorsichtshalber wurden trotzdem nicht beide Akkus gleichzeitig abgeklemmt, sondern einer nach dem anderen. Der Werkstattmensch meinte, wenn die neuen Akkus auch wieder 12½ Jahre halten, dann wäre sicher vorher schon ein neues Wohnmobil fällig. Ich meinte, dass nicht sicher sei, ob ICH die 12½ Jahre noch durchhalte. Das ist auch eine neue Erfahrung, dass man so langsam anfängt, sich zu fragen, wie lange man dieses Leben noch so führen kann. Und was danach kommt. Eine nette Angestellte beim LPG tanken, mit der sich ein längeres Gespräch entwickelte, weil sie mich fragte, ob ich alleine unterwegs sei, meinte, es wäre notwendig, einen Plan B zu haben. Den gibt es aber erst in Fragmenten und er lockt mich auch nicht sonderlich. Enttäuschtes Smiley

Doch zurück zur Werkstatt! Als ich mit dem Mechaniker über meine Aufbautür reden wollte, stellte ich überrascht fest, dass der untere „Tannenbaum“ bereits wieder angeschraubt war. Ein probeweises Schließen und Öffnen der Tür ergab, dass sie sich mit dem kleinen Finger öffnen ließ!!! Daumen hoch Hartal hatte mir per eMail mitgeteilt, dass entweder die Scharniere abgeschraubt und neu eingestellt oder die „Tannenbäume“ etwas schräg gestellt werden müssten. Letzteres wurde gemacht und zumindest im Moment scheint es das Problem zu beheben. Ich hoffe, es bleibt dabei! Ach ja, neue Wischerblätter waren auch schon montiert und sogar das rechte wischt AUF der Scheibe. Ich hoffe, es…

Bis die Heckgarage wieder komplett eingeräumt war und Oscarlotta aus der Halle fahren durfte, wurde es 14 Uhr. Langsam merkte ich, dass ich in der Nacht zuvor viel zu wenig Schlaf bekommen hatte und so war ich nur noch in der Lage, zum Stellplatz zurückzufahren.

Weil das Wetter seit Sonntag regnerisch war, hatten wir es noch nicht in die Stralsunder Innenstadt geschafft und deswegen beschlossen, noch länger auf dem Stellplatz zu bleiben. Er liegt direkt neben der Rügenbrücke, wird von der Firma Caravan-Center Dahnke betrieben, ist mit €16 schon nicht mehr ganz preiswert und trotzdem im Sommer ständig voll. Trotz Schotterrasen stand der Platz großflächig unter Wasser! Ganz ruhig ist es dort nicht, aber man hat alles, was man braucht und ist in 20 Minuten zu Fuß in der Altstadt. Oder man fährt, so wie ich, für zwei Euro mit dem Bus, der direkt am Stellplatz hält.

Am Mittwoch regnete es nicht mehr, Uschi lief, ich fuhr und am Alten Markt trafen wir uns. Vor zwei Jahren konnten wir die St.-Nikolai-Kirche nicht besichtigen, da für den nächsten Tag der damals noch amtierende Bundespräsident Gauck zu Besuch erwartet wurde und man noch putzen musste! Smiley mit geöffnetem Mund Diese Kirche haben wir das erste und bisher einzige Mal 2002 von innen gesehen und waren damals schon sehr angetan von den Restaurierungsarbeiten, die sehr vielversprechend erschienen. Dieses Mal gelang es, uns von den Ergebnissen zu überzeugen. Es ist noch lange nicht alles fertig, aber das, was fertiggestellt ist, ist traumhaft schön! Dafür und damit es weitergeht, haben wir gerne die 3 Euro Eintritt gezahlt.

St.-Nikolai-Kirche StralsundSt.-Nikolai-Kirche StralsundSt.-Nikolai-Kirche StralsundSt.-Nikolai-Kirche StralsundSt.-Nikolai-Kirche StralsundSt.-Nikolai-Kirche Stralsund

Eine Astronomische Uhr gibt es auch, aber sie ist lange nicht so schön wie die in der Rostocker Marienkirche, obwohl sie von demselben Erbauer, dem Uhrmacher Nikolaus Lilienfeld, stammt. Und der hat nicht etwa erst die Uhr in Stralsund und dann die bedeutend aufwändigere in Rostock gebaut, sondern andersherum, Rostock 1379, Stralsund 1394. Die in Rostock funktioniert immer noch und hat vom November 2017 an ihre 5. Scheibe montiert bekommen. Jede Scheibe reicht nämlich „nur“ 133 Jahre! Damit hat sich auch unsere Frage von 2017 beantwortet, als wir in Rostock vor der Uhr standen, siehe „hier“. Zwinkerndes Smiley Die Astronomische Uhr in Stralsund läuft seit einer vermuteten Beschädigung im 16. Jahrhundert nicht mehr, ist in ihrem originären Zustand aber fast komplett erhalten und gilt deswegen als die älteste mechanische Uhr der Welt. (Quelle Wikipedia)

