Rügen – wir kommen!!!

 

Uschi war inzwischen auch unterwegs, hatte ihre Termine bei Tischer und beim Nissan-Händler erfolgreich erledigt und fuhr im Kilometerrausch mir nach. Sie wollte „nur“ bis Wismar, fragte aber vorsichtshalber nach, ob bei mir noch ein Plätzchen frei sei, falls Wismar voll sein sollte. War es, beides. Obwohl der Stellplatz in Wismar vor ein paar Jahren erweitert wurde, war er komplett belegt! Nicht ungewöhnlich für Ende August bei einem attraktiven Stellplatz nahe bei einer beliebten Stadt an einem Freitagabend, trotzdem doof. Uschi rief mich um kurz nach 20 Uhr an und wollte die 80km bis ins nach Tessin noch fahren. Das bedeutete, dass sie nicht mehr vor 21 Uhr da und die Anmeldung dann geschlossen sein würde. Natürlich hätte ich sie einfach mit meinem Schlüssel reinlassen können, ich entschied mich aber, telefonisch um die Erlaubnis dafür zu bitten. Zum Anmeldebüro laufen wollte ich nicht extra, die Tür und die Hitze! Aber sicher könne ich meine Freundin hineinlassen, vorausgesetzt, sie würde am nächsten Morgen zum Bezahlen kommen. Auf der Straße müsse sie die Nacht nicht verbringen! Um zwanzig nach neun schloss ich das Tor auf und stellte mich um die erste Ecke an die Garagen. Die besonderen Gegebenheiten hatte ich Uschi am Telefon erläutert. Bevor ich Big Fix sah oder hörte, erschien ein Lichtkegel an der letzten Garage. Ich schaltete meine Taschenlampe auf dem iPhone ein und gab Signale, sobald Fix und Boxi um die Ecke gebogen waren. Die beiden und Uschi waren an dem Tag 745km Erstauntes Smiley gefahren und froh, auf solch einem schönen und ruhigen Stellplatz gelandet zu sein. Da Uschi über eine funktionierende Klimaanlage verfügt, sagte sie, dass es für sie angenehmer gewesen sei, gekühlt zu fahren als stehend weichgekocht zu werden.

Tessin

Der nächste Tag wurde noch einmal so heiß, dass ich meine Klimaanlage durchlaufen ließ und Oscarlotta nur verließ, um meine Toilettenkassette zu entleeren und meinen Wassertank randvoll zu machen. Der Wasserhahn war nur ein paar Meter entfernt. Dabei fiel mir auf, wie traurig die neuangepflanzten Bäumchen aussahen und die nächsten Gießkannenfüllungen waren für sie. Verliebt

Uschi hatte sich beim nahen Bäcker Brötchen geholt und ihren Platz bezahlt und war zu weiteren Aktivitäten auch nicht bereit. Stimmt nicht, sie schaute sich Oscarlottas Tür an, schraubte die drei seitlichen Befestigungen ab, reinigte sie und schliff sie an.

