Kommentare etc.

Die Kommentarfunktion ist die Sprechblase oben rechts an jedem Artikel! Leider müssen wir aus der Erfahrung heraus, dass es Kommentarschreiber gibt, die es „lustig“ finden, blöde, provokante oder unverschämte Anmerkungen zu schreiben, die Kommentare erst anschauen, bevor wir sie genehmigen. Da wir nicht 24 Stunden pro Tag online sind, müsst ihr vielleicht mal einige Zeit warten, bis euer Kommentar erscheint.

Darüberhinaus sind wir sehr daran interessiert, dass ihr uns Bescheid gebt, wenn ihr an irgendeiner Stelle unseres Blogs etwas findet, das offensichtlich nicht in Ordnung ist, z. B. nicht mehr funktionierende Links etc… Die Blogadmin arbeitet zwar i. d. R. sehr penibel, aber auch ihr kann ja mal was durch die Lappen gehen. Zwinkerndes Smiley Kommentar schreiben reicht aus!

von Oscarlotta on tour Veröffentlicht in Allgemein

Sieben elendiglich lange Tage

 

Bitte lest euch durch, was hinter dem Link ist:

https://mailings.foodwatch.de/m/14103133

Eine weitere, nicht zu unterschätzende Folge dieses Verbrechens an der Menschheit! Es ist unvorstellbar für mich und nur schwer auszuhalten, dass man dieses Regime nicht stoppen kann. Wir sind dazu verdammt, mit anzusehen, wie unschuldige Menschen beider Länder getötet werden und ihre Lebensgrundlagen vernichtet werden. Wie kann das in der heutigen Zeit noch passieren??? Wie kann ein einzelner Mensch die Macht haben, so viel Leid zu verursachen? Und wie kann er das vor sich selbst verantworten? Und wie ist es möglich, Menschen so zu manipulieren oder zu zwingen, dass sie dieses verwerfliche Tun unterstützen? Weil sie ebenfalls mit dem Tod bedroht werden?

So viele Fragen, so viele Gefühle – und ob es für die Welt ein gutes Ende nimmt, wissen wir alle nicht!

Sturmschaden

Hier wird es erst einmal still bleiben. Unter den derzeitigen Umständen erscheint mir alles, was ich erzählen könnte, viel zu banal. Wir werden auf unbestimmte Zeit hierbleiben, gedacht zunächst „nur“ wegen der Pandemie, jetzt zusätzlich wegen dieses Wahnsinns. Es gibt also auch nichts zu berichten, weil wir nichts erleben. Weinendes Smiley

Passt auf euch auf und bleibt gesund!

written by Ingrid
photo taken with iPhone

Ylenia und Zeynep

 
 
Während ich diesen Text schreibe, rollt das Orkantief „Zeynep“ von den Niederlanden über Norddeutschland. Noch ist es zahm, aber vom letzten Tief vor zwei Tagen wissen wir schon, was uns erwartet. Und diesmal soll es noch heftiger werden! Erstauntes Smiley Wir sind am Mittwoch vorsichtshalber innerhalb des Platzes umgezogen, weg von allen Bäumen, die, wenn sie entwurzelt werden, auf unsere Fahrzeuge fallen könnten. Dass so etwas passieren kann, habe ich mit meinem ersten Wohnmobil im Spanienwinter 2006/07 erlebt und das brauche ich nicht noch einmal! Damals habe ich voller Überzeugung behauptet: „Hier fällt kein Baum um!!!“. Tja, der einzige Baum, der auf dem gesamten Campingplatz dann doch umfiel, stand einen Meter neben meinem Mobil. Das war unser Glück, er konnte nicht „Anlauf“ nehmen, sondern rutschte „nur“ an der Breitseite entlang bis zum Boden. Die Schäden hielten sich in Grenzen.
Wir stehen so, dass die Sturmböen unsere Fahrzeuge von hinten treffen, das minimiert das Schaukeln etwas. Trotzdem stellen wir uns auf eine weitere unruhige Nacht mit wenig Schlaf ein. Am 29. Januar gab es schon einmal eine Sturmflutwarnung für die deutsche Nordseeküste mit 2 Meter Hochwasser und entsprechend trat auch die Elbe über ihre Ufer. Uschi ging in einer Regenpause Fotos machen, da lief das Wasser seit zwei Stunden schon wieder ab. Es sah trotzdem beeindruckend aus. Zum Vergleich machte ich am übernächsten Tag Fotos vom Normalzustand, abgesehen von dem ganzen angeschwemmten Treibgut. In Ermangelung anderer Neuigkeiten präsentiere ich sie euch hier. Und wir hoffen sehr, dass wir keine weiteren spektakulären Fotos machen müssen!!! Gekreuzte Finger

HochwasserHochwasserdanachHochwasserHochwasserdavorHochwasserdanachHochwasserdanachHochwasserHochwasserHochwasserdanachdavor

Passt auf euch auf und bleibt gesund!

written by Ingrid
photos taken with iPhone and Samsung Galaxy S20<

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Doppeldesaster in Scharbeutz

 
 
Die nächste Ministerpräsidentenkonferenz war für den 7. Januar angekündigt, wir hatten also noch gut eine Woche Zeit, da es nicht wahrscheinlich war, dass ein Lockdown, falls er denn beschlossen werden sollte, bereits am nächsten Tag in Kraft treten würde. Klar war aber, dass wir vor dem Beginn in unserem Lockdown-Hafen eintreffen müssten. Da die Infektionsdaten über Weihnachten und Neujahr und die Zeit dazwischen sehr unzuverlässig waren und es auch Anfang Januar noch längere Zeit als bis zum 7. Januar dauern würde, bis man absehen könnte, ob durch die sich verbreitende Omikron-Variante die Infektionen in dem Maße zunehmen würden, wie die Wissenschaftler vorhersagten, rechneten wir nicht damit, dass bei der MPK ein Lockdown beschlossen würde. So war es dann ja auch. Wir denken aber, dass das Infektionsgeschehen bis Ende Januar/Mitte Februar aussagekräftig sein wird und wenn es so weitergeht wie jetzt, dann ist völlig offen, wie von Seiten der Regierung darauf reagiert wird. Diesmal geht es ja nicht mehr „nur“ um eine Überlastung der Krankenhäuser, sondern um die Aufrechterhaltung der gesamten kritischen Infrastruktur Deutschlands. Es gibt eine ganze Menge sog. systemrelevanter Berufe! Schon, wenn die Müllabfuhr nicht mehr in den gewohnten Intervallen geschehen kann, ist das mindestens lästig. Schlimmer, wenn bei Strom, Gas, Wasser oder der Belieferung der Supermärkte gravierende Ausfälle stattfinden. Vor einigen Tagen lief (wieder) eine Dokumentation der heftigsten Tage im Katastrophenwinter 1978/79 in Norddeutschland und dort wurde sehr deutlich, wie abhängig wir z. B. von funktionierendem Strom sind.