St.-Nikolai-Kirche StralsundSt.-Nikolai-Kirche StralsundSt.-Nikolai-Kirche StralsundSt.-Nikolai-Kirche StralsundSt.-Nikolai-Kirche Stralsund

In einer Nische warteten einige Krippenfiguren auf ihren nächsten Einsatz, ist ja schon bald…

KrippenfigurenKrippenfiguren

Nebenan, zwischen Kirche und Rathaus, entdeckten wir eine offenbar alte Passage. (Laut Wikipedia handelt es sich um das Gebäude einer der zwei erhaltenen Stadtwaagen von Stralsund aus dem 13. oder 14. Jahrhundert) Eine Büste des schwedischen Königs Gustav II. Adolf stand angestrahlt in einer der vielen Nischen. Geschichte gehörte früher nicht zu meinen Lieblingsfächern, es kann aber gut sein, dass ich schon von ihm gehört hatte. Cooles Smiley Er spielte im Dreißigjährigen Krieg eine tragende Rolle, da er u. a. durch seinen Kriegseintritt Stralsund im Jahre 1630 von der Belagerung durch die Truppen des Habsburger Kaisers Ferdinand II. befreite (mehr für Geschichtsinteressierte „hier“). Er war als Kriegsherr selbst an den Schlachten beteiligt und verstarb auf einer solchen 1632 mit gerade mal 38 Jahren. Trotzdem war er 21 Jahre lang auf dem schwedischen Königsthron, musste bereits mit 17 Jahren die Nachfolge seines Vaters antreten und dafür vorzeitig für mündig erklärt werden. Trotz der kriegerischen Zeiten muss genug Gelegenheit für (Fr)Essgelage gewesen sein, wie die Fotos beweisen. Und er sah viel älter aus als er nach Jahren war, finde ich!

Alte Stadtwaage StralsundAlte Stadtwaage StralsundGustav II. AdolfGustav II. Adolf

Wir hatten auch noch Zeit für unser leibliches Wohl und Junge gibt es in Stralsund (natürlich!) auch. Zwinkerndes Smiley

Bäckereicafé Junge StralsundBäckereicafé Junge Stralsund

Am Donnerstag bekam Uschi bzw. Boxi von den Monteuren der Firma Dahnke eine neue Wasserdruckpumpe eingebaut, da ihre alte sie seit Wochen mit unkontrolliertem und nicht nachvollziehbarem selbsttätigen Einschalten in unregelmäßigen Abständen nervte. Undichtigkeiten waren nicht auffindbar. Dahnke hat einen Reparaturterminvorlauf von mehreren Wochen, auch jetzt noch im November. Die neue Pumpe hatte Uschi schon von Thiessow aus telefonisch bestellt und bereits abgeholt, in der Hoffnung, dass die alte Pumpe noch eine Weile still hält. Als dem nicht so war, erreichte sie mit hartnäckiger Bitte um Soforthilfe dann doch, dass am nächsten Tag jemand zu ihr auf den Stellplatz kam. Wir finden, so etwas muss aber auch drin sein, wenn ein Stellplatz von einem Wohnmobilhändler mit angeschlossener Werkstatt betrieben wird.

Nach vollendeter Tat liefen wir nur noch zum nahegelegenen Rewe-Markt, der allerdings für unseren Geschmack nicht besonders gut sortiert war.

Barth

Am Freitag sind wir ein kleines Stück weitergefahren, bis in das Städtchen Barth. Es liegt am südlichen Ufer des Barther Boddens. Von seinem Hafen aus gibt es einen Schiffspendelverkehr nach Zingst, das quasi gegenüber liegt. Bestimmt eine schöne Tour, aber die Saison war natürlich schon vorbei.