Am nächsten Morgen öffnete sich die Tür anstandslos! Wir gaben unsere Schlüssel ab und fuhren wieder auf die A20. Bei der Ausfahrt 24 wechselten wir auf die E251/E22, die geradewegs auf die Rügenbrücke führt. Wir waren wohl nicht die einzigen, die dort hin wollten! Am letzten Rastplatz vor der Brücke hielten wir noch einmal an, wer weiß, wann wieder eine Gelegenheit kommen würde. Es fing nämlich leicht an zu regnen und ich kann mein Fenster an der Beifahrerseite in Ermangelung eines Beifahrers während der Fahrt nicht schließen. Wir fuhren bei Regen über die Brücke und über den Rügendamm. Mein Scheibenwischer auf der Beifahrerseite hat keinen ausreichenden Anpressdruck und wischt mehr in der Luft als auf der Scheibe. Das ist ein Manko, das immer nur kurzzeitig beseitigt werden kann, wenn ich mal wieder einer Werkstatt den Auftrag dazu gegeben habe. Da ich durch meinen Teil der Scheibe genug sehe, kann ich damit leben. Plötzlich drehte sich der rechte Scheibenwischerarm aber sehr akrobatisch einmal um die eigene Achse und blieb von der Scheibe weggedreht in der Luft. Sofort schaltete ich die Anlage ab. Aber es regnete und ich sah nichts mehr! Ich musste die Scheibenwischer laufen lassen!!! Anhalten ging natürlich nirgendwo, die Zugangsstraßen auf die Insel sind in diesem Bereich ausgesprochen schmal und insgesamt nur zweispurig. In beiden Richtungen bewegte sich eine PKW-Schlange! Der in der Luft schwebende, verdrehte Scheibenwischer machte sehr sonderbare Bewegungen und ich rechnete damit, dass er jeden Moment abfallen würde! Verwirrtes Smiley Ich schaltete die Anlage nur kurz ein, wenn ich fast nichts mehr sah und hoffte inständig auf einen Parkplatz. Der kam dann ZUM GLÜCK irgendwann. Mir war klar, dass Uschi sich wundern würde und ich wollte schnell aussteigen, um ihr Bescheid zu geben. Meine Tür GING NICHT AUF!!! Aber nicht ums Verrecken! Uschi kam durch den Regen gelaufen und ich rief ihr zu, sie möge den Scheibenwischer wieder zurückklappen. Der hatte sich aber so verkantet, dass auf die Schnelle nur abmontieren half. Egal, er nützte mir ja sowieso nicht viel, Hauptsache, ich konnte weiterfahren. Der verbleibende Gelenkstummel hatte genügend Abstand zur Scheibe, sodass er sie nicht verkratzen konnte. Der Regen wurde noch heftiger! Dann kam die Strecke mit den wunderschönen Baumalleen, die es nur noch in diesem Teil Deutschlands gibt. Ich erwähnte den starken Gegenverkehr? Die Warnschilder an den Bäumen für hohe Fahrzeuge nehme ich sehr ernst, die Bäume sind nämlich mit Sicherheit widerstandsfähiger als Oscarlotta. Ich blieb also in gebührendem Abstand zu ihnen, was bedeutete, dass ich über die Mittellinie fuhr. Wenn mir niemand entgegen kam. Wenn doch, blieb ich vor dem in die Straße hineinragenden Baum stehen und fuhr dann im großen Bogen drumherum. Es dauerte, bis wir in Thiessow ankamen! Enttäuschtes Smiley Auf dem Parkplatz des Campingplatzes ging die Tür nur auf, weil ich mich von innen dagegenwarf (mein Knie konnte ich nicht mehr einsetzen!) und Uschi von außen zog. Es war jetzt klar, dass der untere der drei „Tannenbäume“ (so hatte der Hartal-Mitarbeiter sie damals genannt) der Übeltäter war. Der wurde jetzt abgeschraubt! Und schon war das Problem gelöst. Seine Arbeit müssen bis auf weiteres seine beiden Kollegen übernehmen. Vermutlich müssen die Stifte in der Tür, die in diese Tannenbäume einrasten, wenn sich die Tür schließt, neu justiert werden. Ob wir das hinkriegen oder ob das eine Werkstatt machen muss, wird sich zeigen. Wir haben ja jetzt zwei Monate Zeit!

Hartal-TürHartal-TürHartal-TürHartal-TürHartal-TürHartal-TürHartal-Tür

Die Schranken des Campingplatzes öffneten sich erst um 15 Uhr wieder, die Rezeption war aber besetzt. So konnten wir uns anmelden und im Campingplatz-Bistro unseren ersten Backfisch essen. Wir hatten zwei nebeneinanderliegende Stellplätze gebucht, wovon einer allerdings erst drei Tage später frei werden sollte. Solange müsste Uschi einen anderen Platz nehmen. Sie fuhr schon einmal vor, ich machte einen Zwischenstopp auf der Entsorgungsstation. Als ich in der Nähe unserer Plätze ankam, stand Fix und Boxi mitten auf der Zufahrtsstraße und Uschi unterhielt sich mit den Campern auf ihrem zukünftigen Platz. Die packten gerade die Fahrräder zusammen und mussten nur noch den Wohnwagen anhängen. Der PKW stand natürlich auf meinem Platz! Laut Campingplatzordnung muss man bis 11 Uhr abgereist sein, aber für manche Menschen gelten immer andere Regeln. Die Leute waren aber nett und absolut relaxt. Der Mann stellte sein Auto auf die Straße und mit Uschis Hilfe drehte ich Oscarlotta auf 11 Metern um 180 Grad. Um quer zu stehen waren die Plätze nicht tief genug und ich wollte die Tür nicht zur Straße haben. Es dauerte dann noch eine gute halbe Stunde, bis Uschi hinter mich fahren konnte. Smiley