NebensaisonIch wollte endlich mal wieder an die Ostsee! Nicht in den Osten der Republik, sondern nur an die Lübecker Bucht, nach Scharbeutz. Im „Ostseestrand Ferienpark Scharbeutz“ waren wir das letzte Mal vor zwei Jahren. Ich schaute auf der Homepage nach den Preisen und fand, dass die Nebensaison vom 1. Januar bis zum 27. Februar geht und der Platz dann für normalgroße Wohnmobile (es gibt auch kleinere „Bulli“-Plätze) €15 kosten soll. Das war der Preis, den ich aus früheren Jahren kannte und so rief ich dort an und reservierte für eine Woche zwei Plätze. Ich vergewisserte mich nicht, dass der Preis stimmt und das war ein Fehler!!!
Uschi war wie immer früher da und teilte mir per SMS mit, dass die Nacht nicht €15, sondern €27,50 kosten soll! Hä? Erstauntes Smiley Ich fuhr auf den nächsten Parkplatz und checkte die Preisliste: €15 ab dem 1. Januar!!! Uschi fing mich an der Zufahrt ab und wir gingen gemeinsam in die Rezeption. Der Rezeptionist am Kassencomputer hatte Kundschaft, aber ein anderer Angestellter meinte, wir könnten auch zu ihm kommen. Ich teilte ihm mit, dass ich auf der Camping-Webseite einen Beginn der Nebensaison am 1. Januar und einen Preis von €15/Nacht gefunden hätte, meine Freundin mir aber mitgeteilt hätte, dass es jetzt €27,50 kosten solle. Als Beweis zeigte ich ihm die geöffnete Preisliste auf meinem Telefon. Er wurde sofort ungnädig und im weiteren Verlauf des Gesprächs unverschämt. Um was für ein Jahr es sich denn handeln würde? Ah, 2021! Mein Einwand war, dass es keine neueren Angaben gebe. Der andere Rezeptionist warf ein, dass die Preisliste noch nicht aktualisiert sei. Ja, also, wo sollte ich denn dann schauen? Der unfreundliche Mitarbeiter wurde laut und ich sagte ihm, dass ich unter diesen Umständen lieber mit seinem Kollegen, der inzwischen frei war, weiterreden würde. Das stachelte ihn allerdings noch mehr an und er mischte sich auf unflätige Weise mehrfach in das Gespräch ein. Der freundliche Rezeptionist erklärte uns dann, dass vom 23.12.2021 bis zum 9.1.2022 „Super-Hauptsaison“ sei mit Preisen wie im Sommer. Zu finden war diese Angabe dann tatsächlich bei der Spalte Hauptsaison, wo ich natürlich nicht nachgeschaut hatte, da bei der Spalte Nebensaison ja eindeutig der 1. Januar stand und nicht, wie es richtig gewesen wäre, der 9. (für das Jahr 2021). Ich erklärte ruhig, aber bestimmt, dass ich nicht bereit wäre, für einen Platz, der nicht größer ist als auf jedem Wohnmobilstellplatz und noch dazu völlig verschlammt (Erfahrung von vor zwei Jahren, aktuell bestätigt durch Uschi), €27,50 zu bezahlen! Und dass ich die Differenz von €15 zu €27,50 auch heftig finden würde! Und dass ich unter diesen Umständen meine Reservierung stornieren möchte und dass ich, falls er eine Stornierungsgebühr verlangen müsse, diese bezahlen würde. Der nette Angestellte fütterte seinen Computer mit den nötigen Angaben und teilte mir dann mit, dass die Reservierung kostenfrei storniert sei, der andere musste mich unbedingt noch in aggressiver Form darauf hinweisen, dass eine Stornierung im Normalfall bezahlt werden müsste! Ich sagte ihm, dass ich genau das ja angeboten hätte und er sich diese Bemerkung hätte sparen können. Dem netten Rezeptionisten sagte ich, dass ich schon mehrfach bei ihnen gewesen sei und mich immer wohlgefühlt hätte, aber unter diesen Umständen wohl nicht mehr wiederkommen würde. Solch eine Behandlung wie durch seinen Kollegen bräuchte ich mir nicht anzutun, generell nicht und als zahlender Kunde schon erst recht nicht!

SchlammplätzeSchlammplätze

Nach außen war ich ruhig, aber in mir brodelte es!!! Eigentlich hätte ich meinen Wassertank auffüllen müssen und Oscarlotta stand schon auf der VE-Station, aber jetzt wollte ich nur so schnell wie möglich weg! Uschi hatte sich für den nächsten Tag schon eine Waschmaschine und einen Trockner (jeweils €5!!!) reserviert und sich häuslich eingerichtet und blieb dort.

Es gibt noch einen „richtigen“ Wohnmobilstellplatz in Scharbeutz und dort fuhr ich hin, in der Hoffnung, einen freien Platz zu bekommen, Scharbeutz war nämlich augenscheinlich voll. Da z. Z. ja bei Berherbergungsbetrieben 2G+ gilt, werden Ankommende überprüft und damit sich keiner durchmogeln kann, war die Einfahrt mit Absperrgittern und -schildern verschlankt. Es war inzwischen fast dunkel und in der Einfahrt stand bereits ein Wohnmobil. Ich hielt schräg am Beginn der abschüssigen Einfahrt. Weiter vorfahren konnte ich nicht, weil dann niemand mehr hätte rausfahren könne, aber auch nicht weiter zurück, weil ich dann mit dem Heck schon auf der Straße gestanden hätte. Zum Glück kam relativ bald ein Mann von links aus Richtung der Anmeldung, schaute zu mir rüber und zeigte auf sein Fahrzeug. Ich konnte mir nicht erklären, was das bedeuten sollte, aber dann tauchte er auf der rechten Seite wieder auf, schob seine Trittstufe rein, stieg zur Fahrertür ein und fuhr los. Ich war froh, dass ich nicht länger hatte warten müssen und fuhr langsam rein. Bis es plötzlich ein sehr unschönes Geräusch gab und ich im rechten Rückspiegel sah, dass ich offenbar ein Absperrschild umgefahren hatte! Erstauntes Smiley Es stand dort wohl, um zu verhindern, dass man beim Reinfahren díe Vorgartenmauer mitnimmt. Das hatte sicherlich auch seine Berechtigung, denn als ich aussteigen wollte, verhinderten die Mauersteine das Ausfahren meiner Trittstufe. Das hatte mir nun gerade noch gefehlt!!!

EinfahrtEinfahrtEinfahrtcorpus delicti

Nachdem ich in den Vorgarten geklettert war, konnte ich sehen, dass das Schild sich unter Oscarlotta verkeilt hatte und noch in seinem Ständer steckte. Ich musste den mit meinen Zwillingsreifen vorgeschoben haben, bis das Schild umkippte und unter Oscarlotta gezogen wurde. Ich versuchte, es herauszuziehen, hatte aber keine Chance. Also ging ich zur Anmeldung. Dort saß eine ältere Dame. Als ich ihr mein Dilemma schilderte, reagierte sie mit „Ach, Sie armes Mädchen!“ und schob mir erst einmal zwei Bonbons zur Beruhigung meiner Nerven rüber, bevor sie den Platzwart anrief. Inzwischen war ein weiteres Wohnmobil angekommen, das offenbar schon auf dem Platz stand. Die Beifahrerin war ausgestiegen und fragte mich, ob ich mein Fahrzeug nicht ein Stück nach vorne fahren könne, damit sie vorbeifahren könnten. Ich entschuldigte mich und erklärte, dass ich das nicht könne und warum und dass der Platzwart schon unterwegs sei. Daraufhin schob sie die Absperrgitter ein Stück zur Seite und ihr Mann fuhr ihr Wohnmobil durch. Jetzt kam ein „Dickschiff“ und wollte den Platz verlassen. Das passte nun beim besten Willen nicht mehr durch und ich erklärte meine Notlage erneut. Vom Platzwart war noch nichts zu sehen und die ältere Dame wählte immer wieder neu. Ich beschloss, noch einmal zu versuchen, das Schild unter Oscarlotta herauszuziehen. Die lange Metallstange, die abends und nachts als provisorischer Schrankenersatz dient, konnte ich aus ihrer Halterung ziehen, die Nikolausmütze saß bombenfest, genau wie das Schild in seinem Ständer. Während ich mich noch abmühte, hörte ich jemanden fragen, ob er mir helfen könne? Es war nicht der Fahrer des Dickschiffes, sondern ein jüngerer Mann, der mit seiner Frau wohl gerade vorbeiging. Ich weiß nicht einmal, ob es Reisemobilisten oder einfach nur Passanten waren. Natürlich sagte ich ja! Aber auch er bekam das Schild zunächst nicht aus seinem Ständer herausgezogen, der fast in der Mitte unter Oscarlotta lag. Er leuchtete mit seinem Smartphone von der anderen Seite, um sich einen Überblick zu verschaffen und mobilisierte dann seine ganze Kraft und schaffte es wirklich, das Schild herauszuziehen. Einen kurzen Moment dachte ich, dass er die Kunstoffverkleidung zwischen Kotflügel und Trittstufe mit herausreißt, aber die gab nach und ging in ihre Ursprungsform zurück. Wegfahren konnte ich aber immer noch nicht, zumindest nicht auf direktem Weg, sonst hätte ich über den Ständer fahren müssen. Ich sagte dem Mann, dass ich mit eingeschlagener Lenkung rückwärts so weit zurückfahren würde, dass ich danach um den Ständer herumfahren könne. Ich war so aufgeregt, dass ich zunächst den falschen Gang erwischte, aber dann klappte alles und ich konnte Oscarlotta ein Stück weiter auf einem schmalen Parkstreifen für PKWs diagonal zwischen einem Smart und einem Wohnmobil abstellen, sodass ich niemanden mehr blockierte. Als ich ausstieg, stand das Schild in seinem Ständer wieder an seinem Platz, als sei nicht passiert und der nette Helfer war nicht mehr da. Ich weiß noch nicht einmal, ob ich mich bei ihm bedankt habe! Verlegenes Smiley
Just in dem Moment kam auch der Platzwart an, überprüfte als erstes meinen Impfstatus, hörte sich dann meine Geschichte an und untersuchte das Schild auf Schäden. Es waren ein paar Schürfstellen zu sehen, aber das fand er nicht weiter bemerkenswert und erklärte mir, dass ich davon ausgehen könne, dass von Seiten des Platzes keine Ansprüche an mich geltend gemacht würden. Ob mein Fahrzeug denn beschädigt worden sei? Das konnte ich noch nicht mit Sicherheit verneinen, auf den ersten Blick sah es allerdings eher gut aus.