BarthBarthBarth

Der Wohnmobilstellplatz liegt am Segler-Verein und bietet Platz für 30 Mobile. An der Slipanlage mit Blick auf Bodden und Hafen können allerdings nur ca. 5-6 Mobile stehen, die anderen müssen mit einem Grundstück ohne Wasserblick vorlieb nehmen. Zumindest im Winter ist das so, da ein Teil der Fläche von an Land gebrachten Booten eingenommen wird. Der Platz ist eher einfacher Natur, unparzellierte Rasenflächen, die jetzt schon recht schlammig waren mit tiefen Spuren von den Fahrzeugen, die die Boote über den Winter aus dem Wasser geholt hatten. Dafür kostet es aber auch „nur“ €12 und für einen Euro sollte es 3kWh Strom geben. Das war die Aussage der Hafenmeisterin, im Internet und in den diversen Stellplatz-Apps finden sich völlig widersprüchliche Angaben zu den Preisen und den Öffnungszeiten. Fakt ist, dass man immer nur einen Euro in den Stromautomaten einwerfen kann, worauf neben dem gewählten Anschluss eine Kontrollampe leuchtet. Leuchtet = Strom, leuchtet nicht = kein Strom! Nun wissen wir ja ziemlich genau, wie weit bei uns 3kWh reichen, bei mir 48 Stunden unter den schlechtesten Bedingungen, nämlich ohne Solarertrag bei nicht vorhandener Sonne. Am Freitag um 14 Uhr aktivierte ich meine Steckdose, am nächsten Mittag zeigte mein Panel kein Stromsymbol mehr an. Uschi verbraucht nicht so viel Strom, aber auch bei ihr leuchtete kein Lämpchen mehr. Also nachwerfen! Diesmal reichte der Euro von 13:30 bis Mitternacht! Ich hatte keine stromfressenden Verbraucher angeschlossen, mein Kühlschrank lief wie immer auf Gas. Am Sonntag schien die Sonne und ich gab der Solarladung den Vorrang. Trotzdem war am frühen Abend der Strom wieder weg! Bei Uschi war es ähnlich. Nach welchen Kriterien dieser Stromautomat agierte, wurde uns nicht klar. Weder 24 Stunden noch der Verbrauch von 1kWh wurden jeweils erreicht. Da über das Wochenende niemand erreichbar war, blieb uns nichts anderes übrig, als Geld nachzuwerfen. Bei mir wurden es dann insgesamt 5 Euro! Ja, ich hätte meine neuen Batterien testen können, aber meine Kaffeemaschine läuft nur mit 230V und das ist für mich ein schlagendes Argument! Smiley

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Der Hafenbereich ist recht hübsch gestaltet und in der Saison ist auch bestimmt einiges los. Jetzt war fast alles bereits geschlossen, erfreulicherweise das Vereinslokal nicht. Am Samstagnachmittag holte ich dort leckeren lauwarmen Pflaumenkuchen und am Sonntagabend gingen wir Fisch essen. Preiswert, gut und reichlich! Das Lokal ist sehr nett eingerichtet und, wie wir feststellen konnten, auch sehr beliebt.

Barth

Nachmittags hatten wir das schöne Wetter für einen Erkundungsspaziergang rund um den Hafen genutzt

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und dabei auch eine weitere Möglichkeit entdeckt, mit dem Wohnmobil übernachten zu können. Auf einem öffentlichen Parkplatz gibt es (laut Promobil) Flächen für 10 Mobile und auch Stromsäulen. Wir haben sie nur aus der Entfernung gesehen und nicht nachgezählt. Den Preis von €7/Nacht können wir aber bestätigen, da er am Parkscheinautomaten angezeigt wurde.

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Trotz der nicht ganz optimalen Bedingungen (schlammiger Untergrund, Gemeinschaftsduschen, Strombedingungen, zum Spülen der Toilettenkassette muss per Eimer Wasser aus dem Bodden geholt werden, das eigentlich vorhandene kostenlose WLAN war nicht verfügbar) hat es uns gut dort gefallen. Das lag aber hauptsächlich an unseren Plätzen mit der schönen Aussicht. Ein (abends beleuchteter) Hafen vor dem Fenster zur einen Seite und zur anderen der Blick auf den Bodden ist auch etwas, an das man sich gewöhnen könnte. Im Sommer sicher noch interessanter mit regem Schiffs- und Bootsverkehr, aber dann wäre es uns schon wieder zu turbulent.

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written by Ingrid
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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße (bessere Qualität) bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

In Stralsund

standen wir auf dem Stellplatz des Wohnmobilhändlers Dahnke. Der Platz liegt ca. 15-20 Gehminuten vom Zentrum entfernt direkt an der Rügenbrücke, es gibt auch eine Busverbindung in die Stadt. 40 Wohnmobile bis 9m und 7,5t sind willkommen, das reichte für Oscarlotta ja noch so gerade. Zwinkerndes Smiley Den Platz gibt es erst seit Mai 2014, er ist gut gestaltet, aber mit €15 nicht besonders preiswert. Bezahlt wird erst bei Abreise an einem Ticketautomaten, die ersten 15 Minuten nach Ankunft kann man bei Nichtgefallen den Platz kostenfrei wieder verlassen.