ThiessowThiessow

Unser erster Eindruck bestätigte nicht nur alle Erwartungen, sondern übertraf sie noch! Wir stehen in der „ersten Reihe“ mit einem unverbaubaren grandiosen Ausblick. Der Regen hatte mit unserer Ankunft aufgehört und dieser graue und etwas stressige Tag verabschiedete sich mit einem versöhnlichen und völlig unverhofften Willkommenssonnenuntergang! Daumen hoch

Thiessow

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Heißt es ins Tessin oder nach Tessin?

 

Ich hatte versäumt, nachzufragen, wann ich am nächsten Morgen spätestens abgereist sein müsste und beschloss, dass 11 Uhr in Ordnung sein muss. Wenn der Innenbereich von Oscarlotta im Reisemodus ist, brauche ich für sie und für mich eine gute Stunde, bis wir fahrfertig sind, vom Aufwachen bzw. Aufstehen aus gerechnet. Und dann habe ich zwar ein, zwei Kaffee bekommen, aber noch kein Frühstück, höchstens ein, zwei, drei Kekse. Zwinkerndes Smiley
Um viertel nach elf rollten wir vom Grundstück, ohne noch jemanden gesehen zu haben. Die Anfahrt zum Campingplatz war etwas unübersichtlich gewesen und so kam es, dass ich direkt an der ersten Abbiegung in die falsche Richtung fuhr. Manchmal ist es auch von Nachteil, ein Steinbock zu sein und so fuhr ich weiter anstatt zu drehen, in der festen Überzeugung, dass ich schon irgendwann auf die richtige Straße kommen würde. Mein Tommie schlug die Hände über dem Kopf zusammen und blieb nach den ersten erfolglosen Aufforderungen, doch bitte zu wenden, stumm. Oscarlotta und ich fuhren auf kleinsten Sträßchen durch eine schöne Waldgegend, danach durch eine menschenleere Wohnsiedlung und kamen nach einer guten halben Stunde an einer Stelle vorbei, die mir vom Tag zuvor in Erinnerung war. Immerhin in der richtigen Richtung! Beide Schiebefenster im Fahrerhausbereich hatte ich handbreit auf, damit wenigstens etwas Luftbewegung vorhanden war. Es war nämlich wieder heftig warm draußen!
Einen Plan, bis wohin ich fahren würde, hatte ich nicht. Kurz vor Ludwigslust stand ein Hinweisplakat auf einen Toom-Baumarkt an der Straße. Super, da würde ich meine leere Gasflasche tauschen. Und vielleicht gäbe es ein Baumarkt-Café! Statt Ludwigslust kam die Auffahrt auf die A14 Richtung Wismar. Nee, ich will erst zu Toom! Toom kam aber nicht, Ludwigslust auch nicht, auch keinerlei Hinweise, so, als gäbe es diese Stadt gar nicht! Es wurde immer ländlicher und irgendwann bog ich zumindest schonmal rechts ab. Erwähnte ich schon einmal, dass ich ungern dieselbe Strecke wieder zurückfahre? Dazu konnte ich mich erst durchringen, als das Waldsträßchen von Teer zu Kopfsteinpflaster wechselte. Als ich wieder an der Autobahnauffahrt angekommen und schon leicht genervt war, schrieb ich Ludwigslust und Toom und Gasflasche ab und fuhr Richtung Wismar. Ich SCHWÖRE, dass nichts anderes als Wismar dort stand! Drei Kilometer weiter an der ersten Abfahrt ging es dann nach Ludwigslust!!! Ob es der Wunsch war, doch noch eine Gasflasche zu bekommen oder mein inzwischen nicht mehr zu ignorierender Hunger, irgendetwas ließ mich den Blinker setzen und abfahren. Das Stadtzentrum war ausgeschildert, bloß sah ich keinen Hinweis mehr auf den Baumarkt. Verwirrtes Smiley Okay, ich musste irgendwo halten, die Adresse online suchen und endlich Tommie wieder einschalten. Die einzige Wendemöglichkeit war eine Tankstelle auf der anderen Straßenseite und dort fuhr ich direkt vor die