PlatzübersichtEr erklärte mir die Platz- und Bezahlbedingungen und wo es noch freie Plätze geben würde. Von der Einfahrt aus sah der Platz nämlich voll aus. Ich solle mir einen Platz aussuchen und dann am Zahlautomat ein Ticket lösen. Das gelte bis zum nächsten Mittag und wenn ich noch länger bleiben wolle, könne ich dann verlängern, außerdem einen Meldeschein ausfüllen und die Kurtaxe bezahlen. Ich verstand, dass der Ticketautomat nur bar zu bezahlen ist und nicht wechselt. Als ich den erstbesten ausreichend großen Platz besetzt hatte (Hinweis des Platzwartes, immer so reinfahren, wie alle anderen in der Reihe schon stehen), installierte ich zunächst meine Winterabdeckung des Armaturenbrettes, steckte das Stromkabel an, telefonierte mit Uschi und ging dann mit einem 10-Euro-Schein und €2,50 in Münzen zum Automaten. Der funktionierte zwar, wollte aber den Geldschein nicht annehmen. Nicht, dass er ihn wieder ausspuckte, er wurde gar nicht erst eingezogen. Dafür wurde eine Kreditkarte angefordert, die ich aber nicht dabei hatte. Vielleicht hätte ich noch irgendeine Taste drücken können oder sollen, aber das überforderte mich alles total. Ich bat einen vorbeikommenden jungen Mann, mir zu helfen und drückte ihm meinen Geldschein in die Hand. Er schaffte es auch nicht. Ein Paar, das ich ansprach, meinte, der Ticketautomat sei neu, sie hätten dort noch nie bezahlt und sie wären früher schon öfter erst spät abends angekommen und hätten erst am nächsten Morgen bezahlt und das wäre nie ein Problem gewesen. Ich ging also zu Oscarlotta zurück, aber die Angelegenheit ließ mir keine Ruhe. Ich suchte weitere Münzen im Wert von 10 Euro zusammen und nahm meine EC-Karte mit. Am Automaten blinkte wieder das Kartensymbol, ich hielt die Karte vor das Lesefeld, musste meine PIN eingeben und schon erschien auf dem Display der Hinweis, dass mein Ticket gedruckt würde. Im selben Moment fiel es schon unten in das Ausgabefach! Und ich fiel kurze Zeit später in mein Bett! Was für ein bescheidener Tag! Oscarlotta hatte offenbar wirklich nichts abgekriegt außer einem weiteren Haarriss im Kotflügel. Noch einmal Glück gehabt!

Am nächsten Mittag erledigte ich meine Anmeldung, verlängerte meine Aufenthaltsdauer und zahlte die Kurtaxe von €1,50/Tag. Außerdem fotografierte ich den „Tatort“. Uschi hatte Waschtag und so ging ich allein über die Promenade, an den ganzen Lokalen und Geschäften vorbei bis zur Bäckerei „Junge“. Die Tür zum Verkaufsraum stand offen, drinnen war es fast leer und ich genoss einen großen Milchkaffee und meinen ganz speziellen Lieblingskuchen. Danach ging es mir wieder besser! Smiley

Stellplatz

Im Laufe der Woche zog Uschi dann auch um, wir machten gemeinsame Strandspaziergänge und fuhren mit ihrem Gespann zum Einkaufen und Gasflaschen tauschen und LPG tanken. Vom Platzwart hatten wir den Tipp bekommen, nach Süsel zur Firma „Ostseegas“ zu fahren. Und tatsächlich zahlte ich dort für den Tausch meiner 11-Kilo-Flasche nur €19,99 und keine €32! Und das LPG kostete auch endlich mal wieder unter 80 Cent!

Uschi ist daStrandStrandStrand

Der Wohnmobilstellplatz Scharbeutz ist übrigens einwandfrei, bietet Platz für 85 Mobile auf Schotterrasen, verfügt über eine großzügige VE-Station und ausreichend Stromautomaten mit Bezahlfunktion. Für €1 erhält man 1,5 kWh. Sanitäranlagen sind noch im Bau. Die Betreuung, sowohl in der Anmeldung durch die Mutter/Schwiegermutter der Betreiber als auch durch den Platzwart, ist sehr freundlich und hilfreich. Dekoriert wird auch gerne!

Rezeption/SanitärgebäudeDekoDekoDeko

Der Weg bis ins Zentrum ist um einiges kürzer als vom Ferienpark aus. Für uns ist klar, dass wir in Zukunft immer auf den Stellplatz fahren werden. Ich habe übrigens erst vor wenigen Tagen beim Ostseestrand Ferienpark Scharbeutz noch einmal auf die Webseite und die Preisliste geschaut. Und siehe da, das Datum bei der Nebensaison wurde vom 1. Januar auf den 9. Januar geändert! Aber aktualisiert auf 2022 war die Seite immer noch nicht! Sarkastisches Smiley

ja - ist denn schon KarnevalDa der Platzwart sein Wohnmobil direkt gegenüber meines Platzes stehen hatte und dort jeden Tag um 17 Uhr die Impfnachweise der Neuangekommenen kontrollierte, gelang mir an einem Tag noch ein witziges Foto! Wir blieben bis zum Sonntag und sind jetzt, wie im letzten Beitrag schon berichtet, in unserem Lockdown-Notquartier und warten hier mal bis Ende des Monats ab, wie sich die Lage entwickelt. Es kann sein, dass wir uns erst irgendwann im Februar wieder melden.

Passt auf euch auf und bleibt gesund!

written by Ingrid
photos taken with iPhone and Samsung Galaxy S20

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Nachtrag

 
 
Ich hatte ja im letzten Artikel vor zwei Wochen darum gebeten, dass mir mal jemand seine Energiekosten mitteilt, weil es mich interessiert, ob bzw. wieviel wir mit unserer mobilen Lebensweise mehr bezahlen als die immobilen Mitmenschen. Einer unserer Freunde hat sich dankenswerterweise die Mühe gemacht, seine Kosten der letzten drei Jahre zu ermitteln. Allerdings ist seine Energiequelle nicht Gas, sondern Heizöl. Das bedeutet, dass nur Heizung und Warmwasser betroffen sind, nicht aber, wie bei mir, auch Kühlschrank und Herd/Backofen. Ich musste also noch heftig hin und her rechnen, alles auf Basis meiner diversen Infodaten (Verbrauch Kühlschrank, Heizung etc.). Mein Buchhalter-Gen freute sich! Smiley mit geöffnetem Mund

Zunächst aktualisierte ich meine Jahresübersicht und errechnete die monatlichen Durchschnittswerte der letzten zwei Jahre, sodass ich auf insgesamt fünf Jahre zurückgreifen konnte. Im Vergleich musste ich an einigen Stellen schätzen oder Mittelwerte einsetzen (z. B. sehr schwankende Gasflaschenpreise), aber letztendlich stellte sich heraus, dass ich mindestens dreimal so viel bezahlen muss(te) als er. Natürlich unter Berücksichtigung unserer sehr unterschiedlichen Wohnraumgrößen! Zwinkerndes Smiley

Diese Beurteilung erhärtete sich durch einen Fernsehbeitrag über die aktuell gestiegenen Energiekosten und ihre Auswirkungen für Mieter und Haus-/Wohnungsbesitzer. Es war die Rede davon, dass der Preis für eine Kilowattstunde für Privatverbraucher in der Vergangenheit bei knapp 5 Cent lag und sich jetzt teilweise verdreifacht hat. Der Brennwert einer 11-Kilo-Gasflasche wird mit ~140 kWh angegeben. Im günstigsten Fall kostet mich bei einem Flaschen(füllungs)preis von €20 die Kilowattstunde also 14,2 Cent, im (bisher) teuersten von €32 wären es schon 22,8 Cent. Also bezahle ich schon immer mindestens das dreifache vom immobilen Verbraucher! Da zahlt es sich einmal mehr aus, dass mein interner Lebensraum so viel kleiner ist. Smiley