Stralsund kannten wir ebenfalls von 2002 und konnten uns gut daran erinnern, wie begeistert wir damals von der St.-Nikolai-Kirche waren, die im Inneren wunderbar mit Decken- und Pfeilermalereien in kräftigen, strahlenden Farben ausgestaltet war. Als älteste Pfarrkirche Stralsunds ist sie schon von weitem an ihren zwei unterschiedlichen Türmen zu erkennen, von denen nach einem schweren Brand 1662 nur einer einen barocken Helm und der andere aus finanziellen Gründen nur ein Notdach erhielt. Durch ihre Nähe zum Verwaltungszentrum, dem Rathaus, wird St. Nikolai als Hauptkirche betrachtet. In ihr fanden wichtige Ratssitzungen statt, auch Gesandte wurden hier empfangen. Es kam ihr aber noch eine weitere Funktion zu, durch die sie mit Recht als Hauptkirche betrachtet wird. Hier wurden die „bursprake“ verlesen, den Bürgern also wichtige Gesetze und Verordnungen bekannt gegeben. Heute gehört sie, zu Recht, wie wir finden, zum UNESCO Welterbe.

Wir nahmen die Fahrräder und fuhren erst einmal Richtung Hafen. Unterwegs hielten wir Ausschau nach einem Frisiersalon und wurden fündig. Ein winziger Laden, noch mit DDR-Charme eingerichtet, und ein Ein-Frau-Betrieb. Ja, sie hätte Zeit für uns, aber sie könne uns nur nacheinander bedienen. Kein Problem, Zeit hatten wir auch! Wir waren sowohl mit dem Ergebnis als auch mit dem Preis zufrieden.

Am Hafen ist das neue Ozeaneum errichtet worden, ein Monumentalbau, etwas gewöhnungsbedürftig und mit €17 pro Person auch nicht ganz preiswert. Die nördlichen Meere werden dort gezeigt und erklärt. Es gibt auch noch das ältere Meeresmuseum (Museum für Meereskunde
und Fischerei · Aquarium), das in der Altstadt in einem ehemaligen Dominikanerkloster untergebracht ist. Dort „wohnen“ die Warmwasser- und Tropenfische und dort wollten wir am nächsten Tag hin. Dass es ganz anders kommen sollte, wussten wir da noch nicht.

RügenbrückeOzeaneumZollgebäudeZollgebäude

Das nicht mehr seetüchtige Segelschulschiff Gorch Fock mit seiner wechselvollen Geschichte (um sie 1945 nicht in die Hände der Roten Armee fallen zu lassen, wurde sie versenkt und konnte erst zwei Jahre später wieder geborgen werden, unüblicherweise mit stehenden Masten, so wie sie während der gesamten Zeit im Strelasund gut sichtbar auf Grund gelegen hatte) liegt dort seit 2003 und kann besichtigt werden. Wir bewunderten die alte Dame allerdings nur von außen.

Gorch FockGorch FockGorch FockGorch FockGorch Fock

Allein der Klecks Sprühsahne kostete 1 Euro! Wir sahen uns also die Stadt an, aßen in einem Café völlig überteuerten Kuchen und tranken Kaffee in keinem ausgewogenen Preis-/Leistungsverhältnis. Dem aufmerksamen Leser fällt sicher auf, dass wir ab und zu solche kritischen Anmerkungen machen, aber es ist leider im östlichen Teil Deutschlands so, dass wir uns öfter als woanders „abgezockt“ fühlen.

Stralsund ist hübsch, aber überschaubar und wir waren relativ schnell durch. Jetzt noch in die St.-Nikolai-Kirche! „Wir schließen jetzt!“ wurde uns, nicht besonders freundlich, mitgeteilt. Es war zwei Minuten vor vier! An der Eingangstür zum Kassenraum hing ein Hinweis, dass die Kirche am nächsten Tag wegen Wartungsarbeiten ganz geschlossen sei. Es stellte sich dann im Gespräch heraus, dass der noch amtierende Bundespräsident Gauck auf seiner Abschiedstour zu Besuch kommen sollte. So können wir leider keine Fotos dieser schön gestalteten Kirche präsentieren, sondern nur folgenden Link.

HafenHafenHafenTrabbiBürgerhäuserBürgerhausBürgerhausKirchenruineSt. MarienkircheSt. MarienkircheRathausRathaus

Abends entdeckte ich dann zufällig bei meiner Internetrecherche zu Stralsund etwas, das unsere Pläne für den nächsten Tag über den Haufen warf. Aber das ist eine andere Geschichte!

written by Ingrid
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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.