Gitterbox mit Gasflaschen! Stehenbleiben konnte ich dort allerdings nicht, dann hätte ich die Zufahrt zur Waschstraße blockiert. Also wieder raus auf die Straße, noch einmal auf die Tankstelle fahren und sofort an der Staubsauger-Parkfläche halten. Jetzt blockierte ich zwar die, aber eine andere Möglichkeit gab es für mich nicht. Ich blieb auch nicht lange dort stehen, denn im Kassenraum gab es genau eine Angestellte, aber schon eine Schlange von mindestens sechs Männern, die ihre Tankrechnung bezahlen oder etwas kaufen wollten. Meine Geduld und Gelassenheit nimmt proportional zu meinem Sättigungszustand ab, ich machte auf dem Absatz kehrt, riss die Fenster in Oscarlotta wieder auf, suchte die Baumarktadresse raus und ließ mich direkt über Google dorthin leiten. Es ging durch die ganze Stadt wieder zurück, an der ersten Kreuzung nach der Autobahnabfahrt hätte ich nach rechts abbiegen müssen! Ich SCHWÖRE, dass dort nichts von Toom stand! Der kam dann aber ein paar Kilometer weiter tatsächlich, ich parkte quer über vier PKW-Parkplätze, ging vorsichtshalber ohne Gasflasche erst einmal fragen, ob ich meine tauschen könne, bekam sogar ungefragt von einer netten Kassiererin einen Chip für eine Baumaterialkarre („da müssen Sie nicht so hoch heben“) und konnte ganz unproblematisch eine neue Gasflaschenfüllung erwerben. Nur ein Café gab es leider nicht!!! Oscarlotta stand in der prallen Sonne, dort konnte ich nicht frühspätstücken. Also musste ein weiterer Keks herhalten. Cooles Smiley
Die Autobahnrastplätze waren alle geklont, voll und vollsonnig. Wenn mein Hunger eine bestimmte Grenze überschritten hat, werde ich entscheidungsunfähig und fahre einfach immer weiter. Das hätte sich fast geändert, als an einer Auffahrt innerhalb einer Baustelle zwei PKWs rechts an mir vorbeischossen und unbedingt noch vor mir reinfahren mussten. Für den ersten war das völlig in Ordnung, der zweite hätte mich aber erst vorbeilassen müssen, zumal ich ja auf der vorfahrtberechtigten Straße war und es keinen Seitenstreifen gab. Tat er aber nicht, der Idiot (der Fahrer, nicht der PKW). Zähnezeigendes Smiley Vollbremsung, das rechte Schiebefenster flog ganz auf, einige Dinge in Oscarlotta gerieten in Bewegung und wenn der Fahrer nicht ZUM GLÜCK Vollgas gegeben hätte, wäre es das gewesen. Jetzt hatte ich mehrere Gründe, den nächsten Rastplatz anzufahren, egal wie sonnig es dort war. Ich musste mich und die in Oscarlotta verstreuten Gegenstände sammeln und das Fenster wieder schließen. Sooo viel Wind wollte ich dann doch nicht! Ich aß endlich etwas und erledigte ein Telefonat, das ich schon seit Tagen vor mir herschob. Meine Fahrerhaus-Klimaanlage ist nämlich nicht mein einziges Problem. Trauriges Smiley Bereits am Morgen meiner ersten Übernachtung auf dieser Reise ließ sich meine Aufbautür von innen nicht mehr öffnen! Etwas schwergängig ist sie schon lange, aber es reichte immer, wenn ich mit dem Knie leicht nachhalf. Dieses Mal nützte das nichts. Es gibt nur diese eine Tür! Was macht man, wenn man aus seinem Mobil nicht mehr rauskommt? Ich probierte 10 Minuten alles mögliche, verdächtigte eines der beiden Schlösser als Übeltäter und wurde irgendwann rabiat. Mit dem Ergebnis, dass die Tür aufging und mein Knie blau wurde! Dieses Spiel setzte sich die nächsten Tage fort. Mal ging die Tür anstandslos und beim ersten Versuch auf, mal nicht. Ich hatte keine Erklärung dafür. Vor