Etwas ausgleichen kann ich diese viel höheren Betriebskosten durch Stromeinsparungen durch Solarnutzung. Ich nutze zwar i. d. R. „Landstrom“, d. h. ich stecke mein Stromkabel an eine Steckdose der jeweiligen Campinglocation an, weil meine Kaffeemaschine nur mit 230 Watt funktioniert, aber ich habe die Möglichkeit, einen Schalter zu betätigen, der den Landstrom nur auf die Steckdosen und den Kühlschrank beschränkt. Letzterer wird aber ausschließlich mit Gas betrieben (außer der Strom ist pauschal im Übernachtungspreis enthalten wie jetzt gerade), weil der Betrieb mit Strom ca. 3kWh (€1,50-€3,00 je nach den Preisen des Platzbetreibers) verbraucht. Das konnte ich mal wieder gut überprüfen, als mein Kühlschrank im letzten Winter über Monate nicht mehr mit Gas funktionierte und Oscarlotta an einem Strombezahlautomaten hing. Der Betrieb mit Gas kostet dagegen nur (je nach dem Gaspreis) zwischen 69 Cent (€20/Füllung) und €1,10 (€32/Füllung). LPG ist noch einmal preiswerter. Also selbst beim bisher höchsten Gaspreis ist der Kühlschrankbetrieb immer noch preiswerter als der Betrieb mit Strom beim preiswertesten Stellplatzpreis von €0,50/kWh (Standard ist inzwischen €0,60/0,70).

Ich schalte also, wann immer die Wetterlage es zulässt, den Landstrom weg und lasse meine Aufbau-Akkus mit Solarenergie laden, im Sommer fast ausschließlich. Das reduziert meine durchschnittlichen monatlichen Kosten, gemittelt über die letzten fünf Jahre, auf ziemlich genau €20.

So, genug der Statistik und Buchhaltung! Verwirrtes Smiley

Lockdown-Notquartier

Wir sind seit zwei Wochen in unserer „Lockdown-Eventualunterkunft“ weitab jeglicher Menschenansammlungen. Die Infektionszahlen steigen täglich in immer unfassbarere, nie vorstellbare Höhen. Da davon auszugehen ist, dass die Nachverfolgung schon länger nicht mehr funktioniert, weil nicht mehr nur die Gesundheitsämter an ihren Leistungsgrenzen sind, sondern auch die Labore und es inzwischen nicht mehr ausreichend Testmaterial gibt bzw. es rationiert/priorisiert werden muss, ist die Dunkelziffer nicht abschätzbar. Wenn man sich daran erinnert, mit welchen rigorosen Restriktionen vor einem Jahr bei wesentlich niedrigeren Inzidenzen seitens der politisch Verantwortlichen agiert wurde, ist es schon verwunderlich bis irritierend, wie die aktuelle Situation ist. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass man sich immer noch verwundert die Augen reibt, dass dieses verdammte Virus einfach nicht aufgibt! Erstauntes Smiley

Aber vielleicht ist es auch so, dass man die Pandemie mit den Überschwemmungen im letzten Sommer vergleichen muss. Man wird von Fachleuten, die es wissen müssten, vor einer bedrohlichen Situation gewarnt. Vielleicht rechtzeitig, vielleicht auch nicht. Einige Menschen verfallen in Panik und Hektik, andere in Schockstarre und wiederum andere glauben nicht daran, dass es so schlimm kommen könnte wie es vorhergesagt wird. Das Wasser/das Virus kommt und nimmt sich das, was es kriegen kann. Das, was nicht geschützt wurde/nicht geschützt werden konnte, wird sofort zum Opfer. Alles andere wird unter Aufbietung aller zur Verfügung stehenden Kräfte weiterhin vor der Vernichtung zu schützen versucht. Über einen sehr langen Zeitraum. Aber die Kräfte schwinden und die bedrohende Gewalt (Wasser/Virus) hört nicht auf, sondern wird immer stärker. Irgendwann kommt dann der Zeitpunkt, wo man nicht mehr standhalten kann. Dann werden Fundamente unterspült und ganze Häuser brechen weg! Gut, wer wenigstens sein Leben retten kann. Um nichts anderes ging es von Anfang an auch in dieser Pandemie. Kollateralschäden sind nicht zu vermeiden, viele werden am Ende ohne „Haus“ dastehen. Aber sie werden sich glücklich schätzen, noch am Leben zu sein. Andere, denen ihr Leben auf andere Weise wertvoll war und die selbstbestimmte Risiken eingehen, werden erkranken und, wenn sie Pech haben, auch schwer mit noch nicht abschätzbaren Spätschäden oder mit dem Endergebnis Tod. Die grundlegende philosophische Frage, gebe ich dem Leben mehr Jahre oder den Jahren mehr Leben. Betrifft die Entscheidung nur den jeweiligen einzelnen Menschen, sollte das jeder für sich entscheiden dürfen. In einer Pandemie ist das anders. Jede vorausschauende, gemeinschaftsverträgliche Entscheidung hilft allen anderen, jede egoistische, selbstherrliche Entscheidung schadet allen anderen. Und dann kann man sich mit aller Kraft gegen das Wasser/Virus stemmen, es wird doch stärker sein, weil die Abwehr nicht ausreicht, weil nicht genügend Menschen mitgeholfen haben. Und leider und ungerechterweise trifft es auch diejenigen, die absolut keine Schuld haben. Enttäuschtes Smiley

Wir werden hierbleiben, bis es Entwarnung gibt. Nein, das ist nicht das, was wir uns wünschen würden. Aber wir wollen versuchen, zu den 50% zu gehören, die sich nicht infizieren. Ich kann nur für mich sprechen, aber ich habe das Gefühl, meinen Jahren noch nicht genug Leben gegeben zu haben. Müdes Smiley

Der noch ausstehende Blogbeitrag zwischen Husum und hier liegt schon auf Halde und kommt nächsten Samstag. Danach könnte es eine längere Blogpause geben. Aber wer weiß…

Ach ja, ich höre schon einige von euch sagen: „Aber der Verlauf von Omikron soll doch viel milder sein!“ Vielleicht schaut ihr euch mal die nachfolgende Übersicht der WHO und die medizinische Definition von „mild“ an!
 
Kaffeepause

Passt auf euch auf und bleibt gesund!

written by Ingrid
photo taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Graue Stadt am Meer

 
 
LoofNachdem Friedrichstadt ja ins Wasser bzw. in den Matsch fiel, fuhren wir sofort zu unserem nächsten angepeilten Ziel weiter, nämlich nach Husum, nur 17km entfernt. Auf der Strecke lagen alle benötigten Lebensmittelläden, sodass wir erst einmal versorgt waren. Außerdem gehört zu dem Wohnmobilstellplatz der Fischladen „Loof“ und der Preis für die erste Nacht beinhaltet einen Verzehrgutschein über €2. Danach kostet jede weitere Nacht €10, das ist noch günstig. Allerdings ist der Platz auch eher einfach gehalten, die einzelnen Parzellen werden durch Bahnschwellen abgetrennt, über die man im Dunkeln gerne mal stolpert und sich im schlimmsten Fall Beine oder Arme bricht. Genau das sollte man im Moment ja nicht und so waren wir doppelt vorsichtig! Die Plätze sind so groß oder klein wie (fast) überall. Im Winter egal, im Sommer weniger, aber der Platz ist auch nicht als Urlaubsplatz gedacht, sondern um sich Husum anzusehen. Dafür liegt er ideal, man muss nur einmal über die Hauptverkehrsstraße (dass es auch eine Fußgängerunterführung gibt, haben wir irgendwann auch entdeckt!) und ist schon beim Fischhaus „Loof“. Dort musste man in früheren Jahren die Stellplatzgebühr bezahlen, jetzt erledigt man das im benachbarten Hotel, was ebenfalls zum Loof-Imperium gehört. Im Fischhaus kann man sehr gut essen, im Erdgeschoss bistroartig, in der 1. Etage eher restaurantmäßig. Außerdem gibt es einen sehr umfangreichen Fischverkauf, von rohem Fisch über geräucherten bis zu Fischbrötchen und einer riesigen Menge an leckersten Fischsalaten. Wir haben die Möglichkeiten genutzt! Smiley mit geöffnetem Mund

LoofLoofLoof

In Husum waren wir das letzte Mal vor zwei Jahren, auch in der Vorweihnachtszeit und so wussten wir, wie besonders hübsch das Städtchen dann ist. Auch der Weihnachtsmarkt war aufgebaut und durfte betrieben werden und wirklich überall wurde kontrolliert, ob man geimpft oder genesen oder getestet ist.