vielen Jahren hatten wir dieses Problem schon einmal, damals durfte Oscarlotta nicht mit der Tür zur Sonne stehen. Wir waren dann irgendwann bei Hartal in Iserlohn und dort wurde sie wieder neu eingestellt. Jetzt rief ich in Stralsund beim Caravan-Center Dahnke an und fragte, ob man mir helfen könne. Es war ja schon Freitagnachmittag und mein Plan war, auf dem angeschlossenen Stellplatz das Wochenende zu verbringen und erst am Montag nach Rügen zu fahren. Meine verspätete Ankunft hatte ich ja schon angekündigt. Der freundliche Mensch am Telefon erklärte mir allerdings, dass sie sich mit Hartal-Türen nicht auskennen würden, man könne zwar mal gucken, aber die Werkstatttermine seien bis weit in den Oktober ausgebucht. Ich verzichtete auf Stralsund (noch ging die Tür ja auf, mit mehr oder weniger Überredungsgewalt) und suchte online nach einem geeigneten Stellplatz für die nächsten zwei Nächte.
Am Kreuz Wismar wechselte ich auf die A20 Richtung Rostock und ein Stück dahinter war ich im Tessin. Nein, falsch, iN Tessin. Das ist ein unbedeutendes kleines Städtchen wenige Kilometer abseits der Autobahn mit einem netten und etwas ungewöhnlichen Wohnmobil-Stellplatz. Nett, weil man sich auf einer großen Wiese mit oder ohne Bäume/n seinen Platz da suchen kann, wo es einem gefällt. Nett auch der Preis von €12 incl. Strom und Wasser (mehrere Wasserhähne auf dem Gelände). Nett der Blick auf das angrenzende Freibad und auf die Tennis- und Sportplätze. Alles weit genug entfernt, dass die Lärmbelästigung sich in Grenzen hält. Besonders nett, dass keine Straßen in der Nähe sind, was zu einer wunderbaren Stille in der Nacht führt. Das liegt an der Ungewöhnlichkeit des Platzes bzw. seiner Lage. Es gibt an der Hauptstraße zwar ein Hinweisschild, aber die einspurige, enge und lange Zufahrt zu einem Haus ganz an ihrem Ende ermutigte mich nicht, dort hineinzufahren. Der große Parkplatz daneben gehörte aber nur zum Schützenhof. Ich fuhr ein Stück die Straße entlang, wendete und fuhr wieder zurück. Es war klar, ich musste dort bei dem Hinweisschild hineinfahren! Ein Junge mit Hund kam mir entgegen und ich fragte ihn, ob es da hinten einen Stellplatz für Wohnmobile geben würde. Das wusste er nicht! Etwas ratlos schaute ich wieder nach vorne und sah am Ende des Weges eine winkende Frau. Bei ihr angekommen bekam ich einen Schlüssel und eine Wegbeschreibung. Parken und aussteigen war nicht möglich.

TessinTessin

Ich solle quasi um das Gebäude herumfahren, zweimal rechts abbiegen, zwischen den Garagen durchfahren, das Tor auf (und wieder zu) schließen, mir einen Platz suchen und dann zum Bezahlen kommen. Netterweise verriet sie mir auch den kürzeren Fußweg an den Tennisplätzen entlang. Der Stellplatz ist ausgewiesen für 20 Mobile, anwesend waren drei und ich suchte mir ein schönes Plätzchen neben einem Apfelbaum aus. Am Tor war meine Tür schon nicht mehr ganz freiwillig aufgegangen, als ich zur Anmeldung gehen wollte, musste ich wieder Gewalt anwenden. Die Nachbarn auf dem übernächsten Platz werden sich wohl gewundert haben, warum ich von innen auf meine Tür einhämmerte! Smiley mit geöffnetem Mund Von außen öffnete sie sich bei meiner Rückkehr zur Abwechslung dann schon beim zweiten Versuch! Ich war nicht in Erklär-/Erzähllaune, ich wollte nur meine Klimaanlage anwerfen und meine Ruhe haben!!!

TessinTessinTessin

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.