WeihnachtsmarktWeihnachtsmarktWeihnachtsmarkt

Für Unsicherheit sorgte für einige Tage, ob Herr Günther, der MP von Schleswig-Holstein, seine Ankündigung, ab dem 15. Dezember 2G+ für Beherbergungsbetriebe einführen zu wollen, wahr machen würde. Einige andere Bundesländer hatten inzwischen beschlossen, Menschen mit Boosterimpfung bei 2G+ auszuschließen und zunächst konnte uns auch niemand verbindlich sagen, wie oft man sich testen lassen müsste. Sogar im Testzentrum im Shoppingcenter in der Stadt war von alle 24 Stunden die Rede. Wir waren uns einig, dass wir nach Niedersachsen zurückfahren würden, sollte es dazu kommen. Jeden Tag bei welchem Wetter auch immer in die Stadt latschen und den Testnachweis im Hotel vorlegen, dazu hatten wir effektiv keine Lust. Verwirrtes Smiley Zum Glück einigten sich die Gesundheitsminister aller Bundesländer dann auf den Verzicht von 2G+ für Geboosterte. Bei allen, die sich testen lassen müssen, ist es wieder von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. So hätten wir uns nur einmal bei Anreise („einchecken“) testen lassen müssen und dann nicht mehr (nicht sinnvoll, weil man ja schon einen Tag später positiv sein kann) und in Niedersachsen alle 72 Stunden (sinnvoll, weil dadurch eventuelle nachfolgende Infektionen bemerkt worden wären). Wir beschlossen also, bis über den Jahreswechsel in Husum zu bleiben.
 
Es wurde für ein paar Tage richtig kalt!

Stellplatz LoofHafenHafenInnenhafen

Da es auf dem Platz keinen Gasflaschenverkauf gibt, räumten wir alle drei Tage unsere Fahrzeuge fahrbereit und fuhren zur nur 1,2km entfernten Tankstelle, um LPG nachzutanken. Uschi kann aus Platzgründen ja nur 5-Kilo-Flaschen nutzen (die Tankflasche hat die gleiche Größe) und interessanterweise verbraucht sie im selben Zeitraum flaschenmäßig genausoviel wie ich in Oscarlotta, kilo- bzw. litermäßig aber nur die Hälfte. Aber ihr Wohnraum ist ja auch wesentlich kleiner als der von Oscarlotta und hier wird noch jede Menge Stauraum mit beheizt. Unsere Heizkosten im Dezember beliefen sich dann auch entsprechend auf knapp €69 bei Uschi und meine auf €160. Bei mir läuft allerdings auch der Kühlschrank über Gas, bei Uschi nicht. Sagt uns bitte mal jemand mit Wohnung oder Haus, möglichst mit Wohnflächenangabe, wieviel ihr im Winter oder im Jahresschnitt an Gaskosten habt, falls ihr damit heizt? Das würde uns mal interessieren!

Stellplatz LoofStellplatz LoofStellplatz LoofStellplatz Loof

Husum, die graue Stadt am Meer, verwöhnte uns mit einigen sonnigen Tagen, die wir für längere (Uschi) und kürzere (Uschi und ich) Spaziergänge nutzten.

sonnigsonnig
In entgegengesetzter Richtung zur Stadtmitte kann man bis ans Meer laufen und draufschauen, wenn es denn gerade da ist. Zwinkerndes Smiley Ich habe es jeweils nur bis zur Hafenein-/ausfahrt geschafft. Am Heiligen Abend war der Hinweg noch erträglich, aber der Rückweg mit eisigem Wind von vorne grenzwertig.

zum Hafenzum Hafenzum Hafenzum Hafenam Hafenam Hafenam Hafenam Hafenam Hafen

grauDie grauen Tage machten wir entweder zu Höhlentagen oder gingen mit Anbruch der Dunkelheit in die Stadt, Lichter gucken. Schön!

graue Stadt - ganz buntgraue Stadt - ganz buntgraue Stadt - ganz buntgraue Stadt - ganz bunt

Am 1. Weihnachtstag schafften wir es auch endlich mal zum Husumer Schloss und in den Schlossgarten und waren sehr angetan. So schön, dass alles wie von Puderzucker bestäubt aussah! Verliebt

zum SchlossSchlossSchlosszum SchlossTheodor StormSchlossSchlossSchlossparkWasserturmTorhausTorhausTorhaus

Der Jahreswechsel verlief relativ ruhig und, wie immer bei uns, völlig unspektakulär. Natürlich mit leckeren Fischsalaten zu Pellkartoffeln vom Fischhaus „Loof“. Um Mitternacht wurde in der Stadt und am Fischereihafen geböllert, aber bereits nach einer guten Viertelstunde war es wieder ruhig. Gut für Mensch, Tier und Umwelt.

Deko

Den Neujahrstag verbrachten wir noch in unseren Höhlen (Husum, graue Stadt am Meer) und am Sonntag ging es etwas wehmütig weiter… Im Falle eines erneuten Lockdowns, der ja noch nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann, hätten wir dort nicht bleiben können. Und dort, wo wir bleiben können, falls, müssen wir rechtzeitig da sein.

Passt auf euch auf und bleibt gesund!

written by Ingrid
photos taken with iPhone and Samsung Galaxy S20

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Frohes Neues!?!?

 
 
sonnig
 
eisig
 
Eines Tages kam eine Professorin in das Seminar und kündigte einen Test an. Sie verteilte das Aufgabenblatt wie üblich mit der beschrifteten Seite nach unten. Dann forderte sie ihre Studenten auf, das Blatt umzudrehen und zu beginnen. Zur Überraschung aller standen auf dem Zettel aber keine Fragen – zu sehen war nur ein schwarzer Punkt auf der Mitte des weißen Papiers.
Nun forderte die Professorin die Hochschüler auf: „Notiert bitte, was ihr auf dem Blatt seht!“ Die Studenten waren irritiert, nahmen die Aufgabe aber in Angriff. Am Ende der Stunde sammelte die Professorin alle Blätter ein und schaute sich die Antworten an. Diese begann sie dann laut vorzulesen. Die Studenten hatten ausnahmslos den schwarzen Punkt beschrieben: seine Position in der Mitte des Blattes, seine Lage im Raum, das Größenverhältnis zur Seite etc…
Die Professorin lächelte und erklärte: „Ich wollte euch eine Aufgabe zum Nachdenken geben. Niemand von euch hat etwas über den weißen Teil des Blattes geschrieben. Jeder konzentrierte sich auf den schwarzen Punkt – und das Gleiche geschieht häufig in unserem Leben. Wir haben ein weißes Papier erhalten, um es zu nutzen und zu gestalten, aber wir fokussieren uns auf die dunklen Flecken.
Nehmt die dunklen, schwarzen Punkte wahr, doch richtet eure Aufmerksamkeit in erster Linie auf das helle, weiße Papier. Erst dadurch werdet ihr euch der Möglichkeiten in eurem Leben bewusst. Teilt die freudigen Momente, das Helle in eurem Leben auch mit anderen Menschen!“
(Verfasser unbekannt)

 

Alles hat seine Zeit und seine Schönheit, sogar das Dunkle, siehe unsere Vergleichfotos. Wir haben die Wahl, was wir sehen wollen.

ALLES GUTE FÜR 2022!!!

Passt auf euch auf und bleibt gesund!

written by Ingrid
photos taken with iPhone and Samsung Galaxy S20

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Frohes Fest!

 
 
Füssen

Wir wünschen euch allen, dass ihr trotz der immer noch widrigen Umstände ein schönes, geruhsames und friedliches
Weihnachtsfest verbringt, ob allein oder nicht
und die Zuversicht nicht verliert,
dass es irgendwann doch noch
einmal wieder besser wird.
Stern

 
Wie ihr es aus den vergangenen Jahren gewöhnt seid, könnt ihr mit dem heutigen 1. Weihnachtstag alle „Hintertürfotos“ des aktuellen Adventskalenders noch einmal zusammen ansehen, mit einer kleinen Änderung. Da wir langsam Speicherplatzprobleme bei WordPress bekommen, habe ich alle noch vorhandenen Adventskalendereinträge plus der dazugehörigen Fotos gelöscht. Es ist ja relativ unwahrscheinlich, dass sich nochmal jemand durch den Adventskalender von 2011 oder einen der späteren klickt. Sie sind aber trotzdem in komprimierter Form noch verfügbar und zwar oben in der Menüleiste unter dem Headerfoto. Unter dem Titel „Adventskalender“ findet ihr für jedes Jahr einen Link zu den „Türchen“ und einen zu den „Hintertürfotos“. Und seit heute auch für 2021! Smiley
Und falls ihr euch, wie unser Freund Rolf, gefragt haben solltet, wie wir denn die verschiedenen Himmel-Hintergründe in die Baumfotos hineingephotoshopt haben, kommt hier noch eine Erklärung. Vor Jahren, als wir den Winter noch in Spanien verbrachten, hatte ich es mir in einem Jahr zur Angewohnheit gemacht, um 17 Uhr eine Runde mit dem Fahrrad zu drehen. Kurz vor 18 Uhr kam ich immer, pünktlich zum Sonnenuntergang, an dem kleinen Naturstrand an und schaute von dort aus noch ein wenig aufs Meer hinaus. Irgendwann gab es wohl einen besonders schönen Abendhimmel und ich machte das erste Foto. Und dann fast jeden Tag ein weiteres. Es gibt noch einige mehr als die 24 schönsten, die ich für den Adventskalender ausgewählt habe! Besonders eindrucksvoll (und auch nicht gephotoshopt!) war die Ausbeute eines Tages, aus der die Fotos vom 13. und 14. stammen. Ich zeige sie euch hier noch vollständig:
spektakulärer Abendhimmel in Spanienspektakulärer Abendhimmel in Spanienspektakulärer Abendhimmel in Spanienspektakulärer Abendhimmel in Spanienspektakulärer Abendhimmel in Spanienspektakulärer Abendhimmel in Spanienspektakulärer Abendhimmel in Spanienspektakulärer Abendhimmel in Spanien
 
Zum Schluss noch ein kleines Goodie in Form einer Weihnachts-Video-App aus dem Jahre 2014! Zwinkerndes Smiley (nach dem Klick öffnet sich ein neuer Tab)

Passt auf euch auf und bleibt gesund!

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

It’s beginning to look a lot like Christmas

 
 
Nachdem unser Hoffen und Bangen am Dienstagabend dann doch ein gutes Ende nahm und wir Schleswig-Holstein nicht verlassen mussten, gibt es nichts weiter zu berichten. Das ist uns in der derzeitigen Situation ganz recht. Wir stehen gut da, wo wir stehen, und müssen unsere Fahrzeuge nur bewegen, wenn wir Gas tanken müssen, also alle 3-4 Tage. Ich könnte das Intervall vergrößern, wenn ich meine zwei Campinggasflaschen mit in Dauerbetrieb nehmen würde, aber dann müsste ich zum Tauschen drei Kilometer weiter fahren und würde auch bei OBI immer noch 8 Euro mehr bezahlen, pro Flasche, versteht sich. Enttäuschtes Smiley Da fahre ich lieber öfter die 1,2km zur Tankstelle und nutze das Campinggas nur als Reserve, da erfahrungsgemäß eine Gasflasche ja immer mitten in der Nacht leer wird.
Wir werden bis über den Jahreswechsel hierbleiben und dann entscheiden, wie es weitergehen soll oder kann…

 
Vielleicht können wir euch ja mit ein paar adventlich vorweihnachtlichen Fotos eine kleine Freude machen!
 
Vorweihnachtszeit
 
VorweihnachtszeitVorweihnachtszeit
 
Vorweihnachtszeit
 
VorweihnachtszeitVorweihnachtszeit
 
Vorweihnachtszeit
 
VorweihnachtszeitVorweihnachtszeitVorweihnachtszeit
 
Vorweihnachtszeit
 
Wenn das jetzt immer noch nicht geholfen hat, euch in Weihnachtsstimmung zu bringen, dann hört euch doch einfach unseren Beitragstitel an! Smiley
 

 
Songtext
 
written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Nicht mein Tag!!!

 
 
Eigentlich fing es ganz normal an. Gut, das Wetter konnte sich nicht entscheiden, ob es regnen oder schneien wollte und mein Stromkabel war kaltgefroren, nass und schmutzig, aber so ist es nun mal im Dezember.

Dezemberwetter

Uschi war schon vorgefahren, unser nächstes Ziel war Friedrichstadt. Dort waren wir 2015 auf dem Campingplatz gewesen, diesmal wollten wir auf den Wohnmobilstellplatz, der so überschwänglich beworben wird. Auf der Strecke zur Autobahn kam ich wie beabsichtigt an der ESSO-Tankstelle vorbei, an der Uschi schon LPG getankt hatte. Ich wusste also, wie ich am besten reinfahren sollte und wo die LPG-Säule ist. Das ist immer gut, damit ich mit Oscarlotta nicht noch groß rangieren muss. Und ab jetzt lief es nicht mehr so gut! Als ich zielstrebig auf der richtigen Spur durchfahren wollte, kam von der anderen Seite ein PKW, hielt an einer Zapfsäule für Benzin/Diesel und schon reichte die Durchfahrtsbreite für mich nicht mehr! Also musste ich ganz rechts durchfahren und am Ende drehen, damit ich mit der Beifahrerseite an der LPG-Säule stehen würde. Zum Glück war Sonntagmittag und nicht viel los. Jetzt hatte ich zwar die Seite, an der die Zapfpistole nicht auf meinen Tankflaschenanschluss passte, aber der Schlauch von der anderen, richtigen Seite war lang genug. Ich schraubte die Pistole auf, arretierte sie und drückte den Totmannknopf. Es passierte – nichts! Bein zweiten Versuch auch nicht und nach dem dritten ging ich in den Kassenraum. Nein, von ihr aus sei alles in Ordnung, ich solle doch noch einmal von vorne anfangen. Ich löste lediglich die Arretierung, arretierte neu und siehe da, es lief! Zwinkerndes Smiley

Nachdem ich ungefähr eine Viertelstunde auf der Autobahn unterwegs war, es schneite leicht, waren urplötzlich alle meine Fehlermeldungen wieder da!!! Sarkastisches Smiley In Textform und als Kontrolllämpchen. Super! Und nun? Zurückfahren oder eine neue Werkstatt (auf)suchen? Oscarlotta fuhr, wie schon beim ersten Mal, unbeirrt weiter. Und es waren insgesamt nur ca. 80 Kilometer. Auf der Landstraße war ich so gut wie alleine unterwegs und plötzlich blitzte es draußen. Mist! Es gab keine Geschwindigkeitsbeschränkung, allerdings war ich ein klein wenig schneller unterwegs als die für Oscarlotta erlaubten 80 Stundenkilometer. Normalerweise nehme ich das schon genau, aber hier war außer uns niemand. Was war das für eine Blitzstation? Für LKW?
Am Stellplatz fuhr ich erst einmal vorbei, weil die Zufahrt beschissen ausgeschildert ist. Sogar Uschi war das passiert! Glücklicherweise kommt nach 150m eine Tankstelle, auf der ich wenden bzw. durchfahren konnte. Uschi hatte dort getankt und nach dem Preis für Campinggasflaschen gefragt, die man dort auch tauschen kann. €32 für eine 11-Kilo-Flasche, für die kleine 5er, die Uschi braucht, €20!!! Haben die sie noch alle? Bei Steinhude hatten wir €20 bzw. €10 bezahlt und zur Zeit reichen uns die Füllungen für etwas mehr als drei Tage. Da werden wir versuchen, bei LPG zu bleiben, das ist zwar auch um einiges teurer geworden, aber mit ca. €17/Füllung (22l) doch noch erheblich preiswerter.

Uschi war zufällig auf dem Weg zum Abfallcontainer und konnte mir ein Schrankenticket ziehen. Die Zufahrt ist so eng und mit Steinen begrenzt, dass ich hätte aussteigen müssen. Sie informierte mich, dass ich unbedingt auf sie warten müsse, damit sie mich in den Platz neben ihr einweist, man dürfe nämlich AUF KEINEN FALL über die Rasenflächen fahren!!! Im Kassenraum prangt ein anschauliches Fotoplakat mit der Bitte, lieber fünf- bis neunmal zu rangieren, ansonsten würde es teuer! Ich rangierte fünf- bis neunmal und wäre letztendlich auch passgenau reingekommen, bloß alleine nie wieder raus! Erzürnt

WarnungPlätze

Auf den Fotos sieht es gar nicht so schwierig aus, es liegen aber überall Felssteine, um den kostbaren Rasen zu schützen und zusätzlich sind Metallstangen in die Erde gerammt mit einem Tennisball auf der Spitze, damit man sich nicht das Fahrzeug verschrammt. Das würde dann nämlich auch richtig teuer. An den Stangen ist auf kleinen Schildern auch vermerkt, ob man vorwärts oder rückwärts einparken MUSS oder ob beides erlaubt ist. Die Schrift ist allerdings so klein, dass man sie nur lesen kann, wenn man ausgestiegen ist. Ich rangierte mit Uschis Hilfe und unter Benutzung des Platzes auf der anderen Seite fünf- bis neunmal wieder heraus und fuhr den letzten Platz in der Kurve an. Dort konnte ich geradeaus hinein- und beim Wegfahren rückwärts geradeaus wieder rausfahren.

EisenstangenEisenstangenEisenstangen

Platz SusiPlatz Susi

Auf der Webseite des Platzes ist von großzügigen Stellplätzen die Rede. Dem würde ich schon einmal widersprechen! Vielleicht für Vans, aber sicher nicht für große Mobile und vor allem im Sommer, wenn alles voll ist, möchte ich dort nicht einparken müssen! Es gibt immer eine Schotterfläche für das Fahrzeug und eine Rasenfläche zum Sitzen. Nachdem es wohl schon eine Schlägerei gegeben hat, weil sich zwei Besatzungen eine Rasenfläche teilen mussten und er einen der Beteiligten ins Krankenhaus fahren musste, Erstauntes Smiley hat der Betreiber sich für die Schilder-Reglementierung entschieden (Uschi hatte am nächsten Tag ein Gespräch mit ihm). Natürlich gelingt es öfter nicht (wie auch?), den kostbaren Rasen zu verschonen, dann wird dieser Stellplatz sofort mit Flatterband abgesperrt. Es gab einige gesperrte Plätze!

gesperrte Plätzegesperrte Plätze

Ob es dann auch teuer geworden ist, wissen wir nicht. Uschi erfuhr im Gespräch, dass es sich nun einmal um Marschland handeln würde! Das wäre im Herbst, Winter, Frühjahr und bei Regen nun einmal nass. Ja, dann muss man die Plätze vielleicht ein wenig (noch!?) großzügiger anlegen und die Zufahrten nicht rechtwinklig mit kaum vorhandenem Rangierspielraum. Übrigens kostet die Übernachtung €15 incl. 2 Personen, aber davon haben wir ja wieder nichts. Zum Vergleich, in der Lüneburger Heide haben wir auf einem Campingplatz Einzelfahrerpreise gezahlt und mit einem Rabatt (7 Nächte bleiben, 6 bezahlen) nur €10, bei einer Stellplatzgröße von 120-140qm!!!

PlatzgrößeMein Platz war so bemessen, dass ich auf der Beifahrerseite noch Platz für meine Trittstufe hatte, aber von der untersten Stufe schon seitlich absteigen musste, um nicht im patschigen Gras zu landen. Auf der Fahrerseite stand Oscarlotta schon auf Kante und zum Anschließen des Stromkabels MUSSTE ich im Schlamm rumlaufen. Ich war mehr als genervt!
Um Strom zu bekommen, muss man zunächst sein Stromkabel an einer freien Steckdose anschließen, sich die Nummer merken und dann mit seinem Schrankenticket in den Info-Raum gehen, der zugepflastert ist mit allen möglichen wichtigen und unwichtigen Infos und muss am Kassenautomaten erst einmal mindestens 5 Euro aufbuchen. Dann muss man an einer anderen Säule mit Display die Taste für seine Steckdosennummer drücken und die aufgeladene Karte vor das Display halten. Wenn das Kontrolllämpchen grün wird, bekommt man Strom. Solange, wie das Guthaben auf der Karte reicht. Je nachdem, wie lange man bleibt, muss man nachbuchen (oder man hat gleich entsprechend mehr aufgebucht) und das Restguthaben bekommt man bei Abreisebezahlung ausgezahlt, ABER NUR, wenn man vorher den Knopf Rückzahlung gedrückt hat! Inzwischen war es dunkel und ich freute mich, dass mein Lämpchen sofort grün wurde! Allerdings zeigte mein Display in Oscarlotta kein Stromzeichen!!! Augen rollendes Smiley Uschi kam helfen, es regnete, sie probierte eine andere Steckdose, das ging aber nicht, weil das Ticket auf die Nummer 8 festgelegt war. Sie nahm die Steckverbindung von Schuko-Stecker zu CEE-Adapterleitung, die wassergeschützt in einer Plastikdose liegt, auseinander und trocknete alles vorsichtshalber. Kein Strom! Ich zog meine Regenjacke wieder an, stapfte durch den Schlamm und kontrollierte die Steckverbindung zu Oscarlotta. Kein Strom! Uschi lief zum Info-Raum, suchte nach einer Telefonnummer und rief an. Man könne eine Steckdose wieder deaktivieren, indem man sein Ticket erneut vor das Display halte, natürlich nachdem man die richtige Steckdosennummer ausgewählt hat. Uschi probierte der Reihe nach alle verfügbaren Steckdosen aus, aktivieren, deaktivieren, aktivieren, ich starrte auf mein Display – kein Strom! Auf der anderen Seite des Platzes gab es eine weitere Säule mit Display und Knöpfen und Steckdosen. Sie zog, in der Hoffnung, dass es reichen würde, mein Kabel um Oscarlotta herum und diagonal über den nächsten Platz und aktivierte die Steckdose, in die sie das Kabel gesteckt hatte. STROM!!!

SteckdosensäuleStromsäule CStromsäule B

SchlammlochWir vermuteten eine defekte Stromsäule, zudem diese in einer großen Wasser- bzw. Schlammpfütze stand. Im kostbaren Rasen, versteht sich. Nein, man ist nicht auf die Idee gekommen, vom Ende der Schotterflächen der beiden zugehörigen Stellplätze ein paar Steinplatten in den Rasen zu legen. Lustigerweise interessieren sich die ansässigen Maulwürfe aber sowas von gar nicht für die Kostbarkeit des Rasens! Sie machen das, was sie artbedingt eben machen, schöne Erdhügel in regel- und unregelmäßigen Abständen. Laut lachen

Friedrichstadt

Wir waren beide genervt und beschlossen, auf Friedrichstadt zu verzichten und am nächsten Tag weiterzufahren. Unter diesen ganzen Bedingungen waren uns €15 einfach zu teuer! Das versprochene kostenfreie WLAN reichte bis zu meinem Platz natürlich auch nicht! Es ist auch nicht so, dass man für das Geld 24 Stunden bleiben darf (wie in Steinhude, die Ankunftszeit ist ja auf dem Ticket gespeichert), sondern man MUSS bis 14 Uhr weg sein, sonst bezahlt man neu. Erzürnt

Ich wollte am nächsten Tag dann wenigstens die als Innovation gepriesene überdachte Ver- und Entsorgungsstation nutzen. Beim Verstauen meines Stromkabels sah ich, jetzt bei Tageslicht, den Hinweis, dass für die Steckdosensäule, an der wir uns vergeblich versucht hatten, nicht die ein paar Plätze weiter stehende Display-Säule zuständig ist, sondern die, an der ich letztendlich Strom bekommen hatte! Das Kabel hätte Uschi also gar nicht umstecken und über die Maulwurfshügel tragen müssen, sondern nur das Ticket vor das (richtige) Display halten! Cooles Smiley

VE-StationIch konnte die VE-Station aus gegebenem Anlass nur anfahren, indem ich eine Platzrunde Richtung Ausfahrt drehte. Alle paar Meter hat man eine Entwässerungsrinne quer durch die Fahrspur gezogen, Schritttempo ist also voreingestellt. Ich hätte die Station von hinten anfahren müssen, dann wäre aber alles auf der falschen Seite gewesen. Also versuchte ich, vorne um die Kurve zu kommen. Das erwies sich als völlig unmöglich, einmal wegen eines Dachüberstandes, aber vor allem, weil ich fünf- bis neunmal hätte rangieren müssen unter Zuhilfenahme der angrenzenden, jetzt im Winter freien Plätze. Ich fuhr Oscarlotta rückwärts hinein und hatte alles auf der falschen Seite! Viel Platz war beidseitig nicht, ich stand mittig und konnte nicht einmal mehr meine seitliche Heckgaragentür ganz öffnen, nur so weit, dass ich gerade eben meinen Schlauch und meine Gießkanne herausholen konnte. Die brauchte ich, um meinen Wassertank zu befüllen, denn auch mein langer Schlauch reichte nicht um Oscarlotta herum. Nun bin ich das Wasser tanken mit Gießkanne ja gewöhnt, die Sonne schien und ich bekam nur kalte Hände. Und ich konnte alles in Ruhe erledigen, weil ich alleine war.
Nach getaner Arbeit ging ich am Automaten bezahlen, bekam tatsächlich mein Strom-Restguthaben ausbezahlt und zwar OHNE dass ich den unbedingt notwendigen Knopf gedrückt hatte, weil ich ihn gar nicht fand! Dann durfte ich die ganze Stellplatzrunde incl. aller Wasserrinnen noch einmal fahren, die Ausfahrt ist direkt hinter der VE-Station, aber rückwärts wollte ich da nun doch nicht raus. Auch hier ist die Zufahrt zur Schranke fast rechtwinklig, sodass es nahezu unmöglich ist, aus dem Fahrzeug heraus sein Ticket in die Säule zu schieben. Wenn ich von meinem Platz aus vorwärts die VE-Station hätte anfahren können (und beim Rangieren nicht auf Stangen, Steine und kostbaren Rasen hätte achten müssen), hätte ich alles auf der richtigen Seite gehabt und hätte schnurgerade auf die Schranke zufahren können. So ist es theoretisch wohl auch gedacht. HÄTTE… Aber immerhin wird man beim Ver- und Entsorgen nicht nass, falls es regnet! Zwinkerndes Smiley

Ich fuhr zur benachbarten Tankstelle, tankte Diesel und LPG und dann machte ich, dass ich weg kam! Ich glaube nicht, dass wir noch einmal auf diesen Stellplatz fahren werden!!!

Passt auf euch auf und bleibt gesund!

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Werkstatt- und Corona-Update

 
 
Am Mittwoch hatte ich meinen nächsten und für dieses Jahr hoffentlich letzten Werkstatttermin. Mittwoch war der 1. Dezember und ab diesem Tag galt in Niedersachsen die 2G+-Regelung, u. a. auch für Beherbergungsbetriebe. Der Ministerpräsident, Herr Weil, hatte das so für sein Land entschieden. Ich rief vorsichtshalber bei der Werkstatt an und fragte, ob ich am nächsten Tag schon einen Test mitbringen müsse. In Steinhude gibt es eine Teststation, es wäre also sicher einfacher, mir den Test dort zu holen. Nein, hieß es am Telefon, im Kreis Hannover sei das wohl (?) noch nicht nötig. Wir hatten unsere Weiterfahrt, geplant nach Westerstede, noch verschoben (Uschi wollte schon vorfahren), um abzuwarten, was die MPK am Dienstag ergeben würde. Die war ja nun noch nicht eindeutig und wir hätten noch bis Donnerstag warten müssen. Aber mit Herrn Weils Entscheidung und der Tatsache, dass wir uns in Niedersachsen zweimal die Woche testen lassen müssten, um auf Stell- und Campingplätzen aufgenommen zu werden, beschlossen wir, Niedersachsen zu verlassen. Trauriges Smiley
Ich fuhr, wie geplant, am Dienstag nach unserer Lagebesprechung los, kaufte ein, tauschte eine Gasflasche und war kurz vor halb fünf an der Werkstatt. Mein Übernachtungsplatz vor Tor 1 war schon frei und so freute ich mich, sowohl auf Strom umstellen zu können als auch meine Winterabdeckung des Armaturbereichs einzusetzen. Die bringt eine Menge gegen die Kälte, die vom Motorbereich hereinkriecht. Ich machte es mir gemütlich und war kurz nach zehn im Bett.
 
Diesmal konnte ich Oscarlotta pünktlich um sieben in die Halle fahren. Ich fragte, ob ich auch in der Halle Strom bekommen könnte und so lief einer der Männer mit meinem Stromkabel neben Oscarlotta her. Ich darf in der Werkstatt ja nicht aussteigen. Da ich nicht in Halle 1, sondern doch wieder in Halle 2 fahren sollte, war es etwas umständlicher, da ich ja erst entsprechend weit zurückfahren musste, um „die Kurve zu kriegen“. Es klappte aber gut und ich freute mich darüber, einen oder zwei weitere Kaffee zu bekommen. Smiley
Diesmal arbeitete ein anderer Mechaniker an Oscarlotta und zunächst passierte alles von außen/unten. Irgendwann wurde das Diagnosekabel wieder angeschlossen und später das Motor-Update aufgespielt. Wie erwartet, ließ sich jetzt auch die nicht mehr aktive Fehlermeldung löschen. Daumen hoch
Mein Display, das auf den 1. Januar eines unbekannten Jahres zurückgestellt war, ließ sich nicht bearbeiten (das hatte ich aber schon gemerkt, als ich die Uhrzeit auf Winterzeit umstellen wollte) und auch dieses Problem wurde noch behoben. Und dann waren wir fertig und dabei war es erst 11 Uhr!!! Wieso es denn jetzt doch so schnell gegangen wäre, wollte ich wissen, immerhin war ja von mindestens 4-5 Stunden die Rede gewesen, evtl. auch 7. Und das ohne Motor-Update. Sie hätten am Vortag mal etwas Zeit gehabt und hätten die einzubauenden Teile schon verkabelt. Das nenne ich mal vorausschauenden Service! Überhaupt kann ich diese Werkstatt uneingeschränkt weiterempfehlen.
Es dauerte dann noch eine Stunde, bis ich bezahlen konnte. Das Motor-Update wurde von Iveco kostenfrei zur Verfügung gestellt, die Rückrufaktion kostete mich ja sowieso nichts und so bezahlte ich lediglich ein wenig Arbeitslohn.

Itzehoe

Um kurz nach 12 Uhr war Oscarlotta on tour. Uschi war auf dem Weg nach Itzehoe und ich folgte ihr. Das Wetter war nicht optimal, es regnete immer mal wieder und es war stürmisch. Auf der Autobahn war noch alles einigermaßen gut, aber die letzten 50 km auf der Landstraße bei zunehmender Dunkelheit waren ekelhaft. Es lagen sehr viele plattgefahrene Äste auf der Fahrbahn und ich musste mein Lenkrad krampfhaft festhalten, weil immer wieder unvermittelt Windböen kamen. Ich war froh und dankbar, unversehrt in Itzehoe angekommen zu sein und den mir von Uschi reservierten Platz belegen zu können. Mein Stromkabel reichte so gerade eben bis zur Steckdosensäule! Es gibt offizielle 10 Wohnmobilstellplätze in einem gekennzeichneten Bereich eines riesigen Großparkplatzes/Festplatzes, aber man darf wohl auch auf der Wiese stehen. Das bietet sich jetzt im Winter allerdings nicht an, es ist auch so schon alles recht nass und pfützig. Das Städtchen ist nett, wir machten am Donnerstag einen schönen Stadtbummel und gingen vorsichtshalber nach Monaten mal wieder zum Friseur, solange die 2G+-Regelung hier nicht gilt.

Itzehoe

Und dann kam die Nachricht, dass Herr Günther, der MP von Schleswig Holstein, sich solidarisch erklären will und ab dem 15. Dezember eine 2G+-Regelung für Beherbergungsbetriebe, also auch Camping- und Stellplätze, einführen wird. Erstauntes Smiley So ein Mist!!! Jetzt waren wir extra nach SH geflüchtet, dem Bundesland mit den niedrigsten Inzidenzen – und nun das! Wir finden die 2G+-Regelung grundsätzlich ja nicht verkehrt, es ist nur lästig für uns. Wir beschlossen, erst einmal abzuwarten…
Schon am späten Abend kam die Meldung, dass einige Bundesländer 2G+ wieder abschaffen wollen, unter anderem auch Niedersachsen!!! Allerdings nur für Menschen, die schon ihre Booster-Impfung erhalten haben. In Niedersachsen sogar inoffiziell mit sofortiger Wirkung. Das spricht nun wirklich nicht dafür, dass zwischen den Ministerien zweier benachbarter Bundesländer Absprachen stattfinden. Jetzt bleibt abzuwarten, ob Herr Günther seine Ankündigung auch wieder zurücknimmt und wir in Schleswig Holstein bleiben können oder doch wieder nach Niedersachsen zurückfahren müssen. Was für ein Hickhack!!! Haben die Politiker immer noch nicht verstanden, dass es nicht sinnvoll ist, die Bürger mit immer neuen und immer anderen Verordnungen zu verwirren? Verwirrtes Smiley

Passt auf euch auf und bleibt gesund!

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.